PRASUGREL AL 5 mg Filmtabletten
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Pharmazeutische Informationen
Filmtabletten — verschreibungspflichtig.
Detaillierte Anwendungshinweise, Dosierung, Nebenwirkungen und Wechselwirkungen finden Sie unten in den Registerkarten. Beachten Sie stets die Packungsbeilage. Bei Unklarheiten fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.
- PZN:
- 14286543
- Darreichungsform:
- Filmtabletten (Filmtabletten)
- Packungsgröße:
- 98 Stück
- Wirkstoffstärke:
- 5 mg
- Marke:
- PRASUGREL
- Hersteller:
- ALIUD Pharma GmbH
- Generikum:
-
Ja
Rechtlicher Status
Verantwortlicher Wirtschaftsakteur gemäß EU-Verordnung 2023/988
GPSRAnwendungshinweise
Die Gesamtdosis sollte nicht ohne Rücksprache mit einem Arzt oder Apotheker überschritten werden.
Art der Anwendung?
Nehmen Sie das Arzneimittel mit Flüssigkeit (z.B. 1 Glas Wasser) ein.
Dauer der Anwendung?
Die Anwendungsdauer richtet sich nach Art der Beschwerde und/oder Dauer der Erkrankung und wird deshalb nur von Ihrem Arzt bestimmt.
Überdosierung?
Bei einer Überdosierung kann es zu einer verlängerten Blutungszeit kommen. Setzen Sie sich bei dem Verdacht auf eine Überdosierung umgehend mit einem Arzt in Verbindung.
Einnahme vergessen?
Setzen Sie die Einnahme zum nächsten vorgeschriebenen Zeitpunkt ganz normal (also nicht mit der doppelten Menge) fort.
Generell gilt: Achten Sie vor allem bei Säuglingen, Kleinkindern und älteren Menschen auf eine gewissenhafte Dosierung. Im Zweifelsfalle fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker nach etwaigen Auswirkungen oder Vorsichtsmaßnahmen.
Eine vom Arzt verordnete Dosierung kann von den Angaben der Packungsbeilage abweichen. Da der Arzt sie individuell abstimmt, sollten Sie das Arzneimittel daher nach seinen Anweisungen anwenden.
Dosierung
Erstdosis - einmalige Gabe:
Folgebehandlung:
Folgebehandlung: Ältere und geschwächte Patienten: Sie müssen in Absprache mit Ihrem Arzt eventuell die Einzel- oder die Gesamtdosis reduzieren oder den Dosierungsabstand verlängern.
Anwendungsgebiete
- Blutverdünnung (Hemmung der Thrombozytenaggregation, d.h. der Verklebung der Blutplättchen), wenn Folgendes vorliegt:
- Akutes Koronarsyndrom
Detaillierte Dosierung
Personenkreis: Erwachsene, Einzeldosis: 12 Tabletten, Gesamtdosis: 12 Tabletten, Zeitpunkt: vor der ersten Mahlzeit
Personenkreis: Erwachsene unter 60kg Körpergewicht, Einzeldosis: 1 Tablette, Gesamtdosis: 1-mal täglich, Zeitpunkt: unabhängig von der Mahlzeit
Wirkstoff
Wirkungsweise
Wie wirkt der Inhaltsstoff des Arzneimittels?
Der Wirkstoff beeinflusst die Blutgerinnung. Er verhindert, dass die Blutplättchen (Thrombozyten) zusammenklumpen und verbessert so die Fließfähigkeit des Blutes.
Nebenwirkungen
Welche unerwünschten Wirkungen können auftreten?
- Blutungen im Magen-Darm-Bereich
- Blutungen im Analbereich
- Innere Blutungen
- Zahnfleischbluten
- Blutungen im Auge
- Nasenbluten
- Überempfindlichkeitsreaktionen der Haut, wie:
- Hautausschlag
- Hautblutungen aufgrund gestörter Blutgerinnung
- Blutergüsse
- Bluthusten
- Ausscheidung von Blutbestandteilen mit dem Urin
- Veränderung des Blutbildes, wie:
- Anämie (Blutarmut)
- Verlängerung der Blutungszeit
Bemerken Sie eine Befindlichkeitsstörung oder Veränderung während der Behandlung, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Für die Information an dieser Stelle werden vor allem Nebenwirkungen berücksichtigt, die bei mindestens einem von 1.000 behandelten Patienten auftreten.
Gegenanzeigen
Was spricht gegen eine Anwendung?
Immer:
- Überempfindlichkeit gegen die Inhaltsstoffe
- Erhöhte Blutungsneigung
- Aktive Blutung
Unter Umständen - sprechen Sie hierzu mit Ihrem Arzt oder Apotheker:
- Magengeschwür
- Blutungen im Magen-Darm-Trakt, auch in der Vorgeschichte
- Schlaganfall
- Durchblutungsstörungen in der Hirnregion, auch in der Vorgeschichte - (transitorische ischämische Attacke)
- Eingeschränkte Nierenfunktion
- Eingeschränkte Leberfunktion
- Bevorstehende Operation
- Kurz zuvor stattgefundene größere Operation
Welche Altersgruppe ist zu beachten?
- Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren: Das Arzneimittel darf nicht angewendet werden.
- Ältere Patienten ab 75 Jahren: Die Behandlung sollte mit Ihrem Arzt gut abgestimmt und sorgfältig überwacht werden, z.B. durch engmaschige Kontrollen. Die erwünschten Wirkungen und unerwünschten Nebenwirkungen des Arzneimittels können in dieser Gruppe verstärkt oder abgeschwächt auftreten.
Was ist mit Schwangerschaft und Stillzeit?
- Schwangerschaft: Wenden Sie sich an Ihren Arzt. Es spielen verschiedene Überlegungen eine Rolle, ob und wie das Arzneimittel in der Schwangerschaft angewendet werden kann.
- Stillzeit: Von einer Anwendung wird nach derzeitigen Erkenntnissen abgeraten. Eventuell ist ein Abstillen in Erwägung zu ziehen.
Ist Ihnen das Arzneimittel trotz einer Gegenanzeige verordnet worden, sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker. Der therapeutische Nutzen kann höher sein, als das Risiko, das die Anwendung bei einer Gegenanzeige in sich birgt.
Lagerungsanforderungen
Physische Eigenschaften
- Gewicht:
- 46 g
- Abmessungen (B × H × L):
- 50 × 127 × 77 mm
Aufbewahrung
Aufbewahrung
Das Arzneimittel muss
- vor Hitze geschützt
- vor Feuchtigkeit geschützt (z.B. im fest verschlossenen Behältnis)
aufbewahrt werden.
Wichtige Hinweise
Was sollten Sie beachten?
- Vorsicht bei einer Unverträglichkeit gegenüber Lactose. Wenn Sie eine Diabetes-Diät einhalten müssen, sollten Sie den Zuckergehalt berücksichtigen.
