RIVASTIGMIN dura 6 mg Hartkapseln
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Pharmazeutische Informationen
Hartkapseln — verschreibungspflichtig.
Detaillierte Anwendungshinweise, Dosierung, Nebenwirkungen und Wechselwirkungen finden Sie unten in den Registerkarten. Beachten Sie stets die Packungsbeilage. Bei Unklarheiten fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.
- PZN:
- 09289315
- Darreichungsform:
- Hartkapseln (Kapseln)
- Packungsgröße:
- 112 Stück
- Wirkstoffstärke:
- 6 mg
- Marke:
- RIVASTIGMIN
- Hersteller:
- Viatris Healthcare GmbH
- Generikum:
-
Ja
Rechtlicher Status
Verantwortlicher Wirtschaftsakteur gemäß EU-Verordnung 2023/988
GPSRAnwendungshinweise
Die Gesamtdosis sollte nicht ohne Rücksprache mit einem Arzt oder Apotheker überschritten werden.
Art der Anwendung?
Nehmen Sie das Arzneimittel im Ganzen mit Flüssigkeit (z.B. 1 Glas Wasser) ein.
Dauer der Anwendung?
Die Anwendungsdauer richtet sich nach Art der Beschwerde und/oder Dauer der Erkrankung und wird deshalb nur von Ihrem Arzt bestimmt.
Überdosierung?
Bei einer Überdosierung kann es unter anderem zu Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Bluthochdruck oder Pulserniedrigung kommen. Setzen Sie sich bei dem Verdacht auf eine Überdosierung umgehend mit einem Arzt in Verbindung.
Einnahme vergessen?
Setzen Sie die Einnahme zum nächsten vorgeschriebenen Zeitpunkt ganz normal (also nicht mit der doppelten Menge) fort.
Generell gilt: Achten Sie vor allem bei Säuglingen, Kleinkindern und älteren Menschen auf eine gewissenhafte Dosierung. Im Zweifelsfalle fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker nach etwaigen Auswirkungen oder Vorsichtsmaßnahmen.
Eine vom Arzt verordnete Dosierung kann von den Angaben der Packungsbeilage abweichen. Da der Arzt sie individuell abstimmt, sollten Sie das Arzneimittel daher nach seinen Anweisungen anwenden.
Dosierung
Die Dosierung wird in der Regel von Ihrem Arzt langsam erhöht und auf eine für Sie passende Erhaltungsdosis eingestellt.
Für die einzelnen Dosierungsschritte stehen Arzneimittel mit verschiedenen Wirkstoffstärken zur Verfügung.
Das Arzneimittel ist vor allem für die Folgebehandlung geeignet. Für den Behandlungsbeginn stehen Arzneimittel mit niedrigerem Wirkstoffgehalt zur Verfügung.
Abhängig von Ihrer Erkrankung und dem Stadium der Behandlung, wird das Arzneimittel von Ihrem Arzt in der Regel folgendermaßen dosiert:
Höchstdosis: Eine Dosis von 2 Kapseln pro Tag sollte nicht überschritten werden.
Patienten mit einer Leber- oder Nierenfunktionsstörung: Sie müssen in Absprache mit Ihrem Arzt eventuell die Einzel- oder die Gesamtdosis reduzieren oder den Dosierungsabstand verlängern.
Anwendungsgebiete
- Alzheimer-Demenz
- Demenz bei Parkinsonkrankheit
Detaillierte Dosierung
Personenkreis: Erwachsene, Einzeldosis: 1 Kapsel, Gesamtdosis: 2-mal täglich, Zeitpunkt: morgens und abends, zu der Mahlzeit
Wirkstoff
Wirkungsweise
Wie wirkt der Inhaltsstoff des Arzneimittels?
Der Wirkstoff erhöht im Gehirn die Menge eines bestimmten Botenstoffes, dem sog. Acetylcholin. Dieser Botenstoff ist für die Funktionen des Gehirns unverzichtbar und liegt bei einigen Erkrankungen, wie der Demenz, in verminderter Menge vor.
Nebenwirkungen
Welche unerwünschten Wirkungen können auftreten?
