PRAVIDEL 2,5 mg Tabletten
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Pharmazeutische Informationen
Tabletten — verschreibungspflichtig.
Detaillierte Anwendungshinweise, Dosierung, Nebenwirkungen und Wechselwirkungen finden Sie unten in den Registerkarten. Beachten Sie stets die Packungsbeilage. Bei Unklarheiten fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.
- PZN:
- 20346404
- Darreichungsform:
- Tabletten
- Wirkstoffstärke:
- 2,5 mg
- Marke:
- PRAVIDEL
- Hersteller:
- EurimPharm Arzneimittel GmbH
Rechtlicher Status
Verantwortlicher Wirtschaftsakteur gemäß EU-Verordnung 2023/988
GPSRLagerungsanforderungen
Physische Eigenschaften
- Gewicht:
- 36 g
- Abmessungen (B × H × L):
- 44 × 38 × 86 mm
Bestellinformationen
- Mindestbestellmenge:
- 1
- Import/Reimport:
- Ja
Weitere Hinweise aus der Fachinformation
Suchen Sie Ihren Arzt auf, wenn krankhaftes, triebhaftes Spielen (Spielsucht) oder eine zwanghaft gesteigerte Sexualität auftreten.
Parkinson-Krankheit
Was ist das? - Definition Die Parkinson-Krankheit, umgangssprachlich auch Schüttellähmung genannt, ist eine Erkrankung des Gehirns mit den klassischen Symptomen Zittern (Tremor), Muskelsteife (Rigor) und Bewegungsstarre (Akinese). Meist macht sich die Erkrankung jenseits des 60. Lebensjahres bemerkbar.
Krankheitsbild
Morbus Parkinson ist eine chronische Erkrankung des Nervensystems, bei der Nervenzellen in bestimmten Hirnregionen nach und nach absterben. Es handelt sich vor allem um Nervenzellen, die den Botenstoff Dopamin produzieren. Dieser Botenstoff spielt für flüssige Bewegungen und die Koordination eine wichtige Rolle. Ein Dopaminmangel führt zu typischen Beschwerden wie Zittern, Muskelsteife und verlangsamte Bewegungen. Die Krankheit ist bislang nicht heilbar. Bei einer frühen Diagnose und einer individuell angepassten Therapie kann man aber lange ein aktives Leben führen.
Symptome / Verlauf
Die häufigsten Symptome der Krankheit sind:
- Zittern (Tremor): Ein charakteristisches Zittern, das in Ruhe mit einer Frequenz von vier bis sechs Mal pro Sekunde auftritt. Meist ist zunächst nur eine Hand betroffen. Die Bewegung wird gerne als "Pillendreher-Phänomen" oder "Geldzählen" beschrieben.
- Muskelsteifheit (Rigor): Unter Rigor versteht man den zähen, wächsernen Widerstand der Muskulatur. Neben der Muskelsteifheit bestehen oft Schmerzen, weshalb die Ursache zunächst oft nicht im Nervensystem, sondern im Bewegungsapparat gesucht wird.
- Verlangsamung und Verarmung der Bewegung (Hypo- bzw. Bradykinese): Die Bewegungen werden langsamer, kleiner und schwerfälliger. Betroffene schlurfen oft mit kleinen Schritten und bewegen die Arme nicht mit. Das Gesicht ist durch den Verlust der Mimik ausdruckslos und wirkt maskenartig. Ist keine Bewegung möglich sprechen Ärzte von Akinese.
- Probleme mit Gleichgewicht und Koordination (Haltungsinstabilität): Betroffene haben häufig Probleme mit dem Gleichgewicht, Ausgleichsbewegungen fallen schwer, der Gang wird unsicher, die Sturzgefahr ist erhöht.
Weitere Bewegungsveränderungen sind eine "gebundene", leicht gebeugte Haltung oder ein vermindertes Abrollen des Fußes, wodurch die Belastung auf dem Vorderfuß liegt. Betroffene haben zudem oft eine verringerte Speichelproduktion, Schluckstörungen und die Sprache kann leise oder monoton sein. Auch Schlafprobleme, Verstopfung, eine gestörte Blasentätigkeit, Appetitmangel oder Depressionen können auftreten.
