RIVANOL 1,0 g Pulver
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Pharmazeutische Informationen
Pulver — rezeptfrei.
Detaillierte Anwendungshinweise, Dosierung, Nebenwirkungen und Wechselwirkungen finden Sie unten in den Registerkarten. Beachten Sie stets die Packungsbeilage. Bei Unklarheiten fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.
- PZN:
- 10056616
- Darreichungsform:
- Pulver (Pulver)
- Packungsgröße:
- 5 Stück
- Wirkstoffstärke:
- 1,0 g
- Marke:
- RIVANOL
- Hersteller:
- DERMAPHARM AG
- Beipackzettel:
- PDF öffnen
Rechtlicher Status
Verantwortlicher Wirtschaftsakteur gemäß EU-Verordnung 2023/988
GPSRAnwendungshinweise
Die Gesamtdosis sollte nicht ohne Rücksprache mit einem Arzt oder Apotheker überschritten werden.
Art der Anwendung?
Bereiten Sie das Arzneimittel zu und spülen Sie damit die betroffene(n) Hautstelle(n).
Oder: Bereiten Sie das Arzneimittel zu und legen Sie den Umschlag auf die betroffene(n) Körperstelle(n).
Oder: Bereiten Sie das Arzneimittel zu und baden Sie die betroffene(n) Körperstelle(n) darin.
Dazu lösen Sie 1 Beutel des Arzneimittels in 1000 ml ( 0,1%ig) warmen Wasser unter ständigem Rühren auf. Lassen Sie das Arzneimittel 30 Minuten einwirken. Vermeiden Sie den versehentlichen Kontakt mit den Augen und dem Bereich um die Augen.
Dauer der Anwendung?
Die Anwendungsdauer ist nicht begrenzt. Fragen Sie dazu im Zweifelsfalle Ihren Arzt oder Apotheker.
Überdosierung?
Wird das Arzneimittel wie beschrieben angewendet, sind keine Überdosierungserscheinungen bekannt.
Generell gilt: Achten Sie vor allem bei Säuglingen, Kleinkindern und älteren Menschen auf eine gewissenhafte Dosierung. Im Zweifelsfalle fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker nach etwaigen Auswirkungen oder Vorsichtsmaßnahmen.
Eine vom Arzt verordnete Dosierung kann von den Angaben der Packungsbeilage abweichen. Da der Arzt sie individuell abstimmt, sollten Sie das Arzneimittel daher nach seinen Anweisungen anwenden.
Dosierung
Allgemeine Dosierungsempfehlung:
Anwendungsgebiete
- Verminderung der Keimzahl auf der Haut, wie bei:
- Wunden und Geschwüre
- Verminderung der Keimzahl auf Schleimhäuten, wie:
- Mund- und Rachendesinfektion
Detaillierte Dosierung
Personenkreis: Alle Altersgruppen, Einzeldosis: eine ausreichende Menge, Gesamtdosis: 2-mal täglich, Zeitpunkt: bei Auftreten von Beschwerden
Wirkstoff
Wirkungsweise
Wie wirkt der Inhaltsstoff des Arzneimittels?
Der Wirkstoff Ethacridin gehört zur Gruppe der Antiseptika und Desinfektionsmittel. Ethacridin hat eine antibakterielle Wirkung und wird äußerlich zur Wundbehandlung und Wunddesinfektion angewendet.
Nebenwirkungen
Welche unerwünschten Wirkungen können auftreten?
- Kontaktdermatitis - (Allergische Hautreaktionen, die erst bei wiederholter Anwendung auftreten)
Bei wiederholtem Begießen von Verbänden und Umschlägen mit der Lösung kann es durch eine Konzentrierung des Arzneimittels zu Reizungen der Haut kommen.
Bemerken Sie eine Befindlichkeitsstörung oder Veränderung während der Behandlung, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Für die Information an dieser Stelle werden vor allem Nebenwirkungen berücksichtigt, die bei mindestens einem von 1.000 behandelten Patienten auftreten.
Gegenanzeigen
Was spricht gegen eine Anwendung?
- Überempfindlichkeit gegen die Inhaltsstoffe
Was ist mit Schwangerschaft und Stillzeit?
- Schwangerschaft: Das Arzneimittel sollte nach derzeitigen Erkenntnissen nicht angewendet werden.
- Stillzeit: Von einer Anwendung wird nach derzeitigen Erkenntnissen abgeraten. Eventuell ist ein Abstillen in Erwägung zu ziehen.
Ist Ihnen das Arzneimittel trotz einer Gegenanzeige verordnet worden, sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker. Der therapeutische Nutzen kann höher sein, als das Risiko, das die Anwendung bei einer Gegenanzeige in sich birgt.
