RABIPUR Plv.+LM z.Her.e.Injektionslsg.i.Fertigspr.
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Pharmazeutische Informationen
Pulver u. Lösungsmittel zur Herstellung einer Injektionslsg. — verschreibungspflichtig.
Detaillierte Anwendungshinweise, Dosierung, Nebenwirkungen und Wechselwirkungen finden Sie unten in den Registerkarten. Beachten Sie stets die Packungsbeilage. Bei Unklarheiten fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.
- PZN:
- 16632601
- Darreichungsform:
- Pulver u. Lösungsmittel zur Herstellung einer Injektionslsg. (Pulver u. Lösungsmittel zur Herstellung einer Injektionslsg.)
- Packungsgröße:
- 1 Stück
- Marke:
- RABIPUR
- Hersteller:
- BAVARIAN NORDIC A/S
- Beipackzettel:
- PDF öffnen
Rechtlicher Status
Verantwortlicher Wirtschaftsakteur gemäß EU-Verordnung 2023/988
GPSRAnwendungshinweise
Art der Anwendung?
Die Anwendung sollte nur durch Fachpersonal oder unter deren Aufsicht erfolgen.
Dauer der Anwendung?
Grundimmunisierung: Die Anwendung wird 7 Tage nach der 1. Impfung sowie 21 oder 28 Tage nach der 1. Impfung wiederholt. Beschleunigte Grundimmunisierung nur für Erwachsene von 18-65 Jahren: Die Anwendung wird 3 Tage nach der 1. Impfung sowie 7 Tage nach der 1. Impfung wiederholt.
Auffrischung nach konventioneller Grundimmunisierung: alle 2-5 Jahre.
Überdosierung?
Es sind keine Überdosierungserscheinungen bekannt. Besondere Maßnahmen sind deshalb nicht erforderlich.
Generell gilt: Achten Sie vor allem bei Säuglingen, Kleinkindern und älteren Menschen auf eine gewissenhafte Dosierung. Im Zweifelsfalle fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker nach etwaigen Auswirkungen oder Vorsichtsmaßnahmen.
Eine vom Arzt verordnete Dosierung kann von den Angaben der Packungsbeilage abweichen. Da der Arzt sie individuell abstimmt, sollten Sie das Arzneimittel daher nach seinen Anweisungen anwenden.
Dosierung
Grundimmunisierung - Tollwutprophylaxe:
Auffrischimpfung - Tollwutprophylaxe:
Immunisierung nach einer Tollwutexposition: Da die Behandlung von verschiedenen Faktoren abhängig ist, entscheidet hierüber der behandelnde Arzt.
Anwendungsgebiete
- Tollwut
Detaillierte Dosierung
Personenkreis: Alle Altersgruppen, Einzeldosis: 1 Dosis (0,5ml), Gesamtdosis: 3 Dosen (je 0,5ml), Zeitpunkt: unabhängig von der Tageszeit
Personenkreis: Alle Altersgruppen, Einzeldosis: 1 Dosis (0,5ml), Gesamtdosis: 1 Dosis (0,5ml), Zeitpunkt: unabhängig von der Tageszeit
Wirkstoff
Wirkungsweise
Wie wirkt der Inhaltsstoff des Arzneimittels?
Das Arzneimittel ist ein Impfstoff und wird zur Vorbeugung gegen Tollwut gegeben. Er enthält inaktivierte Tollwut-Viren. Diese inaktivierten Viren im Impfstoff haben keine krankmachenden Eigenschaften mehr. Nach Gabe des Impfstoffes bildet der Körper einen Schutz gegen Tollwut-Viren aus (sog. Antikörper). Nach einigen Jahren geht dieser Schutz wieder verloren und muss aufgefrischt werden.
Nebenwirkungen
- Lokale Reizerscheinungen am Applikationsort, wie:
- - Hautrötung
- - Wassereinlagerungen (Ödeme)
- - Schmerzen am Applikationsort
- Überempfindlichkeitsreaktionen der Haut, wie:
- - Hautausschlag
- - Nesselausschlag
- Lymphknotenschwellungen
- Appetitlosigkeit
- Magen-Darm-Beschwerden, wie:
- - Übelkeit
- - Erbrechen
- - Durchfälle
- - Bauchschmerzen
- Kopfschmerzen
- Schwindel
- Fieber
- Gelenkschmerzen
- Muskelschmerzen
- Unwohlsein
- Müdigkeit
- Allgemeine Schwäche
Bemerken Sie eine Befindlichkeitsstörung oder Veränderung während der Behandlung, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Für die Information an dieser Stelle werden vor allem Nebenwirkungen berücksichtigt, die bei mindestens einem von 1.000 behandelten Patienten auftreten.
