RIVASTIGMIN HEXAL 9,5 mg/24 Std. transd.Pflaster
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Pharmazeutische Informationen
Pflaster transdermal — verschreibungspflichtig.
Detaillierte Anwendungshinweise, Dosierung, Nebenwirkungen und Wechselwirkungen finden Sie unten in den Registerkarten. Beachten Sie stets die Packungsbeilage. Bei Unklarheiten fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.
- PZN:
- 04709899
- Darreichungsform:
- Pflaster transdermal (Pflaster Wirkstoff-freisetzend)
- Packungsgröße:
- 30 Stück
- Wirkstoffstärke:
- 9,5 mg
- Marke:
- RIVASTIGMIN
- Hersteller:
- Hexal AG
- Generikum:
-
Ja
Rechtlicher Status
Verantwortlicher Wirtschaftsakteur gemäß EU-Verordnung 2023/988
GPSRAnwendungshinweise
Die Gesamtdosis sollte nicht ohne Rücksprache mit einem Arzt oder Apotheker überschritten werden.
Art der Anwendung?
Kleben Sie das Arzneimittel auf eine saubere, trockene und unverletzte Hautstelle auf. Drücken Sie es kräftig an. Das Arzneimittel sollte 24 Stunden auf der Hautstelle bleiben. Vor einer erneuten Anwendung an der selben Stelle sollte eine Pause von 14 Tagen abgewartet werden. Für das Aufkleben günstige Körperstellen sind der Oberarm, der Rücken oder Brustkorb. Vermeiden Sie den versehentlichen Kontakt mit Schleimhäuten, Augen und offenen Hautstellen.
Dauer der Anwendung?
Die Anwendungsdauer richtet sich nach Art der Beschwerde und/oder Dauer der Erkrankung und wird deshalb nur von Ihrem Arzt bestimmt.
Überdosierung?
Bei einer Überdosierung kann es unter anderem zu Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, niedrigem Blutdruck oder Pulserniedrigung kommen. Setzen Sie sich bei dem Verdacht auf eine Überdosierung umgehend mit einem Arzt in Verbindung.
Anwendung vergessen?
Setzen Sie die Anwendung zum nächsten vorgeschriebenen Zeitpunkt ganz normal (also nicht mit der doppelten Menge) fort.
Generell gilt: Achten Sie vor allem bei Säuglingen, Kleinkindern und älteren Menschen auf eine gewissenhafte Dosierung. Im Zweifelsfalle fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker nach etwaigen Auswirkungen oder Vorsichtsmaßnahmen.
Eine vom Arzt verordnete Dosierung kann von den Angaben der Packungsbeilage abweichen. Da der Arzt sie individuell abstimmt, sollten Sie das Arzneimittel daher nach seinen Anweisungen anwenden.
Dosierung
Die Dosierung wird in der Regel von Ihrem Arzt langsam erhöht und auf eine für Sie passende Erhaltungsdosis eingestellt.
Für die einzelnen Dosierungsschritte stehen Arzneimittel mit verschiedenen Wirkstoffstärken zur Verfügung.
Das Arzneimittel ist vor allem für die Folgebehandlung geeignet. Für den Behandlungsbeginn stehen Arzneimittel mit niedrigerem Wirkstoffgehalt zur Verfügung.
Abhängig von Ihrer Erkrankung und dem Stadium der Behandlung, wird das Arzneimittel von Ihrem Arzt in der Regel folgendermaßen dosiert:
Patienten mit einer Leberfunktionsstörung: Sie müssen in Absprache mit Ihrem Arzt eventuell die Einzel- oder die Gesamtdosis reduzieren oder den Dosierungsabstand verlängern.
Anwendungsgebiete
- Alzheimer-Demenz
Detaillierte Dosierung
Personenkreis: Erwachsene, Einzeldosis: 1 Pflaster, Gesamtdosis: 1-mal täglich, Zeitpunkt: zum gleichen Zeitpunkt
Wirkstoff
Wirkungsweise
Wie wirkt der Inhaltsstoff des Arzneimittels?
Der Wirkstoff erhöht im Gehirn die Menge eines bestimmten Botenstoffes, dem sog. Acetylcholin. Dieser Botenstoff ist für die Funktionen des Gehirns unverzichtbar und liegt bei einigen Erkrankungen, wie der Demenz, in verminderter Menge vor.
Nebenwirkungen
Welche unerwünschten Wirkungen können auftreten?
- Magen-Darm-Beschwerden, wie:
- Übelkeit
- Erbrechen
- Durchfälle
- Bauchschmerzen
- Appetitlosigkeit
- Gewichtsverlust
- Geschwüre im Verdauungstrakt
- Kopfschmerzen
- Angstzustände
- Depressionen
- Delirium (Verwirrtheit)
- Kurzzeitige Bewusstlosigkeit, die nur wenige Sekunden bis Minuten dauert
- Überempfindlichkeitsreaktionen der Haut, wie:
- Hautausschlag
- Pulserniedrigung
- Harnwegsinfektionen
- Kraftlosigkeit bzw. Schwäche
- Fieber
- Flüssigkeitsmangel (Dehydratation)
- Unruhe
- Aggression
- Schwindel
- Psychische Übererregung mit motorischer Unruhe
- Verdauungsbeschwerden durch Medikamente
- Blasenschwäche mit ungewolltem Harnabgang
- Hautrötung an der Anwendungsstelle
- Juckreiz an der Anwendungsstelle
- Wassereinlagerung an der Anwendungsstelle
- Hautentzündung an der Anwendungsstelle
- Gereizte Anwendungsstelle
Bemerken Sie eine Befindlichkeitsstörung oder Veränderung während der Behandlung, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Für die Information an dieser Stelle werden vor allem Nebenwirkungen berücksichtigt, die bei mindestens einem von 1.000 behandelten Patienten auftreten.
Gegenanzeigen
Was spricht gegen eine Anwendung?