Lagerungsanforderungen
Aufbewahrung
Aufbewahrung
Lagerung vor Anbruch
Das Arzneimittel muss im Dunkeln (z.B. im Umkarton) aufbewahrt werden.
Aufbewahrung nach Anbruch oder Zubereitung
Das Arzneimittel darf nach Anbruch/Zubereitung höchstens 1 Tag verwendet werden!
Das Arzneimittel muss nach Anbruch/Zubereitung
- bei Raumtemperatur
- im Dunkeln (z.B. im Umkarton)
aufbewahrt werden!
Im Einzelfall ist unter speziellen Bedingungen eine Verlängerung der Haltbarkeit möglich.
Wichtige Hinweise
Was sollten Sie beachten?
- Vermeiden Sie übermäßige UV-Strahlung, z.B. in Solarien oder bei ausgedehnten Sonnenbädern, weil die Haut während der Anwendung des Arzneimittels empfindlicher reagiert.
- Es kann Arzneimittel geben, mit denen Wechselwirkungen auftreten. Sie sollten deswegen generell vor der Behandlung mit einem neuen Arzneimittel jedes andere, das Sie bereits anwenden, dem Arzt oder Apotheker angeben. Das gilt auch für Arzneimittel, die Sie selbst kaufen, nur gelegentlich anwenden oder deren Anwendung schon einige Zeit zurückliegt.
Bisswunden
Was ist das? - Definition Bisswunden sind Verletzungen der Haut und des darunterliegenden Gewebes, die durch die Zähne von Tieren oder Menschen entstehen. Sie reichen von oberflächlichen Schürf-, Riss- oder Quetschwunden bis hin zu tiefen Verletzungen von Muskeln, Sehnen oder Knochen. Da mit dem Biss Bakterien aus der Mundhöhle in die Wunde gelangen, besteht ein besonders hohes Infektionsrisiko, auch wenn die Verletzung äußerlich klein oder harmlos erscheint.
Krankheitsbild
Bisswunden entstehen in Deutschland am häufigsten durch Hunde- und Katzenbisse. Aber auch Bisse durch Menschen kommen relativ oft vor. Besonders häufig betroffen sind Kinder und Jugendliche. Schätzungen besagen, dass in Industrieländern 50 Prozent der Menschen einmal im Leben gebissen werden. Bisse führen zu Schürf-, Riss- oder Quetschwunden, teilweise bis zu Verletzungen von Muskeln und Knochen. Auch wenn sie auf den ersten Blick harmlos wirken, sind Bissverletzungen medizinisch ernst zu nehmen. Der Grund: Mit dem Biss gelangen Bakterien aus der Mundhöhle mitunter tief in das Gewebe. Dadurch ist das Infektionsrisiko deutlich höher als bei vielen anderen Verletzungen. Besonders tückisch sind Katzenbisse, da ihre feinen Zähne kleine, aber tiefe Wunden verursachen.
Symptome / Verlauf
In 70 bis 80 Prozent der Fälle entstehen Bissverletzungen an Händen, Armen und Beinen. Schwerwiegendere Verletzungen im Bereich von Kopf, Hals und Nacken treten vor allem bei Kindern unter 10 Jahren auf. Etwa 10 bis 20 Prozent der Bisswunden infizieren sich, bei Katzen ist die Gefahr deutlich höher, weil die spitzen Zähne oft sehr tief eindringen und Bakterien sich in den tieferen Gewebsschichten verbreiten. Typische Anzeichen einer Infektion sind Rötung, Schwellung, Überwärmung, Schmerzen, Eiterbildung sowie Fieber oder allgemeines Krankheitsgefühl. Diese Symptome treten meist innerhalb von 12 bis 24 Stunden auf, manchmal aber auch erst nach einigen Tagen. Vor allem nach Katzenbissen kann sich der Zustand der Wunde sehr schnell verschlechtern. Unbehandelt kann sich die Entzündung im Gewebe ausbreiten.
Folgen / Komplikationen
Bleibt eine infizierte Bisswunde unbehandelt, können Sehnen, Gelenke oder Knochen geschädigt werden. In schweren Fällen kann Gewebe absterben und muss dann operativ entfernt werden. In selten Fällen entwickelt sich aus der Infektion eine Blutvergiftung (Sepsis), die lebensbedrohlich ist. Außerdem können in Ausnahmefällen Krankheiten wie Tetanus oder Tollwut übertragen werden.
Ursachen / Risikofaktoren
Ein besonders hohes Infektionsrisiko besteht generell bei tiefen und verschmutzten Wunden, starker Gewebszerstörung sowie bei Wunden an Händen, Füßen, Gesicht, Genitalien und im Bereich von Knochen, Gelenken und Sehnen. Auch Menschen mit geschwächtem Immunsystem sowie Säuglinge und Kleinkinder haben ein höheres Risiko. Katzenbisse infizieren sich häufiger als Hundebisse.