Gegenanzeigen
Was spricht gegen eine Anwendung?
Tollwutprophylaxe:
- Überempfindlichkeit gegen die Inhaltsstoffe
- Fieber
- Infektionen
Nach einer Tollwutexposition: Angesichts der Schwere einer Tollwutinfektion, gibt es keine Gegenanzeigen für eine Impfung nach einer Tollwutexposition.
Was ist mit Schwangerschaft und Stillzeit?
- Schwangerschaft: Wenden Sie sich an Ihren Arzt. Es spielen verschiedene Überlegungen eine Rolle, ob und wie das Arzneimittel in der Schwangerschaft angewendet werden kann.
- Stillzeit: Wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Er wird Ihre besondere Ausgangslage prüfen und Sie entsprechend beraten, ob und wie Sie mit dem Stillen weitermachen können.
Ist Ihnen das Arzneimittel trotz einer Gegenanzeige verordnet worden, sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker. Der therapeutische Nutzen kann höher sein, als das Risiko, das die Anwendung bei einer Gegenanzeige in sich birgt.
Lagerungsanforderungen
Aufbewahrung
Aufbewahrung
Lagerung vor Anbruch
Das Arzneimittel muss
- im Kühlschrank
- vor Frost geschützt
- im Dunkeln (z.B. im Umkarton)
aufbewahrt werden.
Aufbewahrung nach Anbruch oder Zubereitung
Das Arzneimittel muss nach Anbruch/Zubereitung innerhalb der nächsten Stunde verbraucht werden!
Das Arzneimittel ist nach Anbruch/Zubereitung nur zur einmaligen Anwendung vorgesehen. Reste müssen verworfen werden!
Wichtige Hinweise
Was sollten Sie beachten?
- Vorsicht bei Allergie gegen Hühnereiweiß!
- Vorsicht bei Allergie gegen das Antibiotikum Neomycin!
- Vorsicht bei Allergie gegen das Antibiotikum Oxytetracyclin und Tetracyclin!
- Vorsicht bei Allergie gegen Pilzmittel (z.B. Amphotericin B, Nystatin)!
- Es kann Arzneimittel geben, mit denen Wechselwirkungen auftreten. Sie sollten deswegen generell vor der Behandlung mit einem neuen Arzneimittel jedes andere, das Sie bereits anwenden, dem Arzt oder Apotheker angeben. Das gilt auch für Arzneimittel, die Sie selbst kaufen, nur gelegentlich anwenden oder deren Anwendung schon einige Zeit zurückliegt.
Tollwut
Was ist das? - Definition Tollwut ist eine durch Viren verursachte Infektionskrankheit des Nervensystems. Die Ansteckung erfolgt meist über den Speichel infizierter Tiere durch Bisse, Kratzer oder Kontakt mit verletzter Haut.
Krankheitsbild
Tollwut betrifft das Gehirn und das gesamte Nervensystem. Nach der Ansteckung wandert das Virus entlang der Nervenbahnen bis zum Gehirn. Die Erkrankung beginnt oft unauffällig mit grippeähnlichen Beschwerden, wird dann aber rasch schwerwiegend. Da das Virus das Nervensystem schädigt, verändern sich sowohl Bewegungen als auch Verhalten und Empfindungen. Der Krankheitsverlauf endet fast immer tödlich, sobald die Symptome sichtbar geworden sind.
Symptome/Verlauf
Die ersten Anzeichen sind meist unspezifisch. Dazu gehören:
- Fieber, Müdigkeit und Kopfweh
- Kribbeln oder Brennen an der Bissstelle
- Unruhe und Angstgefühle
- Später Krämpfe, Atemnot und starke Verwirrtheit
Im weiteren Verlauf entwickeln sich schwere neurologische Störungen. Viele Betroffene reagieren besonders empfindlich auf Geräusche, Luftzug oder Licht. Je nach Verlaufsform kommt es zu starken Muskelkrämpfen, Schluckstörungen oder Lähmungen. Sobald diese Phase beginnt, schreitet die Erkrankung unaufhaltsam voran.
