RASAGILIN axunio 1 mg Tabletten
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Rezeptpflichtiges Arzneimittel
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Pharmazeutische Informationen
Tabletten — verschreibungspflichtig.
Detaillierte Anwendungshinweise, Dosierung, Nebenwirkungen und Wechselwirkungen finden Sie unten in den Registerkarten. Beachten Sie stets die Packungsbeilage. Bei Unklarheiten fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.
- PZN:
- 19271440
- Darreichungsform:
- Tabletten (Tabletten)
- Packungsgröße:
- 100 Stück
- Wirkstoffstärke:
- 1 mg
- Marke:
- RASAGILIN
- Hersteller:
- axunio Pharma GmbH
- Generikum:
-
Ja
Rechtlicher Status
Verantwortlicher Wirtschaftsakteur gemäß EU-Verordnung 2023/988
GPSRAnwendungshinweise
Die Gesamtdosis sollte nicht ohne Rücksprache mit einem Arzt oder Apotheker überschritten werden.
Art der Anwendung?
Nehmen Sie das Arzneimittel mit Flüssigkeit (z.B. 1 Glas Wasser) ein.
Dauer der Anwendung?
Die Anwendungsdauer richtet sich nach Art der Beschwerde und/oder Dauer der Erkrankung und wird deshalb nur von Ihrem Arzt bestimmt.
Überdosierung?
Bei einer Überdosierung kann es unter anderem zu hohem Blutdruck kommen. Setzen Sie sich bei dem Verdacht auf eine Überdosierung umgehend mit einem Arzt in Verbindung.
Einnahme vergessen?
Setzen Sie die Einnahme zum nächsten vorgeschriebenen Zeitpunkt ganz normal (also nicht mit der doppelten Menge) fort.
Generell gilt: Achten Sie vor allem bei Säuglingen, Kleinkindern und älteren Menschen auf eine gewissenhafte Dosierung. Im Zweifelsfalle fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker nach etwaigen Auswirkungen oder Vorsichtsmaßnahmen.
Eine vom Arzt verordnete Dosierung kann von den Angaben der Packungsbeilage abweichen. Da der Arzt sie individuell abstimmt, sollten Sie das Arzneimittel daher nach seinen Anweisungen anwenden.
Dosierung
Abhängig von Ihrer Erkrankung und dem Stadium der Behandlung, wird das Arzneimittel von Ihrem Arzt in der Regel folgendermaßen dosiert:
Patienten mit einer Leberfunktionsstörung: Sie müssen in Absprache mit Ihrem Arzt eventuell die Einzel- oder die Gesamtdosis reduzieren oder den Dosierungsabstand verlängern.
Anwendungsgebiete
- Parkinsonkrankheit (Schüttellähmung)
Detaillierte Dosierung
Personenkreis: Erwachsene, Einzeldosis: 1 Tablette, Gesamtdosis: 1-mal täglich, Zeitpunkt: unabhängig von der Mahlzeit
Wirkstoff
Nebenwirkungen
Welche unerwünschten Wirkungen können auftreten?
- Magen-Darm-Beschwerden, wie:
- Übelkeit
- Erbrechen
- Verstopfung
- Bauchschmerzen
- Blähungen
- Appetitlosigkeit
- Gewichtsverlust
- Kopfschmerzen
- Schwindel
- Bewegungsstörungen
- Gleichgewichtsstörung
- Halluzinationen
- Verwirrtheit
- Ungewöhnliche Träume
- Depressionen
- Bindehautentzündung
- Schnupfen
- Überempfindlichkeitsreaktionen der Haut, wie:
- Entzündungsreaktionen der Haut
- Hautausschlag
- Bildung von Papeln und Blasen
- Hautkrebs
- Orthostatische Hypotonie (Kreislaufstörungen aufgrund niedrigen Blutdrucks)
- Angina pectoris
- Herzinfarkt
- Schlaganfall
- Verstärkter Harndrang
- Veränderung des Blutbildes, wie:
- Leukopenie (Verminderung der Anzahl der weißen Blutkörperchen), erste Anzeichen können Halsschmerzen oder Fieber sein: Wenden Sie sich bei Auftreten solcher Anzeichen sofort an Ihren Arzt.
