RAPAMUNE 0,5 mg überzogene Tabletten
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Pharmazeutische Informationen
Überzogene Tabletten — verschreibungspflichtig.
Detaillierte Anwendungshinweise, Dosierung, Nebenwirkungen und Wechselwirkungen finden Sie unten in den Registerkarten. Beachten Sie stets die Packungsbeilage. Bei Unklarheiten fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.
- PZN:
- 19779279
- Darreichungsform:
- Überzogene Tabletten (Überzogene Tabletten)
- Packungsgröße:
- 100 Stück
- Wirkstoffstärke:
- 0,5 mg
- Marke:
- RAPAMUNE
- Hersteller:
- PARANOVA PACK A/S
Rechtlicher Status
Verantwortlicher Wirtschaftsakteur gemäß EU-Verordnung 2023/988
GPSRAnwendungshinweise
Art der Anwendung?
Nehmen Sie das Arzneimittel mit Flüssigkeit (z.B. 1 Glas Wasser) ein. Die Tabletten sollten nicht zerdrückt, zerkaut oder geteilt werden.
Dauer der Anwendung?
Die Anwendungsdauer richtet sich nach Art der Beschwerde und/oder Dauer der Erkrankung und wird deshalb nur von Ihrem Arzt bestimmt.
Überdosierung?
Setzen Sie sich bei dem Verdacht auf eine Überdosierung umgehend mit einem Arzt in Verbindung.
Generell gilt: Achten Sie vor allem bei Säuglingen, Kleinkindern und älteren Menschen auf eine gewissenhafte Dosierung. Im Zweifelsfalle fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker nach etwaigen Auswirkungen oder Vorsichtsmaßnahmen.
Eine vom Arzt verordnete Dosierung kann von den Angaben der Packungsbeilage abweichen. Da der Arzt sie individuell abstimmt, sollten Sie das Arzneimittel daher nach seinen Anweisungen anwenden.
Dosierung
Da die Dosierung des Arzneimittels von verschiedenen Faktoren abhängt, sollte sie von Ihrem Arzt individuell auf Sie abgestimmt werden.
Für die einzelnen Dosierungsschritte stehen Arzneimittel mit verschiedenen Wirkstoffstärken zur Verfügung.
Lassen Sie sich zu der Dosierung von Ihrem Arzt oder Apotheker beraten.
Anwendungsgebiete
- Lymphangioleiomyomatose (seltene Lungenerkrankung)
- Vorbeugung der Transplantatabstoßung nach Nierentransplantationen
Wirkstoff
Wirkungsweise
Wie wirkt der Inhaltsstoff des Arzneimittels?
Das Wirkstoff Sirolimus gehört zur Gruppe der Immunsuppressiva. Sirolimus greift in den Zellzyklus von weißen Blutzellen (T-Zellen), die eine wichtige Rolle im menschlichen Immunsystem spielen und eine Zellgruppe der Lymphozyten darstellen, ein und verhindert so den Übergang in die Synthese-Phase. Dadurch wird die durch bestimmte Botenstoffe (Interleukin 2) vermittelte Zellteilung und das Wachstum von T-Zellen gehemmt.
Nebenwirkungen
Welche unerwünschten Wirkungen können auftreten?