Immer:
- Überempfindlichkeit gegen die Inhaltsstoffe
- Kontaktallergie nach vorangegangener Anwendung von Pflastern mit diesem Wirkstoff
Unter Umständen - sprechen Sie hierzu mit Ihrem Arzt oder Apotheker:
- Erkrankungen des Magen-Darm-Trakts, wie:
- Geschwüre im Verdauungstrakt, auch in der Vorgeschichte
- Atemwegserkrankungen, wie:
- Asthma bronchiale
- Chronisch obstruktive Atemwegserkrankung (chronische Atemwegserkrankung mit einer Verengung der Atemwege)
- Erregungsleitungsstörung am Herzen, wie:
- Sinusknotensyndrom (Störung bei der Entstehung des Herzschlags im Ursprung)
- Sinuatrialer Block (gestörte Entstehung des Herzschlags im Herzvorhof)
- AV-Block (Störung der Erregungsleitung vom Vorhof des Herzens zur Kammer)
- Neigung zu Krampfanfällen
- Störungen beim Wasserlassen, durch Behinderung des Harnabflusses
- Eingeschränkte Leberfunktion
- Bevorstehende größere Operation
Welche Altersgruppe ist zu beachten?
- Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren: Das Arzneimittel darf nicht angewendet werden.
Was ist mit Schwangerschaft und Stillzeit?
- Schwangerschaft: Wenden Sie sich an Ihren Arzt. Es spielen verschiedene Überlegungen eine Rolle, ob und wie das Arzneimittel in der Schwangerschaft angewendet werden kann.
- Stillzeit: Das Arzneimittel darf nicht angewendet werden.
Ist Ihnen das Arzneimittel trotz einer Gegenanzeige verordnet worden, sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker. Der therapeutische Nutzen kann höher sein, als das Risiko, das die Anwendung bei einer Gegenanzeige in sich birgt.
Lagerungsanforderungen
Physische Eigenschaften
- Abmessungen (B × H × L):
- 36 × 80 × 72 mm
Bestellinformationen
- Mindestbestellmenge:
- 1
Aufbewahrung
Aufbewahrung
Lagerung vor Anbruch
Das Arzneimittel muss
- vor Hitze geschützt
- im Dunkeln (z.B. im Umkarton)
aufbewahrt werden.
Aufbewahrung nach Anbruch oder Zubereitung
Das Arzneimittel ist nach Anbruch/Zubereitung nur zur einmaligen Anwendung vorgesehen. Reste müssen verworfen werden!
Wichtige Hinweise
Was sollten Sie beachten?
- Das Reaktionsvermögen kann auch bei bestimmungsgemäßem Gebrauch, vor allem in höheren Dosierungen oder in Kombination mit Alkohol, beeinträchtigt sein. Achten Sie vor allem darauf, wenn Sie am Straßenverkehr teilnehmen oder Maschinen (auch im Haushalt) bedienen, mit denen Sie sich verletzen können.
- Bei Nichteinhaltung des Behandlungsplans sind z.T. schwerwiegende Nebenwirkungen möglich. Eine Überwachung der sachgemäßen Anwendung durch Dritte ist bei gefährdeten Personen notwendig.
- Es kann Arzneimittel geben, mit denen Wechselwirkungen auftreten. Sie sollten deswegen generell vor der Behandlung mit einem neuen Arzneimittel jedes andere, das Sie bereits anwenden, dem Arzt oder Apotheker angeben. Das gilt auch für Arzneimittel, die Sie selbst kaufen, nur gelegentlich anwenden oder deren Anwendung schon einige Zeit zurückliegt.
Bekannte Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln
Nicht kombinieren mit Präparaten die enthalten: Fingolimod hydrochlorid R)-tartrat und weitere
Was kann passieren?
Die Arzneimittel können sich in ihrer Wirkung gegenseitig verstärken. In diesem Zusammenhang können verlangsamter Herzschlag oder auch Herzklopfen auftreten.
Was ist zu tun?
Die Kombination der Arzneimittel sollte mit Ihrem Arzt abgestimmt sein. Ist eine Kombination der Arzneimittel notwendig, können verstärkte Kontrollen erforderlich sein.
Nicht kombinieren mit Präparaten die enthalten: R)-tartrat und weitere
Was kann passieren?
Die Arzneimittel können sich in ihrer Wirkung gegenseitig verstärken. In diesem Zusammenhang können verlangsamter Herzschlag oder auch Herzklopfen auftreten.
Was ist zu tun?
Die Kombination der Arzneimittel sollte mit Ihrem Arzt abgestimmt sein. Ist eine Kombination der Arzneimittel notwendig, können verstärkte Kontrollen erforderlich sein.
Nicht kombinieren mit Präparaten die enthalten: R)-tartrat und weitere
Was kann passieren?
Die Arzneimittel können sich in ihrer Wirkung gegenseitig verstärken. In diesem Zusammenhang können verlangsamter Herzschlag oder auch Herzklopfen auftreten.
Was ist zu tun?
Die Kombination der Arzneimittel sollte mit Ihrem Arzt abgestimmt sein. Ist eine Kombination der Arzneimittel notwendig, können verstärkte Kontrollen erforderlich sein.
Nicht kombinieren mit Präparaten die enthalten: R)-tartrat 2 Tabletten Ponesimod und weitere
Was kann passieren?
Die Arzneimittel können sich in ihrer Wirkung gegenseitig verstärken. In diesem Zusammenhang können verlangsamter Herzschlag oder auch Herzklopfen auftreten.
Was ist zu tun?
Die Kombination der Arzneimittel sollte mit Ihrem Arzt abgestimmt sein. Ist eine Kombination der Arzneimittel notwendig, können verstärkte Kontrollen erforderlich sein.
Nicht kombinieren mit Präparaten die enthalten: R)-tartrat Citalopram hydrobromid Erythromycin estolat Amiodaron hydrochlorid und weitere
Was kann passieren?
Die Arzneimittel können sich in ihrer Wirkung möglicherweise gegenseitig verstärken. In diesem Zusammenhang könnte es zu Herzklopfen, Kurzatmigkeit, Schwindelgefühl oder Ohnmachtsanfällen kommen.
Was ist zu tun?
Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, da bei der Kombination dieser Arzneimittel verstärkte Kontrollen nötig sein können.
Suchen Sie umgehend einen Arzt auf, wenn Sie mindestens eines der genannten Symptome oder Durchfall oder Erbrechen an sich bemerken.
