PRAVIDEL 2,5 mg Tabletten
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Pharmazeutische Informationen
Tabletten — verschreibungspflichtig. Zur Anwendung bei Parkinsonkrankheit (Schüttellähmung) - Parkinson-Syndrom durch Hirnentzündung - Abstillen - Milchstau nach der Geburt - Hemmung des Milchflusses nach einer Fehlgeburt - Erhöhte Konzentration des Hormons Prolaktin im Blut, wie bei: - - Galaktorrhoe (krankhafte Milchbildung) - - Amenorrhoe (Ausbleiben der Monatsblutung) - - Akromegalie (übermäßiges Extremitätenwachstum).
Zusammensetzung: Bromocriptin mesilat 2,87 mg, Bromocriptin 2,5 mg, Lactose-1-Wasser, Maisstärke, Siliciumdioxid, hochdisperses, Magnesium stearat, Maleinsäure, Dinatrium edetat-2-Wasser
Wirkungsweise: Der Wirkstoff greift im Gehirn an speziellen Bindungsstellen des Botenstoffs Dopamin an.
Detaillierte Anwendungshinweise, Dosierung, Nebenwirkungen und Wechselwirkungen finden Sie unten in den Registerkarten. Beachten Sie stets die Packungsbeilage. Bei Unklarheiten fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.
- PZN:
- 20346404
- Darreichungsform:
- Tabletten (Tabletten)
- Wirkstoffstärke:
- 2,5 mg
- Marke:
- PRAVIDEL
- Hersteller:
- EurimPharm Arzneimittel GmbH
Rechtlicher Status
Verantwortlicher Wirtschaftsakteur gemäß EU-Verordnung 2023/988
GPSRAnwendungshinweise
Die Gesamtdosis sollte nicht ohne Rücksprache mit einem Arzt oder Apotheker überschritten werden.
Art der Anwendung?
Nehmen Sie das Arzneimittel unzerkaut mit Flüssigkeit (z.B. 1 Glas Wasser) ein.
Dauer der Anwendung?
Die Anwendungsdauer richtet sich nach Art der Beschwerde und/oder Dauer der Erkrankung und wird deshalb nur von Ihrem Arzt bestimmt.
Überdosierung?
Bei einer Überdosierung kann es unter anderem zu Erbrechen, Schwindel und Schläfrigkeit kommen. Setzen Sie sich bei dem Verdacht auf eine Überdosierung umgehend mit einem Arzt in Verbindung.
Einnahme vergessen?
Setzen Sie die Einnahme zum nächsten vorgeschriebenen Zeitpunkt ganz normal (also nicht mit der doppelten Menge) fort.
Generell gilt: Achten Sie vor allem bei Säuglingen, Kleinkindern und älteren Menschen auf eine gewissenhafte Dosierung. Im Zweifelsfalle fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker nach etwaigen Auswirkungen oder Vorsichtsmaßnahmen.
Eine vom Arzt verordnete Dosierung kann von den Angaben der Packungsbeilage abweichen. Da der Arzt sie individuell abstimmt, sollten Sie das Arzneimittel daher nach seinen Anweisungen anwenden.
Dosierung
Die Dosierung wird in der Regel von Ihrem Arzt langsam erhöht und auf eine für Sie passende Erhaltungsdosis eingestellt.
Für die einzelnen Dosierungsschritte stehen Arzneimittel mit verschiedenen Wirkstoffstärken zur Verfügung.
Abhängig von Ihrer Erkrankung und dem Stadium der Behandlung, wird das Arzneimittel von Ihrem Arzt in der Regel folgendermaßen dosiert:
Parkinsonkrankheit und Parkinson-Syndrom durch Hirnentzündung: Behandlungsbeginn:
Parkinsonkrankheit und Parkinson-Syndrom durch Hirnentzündung: Folgebehandlung: Die Dosierung wird von Ihrem Arzt bestimmt.
Abstillen - Behandlungsbeginn (der 1. Tag der Therapie):
Abstillen - Folgebehandlung:
Milchstau nach der Geburt - einmalige Gabe:
Milchstau nach der Geburt: Bei anhaltenden Beschwerden kann eine 2. Dosis nach 6-12 Stunden gegeben werden.
Galaktorrhoe, Amenorrhoe - Behandlungsbeginn (der 1. Tag der Therapie):
Galaktorrhoe, Amenorrhoe - Folgebehandlung (ab dem 2. Tag der Therapie):
0Galaktorrhoe, Amenorrhoe - Höchstdosis: Eine Dosis von 3 Tabletten pro Tag sollte nicht überschritten werden.
1Akromegalie - Behandlungsbeginn:
2Akromegalie - Folgebehandlung:
Anwendungsgebiete
- Parkinsonkrankheit (Schüttellähmung)
- Parkinson-Syndrom durch Hirnentzündung
- Abstillen
- Milchstau nach der Geburt
- Hemmung des Milchflusses nach einer Fehlgeburt
- Erhöhte Konzentration des Hormons Prolaktin im Blut, wie bei:
- Galaktorrhoe (krankhafte Milchbildung)
- Amenorrhoe (Ausbleiben der Monatsblutung)
- Akromegalie (übermäßiges Extremitätenwachstum)
Detaillierte Dosierung
Personenkreis: Erwachsene, Einzeldosis: 1/2 Tablette, Gesamtdosis: 1-mal täglich, Zeitpunkt: abends, zu der Mahlzeit
Personenkreis: Erwachsene, Einzeldosis: 1/2 Tablette, Gesamtdosis: 2-mal täglich, Zeitpunkt: morgens und abends, zu der Mahlzeit
Personenkreis: Erwachsene, Einzeldosis: 1 Tablette, Gesamtdosis: 2-mal täglich, Zeitpunkt: morgens und abends, zu der Mahlzeit
Personenkreis: Erwachsene, Einzeldosis: 1 Tablette, Gesamtdosis: 1 Tablette, Zeitpunkt: zu der Mahlzeit
Personenkreis: Erwachsene, Einzeldosis: 1/2 Tablette, Gesamtdosis: 1-mal täglich, Zeitpunkt: abends, zu der Mahlzeit
Personenkreis: Erwachsene, Einzeldosis: 1/2 Tablette, Gesamtdosis: 3-mal täglich, Zeitpunkt: morgens, mittags und abends, zu der Mahlzeit
Personenkreis: Erwachsene, Einzeldosis: 1 Tablette, Gesamtdosis: 1-mal täglich, Zeitpunkt: zu der Mahlzeit
Personenkreis: Erwachsene, Einzeldosis: 1-2 Tabletten, Gesamtdosis: 4-mal täglich, Zeitpunkt: zu der Mahlzeit
Wirkstoff
Wirkungsweise
Wie wirkt der Inhaltsstoff des Arzneimittels?
Der Wirkstoff greift im Gehirn an speziellen Bindungsstellen des Botenstoffs Dopamin an. Dadurch wird die Wirkung von Dopamin im Gehirn nachgeahmt. Ist Dopamin im Gehirn zu wenig vorhanden, wie z.B. bei der Parkinsonkrankheit, kommt es zu einem Ungleichgewicht mit anderen Botenstoffen im Gehirn. Die durch dieses Ungleichgewicht ausgelösten Symptome der Krankheit können durch Verstärkung der Dopaminwirkung gemildert werden.
Außerdem kann durch den Wirkstoff die mütterliche Milchproduktion unterbrochen werden.
Nebenwirkungen
Welche unerwünschten Wirkungen können auftreten?