Folgen / Komplikationen
In der frühen Phase treten nur leichte motorische Auffälligkeiten auf, mitunter auch Müdigkeit, leichte depressive Verstimmungen oder Geruchsverlust. Die Medikamente, die als Standard zur Behandlung eingesetzt werden, wirken im Frühstadium aber noch so gut, dass Betroffene weitgehend beschwerdefrei sind. Im weiteren Verlauf nehmen die Hauptsymptome zu und es können erste Wirkungsschwankungen bei den Medikamenten auftreten. In der späteren Phase kommt es dann häufiger zu "Off-Phasen", in denen die Medikamente nicht mehr zuverlässig wirken. Schluck- und Sprechstörungen nehmen zu, die Bewegungsabläufe sind stark eingeschränkt, es kommt vermehrt zu Gangunsicherheit und Stürzen. Außerdem können unvorhersehbare Bewegungsstarren auftreten, so genanntes "Freezing". Das späte Stadium ist auch die Phase, in der es häufiger zu weiteren Symptomen wie etwa Schlafstörungen, neuropsychiatrischen Problemen, Verstopfung oder Blasenprobleme kommt. Die Betroffenen werden zunehmend pflegebedürftig.
Ursachen / Risikofaktoren
Die genauen Ursachen von Parkinson sind noch unklar. Man weiß, dass im Gehirn kontinuierlich Nervenzellen, die den Botenstoff Dopamin produzieren, absterben. Dadurch kommt es zu einem Dopaminmangel.
Warum die Nervenzellen absterben, weiß man noch nicht. Die meisten Betroffenen erkranken um das 60. Lebensjahr herum. Manchmal lieg allerdings auch eine familiäre Vorbelastung vor. Spielen genetische Faktoren eine Rolle, beginnt die Krankheit oft schon früher.
Parkinsonähnliche Symptome können aber auch durch manche Medikamente, zum Beispiel Neuroleptika, Gehirnentzündungen, manche Stoffwechselkrankheiten, Hirndurchblutungsprobleme oder Tumore verursacht werden.
Das kann helfen
Was man selbst tun kann:
Sport und regelmäßige Bewegung können helfen, die Symptome zu lindern. Welche Art der Bewegung ist eigentlich egal, Hauptsache es macht Spaß und man bleibt trotz Krankheit aktiv. Eine gute Kombination, von der auch die kognitiven Fähigkeiten profitieren, sind Angebote, die Balance, soziale Interaktionen und Emotionen kombinieren, zum Beispiel Tanzen, Kickboxen oder Tai-Chi. Auch psychosoziale Unterstützung, zum Beispiel durch Angehörige, Gruppen oder Beratung, ist wichtig. Ein strukturierter Alltag unterstützt zudem das Wohlbefinden.
Was der Arzt tun kann:
Ärztinnen oder Ärzte können Medikamente verschreiben, zum Beispiel L-Dopa. Dies ist eine Vorstufe von Dopamin, die das Gehirn in den Botenstoff umwandelt. Weitere Wirkstoffe, die zum Einsatz kommen können, sind beispielsweise Dopaminagonisten, MAO-B-Hemmer oder COMT-Hemmer.
Reichen Medikamente allein nicht, ist die tiefe Hirnstimulation eine weitere mögliche Behandlungsoption. Mit ihr versucht man, die fehlschalteten Signalwege im Gehirn zu normalisieren.
Ergänzend helfen: Physiotherapie (Beweglichkeit, Haltung), hier gibt es auch spezielle Formen für Menschen mit Parkinson, Ergotherapie (Alltagshilfe), Logopädie (Schluck- und Sprachtraining), Psychotherapie, z.B. bei Depression oder Ängsten.
Bearbeitungsstand: 13.10.2025
Quellenangabe:
Gehlen, Delank, Neurologie, (2010), 12. Auflage
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Akromegalie
Was ist das? - Definition Akromegalie ist eine seltene, meist durch einen gutartigen Tumor der Hirnanhangsdrüse verursachte Hormonerkrankung, bei der zu viel Wachstumshormon gebildet wird. Dadurch kommt es langsam fortschreitend zu einer Vergrößerung von Händen, Füßen und Gesicht sowie zu Veränderungen an Organen und im Stoffwechsel. Unbehandelt kann die Erkrankung zu schweren Begleiterkrankungen führen und erfordert eine dauerhafte ärztliche Betreuung.
