RESOLOR 1 mg Filmtabletten
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Pharmazeutische Informationen
Filmtabletten — verschreibungspflichtig.
Detaillierte Anwendungshinweise, Dosierung, Nebenwirkungen und Wechselwirkungen finden Sie unten in den Registerkarten. Beachten Sie stets die Packungsbeilage. Bei Unklarheiten fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.
- PZN:
- 19412484
- Darreichungsform:
- Filmtabletten (Filmtabletten)
- Packungsgröße:
- 84 Stück
- Wirkstoffstärke:
- 1 mg
- Marke:
- RESOLOR
- Hersteller:
- kohlpharma GmbH
- Beipackzettel:
- PDF öffnen
Rechtlicher Status
Verantwortlicher Wirtschaftsakteur gemäß EU-Verordnung 2023/988
GPSRAnwendungshinweise
Art der Anwendung?
Nehmen Sie das Arzneimittel mit Flüssigkeit (z.B. 1 Glas Wasser) ein.
Dauer der Anwendung?
Die Anwendungsdauer richtet sich nach Art der Beschwerde und/oder Dauer der Erkrankung und wird deshalb nur von Ihrem Arzt bestimmt.
Überdosierung?
Bei einer Überdosierung kann es unter anderem zu Übelkeit, Durchfällen und Kopfschmerzen kommen. Setzen sie sich bei dem Verdacht auf eine Überdosierung umgehend mit einem Arzt in Verbindung.
Einnahme vergessen?
Setzen Sie die Einnahme zum nächsten vorgeschriebenen Zeitpunkt ganz normal (also nicht mit der doppelten Menge) fort.
Generell gilt: Achten Sie vor allem bei Säuglingen, Kleinkindern und älteren Menschen auf eine gewissenhafte Dosierung. Im Zweifelsfalle fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker nach etwaigen Auswirkungen oder Vorsichtsmaßnahmen.
Eine vom Arzt verordnete Dosierung kann von den Angaben der Packungsbeilage abweichen. Da der Arzt sie individuell abstimmt, sollten Sie das Arzneimittel daher nach seinen Anweisungen anwenden.
Dosierung
Höchstdosis: Unter ärztlicher Aufsicht kann die Dosis für Patientien ab 65 Jahren auf 2 Tabletten pro Tag erhöht werden.
Patienten mit einer Leber- oder Nierenfunktionsstörung: Sie müssen in Absprache mit Ihrem Arzt eventuell die Einzel- oder die Gesamtdosis reduzieren oder den Dosierungsabstand verlängern.
Anwendungsgebiete
- Verstopfung, wenn sie chronisch ist
Detaillierte Dosierung
Personenkreis: Erwachsene, Einzeldosis: 2 Tabletten, Gesamtdosis: 1-mal täglich, Zeitpunkt: zum gleichen Zeitpunkt, unabhängig von der Mahlzeit
Personenkreis: Patienten ab 65 Jahren, Einzeldosis: 1 Tablette, Gesamtdosis: 1-mal täglich, Zeitpunkt: zum gleichen Zeitpunkt, unabhängig von der Mahlzeit
Wirkstoff
Wirkungsweise
Wie wirkt der Inhaltsstoff des Arzneimittels?
Der Wirkstoff bindet im Körper an bestimmten Stellen, den sog. Serotonin(5-HT4)-Rezeptoren, und bewirkt dadurch eine verstärkte Darmbewegung des Dünndarmes und des Dickdarmes sowie eine beschleunigte Magenentleerung.
Nebenwirkungen
- Magen-Darm-Beschwerden, wie:
- - Übelkeit
- - Erbrechen
- - Durchfälle
- - Blähungen
- - Bauchschmerzen
- - Blutungen im Analbereich
- Appetitlosigkeit
- Kopfschmerzen
- Schwindel
- Zittern
- Müdigkeit
- Herzklopfen
- Verstärkter Harndrang
- Fieber
- Unwohlsein
- Migräne durch Medikamente
- Ungewöhnliche Magen-Darm-Geräusche
Bemerken Sie eine Befindlichkeitsstörung oder Veränderung während der Behandlung, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Für die Information an dieser Stelle werden vor allem Nebenwirkungen berücksichtigt, die bei mindestens einem von 1.000 behandelten Patienten auftreten.
Gegenanzeigen
Was spricht gegen eine Anwendung?