- Magen-Darm-Beschwerden, wie:
- Übelkeit
- Erbrechen
- Durchfälle
- Verstopfung
- Bauchschmerzen
- Appetitlosigkeit
- Mundtrockenheit
- Kopfschmerzen
- Schwindel
- Müdigkeit
- Schlafstörungen
- Benommenheit
- Depressionen
- Unruhe
- Nervosität
- Psychosen
- Halluzinationen
- Delirium (Verwirrtheit)
- Angstzustände
- Bewegungsstörungen
- Koordinationsstörung
- Missempfindungen
- Sehstörungen
- Tinnitus (Ohrgeräusche)
- Überempfindlichkeitsreaktionen der Haut
- Wassereinlagerungen (Ödeme)
- Vorübergehendes Anschwellen von meist Händen oder Füßen mit schmerzhafter Rötung und Überwärmung (Erythromelalgie); der Anfall wird durch Wärme ausgelöst
- Haarausfall
- Niedriger Blutdruck
- Kollapsneigung bei evtl. zu starkem Blutdruckabfall
- Pulserniedrigung
- Durchblutungsstörung der Peripherie (z.B. Arme, Beine), die durch Kälte ausgelöst wird
- Anfälle von Atemnot
- Gefühl der "verstopften Nase"
- Störungen beim Wasserlassen, wie:
- Harnverhalt
- Blasenschwäche
- Verstärkter Harndrang
- Muskelkrämpfe
- Fibrose (übermäßiges Wachstum und Verhärtung von Bindegewebe), wie:
- Blässe
Bemerken Sie eine Befindlichkeitsstörung oder Veränderung während der Behandlung, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Für die Information an dieser Stelle werden vor allem Nebenwirkungen berücksichtigt, die bei mindestens einem von 1.000 behandelten Patienten auftreten.
Gegenanzeigen
Was spricht gegen eine Anwendung?
Immer:
- Überempfindlichkeit gegen die Inhaltsstoffe
- Schwangerschaftsvergiftung
- Unkontrollierter Bluthochdruck
- Bluthochdruckerkrankungen währed der Schwangerschaft
- Eklampsie (Krampfanfälle während der Schwangerschaft)
- Nachgeburtlicher Bluthochdruck
- Bluthochdruck im Wochenbett
- Herz-Kreislauf-Erkrankungen, wie:
- Koronare Herzkrankheit (Durchblutungsstörungen des Herzmuskels)
- Herzklappenerkrankungen
- Psychosen, auch in der Vorgeschichte
- Psychosen aufgrund von Hirnschäden
Unter Umständen - sprechen Sie hierzu mit Ihrem Arzt oder Apotheker:
- Geschwüre im Verdauungstrakt, auch in der Vorgeschichte
- Blutungen im Magen-Darm-Trakt, auch in der Vorgeschichte
- Bluthochdruck
- Orthostatische Hypotonie (Kreislaufstörungen aufgrund niedrigen Blutdrucks)
- Durchblutungsstörungen der Peripherie (z.B. Arme, Beine)
- Eingeschränkte Leberfunktion
- Verwirrheitszustände
Welche Altersgruppe ist zu beachten?
- Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren: Das Arzneimittel darf nicht angewendet werden.
Was ist mit Schwangerschaft und Stillzeit?
- Schwangerschaft: Wenden Sie sich an Ihren Arzt. Es spielen verschiedene Überlegungen eine Rolle, ob und wie das Arzneimittel in der Schwangerschaft angewendet werden kann.
- Stillzeit: Wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Er wird Ihre besondere Ausgangslage prüfen und Sie entsprechend beraten, ob und wie Sie mit dem Stillen weitermachen können.
Ist Ihnen das Arzneimittel trotz einer Gegenanzeige verordnet worden, sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker. Der therapeutische Nutzen kann höher sein, als das Risiko, das die Anwendung bei einer Gegenanzeige in sich birgt.
Lagerungsanforderungen
Physische Eigenschaften
- Gewicht:
- 36 g
- Abmessungen (B × H × L):
- 44 × 38 × 86 mm
Bestellinformationen
- Mindestbestellmenge:
- 1
- Import/Reimport:
- Ja
Aussehen & Erkennung
- Teilbarkeit
- in 2 dosisgleiche Hälften teilbar
Aufbewahrung
Aufbewahrung
Das Arzneimittel muss
- vor Hitze geschützt
- im Dunkeln (z.B. im Umkarton)
aufbewahrt werden.
Wichtige Hinweise
Was sollten Sie beachten?
- Vorsicht: Das Reaktionsvermögen kann auch bei bestimmungsgemäßem Gebrauch beeinträchtigt sein. Achten Sie vor allem darauf, wenn Sie am Straßenverkehr teilnehmen oder Maschinen (auch im Haushalt) bedienen, mit denen Sie sich verletzen können.
- Vorsicht: Vermeiden Sie die Einnahme von Alkohol.
- Vorsicht bei Allergie gegen Maisstärke!
- Vorsicht bei Allergie gegen Komplexbildner vom Typ EDTA und chemisch ähnliche Stoffe!
- Vorsicht bei einer Unverträglichkeit gegenüber Lactose. Wenn Sie eine Diabetes-Diät einhalten müssen, sollten Sie den Zuckergehalt berücksichtigen.
- Es kann Arzneimittel geben, mit denen Wechselwirkungen auftreten. Sie sollten deswegen generell vor der Behandlung mit einem neuen Arzneimittel jedes andere, das Sie bereits anwenden, dem Arzt oder Apotheker angeben. Das gilt auch für Arzneimittel, die Sie selbst kaufen, nur gelegentlich anwenden oder deren Anwendung schon einige Zeit zurückliegt.
Weitere Hinweise aus der Fachinformation
Suchen Sie Ihren Arzt auf, wenn krankhaftes, triebhaftes Spielen (Spielsucht) oder eine zwanghaft gesteigerte Sexualität auftreten.
Bekannte Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln
Nicht kombinieren mit Präparaten die enthalten: Alfuzosin hydrochlorid und weitere
Was kann passieren?
Bei Kombination der Arzneimittel kann es zu Beginn der Behandlung zu einer verstärkten blutdrucksenkenden Wirkung kommen. Starker Blutdruckabfall und damit zusammenhängend Benommenheit und Schwindel können auftreten.
Was ist zu tun?
Die Arzneimittel dürfen nicht miteinander kombiniert werden. Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker darüber, welche Maßnahmen erforderlich sind.
Nicht kombinieren mit Präparaten die enthalten: Metoclopramid hydrochlorid-1-Wasser Paracetamol und weitere
Was kann passieren?
Die Arzneimittel können sich in ihrer Wirkung gegenseitig beeinflussen.
Was ist zu tun?
Die Arzneimittel dürfen nicht miteinander kombiniert werden. Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker darüber, welche Maßnahmen erforderlich sind.
Nicht kombinieren mit Präparaten die enthalten: Haloperidol Melperon hydrochlorid Amisulprid Clozapin Promethazin hydrochlorid Prothipendyl hydrochlorid-1-Wasser und weitere
Was kann passieren?
Die Arzneimittel können sich in ihrer Wirkung möglicherweise gegenseitig beeinträchtigen.
Was ist zu tun?
Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, da bei der Kombination dieser Arzneimittel eventuell verstärkte Kontrollen oder weitere Maßnahmen (zum Beispiel geänderte Dosierung) nötig sein können.
Nicht kombinieren mit Präparaten die enthalten: Miconazol Itraconazol supra-bioverfügbar Voriconazol Lopinavir Ritonavir und weitere
Was kann passieren?
