RIBAVIRIN-ratiopharm 400 mg Filmtabletten
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Pharmazeutische Informationen
Filmtabletten — verschreibungspflichtig.
Detaillierte Anwendungshinweise, Dosierung, Nebenwirkungen und Wechselwirkungen finden Sie unten in den Registerkarten. Beachten Sie stets die Packungsbeilage. Bei Unklarheiten fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.
- PZN:
- 09487452
- Darreichungsform:
- Filmtabletten (Filmtabletten)
- Packungsgröße:
- 56 Stück
- Wirkstoffstärke:
- 400 mg
- Marke:
- RIBAVIRIN-ratiopharm
- Hersteller:
- ratiopharm GmbH
- Generikum:
-
Ja
- Beipackzettel:
- PDF öffnen
Rechtlicher Status
Verantwortlicher Wirtschaftsakteur gemäß EU-Verordnung 2023/988
GPSRAnwendungshinweise
Nehmen Sie das Arzneimittel mit Flüssigkeit (z.B. 1 Glas Wasser) ein.
Dauer der Anwendung?
Die Anwendungsdauer richtet sich nach Art der Beschwerde und/oder Dauer der Erkrankung und wird deshalb nur von Ihrem Arzt bestimmt.
Überdosierung?
Setzen Sie sich bei dem Verdacht auf eine Überdosierung umgehend mit einem Arzt in Verbindung.
Generell gilt: Achten Sie vor allem bei Säuglingen, Kleinkindern und älteren Menschen auf eine gewissenhafte Dosierung. Im Zweifelsfalle fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker nach etwaigen Auswirkungen oder Vorsichtsmaßnahmen.
Eine vom Arzt verordnete Dosierung kann von den Angaben der Packungsbeilage abweichen. Da der Arzt sie individuell abstimmt, sollten Sie das Arzneimittel daher nach seinen Anweisungen anwenden.
Dosierung
Da es sich um eine Kombinationstherapie mit anderen Arzneimitteln handelt, wird die Dosierung von Ihrem Arzt bestimmt.
Lassen Sie sich zu der Dosierung von Ihrem Arzt oder Apotheker beraten.
Anwendungsgebiete
- Chronische Hepatitis-C-Virusinfektion
Wirkstoff
Wirkungsweise
Wie wirkt der Inhaltsstoff des Arzneimittels?
Ribavirin ist ein Virustatikum, das zur Behandlung von verschiedenen viral bedingten Erkrankungen angewendet wird. Ribavarin hemmt ein virales Enzym (DNA-Polymerase), das bei der Vervielfältigung des Virus eine wichtige Rolle spielt.
Nebenwirkungen
- Virusinfektionen
- Rachenentzündung
- Anämie (Blutarmut)
- Granulozytopenie (Verminderung der Anzahl bestimmter weißer Blutkörperchen)
- Appetitlosigkeit
- Depressionen
- Angstzustände
- Stimmungsschwankungen
- Schlaflosigkeit
- Kopfschmerzen
- Schwindelgefühl
- Mundtrockenheit
- Konzentrationsstörungen
- Anfälle von Atemnot
- Husten
- Durchfälle
- Erbrechen
- Übelkeit
- Bauchschmerzen
- Haarausfall
- Juckreiz
- Austrocknung der Haut
- Hautausschlag
- Gelenkschmerzen
- Muskelschmerzen
- Knochenschmerzen
- Entzündungen an der Einstichstelle
- Veränderungen an der Einstichstelle
- Müdigkeit
- Schüttelfrost
- Fieber
- Grippeähnliche Symptome
- Allgemeine Schwäche
- Reizbarkeit
- Gewichtsverlust
- Infektionen mit Bakterien, einschließlich Blutvergiftung
- Pilzinfektionen
- Grippe
- Infektionen der Atemwege
- Bronchitis
- Infektion mit Herpes simplex-Viren
- Nebenhöhlenentzündung
- Mittelohrentzündung
- Schnupfen
- Harnwegsinfektionen
- Gewebsveränderungen
- Leukopenie (Verminderung der Anzahl der weißen Blutkörperchen)
- Thrombozytopenie (Verminderung der Anzahl der Blutplättchen)