- Es kann Arzneimittel geben, mit denen Wechselwirkungen auftreten. Sie sollten deswegen generell vor der Behandlung mit einem neuen Arzneimittel jedes andere, das Sie bereits anwenden, dem Arzt oder Apotheker angeben. Das gilt auch für Arzneimittel, die Sie selbst kaufen, nur gelegentlich anwenden oder deren Anwendung schon einige Zeit zurückliegt.
Weitere Hinweise aus der Fachinformation
In Kombination mit anderen Arzneimitteln:
Herzinfarkt
Was ist das? - Definition Stockt plötzlich die Blutversorgung von Teilen des Herzmuskels und hält der Zustand an, kommt es zu einem Herzinfarkt. Bei dafür typischen Symptomen muss sofort der Rettungsdienst alarmiert werden, ein Herzinfarkt ist unbehandelt lebensbedrohlich.
Krankheitsbild
Ein Herzinfarkt
- medizinisch Myokardinfarkt genannt
- entsteht, wenn ein Teil des Herzmuskels nicht mehr ausreichend mit Blut versorgt wird und dadurch abstirbt. Ursache ist in den meisten Fällen ein plötzlicher Verschluss eines das Herz mit Blut versorgenden Herzkranzgefäßes. Besonders betroffen ist häufig die linke Herzkammer, die für die Hauptpumpleistung verantwortlich ist. Der Herzinfarkt ist ein akuter medizinischer Notfall, bei dem jede Minute zählt.
Symptome/Verlauf
Typisch sind starke Schmerzen und ein starkes Druck
- und Engegefühl im vorderen Brustbereich
- oft direkt hinter dem Brustbein. Die Schmerzen können in den linken Oberarm, den Schulter
- und den Kieferbereich, in den Rücken oder auch in den Oberbauch ausstrahlen. Diese Schmerzen halten an und hören auch in Ruhe nicht auf, anders als bei einer Angina pectoris. Häufig kommen Atemnot, Angst oder sogar Todesangst, Übelkeit, Erbrechen, Schweißausbrüche oder Schwächegefühl hinzu. Der Puls kann rasen oder ganz langsam werden, der Blutdruck steigt oder fällt. Ältere Menschen reagieren manchmal verwirrt.
Besonders tückisch: Bei manchen Menschen
- insbesondere Diabetikern
- bleibt der Infarkt nahezu unbemerkt (stummer Herzinfarkt), da die typischen Schmerzen fehlen. Bei Frauen können die Symptome etwas anders aussehen als bei Männern. Gerade bei älteren Frauen kann der Brustschmerz weniger ausgeprägt sein, im Vordergrund stehen womöglich eher das Enge
- und Druckgefühl in der Brust, die Atemnot, Übelkeit oder Schmerzen im Rücken oder Oberbauch. Der Deutschen Herzstiftung zufolge soll sofort Hilfe geholt werden, wenn derartige Beschwerden in einem bisher nicht gekannten Ausmaß auftreten.
Folgen/Komplikationen
Die gefährlichsten Komplikationen treten meist in den ersten 48 Stunden nach dem Infarkt auf:
- Kammerflimmern
- eine lebensbedrohliche Herzrhythmusstörung, bei der das Herz nicht mehr effektiv pumpt.
- Linksherzinsuffizienz
- die linke Herzkammer kann das Blut nicht mehr ausreichend weiterpumpen, was zu Lungenstauung, Lungenödem oder Schock führen kann.
- Geweberisse
- stark geschädigtes Gewebe kann reißen, etwa die Herzscheidewand oder Halterungen der Herzklappen.
Mögliche Langzeitfolgen für Infarktüberlebende können sein:
- Herzaneurysma
- Ausbeulung der Herzwand mit dem Risiko für Blutgerinnsel.
- Herzmuskelentzündungen oder Narbenbildung
- dies kann die Herzfunktion dauerhaft beeinträchtigen.
- Dressler
- -Syndrom
- seltenes Syndrom, bei dem Wochen nach dem Infarkt eine Entzündung durch Abwehrreaktionen gegen abgestorbenes Gewebe auftritt.
Einmal überstanden bedeutet nicht geheilt. Viele Patientinnen und Patienten erleiden erneut einen Infarkt. Um hier so gut es geht vorzubeugen, müssen die Ursachen bzw. Risikofaktoren behandelt werden.
Ursachen/Risikofaktoren
Fast immer liegt dem Herzinfarkt eine Arteriosklerose (Arterienverkalkung) zugrunde, bei der sich Ablagerungen in Blutgefäßen bilden. Diese engen das Gefäß ein, schädigen es von innen und können es irgendwann ganz verschließen. Zu den wichtigsten Risikofaktoren zählen:
- Fettstoffwechselstörungen
- Bluthochdruck
- Diabetes mellitus
- Rauchen
- Bewegungsmangel
- Übergewicht
- männliches Geschlecht
- höheres Lebensalter
- genetische Veranlagung
Das kann helfen
Im Akutfall sofort handeln:
Treten bei einem Menschen Symptome eines Herzinfarktes auf, muss sofort der Rettungsdienst unter der 112 angerufen werden. Am besten gleich durchgeben, dass der Verdacht auf einen Herzinfarkt besteht und Fragen der Notrufzentrale beantworten. Bei einem Herz
- -Kreislauf
- -Stillstand (Bewusstlosigkeit, keine Atmung!) sollten Helfer nach dem Notruf sofort Wiederbelebungsmaßnahmen beginnen, konkret eine Herzdruckmassage. Bei mehreren Helfern: Einer setzt den Notruf ab, ein anderer startet die Wiederbelebung. Diese fortsetzen, bis der Rettungsdienst eintrifft. Ist ein Defibrillator vor Ort, diesen nutzen
- bis er da ist, keinesfalls die Herzdruckmassage unterbrechen, das Gerät muss ein anderer Helfer holen. Den Sprachanweisungen des Gerätes folgen. Wichtig: Mit akuten Infarktsymptomen nie versuchen, selbst zur Klinik zu fahren, sondern stets den Rettungsdienst herbeirufen.
Was der Arzt macht:
Ein Notarzt wird sofort die medizinische Versorgung einleiten
- er erfasst Symptome, nimmt ein EKG auf, gibt Medikamente gegen Komplikationen und Symptome, bei Bedarf Sauerstoff und er führt ggf. eine Wiederbelebung durch. In der Klinik folgt die Bestimmung wichtiger Blutwerte und meist eine Herzkatheter
- -Untersuchung. Erkennen Ärzte dabei Engstellen in Blutgefäßen des Herzens, weiten sie diese mit einem Ballonkatheter auf und setzen dabei Stents (kleine Drahtröhrchen) ein, um betroffene Blutgefäße dauerhaft offenzuhalten. Geht das alles voraussichtlich nicht innerhalb von zwei Stunden nach dem Infarkt, wird versucht, Blutgefäßverschlüsse mit Medikamenten aufzulösen und danach erfolgt eine Herzkatheter
- -Untersuchung. Wichtig ist auch die Kontrolle der Blutgerinnung mit Arzneimitteln.