Bei Kombination der Arzneimittel kann die Wirkung von diesem Arzneimittel möglicherweise verstärkt und damit die Wahrscheinlichkeit für unerwünschte Wirkungen erhöht werden.
Was ist zu tun?
Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, da bei der Kombination dieser Arzneimittel eventuell verstärkte Kontrollen oder weitere Maßnahmen (zum Beispiel geänderte Dosierung) nötig sein können.
Nicht kombinieren mit Präparaten die enthalten: Tiaprid hydrochlorid und weitere
Was kann passieren?
Die Arzneimittel können sich in ihrer Wirkung gegenseitig abschwächen.
Was ist zu tun?
Die Kombination der Arzneimittel sollte mit Ihrem Arzt abgestimmt sein. Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker darüber, welche Maßnahmen erforderlich sind.
Nicht kombinieren mit Präparaten die enthalten: Sirolimus und weitere
Was kann passieren?
Bei Kombination der Arzneimittel kann die Wirkung von diesem Arzneimittel möglicherweise verstärkt werden. In diesem Zusammenhang könnten unerwünschte Wirkungen wie Fieber, Wassereinlagerungen, Magen-Darm-Beschwerden, Hautreaktionen oder Gelenkschmerzen vermehrt auftreten.
Was ist zu tun?
Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, da bei der Kombination dieser Arzneimittel verstärkte Kontrollen oder weitere Maßnahmen (zum Beispiel geänderte Dosierung) nötig sein können.
Nicht kombinieren mit Präparaten die enthalten: Erythromycin estolat Roxithromycin Clarithromycin und weitere
Was kann passieren?
Bei Kombination der Arzneimittel kann die Wirkung von diesem Arzneimittel verstärkt werden. In diesem Zusammenhang kann es beispielsweise zu Herzklopfen, Schwindel, Blutdruckabfall, Schläfrigkeit, Blässe, Übelkeit oder Sinnestäuschungen kommen.
Was ist zu tun?
Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, da bei der Kombination dieser Arzneimittel verstärkte Kontrollen oder weitere Maßnahmen (zum Beispiel geänderte Dosierung) nötig sein können.
Nicht kombinieren mit Präparaten die enthalten: Paracetamol Dextromethorphan hydrobromid-1-Wasser Acetylsalicylsäure Cetirizin dihydrochlorid Pseudoephedrin hydrochlorid Ibuprofen und weitere
Was kann passieren?
Bei Kombination der Arzneimittel können unerwünschte Wirkungen wie Anstieg des Blutdrucks oder Durchblutungsstörungen auftreten. Diese könnten sich beispielsweise in Kribbeln, Taubheits-, Kältegefühl, Blässe oder brennenden Schmerzen in beispielsweise Zehen oder Fingern äußern.
Was ist zu tun?
Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, da bei der Kombination dieser Arzneimittel verstärkte Kontrollen oder weitere Maßnahmen (zum Beispiel geänderte Dosierung, Gabe eines alternativen Arzneimittels) nötig sein können.
Nicht kombinieren mit Präparaten die enthalten: Terazosin hydrochlorid-2-Wasser Doxazosin mesilat Tamsulosin hydrochlorid Dutasterid Silodosin und weitere
Was kann passieren?
Bei Kombination der Arzneimittel kann es insbesondere zu Beginn der Behandlung zu einer verstärkten blutdrucksenkenden Wirkung und damit zusammenhängend Benommenheit und Schwindel kommen.
Was ist zu tun?
Wenn Sie bei sich Symptome wie Schwindel oder Benommenheit feststellen, sollten Sie sich zur Besserung hinlegen. Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, da bei der Kombination dieser Arzneimittel eventuell verstärkte Kontrollen oder weitere Maßnahmen (zum Beispiel geänderte Dosierung) nötig sein können.
Nicht kombinieren mit Präparaten die enthalten: mikroemulgiert Baldrian-Tinktur Kamillenblüten-Fluidextrakt Kamillenblüten-Extrakt (1:4,0-4,5); Auszugsmittel: Ethanol Kardamomensamen (53,6:71,4:71,4:71,4:28,5:28,5:7,1:71,4:7,1:71,4:32,1:3,6:1) Guaifenesin und weitere
Was kann passieren?
Die Arzneimittel können sich in ihrer Wirkung möglicherweise gegenseitig beeinflussen, da ein anderes Arzneimittel Alkohol enthält. In diesem Zusammenhang können Bauchschmerzen, Übelkeit, Kopfschmerzen und anfallsartig auftretende Rötung des Gesichts auftreten.
Was ist zu tun?
Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, da bei der Kombination dieser Arzneimittel eventuell Maßnahmen nötig sein können.
Parkinson-Krankheit
Was ist das? - Definition Die Parkinson-Krankheit, umgangssprachlich auch Schüttellähmung genannt, ist eine Erkrankung des Gehirns mit den klassischen Symptomen Zittern (Tremor), Muskelsteife (Rigor) und Bewegungsstarre (Akinese). Meist macht sich die Erkrankung jenseits des 60. Lebensjahres bemerkbar.
Krankheitsbild
Morbus Parkinson ist eine chronische Erkrankung des Nervensystems, bei der Nervenzellen in bestimmten Hirnregionen nach und nach absterben. Es handelt sich vor allem um Nervenzellen, die den Botenstoff Dopamin produzieren. Dieser Botenstoff spielt für flüssige Bewegungen und die Koordination eine wichtige Rolle. Ein Dopaminmangel führt zu typischen Beschwerden wie Zittern, Muskelsteife und verlangsamte Bewegungen. Die Krankheit ist bislang nicht heilbar. Bei einer frühen Diagnose und einer individuell angepassten Therapie kann man aber lange ein aktives Leben führen.
Symptome / Verlauf
Die häufigsten Symptome der Krankheit sind:
- Zittern (Tremor): Ein charakteristisches Zittern, das in Ruhe mit einer Frequenz von vier bis sechs Mal pro Sekunde auftritt. Meist ist zunächst nur eine Hand betroffen. Die Bewegung wird gerne als "Pillendreher-Phänomen" oder "Geldzählen" beschrieben.
- Muskelsteifheit (Rigor): Unter Rigor versteht man den zähen, wächsernen Widerstand der Muskulatur. Neben der Muskelsteifheit bestehen oft Schmerzen, weshalb die Ursache zunächst oft nicht im Nervensystem, sondern im Bewegungsapparat gesucht wird.
- Verlangsamung und Verarmung der Bewegung (Hypo- bzw. Bradykinese): Die Bewegungen werden langsamer, kleiner und schwerfälliger. Betroffene schlurfen oft mit kleinen Schritten und bewegen die Arme nicht mit. Das Gesicht ist durch den Verlust der Mimik ausdruckslos und wirkt maskenartig. Ist keine Bewegung möglich sprechen Ärzte von Akinese.
- Probleme mit Gleichgewicht und Koordination (Haltungsinstabilität): Betroffene haben häufig Probleme mit dem Gleichgewicht, Ausgleichsbewegungen fallen schwer, der Gang wird unsicher, die Sturzgefahr ist erhöht.
Weitere Bewegungsveränderungen sind eine "gebundene", leicht gebeugte Haltung oder ein vermindertes Abrollen des Fußes, wodurch die Belastung auf dem Vorderfuß liegt. Betroffene haben zudem oft eine verringerte Speichelproduktion, Schluckstörungen und die Sprache kann leise oder monoton sein. Auch Schlafprobleme, Verstopfung, eine gestörte Blasentätigkeit, Appetitmangel oder Depressionen können auftreten.