- Lymphknotenschwellung
- Lymphozytopenie - (Verminderung der Anzahl bestimmter weißer Blutkörperchen)
- Schilddrüsenunterfunktion
- Schilddrüsenüberfunktion
- Anstieg des Blutzuckers
- Anstieg der Harnsäurekonzentration im Blut
- Erniedrigte Kalziumwerte
- Flüssigkeitsmangel (Dehydratation)
- Appetitsteigerung
- Selbstmordgedanken oder -versuch
- Psychosen
- Aggressives Verhalten
- Verwirrtheit
- Unruhe
- Verhaltensstörung
- Nervosität
- Schlafstörungen
- Verminderte Libido
- Teilnahmslosigkeit (Apathie)
- Ungewöhnliche Träume
- Weinen
- Gedächtnisstörungen
- Gedächtnislücken
- Kurzzeitige Bewusstlosigkeit
- Migräne
- Koordinationsstörung
- Missempfindungen
- Störungen der Stimme
- Geschmacksverlust
- Verminderte Berührungsempfindlichkeit
- Erhöhte Berührungsempfindlichkeit
- Bluthochdruck
- Schläfrigkeit
- Aufmerksamkeitsstörungen
- Zittern
- Geschmacksstörungen
- Sehstörungen
- Verschwommenes Sehen
- Bindehautentzündung
- Augenreizungen
- Augenschmerzen
- Eingeschränkte Bildung von Tränenflüssigkeit
- Trockene Augen
- Schwindel
- Hörstörungen
- Gehörverlust
- Tinnitus (Ohrgeräusche)
- Schmerzen am Ohr
- Herzklopfen
- Pulsbeschleunigung
- Niedriger Blutdruck
Bemerken Sie eine Befindlichkeitsstörung oder Veränderung während der Behandlung, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Für die Information an dieser Stelle werden vor allem Nebenwirkungen berücksichtigt, die bei mindestens einem von 1.000 behandelten Patienten auftreten.
Gegenanzeigen
Was spricht gegen eine Anwendung?
- Überempfindlichkeit gegen die Inhaltsstoffe
- Herzerkrankungen, auch in der Vorgeschichte, einschließlich schwere Herzerkrankungen in den letzten 6 Monaten
- Schwächende Erkrankungen
- Eingeschränkte Nierenfunktion und/oder Dialysepflicht
- Eingeschränkte Leberfunktion
- Leberzirrhose (Schädigung des Lebergewebes)
- Gestörte Bildung von Hämoglobin (Blutfarbstoff)
Welche Altersgruppe ist zu beachten?
- Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren: Das Arzneimittel darf nicht angewendet werden.
Was ist mit Schwangerschaft und Stillzeit?
- Schwangerschaft: Das Arzneimittel darf nicht angewendet werden.
- Stillzeit: Das Arzneimittel darf nicht angewendet werden.
Ist Ihnen das Arzneimittel trotz einer Gegenanzeige verordnet worden, sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker. Der therapeutische Nutzen kann höher sein, als das Risiko, das die Anwendung bei einer Gegenanzeige in sich birgt.
Lagerungsanforderungen
Bestellinformationen
- Mindestbestellmenge:
- 1
Aufbewahrung
Aufbewahrung
Das Arzneimittel darf nach Anbruch/Zubereitung höchstens 8 Wochen verwendet werden!
Das Arzneimittel muss nach Anbruch/Zubereitung bei Raumtemperatur aufbewahrt werden!
Wichtige Hinweise
Was sollten Sie beachten?
- Bei Frauen im gebärfähigen Alter sind während und unter Umständen auch eine zeitlang nach der Therapie wirksame Verhütungsmethoden erforderlich. Sprechen Sie hierzu Ihren Arzt oder Apotheker an.
- Bei Männern im zeugungsfähigen Alter sind während und unter Umständen auch eine zeitlang nach der Therapie wirksame Verhütungsmethoden erforderlich. Sprechen Sie hierzu Ihren Arzt oder Apotheker an.