Krankheitsbild
Akromegalie ist eine seltene Hormonerkrankung, bei der der Körper zu viel Wachstumshormon bildet. Ursache ist fast immer ein gutartiger Tumor der Hirnanhangsdrüse, ein sogenanntes Hypophysenadenom, das unkontrolliert Wachstumshormon produziert. Wachstumshormon ist im Kindesalter für das Längenwachstum notwendig und beeinflusst auch im Erwachsenenalter wichtige Stoffwechselvorgänge. Die Erkrankung ist selten und wird meist im mittleren Lebensalter festgestellt. Eine Akromegalie führt dann beispielsweise zu übermäßigem Wachstum von Händen, Füßen oder der Gesichtspartie.
Symptome/Verlauf
Die Beschwerden entwickeln sich meist langsam über viele Jahre und werden daher häufig lange nicht erkannt. Durch den Überschuss an Wachstumshormon kommt es zu Veränderungen an Haut, Weichteilen, Knochen und Gelenken sowie an inneren Organen. Typisch sind vergrößerte Hände und Füße, sodass Ringe, Handschuhe oder Schuhe nicht mehr passen, sowie eine Vergröberung der Gesichtszüge mit größerer Nase und hervortretender Stirn. Auch der Unterkiefer kann wachsen, wodurch Zahnlücken entstehen, und die Zunge kann sich vergrößern. Viele Betroffene berichten über vermehrtes Schwitzen oder Kopfschmerzen. Zum Teil wird auch die hormonbildende Funktion der Hirnanhangdrüse beeinträchtigt, wodurch es zu Beschwerden wie Müdigkeit, Antriebslosigkeit, Potenz- oder Zyklusstörungen kommen kann. Tritt die Krankheit auf, bevor das Wachstum abgeschlossen ist, kommt es zum sogenannten Riesenwuchs.
Folgen/Komplikationen
Durch den anhaltenden Überschuss an Wachstumshormon können verschiedene Begleiterkrankungen entstehen. Dazu gehören Herzveränderungen oder Darmpolypen. Stoffwechselstörungen wie Bluthochdruck oder Diabetes können die Gesundheit zusätzlich belasten. Auch psychische Veränderungen, etwa depressive Verstimmungen, können auftreten. Selbst nach erfolgreicher Behandlung bleiben knöcherne Veränderungen meist bestehen. Gelenk
- -, Knochen
- oder Zahnprobleme müssen oft weiterhin behandelt werden. Deshalb wird die Akromegalie als chronische Erkrankung betrachtet, die eine dauerhafte ärztliche Begleitung erfordert. Die Lebenserwartung ist eingeschränkt.
Ursachen/Risikofaktoren
Die Ursache der Akromegalie ist in den meisten Fällen ein gutartiger Tumor der Hirnanhangsdrüse, der Wachstumshormon unkontrolliert ausschüttet.
Das kann helfen
Das macht der Arzt: Ziel der Behandlung ist es, die erhöhte Produktion von Wachstumshormon zu normalisieren. In der Regel wird der Tumor operativ entfernt. Wenn eine vollständige Entfernung nicht möglich ist oder eine Operation nicht infrage kommt, können Medikamente eingesetzt werden, die die Bildung oder Wirkung des Wachstumshormons unterdrücken. In bestimmten Fällen kann zusätzlich eine Bestrahlung notwendig sein.
Das kann man selbst tun: Wichtig ist die konsequente Durchführung der empfohlenen Therapie und die regelmäßige Teilnahme an endokrinologischen Kontrolluntersuchungen, auch wenn die Hormonwerte wieder normal sind. Da Begleiterkrankungen fortbestehen können, ist eine lebenslange ärztliche Betreuung sinnvoll.
Bearbeitungsstand: 12.03.2026
Quellenangaben:
Gerlach, Wagner, Wirth, Innere Medizin für Pflegeberufe, Thieme, (2006), 5. Aufl. - Thieme, Lexikon der Krankheiten und Untersuchungen, (2006) - Herold, Innere Medizin, Herold, (2011)
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Tabletten — verschreibungspflichtig.