Was man selbst tun kann:
Vorbeugen ist entscheidend! Das Risiko eines ersten oder wiederholten Infarktes senken Maßnahmen wie regelmäßige Bewegung, gesunde Ernährung, Nichtrauchen und Stressabbau. Wichtig ist außerdem das Einhalten ärztlicher Empfehlungen gegen Bluthochdruck, Diabetes und hohe Cholesterinwerte sowie zur Kontrolle der Blutgerinnung.
Bearbeitungsstand: 05.08.2025
Quellenangaben:
Brunkhorst, Schölmerich, Differenzialdiagnostik und Differenzialtherapie, Elsevier (Urban & Fischer), (2010), 1. Auflage - Herold, Innere Medizin, Herold, (2011)
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Angina pectoris
Was ist das? - Definition Damit der Herzmuskel optimal arbeiten kann, muss er gut mit Blut versorgt werden. Das ermöglichen Koronargefäße mit ihren Verästelungen im Herzmuskel. Sind diese Blutgefäße krankhaft verändert, kann sich der Blutfluss vermindern, eine Koronare Herzkrankheit entsteht. Diese äußert sich durch Koronarsyndrome wie etwa Angina pectoris.
Krankheitsbild
Mit Angina drücken Mediziner etwas aus, das mit einem Gefühl der Enge einhergeht. Bei Angina pectoris geht es um ein Engegefühl in der Brust (pectoralis: zur Brust gehörend). Es kann entstehen, wenn der Herzmuskel bei körperlicher Belastung mehr arbeiten muss und dafür wegen Schäden in den Koronargefäßen nicht mehr genug sauerstoffreiches Blut erhält. Er ist überlastet. Es treten weitere Symptome wie Brustschmerzen oder Atemnot auf.
Brustschmerzen gibt auch bei anderen Krankheiten, doch sie haben meist nicht den anfallsartigen Charakter einer Angina pectoris-Attacke und andere Auslöser. So treten beispielsweise Schmerzen hinter dem Brustbein auch bei einer Refluxkrankheit auf, doch meist zusammen mit Sodbrennen und nach dem Essen.
Symptome/Verlauf
Typisch für Angina pectoris ist neben dem Gefühl von Brustenge ein schmerzhaftes Brennen, Bohren oder Stechen direkt hinter dem Brustbein. Häufig strahlt der Schmerz in die linke Achsel aus, manchmal bis unter die Elle des linken Arms oder in den Hals bis zum Kinn. Dazu kommen meist Angstgefühle und Atemnot. Manchmal klagen Betroffene auch über Übelkeit und Magenprobleme. Bei Frauen, betagten Patienten oder Diabetikern kann der Schmerz im Brustbereich weniger ausgeprägt sein oder fehlen, Abgeschlagenheit und Atemnot treten in den Vordergrund.
Angina pectoris wird in vier Schwergrade eingeteilt, von Beschwerden nur bei plötzlicher oder stärkerer körperlicher Belastung bis hin zu Symptomen schon in Ruhe. Unterschieden wird insbesondere zwischen der stabilen und der instabilen Angina pectoris.
Bei der stabilen Angina pectoris ereignen sich Attacken, wenn der Herzmuskel vermehrt beansprucht wird, wie bei körperlicher Belastung, Stress, Kälte oder nach einer schweren Mahlzeit. Kommen Betroffene zur Ruhe, verschwinden die Schmerzen in der Regel von allein. Eine Attacke hält zumeist nur wenige Minuten an. Medikamente wie gefäßerweiternde Nitropräparate führen rasch zur Linderung. Betroffene können mit der Zeit herausfinden, bei welcher Art und Stärke der Belastung mit Attacken zu rechnen ist.
Von instabiler Angina pectoris sprechen Mediziner, wenn eine Attacke erstmals oder in den ersten Wochen nach einem Infarkt auftritt, wenn die Attacken von Mal zu Mal schwerer verlaufen oder die Beschwerden auch in Ruhe auftreten. Die Attacken sind unberechenbarer, ereignen sich mitunter mehrmals in kurzer Zeit, dauern länger - mehr als 20 Minuten - und Medikamente dagegen wirken schlechter.
Folgen/Komplikationen
Eine instabile Angina pectoris gilt als Warnsignal, dass sehr bald ein Herzinfarkt auftreten könnte, und ist somit ein Notfall.
Ursachen/Risikofaktoren
Hauptursache für Angina pectoris ist eine Koronare Herzkrankheit. Dabei werden Koronararterien, die den Herzmuskel mit sauerstoffreichem Blut versorgen, durch Gefäßverkalkung - fachlich Arteriosklerose genannt - an einer Stelle oder an mehreren Stellen eingeengt. In Ruhe reicht die Durchblutung des Herzmuskels meist noch aus, nicht mehr jedoch, wenn er bei körperlicher Anstrengung, Stress, Aufregung, schweren Mahlzeiten, Fieber oder Kälte mehr arbeiten muss.
Ein hohes Risiko für eine Koronare Herzkrankheit, die auch zu Angina pectoris führen kann, haben vor allem Menschen mit Bluthochdruck, ungünstigen Blutfettwerten oder Diabetes, aber auch Raucher und Übergewichtige.
Eine der Sonderformen von Angina pectoris ist die Prinzmetal-Angina. Bei ihr wird die Durchblutung des Herzmuskels durch ein krampfartiges Zusammenziehen des betroffenen Gefäßes behindert.
Das kann helfen
Das macht der Arzt:
Kommt es zu Beschwerden, die auf ein Herzleiden hindeuten - Druckgefühl in der Brust, Atemnot bei Belastung, öfters schneller oder unregelmäßiger Puls, unerklärliche Schwäche - sollten Betroffene rasch zum Arzt gehen. Erhärtet sich der Verdacht, folgt eine genauere herzmedizinische Untersuchung. Steht die Diagnose einer Koronaren Herzerkrankung fest, werden mit Medikamenten und Verhaltensmaßnahmen Risikofaktoren für ein Voranschreiten der Krankheit behandelt. Besteht eine stabile Angina pectoris, bekommen Patienten Hinweise und Medikamente, um bei Attacken richtig reagieren zu können. Je nach Schwere der Koronaren Herzerkrankung wird sie bei Bedarf noch weitgehender behandelt, zum Beispiel mit der Implantation von Blutgefäßstützen (Stents) an Blutgefäß-Engstellen. Wichtig sind auch Kontrolluntersuchungen nach ärztlicher Maßgabe.
Was man selbst tun kann:
Arteriosklerotisch bedingte Schäden in Blutgefäßen bilden sich nur selten zurück, ihr Voranschreiten lässt sich aber verlangsamen. Dazu muss man Bluthochdruck, Diabetes sowie ungünstige Blutfettwerte behandeln und dafür die ärztlich verordneten Medikamente konsequent einnehmen. Betroffene sollten außerdem nicht rauchen, möglichst wenig oder keinen Alkohol trinken, Stress verringern und Übergewicht abbauen.