Wer ist besonders betroffen?
- Ältere Patienten
- Frauen
- Patienten mit
~i- vorbestehenden Herzkrankheiten
~i- angeborenem QT-Syndrom
~i- vermindertem Kalzium-, Magnesium- oder Kaliumgehalt im Blut (zum Beispiel durch Erbrechen oder Durchfall)
~i- vergrößertem Herzmuskel
~i- Herzrhythmusstörungen
Nicht kombinieren mit Präparaten die enthalten: R)-tartrat und weitere
Was kann passieren?
Die Arzneimittel können sich in ihrer Wirkung gegenseitig verstärken. In diesem Zusammenhang können verlangsamter Herzschlag mit Schwindelgefühl oder auch Herzklopfen auftreten.
Was ist zu tun?
Die Kombination der Arzneimittel sollte mit Ihrem Arzt abgestimmt sein. Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker darüber, welche Maßnahmen erforderlich sind.
Nicht kombinieren mit Präparaten die enthalten: R)-tartrat Crizotinib und weitere
Was kann passieren?
Bei Kombination der Arzneimittel können unerwünschte Wirkungen wie beispielsweise langsamer Herzschlag und damit zusammenhängend Benommenheit und Schwindel vermehrt auftreten.
Was ist zu tun?
Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, da bei der Kombination dieser Arzneimittel verstärkte Kontrollen oder weitere Maßnahmen (zum Beispiel geänderte Dosierung, Gabe eines alternativen Arzneimittels) nötig sein können.
Nicht kombinieren mit Präparaten die enthalten: R)-tartrat und weitere
Was kann passieren?
Bei Kombination der Arzneimittel können unerwünschte Wirkungen wie beispielsweise langsamer Herzschlag und damit zusammenhängend Benommenheit und Schwindel vermehrt auftreten.
Was ist zu tun?
Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, da bei der Kombination dieser Arzneimittel verstärkte Kontrollen nötig sein können.
Nicht kombinieren mit Präparaten die enthalten: R)-tartrat und weitere
Was kann passieren?
Bei Kombination der Arzneimittel können unerwünschte Wirkungen von diesem Arzneimittel wie beispielsweise Kribbeln im Mund, Unruhe, Schwindel, Zittern, Krämpfe oder Herzklopfen vermehrt auftreten.
Was ist zu tun?
Die Kombination der Arzneimittel wird nicht empfohlen. Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker darüber, welche Maßnahmen erforderlich sind.
Nicht kombinieren mit Präparaten die enthalten: R)-tartrat und weitere
Was kann passieren?
Bei Kombination der Arzneimittel können unerwünschte Wirkungen wie langsamer Herzschlag und damit zusammenhängend Benommenheit und Schwindel vermehrt auftreten.
Was ist zu tun?
Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, da bei der Kombination dieser Arzneimittel verstärkte Kontrollen oder weitere Maßnahmen nötig sein können.
Nicht kombinieren mit Präparaten die enthalten: R)-tartrat und weitere
Was kann passieren?
Bei Kombination der Arzneimittel kann die Wirkung von diesem Arzneimittel verstärkt werden.
Was ist zu tun?
Bitte denken Sie im vorbereitenden Gespräch auf die bevorstehende Operation daran, alle Arzneimittel, die Sie zurzeit anwenden oder bis vor kurzem angewendet haben, anzugeben. Geben Sie dabei auch nicht-verschreibungspflichtige Arzneimittel und Nahrungsergänzungsmittel an.
Wer ist besonders betroffen?
Patienten mit Pseudocholinesterasemangel
Nicht kombinieren mit Präparaten die enthalten: Celiprolol hydrochlorid R)-tartrat Metoprolol succinat und weitere
Was kann passieren?
Bei Kombination der Arzneimittel können unerwünschte Wirkungen vermehrt auftreten wie beispielsweise verlangsamter Herzschlag.
Was ist zu tun?
Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, da bei der Kombination dieser Arzneimittel verstärkte Kontrollen oder weitere Maßnahmen (zum Beispiel geänderte Dosierung, Gabe eines alternativen Arzneimittels) nötig sein können.
Nicht kombinieren mit Präparaten die enthalten: R)-tartrat und weitere
Was kann passieren?
Bei Kombination der Arzneimittel kann die Wirkung von diesem Arzneimittel möglicherweise beeinträchtigt werden.
Was ist zu tun?
Bitte denken Sie im vorbereitenden Gespräch auf die bevorstehende Operation daran, alle Arzneimittel, die Sie zurzeit anwenden oder bis vor kurzem angewendet haben, anzugeben. Geben Sie dabei auch nicht-verschreibungspflichtige Arzneimittel und Nahrungsergänzungsmittel an.
Demenz
Was ist das? - Definition Demenz ist ein Sammelbegriff für verschiedene Erkrankungen, die mit fortschreitenden Verlusten geistiger Fähigkeiten wie Gedächtnis, Denken und Orientierung einhergehen. Diese entstehen bei allen Demenzerkrankungen durch das Absterben von Nervenzellen im Gehirn. Eine Heilung ist bisher nicht möglich, doch man kann das Demenz-Risiko durch Vorsorgemaßnahmen etwas verringern.
Krankheitsbilder
Je nach Demenzform zeigen sich unterschiedliche Krankheitsbilder.
- Alzheimer-Erkrankung: Durch Ablagerungen bestimmter Proteine im Gehirn (Amyloid-beta und Tau-Protein) sterben langsam, aber fortlaufend Nervenzellen ab. Dies beeinträchtigt mit den Jahren zunehmend die geistige Leistungsfähigkeit. Die Alzheimer-Krankheit stellt die häufigste Demenzform dar und tritt typischerweise in höherem Alter auf.
- Vaskuläre Demenz: Infolge von Durchblutungsstörungen im Gehirn etwa bei einem Schlaganfall oder chronischen Blutgefäßerkrankungen sterben Teile des Nervengewebes ab, was zu verschiedenen neurologischen Ausfällen wie etwa Lähmungen, Sprach- und Schluckstörungen oder Einbußen der geistigen Leistungsfähigkeit führt.