- Vor Beginn der Behandlung sollte ein Schwangerschaftstest durchgeführt werden.
- Vorsicht bei Allergie gegen Bindemittel (z.B. Carboxymethylcellulose mit der E-Nummer E 466)!
- Es kann Arzneimittel geben, mit denen Wechselwirkungen auftreten. Sie sollten deswegen generell vor der Behandlung mit einem neuen Arzneimittel jedes andere, das Sie bereits anwenden, dem Arzt oder Apotheker angeben. Das gilt auch für Arzneimittel, die Sie selbst kaufen, nur gelegentlich anwenden oder deren Anwendung schon einige Zeit zurückliegt.
Weitere Hinweise aus der Fachinformation
In Kombination mit anderen Arzneimitteln:
Bekannte Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln
Was kann passieren?
Bei Kombination der Arzneimittel können unerwünschte Wirkungen vermehrt auftreten. In diesem Zusammenhang kann es zu Veränderungen des Blutbilds kommen, was sich beispielsweise in Fieber, Hals- und Gliederschmerzen äußern könnte.
Was ist zu tun?
Die Arzneimittel dürfen nicht miteinander kombiniert werden. Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker darüber, welche Maßnahmen erforderlich sind.
Suchen Sie umgehend einen Arzt auf, wenn Sie eine oder mehrere der beschriebenen unerwünschten Wirkungen an sich beobachten.
Nicht kombinieren mit Präparaten die enthalten: Azathioprin Mercaptopurin-1-Wasser und weitere
Was kann passieren?
Bei Kombination der Arzneimittel kann die Wirkung von diesem Arzneimittel möglicherweise beeinträchtigt werden und es können — insbesondere zu Beginn der Behandlung — unerwünschte Wirkungen vermehrt auftreten. In diesem Zusammenhang kann es zu Veränderungen des Blutbilds kommen, was sich beispielsweise in Blutungen, Fieber, Hals- und Gliederschmerzen äußern könnte.
Was ist zu tun?
Die Kombination der Arzneimittel sollte mit Ihrem Arzt abgestimmt sein. Ist eine Kombination der Arzneimittel notwendig, können verstärkte Kontrollen oder weitere Maßnahmen nötig sein.
Suchen Sie umgehend einen Arzt auf, wenn Sie eine oder mehrere der beschriebenen unerwünschten Wirkungen an sich beobachten.
Nicht kombinieren mit Präparaten die enthalten: Lamivudin Zidovudin Abacavir hemisulfat und weitere
Was kann passieren?
Bei Kombination der Arzneimittel können unerwünschte Wirkungen vermehrt auftreten. In diesem Zusammenhang können beispielsweise blasse Haut, Erschöpfung, verminderte Leistungsfähigkeit, Schwindel oder Atemnot bis hin zu Herzrasen bei Belastung auftreten.
Außerdem können sich die Arzneimittel in ihrer Wirkung möglicherweise gegenseitig beeinträchtigen.
Was ist zu tun?
Die Kombination der Arzneimittel sollte mit Ihrem Arzt abgestimmt sein. Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker darüber, welche Maßnahmen erforderlich sind.
Nicht kombinieren mit Präparaten die enthalten: Abacavir hemisulfat Abacavir Dolutegravir natrium und weitere
Was kann passieren?
Bei Kombination der Arzneimittel kann die Wirkung von diesem Arzneimittel möglicherweise beeinträchtigt werden.
Was ist zu tun?
Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, da bei der Kombination dieser Arzneimittel eventuell verstärkte Kontrollen oder weitere Maßnahmen (zum Beispiel geänderte Dosierung) nötig sein können.
HepatitisC
Was ist das? - Definition Hepatitis C ist eine durch das Hepatitis-C-Virus verursachte Entzündung der Leber. Das Virus wird durch infiziertes Blut übertragen. Die Erkrankung verläuft häufig zunächst ohne oder nur mit unspezifischen Beschwerden und bleibt daher oft lange unbemerkt. Bei vielen Betroffenen bleibt das Virus dauerhaft im Körper und führt zu einer chronischen Entzündung der Leber. Diese kann die Leber im Laufe der Zeit schädigen und unbehandelt zu schweren Folgeerkrankungen führen.