- Lungenentzündung
- Infektionen mit Viren, Bakterien oder mit Pilzen
- Infektion mit Herpes simplex-Viren
- Harnwegsinfektionen
- Thrombozytopenie (Verminderung der Anzahl der Blutplättchen)
- Anämie (Blutarmut)
- Leukopenie (Verminderung der Anzahl der weißen Blutkörperchen)
- Kaliummangel
- Phosphatmangel
- Anstieg der Blutfettwerte (Cholesterin, Triglyceride)
- Anstieg des Blutzuckers
- Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit)
- Kopfschmerzen
- Pulsbeschleunigung
- Ansammlung von Lymphflüssigkeit
- Bluthochdruck
- Bauchschmerzen
- Verstopfung
- Durchfälle
- Übelkeit
- Hautausschlag
- Akne
- Gelenkschmerzen
- Eiweißverlust über die Niere (Eiweiß im Urin)
- Menstruationsstörung
- Wassereinlagerungen (Ödeme)
- Fieber
- Schmerzen
- Wundheilungsstörungen
- Anstieg bestimmter Blutwerte (Lactatdehydrogenase)
- Anstieg der Nierenwerte
- Anstieg der Leberwerte
- Blutvergiftung
- Nierenbeckenentzündung
- Infektionen mit dem Zytomegalievirus
- Gürtelrose
- Hautkrebs
- Nierenschaden mit verringerter Anzahl von Blutplättchen und roten Blutkörperchen mit oder ohne Ausschlag
- Granulozytopenie (Verminderung der Anzahl bestimmter weißer Blutkörperchen)
- Immunologische Überempfindlichkeit
- Angioneurotisches Ödem (Schwellung im Gesicht, an Lid und Lippen)
- Allergische Reaktionen
- Perikarderguss (Flüssigkeitsansammlung im Herzbeutel)
- Venenthrombose (Verstopfung der Venen)
- Lungenembolie
- Pneumonitis (Entzündliche Veränderung der Lunge)
- Pleuraerguss (Flüssigkeit in der Brustfellhöhle)
- Nasenbluten
- Entzündung der Bauchspeicheldrüse
- Entzündungen der Mundschleimhaut
- Bauchwassersucht
- Untergang von Knochengewebe (Osteonekrose)
- Ovarialzysten (Eierstockzysten)
- Darmentzündung (durch Clostridium difficile)
- Infektionen mit Mycobakterien (einschließlich Tuberkulose)
- Infektionen mit dem Epstein-Barr-Virus
- Lymphome (Veränderungen des lymphatischen Gewebes)
- Lymphoproliferative Erkrankungen nach Transplantationen
- Panzytopenie (Verminderung der Anzahl aller Blutkörperchen)
- Hautblutungen aufgrund gestörter Blutgerinnung
- Lungenblutung
- Leberversagen
- Schwerer Hautausschlag
- Nierenfunktionsstörungen
- Erkrankungen der Niere (Fokal segmentale Glomerulosklerose)
Bemerken Sie eine Befindlichkeitsstörung oder Veränderung während der Behandlung, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Für die Information an dieser Stelle werden vor allem Nebenwirkungen berücksichtigt, die bei mindestens einem von 1.000 behandelten Patienten auftreten.
Gegenanzeigen
Was spricht gegen eine Anwendung?
- Überempfindlichkeit gegen die Inhaltsstoffe
Welche Altersgruppe ist zu beachten?
- Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren: Das Arzneimittel darf nicht angewendet werden.
Was ist mit Schwangerschaft und Stillzeit?
- Schwangerschaft: Wenden Sie sich an Ihren Arzt. Es spielen verschiedene Überlegungen eine Rolle, ob und wie das Arzneimittel in der Schwangerschaft angewendet werden kann.
- Stillzeit: Von einer Anwendung wird nach derzeitigen Erkenntnissen abgeraten. Eventuell ist ein Abstillen in Erwägung zu ziehen.
Ist Ihnen das Arzneimittel trotz einer Gegenanzeige verordnet worden, sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker. Der therapeutische Nutzen kann höher sein, als das Risiko, das die Anwendung bei einer Gegenanzeige in sich birgt.
Lagerungsanforderungen
Bestellinformationen
- Mindestbestellmenge:
- 1
- Import/Reimport:
- Ja
Aufbewahrung
Aufbewahrung
Das Arzneimittel muss
- vor Hitze geschützt
- im Dunkeln (z.B. im Umkarton)
aufbewahrt werden.
Wichtige Hinweise
Was sollten Sie beachten?
- Bei Frauen im gebärfähigen Alter sind während und unter Umständen auch eine zeitlang nach der Therapie wirksame Verhütungsmethoden erforderlich. Sprechen Sie hierzu Ihren Arzt oder Apotheker an.