Das kann helfen
Das kann man selbst tun: Blutet die Bisswunde, sollte man warten bis die Blutung stoppt und dann die Wunde mit kaltem, klarem Wasser ausspülen. Anschließend mit Wunddesinfektionsmittel desinfizieren und mit sterilem Verband abdecken. Generell empfiehlt es sich, mit Bisswunden zum Arzt zu gehen. Spätestens aber, wenn erste Anzeichen einer Infektion bemerkt.
Das macht der Arzt: Der Arzt reinigt und beurteilt die Wunde, prüft den Impfstatus (vor allem Tetanus) und verordnet bei Bedarf ein Antibiotikum. Bei Bisswunden an kritischen Körperregionen wie Händen, Füßen, gelenknahen Regionen, Gesicht oder Genitalien oder bei Menschen mit erhöhtem Infektionsrisiko gibt der Arzt oft auch prophylaktisch Antibiotika. Außerdem prüft der Arzt, ob in seltenen Fällen eine Tollwutprophylaxe gegeben werden muss.
Bearbeitungsstand: 30.12.2025
Quellenangabe:
Wülker, Orthopädie und Unfallchirurgie, Thieme, (2009), 2. Auflage
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Platzwunden
Was ist das? - Definition Eine Platzwunde ist eine Verletzung der Haut, bei der es durch äußere Krafteinwirkung zu Rissen im Gewebe kommt. Die Wunde kann unterschiedlich groß und tief sein und tritt häufig an Kopf, Händen oder Gelenken auf. Kleine Platzwunden heilen meist von selbst, während größere oder tiefere Verletzungen ärztlich versorgt werden müssen.
Krankheitsbild
Bei einer Platzwunde entstehen Risse in der Haut, die unterschiedlich groß und tief sein können. Platzwunden können an verschiedenen Körperstellen auftreten, zum Beispiel am Kopf, an den Händen, an Gelenken wie Knie oder Ellenbogen oder an anderen Körperregionen. Kleine und saubere Platzwunden heilen in der Regel gut ab. Größere oder tiefere Platzwunden müssen häufig ärztlich versorgt werden, etwa durch Nähen, Klammern oder Kleben.
Symptome / Verlauf
Platzwunden bluten je nach Körperstelle unterschiedlich stark. Besonders Wunden an der Kopfhaut oder anderen gut durchbluteten Bereichen können stark bluten. Kleine Wunden schließen sich in der Regel schnell und heilen von allein aus. Wenn tiefere Strukturen wie Nerven, Sehnen oder Blutgefäße betroffen sind, kann es zu starken Blutungen, Missempfindungen oder Bewegungseinschränkungen kommen. In diesen Fällen ist immer eine ärztliche Behandlung nötig. Auch wenn es zu Entzündungsanzeichen wie Rötung, Schwellung oder Fieber kommt, sollten Betroffene unbedingt einen Arzt aufsuchen.
Folgen / Komplikationen
Wenn Schmutz, Bakterien oder Fremdkörper in der Wunde verbleiben, kann sich diese entzünden. Je länger eine Wunde verunreinigt bleibt, desto größer ist das Risiko einer Entzündung. In schweren Fällen kann es zu einer lebensbedrohlichen Sepsis (Blutvergiftung) kommen. Werden Nerven oder Sehnen verletzt, muss die Wunde unbedingt ärztlich behandelt werden, damit Bewegung und Empfinden möglichst nicht dauerhaft eingeschränkt werden.
Ursachen / Risikofaktoren
Platzwunden entstehen durch mechanische Einwirkungen, zum Beispiel durch Stöße oder andere äußere Kräfte. Das Risiko für Komplikationen ist erhöht, wenn die Wunde tief oder groß ist, sie stark verschmutzt ist, Fremdkörper in der Wunde stecken, die Blutung nicht aufhört, der betroffene Körperteil nicht mehr normal bewegt werden kann oder der Tetanus-Impfschutz nicht ausreichend ist.
Das kann helfen
Das macht der Arzt: Ein Arzt versorgt größere oder tiefere Platzwunden, zum Beispiel durch Nähen, Klammern oder Kleben. Bei Bedarf wird untersucht, ob tiefere Strukturen verletzt sind oder ob sich Fremdkörper in der Wunde befinden. Außerdem überprüft der Arzt, ob eine Tetanusimpfung notwendig ist.
Das kann man selbst tun:
- Die Wunde zunächst kurz bluten lassen, damit Schmutz ausgespült wird. Verschmutzte Wundränder mit Leitungswasser oder eventuell einer Wundspüllösung reinigen.