Folgen / Komplikationen
In der frühen Phase treten nur leichte motorische Auffälligkeiten auf, mitunter auch Müdigkeit, leichte depressive Verstimmungen oder Geruchsverlust. Die Medikamente, die als Standard zur Behandlung eingesetzt werden, wirken im Frühstadium aber noch so gut, dass Betroffene weitgehend beschwerdefrei sind. Im weiteren Verlauf nehmen die Hauptsymptome zu und es können erste Wirkungsschwankungen bei den Medikamenten auftreten. In der späteren Phase kommt es dann häufiger zu "Off-Phasen", in denen die Medikamente nicht mehr zuverlässig wirken. Schluck- und Sprechstörungen nehmen zu, die Bewegungsabläufe sind stark eingeschränkt, es kommt vermehrt zu Gangunsicherheit und Stürzen. Außerdem können unvorhersehbare Bewegungsstarren auftreten, so genanntes "Freezing". Das späte Stadium ist auch die Phase, in der es häufiger zu weiteren Symptomen wie etwa Schlafstörungen, neuropsychiatrischen Problemen, Verstopfung oder Blasenprobleme kommt. Die Betroffenen werden zunehmend pflegebedürftig.
Ursachen / Risikofaktoren
Die genauen Ursachen von Parkinson sind noch unklar. Man weiß, dass im Gehirn kontinuierlich Nervenzellen, die den Botenstoff Dopamin produzieren, absterben. Dadurch kommt es zu einem Dopaminmangel.
Warum die Nervenzellen absterben, weiß man noch nicht. Die meisten Betroffenen erkranken um das 60. Lebensjahr herum. Manchmal lieg allerdings auch eine familiäre Vorbelastung vor. Spielen genetische Faktoren eine Rolle, beginnt die Krankheit oft schon früher.
Parkinsonähnliche Symptome können aber auch durch manche Medikamente, zum Beispiel Neuroleptika, Gehirnentzündungen, manche Stoffwechselkrankheiten, Hirndurchblutungsprobleme oder Tumore verursacht werden.
Das kann helfen
Was man selbst tun kann:
Sport und regelmäßige Bewegung können helfen, die Symptome zu lindern. Welche Art der Bewegung ist eigentlich egal, Hauptsache es macht Spaß und man bleibt trotz Krankheit aktiv. Eine gute Kombination, von der auch die kognitiven Fähigkeiten profitieren, sind Angebote, die Balance, soziale Interaktionen und Emotionen kombinieren, zum Beispiel Tanzen, Kickboxen oder Tai-Chi. Auch psychosoziale Unterstützung, zum Beispiel durch Angehörige, Gruppen oder Beratung, ist wichtig. Ein strukturierter Alltag unterstützt zudem das Wohlbefinden.
Was der Arzt tun kann:
Ärztinnen oder Ärzte können Medikamente verschreiben, zum Beispiel L-Dopa. Dies ist eine Vorstufe von Dopamin, die das Gehirn in den Botenstoff umwandelt. Weitere Wirkstoffe, die zum Einsatz kommen können, sind beispielsweise Dopaminagonisten, MAO-B-Hemmer oder COMT-Hemmer.
Reichen Medikamente allein nicht, ist die tiefe Hirnstimulation eine weitere mögliche Behandlungsoption. Mit ihr versucht man, die fehlschalteten Signalwege im Gehirn zu normalisieren.
Ergänzend helfen: Physiotherapie (Beweglichkeit, Haltung), hier gibt es auch spezielle Formen für Menschen mit Parkinson, Ergotherapie (Alltagshilfe), Logopädie (Schluck- und Sprachtraining), Psychotherapie, z.B. bei Depression oder Ängsten.
Bearbeitungsstand: 13.10.2025
Quellenangabe:
Gehlen, Delank, Neurologie, (2010), 12. Auflage
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Akromegalie
Was ist das? - Definition Akromegalie ist eine seltene, meist durch einen gutartigen Tumor der Hirnanhangsdrüse verursachte Hormonerkrankung, bei der zu viel Wachstumshormon gebildet wird. Dadurch kommt es langsam fortschreitend zu einer Vergrößerung von Händen, Füßen und Gesicht sowie zu Veränderungen an Organen und im Stoffwechsel. Unbehandelt kann die Erkrankung zu schweren Begleiterkrankungen führen und erfordert eine dauerhafte ärztliche Betreuung.
Krankheitsbild
Akromegalie ist eine seltene Hormonerkrankung, bei der der Körper zu viel Wachstumshormon bildet. Ursache ist fast immer ein gutartiger Tumor der Hirnanhangsdrüse, ein sogenanntes Hypophysenadenom, das unkontrolliert Wachstumshormon produziert. Wachstumshormon ist im Kindesalter für das Längenwachstum notwendig und beeinflusst auch im Erwachsenenalter wichtige Stoffwechselvorgänge. Die Erkrankung ist selten und wird meist im mittleren Lebensalter festgestellt. Eine Akromegalie führt dann beispielsweise zu übermäßigem Wachstum von Händen, Füßen oder der Gesichtspartie.
Symptome/Verlauf
Die Beschwerden entwickeln sich meist langsam über viele Jahre und werden daher häufig lange nicht erkannt. Durch den Überschuss an Wachstumshormon kommt es zu Veränderungen an Haut, Weichteilen, Knochen und Gelenken sowie an inneren Organen. Typisch sind vergrößerte Hände und Füße, sodass Ringe, Handschuhe oder Schuhe nicht mehr passen, sowie eine Vergröberung der Gesichtszüge mit größerer Nase und hervortretender Stirn. Auch der Unterkiefer kann wachsen, wodurch Zahnlücken entstehen, und die Zunge kann sich vergrößern. Viele Betroffene berichten über vermehrtes Schwitzen oder Kopfschmerzen. Zum Teil wird auch die hormonbildende Funktion der Hirnanhangdrüse beeinträchtigt, wodurch es zu Beschwerden wie Müdigkeit, Antriebslosigkeit, Potenz- oder Zyklusstörungen kommen kann. Tritt die Krankheit auf, bevor das Wachstum abgeschlossen ist, kommt es zum sogenannten Riesenwuchs.
Folgen/Komplikationen
Durch den anhaltenden Überschuss an Wachstumshormon können verschiedene Begleiterkrankungen entstehen. Dazu gehören Herzveränderungen oder Darmpolypen. Stoffwechselstörungen wie Bluthochdruck oder Diabetes können die Gesundheit zusätzlich belasten. Auch psychische Veränderungen, etwa depressive Verstimmungen, können auftreten. Selbst nach erfolgreicher Behandlung bleiben knöcherne Veränderungen meist bestehen. Gelenk
- -, Knochen
- oder Zahnprobleme müssen oft weiterhin behandelt werden. Deshalb wird die Akromegalie als chronische Erkrankung betrachtet, die eine dauerhafte ärztliche Begleitung erfordert. Die Lebenserwartung ist eingeschränkt.
Ursachen/Risikofaktoren
Die Ursache der Akromegalie ist in den meisten Fällen ein gutartiger Tumor der Hirnanhangsdrüse, der Wachstumshormon unkontrolliert ausschüttet.