Detaillierte Anwendungshinweise, Dosierung, Nebenwirkungen und Wechselwirkungen finden Sie unten in den Registerkarten. Beachten Sie stets die Packungsbeilage. Bei Unklarheiten fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.
- PZN:
- 20346404
- Darreichungsform:
- Tabletten
- Wirkstoffstärke:
- 2,5 mg
- Marke:
- PRAVIDEL
- Hersteller:
- EurimPharm Arzneimittel GmbH
Rechtlicher Status
Verantwortlicher Wirtschaftsakteur gemäß EU-Verordnung 2023/988
GPSRLagerungsanforderungen
Physische Eigenschaften
- Gewicht:
- 36 g
- Abmessungen (B × H × L):
- 44 × 38 × 86 mm
Bestellinformationen
- Mindestbestellmenge:
- 1
- Import/Reimport:
- Ja
Weitere Hinweise aus der Fachinformation
Suchen Sie Ihren Arzt auf, wenn krankhaftes, triebhaftes Spielen (Spielsucht) oder eine zwanghaft gesteigerte Sexualität auftreten.
Parkinson-Krankheit
Was ist das? - Definition Die Parkinson-Krankheit, umgangssprachlich auch Schüttellähmung genannt, ist eine Erkrankung des Gehirns mit den klassischen Symptomen Zittern (Tremor), Muskelsteife (Rigor) und Bewegungsstarre (Akinese). Meist macht sich die Erkrankung jenseits des 60. Lebensjahres bemerkbar.
Krankheitsbild
Morbus Parkinson ist eine chronische Erkrankung des Nervensystems, bei der Nervenzellen in bestimmten Hirnregionen nach und nach absterben. Es handelt sich vor allem um Nervenzellen, die den Botenstoff Dopamin produzieren. Dieser Botenstoff spielt für flüssige Bewegungen und die Koordination eine wichtige Rolle. Ein Dopaminmangel führt zu typischen Beschwerden wie Zittern, Muskelsteife und verlangsamte Bewegungen. Die Krankheit ist bislang nicht heilbar. Bei einer frühen Diagnose und einer individuell angepassten Therapie kann man aber lange ein aktives Leben führen.
Symptome / Verlauf
Die häufigsten Symptome der Krankheit sind:
- Zittern (Tremor): Ein charakteristisches Zittern, das in Ruhe mit einer Frequenz von vier bis sechs Mal pro Sekunde auftritt. Meist ist zunächst nur eine Hand betroffen. Die Bewegung wird gerne als "Pillendreher-Phänomen" oder "Geldzählen" beschrieben.
- Muskelsteifheit (Rigor): Unter Rigor versteht man den zähen, wächsernen Widerstand der Muskulatur. Neben der Muskelsteifheit bestehen oft Schmerzen, weshalb die Ursache zunächst oft nicht im Nervensystem, sondern im Bewegungsapparat gesucht wird.
- Verlangsamung und Verarmung der Bewegung (Hypo- bzw. Bradykinese): Die Bewegungen werden langsamer, kleiner und schwerfälliger. Betroffene schlurfen oft mit kleinen Schritten und bewegen die Arme nicht mit. Das Gesicht ist durch den Verlust der Mimik ausdruckslos und wirkt maskenartig. Ist keine Bewegung möglich sprechen Ärzte von Akinese.
- Probleme mit Gleichgewicht und Koordination (Haltungsinstabilität): Betroffene haben häufig Probleme mit dem Gleichgewicht, Ausgleichsbewegungen fallen schwer, der Gang wird unsicher, die Sturzgefahr ist erhöht.
Weitere Bewegungsveränderungen sind eine "gebundene", leicht gebeugte Haltung oder ein vermindertes Abrollen des Fußes, wodurch die Belastung auf dem Vorderfuß liegt. Betroffene haben zudem oft eine verringerte Speichelproduktion, Schluckstörungen und die Sprache kann leise oder monoton sein. Auch Schlafprobleme, Verstopfung, eine gestörte Blasentätigkeit, Appetitmangel oder Depressionen können auftreten.