Zur Vorbeugung ist zudem eine gesunde - zum Beispiel mediterrane - Ernährung wichtig. Und Betroffene sollten sich viel bewegen. Bei Sport befragt man zuvor am besten die Ärztin oder den Arzt, welche Sportarten sich individuell eignen.
Treten Notfall-Anzeichen auf, muss man den Rettungsdienst (112) rufen. Solche Anzeichen sind:
- starke Schmerzen hinter dem Brustbein, die möglicherweise ausstrahlen
- starkes Engegefühl, heftiger Druck im Brustkorb
- stärkere Luftnot, Atemnot
- kalter Schweiß
- Übelkeit, Erbrechen
- Todesangst
- die Beschwerden halten länger als ein paar Minuten an
- Beschwerden dieser Art treten im Ruhezustand auf
- die Beschwerden halten an, obwohl körperliche Belastungen beendet wurden
- die Beschwerden bleiben trotz Anwendung eines Notfallmedikaments bestehen
Bearbeitungsstand: 29.12.2025
Quellenangaben:
Brunkhorst, Schölmerich, Differenzialdiagnostik und Differenzialtherapie, Elsevier (Urban & Fischer), (2010), 1. Auflage - Herold, Innere Medizin, Herold, (2011)
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Koronare Herzkrankheit
Was ist das? - Definition Der hart arbeitende Herzmuskel muss stetig über Blutgefäße (Koronargefäße) mit Blut versorgt werden. Drosseln Verengungen dieser Gefäße den Blutstrom im Herzmuskel, kommt es zur Koronaren Herzkrankheit. Sie kann auf Dauer schwerwiegende Folgen haben, einen Herzinfarkt etwa. Eine passende Behandlung kann dem vorbeugen.
Krankheitsbild
Die koronare Herzkrankheit (KHK) entsteht in den meisten Fällen, wenn Blutgefäße, die den Herzmuskel mit Blut versorgen, durch Ablagerungen in den Gefäßinnenwänden verengt oder blockiert werden. Dadurch erhält der Herzmuskel nicht mehr genug Sauerstoff und Nährstoffe, besonders bei Anstrengung. Ein typisches Anzeichen der Erkrankung besteht darin, dass es kurzeitig zu Beschwerden wie Brustenge, Brustschmerz und Atemnot bei körperlicher Belastung kommen kann, man spricht hier von Angina pectoris. Ist sie stabil, lassen die Beschwerden in Ruhe oder durch bestimmte Medikamente meist rasch wieder nach. Aber auch Herzschwäche oder Störungen im Schlagrhythmus des Herzens können bei der Koronaren Herzkrankheit vorkommen.
Oft entwickelt sich die Erkrankung über Jahre unbemerkt. Sie ist nicht heilbar, lässt sich jedoch mit einer geeigneten Behandlung, regelmäßigen ärztlichen Untersuchungen und einem gesunden Lebensstil in der Regel recht lange kontrollieren. Da die den Herzmuskel versorgenden Blutgefäße betroffen sind und man diese medizinisch als Koronargefäße bezeichnet, erklärt sich so der Name der Krankheit: Koronare Herzkrankheit.
Symptome/Verlauf
Kommt es bei der Koronaren Herzkrankheit zu Symptomen, handelt sich häufig um das Beschwerdebild einer Angina pectoris. Diese tritt anfangs meist nur bei Belastung auf, später möglicherweise auch in Ruhe. Typische Anzeichen sind:
- Schmerzen sowie ein Gefühl von Druck, Enge oder Brennen im Brustbereich, ausstrahlen des Schmerzes in Arme, Hals oder Oberbauch
- Atemnot, Herzklopfen oder Schwächegefühle
- unbestimmte Symptome wie Übelkeit, Erschöpfung oder Rückenschmerzen
Besonders bei Frauen und älteren Menschen können unbestimmte Symptome im Vordergrund stehen, zusammen mit Atemnot. Das der Brustschmerz fehlt, ist auch bei Diabetikern wahrscheinlicher.
Halten die Beschwerden länger als 15 Minuten an, kann das ein Herzinfarkt sein oder ein Anzeichen, dass er bald bevorsteht. Es handelt sich um einen bedrohlichen Notfall, daher sofort den Notruf 112 wählen! Bei einem Herzinfarkt bewirken auch Ruhe oder Medikamente gegen Angina pectoris keine oder kaum Besserung.
Die Koronare Herzkrankheit kann neben Angina pectoris auch eine Herzschwäche und Herzrhythmusstörungen hervorrufen. Die Erkrankung verläuft in der Regel schleichend. Früh erkannt und behandelt, lässt sie sich aber oft über Jahre stabil halten.
Folgen/Komplikationen
Vor allem unbehandelt kann eine Koronare Herzkrankheit schwerwiegende Folgen haben:
- Herzinfarkt durch plötzlichen Blutgefäßverschluss
- Herzinsuffizienz (Herzschwäche), wenn der Herzmuskel dauerhaft zu wenig Sauerstoff und Nährstoffe bekommt
- Herzrhythmusstörungen, die im schlimmsten Fall lebensbedrohlich sein können
Ursachen/Risikofaktoren
Hauptursache ist die Arteriosklerose. Dabei verengen Ablagerungen aus Blutfetten wie Cholesterin sowie Kalzium und anderen Stoffen die Innenwand von Blutgefäßen, auch bei denjenigen im Herzmuskel. Begünstigt wird dies durch:
- Bluthochdruck
- erhöhte Blutfettwerte (besonders LDL-Cholesterin)
- Rauchen
- Diabetes mellitus
- Bewegungsmangel, Übergewicht und ungesunde Ernährung
- chronischen Stress
- familiäre Vorbelastung
Das kann helfen
Das kann man selbst tun:
Viel Bewegung, gesunde Ernährung, ein Rauchstopp, Stressabbau und regelmäßige ärztliche Kontrollen sind entscheidend, um das Herz zu schützen. Liegt bereits ein Koronare Herzkrankheit vor, gar mit Beschwerden, sollte man mit dem Arzt besprechen, welche Formen von Bewegung beziehungsweise Sport sich gut eignen.
Das kann der Arzt tun:
Ärztinnen und Ärzte setzen je nach Schwere der Koronaren Herzkrankheit und je nach vorliegenden Risikofaktoren Medikamente ein (zum Beispiel "Blutverdünner", Cholesterin- und Blutdrucksenker, Nitropräparate gegen Angina pectoris oder Mittel gegen Herzrhythmusstörungen). Bei stärkeren Verengungen können Eingriffe nötig sein, etwa das Einsetzen eines stützenden Drahtgeflecht-Röhrchens (Stent) an Gefäßengstellen oder eine Bypass-Operation zu deren Umgehung. Wichtig sind auch regelmäßige ärztliche Kontrolluntersuchungen.
Bearbeitungsstand: 30.12.2025
Quellenangaben:
Brunkhorst, Schölmerich, Differenzialdiagnostik und Differenzialtherapie, Elsevier (Urban & Fischer), (2010), 1. Auflage - Gehlen, Delank, Neurologie, (2010), 12. Auflage - Herold, Innere Medizin, Herold, (2011)
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Filmtabletten — verschreibungspflichtig.