- Die Wunde mit einem sterilen Pflaster oder Verband abdecken, um sie vor Schmutz und Keimen zu schützen.
- Bei stark blutenden Wunden eventuell einen sterilen Druckverband anlegen.
- Den verletzten Körperteil möglichst hoch lagern.
Bearbeitungsstand: 02.04.2026
Quellenangabe:
Wülker, Orthopädie und Unfallchirurgie, Thieme, (2009), 2. Auflage
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Quetschwunden
Was ist das? - Definition Quetschwunden entstehen, wenn Gewebe durch starken oder länger anhaltenden Druck verletzt wird, zum Beispiel bei Unfällen, Einklemmungen oder langem Liegen. Dabei können Haut, Muskeln und Blutgefäße geschädigt werden; je nach Schwere reichen die Folgen von schmerzhaften Blutergüssen bis hin zu schweren inneren Verletzungen.
Krankheitsbild
Eine Quetschverletzung entsteht, wenn ein Körperteil durch starken Druck oder Einklemmen geschädigt wird. Solche Verletzungen können bei kleineren Unfällen im Haushalt bei Verkehrsunfällen, durch herabfallende Trümmer oder auch durch längeren Druck des eigenen Körpergewichts auftreten, etwa wenn eine Person nach einem Sturz oder Schlaganfall bewegungslos liegen bleibt. Besonders häufig sind Beine und Arme betroffen.
Symptome / Verlauf
Eine Quetschverletzung ist nicht immer sofort erkennbar. Meistens sind Quetschungen sehr schmerzhaft und es bildet sich ein blauer Fleck. Kleinere Quetschungen sollte man kühlen. Sie heilen in der Regel von allein aus.
Bei größeren Quetschungen können im Inneren jedoch schwere Schäden entstehen. Der Schwere der Verletzung hängt davon ab, wie stark der Druck war und wie lange er auf das Gewebe eingewirkt hat. Je länger der Druck anhält, desto größer ist das Risiko, dass sich ein Quetschsyndrom entwickelt. Deshalb ist es wichtig, dass eingeklemmte Personen so schnell wie möglich befreit und medizinisch versorgt werden, unabhängig davon, wie lange sie bereits festgelegen haben. Manchmal verspüren Betroffene übrigens nur geringe Schmerzen und äußerlich können sichtbare Verletzungszeichen fehlen.
Folgen / Komplikationen
Ein Quetschsyndrom kann zu schwerwiegenden Komplikationen führen. Durch den Zerfall von Muskelgewebe gelangen schädliche Stoffe in den Blutkreislauf. Dies kann zu einem Kreislaufschock führen. Außerdem kann es zu Nieren- und Herzproblemen kommen. Auch Amputationen können nach starken Quetschungen nötig sein. Ohne rechtzeitige Behandlung verschlechtert sich die Prognose erheblich.
Risikofaktoren / Ursachen
Ein erhöhtes Risiko für schwere Quetschverletzungen und ein Quetschsyndrom besteht insbesondere bei:
- Verkehrsunfällen mit Einklemmung
- Naturkatastrophen wie Erdbeben oder Gebäudeeinstürzen
- Industrie- und Arbeitsunfällen
- Stürzen mit anschließender Bewegungsunfähigkeit
- längerem Liegen nach Schlaganfall oder Bewusstseinsstörungen
Das kann helfen
Das macht der Arzt: In der medizinischen Versorgung steht bei einer starken Quetschwunde zunächst die rasche Stabilisierung der betroffenen Person im Vordergrund. Flüssigkeitsversorgung und Blutwerte werden kontrolliert. Bei Bedarf gibt der Arzt Medikamente oder leitet einen operativen Eingriff ein. Bei schweren Verläufen ist eine intensivmedizinische Betreuung erforderlich.
Das kann man selbst tun: Als Ersthelfer sollte man zunächst die Unfallstelle absichern und bei Bedarf einen Notarzt rufen. Ansonsten helfen diese Maßnahmen:
- Wenn es sicher möglich ist, die Quetschung so schnell wie möglich beenden
- Bei kleineren Quetschungen die Stelle mit einem Kühlpack kühlen.
- Starke äußere Blutungen durch Druckverband stillen
- Die betroffene Person warmhalten, um Unterkühlung zu vermeiden
- Beruhigend auf die Person einwirken und ihren Zustand ständig beobachten
- Auch ohne sichtbare Verletzungen oder Schmerzen immer eine ärztliche Abklärung veranlassen
Bearbeitungsstand: 02.04.2026
Quellenangabe:
Wülker, Orthopädie und Unfallchirurgie, Thieme, (2009), 2. Auflage
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Pulver — rezeptfrei.