- Vorsicht bei einer Unverträglichkeit gegenüber Lactose. Wenn Sie eine Diabetes-Diät einhalten müssen, sollten Sie den Zuckergehalt berücksichtigen.
- Vorsicht bei einer Unverträglichkeit gegenüber Saccharose. Wenn Sie eine Diabetes-Diät einhalten müssen, sollten Sie den Zuckergehalt berücksichtigen.
- Es kann Arzneimittel geben, mit denen Wechselwirkungen auftreten. Sie sollten deswegen generell vor der Behandlung mit einem neuen Arzneimittel jedes andere, das Sie bereits anwenden, dem Arzt oder Apotheker angeben. Das gilt auch für Arzneimittel, die Sie selbst kaufen, nur gelegentlich anwenden oder deren Anwendung schon einige Zeit zurückliegt.
- Auf Grapefruit sowie Grapefruit-Zubereitungen soll während der Behandlung mit dem Medikament vollständig verzichtet werden.
Weitere Hinweise aus der Fachinformation
In Kombination mit anderen Arzneimitteln:
Transplantatabstoßung
Was ist das? - Definition Bei einer Transplantatabstoßung erkennt das Immunsystem ein fremdes Organ als nicht körpereigen und beginnt, es zu bekämpfen. Diese Reaktion kann akut oder chronisch verlaufen und gefährdet die Funktion des transplantierten Organs. Trotz moderner Medizin kommt es in etwa 10 bis 30 Prozent der Fälle zu einer Abstoßung. Eine lebenslange Kontrolle und medikamentöse Behandlung sind daher notwendig.
Krankheitsbild
Jede Körperzelle trägt auf ihrer Oberfläche bestimmte Eiweißmoleküle, die wie ein individueller Code wirken. Dieser Code hilft dem Immunsystem zu erkennen, ob eine Zelle zum eigenen Körper gehört oder nicht. Das spielt eine wichtige Rolle, etwa um Krankheitserreger abzuwehren.
Bei einer Organtransplantation wird versucht, Spender und Empfänger möglichst gut aufeinander abzustimmen. Trotzdem kann es passieren, dass das Immunsystem das neue Organ als fremd erkennt und angreift. Man spricht dann von einer Transplantatabstoßung.
Diese Reaktion bezeichnen Ärzte auch als Host-versus-Graft. Sie kann sehr schnell einsetzen, innerhalb von Stunden, manchmal sogar Minuten oder sich über Monate und Jahre langsam entwickeln.
Symptome/Verlauf
Die Symptome unterscheiden sich je nach Art der Abstoßung:
- Akute Abstoßung: Der Allgemeinzustand verschlechtert sich rasch und deutlich. Es kann zu Fieber, Schmerzen im Bereich des transplantierten Organs und Funktionsstörungen kommen.
- Chronische Abstoßung: Sie verläuft oft unauffällig. Die Funktion des Organs nimmt langsam ab und wird meist nur durch Laboruntersuchungen erkannt.
- Die akute Form bedeutet einen medizinischer Notfall. Die chronische Form entwickelt sich schleichend und kann über lange Zeit unbemerkt bleiben.
Folgen/Komplikationen
Bei einer akuten Abstoßung bildet der Körper gezielt Abwehrstoffe gegen das fremde Organ. Diese greifen das Transplantat direkt an und führen oft rasch zum Funktionsverlust. In vielen Fällen kann das Organ nicht mehr gerettet werden.
Die chronische Abstoßung verläuft langsamer, aber ebenso gefährlich. Sie führt zu einer schleichenden Verschlechterung der Organfunktion und kann langfristig ebenfalls zum Verlust des Organs führen.
Ohne rechtzeitige Behandlung kann eine Abstoßung lebensbedrohlich werden. Deshalb ist eine engmaschige medizinische Betreuung nach einer Transplantation unerlässlich.