Das kann helfen
Das macht der Arzt: Ziel der Behandlung ist es, die erhöhte Produktion von Wachstumshormon zu normalisieren. In der Regel wird der Tumor operativ entfernt. Wenn eine vollständige Entfernung nicht möglich ist oder eine Operation nicht infrage kommt, können Medikamente eingesetzt werden, die die Bildung oder Wirkung des Wachstumshormons unterdrücken. In bestimmten Fällen kann zusätzlich eine Bestrahlung notwendig sein.
Das kann man selbst tun: Wichtig ist die konsequente Durchführung der empfohlenen Therapie und die regelmäßige Teilnahme an endokrinologischen Kontrolluntersuchungen, auch wenn die Hormonwerte wieder normal sind. Da Begleiterkrankungen fortbestehen können, ist eine lebenslange ärztliche Betreuung sinnvoll.
Bearbeitungsstand: 12.03.2026
Quellenangaben:
Gerlach, Wagner, Wirth, Innere Medizin für Pflegeberufe, Thieme, (2006), 5. Aufl. - Thieme, Lexikon der Krankheiten und Untersuchungen, (2006) - Herold, Innere Medizin, Herold, (2011)
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Tabletten — verschreibungspflichtig. Zur Anwendung bei Parkinsonkrankheit (Schüttellähmung) - Parkinson-Syndrom durch Hirnentzündung - Abstillen - Milchstau nach der Geburt - Hemmung des Milchflusses nach einer Fehlgeburt - Erhöhte Konzentration des Hormons Prolaktin im Blut, wie bei: - - Galaktorrhoe (krankhafte Milchbildung) - - Amenorrhoe (Ausbleiben der Monatsblutung) - - Akromegalie (übermäßiges Extremitätenwachstum).
Zusammensetzung: Bromocriptin mesilat 2,87 mg, Bromocriptin 2,5 mg, Lactose-1-Wasser, Maisstärke, Siliciumdioxid, hochdisperses, Magnesium stearat, Maleinsäure, Dinatrium edetat-2-Wasser
Wirkungsweise: Der Wirkstoff greift im Gehirn an speziellen Bindungsstellen des Botenstoffs Dopamin an.
Detaillierte Anwendungshinweise, Dosierung, Nebenwirkungen und Wechselwirkungen finden Sie unten in den Registerkarten. Beachten Sie stets die Packungsbeilage. Bei Unklarheiten fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.
- PZN:
- 20346404
- Darreichungsform:
- Tabletten (Tabletten)
- Wirkstoffstärke:
- 2,5 mg
- Marke:
- PRAVIDEL
- Hersteller:
- EurimPharm Arzneimittel GmbH
Rechtlicher Status
Verantwortlicher Wirtschaftsakteur gemäß EU-Verordnung 2023/988
GPSRAnwendungshinweise
Die Gesamtdosis sollte nicht ohne Rücksprache mit einem Arzt oder Apotheker überschritten werden.
Art der Anwendung?
Nehmen Sie das Arzneimittel unzerkaut mit Flüssigkeit (z.B. 1 Glas Wasser) ein.
Dauer der Anwendung?
Die Anwendungsdauer richtet sich nach Art der Beschwerde und/oder Dauer der Erkrankung und wird deshalb nur von Ihrem Arzt bestimmt.
Überdosierung?
Bei einer Überdosierung kann es unter anderem zu Erbrechen, Schwindel und Schläfrigkeit kommen. Setzen Sie sich bei dem Verdacht auf eine Überdosierung umgehend mit einem Arzt in Verbindung.
Einnahme vergessen?
Setzen Sie die Einnahme zum nächsten vorgeschriebenen Zeitpunkt ganz normal (also nicht mit der doppelten Menge) fort.
Generell gilt: Achten Sie vor allem bei Säuglingen, Kleinkindern und älteren Menschen auf eine gewissenhafte Dosierung. Im Zweifelsfalle fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker nach etwaigen Auswirkungen oder Vorsichtsmaßnahmen.
Eine vom Arzt verordnete Dosierung kann von den Angaben der Packungsbeilage abweichen. Da der Arzt sie individuell abstimmt, sollten Sie das Arzneimittel daher nach seinen Anweisungen anwenden.
Dosierung
Die Dosierung wird in der Regel von Ihrem Arzt langsam erhöht und auf eine für Sie passende Erhaltungsdosis eingestellt.
Für die einzelnen Dosierungsschritte stehen Arzneimittel mit verschiedenen Wirkstoffstärken zur Verfügung.
Abhängig von Ihrer Erkrankung und dem Stadium der Behandlung, wird das Arzneimittel von Ihrem Arzt in der Regel folgendermaßen dosiert:
Parkinsonkrankheit und Parkinson-Syndrom durch Hirnentzündung: Behandlungsbeginn:
Parkinsonkrankheit und Parkinson-Syndrom durch Hirnentzündung: Folgebehandlung: Die Dosierung wird von Ihrem Arzt bestimmt.
Abstillen - Behandlungsbeginn (der 1. Tag der Therapie):
Abstillen - Folgebehandlung:
Milchstau nach der Geburt - einmalige Gabe:
Milchstau nach der Geburt: Bei anhaltenden Beschwerden kann eine 2. Dosis nach 6-12 Stunden gegeben werden.
Galaktorrhoe, Amenorrhoe - Behandlungsbeginn (der 1. Tag der Therapie):
Galaktorrhoe, Amenorrhoe - Folgebehandlung (ab dem 2. Tag der Therapie):
0Galaktorrhoe, Amenorrhoe - Höchstdosis: Eine Dosis von 3 Tabletten pro Tag sollte nicht überschritten werden.
1Akromegalie - Behandlungsbeginn:
2Akromegalie - Folgebehandlung:
Anwendungsgebiete
- Parkinsonkrankheit (Schüttellähmung)
- Parkinson-Syndrom durch Hirnentzündung
- Abstillen
- Milchstau nach der Geburt
- Hemmung des Milchflusses nach einer Fehlgeburt
- Erhöhte Konzentration des Hormons Prolaktin im Blut, wie bei:
- Galaktorrhoe (krankhafte Milchbildung)
- Amenorrhoe (Ausbleiben der Monatsblutung)
- Akromegalie (übermäßiges Extremitätenwachstum)
Detaillierte Dosierung
Personenkreis: Erwachsene, Einzeldosis: 1/2 Tablette, Gesamtdosis: 1-mal täglich, Zeitpunkt: abends, zu der Mahlzeit
Personenkreis: Erwachsene, Einzeldosis: 1/2 Tablette, Gesamtdosis: 2-mal täglich, Zeitpunkt: morgens und abends, zu der Mahlzeit
Personenkreis: Erwachsene, Einzeldosis: 1 Tablette, Gesamtdosis: 2-mal täglich, Zeitpunkt: morgens und abends, zu der Mahlzeit
Personenkreis: Erwachsene, Einzeldosis: 1 Tablette, Gesamtdosis: 1 Tablette, Zeitpunkt: zu der Mahlzeit
Personenkreis: Erwachsene, Einzeldosis: 1/2 Tablette, Gesamtdosis: 1-mal täglich, Zeitpunkt: abends, zu der Mahlzeit
Personenkreis: Erwachsene, Einzeldosis: 1/2 Tablette, Gesamtdosis: 3-mal täglich, Zeitpunkt: morgens, mittags und abends, zu der Mahlzeit
Personenkreis: Erwachsene, Einzeldosis: 1 Tablette, Gesamtdosis: 1-mal täglich, Zeitpunkt: zu der Mahlzeit
Personenkreis: Erwachsene, Einzeldosis: 1-2 Tabletten, Gesamtdosis: 4-mal täglich, Zeitpunkt: zu der Mahlzeit
Wirkstoff
Wirkungsweise
Wie wirkt der Inhaltsstoff des Arzneimittels?