Folgen/Komplikationen
Die größte Gefahr besteht darin, dass die Krankheit nach Ausbruch praktisch nicht mehr behandelbar ist. Das Virus führt zu schweren Schäden im Gehirn und am Rückenmark. Atemmuskeln können versagen, sodass eine künstliche Beatmung nötig wird. Auch Herzrhythmusstörungen und Kreislaufzusammenbrüche treten auf. In fast allen Fällen endet die Krankheit mit dem Tod durch Atem- oder Kreislaufstillstand.
Ursachen/Risikofaktoren
Tollwut wird vor allem durch den Speichel infizierter Tiere übertragen. Häufige Quellen sind der Kontakt mit wilden Tieren wie Füchsen, Fledermäusen oder Waschbären. Auch Bisse ungeimpfter Hunde oder Katzen, Reisen in Regionen mit verbreiteter Tollwut und geringer Impfrate bei Tieren erhöhen das Risiko für eine Infektion. Das Virus gelangt über Hautverletzungen in den Körper und kann selbst durch kleine kaum sichtbare Kratzer übertragen werden.
Das kann helfen
Das macht der Arzt: Er kann nach Kontakt mit einem möglicherweise infizierten Tier sofort eine wichtige Schutzbehandlung einleiten, die aus einer Impfung und in manchen Fällen zusätzlich injizierten Antikörpern besteht.
Das kann man selbst tun: Die Wunde rasch gründlich auswaschen und sofort ärztliche Hilfe suchen. Grenzen sind erreicht, wenn bereits Symptome auftreten, denn dann ist keine wirksame Behandlung mehr möglich. Darum gilt jede mögliche Ansteckung als medizinischer Notfall.
Bearbeitungsstand: 31.03.2026
Quellenangabe:
Hahn, Kaufmann, Schulz, Suerbaum, Medizinische Mikrobiologie und Infektiologie, Springer, (2009), 6.Auflage
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Pulver u. Lösungsmittel zur Herstellung einer Injektionslsg. — verschreibungspflichtig.
Detaillierte Anwendungshinweise, Dosierung, Nebenwirkungen und Wechselwirkungen finden Sie unten in den Registerkarten. Beachten Sie stets die Packungsbeilage. Bei Unklarheiten fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.
- PZN:
- 16632601
- Darreichungsform:
- Pulver u. Lösungsmittel zur Herstellung einer Injektionslsg. (Pulver u. Lösungsmittel zur Herstellung einer Injektionslsg.)
- Packungsgröße:
- 1 Stück
- Marke:
- RABIPUR
- Hersteller:
- BAVARIAN NORDIC A/S
- Beipackzettel:
- PDF öffnen
Rechtlicher Status
Verantwortlicher Wirtschaftsakteur gemäß EU-Verordnung 2023/988
GPSRAnwendungshinweise
Art der Anwendung?
Die Anwendung sollte nur durch Fachpersonal oder unter deren Aufsicht erfolgen.
Dauer der Anwendung?
Grundimmunisierung: Die Anwendung wird 7 Tage nach der 1. Impfung sowie 21 oder 28 Tage nach der 1. Impfung wiederholt. Beschleunigte Grundimmunisierung nur für Erwachsene von 18-65 Jahren: Die Anwendung wird 3 Tage nach der 1. Impfung sowie 7 Tage nach der 1. Impfung wiederholt.
Auffrischung nach konventioneller Grundimmunisierung: alle 2-5 Jahre.
Überdosierung?
Es sind keine Überdosierungserscheinungen bekannt. Besondere Maßnahmen sind deshalb nicht erforderlich.
Generell gilt: Achten Sie vor allem bei Säuglingen, Kleinkindern und älteren Menschen auf eine gewissenhafte Dosierung. Im Zweifelsfalle fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker nach etwaigen Auswirkungen oder Vorsichtsmaßnahmen.