- Nackenschmerzen
- Muskelschmerzen
- Gelenkschmerzen
- Gelenkentzündungen
- Karpaltunnelsyndrom
- Unwohlsein
- Grippe - (Influenza)
- Fieber
- Hautkarzinom
- Mundtrockenheit
- Stürze
- Allergische Reaktionen
Bemerken Sie eine Befindlichkeitsstörung oder Veränderung während der Behandlung, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Für die Information an dieser Stelle werden vor allem Nebenwirkungen berücksichtigt, die bei mindestens einem von 1.000 behandelten Patienten auftreten.
Gegenanzeigen
Was spricht gegen eine Anwendung?
Immer:
- Überempfindlichkeit gegen die Inhaltsstoffe
- Stark eingeschränkte Leberfunktion
Unter Umständen - sprechen Sie hierzu mit Ihrem Arzt oder Apotheker:
- Eingeschränkte Leberfunktion
Welche Altersgruppe ist zu beachten?
- Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren: Das Arzneimittel darf nicht angewendet werden.
Was ist mit Schwangerschaft und Stillzeit?
- Schwangerschaft: Das Arzneimittel sollte nach derzeitigen Erkenntnissen nicht angewendet werden.
- Stillzeit: Wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Er wird Ihre besondere Ausgangslage prüfen und Sie entsprechend beraten, ob und wie Sie mit dem Stillen weitermachen können.
Ist Ihnen das Arzneimittel trotz einer Gegenanzeige verordnet worden, sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker. Der therapeutische Nutzen kann höher sein, als das Risiko, das die Anwendung bei einer Gegenanzeige in sich birgt.
Lagerungsanforderungen
Physische Eigenschaften
- Gewicht:
- 70 g
- Abmessungen (B × H × L):
- 55 × 45 × 110 mm
Bestellinformationen
- Mindestbestellmenge:
- 1
Wichtige Hinweise
Was sollten Sie beachten?
- Es kann Arzneimittel geben, mit denen Wechselwirkungen auftreten. Sie sollten deswegen generell vor der Behandlung mit einem neuen Arzneimittel jedes andere, das Sie bereits anwenden, dem Arzt oder Apotheker angeben. Das gilt auch für Arzneimittel, die Sie selbst kaufen, nur gelegentlich anwenden oder deren Anwendung schon einige Zeit zurückliegt.
- Rauchen sollte in jedem Fall vermieden werden, weil die medikamentöse Behandlung gestört wird.
Parkinson-Krankheit
Was ist das? - Definition Die Parkinson-Krankheit, umgangssprachlich auch Schüttellähmung genannt, ist eine Erkrankung des Gehirns mit den klassischen Symptomen Zittern (Tremor), Muskelsteife (Rigor) und Bewegungsstarre (Akinese). Meist macht sich die Erkrankung jenseits des 60. Lebensjahres bemerkbar.
Krankheitsbild
Morbus Parkinson ist eine chronische Erkrankung des Nervensystems, bei der Nervenzellen in bestimmten Hirnregionen nach und nach absterben. Es handelt sich vor allem um Nervenzellen, die den Botenstoff Dopamin produzieren. Dieser Botenstoff spielt für flüssige Bewegungen und die Koordination eine wichtige Rolle. Ein Dopaminmangel führt zu typischen Beschwerden wie Zittern, Muskelsteife und verlangsamte Bewegungen. Die Krankheit ist bislang nicht heilbar. Bei einer frühen Diagnose und einer individuell angepassten Therapie kann man aber lange ein aktives Leben führen.
Symptome / Verlauf
Die häufigsten Symptome der Krankheit sind:
- Zittern (Tremor): Ein charakteristisches Zittern, das in Ruhe mit einer Frequenz von vier bis sechs Mal pro Sekunde auftritt. Meist ist zunächst nur eine Hand betroffen. Die Bewegung wird gerne als "Pillendreher-Phänomen" oder "Geldzählen" beschrieben.
- Muskelsteifheit (Rigor): Unter Rigor versteht man den zähen, wächsernen Widerstand der Muskulatur. Neben der Muskelsteifheit bestehen oft Schmerzen, weshalb die Ursache zunächst oft nicht im Nervensystem, sondern im Bewegungsapparat gesucht wird.
- Verlangsamung und Verarmung der Bewegung (Hypo- bzw. Bradykinese): Die Bewegungen werden langsamer, kleiner und schwerfälliger. Betroffene schlurfen oft mit kleinen Schritten und bewegen die Arme nicht mit. Das Gesicht ist durch den Verlust der Mimik ausdruckslos und wirkt maskenartig. Ist keine Bewegung möglich sprechen Ärzte von Akinese.