Krankheitsbild
Hepatitis C ist eine Entzündung der Leber, die durch das Hepatitis-C-Virus verursacht wird. Das Virus wird übertragen, wenn infiziertes Blut in den Körper einer anderen Person gelangt. Häufig wird die Krankheit zunächst nicht bemerkt, da sie anfangs oft nur wenige oder gar keine Beschwerden verursacht. In vielen Fällen bleibt das Virus jedoch dauerhaft im Körper und führt zu einer chronischen Entzündung der Leber.
Symptome/Verlauf
Viele Menschen bemerken eine Hepatitis-C-Infektion zunächst gar nicht. In etwa drei Viertel der Fälle treten bei der akuten Erkrankung keine oder nur unspezifische Beschwerden auf. Wenn Symptome auftreten, sind sie meist eher allgemein, zum Beispiel Müdigkeit, Abgeschlagenheit, Übelkeit, Oberbauchschmerzen oder leichtes Fieber. Manchmal kann sich auch eine Gelbsucht entwickeln. Häufig geht die akute Infektion in eine chronische Form über. Diese kann über viele Jahre unbemerkt bleiben und erst später Beschwerden verursachen, wenn die Leber durch die anhaltende Entzündung bereits geschädigt wurde.
Folgen/Komplikationen
Häufig geht eine Hepatitis C in eine chronische Form über. Diese dauerhafte Entzündung schädigt die Leber zunehmend. Es können verschiedene Beschwerden auftreten wie eine geringere Leistungsfähigkeit, Juckreiz und Gelenkschmerzen. Auf Dauer kann sich das Lebergewebe verhärten und vernarben - dieser Prozess wird als Leberfibrose bezeichnet. Schreitet die Erkrankung weiter fort, kann sich eine Leberzirrhose (Schrumpfleber) entwickeln, bei der die Leber dauerhaft geschädigt ist und ihre Funktionen nicht mehr richtig erfüllen kann. In schweren Fällen kann es zu Leberversagen kommen. Außerdem steigt bei einer langjährigen chronischen Hepatitis C das Risiko für Leberkrebs.
Ursachen/Risikofaktoren
Die Ursache der Erkrankung ist eine Infektion mit dem Hepatitis-C-Virus. Das Virus wird vor allem durch direkten Kontakt mit infiziertem Blut übertragen. Dies geschieht etwa bei Drogenkonsum, wenn Spritzen oder anderes Zubehör gemeinsam benutzt werden. Bei mangelnder Hygiene kann auch bei Tätowierungen oder Piercings kann ein Risiko bestehen. Seltener kann eine Übertragung auch beim Sex stattfinden, vor allem wenn es zu kleinen Verletzungen und damit zu Blutkontakt kommt. Ein erhöhtes Risiko haben außerdem Menschen, die beruflich mit Blut in Kontakt kommen, etwa im Gesundheitswesen.
Das kann helfen
Das macht der Arzt: Ärztinnen und Ärzte können eine Hepatitis-C-Infektion durch Blutuntersuchungen feststellen. Wird die Erkrankung erkannt, kann sie heute meist gut behandelt werden. In manchen Fällen heilt sie auch von allein aus. Sonst können Medikamente das Virus in den meisten Fällen vollständig beseitigen und die Krankheit heilen. Durch eine frühzeitige Diagnose und Behandlung lassen sich schwere Leberschäden oft verhindern.
Das kann man selbst tun: Wichtig ist vor allem, eine Ansteckung und entsprechend den Kontakt mit fremdem Blut zu vermeiden. Dazu gehören gute Hygienemaßnahmen für Menschen, die im Gesundheitswesen arbeiten sowie beim Tätowieren oder Piercen. Drogenkonsumenten sollten keine Spritzen oder anderes Zubehör gemeinsam benutzen. Wer typische Symptome spürt und befürchtet sich angesteckt haben zu können, sollte eine mögliche Infektion beim Arzt abklären, um frühzeitig behandelt werden zu können.