Immer:
- Überempfindlichkeit gegen die Inhaltsstoffe
- Erkrankungen des Magen-Darm-Trakts, wie:
- Entzündliche Darmerkrankungen, wie:
-
- Morbus Crohn
-
- Colitis ulcerosa
- Megakolon (krankhaft erweiterter Darm)
- Darmverschluss
- Darmdurchbruch
- Dialyse
Unter Umständen - sprechen Sie hierzu mit Ihrem Arzt oder Apotheker:
- Atemwegserkrankungen
- Herzerkrankungen, wie:
- Koronare Herzkrankheit (Durchblutungsstörungen des Herzmuskels)
- Herzrhythmusstörungen mit unregelmäßiger Schlagfolge
- Psychische Erkrankungen
- Erkrankungen der Nervenbahnen
- Eingeschränkte Nierenfunktion
- Eingeschränkte Leberfunktion
- Abwehrschwäche, z.B. HIV-Infektionen, Chemotherapie
Das Arzneimittel sollte nicht bei Frauen im gebärfähigen Alter angewendet werden, die keine zuverlässige Verhütungsmethode anwenden.
Welche Altersgruppe ist zu beachten?
- Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren: Das Arzneimittel sollte in der Regel in dieser Altersgruppe nicht angewendet werden.
Was ist mit Schwangerschaft und Stillzeit?
- Schwangerschaft: Das Arzneimittel sollte nach derzeitigen Erkenntnissen nicht angewendet werden.
- Stillzeit: Von einer Anwendung wird nach derzeitigen Erkenntnissen abgeraten. Eventuell ist ein Abstillen in Erwägung zu ziehen.
Ist Ihnen das Arzneimittel trotz einer Gegenanzeige verordnet worden, sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker. Der therapeutische Nutzen kann höher sein, als das Risiko, das die Anwendung bei einer Gegenanzeige in sich birgt.
Lagerungsanforderungen
Bestellinformationen
- Import/Reimport:
- Ja
Aufbewahrung
Aufbewahrung
Das Arzneimittel muss vor Feuchtigkeit geschützt (z.B. im fest verschlossenen Behältnis) aufbewahrt werden.
Wichtige Hinweise
Was sollten Sie beachten?
- Das Reaktionsvermögen kann auch bei bestimmungsgemäßem Gebrauch, vor allem in höheren Dosierungen oder in Kombination mit Alkohol, beeinträchtigt sein. Achten Sie vor allem darauf, wenn Sie am Straßenverkehr teilnehmen oder Maschinen (auch im Haushalt) bedienen, mit denen Sie sich verletzen können.
- Bei Frauen im gebärfähigen Alter sind während und unter Umständen auch eine zeitlang nach der Therapie wirksame Verhütungsmethoden erforderlich. Sprechen Sie hierzu Ihren Arzt oder Apotheker an.
- Während der Behandlung sind geeignete schwangerschaftsverhütende Maßnahmen durchzuführen.
- Vorsicht bei einer Unverträglichkeit gegenüber Lactose. Wenn Sie eine Diabetes-Diät einhalten müssen, sollten Sie den Zuckergehalt berücksichtigen.
- Es kann Arzneimittel geben, mit denen Wechselwirkungen auftreten. Sie sollten deswegen generell vor der Behandlung mit einem neuen Arzneimittel jedes andere, das Sie bereits anwenden, dem Arzt oder Apotheker angeben. Das gilt auch für Arzneimittel, die Sie selbst kaufen, nur gelegentlich anwenden oder deren Anwendung schon einige Zeit zurückliegt.
Verstopfung
Was ist das? - Definition Verstopfung, fachsprachlich Obstipation, bedeutet, dass der Darm träge arbeitet und der Stuhlgang erschwert oder seltener erfolgt. Sie kann akut oder chronisch auftreten und ist für viele Betroffene belastend.
Krankheitsbild
Verstopfung liegt vor, wenn der Stuhlgang weniger als dreimal pro Woche erfolgt oder das Entleeren mit Beschwerden verbunden ist. Die Stuhlmasse ist oft hart und trocken, das Pressen beim Toilettengang kann schmerzhaft sein. Man unterscheidet zwischen akuter Verstopfung, die meist durch kurzfristige Umstände entsteht, und chronischer Verstopfung, die über längere Zeit besteht und regelmäßige Beschwerden verursacht.
Symptome/Verlauf
Die Beschwerden können unterschiedlich stark ausgeprägt sein. Zu den typischen Symptomen zählen:
- Weniger als drei Stuhlentleerungen pro Woche
- Harter, trockener oder klumpiger Stuhl
- Starkes Pressen beim Stuhlgang
- Gefühl der unvollständigen Entleerung
- Blähungen
- Völlegefühl
- Bauchschmerzen oder Krämpfe
- Übelkeit
Die akute Form entsteht oft durch unpassende Ernährung, Stress oder Bewegungsmangel und ist meist vorübergehend. Die chronische Form entwickelt sich über Wochen oder Monate und kann die Lebensqualität stark beeinträchtigen.