Detaillierte Anwendungshinweise, Dosierung, Nebenwirkungen und Wechselwirkungen finden Sie unten in den Registerkarten. Beachten Sie stets die Packungsbeilage. Bei Unklarheiten fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.
- PZN:
- 14286543
- Darreichungsform:
- Filmtabletten (Filmtabletten)
- Packungsgröße:
- 98 Stück
- Wirkstoffstärke:
- 5 mg
- Marke:
- PRASUGREL
- Hersteller:
- ALIUD Pharma GmbH
- Generikum:
-
Ja
Rechtlicher Status
Verantwortlicher Wirtschaftsakteur gemäß EU-Verordnung 2023/988
GPSRAnwendungshinweise
Die Gesamtdosis sollte nicht ohne Rücksprache mit einem Arzt oder Apotheker überschritten werden.
Art der Anwendung?
Nehmen Sie das Arzneimittel mit Flüssigkeit (z.B. 1 Glas Wasser) ein.
Dauer der Anwendung?
Die Anwendungsdauer richtet sich nach Art der Beschwerde und/oder Dauer der Erkrankung und wird deshalb nur von Ihrem Arzt bestimmt.
Überdosierung?
Bei einer Überdosierung kann es zu einer verlängerten Blutungszeit kommen. Setzen Sie sich bei dem Verdacht auf eine Überdosierung umgehend mit einem Arzt in Verbindung.
Einnahme vergessen?
Setzen Sie die Einnahme zum nächsten vorgeschriebenen Zeitpunkt ganz normal (also nicht mit der doppelten Menge) fort.
Generell gilt: Achten Sie vor allem bei Säuglingen, Kleinkindern und älteren Menschen auf eine gewissenhafte Dosierung. Im Zweifelsfalle fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker nach etwaigen Auswirkungen oder Vorsichtsmaßnahmen.
Eine vom Arzt verordnete Dosierung kann von den Angaben der Packungsbeilage abweichen. Da der Arzt sie individuell abstimmt, sollten Sie das Arzneimittel daher nach seinen Anweisungen anwenden.
Dosierung
Erstdosis - einmalige Gabe:
Folgebehandlung:
Folgebehandlung: Ältere und geschwächte Patienten: Sie müssen in Absprache mit Ihrem Arzt eventuell die Einzel- oder die Gesamtdosis reduzieren oder den Dosierungsabstand verlängern.
Anwendungsgebiete
- Blutverdünnung (Hemmung der Thrombozytenaggregation, d.h. der Verklebung der Blutplättchen), wenn Folgendes vorliegt:
- Akutes Koronarsyndrom
Detaillierte Dosierung
Personenkreis: Erwachsene, Einzeldosis: 12 Tabletten, Gesamtdosis: 12 Tabletten, Zeitpunkt: vor der ersten Mahlzeit
Personenkreis: Erwachsene unter 60kg Körpergewicht, Einzeldosis: 1 Tablette, Gesamtdosis: 1-mal täglich, Zeitpunkt: unabhängig von der Mahlzeit
Wirkstoff
Wirkungsweise
Wie wirkt der Inhaltsstoff des Arzneimittels?
Der Wirkstoff beeinflusst die Blutgerinnung. Er verhindert, dass die Blutplättchen (Thrombozyten) zusammenklumpen und verbessert so die Fließfähigkeit des Blutes.
Nebenwirkungen
Welche unerwünschten Wirkungen können auftreten?
- Blutungen im Magen-Darm-Bereich
- Blutungen im Analbereich
- Innere Blutungen
- Zahnfleischbluten
- Blutungen im Auge
- Nasenbluten
- Überempfindlichkeitsreaktionen der Haut, wie:
- Hautausschlag
- Hautblutungen aufgrund gestörter Blutgerinnung
- Blutergüsse
- Bluthusten
- Ausscheidung von Blutbestandteilen mit dem Urin
- Veränderung des Blutbildes, wie:
- Anämie (Blutarmut)
- Verlängerung der Blutungszeit
Bemerken Sie eine Befindlichkeitsstörung oder Veränderung während der Behandlung, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Für die Information an dieser Stelle werden vor allem Nebenwirkungen berücksichtigt, die bei mindestens einem von 1.000 behandelten Patienten auftreten.
Gegenanzeigen
Was spricht gegen eine Anwendung?
Immer:
- Überempfindlichkeit gegen die Inhaltsstoffe
- Erhöhte Blutungsneigung
- Aktive Blutung
Unter Umständen - sprechen Sie hierzu mit Ihrem Arzt oder Apotheker:
- Magengeschwür
- Blutungen im Magen-Darm-Trakt, auch in der Vorgeschichte
- Schlaganfall
- Durchblutungsstörungen in der Hirnregion, auch in der Vorgeschichte - (transitorische ischämische Attacke)
- Eingeschränkte Nierenfunktion
- Eingeschränkte Leberfunktion
- Bevorstehende Operation
- Kurz zuvor stattgefundene größere Operation
Welche Altersgruppe ist zu beachten?
- Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren: Das Arzneimittel darf nicht angewendet werden.
- Ältere Patienten ab 75 Jahren: Die Behandlung sollte mit Ihrem Arzt gut abgestimmt und sorgfältig überwacht werden, z.B. durch engmaschige Kontrollen. Die erwünschten Wirkungen und unerwünschten Nebenwirkungen des Arzneimittels können in dieser Gruppe verstärkt oder abgeschwächt auftreten.
Was ist mit Schwangerschaft und Stillzeit?
- Schwangerschaft: Wenden Sie sich an Ihren Arzt. Es spielen verschiedene Überlegungen eine Rolle, ob und wie das Arzneimittel in der Schwangerschaft angewendet werden kann.
- Stillzeit: Von einer Anwendung wird nach derzeitigen Erkenntnissen abgeraten. Eventuell ist ein Abstillen in Erwägung zu ziehen.
Ist Ihnen das Arzneimittel trotz einer Gegenanzeige verordnet worden, sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker. Der therapeutische Nutzen kann höher sein, als das Risiko, das die Anwendung bei einer Gegenanzeige in sich birgt.
Lagerungsanforderungen
Physische Eigenschaften
- Gewicht:
- 46 g
- Abmessungen (B × H × L):
- 50 × 127 × 77 mm
Aufbewahrung
Aufbewahrung
Das Arzneimittel muss
- vor Hitze geschützt
- vor Feuchtigkeit geschützt (z.B. im fest verschlossenen Behältnis)
aufbewahrt werden.
Wichtige Hinweise
Was sollten Sie beachten?
- Vorsicht bei einer Unverträglichkeit gegenüber Lactose. Wenn Sie eine Diabetes-Diät einhalten müssen, sollten Sie den Zuckergehalt berücksichtigen.