Detaillierte Anwendungshinweise, Dosierung, Nebenwirkungen und Wechselwirkungen finden Sie unten in den Registerkarten. Beachten Sie stets die Packungsbeilage. Bei Unklarheiten fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.
- PZN:
- 10056616
- Darreichungsform:
- Pulver (Pulver)
- Packungsgröße:
- 5 Stück
- Wirkstoffstärke:
- 1,0 g
- Marke:
- RIVANOL
- Hersteller:
- DERMAPHARM AG
- Beipackzettel:
- PDF öffnen
Rechtlicher Status
Verantwortlicher Wirtschaftsakteur gemäß EU-Verordnung 2023/988
GPSRAnwendungshinweise
Die Gesamtdosis sollte nicht ohne Rücksprache mit einem Arzt oder Apotheker überschritten werden.
Art der Anwendung?
Bereiten Sie das Arzneimittel zu und spülen Sie damit die betroffene(n) Hautstelle(n).
Oder: Bereiten Sie das Arzneimittel zu und legen Sie den Umschlag auf die betroffene(n) Körperstelle(n).
Oder: Bereiten Sie das Arzneimittel zu und baden Sie die betroffene(n) Körperstelle(n) darin.
Dazu lösen Sie 1 Beutel des Arzneimittels in 1000 ml ( 0,1%ig) warmen Wasser unter ständigem Rühren auf. Lassen Sie das Arzneimittel 30 Minuten einwirken. Vermeiden Sie den versehentlichen Kontakt mit den Augen und dem Bereich um die Augen.
Dauer der Anwendung?
Die Anwendungsdauer ist nicht begrenzt. Fragen Sie dazu im Zweifelsfalle Ihren Arzt oder Apotheker.
Überdosierung?
Wird das Arzneimittel wie beschrieben angewendet, sind keine Überdosierungserscheinungen bekannt.
Generell gilt: Achten Sie vor allem bei Säuglingen, Kleinkindern und älteren Menschen auf eine gewissenhafte Dosierung. Im Zweifelsfalle fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker nach etwaigen Auswirkungen oder Vorsichtsmaßnahmen.
Eine vom Arzt verordnete Dosierung kann von den Angaben der Packungsbeilage abweichen. Da der Arzt sie individuell abstimmt, sollten Sie das Arzneimittel daher nach seinen Anweisungen anwenden.
Dosierung
Allgemeine Dosierungsempfehlung:
Anwendungsgebiete
- Verminderung der Keimzahl auf der Haut, wie bei:
- Wunden und Geschwüre
- Verminderung der Keimzahl auf Schleimhäuten, wie:
- Mund- und Rachendesinfektion
Detaillierte Dosierung
Personenkreis: Alle Altersgruppen, Einzeldosis: eine ausreichende Menge, Gesamtdosis: 2-mal täglich, Zeitpunkt: bei Auftreten von Beschwerden
Wirkstoff
Wirkungsweise
Wie wirkt der Inhaltsstoff des Arzneimittels?
Der Wirkstoff Ethacridin gehört zur Gruppe der Antiseptika und Desinfektionsmittel. Ethacridin hat eine antibakterielle Wirkung und wird äußerlich zur Wundbehandlung und Wunddesinfektion angewendet.
Nebenwirkungen
Welche unerwünschten Wirkungen können auftreten?
- Kontaktdermatitis - (Allergische Hautreaktionen, die erst bei wiederholter Anwendung auftreten)
Bei wiederholtem Begießen von Verbänden und Umschlägen mit der Lösung kann es durch eine Konzentrierung des Arzneimittels zu Reizungen der Haut kommen.
Bemerken Sie eine Befindlichkeitsstörung oder Veränderung während der Behandlung, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Für die Information an dieser Stelle werden vor allem Nebenwirkungen berücksichtigt, die bei mindestens einem von 1.000 behandelten Patienten auftreten.
Gegenanzeigen
Was spricht gegen eine Anwendung?
- Überempfindlichkeit gegen die Inhaltsstoffe
Was ist mit Schwangerschaft und Stillzeit?
- Schwangerschaft: Das Arzneimittel sollte nach derzeitigen Erkenntnissen nicht angewendet werden.
- Stillzeit: Von einer Anwendung wird nach derzeitigen Erkenntnissen abgeraten. Eventuell ist ein Abstillen in Erwägung zu ziehen.
Ist Ihnen das Arzneimittel trotz einer Gegenanzeige verordnet worden, sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker. Der therapeutische Nutzen kann höher sein, als das Risiko, das die Anwendung bei einer Gegenanzeige in sich birgt.