- Lewy-Körper-Demenz: Symptome dieses seltenen Leidens ähneln denen der Alzheimer- und der Parkinson-Krankheit. In Nervenzellen der Großhirnrinde finden sich Einschlüsse bestimmter Proteine (Alpha-Synuclein), die auch bei der Parkinson-Krankheit vorkommen, aber an anderer Stelle.
- Frontotemporale Demenz: Auch bei dieser seltenen Demenzform lagern sich bestimmte Proteine im Gehirn ab, besonders auch in für das Verhalten und Sprache wichtigen Bereichen. Die Erkrankung bricht häufig bereits vor dem 65. Lebensjahr aus.
- Parkinson-Demenz: Als Folge der zunächst vor allem durch Bewegungsstörungen gekennzeichneten Erkrankung kann sich möglicherweise auch eine Demenz entwickeln. Es sterben in einem bestimmten Hirnbereich Nervenzellen ab, die den Hirnbotenstoff Dopamin nutzen. In den Nervenzellen finden sich Ablagerungen des Proteins Alpha-Synuclein. Die meisten von Parkinson Betroffenen erkranken um das sechzigste Lebensjahr herum.
- Chronisch Traumatische Enzephalopathie: Wiederholte Stöße gegen den Kopf etwa bei Kontaktsportarten beeinträchtigen womöglich Nervenzellverbindungen. Letztlich kann das zu Ablagerungen bestimmter Proteine (Tau-Proteine) in Nervenzellen führen und diese schädigen. Eine Demenz-Erkrankung mit Parkinson ähnelnden Symptomen kann entstehen.
- Mischformen: Patienten können auch an verschiedene Demenzformen erkranken, etwa an der Alzheimer-Krankheit und Vaskulärer Demenz.
Symptome/Verlauf
je nach Ursache einer Demenz-Erkrankung und individueller Situation der Patienten unterscheiden sich Symptome und Verlauf. In jedem Fall nimmt die geistige Leistungsfähigkeit meist über Jahre hinweg ab. Es leiden das Kurzeit- und dann das Langzeitgedächtnis. Gesichter werden schlechter oder gar nicht mehr erkannt, schließlich auch bei sehr vertrauten Menschen. Zudem verlieren Patienten die Fähigkeit, komplizierte und später auch einfache Alltagstätigkeiten auszuüben, etwa Banküberweisungen durchzuführen, Mahlzeiten zuzubereiten oder sich richtig anzukleiden.
Was ebenfalls leidet, ist die zeitliche und räumliche Orientierung. Betroffene wissen immer öfter nicht den aktuellen Wochentag oder Monat. Zudem finden sie sich zunächst in fremder und später in vertrauter Umgebung nicht mehr zurecht. Verloren geht oft auch ein geregelter Tag-Nacht-Rhythmus. Was besonders Angehörige belastet: Bei an Demenz erkrankten Menschen kann sich die Persönlichkeit verändern, sie ziehen sich zurück, werden fahriger und aggressiver, entwickeln teils Wahnvorstellungen und werden teilnahmsloser.
Folgen/Komplikationen
Menschen mit schwerer Demenz werden wegen fehlender geistiger Leistungsfähigkeit und körperlicher Einschränkungen in erheblichen Maße pflegebedürftig, teils sind sie sogar bettlägerig. Zu den häufigsten Todesursachen gehört die Lungenentzündung. Der Grund: Im Endstadium einer Demenz werden Betroffene anfälliger für Infektionskrankheiten. Und es besteht die Gefahr, dass sich sie sich häufiger verschlucken, es geraten Speichel, Flüssigkeit und Nahrung in die Luftröhre sowie in die Lunge. Auch das kann dort Entzündungen hervorrufen. Zudem steigt bei fortschreitender Demenz die Gefahr von Harnwegsinfektionen, Organversagen und von Stürzen mit Knochenbrüchen.
Ursachen/Risikofaktoren
Es gibt unterschiedliche Ursachen für die verschiedenen Demenz-Erkrankungen. Stets aber sterben vermehrt Nervenzellen ab. Teils liegt das an Durchblutungsstörungen im Gehirn wie bei Vaskulärer Demenz, oft an schädlichen Proteinablagerungen im Hirngewebe wie bei der Alzheimer- oder Parkinson-Krankheit. Was solche Ablagerungen hervorruft und welche anderen Ursachen es noch gibt, wird weiter intensiv erforscht. In einigen Fällen spielen auch genetische Faktoren eine Rolle.
Das kann helfen
Was man selbst tun kann:
Der Alzheimer Forschung Initiative e. V. zufolge ließen sich womöglich bis zu 45 Prozent aller Demenz-Erkrankungen durch einen gesunden Lebensstil verhindern. Dazu gehört unter anderem, das Rauchen aufzugeben, Bluthochdruck, Diabetes und schlechte Cholesterinwerte im Blut zu behandeln, sich regelmäßig zu bewegen, geistig und sozial aktiv zu sein sowie bei Hörproblemen früh Hörhilfen zu nutzen.
Wichtig für Angehörige ist, sich über Demenzerkrankungen etwa unter www.alzheimer-forschung.de und über die Vielfalt von Pflegeangeboten etwa unter www.pflege.de zu informieren. Auch hilfreich ist die Unterstützung durch Selbsthilfegruppen und Beratungsstellen wie etwa Pflegestützpunkte. Eine Anlaufstelle für alle, denen ihr Gedächtnis Sorgen bereitet, ist neben dem Hausarzt und Neurologen auch eine Gedächtnisambulanz, die man mit dieser Bezeichnung für sein Umfeld im Internet suchen kann.
Das macht der Arzt:
Klagen Patienten über Gedächtnis- oder Konzentrationsprobleme, müssen Ärztinnen und Ärzte die vielen möglichen Ursachen dafür prüfen. Oft liegt gar keine Demenz vor, sondern zum Beispiel starker Stress, Schlafmangel, der Mangel an bestimmten Vitaminen, eine Depression oder Schilddrüsenfehlfunktionen.
Sind solche Ursachen ausgeschlossen, kommen bestimmte Tests für die geistige Leistung und weiteren Untersuchungen etwa mittels Ultraschall oder MRT zum Einsatz, um zu prüfen, ob eine Demenz vorliegt und welche Form.