Bearbeitungsstand: 19.03.2026
Quellenangabe:
Hahn, Kaufmann, Schulz, Suerbaum, Medizinische Mikrobiologie und Infektiologie, Springer, (2009), 6.Auflage
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Filmtabletten — verschreibungspflichtig.
Detaillierte Anwendungshinweise, Dosierung, Nebenwirkungen und Wechselwirkungen finden Sie unten in den Registerkarten. Beachten Sie stets die Packungsbeilage. Bei Unklarheiten fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.
- PZN:
- 09487452
- Darreichungsform:
- Filmtabletten (Filmtabletten)
- Packungsgröße:
- 56 Stück
- Wirkstoffstärke:
- 400 mg
- Marke:
- RIBAVIRIN-ratiopharm
- Hersteller:
- ratiopharm GmbH
- Generikum:
-
Ja
- Beipackzettel:
- PDF öffnen
Rechtlicher Status
Verantwortlicher Wirtschaftsakteur gemäß EU-Verordnung 2023/988
GPSRAnwendungshinweise
Nehmen Sie das Arzneimittel mit Flüssigkeit (z.B. 1 Glas Wasser) ein.
Dauer der Anwendung?
Die Anwendungsdauer richtet sich nach Art der Beschwerde und/oder Dauer der Erkrankung und wird deshalb nur von Ihrem Arzt bestimmt.
Überdosierung?
Setzen Sie sich bei dem Verdacht auf eine Überdosierung umgehend mit einem Arzt in Verbindung.
Generell gilt: Achten Sie vor allem bei Säuglingen, Kleinkindern und älteren Menschen auf eine gewissenhafte Dosierung. Im Zweifelsfalle fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker nach etwaigen Auswirkungen oder Vorsichtsmaßnahmen.
Eine vom Arzt verordnete Dosierung kann von den Angaben der Packungsbeilage abweichen. Da der Arzt sie individuell abstimmt, sollten Sie das Arzneimittel daher nach seinen Anweisungen anwenden.
Dosierung
Da es sich um eine Kombinationstherapie mit anderen Arzneimitteln handelt, wird die Dosierung von Ihrem Arzt bestimmt.
Lassen Sie sich zu der Dosierung von Ihrem Arzt oder Apotheker beraten.
Anwendungsgebiete
- Chronische Hepatitis-C-Virusinfektion
Wirkstoff
Wirkungsweise
Wie wirkt der Inhaltsstoff des Arzneimittels?
Ribavirin ist ein Virustatikum, das zur Behandlung von verschiedenen viral bedingten Erkrankungen angewendet wird. Ribavarin hemmt ein virales Enzym (DNA-Polymerase), das bei der Vervielfältigung des Virus eine wichtige Rolle spielt.
Nebenwirkungen
- Virusinfektionen
- Rachenentzündung
- Anämie (Blutarmut)
- Granulozytopenie (Verminderung der Anzahl bestimmter weißer Blutkörperchen)
- Appetitlosigkeit
- Depressionen
- Angstzustände
- Stimmungsschwankungen
- Schlaflosigkeit
- Kopfschmerzen
- Schwindelgefühl
- Mundtrockenheit
- Konzentrationsstörungen
- Anfälle von Atemnot
- Husten
- Durchfälle
- Erbrechen
- Übelkeit
- Bauchschmerzen
- Haarausfall
- Juckreiz
- Austrocknung der Haut
- Hautausschlag
- Gelenkschmerzen
- Muskelschmerzen
- Knochenschmerzen
- Entzündungen an der Einstichstelle
- Veränderungen an der Einstichstelle
- Müdigkeit
- Schüttelfrost
- Fieber
- Grippeähnliche Symptome
- Allgemeine Schwäche
- Reizbarkeit
- Gewichtsverlust
- Infektionen mit Bakterien, einschließlich Blutvergiftung
- Pilzinfektionen
- Grippe
- Infektionen der Atemwege
- Bronchitis
- Infektion mit Herpes simplex-Viren
- Nebenhöhlenentzündung
- Mittelohrentzündung
- Schnupfen