Folgen/Komplikationen
Unbehandelt führt eine Verstopfung oft zu weiteren Problemen. Dazu gehören Hämorrhoidalleiden durch starkes Pressen, Einrisse am After (Analfissuren), Stuhlverhärtung (Kotstau), Darmträgheit und in seltenen Fällen ein Darmverschluss. Auch psychische Belastungen durch die ständige Sorge um den Toilettengang sind möglich.
Ursachen/Risikofaktoren
Die Ursachen sind vielfältig und oft kombiniert. Zu den häufigen Risikofaktoren zählen ballaststoffarme Ernährung, zu geringe Flüssigkeitszufuhr, Bewegungsmangel, Stress, hormonelle Veränderungen (zum Beispiel während der Schwangerschaft), Medikamente wie Schmerzmittel oder Eisenpräparate, chronische Erkrankungen wie Diabetes oder Schilddrüsenunterfunktion sowie Alter und eingeschränkte Mobilität.
Das kann helfen
Das macht der Arzt: Er kann durch gezielte Fragen, körperliche Untersuchung und gegebenenfalls bildgebende Verfahren die Ursache klären. Die Behandlung richtet sich nach der Form und Ursache der Verstopfung. Zu den wichtigsten Arzneimittelgruppen zählen osmotische Abführmittel, Quellstoffe wie Flohsamenschalen oder Stimulanzien zur Förderung der Darmbewegung.
Das kann man selbst tun: Auf eine ballaststoffreiche Ernährung achten, ausreichend trinken und sich regelmäßig bewegen. Grenzen sind erreicht, wenn die Beschwerden über Wochen bestehen, starke Schmerzen auftreten oder der Stuhlgang gar nicht mehr möglich ist. Dann ist eine ärztliche Abklärung dringend notwendig.
Bearbeitungsstand: 30.12.2025
Quellenangaben:
Brunkhorst, Schölmerich, Differenzialdiagnostik und Differenzialtherapie, Elsevier (Urban & Fischer), (2010), 1. Auflage - Herold, Innere Medizin, Herold, (2011)
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Filmtabletten — verschreibungspflichtig.
Detaillierte Anwendungshinweise, Dosierung, Nebenwirkungen und Wechselwirkungen finden Sie unten in den Registerkarten. Beachten Sie stets die Packungsbeilage. Bei Unklarheiten fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.
- PZN:
- 19412484
- Darreichungsform:
- Filmtabletten (Filmtabletten)
- Packungsgröße:
- 84 Stück
- Wirkstoffstärke:
- 1 mg
- Marke:
- RESOLOR
- Hersteller:
- kohlpharma GmbH
- Beipackzettel:
- PDF öffnen
Rechtlicher Status
Verantwortlicher Wirtschaftsakteur gemäß EU-Verordnung 2023/988
GPSRAnwendungshinweise
Art der Anwendung?
Nehmen Sie das Arzneimittel mit Flüssigkeit (z.B. 1 Glas Wasser) ein.
Dauer der Anwendung?
Die Anwendungsdauer richtet sich nach Art der Beschwerde und/oder Dauer der Erkrankung und wird deshalb nur von Ihrem Arzt bestimmt.
Überdosierung?
Bei einer Überdosierung kann es unter anderem zu Übelkeit, Durchfällen und Kopfschmerzen kommen. Setzen sie sich bei dem Verdacht auf eine Überdosierung umgehend mit einem Arzt in Verbindung.
Einnahme vergessen?
Setzen Sie die Einnahme zum nächsten vorgeschriebenen Zeitpunkt ganz normal (also nicht mit der doppelten Menge) fort.
Generell gilt: Achten Sie vor allem bei Säuglingen, Kleinkindern und älteren Menschen auf eine gewissenhafte Dosierung. Im Zweifelsfalle fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker nach etwaigen Auswirkungen oder Vorsichtsmaßnahmen.
Eine vom Arzt verordnete Dosierung kann von den Angaben der Packungsbeilage abweichen. Da der Arzt sie individuell abstimmt, sollten Sie das Arzneimittel daher nach seinen Anweisungen anwenden.
Dosierung
Höchstdosis: Unter ärztlicher Aufsicht kann die Dosis für Patientien ab 65 Jahren auf 2 Tabletten pro Tag erhöht werden.