Ursachen/Risikofaktoren
Die Hauptursache ist die natürliche Abwehrreaktion des Körpers gegen fremdes Gewebe. Zu den weiteren Risikofaktoren zählen:
- Ungenügende Übereinstimmung der Gewebemerkmale zwischen Spender und Empfänger
- Unregelmäßige Einnahme der vorgeschriebenen Medikamente, die eine Transplantatabstoßung verhindern sollen. Bei diesen Arzneimitteln handelt es sich in der Regel um sogenannte Immunsuppressiva.
- Infektionen oder andere Erkrankungen, die das Immunsystem aktivieren.
- Stress oder körperliche Belastung.
- Wechselwirkungen mit anderen eingenommenen Medikamenten.
Auch wenn die Transplantation medizinisch erfolgreich verlief, bleibt das Risiko einer Abstoßung bestehen. Deshalb müssen Betroffene lebenslang Medikamente einnehmen, die das Immunsystem gezielt unterdrücken.
Das kann helfen
Was der Arzt tun kann:
- regelmäßige Kontrolle der Organfunktion
- Anpassung der Medikamente zur Unterdrückung des Immunsystems
- Behandlung akuter Abstoßungsreaktionen mit speziellen Therapien
Was man selbst tun kann:
- Medikamente zuverlässig und dauerhaft einnehmen
- auf Warnzeichen achten und frühzeitig ärztlichen Rat suchen
- regelmäßige Kontrolltermine wahrnehmen
- Infektionen vermeiden und auf Hygiene achten
Grenzen der Selbsthilfe:
Eine Transplantatabstoßung ist keine Erkrankung, die man allein behandeln kann. Bei Symptomen wie Fieber, Schmerzen oder allgemeiner Schwäche muss sofort ein Arzt aufgesucht werden. Auch bei unklaren Beschwerden oder Unsicherheit über die Medikamenteneinnahme ist ärztliche Hilfe notwendig.
Patienten, die ambulant ein Immunsuppressivum nach einer Organtransplantation neu verordnet bekommen, haben in der Apotheke Anspruch auf eine Erweiterte Medikationsberatung. Die Krankenkassen übernehmen dafür die Kosten.
Bearbeitungsstand: 08.10.2025
Quellenangabe:
Thieme, Lexikon der Krankheiten und Untersuchungen, (2006)
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Überzogene Tabletten — verschreibungspflichtig.
Detaillierte Anwendungshinweise, Dosierung, Nebenwirkungen und Wechselwirkungen finden Sie unten in den Registerkarten. Beachten Sie stets die Packungsbeilage. Bei Unklarheiten fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.
- PZN:
- 19779279
- Darreichungsform:
- Überzogene Tabletten (Überzogene Tabletten)
- Packungsgröße:
- 100 Stück
- Wirkstoffstärke:
- 0,5 mg
- Marke:
- RAPAMUNE
- Hersteller:
- PARANOVA PACK A/S
Rechtlicher Status
Verantwortlicher Wirtschaftsakteur gemäß EU-Verordnung 2023/988
GPSRAnwendungshinweise
Art der Anwendung?
Nehmen Sie das Arzneimittel mit Flüssigkeit (z.B. 1 Glas Wasser) ein. Die Tabletten sollten nicht zerdrückt, zerkaut oder geteilt werden.
Dauer der Anwendung?
Die Anwendungsdauer richtet sich nach Art der Beschwerde und/oder Dauer der Erkrankung und wird deshalb nur von Ihrem Arzt bestimmt.
Überdosierung?
Setzen Sie sich bei dem Verdacht auf eine Überdosierung umgehend mit einem Arzt in Verbindung.
Generell gilt: Achten Sie vor allem bei Säuglingen, Kleinkindern und älteren Menschen auf eine gewissenhafte Dosierung. Im Zweifelsfalle fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker nach etwaigen Auswirkungen oder Vorsichtsmaßnahmen.
Eine vom Arzt verordnete Dosierung kann von den Angaben der Packungsbeilage abweichen. Da der Arzt sie individuell abstimmt, sollten Sie das Arzneimittel daher nach seinen Anweisungen anwenden.
Dosierung
Da die Dosierung des Arzneimittels von verschiedenen Faktoren abhängt, sollte sie von Ihrem Arzt individuell auf Sie abgestimmt werden.