- Probleme mit Gleichgewicht und Koordination (Haltungsinstabilität): Betroffene haben häufig Probleme mit dem Gleichgewicht, Ausgleichsbewegungen fallen schwer, der Gang wird unsicher, die Sturzgefahr ist erhöht.
Weitere Bewegungsveränderungen sind eine "gebundene", leicht gebeugte Haltung oder ein vermindertes Abrollen des Fußes, wodurch die Belastung auf dem Vorderfuß liegt. Betroffene haben zudem oft eine verringerte Speichelproduktion, Schluckstörungen und die Sprache kann leise oder monoton sein. Auch Schlafprobleme, Verstopfung, eine gestörte Blasentätigkeit, Appetitmangel oder Depressionen können auftreten.
Folgen / Komplikationen
In der frühen Phase treten nur leichte motorische Auffälligkeiten auf, mitunter auch Müdigkeit, leichte depressive Verstimmungen oder Geruchsverlust. Die Medikamente, die als Standard zur Behandlung eingesetzt werden, wirken im Frühstadium aber noch so gut, dass Betroffene weitgehend beschwerdefrei sind. Im weiteren Verlauf nehmen die Hauptsymptome zu und es können erste Wirkungsschwankungen bei den Medikamenten auftreten. In der späteren Phase kommt es dann häufiger zu "Off-Phasen", in denen die Medikamente nicht mehr zuverlässig wirken. Schluck- und Sprechstörungen nehmen zu, die Bewegungsabläufe sind stark eingeschränkt, es kommt vermehrt zu Gangunsicherheit und Stürzen. Außerdem können unvorhersehbare Bewegungsstarren auftreten, so genanntes "Freezing". Das späte Stadium ist auch die Phase, in der es häufiger zu weiteren Symptomen wie etwa Schlafstörungen, neuropsychiatrischen Problemen, Verstopfung oder Blasenprobleme kommt. Die Betroffenen werden zunehmend pflegebedürftig.
Ursachen / Risikofaktoren
Die genauen Ursachen von Parkinson sind noch unklar. Man weiß, dass im Gehirn kontinuierlich Nervenzellen, die den Botenstoff Dopamin produzieren, absterben. Dadurch kommt es zu einem Dopaminmangel.
Warum die Nervenzellen absterben, weiß man noch nicht. Die meisten Betroffenen erkranken um das 60. Lebensjahr herum. Manchmal lieg allerdings auch eine familiäre Vorbelastung vor. Spielen genetische Faktoren eine Rolle, beginnt die Krankheit oft schon früher.
Parkinsonähnliche Symptome können aber auch durch manche Medikamente, zum Beispiel Neuroleptika, Gehirnentzündungen, manche Stoffwechselkrankheiten, Hirndurchblutungsprobleme oder Tumore verursacht werden.
Das kann helfen
Was man selbst tun kann:
Sport und regelmäßige Bewegung können helfen, die Symptome zu lindern. Welche Art der Bewegung ist eigentlich egal, Hauptsache es macht Spaß und man bleibt trotz Krankheit aktiv. Eine gute Kombination, von der auch die kognitiven Fähigkeiten profitieren, sind Angebote, die Balance, soziale Interaktionen und Emotionen kombinieren, zum Beispiel Tanzen, Kickboxen oder Tai-Chi. Auch psychosoziale Unterstützung, zum Beispiel durch Angehörige, Gruppen oder Beratung, ist wichtig. Ein strukturierter Alltag unterstützt zudem das Wohlbefinden.
Was der Arzt tun kann:
Ärztinnen oder Ärzte können Medikamente verschreiben, zum Beispiel L-Dopa. Dies ist eine Vorstufe von Dopamin, die das Gehirn in den Botenstoff umwandelt. Weitere Wirkstoffe, die zum Einsatz kommen können, sind beispielsweise Dopaminagonisten, MAO-B-Hemmer oder COMT-Hemmer.
Reichen Medikamente allein nicht, ist die tiefe Hirnstimulation eine weitere mögliche Behandlungsoption. Mit ihr versucht man, die fehlschalteten Signalwege im Gehirn zu normalisieren.
Ergänzend helfen: Physiotherapie (Beweglichkeit, Haltung), hier gibt es auch spezielle Formen für Menschen mit Parkinson, Ergotherapie (Alltagshilfe), Logopädie (Schluck- und Sprachtraining), Psychotherapie, z.B. bei Depression oder Ängsten.