Folgen / Komplikationen
In der frühen Phase treten nur leichte motorische Auffälligkeiten auf, mitunter auch Müdigkeit, leichte depressive Verstimmungen oder Geruchsverlust. Die Medikamente, die als Standard zur Behandlung eingesetzt werden, wirken im Frühstadium aber noch so gut, dass Betroffene weitgehend beschwerdefrei sind. Im weiteren Verlauf nehmen die Hauptsymptome zu und es können erste Wirkungsschwankungen bei den Medikamenten auftreten. In der späteren Phase kommt es dann häufiger zu "Off-Phasen", in denen die Medikamente nicht mehr zuverlässig wirken. Schluck- und Sprechstörungen nehmen zu, die Bewegungsabläufe sind stark eingeschränkt, es kommt vermehrt zu Gangunsicherheit und Stürzen. Außerdem können unvorhersehbare Bewegungsstarren auftreten, so genanntes "Freezing". Das späte Stadium ist auch die Phase, in der es häufiger zu weiteren Symptomen wie etwa Schlafstörungen, neuropsychiatrischen Problemen, Verstopfung oder Blasenprobleme kommt. Die Betroffenen werden zunehmend pflegebedürftig.
Ursachen / Risikofaktoren
Die genauen Ursachen von Parkinson sind noch unklar. Man weiß, dass im Gehirn kontinuierlich Nervenzellen, die den Botenstoff Dopamin produzieren, absterben. Dadurch kommt es zu einem Dopaminmangel.
Warum die Nervenzellen absterben, weiß man noch nicht. Die meisten Betroffenen erkranken um das 60. Lebensjahr herum. Manchmal lieg allerdings auch eine familiäre Vorbelastung vor. Spielen genetische Faktoren eine Rolle, beginnt die Krankheit oft schon früher.
Parkinsonähnliche Symptome können aber auch durch manche Medikamente, zum Beispiel Neuroleptika, Gehirnentzündungen, manche Stoffwechselkrankheiten, Hirndurchblutungsprobleme oder Tumore verursacht werden.
Das kann helfen
Was man selbst tun kann:
Sport und regelmäßige Bewegung können helfen, die Symptome zu lindern. Welche Art der Bewegung ist eigentlich egal, Hauptsache es macht Spaß und man bleibt trotz Krankheit aktiv. Eine gute Kombination, von der auch die kognitiven Fähigkeiten profitieren, sind Angebote, die Balance, soziale Interaktionen und Emotionen kombinieren, zum Beispiel Tanzen, Kickboxen oder Tai-Chi. Auch psychosoziale Unterstützung, zum Beispiel durch Angehörige, Gruppen oder Beratung, ist wichtig. Ein strukturierter Alltag unterstützt zudem das Wohlbefinden.
Was der Arzt tun kann:
Ärztinnen oder Ärzte können Medikamente verschreiben, zum Beispiel L-Dopa. Dies ist eine Vorstufe von Dopamin, die das Gehirn in den Botenstoff umwandelt. Weitere Wirkstoffe, die zum Einsatz kommen können, sind beispielsweise Dopaminagonisten, MAO-B-Hemmer oder COMT-Hemmer.
Reichen Medikamente allein nicht, ist die tiefe Hirnstimulation eine weitere mögliche Behandlungsoption. Mit ihr versucht man, die fehlschalteten Signalwege im Gehirn zu normalisieren.
Ergänzend helfen: Physiotherapie (Beweglichkeit, Haltung), hier gibt es auch spezielle Formen für Menschen mit Parkinson, Ergotherapie (Alltagshilfe), Logopädie (Schluck- und Sprachtraining), Psychotherapie, z.B. bei Depression oder Ängsten.
Bearbeitungsstand: 13.10.2025
Quellenangabe:
Gehlen, Delank, Neurologie, (2010), 12. Auflage
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Akromegalie
Was ist das? - Definition Akromegalie ist eine seltene, meist durch einen gutartigen Tumor der Hirnanhangsdrüse verursachte Hormonerkrankung, bei der zu viel Wachstumshormon gebildet wird. Dadurch kommt es langsam fortschreitend zu einer Vergrößerung von Händen, Füßen und Gesicht sowie zu Veränderungen an Organen und im Stoffwechsel. Unbehandelt kann die Erkrankung zu schweren Begleiterkrankungen führen und erfordert eine dauerhafte ärztliche Betreuung.