Heilung gibt es bei Demenz-Erkrankungen nicht. Aber die Symptome und die Lebenssituation lassen sich verbessern. Wichtig ist dazu eine gute ärztliche Beratung.
Bearbeitungsstand: 16.12.2025
Quellenangaben:
Thieme, Lexikon der Krankheiten und Untersuchungen, (2006) - Andreae, von Hayek, Weniger, Krankheitslehre für Altenpflege, Thieme, (2006) - Gehlen, Delank, Neurologie, (2010), 12. Auflage - Thieme, Thiemes Altenpflege in Lernfeldern, Thieme, (2008)
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Pflaster transdermal — verschreibungspflichtig.
Detaillierte Anwendungshinweise, Dosierung, Nebenwirkungen und Wechselwirkungen finden Sie unten in den Registerkarten. Beachten Sie stets die Packungsbeilage. Bei Unklarheiten fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.
- PZN:
- 04709899
- Darreichungsform:
- Pflaster transdermal (Pflaster Wirkstoff-freisetzend)
- Packungsgröße:
- 30 Stück
- Wirkstoffstärke:
- 9,5 mg
- Marke:
- RIVASTIGMIN
- Hersteller:
- Hexal AG
- Generikum:
-
Ja
Rechtlicher Status
Verantwortlicher Wirtschaftsakteur gemäß EU-Verordnung 2023/988
GPSRAnwendungshinweise
Die Gesamtdosis sollte nicht ohne Rücksprache mit einem Arzt oder Apotheker überschritten werden.
Art der Anwendung?
Kleben Sie das Arzneimittel auf eine saubere, trockene und unverletzte Hautstelle auf. Drücken Sie es kräftig an. Das Arzneimittel sollte 24 Stunden auf der Hautstelle bleiben. Vor einer erneuten Anwendung an der selben Stelle sollte eine Pause von 14 Tagen abgewartet werden. Für das Aufkleben günstige Körperstellen sind der Oberarm, der Rücken oder Brustkorb. Vermeiden Sie den versehentlichen Kontakt mit Schleimhäuten, Augen und offenen Hautstellen.
Dauer der Anwendung?
Die Anwendungsdauer richtet sich nach Art der Beschwerde und/oder Dauer der Erkrankung und wird deshalb nur von Ihrem Arzt bestimmt.
Überdosierung?
Bei einer Überdosierung kann es unter anderem zu Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, niedrigem Blutdruck oder Pulserniedrigung kommen. Setzen Sie sich bei dem Verdacht auf eine Überdosierung umgehend mit einem Arzt in Verbindung.
Anwendung vergessen?
Setzen Sie die Anwendung zum nächsten vorgeschriebenen Zeitpunkt ganz normal (also nicht mit der doppelten Menge) fort.
Generell gilt: Achten Sie vor allem bei Säuglingen, Kleinkindern und älteren Menschen auf eine gewissenhafte Dosierung. Im Zweifelsfalle fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker nach etwaigen Auswirkungen oder Vorsichtsmaßnahmen.
Eine vom Arzt verordnete Dosierung kann von den Angaben der Packungsbeilage abweichen. Da der Arzt sie individuell abstimmt, sollten Sie das Arzneimittel daher nach seinen Anweisungen anwenden.
Dosierung
Die Dosierung wird in der Regel von Ihrem Arzt langsam erhöht und auf eine für Sie passende Erhaltungsdosis eingestellt.
Für die einzelnen Dosierungsschritte stehen Arzneimittel mit verschiedenen Wirkstoffstärken zur Verfügung.
Das Arzneimittel ist vor allem für die Folgebehandlung geeignet. Für den Behandlungsbeginn stehen Arzneimittel mit niedrigerem Wirkstoffgehalt zur Verfügung.
Abhängig von Ihrer Erkrankung und dem Stadium der Behandlung, wird das Arzneimittel von Ihrem Arzt in der Regel folgendermaßen dosiert:
Patienten mit einer Leberfunktionsstörung: Sie müssen in Absprache mit Ihrem Arzt eventuell die Einzel- oder die Gesamtdosis reduzieren oder den Dosierungsabstand verlängern.
Anwendungsgebiete
- Alzheimer-Demenz
Detaillierte Dosierung
Personenkreis: Erwachsene, Einzeldosis: 1 Pflaster, Gesamtdosis: 1-mal täglich, Zeitpunkt: zum gleichen Zeitpunkt
Wirkstoff
Wirkungsweise
Wie wirkt der Inhaltsstoff des Arzneimittels?
Der Wirkstoff erhöht im Gehirn die Menge eines bestimmten Botenstoffes, dem sog. Acetylcholin. Dieser Botenstoff ist für die Funktionen des Gehirns unverzichtbar und liegt bei einigen Erkrankungen, wie der Demenz, in verminderter Menge vor.
Nebenwirkungen
Welche unerwünschten Wirkungen können auftreten?
- Magen-Darm-Beschwerden, wie:
- Übelkeit
- Erbrechen
- Durchfälle
- Bauchschmerzen
- Appetitlosigkeit
- Gewichtsverlust
- Geschwüre im Verdauungstrakt
- Kopfschmerzen
- Angstzustände
- Depressionen
- Delirium (Verwirrtheit)
- Kurzzeitige Bewusstlosigkeit, die nur wenige Sekunden bis Minuten dauert
- Überempfindlichkeitsreaktionen der Haut, wie:
- Hautausschlag
- Pulserniedrigung
- Harnwegsinfektionen
- Kraftlosigkeit bzw. Schwäche
- Fieber
- Flüssigkeitsmangel (Dehydratation)
- Unruhe
- Aggression
- Schwindel
- Psychische Übererregung mit motorischer Unruhe
- Verdauungsbeschwerden durch Medikamente
- Blasenschwäche mit ungewolltem Harnabgang
- Hautrötung an der Anwendungsstelle
- Juckreiz an der Anwendungsstelle
- Wassereinlagerung an der Anwendungsstelle
- Hautentzündung an der Anwendungsstelle
- Gereizte Anwendungsstelle
Bemerken Sie eine Befindlichkeitsstörung oder Veränderung während der Behandlung, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Für die Information an dieser Stelle werden vor allem Nebenwirkungen berücksichtigt, die bei mindestens einem von 1.000 behandelten Patienten auftreten.