- Harnwegsinfektionen
- Gewebsveränderungen
- Leukopenie (Verminderung der Anzahl der weißen Blutkörperchen)
- Thrombozytopenie (Verminderung der Anzahl der Blutplättchen)
- Lymphknotenschwellung
- Lymphozytopenie - (Verminderung der Anzahl bestimmter weißer Blutkörperchen)
- Schilddrüsenunterfunktion
- Schilddrüsenüberfunktion
- Anstieg des Blutzuckers
- Anstieg der Harnsäurekonzentration im Blut
- Erniedrigte Kalziumwerte
- Flüssigkeitsmangel (Dehydratation)
- Appetitsteigerung
- Selbstmordgedanken oder -versuch
- Psychosen
- Aggressives Verhalten
- Verwirrtheit
- Unruhe
- Verhaltensstörung
- Nervosität
- Schlafstörungen
- Verminderte Libido
- Teilnahmslosigkeit (Apathie)
- Ungewöhnliche Träume
- Weinen
- Gedächtnisstörungen
- Gedächtnislücken
- Kurzzeitige Bewusstlosigkeit
- Migräne
- Koordinationsstörung
- Missempfindungen
- Störungen der Stimme
- Geschmacksverlust
- Verminderte Berührungsempfindlichkeit
- Erhöhte Berührungsempfindlichkeit
- Bluthochdruck
- Schläfrigkeit
- Aufmerksamkeitsstörungen
- Zittern
- Geschmacksstörungen
- Sehstörungen
- Verschwommenes Sehen
- Bindehautentzündung
- Augenreizungen
- Augenschmerzen
- Eingeschränkte Bildung von Tränenflüssigkeit
- Trockene Augen
- Schwindel
- Hörstörungen
- Gehörverlust
- Tinnitus (Ohrgeräusche)
- Schmerzen am Ohr
- Herzklopfen
- Pulsbeschleunigung
- Niedriger Blutdruck
Bemerken Sie eine Befindlichkeitsstörung oder Veränderung während der Behandlung, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Für die Information an dieser Stelle werden vor allem Nebenwirkungen berücksichtigt, die bei mindestens einem von 1.000 behandelten Patienten auftreten.
Gegenanzeigen
Was spricht gegen eine Anwendung?
- Überempfindlichkeit gegen die Inhaltsstoffe
- Herzerkrankungen, auch in der Vorgeschichte, einschließlich schwere Herzerkrankungen in den letzten 6 Monaten
- Schwächende Erkrankungen
- Eingeschränkte Nierenfunktion und/oder Dialysepflicht
- Eingeschränkte Leberfunktion
- Leberzirrhose (Schädigung des Lebergewebes)
- Gestörte Bildung von Hämoglobin (Blutfarbstoff)
Welche Altersgruppe ist zu beachten?
- Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren: Das Arzneimittel darf nicht angewendet werden.
Was ist mit Schwangerschaft und Stillzeit?
- Schwangerschaft: Das Arzneimittel darf nicht angewendet werden.
- Stillzeit: Das Arzneimittel darf nicht angewendet werden.
Ist Ihnen das Arzneimittel trotz einer Gegenanzeige verordnet worden, sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker. Der therapeutische Nutzen kann höher sein, als das Risiko, das die Anwendung bei einer Gegenanzeige in sich birgt.
Lagerungsanforderungen
Bestellinformationen
- Mindestbestellmenge:
- 1
Aufbewahrung
Aufbewahrung
Das Arzneimittel darf nach Anbruch/Zubereitung höchstens 8 Wochen verwendet werden!
Das Arzneimittel muss nach Anbruch/Zubereitung bei Raumtemperatur aufbewahrt werden!
Wichtige Hinweise
Was sollten Sie beachten?
- Bei Frauen im gebärfähigen Alter sind während und unter Umständen auch eine zeitlang nach der Therapie wirksame Verhütungsmethoden erforderlich. Sprechen Sie hierzu Ihren Arzt oder Apotheker an.