Der Wirkstoff greift im Gehirn an speziellen Bindungsstellen des Botenstoffs Dopamin an. Dadurch wird die Wirkung von Dopamin im Gehirn nachgeahmt. Ist Dopamin im Gehirn zu wenig vorhanden, wie z.B. bei der Parkinsonkrankheit, kommt es zu einem Ungleichgewicht mit anderen Botenstoffen im Gehirn. Die durch dieses Ungleichgewicht ausgelösten Symptome der Krankheit können durch Verstärkung der Dopaminwirkung gemildert werden.
Außerdem kann durch den Wirkstoff die mütterliche Milchproduktion unterbrochen werden.
Nebenwirkungen
Welche unerwünschten Wirkungen können auftreten?
- Magen-Darm-Beschwerden, wie:
- Übelkeit
- Erbrechen
- Durchfälle
- Verstopfung
- Bauchschmerzen
- Appetitlosigkeit
- Mundtrockenheit
- Kopfschmerzen
- Schwindel
- Müdigkeit
- Schlafstörungen
- Benommenheit
- Depressionen
- Unruhe
- Nervosität
- Psychosen
- Halluzinationen
- Delirium (Verwirrtheit)
- Angstzustände
- Bewegungsstörungen
- Koordinationsstörung
- Missempfindungen
- Sehstörungen
- Tinnitus (Ohrgeräusche)
- Überempfindlichkeitsreaktionen der Haut
- Wassereinlagerungen (Ödeme)
- Vorübergehendes Anschwellen von meist Händen oder Füßen mit schmerzhafter Rötung und Überwärmung (Erythromelalgie); der Anfall wird durch Wärme ausgelöst
- Haarausfall
- Niedriger Blutdruck
- Kollapsneigung bei evtl. zu starkem Blutdruckabfall
- Pulserniedrigung
- Durchblutungsstörung der Peripherie (z.B. Arme, Beine), die durch Kälte ausgelöst wird
- Anfälle von Atemnot
- Gefühl der "verstopften Nase"
- Störungen beim Wasserlassen, wie:
- Harnverhalt
- Blasenschwäche
- Verstärkter Harndrang
- Muskelkrämpfe
- Fibrose (übermäßiges Wachstum und Verhärtung von Bindegewebe), wie:
- Blässe
Bemerken Sie eine Befindlichkeitsstörung oder Veränderung während der Behandlung, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Für die Information an dieser Stelle werden vor allem Nebenwirkungen berücksichtigt, die bei mindestens einem von 1.000 behandelten Patienten auftreten.
Gegenanzeigen
Was spricht gegen eine Anwendung?
Immer:
- Überempfindlichkeit gegen die Inhaltsstoffe
- Schwangerschaftsvergiftung
- Unkontrollierter Bluthochdruck
- Bluthochdruckerkrankungen währed der Schwangerschaft
- Eklampsie (Krampfanfälle während der Schwangerschaft)
- Nachgeburtlicher Bluthochdruck
- Bluthochdruck im Wochenbett
- Herz-Kreislauf-Erkrankungen, wie:
- Koronare Herzkrankheit (Durchblutungsstörungen des Herzmuskels)
- Herzklappenerkrankungen
- Psychosen, auch in der Vorgeschichte
- Psychosen aufgrund von Hirnschäden
Unter Umständen - sprechen Sie hierzu mit Ihrem Arzt oder Apotheker:
- Geschwüre im Verdauungstrakt, auch in der Vorgeschichte
- Blutungen im Magen-Darm-Trakt, auch in der Vorgeschichte
- Bluthochdruck
- Orthostatische Hypotonie (Kreislaufstörungen aufgrund niedrigen Blutdrucks)
- Durchblutungsstörungen der Peripherie (z.B. Arme, Beine)
- Eingeschränkte Leberfunktion
- Verwirrheitszustände
Welche Altersgruppe ist zu beachten?
- Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren: Das Arzneimittel darf nicht angewendet werden.
Was ist mit Schwangerschaft und Stillzeit?
- Schwangerschaft: Wenden Sie sich an Ihren Arzt. Es spielen verschiedene Überlegungen eine Rolle, ob und wie das Arzneimittel in der Schwangerschaft angewendet werden kann.
- Stillzeit: Wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Er wird Ihre besondere Ausgangslage prüfen und Sie entsprechend beraten, ob und wie Sie mit dem Stillen weitermachen können.
Ist Ihnen das Arzneimittel trotz einer Gegenanzeige verordnet worden, sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker. Der therapeutische Nutzen kann höher sein, als das Risiko, das die Anwendung bei einer Gegenanzeige in sich birgt.
Lagerungsanforderungen
Physische Eigenschaften
- Gewicht:
- 36 g
- Abmessungen (B × H × L):
- 44 × 38 × 86 mm
Bestellinformationen
- Mindestbestellmenge:
- 1
- Import/Reimport:
- Ja
Aussehen & Erkennung
- Teilbarkeit
- in 2 dosisgleiche Hälften teilbar
Aufbewahrung
Aufbewahrung
Das Arzneimittel muss
- vor Hitze geschützt
- im Dunkeln (z.B. im Umkarton)
aufbewahrt werden.
Wichtige Hinweise
Was sollten Sie beachten?
- Vorsicht: Das Reaktionsvermögen kann auch bei bestimmungsgemäßem Gebrauch beeinträchtigt sein. Achten Sie vor allem darauf, wenn Sie am Straßenverkehr teilnehmen oder Maschinen (auch im Haushalt) bedienen, mit denen Sie sich verletzen können.
- Vorsicht: Vermeiden Sie die Einnahme von Alkohol.
- Vorsicht bei Allergie gegen Maisstärke!
- Vorsicht bei Allergie gegen Komplexbildner vom Typ EDTA und chemisch ähnliche Stoffe!
- Vorsicht bei einer Unverträglichkeit gegenüber Lactose. Wenn Sie eine Diabetes-Diät einhalten müssen, sollten Sie den Zuckergehalt berücksichtigen.
- Es kann Arzneimittel geben, mit denen Wechselwirkungen auftreten. Sie sollten deswegen generell vor der Behandlung mit einem neuen Arzneimittel jedes andere, das Sie bereits anwenden, dem Arzt oder Apotheker angeben. Das gilt auch für Arzneimittel, die Sie selbst kaufen, nur gelegentlich anwenden oder deren Anwendung schon einige Zeit zurückliegt.
Weitere Hinweise aus der Fachinformation
Suchen Sie Ihren Arzt auf, wenn krankhaftes, triebhaftes Spielen (Spielsucht) oder eine zwanghaft gesteigerte Sexualität auftreten.
Bekannte Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln
Was kann passieren?
Bei Kombination der Arzneimittel kann es zu Beginn der Behandlung zu einer verstärkten blutdrucksenkenden Wirkung kommen. Starker Blutdruckabfall und damit zusammenhängend Benommenheit und Schwindel können auftreten.
Was ist zu tun?
Die Arzneimittel dürfen nicht miteinander kombiniert werden. Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker darüber, welche Maßnahmen erforderlich sind.
Was kann passieren?
Die Arzneimittel können sich in ihrer Wirkung gegenseitig beeinflussen.
Was ist zu tun?
Die Arzneimittel dürfen nicht miteinander kombiniert werden. Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker darüber, welche Maßnahmen erforderlich sind.
Was kann passieren?