Gegenanzeigen
Was spricht gegen eine Anwendung?
Immer:
- Überempfindlichkeit gegen die Inhaltsstoffe
- Kontaktallergie nach vorangegangener Anwendung von Pflastern mit diesem Wirkstoff
Unter Umständen - sprechen Sie hierzu mit Ihrem Arzt oder Apotheker:
- Erkrankungen des Magen-Darm-Trakts, wie:
- Geschwüre im Verdauungstrakt, auch in der Vorgeschichte
- Atemwegserkrankungen, wie:
- Asthma bronchiale
- Chronisch obstruktive Atemwegserkrankung (chronische Atemwegserkrankung mit einer Verengung der Atemwege)
- Erregungsleitungsstörung am Herzen, wie:
- Sinusknotensyndrom (Störung bei der Entstehung des Herzschlags im Ursprung)
- Sinuatrialer Block (gestörte Entstehung des Herzschlags im Herzvorhof)
- AV-Block (Störung der Erregungsleitung vom Vorhof des Herzens zur Kammer)
- Neigung zu Krampfanfällen
- Störungen beim Wasserlassen, durch Behinderung des Harnabflusses
- Eingeschränkte Leberfunktion
- Bevorstehende größere Operation
Welche Altersgruppe ist zu beachten?
- Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren: Das Arzneimittel darf nicht angewendet werden.
Was ist mit Schwangerschaft und Stillzeit?
- Schwangerschaft: Wenden Sie sich an Ihren Arzt. Es spielen verschiedene Überlegungen eine Rolle, ob und wie das Arzneimittel in der Schwangerschaft angewendet werden kann.
- Stillzeit: Das Arzneimittel darf nicht angewendet werden.
Ist Ihnen das Arzneimittel trotz einer Gegenanzeige verordnet worden, sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker. Der therapeutische Nutzen kann höher sein, als das Risiko, das die Anwendung bei einer Gegenanzeige in sich birgt.
Lagerungsanforderungen
Physische Eigenschaften
- Abmessungen (B × H × L):
- 36 × 80 × 72 mm
Bestellinformationen
- Mindestbestellmenge:
- 1
Aufbewahrung
Aufbewahrung
Lagerung vor Anbruch
Das Arzneimittel muss
- vor Hitze geschützt
- im Dunkeln (z.B. im Umkarton)
aufbewahrt werden.
Aufbewahrung nach Anbruch oder Zubereitung
Das Arzneimittel ist nach Anbruch/Zubereitung nur zur einmaligen Anwendung vorgesehen. Reste müssen verworfen werden!
Wichtige Hinweise
Was sollten Sie beachten?
- Das Reaktionsvermögen kann auch bei bestimmungsgemäßem Gebrauch, vor allem in höheren Dosierungen oder in Kombination mit Alkohol, beeinträchtigt sein. Achten Sie vor allem darauf, wenn Sie am Straßenverkehr teilnehmen oder Maschinen (auch im Haushalt) bedienen, mit denen Sie sich verletzen können.
- Bei Nichteinhaltung des Behandlungsplans sind z.T. schwerwiegende Nebenwirkungen möglich. Eine Überwachung der sachgemäßen Anwendung durch Dritte ist bei gefährdeten Personen notwendig.
- Es kann Arzneimittel geben, mit denen Wechselwirkungen auftreten. Sie sollten deswegen generell vor der Behandlung mit einem neuen Arzneimittel jedes andere, das Sie bereits anwenden, dem Arzt oder Apotheker angeben. Das gilt auch für Arzneimittel, die Sie selbst kaufen, nur gelegentlich anwenden oder deren Anwendung schon einige Zeit zurückliegt.
Bekannte Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln
Was kann passieren?
Die Arzneimittel können sich in ihrer Wirkung gegenseitig verstärken. In diesem Zusammenhang können verlangsamter Herzschlag oder auch Herzklopfen auftreten.
Was ist zu tun?
Die Kombination der Arzneimittel sollte mit Ihrem Arzt abgestimmt sein. Ist eine Kombination der Arzneimittel notwendig, können verstärkte Kontrollen erforderlich sein.
Was kann passieren?
Die Arzneimittel können sich in ihrer Wirkung gegenseitig verstärken. In diesem Zusammenhang können verlangsamter Herzschlag oder auch Herzklopfen auftreten.
Was ist zu tun?
Die Kombination der Arzneimittel sollte mit Ihrem Arzt abgestimmt sein. Ist eine Kombination der Arzneimittel notwendig, können verstärkte Kontrollen erforderlich sein.
Was kann passieren?
Die Arzneimittel können sich in ihrer Wirkung gegenseitig verstärken. In diesem Zusammenhang können verlangsamter Herzschlag oder auch Herzklopfen auftreten.
Was ist zu tun?
Die Kombination der Arzneimittel sollte mit Ihrem Arzt abgestimmt sein. Ist eine Kombination der Arzneimittel notwendig, können verstärkte Kontrollen erforderlich sein.
Was kann passieren?
Die Arzneimittel können sich in ihrer Wirkung gegenseitig verstärken. In diesem Zusammenhang können verlangsamter Herzschlag oder auch Herzklopfen auftreten.
Was ist zu tun?
Die Kombination der Arzneimittel sollte mit Ihrem Arzt abgestimmt sein. Ist eine Kombination der Arzneimittel notwendig, können verstärkte Kontrollen erforderlich sein.
Was kann passieren?
Die Arzneimittel können sich in ihrer Wirkung möglicherweise gegenseitig verstärken. In diesem Zusammenhang könnte es zu Herzklopfen, Kurzatmigkeit, Schwindelgefühl oder Ohnmachtsanfällen kommen.
Was ist zu tun?
Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, da bei der Kombination dieser Arzneimittel verstärkte Kontrollen nötig sein können.
Suchen Sie umgehend einen Arzt auf, wenn Sie mindestens eines der genannten Symptome oder Durchfall oder Erbrechen an sich bemerken.