- Bei Männern im zeugungsfähigen Alter sind während und unter Umständen auch eine zeitlang nach der Therapie wirksame Verhütungsmethoden erforderlich. Sprechen Sie hierzu Ihren Arzt oder Apotheker an.
- Vor Beginn der Behandlung sollte ein Schwangerschaftstest durchgeführt werden.
- Vorsicht bei Allergie gegen Bindemittel (z.B. Carboxymethylcellulose mit der E-Nummer E 466)!
- Es kann Arzneimittel geben, mit denen Wechselwirkungen auftreten. Sie sollten deswegen generell vor der Behandlung mit einem neuen Arzneimittel jedes andere, das Sie bereits anwenden, dem Arzt oder Apotheker angeben. Das gilt auch für Arzneimittel, die Sie selbst kaufen, nur gelegentlich anwenden oder deren Anwendung schon einige Zeit zurückliegt.
Weitere Hinweise aus der Fachinformation
In Kombination mit anderen Arzneimitteln:
Bekannte Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln
Was kann passieren?
Bei Kombination der Arzneimittel können unerwünschte Wirkungen vermehrt auftreten. In diesem Zusammenhang kann es zu Veränderungen des Blutbilds kommen, was sich beispielsweise in Fieber, Hals- und Gliederschmerzen äußern könnte.
Was ist zu tun?
Die Arzneimittel dürfen nicht miteinander kombiniert werden. Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker darüber, welche Maßnahmen erforderlich sind.
Suchen Sie umgehend einen Arzt auf, wenn Sie eine oder mehrere der beschriebenen unerwünschten Wirkungen an sich beobachten.
Was kann passieren?
Bei Kombination der Arzneimittel kann die Wirkung von diesem Arzneimittel möglicherweise beeinträchtigt werden und es können — insbesondere zu Beginn der Behandlung — unerwünschte Wirkungen vermehrt auftreten. In diesem Zusammenhang kann es zu Veränderungen des Blutbilds kommen, was sich beispielsweise in Blutungen, Fieber, Hals- und Gliederschmerzen äußern könnte.
Was ist zu tun?
Die Kombination der Arzneimittel sollte mit Ihrem Arzt abgestimmt sein. Ist eine Kombination der Arzneimittel notwendig, können verstärkte Kontrollen oder weitere Maßnahmen nötig sein.
Suchen Sie umgehend einen Arzt auf, wenn Sie eine oder mehrere der beschriebenen unerwünschten Wirkungen an sich beobachten.
Was kann passieren?
Bei Kombination der Arzneimittel können unerwünschte Wirkungen vermehrt auftreten. In diesem Zusammenhang können beispielsweise blasse Haut, Erschöpfung, verminderte Leistungsfähigkeit, Schwindel oder Atemnot bis hin zu Herzrasen bei Belastung auftreten.
Außerdem können sich die Arzneimittel in ihrer Wirkung möglicherweise gegenseitig beeinträchtigen.
Was ist zu tun?
Die Kombination der Arzneimittel sollte mit Ihrem Arzt abgestimmt sein. Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker darüber, welche Maßnahmen erforderlich sind.
Was kann passieren?
Bei Kombination der Arzneimittel kann die Wirkung von diesem Arzneimittel möglicherweise beeinträchtigt werden.
Was ist zu tun?
Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, da bei der Kombination dieser Arzneimittel eventuell verstärkte Kontrollen oder weitere Maßnahmen (zum Beispiel geänderte Dosierung) nötig sein können.
HepatitisC
Was ist das? - Definition Hepatitis C ist eine durch das Hepatitis-C-Virus verursachte Entzündung der Leber. Das Virus wird durch infiziertes Blut übertragen. Die Erkrankung verläuft häufig zunächst ohne oder nur mit unspezifischen Beschwerden und bleibt daher oft lange unbemerkt. Bei vielen Betroffenen bleibt das Virus dauerhaft im Körper und führt zu einer chronischen Entzündung der Leber. Diese kann die Leber im Laufe der Zeit schädigen und unbehandelt zu schweren Folgeerkrankungen führen.