Für die einzelnen Dosierungsschritte stehen Arzneimittel mit verschiedenen Wirkstoffstärken zur Verfügung.
Lassen Sie sich zu der Dosierung von Ihrem Arzt oder Apotheker beraten.
Anwendungsgebiete
- Lymphangioleiomyomatose (seltene Lungenerkrankung)
- Vorbeugung der Transplantatabstoßung nach Nierentransplantationen
Wirkstoff
Wirkungsweise
Wie wirkt der Inhaltsstoff des Arzneimittels?
Das Wirkstoff Sirolimus gehört zur Gruppe der Immunsuppressiva. Sirolimus greift in den Zellzyklus von weißen Blutzellen (T-Zellen), die eine wichtige Rolle im menschlichen Immunsystem spielen und eine Zellgruppe der Lymphozyten darstellen, ein und verhindert so den Übergang in die Synthese-Phase. Dadurch wird die durch bestimmte Botenstoffe (Interleukin 2) vermittelte Zellteilung und das Wachstum von T-Zellen gehemmt.
Nebenwirkungen
Welche unerwünschten Wirkungen können auftreten?
- Lungenentzündung
- Infektionen mit Viren, Bakterien oder mit Pilzen
- Infektion mit Herpes simplex-Viren
- Harnwegsinfektionen
- Thrombozytopenie (Verminderung der Anzahl der Blutplättchen)
- Anämie (Blutarmut)
- Leukopenie (Verminderung der Anzahl der weißen Blutkörperchen)
- Kaliummangel
- Phosphatmangel
- Anstieg der Blutfettwerte (Cholesterin, Triglyceride)
- Anstieg des Blutzuckers
- Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit)
- Kopfschmerzen
- Pulsbeschleunigung
- Ansammlung von Lymphflüssigkeit
- Bluthochdruck
- Bauchschmerzen
- Verstopfung
- Durchfälle
- Übelkeit
- Hautausschlag
- Akne
- Gelenkschmerzen
- Eiweißverlust über die Niere (Eiweiß im Urin)
- Menstruationsstörung
- Wassereinlagerungen (Ödeme)
- Fieber
- Schmerzen
- Wundheilungsstörungen
- Anstieg bestimmter Blutwerte (Lactatdehydrogenase)
- Anstieg der Nierenwerte
- Anstieg der Leberwerte
- Blutvergiftung
- Nierenbeckenentzündung
- Infektionen mit dem Zytomegalievirus
- Gürtelrose
- Hautkrebs
- Nierenschaden mit verringerter Anzahl von Blutplättchen und roten Blutkörperchen mit oder ohne Ausschlag
- Granulozytopenie (Verminderung der Anzahl bestimmter weißer Blutkörperchen)
- Immunologische Überempfindlichkeit
- Angioneurotisches Ödem (Schwellung im Gesicht, an Lid und Lippen)
- Allergische Reaktionen
- Perikarderguss (Flüssigkeitsansammlung im Herzbeutel)
- Venenthrombose (Verstopfung der Venen)
- Lungenembolie
- Pneumonitis (Entzündliche Veränderung der Lunge)
- Pleuraerguss (Flüssigkeit in der Brustfellhöhle)
- Nasenbluten
- Entzündung der Bauchspeicheldrüse
- Entzündungen der Mundschleimhaut
- Bauchwassersucht
- Untergang von Knochengewebe (Osteonekrose)
- Ovarialzysten (Eierstockzysten)
- Darmentzündung (durch Clostridium difficile)
- Infektionen mit Mycobakterien (einschließlich Tuberkulose)
- Infektionen mit dem Epstein-Barr-Virus
- Lymphome (Veränderungen des lymphatischen Gewebes)
- Lymphoproliferative Erkrankungen nach Transplantationen
- Panzytopenie (Verminderung der Anzahl aller Blutkörperchen)
- Hautblutungen aufgrund gestörter Blutgerinnung
- Lungenblutung
- Leberversagen
- Schwerer Hautausschlag
- Nierenfunktionsstörungen
- Erkrankungen der Niere (Fokal segmentale Glomerulosklerose)
Bemerken Sie eine Befindlichkeitsstörung oder Veränderung während der Behandlung, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Für die Information an dieser Stelle werden vor allem Nebenwirkungen berücksichtigt, die bei mindestens einem von 1.000 behandelten Patienten auftreten.