Bearbeitungsstand: 13.10.2025
Quellenangabe:
Gehlen, Delank, Neurologie, (2010), 12. Auflage
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Tabletten — verschreibungspflichtig.
Detaillierte Anwendungshinweise, Dosierung, Nebenwirkungen und Wechselwirkungen finden Sie unten in den Registerkarten. Beachten Sie stets die Packungsbeilage. Bei Unklarheiten fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.
- PZN:
- 19271440
- Darreichungsform:
- Tabletten (Tabletten)
- Packungsgröße:
- 100 Stück
- Wirkstoffstärke:
- 1 mg
- Marke:
- RASAGILIN
- Hersteller:
- axunio Pharma GmbH
- Generikum:
-
Ja
Rechtlicher Status
Verantwortlicher Wirtschaftsakteur gemäß EU-Verordnung 2023/988
GPSRAnwendungshinweise
Die Gesamtdosis sollte nicht ohne Rücksprache mit einem Arzt oder Apotheker überschritten werden.
Art der Anwendung?
Nehmen Sie das Arzneimittel mit Flüssigkeit (z.B. 1 Glas Wasser) ein.
Dauer der Anwendung?
Die Anwendungsdauer richtet sich nach Art der Beschwerde und/oder Dauer der Erkrankung und wird deshalb nur von Ihrem Arzt bestimmt.
Überdosierung?
Bei einer Überdosierung kann es unter anderem zu hohem Blutdruck kommen. Setzen Sie sich bei dem Verdacht auf eine Überdosierung umgehend mit einem Arzt in Verbindung.
Einnahme vergessen?
Setzen Sie die Einnahme zum nächsten vorgeschriebenen Zeitpunkt ganz normal (also nicht mit der doppelten Menge) fort.
Generell gilt: Achten Sie vor allem bei Säuglingen, Kleinkindern und älteren Menschen auf eine gewissenhafte Dosierung. Im Zweifelsfalle fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker nach etwaigen Auswirkungen oder Vorsichtsmaßnahmen.
Eine vom Arzt verordnete Dosierung kann von den Angaben der Packungsbeilage abweichen. Da der Arzt sie individuell abstimmt, sollten Sie das Arzneimittel daher nach seinen Anweisungen anwenden.
Dosierung
Abhängig von Ihrer Erkrankung und dem Stadium der Behandlung, wird das Arzneimittel von Ihrem Arzt in der Regel folgendermaßen dosiert:
Patienten mit einer Leberfunktionsstörung: Sie müssen in Absprache mit Ihrem Arzt eventuell die Einzel- oder die Gesamtdosis reduzieren oder den Dosierungsabstand verlängern.
Anwendungsgebiete
- Parkinsonkrankheit (Schüttellähmung)
Detaillierte Dosierung
Personenkreis: Erwachsene, Einzeldosis: 1 Tablette, Gesamtdosis: 1-mal täglich, Zeitpunkt: unabhängig von der Mahlzeit
Wirkstoff
Nebenwirkungen
Welche unerwünschten Wirkungen können auftreten?
- Magen-Darm-Beschwerden, wie:
- Übelkeit
- Erbrechen
- Verstopfung
- Bauchschmerzen
- Blähungen
- Appetitlosigkeit
- Gewichtsverlust
- Kopfschmerzen
- Schwindel
- Bewegungsstörungen
- Gleichgewichtsstörung
- Halluzinationen
- Verwirrtheit
- Ungewöhnliche Träume
- Depressionen
- Bindehautentzündung
- Schnupfen
- Überempfindlichkeitsreaktionen der Haut, wie:
- Entzündungsreaktionen der Haut
- Hautausschlag
- Bildung von Papeln und Blasen
- Hautkrebs
- Orthostatische Hypotonie (Kreislaufstörungen aufgrund niedrigen Blutdrucks)
- Angina pectoris
- Herzinfarkt
- Schlaganfall
- Verstärkter Harndrang
- Veränderung des Blutbildes, wie:
- Leukopenie (Verminderung der Anzahl der weißen Blutkörperchen), erste Anzeichen können Halsschmerzen oder Fieber sein: Wenden Sie sich bei Auftreten solcher Anzeichen sofort an Ihren Arzt.
- Nackenschmerzen
- Muskelschmerzen
- Gelenkschmerzen
- Gelenkentzündungen
- Karpaltunnelsyndrom
- Unwohlsein
- Grippe - (Influenza)
- Fieber
- Hautkarzinom
- Mundtrockenheit
- Stürze
- Allergische Reaktionen
Bemerken Sie eine Befindlichkeitsstörung oder Veränderung während der Behandlung, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Für die Information an dieser Stelle werden vor allem Nebenwirkungen berücksichtigt, die bei mindestens einem von 1.000 behandelten Patienten auftreten.