- Es kann Arzneimittel geben, mit denen Wechselwirkungen auftreten. Sie sollten deswegen generell vor der Behandlung mit einem neuen Arzneimittel jedes andere, das Sie bereits anwenden, dem Arzt oder Apotheker angeben. Das gilt auch für Arzneimittel, die Sie selbst kaufen, nur gelegentlich anwenden oder deren Anwendung schon einige Zeit zurückliegt.
Weitere Hinweise aus der Fachinformation
In Kombination mit anderen Arzneimitteln:
Herzinfarkt
Was ist das? - Definition Stockt plötzlich die Blutversorgung von Teilen des Herzmuskels und hält der Zustand an, kommt es zu einem Herzinfarkt. Bei dafür typischen Symptomen muss sofort der Rettungsdienst alarmiert werden, ein Herzinfarkt ist unbehandelt lebensbedrohlich.
Krankheitsbild
Ein Herzinfarkt
- medizinisch Myokardinfarkt genannt
- entsteht, wenn ein Teil des Herzmuskels nicht mehr ausreichend mit Blut versorgt wird und dadurch abstirbt. Ursache ist in den meisten Fällen ein plötzlicher Verschluss eines das Herz mit Blut versorgenden Herzkranzgefäßes. Besonders betroffen ist häufig die linke Herzkammer, die für die Hauptpumpleistung verantwortlich ist. Der Herzinfarkt ist ein akuter medizinischer Notfall, bei dem jede Minute zählt.
Symptome/Verlauf
Typisch sind starke Schmerzen und ein starkes Druck
- und Engegefühl im vorderen Brustbereich
- oft direkt hinter dem Brustbein. Die Schmerzen können in den linken Oberarm, den Schulter
- und den Kieferbereich, in den Rücken oder auch in den Oberbauch ausstrahlen. Diese Schmerzen halten an und hören auch in Ruhe nicht auf, anders als bei einer Angina pectoris. Häufig kommen Atemnot, Angst oder sogar Todesangst, Übelkeit, Erbrechen, Schweißausbrüche oder Schwächegefühl hinzu. Der Puls kann rasen oder ganz langsam werden, der Blutdruck steigt oder fällt. Ältere Menschen reagieren manchmal verwirrt.
Besonders tückisch: Bei manchen Menschen
- insbesondere Diabetikern
- bleibt der Infarkt nahezu unbemerkt (stummer Herzinfarkt), da die typischen Schmerzen fehlen. Bei Frauen können die Symptome etwas anders aussehen als bei Männern. Gerade bei älteren Frauen kann der Brustschmerz weniger ausgeprägt sein, im Vordergrund stehen womöglich eher das Enge
- und Druckgefühl in der Brust, die Atemnot, Übelkeit oder Schmerzen im Rücken oder Oberbauch. Der Deutschen Herzstiftung zufolge soll sofort Hilfe geholt werden, wenn derartige Beschwerden in einem bisher nicht gekannten Ausmaß auftreten.
Folgen/Komplikationen
Die gefährlichsten Komplikationen treten meist in den ersten 48 Stunden nach dem Infarkt auf:
- Kammerflimmern
- eine lebensbedrohliche Herzrhythmusstörung, bei der das Herz nicht mehr effektiv pumpt.
- Linksherzinsuffizienz
- die linke Herzkammer kann das Blut nicht mehr ausreichend weiterpumpen, was zu Lungenstauung, Lungenödem oder Schock führen kann.
- Geweberisse
- stark geschädigtes Gewebe kann reißen, etwa die Herzscheidewand oder Halterungen der Herzklappen.
Mögliche Langzeitfolgen für Infarktüberlebende können sein:
- Herzaneurysma
- Ausbeulung der Herzwand mit dem Risiko für Blutgerinnsel.
- Herzmuskelentzündungen oder Narbenbildung
- dies kann die Herzfunktion dauerhaft beeinträchtigen.
- Dressler
- -Syndrom
- seltenes Syndrom, bei dem Wochen nach dem Infarkt eine Entzündung durch Abwehrreaktionen gegen abgestorbenes Gewebe auftritt.
Einmal überstanden bedeutet nicht geheilt. Viele Patientinnen und Patienten erleiden erneut einen Infarkt. Um hier so gut es geht vorzubeugen, müssen die Ursachen bzw. Risikofaktoren behandelt werden.
Ursachen/Risikofaktoren
Fast immer liegt dem Herzinfarkt eine Arteriosklerose (Arterienverkalkung) zugrunde, bei der sich Ablagerungen in Blutgefäßen bilden. Diese engen das Gefäß ein, schädigen es von innen und können es irgendwann ganz verschließen. Zu den wichtigsten Risikofaktoren zählen:
- Fettstoffwechselstörungen
- Bluthochdruck
- Diabetes mellitus
- Rauchen
- Bewegungsmangel
- Übergewicht
- männliches Geschlecht
- höheres Lebensalter
- genetische Veranlagung
Das kann helfen
Im Akutfall sofort handeln:
Treten bei einem Menschen Symptome eines Herzinfarktes auf, muss sofort der Rettungsdienst unter der 112 angerufen werden. Am besten gleich durchgeben, dass der Verdacht auf einen Herzinfarkt besteht und Fragen der Notrufzentrale beantworten. Bei einem Herz
- -Kreislauf
- -Stillstand (Bewusstlosigkeit, keine Atmung!) sollten Helfer nach dem Notruf sofort Wiederbelebungsmaßnahmen beginnen, konkret eine Herzdruckmassage. Bei mehreren Helfern: Einer setzt den Notruf ab, ein anderer startet die Wiederbelebung. Diese fortsetzen, bis der Rettungsdienst eintrifft. Ist ein Defibrillator vor Ort, diesen nutzen
- bis er da ist, keinesfalls die Herzdruckmassage unterbrechen, das Gerät muss ein anderer Helfer holen. Den Sprachanweisungen des Gerätes folgen. Wichtig: Mit akuten Infarktsymptomen nie versuchen, selbst zur Klinik zu fahren, sondern stets den Rettungsdienst herbeirufen.
Was der Arzt macht:
Ein Notarzt wird sofort die medizinische Versorgung einleiten
- er erfasst Symptome, nimmt ein EKG auf, gibt Medikamente gegen Komplikationen und Symptome, bei Bedarf Sauerstoff und er führt ggf. eine Wiederbelebung durch. In der Klinik folgt die Bestimmung wichtiger Blutwerte und meist eine Herzkatheter
- -Untersuchung. Erkennen Ärzte dabei Engstellen in Blutgefäßen des Herzens, weiten sie diese mit einem Ballonkatheter auf und setzen dabei Stents (kleine Drahtröhrchen) ein, um betroffene Blutgefäße dauerhaft offenzuhalten. Geht das alles voraussichtlich nicht innerhalb von zwei Stunden nach dem Infarkt, wird versucht, Blutgefäßverschlüsse mit Medikamenten aufzulösen und danach erfolgt eine Herzkatheter
- -Untersuchung. Wichtig ist auch die Kontrolle der Blutgerinnung mit Arzneimitteln.