Gegenanzeigen
Was spricht gegen eine Anwendung?
- Überempfindlichkeit gegen die Inhaltsstoffe
Welche Altersgruppe ist zu beachten?
- Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren: Das Arzneimittel darf nicht angewendet werden.
Was ist mit Schwangerschaft und Stillzeit?
- Schwangerschaft: Wenden Sie sich an Ihren Arzt. Es spielen verschiedene Überlegungen eine Rolle, ob und wie das Arzneimittel in der Schwangerschaft angewendet werden kann.
- Stillzeit: Von einer Anwendung wird nach derzeitigen Erkenntnissen abgeraten. Eventuell ist ein Abstillen in Erwägung zu ziehen.
Ist Ihnen das Arzneimittel trotz einer Gegenanzeige verordnet worden, sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker. Der therapeutische Nutzen kann höher sein, als das Risiko, das die Anwendung bei einer Gegenanzeige in sich birgt.
Lagerungsanforderungen
Bestellinformationen
- Mindestbestellmenge:
- 1
- Import/Reimport:
- Ja
Aufbewahrung
Aufbewahrung
Das Arzneimittel muss
- vor Hitze geschützt
- im Dunkeln (z.B. im Umkarton)
aufbewahrt werden.
Wichtige Hinweise
Was sollten Sie beachten?
- Bei Frauen im gebärfähigen Alter sind während und unter Umständen auch eine zeitlang nach der Therapie wirksame Verhütungsmethoden erforderlich. Sprechen Sie hierzu Ihren Arzt oder Apotheker an.
- Vorsicht bei einer Unverträglichkeit gegenüber Lactose. Wenn Sie eine Diabetes-Diät einhalten müssen, sollten Sie den Zuckergehalt berücksichtigen.
- Vorsicht bei einer Unverträglichkeit gegenüber Saccharose. Wenn Sie eine Diabetes-Diät einhalten müssen, sollten Sie den Zuckergehalt berücksichtigen.
- Es kann Arzneimittel geben, mit denen Wechselwirkungen auftreten. Sie sollten deswegen generell vor der Behandlung mit einem neuen Arzneimittel jedes andere, das Sie bereits anwenden, dem Arzt oder Apotheker angeben. Das gilt auch für Arzneimittel, die Sie selbst kaufen, nur gelegentlich anwenden oder deren Anwendung schon einige Zeit zurückliegt.
- Auf Grapefruit sowie Grapefruit-Zubereitungen soll während der Behandlung mit dem Medikament vollständig verzichtet werden.
Weitere Hinweise aus der Fachinformation
In Kombination mit anderen Arzneimitteln:
Transplantatabstoßung
Was ist das? - Definition Bei einer Transplantatabstoßung erkennt das Immunsystem ein fremdes Organ als nicht körpereigen und beginnt, es zu bekämpfen. Diese Reaktion kann akut oder chronisch verlaufen und gefährdet die Funktion des transplantierten Organs. Trotz moderner Medizin kommt es in etwa 10 bis 30 Prozent der Fälle zu einer Abstoßung. Eine lebenslange Kontrolle und medikamentöse Behandlung sind daher notwendig.
Krankheitsbild
Jede Körperzelle trägt auf ihrer Oberfläche bestimmte Eiweißmoleküle, die wie ein individueller Code wirken. Dieser Code hilft dem Immunsystem zu erkennen, ob eine Zelle zum eigenen Körper gehört oder nicht. Das spielt eine wichtige Rolle, etwa um Krankheitserreger abzuwehren.
Bei einer Organtransplantation wird versucht, Spender und Empfänger möglichst gut aufeinander abzustimmen. Trotzdem kann es passieren, dass das Immunsystem das neue Organ als fremd erkennt und angreift. Man spricht dann von einer Transplantatabstoßung.