Eine vom Arzt verordnete Dosierung kann von den Angaben der Packungsbeilage abweichen. Da der Arzt sie individuell abstimmt, sollten Sie das Arzneimittel daher nach seinen Anweisungen anwenden.
Dosierung
Grundimmunisierung - Tollwutprophylaxe:
Auffrischimpfung - Tollwutprophylaxe:
Immunisierung nach einer Tollwutexposition: Da die Behandlung von verschiedenen Faktoren abhängig ist, entscheidet hierüber der behandelnde Arzt.
Anwendungsgebiete
- Tollwut
Detaillierte Dosierung
Personenkreis: Alle Altersgruppen, Einzeldosis: 1 Dosis (0,5ml), Gesamtdosis: 3 Dosen (je 0,5ml), Zeitpunkt: unabhängig von der Tageszeit
Personenkreis: Alle Altersgruppen, Einzeldosis: 1 Dosis (0,5ml), Gesamtdosis: 1 Dosis (0,5ml), Zeitpunkt: unabhängig von der Tageszeit
Wirkstoff
Wirkungsweise
Wie wirkt der Inhaltsstoff des Arzneimittels?
Das Arzneimittel ist ein Impfstoff und wird zur Vorbeugung gegen Tollwut gegeben. Er enthält inaktivierte Tollwut-Viren. Diese inaktivierten Viren im Impfstoff haben keine krankmachenden Eigenschaften mehr. Nach Gabe des Impfstoffes bildet der Körper einen Schutz gegen Tollwut-Viren aus (sog. Antikörper). Nach einigen Jahren geht dieser Schutz wieder verloren und muss aufgefrischt werden.
Nebenwirkungen
- Lokale Reizerscheinungen am Applikationsort, wie:
- - Hautrötung
- - Wassereinlagerungen (Ödeme)
- - Schmerzen am Applikationsort
- Überempfindlichkeitsreaktionen der Haut, wie:
- - Hautausschlag
- - Nesselausschlag
- Lymphknotenschwellungen
- Appetitlosigkeit
- Magen-Darm-Beschwerden, wie:
- - Übelkeit
- - Erbrechen
- - Durchfälle
- - Bauchschmerzen
- Kopfschmerzen
- Schwindel
- Fieber
- Gelenkschmerzen
- Muskelschmerzen
- Unwohlsein
- Müdigkeit
- Allgemeine Schwäche
Bemerken Sie eine Befindlichkeitsstörung oder Veränderung während der Behandlung, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Für die Information an dieser Stelle werden vor allem Nebenwirkungen berücksichtigt, die bei mindestens einem von 1.000 behandelten Patienten auftreten.
Gegenanzeigen
Was spricht gegen eine Anwendung?
Tollwutprophylaxe:
- Überempfindlichkeit gegen die Inhaltsstoffe
- Fieber
- Infektionen
Nach einer Tollwutexposition: Angesichts der Schwere einer Tollwutinfektion, gibt es keine Gegenanzeigen für eine Impfung nach einer Tollwutexposition.
Was ist mit Schwangerschaft und Stillzeit?
- Schwangerschaft: Wenden Sie sich an Ihren Arzt. Es spielen verschiedene Überlegungen eine Rolle, ob und wie das Arzneimittel in der Schwangerschaft angewendet werden kann.
- Stillzeit: Wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Er wird Ihre besondere Ausgangslage prüfen und Sie entsprechend beraten, ob und wie Sie mit dem Stillen weitermachen können.
Ist Ihnen das Arzneimittel trotz einer Gegenanzeige verordnet worden, sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker. Der therapeutische Nutzen kann höher sein, als das Risiko, das die Anwendung bei einer Gegenanzeige in sich birgt.
Lagerungsanforderungen
Aufbewahrung
Aufbewahrung
Lagerung vor Anbruch
Das Arzneimittel muss
- im Kühlschrank
- vor Frost geschützt
- im Dunkeln (z.B. im Umkarton)
aufbewahrt werden.
Aufbewahrung nach Anbruch oder Zubereitung
Das Arzneimittel muss nach Anbruch/Zubereitung innerhalb der nächsten Stunde verbraucht werden!
Das Arzneimittel ist nach Anbruch/Zubereitung nur zur einmaligen Anwendung vorgesehen. Reste müssen verworfen werden!
Wichtige Hinweise
Was sollten Sie beachten?