Wer ist besonders betroffen?
- Ältere Patienten
- Frauen
- Patienten mit
~i- vorbestehenden Herzkrankheiten
~i- angeborenem QT-Syndrom
~i- vermindertem Kalzium-, Magnesium- oder Kaliumgehalt im Blut (zum Beispiel durch Erbrechen oder Durchfall)
~i- vergrößertem Herzmuskel
~i- Herzrhythmusstörungen
Was kann passieren?
Die Arzneimittel können sich in ihrer Wirkung gegenseitig verstärken. In diesem Zusammenhang können verlangsamter Herzschlag mit Schwindelgefühl oder auch Herzklopfen auftreten.
Was ist zu tun?
Die Kombination der Arzneimittel sollte mit Ihrem Arzt abgestimmt sein. Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker darüber, welche Maßnahmen erforderlich sind.
Was kann passieren?
Bei Kombination der Arzneimittel können unerwünschte Wirkungen wie beispielsweise langsamer Herzschlag und damit zusammenhängend Benommenheit und Schwindel vermehrt auftreten.
Was ist zu tun?
Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, da bei der Kombination dieser Arzneimittel verstärkte Kontrollen oder weitere Maßnahmen (zum Beispiel geänderte Dosierung, Gabe eines alternativen Arzneimittels) nötig sein können.
Was kann passieren?
Bei Kombination der Arzneimittel können unerwünschte Wirkungen wie beispielsweise langsamer Herzschlag und damit zusammenhängend Benommenheit und Schwindel vermehrt auftreten.
Was ist zu tun?
Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, da bei der Kombination dieser Arzneimittel verstärkte Kontrollen nötig sein können.
Was kann passieren?
Bei Kombination der Arzneimittel können unerwünschte Wirkungen von diesem Arzneimittel wie beispielsweise Kribbeln im Mund, Unruhe, Schwindel, Zittern, Krämpfe oder Herzklopfen vermehrt auftreten.
Was ist zu tun?
Die Kombination der Arzneimittel wird nicht empfohlen. Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker darüber, welche Maßnahmen erforderlich sind.
Was kann passieren?
Bei Kombination der Arzneimittel können unerwünschte Wirkungen wie langsamer Herzschlag und damit zusammenhängend Benommenheit und Schwindel vermehrt auftreten.
Was ist zu tun?
Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, da bei der Kombination dieser Arzneimittel verstärkte Kontrollen oder weitere Maßnahmen nötig sein können.
Was kann passieren?
Bei Kombination der Arzneimittel kann die Wirkung von diesem Arzneimittel verstärkt werden.
Was ist zu tun?
Bitte denken Sie im vorbereitenden Gespräch auf die bevorstehende Operation daran, alle Arzneimittel, die Sie zurzeit anwenden oder bis vor kurzem angewendet haben, anzugeben. Geben Sie dabei auch nicht-verschreibungspflichtige Arzneimittel und Nahrungsergänzungsmittel an.
Wer ist besonders betroffen?
Patienten mit Pseudocholinesterasemangel
Was kann passieren?
Bei Kombination der Arzneimittel können unerwünschte Wirkungen vermehrt auftreten wie beispielsweise verlangsamter Herzschlag.
Was ist zu tun?
Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, da bei der Kombination dieser Arzneimittel verstärkte Kontrollen oder weitere Maßnahmen (zum Beispiel geänderte Dosierung, Gabe eines alternativen Arzneimittels) nötig sein können.
Was kann passieren?
Bei Kombination der Arzneimittel kann die Wirkung von diesem Arzneimittel möglicherweise beeinträchtigt werden.
Was ist zu tun?
Bitte denken Sie im vorbereitenden Gespräch auf die bevorstehende Operation daran, alle Arzneimittel, die Sie zurzeit anwenden oder bis vor kurzem angewendet haben, anzugeben. Geben Sie dabei auch nicht-verschreibungspflichtige Arzneimittel und Nahrungsergänzungsmittel an.
Demenz
Was ist das? - Definition Demenz ist ein Sammelbegriff für verschiedene Erkrankungen, die mit fortschreitenden Verlusten geistiger Fähigkeiten wie Gedächtnis, Denken und Orientierung einhergehen. Diese entstehen bei allen Demenzerkrankungen durch das Absterben von Nervenzellen im Gehirn. Eine Heilung ist bisher nicht möglich, doch man kann das Demenz-Risiko durch Vorsorgemaßnahmen etwas verringern.
Krankheitsbilder
Je nach Demenzform zeigen sich unterschiedliche Krankheitsbilder.
- Alzheimer-Erkrankung: Durch Ablagerungen bestimmter Proteine im Gehirn (Amyloid-beta und Tau-Protein) sterben langsam, aber fortlaufend Nervenzellen ab. Dies beeinträchtigt mit den Jahren zunehmend die geistige Leistungsfähigkeit. Die Alzheimer-Krankheit stellt die häufigste Demenzform dar und tritt typischerweise in höherem Alter auf.
- Vaskuläre Demenz: Infolge von Durchblutungsstörungen im Gehirn etwa bei einem Schlaganfall oder chronischen Blutgefäßerkrankungen sterben Teile des Nervengewebes ab, was zu verschiedenen neurologischen Ausfällen wie etwa Lähmungen, Sprach- und Schluckstörungen oder Einbußen der geistigen Leistungsfähigkeit führt.
- Lewy-Körper-Demenz: Symptome dieses seltenen Leidens ähneln denen der Alzheimer- und der Parkinson-Krankheit. In Nervenzellen der Großhirnrinde finden sich Einschlüsse bestimmter Proteine (Alpha-Synuclein), die auch bei der Parkinson-Krankheit vorkommen, aber an anderer Stelle.
- Frontotemporale Demenz: Auch bei dieser seltenen Demenzform lagern sich bestimmte Proteine im Gehirn ab, besonders auch in für das Verhalten und Sprache wichtigen Bereichen. Die Erkrankung bricht häufig bereits vor dem 65. Lebensjahr aus.