Diese Reaktion bezeichnen Ärzte auch als Host-versus-Graft. Sie kann sehr schnell einsetzen, innerhalb von Stunden, manchmal sogar Minuten oder sich über Monate und Jahre langsam entwickeln.
Symptome/Verlauf
Die Symptome unterscheiden sich je nach Art der Abstoßung:
- Akute Abstoßung: Der Allgemeinzustand verschlechtert sich rasch und deutlich. Es kann zu Fieber, Schmerzen im Bereich des transplantierten Organs und Funktionsstörungen kommen.
- Chronische Abstoßung: Sie verläuft oft unauffällig. Die Funktion des Organs nimmt langsam ab und wird meist nur durch Laboruntersuchungen erkannt.
- Die akute Form bedeutet einen medizinischer Notfall. Die chronische Form entwickelt sich schleichend und kann über lange Zeit unbemerkt bleiben.
Folgen/Komplikationen
Bei einer akuten Abstoßung bildet der Körper gezielt Abwehrstoffe gegen das fremde Organ. Diese greifen das Transplantat direkt an und führen oft rasch zum Funktionsverlust. In vielen Fällen kann das Organ nicht mehr gerettet werden.
Die chronische Abstoßung verläuft langsamer, aber ebenso gefährlich. Sie führt zu einer schleichenden Verschlechterung der Organfunktion und kann langfristig ebenfalls zum Verlust des Organs führen.
Ohne rechtzeitige Behandlung kann eine Abstoßung lebensbedrohlich werden. Deshalb ist eine engmaschige medizinische Betreuung nach einer Transplantation unerlässlich.
Ursachen/Risikofaktoren
Die Hauptursache ist die natürliche Abwehrreaktion des Körpers gegen fremdes Gewebe. Zu den weiteren Risikofaktoren zählen:
- Ungenügende Übereinstimmung der Gewebemerkmale zwischen Spender und Empfänger
- Unregelmäßige Einnahme der vorgeschriebenen Medikamente, die eine Transplantatabstoßung verhindern sollen. Bei diesen Arzneimitteln handelt es sich in der Regel um sogenannte Immunsuppressiva.
- Infektionen oder andere Erkrankungen, die das Immunsystem aktivieren.
- Stress oder körperliche Belastung.
- Wechselwirkungen mit anderen eingenommenen Medikamenten.
Auch wenn die Transplantation medizinisch erfolgreich verlief, bleibt das Risiko einer Abstoßung bestehen. Deshalb müssen Betroffene lebenslang Medikamente einnehmen, die das Immunsystem gezielt unterdrücken.
Das kann helfen
Was der Arzt tun kann:
- regelmäßige Kontrolle der Organfunktion
- Anpassung der Medikamente zur Unterdrückung des Immunsystems
- Behandlung akuter Abstoßungsreaktionen mit speziellen Therapien
Was man selbst tun kann:
- Medikamente zuverlässig und dauerhaft einnehmen
- auf Warnzeichen achten und frühzeitig ärztlichen Rat suchen
- regelmäßige Kontrolltermine wahrnehmen
- Infektionen vermeiden und auf Hygiene achten
Grenzen der Selbsthilfe:
Eine Transplantatabstoßung ist keine Erkrankung, die man allein behandeln kann. Bei Symptomen wie Fieber, Schmerzen oder allgemeiner Schwäche muss sofort ein Arzt aufgesucht werden. Auch bei unklaren Beschwerden oder Unsicherheit über die Medikamenteneinnahme ist ärztliche Hilfe notwendig.
Patienten, die ambulant ein Immunsuppressivum nach einer Organtransplantation neu verordnet bekommen, haben in der Apotheke Anspruch auf eine Erweiterte Medikationsberatung. Die Krankenkassen übernehmen dafür die Kosten.
Bearbeitungsstand: 08.10.2025
Quellenangabe:
Thieme, Lexikon der Krankheiten und Untersuchungen, (2006)
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.