Patienten mit einer Leber- oder Nierenfunktionsstörung: Sie müssen in Absprache mit Ihrem Arzt eventuell die Einzel- oder die Gesamtdosis reduzieren oder den Dosierungsabstand verlängern.
Anwendungsgebiete
- Verstopfung, wenn sie chronisch ist
Detaillierte Dosierung
Personenkreis: Erwachsene, Einzeldosis: 2 Tabletten, Gesamtdosis: 1-mal täglich, Zeitpunkt: zum gleichen Zeitpunkt, unabhängig von der Mahlzeit
Personenkreis: Patienten ab 65 Jahren, Einzeldosis: 1 Tablette, Gesamtdosis: 1-mal täglich, Zeitpunkt: zum gleichen Zeitpunkt, unabhängig von der Mahlzeit
Wirkstoff
Wirkungsweise
Wie wirkt der Inhaltsstoff des Arzneimittels?
Der Wirkstoff bindet im Körper an bestimmten Stellen, den sog. Serotonin(5-HT4)-Rezeptoren, und bewirkt dadurch eine verstärkte Darmbewegung des Dünndarmes und des Dickdarmes sowie eine beschleunigte Magenentleerung.
Nebenwirkungen
- Magen-Darm-Beschwerden, wie:
- - Übelkeit
- - Erbrechen
- - Durchfälle
- - Blähungen
- - Bauchschmerzen
- - Blutungen im Analbereich
- Appetitlosigkeit
- Kopfschmerzen
- Schwindel
- Zittern
- Müdigkeit
- Herzklopfen
- Verstärkter Harndrang
- Fieber
- Unwohlsein
- Migräne durch Medikamente
- Ungewöhnliche Magen-Darm-Geräusche
Bemerken Sie eine Befindlichkeitsstörung oder Veränderung während der Behandlung, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Für die Information an dieser Stelle werden vor allem Nebenwirkungen berücksichtigt, die bei mindestens einem von 1.000 behandelten Patienten auftreten.
Gegenanzeigen
Was spricht gegen eine Anwendung?
Immer:
- Überempfindlichkeit gegen die Inhaltsstoffe
- Erkrankungen des Magen-Darm-Trakts, wie:
- Entzündliche Darmerkrankungen, wie:
-
- Morbus Crohn
-
- Colitis ulcerosa
- Megakolon (krankhaft erweiterter Darm)
- Darmverschluss
- Darmdurchbruch
- Dialyse
Unter Umständen - sprechen Sie hierzu mit Ihrem Arzt oder Apotheker:
- Atemwegserkrankungen
- Herzerkrankungen, wie:
- Koronare Herzkrankheit (Durchblutungsstörungen des Herzmuskels)
- Herzrhythmusstörungen mit unregelmäßiger Schlagfolge
- Psychische Erkrankungen
- Erkrankungen der Nervenbahnen
- Eingeschränkte Nierenfunktion
- Eingeschränkte Leberfunktion
- Abwehrschwäche, z.B. HIV-Infektionen, Chemotherapie
Das Arzneimittel sollte nicht bei Frauen im gebärfähigen Alter angewendet werden, die keine zuverlässige Verhütungsmethode anwenden.
Welche Altersgruppe ist zu beachten?
- Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren: Das Arzneimittel sollte in der Regel in dieser Altersgruppe nicht angewendet werden.
Was ist mit Schwangerschaft und Stillzeit?
- Schwangerschaft: Das Arzneimittel sollte nach derzeitigen Erkenntnissen nicht angewendet werden.
- Stillzeit: Von einer Anwendung wird nach derzeitigen Erkenntnissen abgeraten. Eventuell ist ein Abstillen in Erwägung zu ziehen.
Ist Ihnen das Arzneimittel trotz einer Gegenanzeige verordnet worden, sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker. Der therapeutische Nutzen kann höher sein, als das Risiko, das die Anwendung bei einer Gegenanzeige in sich birgt.
Lagerungsanforderungen
Bestellinformationen
- Import/Reimport:
- Ja
Aufbewahrung
Aufbewahrung
Das Arzneimittel muss vor Feuchtigkeit geschützt (z.B. im fest verschlossenen Behältnis) aufbewahrt werden.
Wichtige Hinweise
Was sollten Sie beachten?
- Das Reaktionsvermögen kann auch bei bestimmungsgemäßem Gebrauch, vor allem in höheren Dosierungen oder in Kombination mit Alkohol, beeinträchtigt sein. Achten Sie vor allem darauf, wenn Sie am Straßenverkehr teilnehmen oder Maschinen (auch im Haushalt) bedienen, mit denen Sie sich verletzen können.