Krankheitsbild
Hepatitis C ist eine Entzündung der Leber, die durch das Hepatitis-C-Virus verursacht wird. Das Virus wird übertragen, wenn infiziertes Blut in den Körper einer anderen Person gelangt. Häufig wird die Krankheit zunächst nicht bemerkt, da sie anfangs oft nur wenige oder gar keine Beschwerden verursacht. In vielen Fällen bleibt das Virus jedoch dauerhaft im Körper und führt zu einer chronischen Entzündung der Leber.
Symptome/Verlauf
Viele Menschen bemerken eine Hepatitis-C-Infektion zunächst gar nicht. In etwa drei Viertel der Fälle treten bei der akuten Erkrankung keine oder nur unspezifische Beschwerden auf. Wenn Symptome auftreten, sind sie meist eher allgemein, zum Beispiel Müdigkeit, Abgeschlagenheit, Übelkeit, Oberbauchschmerzen oder leichtes Fieber. Manchmal kann sich auch eine Gelbsucht entwickeln. Häufig geht die akute Infektion in eine chronische Form über. Diese kann über viele Jahre unbemerkt bleiben und erst später Beschwerden verursachen, wenn die Leber durch die anhaltende Entzündung bereits geschädigt wurde.
Folgen/Komplikationen
Häufig geht eine Hepatitis C in eine chronische Form über. Diese dauerhafte Entzündung schädigt die Leber zunehmend. Es können verschiedene Beschwerden auftreten wie eine geringere Leistungsfähigkeit, Juckreiz und Gelenkschmerzen. Auf Dauer kann sich das Lebergewebe verhärten und vernarben - dieser Prozess wird als Leberfibrose bezeichnet. Schreitet die Erkrankung weiter fort, kann sich eine Leberzirrhose (Schrumpfleber) entwickeln, bei der die Leber dauerhaft geschädigt ist und ihre Funktionen nicht mehr richtig erfüllen kann. In schweren Fällen kann es zu Leberversagen kommen. Außerdem steigt bei einer langjährigen chronischen Hepatitis C das Risiko für Leberkrebs.
Ursachen/Risikofaktoren
Die Ursache der Erkrankung ist eine Infektion mit dem Hepatitis-C-Virus. Das Virus wird vor allem durch direkten Kontakt mit infiziertem Blut übertragen. Dies geschieht etwa bei Drogenkonsum, wenn Spritzen oder anderes Zubehör gemeinsam benutzt werden. Bei mangelnder Hygiene kann auch bei Tätowierungen oder Piercings kann ein Risiko bestehen. Seltener kann eine Übertragung auch beim Sex stattfinden, vor allem wenn es zu kleinen Verletzungen und damit zu Blutkontakt kommt. Ein erhöhtes Risiko haben außerdem Menschen, die beruflich mit Blut in Kontakt kommen, etwa im Gesundheitswesen.
Das kann helfen
Das macht der Arzt: Ärztinnen und Ärzte können eine Hepatitis-C-Infektion durch Blutuntersuchungen feststellen. Wird die Erkrankung erkannt, kann sie heute meist gut behandelt werden. In manchen Fällen heilt sie auch von allein aus. Sonst können Medikamente das Virus in den meisten Fällen vollständig beseitigen und die Krankheit heilen. Durch eine frühzeitige Diagnose und Behandlung lassen sich schwere Leberschäden oft verhindern.
Das kann man selbst tun: Wichtig ist vor allem, eine Ansteckung und entsprechend den Kontakt mit fremdem Blut zu vermeiden. Dazu gehören gute Hygienemaßnahmen für Menschen, die im Gesundheitswesen arbeiten sowie beim Tätowieren oder Piercen. Drogenkonsumenten sollten keine Spritzen oder anderes Zubehör gemeinsam benutzen. Wer typische Symptome spürt und befürchtet sich angesteckt haben zu können, sollte eine mögliche Infektion beim Arzt abklären, um frühzeitig behandelt werden zu können.
Bearbeitungsstand: 19.03.2026
Quellenangabe:
Hahn, Kaufmann, Schulz, Suerbaum, Medizinische Mikrobiologie und Infektiologie, Springer, (2009), 6.Auflage
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.