Was man selbst tun kann:
Vorbeugen ist entscheidend! Das Risiko eines ersten oder wiederholten Infarktes senken Maßnahmen wie regelmäßige Bewegung, gesunde Ernährung, Nichtrauchen und Stressabbau. Wichtig ist außerdem das Einhalten ärztlicher Empfehlungen gegen Bluthochdruck, Diabetes und hohe Cholesterinwerte sowie zur Kontrolle der Blutgerinnung.
Bearbeitungsstand: 05.08.2025
Quellenangaben:
Brunkhorst, Schölmerich, Differenzialdiagnostik und Differenzialtherapie, Elsevier (Urban & Fischer), (2010), 1. Auflage - Herold, Innere Medizin, Herold, (2011)
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Angina pectoris
Was ist das? - Definition Damit der Herzmuskel optimal arbeiten kann, muss er gut mit Blut versorgt werden. Das ermöglichen Koronargefäße mit ihren Verästelungen im Herzmuskel. Sind diese Blutgefäße krankhaft verändert, kann sich der Blutfluss vermindern, eine Koronare Herzkrankheit entsteht. Diese äußert sich durch Koronarsyndrome wie etwa Angina pectoris.
Krankheitsbild
Mit Angina drücken Mediziner etwas aus, das mit einem Gefühl der Enge einhergeht. Bei Angina pectoris geht es um ein Engegefühl in der Brust (pectoralis: zur Brust gehörend). Es kann entstehen, wenn der Herzmuskel bei körperlicher Belastung mehr arbeiten muss und dafür wegen Schäden in den Koronargefäßen nicht mehr genug sauerstoffreiches Blut erhält. Er ist überlastet. Es treten weitere Symptome wie Brustschmerzen oder Atemnot auf.
Brustschmerzen gibt auch bei anderen Krankheiten, doch sie haben meist nicht den anfallsartigen Charakter einer Angina pectoris-Attacke und andere Auslöser. So treten beispielsweise Schmerzen hinter dem Brustbein auch bei einer Refluxkrankheit auf, doch meist zusammen mit Sodbrennen und nach dem Essen.
Symptome/Verlauf
Typisch für Angina pectoris ist neben dem Gefühl von Brustenge ein schmerzhaftes Brennen, Bohren oder Stechen direkt hinter dem Brustbein. Häufig strahlt der Schmerz in die linke Achsel aus, manchmal bis unter die Elle des linken Arms oder in den Hals bis zum Kinn. Dazu kommen meist Angstgefühle und Atemnot. Manchmal klagen Betroffene auch über Übelkeit und Magenprobleme. Bei Frauen, betagten Patienten oder Diabetikern kann der Schmerz im Brustbereich weniger ausgeprägt sein oder fehlen, Abgeschlagenheit und Atemnot treten in den Vordergrund.
Angina pectoris wird in vier Schwergrade eingeteilt, von Beschwerden nur bei plötzlicher oder stärkerer körperlicher Belastung bis hin zu Symptomen schon in Ruhe. Unterschieden wird insbesondere zwischen der stabilen und der instabilen Angina pectoris.
Bei der stabilen Angina pectoris ereignen sich Attacken, wenn der Herzmuskel vermehrt beansprucht wird, wie bei körperlicher Belastung, Stress, Kälte oder nach einer schweren Mahlzeit. Kommen Betroffene zur Ruhe, verschwinden die Schmerzen in der Regel von allein. Eine Attacke hält zumeist nur wenige Minuten an. Medikamente wie gefäßerweiternde Nitropräparate führen rasch zur Linderung. Betroffene können mit der Zeit herausfinden, bei welcher Art und Stärke der Belastung mit Attacken zu rechnen ist.
Von instabiler Angina pectoris sprechen Mediziner, wenn eine Attacke erstmals oder in den ersten Wochen nach einem Infarkt auftritt, wenn die Attacken von Mal zu Mal schwerer verlaufen oder die Beschwerden auch in Ruhe auftreten. Die Attacken sind unberechenbarer, ereignen sich mitunter mehrmals in kurzer Zeit, dauern länger - mehr als 20 Minuten - und Medikamente dagegen wirken schlechter.
Folgen/Komplikationen
Eine instabile Angina pectoris gilt als Warnsignal, dass sehr bald ein Herzinfarkt auftreten könnte, und ist somit ein Notfall.
Ursachen/Risikofaktoren
Hauptursache für Angina pectoris ist eine Koronare Herzkrankheit. Dabei werden Koronararterien, die den Herzmuskel mit sauerstoffreichem Blut versorgen, durch Gefäßverkalkung - fachlich Arteriosklerose genannt - an einer Stelle oder an mehreren Stellen eingeengt. In Ruhe reicht die Durchblutung des Herzmuskels meist noch aus, nicht mehr jedoch, wenn er bei körperlicher Anstrengung, Stress, Aufregung, schweren Mahlzeiten, Fieber oder Kälte mehr arbeiten muss.
Ein hohes Risiko für eine Koronare Herzkrankheit, die auch zu Angina pectoris führen kann, haben vor allem Menschen mit Bluthochdruck, ungünstigen Blutfettwerten oder Diabetes, aber auch Raucher und Übergewichtige.
Eine der Sonderformen von Angina pectoris ist die Prinzmetal-Angina. Bei ihr wird die Durchblutung des Herzmuskels durch ein krampfartiges Zusammenziehen des betroffenen Gefäßes behindert.
Das kann helfen
Das macht der Arzt:
Kommt es zu Beschwerden, die auf ein Herzleiden hindeuten - Druckgefühl in der Brust, Atemnot bei Belastung, öfters schneller oder unregelmäßiger Puls, unerklärliche Schwäche - sollten Betroffene rasch zum Arzt gehen. Erhärtet sich der Verdacht, folgt eine genauere herzmedizinische Untersuchung. Steht die Diagnose einer Koronaren Herzerkrankung fest, werden mit Medikamenten und Verhaltensmaßnahmen Risikofaktoren für ein Voranschreiten der Krankheit behandelt. Besteht eine stabile Angina pectoris, bekommen Patienten Hinweise und Medikamente, um bei Attacken richtig reagieren zu können. Je nach Schwere der Koronaren Herzerkrankung wird sie bei Bedarf noch weitgehender behandelt, zum Beispiel mit der Implantation von Blutgefäßstützen (Stents) an Blutgefäß-Engstellen. Wichtig sind auch Kontrolluntersuchungen nach ärztlicher Maßgabe.
Was man selbst tun kann:
Arteriosklerotisch bedingte Schäden in Blutgefäßen bilden sich nur selten zurück, ihr Voranschreiten lässt sich aber verlangsamen. Dazu muss man Bluthochdruck, Diabetes sowie ungünstige Blutfettwerte behandeln und dafür die ärztlich verordneten Medikamente konsequent einnehmen. Betroffene sollten außerdem nicht rauchen, möglichst wenig oder keinen Alkohol trinken, Stress verringern und Übergewicht abbauen.
Zur Vorbeugung ist zudem eine gesunde - zum Beispiel mediterrane - Ernährung wichtig. Und Betroffene sollten sich viel bewegen. Bei Sport befragt man zuvor am besten die Ärztin oder den Arzt, welche Sportarten sich individuell eignen.