Krankheitsbild
Akromegalie ist eine seltene Hormonerkrankung, bei der der Körper zu viel Wachstumshormon bildet. Ursache ist fast immer ein gutartiger Tumor der Hirnanhangsdrüse, ein sogenanntes Hypophysenadenom, das unkontrolliert Wachstumshormon produziert. Wachstumshormon ist im Kindesalter für das Längenwachstum notwendig und beeinflusst auch im Erwachsenenalter wichtige Stoffwechselvorgänge. Die Erkrankung ist selten und wird meist im mittleren Lebensalter festgestellt. Eine Akromegalie führt dann beispielsweise zu übermäßigem Wachstum von Händen, Füßen oder der Gesichtspartie.
Symptome/Verlauf
Die Beschwerden entwickeln sich meist langsam über viele Jahre und werden daher häufig lange nicht erkannt. Durch den Überschuss an Wachstumshormon kommt es zu Veränderungen an Haut, Weichteilen, Knochen und Gelenken sowie an inneren Organen. Typisch sind vergrößerte Hände und Füße, sodass Ringe, Handschuhe oder Schuhe nicht mehr passen, sowie eine Vergröberung der Gesichtszüge mit größerer Nase und hervortretender Stirn. Auch der Unterkiefer kann wachsen, wodurch Zahnlücken entstehen, und die Zunge kann sich vergrößern. Viele Betroffene berichten über vermehrtes Schwitzen oder Kopfschmerzen. Zum Teil wird auch die hormonbildende Funktion der Hirnanhangdrüse beeinträchtigt, wodurch es zu Beschwerden wie Müdigkeit, Antriebslosigkeit, Potenz- oder Zyklusstörungen kommen kann. Tritt die Krankheit auf, bevor das Wachstum abgeschlossen ist, kommt es zum sogenannten Riesenwuchs.
Folgen/Komplikationen
Durch den anhaltenden Überschuss an Wachstumshormon können verschiedene Begleiterkrankungen entstehen. Dazu gehören Herzveränderungen oder Darmpolypen. Stoffwechselstörungen wie Bluthochdruck oder Diabetes können die Gesundheit zusätzlich belasten. Auch psychische Veränderungen, etwa depressive Verstimmungen, können auftreten. Selbst nach erfolgreicher Behandlung bleiben knöcherne Veränderungen meist bestehen. Gelenk
- -, Knochen
- oder Zahnprobleme müssen oft weiterhin behandelt werden. Deshalb wird die Akromegalie als chronische Erkrankung betrachtet, die eine dauerhafte ärztliche Begleitung erfordert. Die Lebenserwartung ist eingeschränkt.
Ursachen/Risikofaktoren
Die Ursache der Akromegalie ist in den meisten Fällen ein gutartiger Tumor der Hirnanhangsdrüse, der Wachstumshormon unkontrolliert ausschüttet.
Das kann helfen
Das macht der Arzt: Ziel der Behandlung ist es, die erhöhte Produktion von Wachstumshormon zu normalisieren. In der Regel wird der Tumor operativ entfernt. Wenn eine vollständige Entfernung nicht möglich ist oder eine Operation nicht infrage kommt, können Medikamente eingesetzt werden, die die Bildung oder Wirkung des Wachstumshormons unterdrücken. In bestimmten Fällen kann zusätzlich eine Bestrahlung notwendig sein.
Das kann man selbst tun: Wichtig ist die konsequente Durchführung der empfohlenen Therapie und die regelmäßige Teilnahme an endokrinologischen Kontrolluntersuchungen, auch wenn die Hormonwerte wieder normal sind. Da Begleiterkrankungen fortbestehen können, ist eine lebenslange ärztliche Betreuung sinnvoll.
Bearbeitungsstand: 12.03.2026
Quellenangaben:
Gerlach, Wagner, Wirth, Innere Medizin für Pflegeberufe, Thieme, (2006), 5. Aufl. - Thieme, Lexikon der Krankheiten und Untersuchungen, (2006) - Herold, Innere Medizin, Herold, (2011)
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.