Lagerungsanforderungen
Aufbewahrung
Aufbewahrung
Lagerung vor Anbruch
Das Arzneimittel muss im Dunkeln (z.B. im Umkarton) aufbewahrt werden.
Aufbewahrung nach Anbruch oder Zubereitung
Das Arzneimittel darf nach Anbruch/Zubereitung höchstens 1 Tag verwendet werden!
Das Arzneimittel muss nach Anbruch/Zubereitung
- bei Raumtemperatur
- im Dunkeln (z.B. im Umkarton)
aufbewahrt werden!
Im Einzelfall ist unter speziellen Bedingungen eine Verlängerung der Haltbarkeit möglich.
Wichtige Hinweise
Was sollten Sie beachten?
- Vermeiden Sie übermäßige UV-Strahlung, z.B. in Solarien oder bei ausgedehnten Sonnenbädern, weil die Haut während der Anwendung des Arzneimittels empfindlicher reagiert.
- Es kann Arzneimittel geben, mit denen Wechselwirkungen auftreten. Sie sollten deswegen generell vor der Behandlung mit einem neuen Arzneimittel jedes andere, das Sie bereits anwenden, dem Arzt oder Apotheker angeben. Das gilt auch für Arzneimittel, die Sie selbst kaufen, nur gelegentlich anwenden oder deren Anwendung schon einige Zeit zurückliegt.
Bisswunden
Was ist das? - Definition Bisswunden sind Verletzungen der Haut und des darunterliegenden Gewebes, die durch die Zähne von Tieren oder Menschen entstehen. Sie reichen von oberflächlichen Schürf-, Riss- oder Quetschwunden bis hin zu tiefen Verletzungen von Muskeln, Sehnen oder Knochen. Da mit dem Biss Bakterien aus der Mundhöhle in die Wunde gelangen, besteht ein besonders hohes Infektionsrisiko, auch wenn die Verletzung äußerlich klein oder harmlos erscheint.
Krankheitsbild
Bisswunden entstehen in Deutschland am häufigsten durch Hunde- und Katzenbisse. Aber auch Bisse durch Menschen kommen relativ oft vor. Besonders häufig betroffen sind Kinder und Jugendliche. Schätzungen besagen, dass in Industrieländern 50 Prozent der Menschen einmal im Leben gebissen werden. Bisse führen zu Schürf-, Riss- oder Quetschwunden, teilweise bis zu Verletzungen von Muskeln und Knochen. Auch wenn sie auf den ersten Blick harmlos wirken, sind Bissverletzungen medizinisch ernst zu nehmen. Der Grund: Mit dem Biss gelangen Bakterien aus der Mundhöhle mitunter tief in das Gewebe. Dadurch ist das Infektionsrisiko deutlich höher als bei vielen anderen Verletzungen. Besonders tückisch sind Katzenbisse, da ihre feinen Zähne kleine, aber tiefe Wunden verursachen.
Symptome / Verlauf
In 70 bis 80 Prozent der Fälle entstehen Bissverletzungen an Händen, Armen und Beinen. Schwerwiegendere Verletzungen im Bereich von Kopf, Hals und Nacken treten vor allem bei Kindern unter 10 Jahren auf. Etwa 10 bis 20 Prozent der Bisswunden infizieren sich, bei Katzen ist die Gefahr deutlich höher, weil die spitzen Zähne oft sehr tief eindringen und Bakterien sich in den tieferen Gewebsschichten verbreiten. Typische Anzeichen einer Infektion sind Rötung, Schwellung, Überwärmung, Schmerzen, Eiterbildung sowie Fieber oder allgemeines Krankheitsgefühl. Diese Symptome treten meist innerhalb von 12 bis 24 Stunden auf, manchmal aber auch erst nach einigen Tagen. Vor allem nach Katzenbissen kann sich der Zustand der Wunde sehr schnell verschlechtern. Unbehandelt kann sich die Entzündung im Gewebe ausbreiten.
Folgen / Komplikationen
Bleibt eine infizierte Bisswunde unbehandelt, können Sehnen, Gelenke oder Knochen geschädigt werden. In schweren Fällen kann Gewebe absterben und muss dann operativ entfernt werden. In selten Fällen entwickelt sich aus der Infektion eine Blutvergiftung (Sepsis), die lebensbedrohlich ist. Außerdem können in Ausnahmefällen Krankheiten wie Tetanus oder Tollwut übertragen werden.
Ursachen / Risikofaktoren
Ein besonders hohes Infektionsrisiko besteht generell bei tiefen und verschmutzten Wunden, starker Gewebszerstörung sowie bei Wunden an Händen, Füßen, Gesicht, Genitalien und im Bereich von Knochen, Gelenken und Sehnen. Auch Menschen mit geschwächtem Immunsystem sowie Säuglinge und Kleinkinder haben ein höheres Risiko. Katzenbisse infizieren sich häufiger als Hundebisse.