Treten Notfall-Anzeichen auf, muss man den Rettungsdienst (112) rufen. Solche Anzeichen sind:
- starke Schmerzen hinter dem Brustbein, die möglicherweise ausstrahlen
- starkes Engegefühl, heftiger Druck im Brustkorb
- stärkere Luftnot, Atemnot
- kalter Schweiß
- Übelkeit, Erbrechen
- Todesangst
- die Beschwerden halten länger als ein paar Minuten an
- Beschwerden dieser Art treten im Ruhezustand auf
- die Beschwerden halten an, obwohl körperliche Belastungen beendet wurden
- die Beschwerden bleiben trotz Anwendung eines Notfallmedikaments bestehen
Bearbeitungsstand: 29.12.2025
Quellenangaben:
Brunkhorst, Schölmerich, Differenzialdiagnostik und Differenzialtherapie, Elsevier (Urban & Fischer), (2010), 1. Auflage - Herold, Innere Medizin, Herold, (2011)
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Koronare Herzkrankheit
Was ist das? - Definition Der hart arbeitende Herzmuskel muss stetig über Blutgefäße (Koronargefäße) mit Blut versorgt werden. Drosseln Verengungen dieser Gefäße den Blutstrom im Herzmuskel, kommt es zur Koronaren Herzkrankheit. Sie kann auf Dauer schwerwiegende Folgen haben, einen Herzinfarkt etwa. Eine passende Behandlung kann dem vorbeugen.
Krankheitsbild
Die koronare Herzkrankheit (KHK) entsteht in den meisten Fällen, wenn Blutgefäße, die den Herzmuskel mit Blut versorgen, durch Ablagerungen in den Gefäßinnenwänden verengt oder blockiert werden. Dadurch erhält der Herzmuskel nicht mehr genug Sauerstoff und Nährstoffe, besonders bei Anstrengung. Ein typisches Anzeichen der Erkrankung besteht darin, dass es kurzeitig zu Beschwerden wie Brustenge, Brustschmerz und Atemnot bei körperlicher Belastung kommen kann, man spricht hier von Angina pectoris. Ist sie stabil, lassen die Beschwerden in Ruhe oder durch bestimmte Medikamente meist rasch wieder nach. Aber auch Herzschwäche oder Störungen im Schlagrhythmus des Herzens können bei der Koronaren Herzkrankheit vorkommen.
Oft entwickelt sich die Erkrankung über Jahre unbemerkt. Sie ist nicht heilbar, lässt sich jedoch mit einer geeigneten Behandlung, regelmäßigen ärztlichen Untersuchungen und einem gesunden Lebensstil in der Regel recht lange kontrollieren. Da die den Herzmuskel versorgenden Blutgefäße betroffen sind und man diese medizinisch als Koronargefäße bezeichnet, erklärt sich so der Name der Krankheit: Koronare Herzkrankheit.
Symptome/Verlauf
Kommt es bei der Koronaren Herzkrankheit zu Symptomen, handelt sich häufig um das Beschwerdebild einer Angina pectoris. Diese tritt anfangs meist nur bei Belastung auf, später möglicherweise auch in Ruhe. Typische Anzeichen sind:
- Schmerzen sowie ein Gefühl von Druck, Enge oder Brennen im Brustbereich, ausstrahlen des Schmerzes in Arme, Hals oder Oberbauch
- Atemnot, Herzklopfen oder Schwächegefühle
- unbestimmte Symptome wie Übelkeit, Erschöpfung oder Rückenschmerzen
Besonders bei Frauen und älteren Menschen können unbestimmte Symptome im Vordergrund stehen, zusammen mit Atemnot. Das der Brustschmerz fehlt, ist auch bei Diabetikern wahrscheinlicher.
Halten die Beschwerden länger als 15 Minuten an, kann das ein Herzinfarkt sein oder ein Anzeichen, dass er bald bevorsteht. Es handelt sich um einen bedrohlichen Notfall, daher sofort den Notruf 112 wählen! Bei einem Herzinfarkt bewirken auch Ruhe oder Medikamente gegen Angina pectoris keine oder kaum Besserung.
Die Koronare Herzkrankheit kann neben Angina pectoris auch eine Herzschwäche und Herzrhythmusstörungen hervorrufen. Die Erkrankung verläuft in der Regel schleichend. Früh erkannt und behandelt, lässt sie sich aber oft über Jahre stabil halten.
Folgen/Komplikationen
Vor allem unbehandelt kann eine Koronare Herzkrankheit schwerwiegende Folgen haben:
- Herzinfarkt durch plötzlichen Blutgefäßverschluss
- Herzinsuffizienz (Herzschwäche), wenn der Herzmuskel dauerhaft zu wenig Sauerstoff und Nährstoffe bekommt
- Herzrhythmusstörungen, die im schlimmsten Fall lebensbedrohlich sein können
Ursachen/Risikofaktoren
Hauptursache ist die Arteriosklerose. Dabei verengen Ablagerungen aus Blutfetten wie Cholesterin sowie Kalzium und anderen Stoffen die Innenwand von Blutgefäßen, auch bei denjenigen im Herzmuskel. Begünstigt wird dies durch:
- Bluthochdruck
- erhöhte Blutfettwerte (besonders LDL-Cholesterin)
- Rauchen
- Diabetes mellitus
- Bewegungsmangel, Übergewicht und ungesunde Ernährung
- chronischen Stress
- familiäre Vorbelastung
Das kann helfen
Das kann man selbst tun:
Viel Bewegung, gesunde Ernährung, ein Rauchstopp, Stressabbau und regelmäßige ärztliche Kontrollen sind entscheidend, um das Herz zu schützen. Liegt bereits ein Koronare Herzkrankheit vor, gar mit Beschwerden, sollte man mit dem Arzt besprechen, welche Formen von Bewegung beziehungsweise Sport sich gut eignen.
Das kann der Arzt tun:
Ärztinnen und Ärzte setzen je nach Schwere der Koronaren Herzkrankheit und je nach vorliegenden Risikofaktoren Medikamente ein (zum Beispiel "Blutverdünner", Cholesterin- und Blutdrucksenker, Nitropräparate gegen Angina pectoris oder Mittel gegen Herzrhythmusstörungen). Bei stärkeren Verengungen können Eingriffe nötig sein, etwa das Einsetzen eines stützenden Drahtgeflecht-Röhrchens (Stent) an Gefäßengstellen oder eine Bypass-Operation zu deren Umgehung. Wichtig sind auch regelmäßige ärztliche Kontrolluntersuchungen.
Bearbeitungsstand: 30.12.2025
Quellenangaben:
Brunkhorst, Schölmerich, Differenzialdiagnostik und Differenzialtherapie, Elsevier (Urban & Fischer), (2010), 1. Auflage - Gehlen, Delank, Neurologie, (2010), 12. Auflage - Herold, Innere Medizin, Herold, (2011)
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.