Gegenanzeigen
Was spricht gegen eine Anwendung?
Immer:
- Überempfindlichkeit gegen die Inhaltsstoffe
- Stark eingeschränkte Leberfunktion
Unter Umständen - sprechen Sie hierzu mit Ihrem Arzt oder Apotheker:
- Eingeschränkte Leberfunktion
Welche Altersgruppe ist zu beachten?
- Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren: Das Arzneimittel darf nicht angewendet werden.
Was ist mit Schwangerschaft und Stillzeit?
- Schwangerschaft: Das Arzneimittel sollte nach derzeitigen Erkenntnissen nicht angewendet werden.
- Stillzeit: Wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Er wird Ihre besondere Ausgangslage prüfen und Sie entsprechend beraten, ob und wie Sie mit dem Stillen weitermachen können.
Ist Ihnen das Arzneimittel trotz einer Gegenanzeige verordnet worden, sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker. Der therapeutische Nutzen kann höher sein, als das Risiko, das die Anwendung bei einer Gegenanzeige in sich birgt.
Lagerungsanforderungen
Physische Eigenschaften
- Gewicht:
- 70 g
- Abmessungen (B × H × L):
- 55 × 45 × 110 mm
Bestellinformationen
- Mindestbestellmenge:
- 1
Wichtige Hinweise
Was sollten Sie beachten?
- Es kann Arzneimittel geben, mit denen Wechselwirkungen auftreten. Sie sollten deswegen generell vor der Behandlung mit einem neuen Arzneimittel jedes andere, das Sie bereits anwenden, dem Arzt oder Apotheker angeben. Das gilt auch für Arzneimittel, die Sie selbst kaufen, nur gelegentlich anwenden oder deren Anwendung schon einige Zeit zurückliegt.
- Rauchen sollte in jedem Fall vermieden werden, weil die medikamentöse Behandlung gestört wird.
Parkinson-Krankheit
Was ist das? - Definition Die Parkinson-Krankheit, umgangssprachlich auch Schüttellähmung genannt, ist eine Erkrankung des Gehirns mit den klassischen Symptomen Zittern (Tremor), Muskelsteife (Rigor) und Bewegungsstarre (Akinese). Meist macht sich die Erkrankung jenseits des 60. Lebensjahres bemerkbar.
Krankheitsbild
Morbus Parkinson ist eine chronische Erkrankung des Nervensystems, bei der Nervenzellen in bestimmten Hirnregionen nach und nach absterben. Es handelt sich vor allem um Nervenzellen, die den Botenstoff Dopamin produzieren. Dieser Botenstoff spielt für flüssige Bewegungen und die Koordination eine wichtige Rolle. Ein Dopaminmangel führt zu typischen Beschwerden wie Zittern, Muskelsteife und verlangsamte Bewegungen. Die Krankheit ist bislang nicht heilbar. Bei einer frühen Diagnose und einer individuell angepassten Therapie kann man aber lange ein aktives Leben führen.
Symptome / Verlauf
Die häufigsten Symptome der Krankheit sind:
- Zittern (Tremor): Ein charakteristisches Zittern, das in Ruhe mit einer Frequenz von vier bis sechs Mal pro Sekunde auftritt. Meist ist zunächst nur eine Hand betroffen. Die Bewegung wird gerne als "Pillendreher-Phänomen" oder "Geldzählen" beschrieben.
- Muskelsteifheit (Rigor): Unter Rigor versteht man den zähen, wächsernen Widerstand der Muskulatur. Neben der Muskelsteifheit bestehen oft Schmerzen, weshalb die Ursache zunächst oft nicht im Nervensystem, sondern im Bewegungsapparat gesucht wird.
- Verlangsamung und Verarmung der Bewegung (Hypo- bzw. Bradykinese): Die Bewegungen werden langsamer, kleiner und schwerfälliger. Betroffene schlurfen oft mit kleinen Schritten und bewegen die Arme nicht mit. Das Gesicht ist durch den Verlust der Mimik ausdruckslos und wirkt maskenartig. Ist keine Bewegung möglich sprechen Ärzte von Akinese.