- Bei Frauen im gebärfähigen Alter sind während und unter Umständen auch eine zeitlang nach der Therapie wirksame Verhütungsmethoden erforderlich. Sprechen Sie hierzu Ihren Arzt oder Apotheker an.
- Während der Behandlung sind geeignete schwangerschaftsverhütende Maßnahmen durchzuführen.
- Vorsicht bei einer Unverträglichkeit gegenüber Lactose. Wenn Sie eine Diabetes-Diät einhalten müssen, sollten Sie den Zuckergehalt berücksichtigen.
- Es kann Arzneimittel geben, mit denen Wechselwirkungen auftreten. Sie sollten deswegen generell vor der Behandlung mit einem neuen Arzneimittel jedes andere, das Sie bereits anwenden, dem Arzt oder Apotheker angeben. Das gilt auch für Arzneimittel, die Sie selbst kaufen, nur gelegentlich anwenden oder deren Anwendung schon einige Zeit zurückliegt.
Verstopfung
Was ist das? - Definition Verstopfung, fachsprachlich Obstipation, bedeutet, dass der Darm träge arbeitet und der Stuhlgang erschwert oder seltener erfolgt. Sie kann akut oder chronisch auftreten und ist für viele Betroffene belastend.
Krankheitsbild
Verstopfung liegt vor, wenn der Stuhlgang weniger als dreimal pro Woche erfolgt oder das Entleeren mit Beschwerden verbunden ist. Die Stuhlmasse ist oft hart und trocken, das Pressen beim Toilettengang kann schmerzhaft sein. Man unterscheidet zwischen akuter Verstopfung, die meist durch kurzfristige Umstände entsteht, und chronischer Verstopfung, die über längere Zeit besteht und regelmäßige Beschwerden verursacht.
Symptome/Verlauf
Die Beschwerden können unterschiedlich stark ausgeprägt sein. Zu den typischen Symptomen zählen:
- Weniger als drei Stuhlentleerungen pro Woche
- Harter, trockener oder klumpiger Stuhl
- Starkes Pressen beim Stuhlgang
- Gefühl der unvollständigen Entleerung
- Blähungen
- Völlegefühl
- Bauchschmerzen oder Krämpfe
- Übelkeit
Die akute Form entsteht oft durch unpassende Ernährung, Stress oder Bewegungsmangel und ist meist vorübergehend. Die chronische Form entwickelt sich über Wochen oder Monate und kann die Lebensqualität stark beeinträchtigen.
Folgen/Komplikationen
Unbehandelt führt eine Verstopfung oft zu weiteren Problemen. Dazu gehören Hämorrhoidalleiden durch starkes Pressen, Einrisse am After (Analfissuren), Stuhlverhärtung (Kotstau), Darmträgheit und in seltenen Fällen ein Darmverschluss. Auch psychische Belastungen durch die ständige Sorge um den Toilettengang sind möglich.
Ursachen/Risikofaktoren
Die Ursachen sind vielfältig und oft kombiniert. Zu den häufigen Risikofaktoren zählen ballaststoffarme Ernährung, zu geringe Flüssigkeitszufuhr, Bewegungsmangel, Stress, hormonelle Veränderungen (zum Beispiel während der Schwangerschaft), Medikamente wie Schmerzmittel oder Eisenpräparate, chronische Erkrankungen wie Diabetes oder Schilddrüsenunterfunktion sowie Alter und eingeschränkte Mobilität.
Das kann helfen
Das macht der Arzt: Er kann durch gezielte Fragen, körperliche Untersuchung und gegebenenfalls bildgebende Verfahren die Ursache klären. Die Behandlung richtet sich nach der Form und Ursache der Verstopfung. Zu den wichtigsten Arzneimittelgruppen zählen osmotische Abführmittel, Quellstoffe wie Flohsamenschalen oder Stimulanzien zur Förderung der Darmbewegung.
Das kann man selbst tun: Auf eine ballaststoffreiche Ernährung achten, ausreichend trinken und sich regelmäßig bewegen. Grenzen sind erreicht, wenn die Beschwerden über Wochen bestehen, starke Schmerzen auftreten oder der Stuhlgang gar nicht mehr möglich ist. Dann ist eine ärztliche Abklärung dringend notwendig.
Bearbeitungsstand: 30.12.2025
Quellenangaben:
Brunkhorst, Schölmerich, Differenzialdiagnostik und Differenzialtherapie, Elsevier (Urban & Fischer), (2010), 1. Auflage - Herold, Innere Medizin, Herold, (2011)
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.