Die Arzneimittel können sich in ihrer Wirkung möglicherweise gegenseitig beeinträchtigen.
Was ist zu tun?
Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, da bei der Kombination dieser Arzneimittel eventuell verstärkte Kontrollen oder weitere Maßnahmen (zum Beispiel geänderte Dosierung) nötig sein können.
Was kann passieren?
Bei Kombination der Arzneimittel kann die Wirkung von diesem Arzneimittel möglicherweise verstärkt und damit die Wahrscheinlichkeit für unerwünschte Wirkungen erhöht werden.
Was ist zu tun?
Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, da bei der Kombination dieser Arzneimittel eventuell verstärkte Kontrollen oder weitere Maßnahmen (zum Beispiel geänderte Dosierung) nötig sein können.
Was kann passieren?
Die Arzneimittel können sich in ihrer Wirkung gegenseitig abschwächen.
Was ist zu tun?
Die Kombination der Arzneimittel sollte mit Ihrem Arzt abgestimmt sein. Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker darüber, welche Maßnahmen erforderlich sind.
Was kann passieren?
Bei Kombination der Arzneimittel kann die Wirkung von diesem Arzneimittel möglicherweise verstärkt werden. In diesem Zusammenhang könnten unerwünschte Wirkungen wie Fieber, Wassereinlagerungen, Magen-Darm-Beschwerden, Hautreaktionen oder Gelenkschmerzen vermehrt auftreten.
Was ist zu tun?
Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, da bei der Kombination dieser Arzneimittel verstärkte Kontrollen oder weitere Maßnahmen (zum Beispiel geänderte Dosierung) nötig sein können.
Was kann passieren?
Bei Kombination der Arzneimittel kann die Wirkung von diesem Arzneimittel verstärkt werden. In diesem Zusammenhang kann es beispielsweise zu Herzklopfen, Schwindel, Blutdruckabfall, Schläfrigkeit, Blässe, Übelkeit oder Sinnestäuschungen kommen.
Was ist zu tun?
Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, da bei der Kombination dieser Arzneimittel verstärkte Kontrollen oder weitere Maßnahmen (zum Beispiel geänderte Dosierung) nötig sein können.
Was kann passieren?
Bei Kombination der Arzneimittel können unerwünschte Wirkungen wie Anstieg des Blutdrucks oder Durchblutungsstörungen auftreten. Diese könnten sich beispielsweise in Kribbeln, Taubheits-, Kältegefühl, Blässe oder brennenden Schmerzen in beispielsweise Zehen oder Fingern äußern.
Was ist zu tun?
Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, da bei der Kombination dieser Arzneimittel verstärkte Kontrollen oder weitere Maßnahmen (zum Beispiel geänderte Dosierung, Gabe eines alternativen Arzneimittels) nötig sein können.
Was kann passieren?
Bei Kombination der Arzneimittel kann es insbesondere zu Beginn der Behandlung zu einer verstärkten blutdrucksenkenden Wirkung und damit zusammenhängend Benommenheit und Schwindel kommen.
Was ist zu tun?
Wenn Sie bei sich Symptome wie Schwindel oder Benommenheit feststellen, sollten Sie sich zur Besserung hinlegen. Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, da bei der Kombination dieser Arzneimittel eventuell verstärkte Kontrollen oder weitere Maßnahmen (zum Beispiel geänderte Dosierung) nötig sein können.
Was kann passieren?
Die Arzneimittel können sich in ihrer Wirkung möglicherweise gegenseitig beeinflussen, da ein anderes Arzneimittel Alkohol enthält. In diesem Zusammenhang können Bauchschmerzen, Übelkeit, Kopfschmerzen und anfallsartig auftretende Rötung des Gesichts auftreten.
Was ist zu tun?
Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, da bei der Kombination dieser Arzneimittel eventuell Maßnahmen nötig sein können.
Parkinson-Krankheit
Was ist das? - Definition Die Parkinson-Krankheit, umgangssprachlich auch Schüttellähmung genannt, ist eine Erkrankung des Gehirns mit den klassischen Symptomen Zittern (Tremor), Muskelsteife (Rigor) und Bewegungsstarre (Akinese). Meist macht sich die Erkrankung jenseits des 60. Lebensjahres bemerkbar.
Krankheitsbild
Morbus Parkinson ist eine chronische Erkrankung des Nervensystems, bei der Nervenzellen in bestimmten Hirnregionen nach und nach absterben. Es handelt sich vor allem um Nervenzellen, die den Botenstoff Dopamin produzieren. Dieser Botenstoff spielt für flüssige Bewegungen und die Koordination eine wichtige Rolle. Ein Dopaminmangel führt zu typischen Beschwerden wie Zittern, Muskelsteife und verlangsamte Bewegungen. Die Krankheit ist bislang nicht heilbar. Bei einer frühen Diagnose und einer individuell angepassten Therapie kann man aber lange ein aktives Leben führen.
Symptome / Verlauf
Die häufigsten Symptome der Krankheit sind:
- Zittern (Tremor): Ein charakteristisches Zittern, das in Ruhe mit einer Frequenz von vier bis sechs Mal pro Sekunde auftritt. Meist ist zunächst nur eine Hand betroffen. Die Bewegung wird gerne als "Pillendreher-Phänomen" oder "Geldzählen" beschrieben.
- Muskelsteifheit (Rigor): Unter Rigor versteht man den zähen, wächsernen Widerstand der Muskulatur. Neben der Muskelsteifheit bestehen oft Schmerzen, weshalb die Ursache zunächst oft nicht im Nervensystem, sondern im Bewegungsapparat gesucht wird.
- Verlangsamung und Verarmung der Bewegung (Hypo- bzw. Bradykinese): Die Bewegungen werden langsamer, kleiner und schwerfälliger. Betroffene schlurfen oft mit kleinen Schritten und bewegen die Arme nicht mit. Das Gesicht ist durch den Verlust der Mimik ausdruckslos und wirkt maskenartig. Ist keine Bewegung möglich sprechen Ärzte von Akinese.
- Probleme mit Gleichgewicht und Koordination (Haltungsinstabilität): Betroffene haben häufig Probleme mit dem Gleichgewicht, Ausgleichsbewegungen fallen schwer, der Gang wird unsicher, die Sturzgefahr ist erhöht.
Weitere Bewegungsveränderungen sind eine "gebundene", leicht gebeugte Haltung oder ein vermindertes Abrollen des Fußes, wodurch die Belastung auf dem Vorderfuß liegt. Betroffene haben zudem oft eine verringerte Speichelproduktion, Schluckstörungen und die Sprache kann leise oder monoton sein. Auch Schlafprobleme, Verstopfung, eine gestörte Blasentätigkeit, Appetitmangel oder Depressionen können auftreten.
Folgen / Komplikationen
In der frühen Phase treten nur leichte motorische Auffälligkeiten auf, mitunter auch Müdigkeit, leichte depressive Verstimmungen oder Geruchsverlust. Die Medikamente, die als Standard zur Behandlung eingesetzt werden, wirken im Frühstadium aber noch so gut, dass Betroffene weitgehend beschwerdefrei sind. Im weiteren Verlauf nehmen die Hauptsymptome zu und es können erste Wirkungsschwankungen bei den Medikamenten auftreten. In der späteren Phase kommt es dann häufiger zu "Off-Phasen", in denen die Medikamente nicht mehr zuverlässig wirken. Schluck- und Sprechstörungen nehmen zu, die Bewegungsabläufe sind stark eingeschränkt, es kommt vermehrt zu Gangunsicherheit und Stürzen. Außerdem können unvorhersehbare Bewegungsstarren auftreten, so genanntes "Freezing". Das späte Stadium ist auch die Phase, in der es häufiger zu weiteren Symptomen wie etwa Schlafstörungen, neuropsychiatrischen Problemen, Verstopfung oder Blasenprobleme kommt. Die Betroffenen werden zunehmend pflegebedürftig.