- Probleme mit Gleichgewicht und Koordination (Haltungsinstabilität): Betroffene haben häufig Probleme mit dem Gleichgewicht, Ausgleichsbewegungen fallen schwer, der Gang wird unsicher, die Sturzgefahr ist erhöht.
Weitere Bewegungsveränderungen sind eine "gebundene", leicht gebeugte Haltung oder ein vermindertes Abrollen des Fußes, wodurch die Belastung auf dem Vorderfuß liegt. Betroffene haben zudem oft eine verringerte Speichelproduktion, Schluckstörungen und die Sprache kann leise oder monoton sein. Auch Schlafprobleme, Verstopfung, eine gestörte Blasentätigkeit, Appetitmangel oder Depressionen können auftreten.
Folgen / Komplikationen
In der frühen Phase treten nur leichte motorische Auffälligkeiten auf, mitunter auch Müdigkeit, leichte depressive Verstimmungen oder Geruchsverlust. Die Medikamente, die als Standard zur Behandlung eingesetzt werden, wirken im Frühstadium aber noch so gut, dass Betroffene weitgehend beschwerdefrei sind. Im weiteren Verlauf nehmen die Hauptsymptome zu und es können erste Wirkungsschwankungen bei den Medikamenten auftreten. In der späteren Phase kommt es dann häufiger zu "Off-Phasen", in denen die Medikamente nicht mehr zuverlässig wirken. Schluck- und Sprechstörungen nehmen zu, die Bewegungsabläufe sind stark eingeschränkt, es kommt vermehrt zu Gangunsicherheit und Stürzen. Außerdem können unvorhersehbare Bewegungsstarren auftreten, so genanntes "Freezing". Das späte Stadium ist auch die Phase, in der es häufiger zu weiteren Symptomen wie etwa Schlafstörungen, neuropsychiatrischen Problemen, Verstopfung oder Blasenprobleme kommt. Die Betroffenen werden zunehmend pflegebedürftig.
Ursachen / Risikofaktoren
Die genauen Ursachen von Parkinson sind noch unklar. Man weiß, dass im Gehirn kontinuierlich Nervenzellen, die den Botenstoff Dopamin produzieren, absterben. Dadurch kommt es zu einem Dopaminmangel.
Warum die Nervenzellen absterben, weiß man noch nicht. Die meisten Betroffenen erkranken um das 60. Lebensjahr herum. Manchmal lieg allerdings auch eine familiäre Vorbelastung vor. Spielen genetische Faktoren eine Rolle, beginnt die Krankheit oft schon früher.
Parkinsonähnliche Symptome können aber auch durch manche Medikamente, zum Beispiel Neuroleptika, Gehirnentzündungen, manche Stoffwechselkrankheiten, Hirndurchblutungsprobleme oder Tumore verursacht werden.
Das kann helfen
Was man selbst tun kann:
Sport und regelmäßige Bewegung können helfen, die Symptome zu lindern. Welche Art der Bewegung ist eigentlich egal, Hauptsache es macht Spaß und man bleibt trotz Krankheit aktiv. Eine gute Kombination, von der auch die kognitiven Fähigkeiten profitieren, sind Angebote, die Balance, soziale Interaktionen und Emotionen kombinieren, zum Beispiel Tanzen, Kickboxen oder Tai-Chi. Auch psychosoziale Unterstützung, zum Beispiel durch Angehörige, Gruppen oder Beratung, ist wichtig. Ein strukturierter Alltag unterstützt zudem das Wohlbefinden.
Was der Arzt tun kann:
Ärztinnen oder Ärzte können Medikamente verschreiben, zum Beispiel L-Dopa. Dies ist eine Vorstufe von Dopamin, die das Gehirn in den Botenstoff umwandelt. Weitere Wirkstoffe, die zum Einsatz kommen können, sind beispielsweise Dopaminagonisten, MAO-B-Hemmer oder COMT-Hemmer.
Reichen Medikamente allein nicht, ist die tiefe Hirnstimulation eine weitere mögliche Behandlungsoption. Mit ihr versucht man, die fehlschalteten Signalwege im Gehirn zu normalisieren.
Ergänzend helfen: Physiotherapie (Beweglichkeit, Haltung), hier gibt es auch spezielle Formen für Menschen mit Parkinson, Ergotherapie (Alltagshilfe), Logopädie (Schluck- und Sprachtraining), Psychotherapie, z.B. bei Depression oder Ängsten.
Bearbeitungsstand: 13.10.2025
Quellenangabe:
Gehlen, Delank, Neurologie, (2010), 12. Auflage
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.