Das kann helfen
Das kann man selbst tun: Blutet die Bisswunde, sollte man warten bis die Blutung stoppt und dann die Wunde mit kaltem, klarem Wasser ausspülen. Anschließend mit Wunddesinfektionsmittel desinfizieren und mit sterilem Verband abdecken. Generell empfiehlt es sich, mit Bisswunden zum Arzt zu gehen. Spätestens aber, wenn erste Anzeichen einer Infektion bemerkt.
Das macht der Arzt: Der Arzt reinigt und beurteilt die Wunde, prüft den Impfstatus (vor allem Tetanus) und verordnet bei Bedarf ein Antibiotikum. Bei Bisswunden an kritischen Körperregionen wie Händen, Füßen, gelenknahen Regionen, Gesicht oder Genitalien oder bei Menschen mit erhöhtem Infektionsrisiko gibt der Arzt oft auch prophylaktisch Antibiotika. Außerdem prüft der Arzt, ob in seltenen Fällen eine Tollwutprophylaxe gegeben werden muss.
Bearbeitungsstand: 30.12.2025
Quellenangabe:
Wülker, Orthopädie und Unfallchirurgie, Thieme, (2009), 2. Auflage
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Platzwunden
Was ist das? - Definition Eine Platzwunde ist eine Verletzung der Haut, bei der es durch äußere Krafteinwirkung zu Rissen im Gewebe kommt. Die Wunde kann unterschiedlich groß und tief sein und tritt häufig an Kopf, Händen oder Gelenken auf. Kleine Platzwunden heilen meist von selbst, während größere oder tiefere Verletzungen ärztlich versorgt werden müssen.
Krankheitsbild
Bei einer Platzwunde entstehen Risse in der Haut, die unterschiedlich groß und tief sein können. Platzwunden können an verschiedenen Körperstellen auftreten, zum Beispiel am Kopf, an den Händen, an Gelenken wie Knie oder Ellenbogen oder an anderen Körperregionen. Kleine und saubere Platzwunden heilen in der Regel gut ab. Größere oder tiefere Platzwunden müssen häufig ärztlich versorgt werden, etwa durch Nähen, Klammern oder Kleben.
Symptome / Verlauf
Platzwunden bluten je nach Körperstelle unterschiedlich stark. Besonders Wunden an der Kopfhaut oder anderen gut durchbluteten Bereichen können stark bluten. Kleine Wunden schließen sich in der Regel schnell und heilen von allein aus. Wenn tiefere Strukturen wie Nerven, Sehnen oder Blutgefäße betroffen sind, kann es zu starken Blutungen, Missempfindungen oder Bewegungseinschränkungen kommen. In diesen Fällen ist immer eine ärztliche Behandlung nötig. Auch wenn es zu Entzündungsanzeichen wie Rötung, Schwellung oder Fieber kommt, sollten Betroffene unbedingt einen Arzt aufsuchen.
Folgen / Komplikationen
Wenn Schmutz, Bakterien oder Fremdkörper in der Wunde verbleiben, kann sich diese entzünden. Je länger eine Wunde verunreinigt bleibt, desto größer ist das Risiko einer Entzündung. In schweren Fällen kann es zu einer lebensbedrohlichen Sepsis (Blutvergiftung) kommen. Werden Nerven oder Sehnen verletzt, muss die Wunde unbedingt ärztlich behandelt werden, damit Bewegung und Empfinden möglichst nicht dauerhaft eingeschränkt werden.
Ursachen / Risikofaktoren
Platzwunden entstehen durch mechanische Einwirkungen, zum Beispiel durch Stöße oder andere äußere Kräfte. Das Risiko für Komplikationen ist erhöht, wenn die Wunde tief oder groß ist, sie stark verschmutzt ist, Fremdkörper in der Wunde stecken, die Blutung nicht aufhört, der betroffene Körperteil nicht mehr normal bewegt werden kann oder der Tetanus-Impfschutz nicht ausreichend ist.
Das kann helfen
Das macht der Arzt: Ein Arzt versorgt größere oder tiefere Platzwunden, zum Beispiel durch Nähen, Klammern oder Kleben. Bei Bedarf wird untersucht, ob tiefere Strukturen verletzt sind oder ob sich Fremdkörper in der Wunde befinden. Außerdem überprüft der Arzt, ob eine Tetanusimpfung notwendig ist.
Das kann man selbst tun:
- Die Wunde zunächst kurz bluten lassen, damit Schmutz ausgespült wird. Verschmutzte Wundränder mit Leitungswasser oder eventuell einer Wundspüllösung reinigen.