Patienten mit Alzheimer-Demenz:
- Appetitlosigkeit
- Schwindel
- Übelkeit
- Erbrechen
- Durchfälle
- Albträume
- Antriebssteigerung
- Verwirrtheit
- Angstzustände
- Kopfschmerzen
- Schläfrigkeit
- Zittern
- Bauchschmerzen
- Verdauungsbeschwerden durch Medikamente
- Schwitzen
- Müdigkeit
- Kraftlosigkeit bzw. Schwäche
- Unwohlsein
- Gewichtsverlust
- Schlaflosigkeit
- Depressionen
- Kurzzeitige Bewusstlosigkeit, die nur wenige Sekunden bis Minuten dauert
- Leberfunktionsstörungen
- Sturzgefahr
Patienten mit Demenz bei Parkinsonkrankheit:
- Zittern
- Übelkeit
- Erbrechen
- Sturzgefahr
- Appetitlosigkeit
- Flüssigkeitsmangel (Dehydratation)
- Schlaflosigkeit
- Angstzustände
- Unruhe
- Halluzinationen
- Depressionen
- Schwindel
- Schläfrigkeit
- Kopfschmerzen
- Verschlechterung der Parkinsonerkrankung
- Verlangsamte Bewegung
- Bewegungsstörung
- Verminderte Bewegungen
- Muskelsteifigkeit mit ruckartigen Bewegungen
- Pulserniedrigung
- Bluthochdruck
- Durchfälle
- Bauchschmerzen
- Verdauungsbeschwerden durch Medikamente
- Vermehrter Speichelfluss
- Schwitzen
- Müdigkeit
- Kraftlosigkeit bzw. Schwäche
- Unsicherer oder ungewöhnlicher Gang
- Kleinschrittiger Gang bei der Parkinson-Erkrankung (Parkinsongang)
- Bewegungsstörung mit Muskelkontraktionen
- Vorhofflimmern (Rhythmusstörung des Herzvorhofes)
- AV-Block (gestörter Herzschlag bei der Überleitung vom Vorhof zur Kammer)
- Niedriger Blutdruck
Bemerken Sie eine Befindlichkeitsstörung oder Veränderung während der Behandlung, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Für die Information an dieser Stelle werden vor allem Nebenwirkungen berücksichtigt, die bei mindestens einem von 1.000 behandelten Patienten auftreten.
Gegenanzeigen
Was spricht gegen eine Anwendung?
Immer:
- Überempfindlichkeit gegen die Inhaltsstoffe
- Kontaktallergie nach vorangegangener Anwendung von Pflastern mit diesem Wirkstoff
Unter Umständen - sprechen Sie hierzu mit Ihrem Arzt oder Apotheker:
- Erkrankungen des Magen-Darm-Trakts, wie:
- Geschwüre im Verdauungstrakt, auch in der Vorgeschichte
- Atemwegserkrankungen, wie:
- Asthma bronchiale
- Chronisch obstruktive Atemwegserkrankung (chronische Atemwegserkrankung mit einer Verengung der Atemwege)
- Erregungsleitungsstörung am Herzen, wie:
- Sinusknotensyndrom (Störung bei der Entstehung des Herzschlags im Ursprung)
- Sinuatrialer Block (gestörte Entstehung des Herzschlags im Herzvorhof)
- AV-Block (Störung der Erregungsleitung vom Vorhof des Herzens zur Kammer)
- Neigung zu Krampfanfällen
- Störungen beim Wasserlassen, durch Behinderung des Harnabflusses
- Eingeschränkte Leberfunktion
- Eingeschränkte Nierenfunktion
- Gefahr der QT-Intervallverlängerung
Welche Altersgruppe ist zu beachten?
- Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren: Das Arzneimittel darf nicht angewendet werden.
Was ist mit Schwangerschaft und Stillzeit?
- Schwangerschaft: Wenden Sie sich an Ihren Arzt. Es spielen verschiedene Überlegungen eine Rolle, ob und wie das Arzneimittel in der Schwangerschaft angewendet werden kann.
- Stillzeit: Das Arzneimittel darf nicht angewendet werden.
Ist Ihnen das Arzneimittel trotz einer Gegenanzeige verordnet worden, sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker. Der therapeutische Nutzen kann höher sein, als das Risiko, das die Anwendung bei einer Gegenanzeige in sich birgt.