Ursachen / Risikofaktoren
Die genauen Ursachen von Parkinson sind noch unklar. Man weiß, dass im Gehirn kontinuierlich Nervenzellen, die den Botenstoff Dopamin produzieren, absterben. Dadurch kommt es zu einem Dopaminmangel.
Warum die Nervenzellen absterben, weiß man noch nicht. Die meisten Betroffenen erkranken um das 60. Lebensjahr herum. Manchmal lieg allerdings auch eine familiäre Vorbelastung vor. Spielen genetische Faktoren eine Rolle, beginnt die Krankheit oft schon früher.
Parkinsonähnliche Symptome können aber auch durch manche Medikamente, zum Beispiel Neuroleptika, Gehirnentzündungen, manche Stoffwechselkrankheiten, Hirndurchblutungsprobleme oder Tumore verursacht werden.
Das kann helfen
Was man selbst tun kann:
Sport und regelmäßige Bewegung können helfen, die Symptome zu lindern. Welche Art der Bewegung ist eigentlich egal, Hauptsache es macht Spaß und man bleibt trotz Krankheit aktiv. Eine gute Kombination, von der auch die kognitiven Fähigkeiten profitieren, sind Angebote, die Balance, soziale Interaktionen und Emotionen kombinieren, zum Beispiel Tanzen, Kickboxen oder Tai-Chi. Auch psychosoziale Unterstützung, zum Beispiel durch Angehörige, Gruppen oder Beratung, ist wichtig. Ein strukturierter Alltag unterstützt zudem das Wohlbefinden.
Was der Arzt tun kann:
Ärztinnen oder Ärzte können Medikamente verschreiben, zum Beispiel L-Dopa. Dies ist eine Vorstufe von Dopamin, die das Gehirn in den Botenstoff umwandelt. Weitere Wirkstoffe, die zum Einsatz kommen können, sind beispielsweise Dopaminagonisten, MAO-B-Hemmer oder COMT-Hemmer.
Reichen Medikamente allein nicht, ist die tiefe Hirnstimulation eine weitere mögliche Behandlungsoption. Mit ihr versucht man, die fehlschalteten Signalwege im Gehirn zu normalisieren.
Ergänzend helfen: Physiotherapie (Beweglichkeit, Haltung), hier gibt es auch spezielle Formen für Menschen mit Parkinson, Ergotherapie (Alltagshilfe), Logopädie (Schluck- und Sprachtraining), Psychotherapie, z.B. bei Depression oder Ängsten.
Bearbeitungsstand: 13.10.2025
Quellenangabe:
Gehlen, Delank, Neurologie, (2010), 12. Auflage
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Akromegalie
Was ist das? - Definition Akromegalie ist eine seltene, meist durch einen gutartigen Tumor der Hirnanhangsdrüse verursachte Hormonerkrankung, bei der zu viel Wachstumshormon gebildet wird. Dadurch kommt es langsam fortschreitend zu einer Vergrößerung von Händen, Füßen und Gesicht sowie zu Veränderungen an Organen und im Stoffwechsel. Unbehandelt kann die Erkrankung zu schweren Begleiterkrankungen führen und erfordert eine dauerhafte ärztliche Betreuung.
Krankheitsbild
Akromegalie ist eine seltene Hormonerkrankung, bei der der Körper zu viel Wachstumshormon bildet. Ursache ist fast immer ein gutartiger Tumor der Hirnanhangsdrüse, ein sogenanntes Hypophysenadenom, das unkontrolliert Wachstumshormon produziert. Wachstumshormon ist im Kindesalter für das Längenwachstum notwendig und beeinflusst auch im Erwachsenenalter wichtige Stoffwechselvorgänge. Die Erkrankung ist selten und wird meist im mittleren Lebensalter festgestellt. Eine Akromegalie führt dann beispielsweise zu übermäßigem Wachstum von Händen, Füßen oder der Gesichtspartie.
Symptome/Verlauf
Die Beschwerden entwickeln sich meist langsam über viele Jahre und werden daher häufig lange nicht erkannt. Durch den Überschuss an Wachstumshormon kommt es zu Veränderungen an Haut, Weichteilen, Knochen und Gelenken sowie an inneren Organen. Typisch sind vergrößerte Hände und Füße, sodass Ringe, Handschuhe oder Schuhe nicht mehr passen, sowie eine Vergröberung der Gesichtszüge mit größerer Nase und hervortretender Stirn. Auch der Unterkiefer kann wachsen, wodurch Zahnlücken entstehen, und die Zunge kann sich vergrößern. Viele Betroffene berichten über vermehrtes Schwitzen oder Kopfschmerzen. Zum Teil wird auch die hormonbildende Funktion der Hirnanhangdrüse beeinträchtigt, wodurch es zu Beschwerden wie Müdigkeit, Antriebslosigkeit, Potenz- oder Zyklusstörungen kommen kann. Tritt die Krankheit auf, bevor das Wachstum abgeschlossen ist, kommt es zum sogenannten Riesenwuchs.
Folgen/Komplikationen
Durch den anhaltenden Überschuss an Wachstumshormon können verschiedene Begleiterkrankungen entstehen. Dazu gehören Herzveränderungen oder Darmpolypen. Stoffwechselstörungen wie Bluthochdruck oder Diabetes können die Gesundheit zusätzlich belasten. Auch psychische Veränderungen, etwa depressive Verstimmungen, können auftreten. Selbst nach erfolgreicher Behandlung bleiben knöcherne Veränderungen meist bestehen. Gelenk
- -, Knochen
- oder Zahnprobleme müssen oft weiterhin behandelt werden. Deshalb wird die Akromegalie als chronische Erkrankung betrachtet, die eine dauerhafte ärztliche Begleitung erfordert. Die Lebenserwartung ist eingeschränkt.
Ursachen/Risikofaktoren
Die Ursache der Akromegalie ist in den meisten Fällen ein gutartiger Tumor der Hirnanhangsdrüse, der Wachstumshormon unkontrolliert ausschüttet.
Das kann helfen
Das macht der Arzt: Ziel der Behandlung ist es, die erhöhte Produktion von Wachstumshormon zu normalisieren. In der Regel wird der Tumor operativ entfernt. Wenn eine vollständige Entfernung nicht möglich ist oder eine Operation nicht infrage kommt, können Medikamente eingesetzt werden, die die Bildung oder Wirkung des Wachstumshormons unterdrücken. In bestimmten Fällen kann zusätzlich eine Bestrahlung notwendig sein.
Das kann man selbst tun: Wichtig ist die konsequente Durchführung der empfohlenen Therapie und die regelmäßige Teilnahme an endokrinologischen Kontrolluntersuchungen, auch wenn die Hormonwerte wieder normal sind. Da Begleiterkrankungen fortbestehen können, ist eine lebenslange ärztliche Betreuung sinnvoll.
Bearbeitungsstand: 12.03.2026
Quellenangaben:
Gerlach, Wagner, Wirth, Innere Medizin für Pflegeberufe, Thieme, (2006), 5. Aufl. - Thieme, Lexikon der Krankheiten und Untersuchungen, (2006) - Herold, Innere Medizin, Herold, (2011)
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.