- Die Wunde mit einem sterilen Pflaster oder Verband abdecken, um sie vor Schmutz und Keimen zu schützen.
- Bei stark blutenden Wunden eventuell einen sterilen Druckverband anlegen.
- Den verletzten Körperteil möglichst hoch lagern.
Bearbeitungsstand: 02.04.2026
Quellenangabe:
Wülker, Orthopädie und Unfallchirurgie, Thieme, (2009), 2. Auflage
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Quetschwunden
Was ist das? - Definition Quetschwunden entstehen, wenn Gewebe durch starken oder länger anhaltenden Druck verletzt wird, zum Beispiel bei Unfällen, Einklemmungen oder langem Liegen. Dabei können Haut, Muskeln und Blutgefäße geschädigt werden; je nach Schwere reichen die Folgen von schmerzhaften Blutergüssen bis hin zu schweren inneren Verletzungen.
Krankheitsbild
Eine Quetschverletzung entsteht, wenn ein Körperteil durch starken Druck oder Einklemmen geschädigt wird. Solche Verletzungen können bei kleineren Unfällen im Haushalt bei Verkehrsunfällen, durch herabfallende Trümmer oder auch durch längeren Druck des eigenen Körpergewichts auftreten, etwa wenn eine Person nach einem Sturz oder Schlaganfall bewegungslos liegen bleibt. Besonders häufig sind Beine und Arme betroffen.
Symptome / Verlauf
Eine Quetschverletzung ist nicht immer sofort erkennbar. Meistens sind Quetschungen sehr schmerzhaft und es bildet sich ein blauer Fleck. Kleinere Quetschungen sollte man kühlen. Sie heilen in der Regel von allein aus.
Bei größeren Quetschungen können im Inneren jedoch schwere Schäden entstehen. Der Schwere der Verletzung hängt davon ab, wie stark der Druck war und wie lange er auf das Gewebe eingewirkt hat. Je länger der Druck anhält, desto größer ist das Risiko, dass sich ein Quetschsyndrom entwickelt. Deshalb ist es wichtig, dass eingeklemmte Personen so schnell wie möglich befreit und medizinisch versorgt werden, unabhängig davon, wie lange sie bereits festgelegen haben. Manchmal verspüren Betroffene übrigens nur geringe Schmerzen und äußerlich können sichtbare Verletzungszeichen fehlen.
Folgen / Komplikationen
Ein Quetschsyndrom kann zu schwerwiegenden Komplikationen führen. Durch den Zerfall von Muskelgewebe gelangen schädliche Stoffe in den Blutkreislauf. Dies kann zu einem Kreislaufschock führen. Außerdem kann es zu Nieren- und Herzproblemen kommen. Auch Amputationen können nach starken Quetschungen nötig sein. Ohne rechtzeitige Behandlung verschlechtert sich die Prognose erheblich.
Risikofaktoren / Ursachen
Ein erhöhtes Risiko für schwere Quetschverletzungen und ein Quetschsyndrom besteht insbesondere bei:
- Verkehrsunfällen mit Einklemmung
- Naturkatastrophen wie Erdbeben oder Gebäudeeinstürzen
- Industrie- und Arbeitsunfällen
- Stürzen mit anschließender Bewegungsunfähigkeit
- längerem Liegen nach Schlaganfall oder Bewusstseinsstörungen
Das kann helfen
Das macht der Arzt: In der medizinischen Versorgung steht bei einer starken Quetschwunde zunächst die rasche Stabilisierung der betroffenen Person im Vordergrund. Flüssigkeitsversorgung und Blutwerte werden kontrolliert. Bei Bedarf gibt der Arzt Medikamente oder leitet einen operativen Eingriff ein. Bei schweren Verläufen ist eine intensivmedizinische Betreuung erforderlich.
Das kann man selbst tun: Als Ersthelfer sollte man zunächst die Unfallstelle absichern und bei Bedarf einen Notarzt rufen. Ansonsten helfen diese Maßnahmen:
- Wenn es sicher möglich ist, die Quetschung so schnell wie möglich beenden
- Bei kleineren Quetschungen die Stelle mit einem Kühlpack kühlen.
- Starke äußere Blutungen durch Druckverband stillen
- Die betroffene Person warmhalten, um Unterkühlung zu vermeiden
- Beruhigend auf die Person einwirken und ihren Zustand ständig beobachten
- Auch ohne sichtbare Verletzungen oder Schmerzen immer eine ärztliche Abklärung veranlassen
Bearbeitungsstand: 02.04.2026
Quellenangabe:
Wülker, Orthopädie und Unfallchirurgie, Thieme, (2009), 2. Auflage
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.