- Parkinson-Demenz: Als Folge der zunächst vor allem durch Bewegungsstörungen gekennzeichneten Erkrankung kann sich möglicherweise auch eine Demenz entwickeln. Es sterben in einem bestimmten Hirnbereich Nervenzellen ab, die den Hirnbotenstoff Dopamin nutzen. In den Nervenzellen finden sich Ablagerungen des Proteins Alpha-Synuclein. Die meisten von Parkinson Betroffenen erkranken um das sechzigste Lebensjahr herum.
- Chronisch Traumatische Enzephalopathie: Wiederholte Stöße gegen den Kopf etwa bei Kontaktsportarten beeinträchtigen womöglich Nervenzellverbindungen. Letztlich kann das zu Ablagerungen bestimmter Proteine (Tau-Proteine) in Nervenzellen führen und diese schädigen. Eine Demenz-Erkrankung mit Parkinson ähnelnden Symptomen kann entstehen.
- Mischformen: Patienten können auch an verschiedene Demenzformen erkranken, etwa an der Alzheimer-Krankheit und Vaskulärer Demenz.
Symptome/Verlauf
je nach Ursache einer Demenz-Erkrankung und individueller Situation der Patienten unterscheiden sich Symptome und Verlauf. In jedem Fall nimmt die geistige Leistungsfähigkeit meist über Jahre hinweg ab. Es leiden das Kurzeit- und dann das Langzeitgedächtnis. Gesichter werden schlechter oder gar nicht mehr erkannt, schließlich auch bei sehr vertrauten Menschen. Zudem verlieren Patienten die Fähigkeit, komplizierte und später auch einfache Alltagstätigkeiten auszuüben, etwa Banküberweisungen durchzuführen, Mahlzeiten zuzubereiten oder sich richtig anzukleiden.
Was ebenfalls leidet, ist die zeitliche und räumliche Orientierung. Betroffene wissen immer öfter nicht den aktuellen Wochentag oder Monat. Zudem finden sie sich zunächst in fremder und später in vertrauter Umgebung nicht mehr zurecht. Verloren geht oft auch ein geregelter Tag-Nacht-Rhythmus. Was besonders Angehörige belastet: Bei an Demenz erkrankten Menschen kann sich die Persönlichkeit verändern, sie ziehen sich zurück, werden fahriger und aggressiver, entwickeln teils Wahnvorstellungen und werden teilnahmsloser.
Folgen/Komplikationen
Menschen mit schwerer Demenz werden wegen fehlender geistiger Leistungsfähigkeit und körperlicher Einschränkungen in erheblichen Maße pflegebedürftig, teils sind sie sogar bettlägerig. Zu den häufigsten Todesursachen gehört die Lungenentzündung. Der Grund: Im Endstadium einer Demenz werden Betroffene anfälliger für Infektionskrankheiten. Und es besteht die Gefahr, dass sich sie sich häufiger verschlucken, es geraten Speichel, Flüssigkeit und Nahrung in die Luftröhre sowie in die Lunge. Auch das kann dort Entzündungen hervorrufen. Zudem steigt bei fortschreitender Demenz die Gefahr von Harnwegsinfektionen, Organversagen und von Stürzen mit Knochenbrüchen.
Ursachen/Risikofaktoren
Es gibt unterschiedliche Ursachen für die verschiedenen Demenz-Erkrankungen. Stets aber sterben vermehrt Nervenzellen ab. Teils liegt das an Durchblutungsstörungen im Gehirn wie bei Vaskulärer Demenz, oft an schädlichen Proteinablagerungen im Hirngewebe wie bei der Alzheimer- oder Parkinson-Krankheit. Was solche Ablagerungen hervorruft und welche anderen Ursachen es noch gibt, wird weiter intensiv erforscht. In einigen Fällen spielen auch genetische Faktoren eine Rolle.
Das kann helfen
Was man selbst tun kann:
Der Alzheimer Forschung Initiative e. V. zufolge ließen sich womöglich bis zu 45 Prozent aller Demenz-Erkrankungen durch einen gesunden Lebensstil verhindern. Dazu gehört unter anderem, das Rauchen aufzugeben, Bluthochdruck, Diabetes und schlechte Cholesterinwerte im Blut zu behandeln, sich regelmäßig zu bewegen, geistig und sozial aktiv zu sein sowie bei Hörproblemen früh Hörhilfen zu nutzen.
Wichtig für Angehörige ist, sich über Demenzerkrankungen etwa unter www.alzheimer-forschung.de und über die Vielfalt von Pflegeangeboten etwa unter www.pflege.de zu informieren. Auch hilfreich ist die Unterstützung durch Selbsthilfegruppen und Beratungsstellen wie etwa Pflegestützpunkte. Eine Anlaufstelle für alle, denen ihr Gedächtnis Sorgen bereitet, ist neben dem Hausarzt und Neurologen auch eine Gedächtnisambulanz, die man mit dieser Bezeichnung für sein Umfeld im Internet suchen kann.
Das macht der Arzt:
Klagen Patienten über Gedächtnis- oder Konzentrationsprobleme, müssen Ärztinnen und Ärzte die vielen möglichen Ursachen dafür prüfen. Oft liegt gar keine Demenz vor, sondern zum Beispiel starker Stress, Schlafmangel, der Mangel an bestimmten Vitaminen, eine Depression oder Schilddrüsenfehlfunktionen.
Sind solche Ursachen ausgeschlossen, kommen bestimmte Tests für die geistige Leistung und weiteren Untersuchungen etwa mittels Ultraschall oder MRT zum Einsatz, um zu prüfen, ob eine Demenz vorliegt und welche Form.
Heilung gibt es bei Demenz-Erkrankungen nicht. Aber die Symptome und die Lebenssituation lassen sich verbessern. Wichtig ist dazu eine gute ärztliche Beratung.
Bearbeitungsstand: 16.12.2025
Quellenangaben:
Thieme, Lexikon der Krankheiten und Untersuchungen, (2006) - Andreae, von Hayek, Weniger, Krankheitslehre für Altenpflege, Thieme, (2006) - Gehlen, Delank, Neurologie, (2010), 12. Auflage - Thieme, Thiemes Altenpflege in Lernfeldern, Thieme, (2008)
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.