- Vorsicht bei Allergie gegen Hühnereiweiß!
- Vorsicht bei Allergie gegen das Antibiotikum Neomycin!
- Vorsicht bei Allergie gegen das Antibiotikum Oxytetracyclin und Tetracyclin!
- Vorsicht bei Allergie gegen Pilzmittel (z.B. Amphotericin B, Nystatin)!
- Es kann Arzneimittel geben, mit denen Wechselwirkungen auftreten. Sie sollten deswegen generell vor der Behandlung mit einem neuen Arzneimittel jedes andere, das Sie bereits anwenden, dem Arzt oder Apotheker angeben. Das gilt auch für Arzneimittel, die Sie selbst kaufen, nur gelegentlich anwenden oder deren Anwendung schon einige Zeit zurückliegt.
Tollwut
Was ist das? - Definition Tollwut ist eine durch Viren verursachte Infektionskrankheit des Nervensystems. Die Ansteckung erfolgt meist über den Speichel infizierter Tiere durch Bisse, Kratzer oder Kontakt mit verletzter Haut.
Krankheitsbild
Tollwut betrifft das Gehirn und das gesamte Nervensystem. Nach der Ansteckung wandert das Virus entlang der Nervenbahnen bis zum Gehirn. Die Erkrankung beginnt oft unauffällig mit grippeähnlichen Beschwerden, wird dann aber rasch schwerwiegend. Da das Virus das Nervensystem schädigt, verändern sich sowohl Bewegungen als auch Verhalten und Empfindungen. Der Krankheitsverlauf endet fast immer tödlich, sobald die Symptome sichtbar geworden sind.
Symptome/Verlauf
Die ersten Anzeichen sind meist unspezifisch. Dazu gehören:
- Fieber, Müdigkeit und Kopfweh
- Kribbeln oder Brennen an der Bissstelle
- Unruhe und Angstgefühle
- Später Krämpfe, Atemnot und starke Verwirrtheit
Im weiteren Verlauf entwickeln sich schwere neurologische Störungen. Viele Betroffene reagieren besonders empfindlich auf Geräusche, Luftzug oder Licht. Je nach Verlaufsform kommt es zu starken Muskelkrämpfen, Schluckstörungen oder Lähmungen. Sobald diese Phase beginnt, schreitet die Erkrankung unaufhaltsam voran.
Folgen/Komplikationen
Die größte Gefahr besteht darin, dass die Krankheit nach Ausbruch praktisch nicht mehr behandelbar ist. Das Virus führt zu schweren Schäden im Gehirn und am Rückenmark. Atemmuskeln können versagen, sodass eine künstliche Beatmung nötig wird. Auch Herzrhythmusstörungen und Kreislaufzusammenbrüche treten auf. In fast allen Fällen endet die Krankheit mit dem Tod durch Atem- oder Kreislaufstillstand.
Ursachen/Risikofaktoren
Tollwut wird vor allem durch den Speichel infizierter Tiere übertragen. Häufige Quellen sind der Kontakt mit wilden Tieren wie Füchsen, Fledermäusen oder Waschbären. Auch Bisse ungeimpfter Hunde oder Katzen, Reisen in Regionen mit verbreiteter Tollwut und geringer Impfrate bei Tieren erhöhen das Risiko für eine Infektion. Das Virus gelangt über Hautverletzungen in den Körper und kann selbst durch kleine kaum sichtbare Kratzer übertragen werden.
Das kann helfen
Das macht der Arzt: Er kann nach Kontakt mit einem möglicherweise infizierten Tier sofort eine wichtige Schutzbehandlung einleiten, die aus einer Impfung und in manchen Fällen zusätzlich injizierten Antikörpern besteht.
Das kann man selbst tun: Die Wunde rasch gründlich auswaschen und sofort ärztliche Hilfe suchen. Grenzen sind erreicht, wenn bereits Symptome auftreten, denn dann ist keine wirksame Behandlung mehr möglich. Darum gilt jede mögliche Ansteckung als medizinischer Notfall.
Bearbeitungsstand: 31.03.2026
Quellenangabe:
Hahn, Kaufmann, Schulz, Suerbaum, Medizinische Mikrobiologie und Infektiologie, Springer, (2009), 6.Auflage
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.