Lagerungsanforderungen
Wichtige Hinweise
Was sollten Sie beachten?
- Das Reaktionsvermögen kann auch bei bestimmungsgemäßem Gebrauch, vor allem in höheren Dosierungen oder in Kombination mit Alkohol, beeinträchtigt sein. Achten Sie vor allem darauf, wenn Sie am Straßenverkehr teilnehmen oder Maschinen (auch im Haushalt) bedienen, mit denen Sie sich verletzen können.
- Bei Nichteinhaltung des Behandlungsplans sind z.T. schwerwiegende Nebenwirkungen möglich. Eine Überwachung der sachgemäßen Anwendung durch Dritte ist bei gefährdeten Personen notwendig.
- Es kann Arzneimittel geben, mit denen Wechselwirkungen auftreten. Sie sollten deswegen generell vor der Behandlung mit einem neuen Arzneimittel jedes andere, das Sie bereits anwenden, dem Arzt oder Apotheker angeben. Das gilt auch für Arzneimittel, die Sie selbst kaufen, nur gelegentlich anwenden oder deren Anwendung schon einige Zeit zurückliegt.
Bekannte Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln
Nicht kombinieren mit Präparaten die enthalten: Fingolimod hydrochlorid und weitere
Was kann passieren?
Die Arzneimittel können sich in ihrer Wirkung gegenseitig verstärken. In diesem Zusammenhang können verlangsamter Herzschlag oder auch Herzklopfen auftreten.
Was ist zu tun?
Die Kombination der Arzneimittel sollte mit Ihrem Arzt abgestimmt sein. Ist eine Kombination der Arzneimittel notwendig, können verstärkte Kontrollen erforderlich sein.
Was kann passieren?
Die Arzneimittel können sich in ihrer Wirkung gegenseitig verstärken. In diesem Zusammenhang können verlangsamter Herzschlag oder auch Herzklopfen auftreten.
Was ist zu tun?
Die Kombination der Arzneimittel sollte mit Ihrem Arzt abgestimmt sein. Ist eine Kombination der Arzneimittel notwendig, können verstärkte Kontrollen erforderlich sein.
Was kann passieren?
Die Arzneimittel können sich in ihrer Wirkung gegenseitig verstärken. In diesem Zusammenhang können verlangsamter Herzschlag oder auch Herzklopfen auftreten.
Was ist zu tun?
Die Kombination der Arzneimittel sollte mit Ihrem Arzt abgestimmt sein. Ist eine Kombination der Arzneimittel notwendig, können verstärkte Kontrollen erforderlich sein.
Nicht kombinieren mit Präparaten die enthalten: 2 Tabletten Ponesimod und weitere
Was kann passieren?
Die Arzneimittel können sich in ihrer Wirkung gegenseitig verstärken. In diesem Zusammenhang können verlangsamter Herzschlag oder auch Herzklopfen auftreten.
Was ist zu tun?
Die Kombination der Arzneimittel sollte mit Ihrem Arzt abgestimmt sein. Ist eine Kombination der Arzneimittel notwendig, können verstärkte Kontrollen erforderlich sein.
Nicht kombinieren mit Präparaten die enthalten: Citalopram hydrobromid Erythromycin estolat Amiodaron hydrochlorid und weitere
Was kann passieren?
Die Arzneimittel können sich in ihrer Wirkung möglicherweise gegenseitig verstärken. In diesem Zusammenhang könnte es zu Herzklopfen, Kurzatmigkeit, Schwindelgefühl oder Ohnmachtsanfällen kommen.
Was ist zu tun?
Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, da bei der Kombination dieser Arzneimittel verstärkte Kontrollen nötig sein können.
Suchen Sie umgehend einen Arzt auf, wenn Sie mindestens eines der genannten Symptome oder Durchfall oder Erbrechen an sich bemerken.
Wer ist besonders betroffen?
- Ältere Patienten
- Frauen
- Patienten mit
~i- vorbestehenden Herzkrankheiten
~i- angeborenem QT-Syndrom
~i- vermindertem Kalzium-, Magnesium- oder Kaliumgehalt im Blut (zum Beispiel durch Erbrechen oder Durchfall)
~i- vergrößertem Herzmuskel
~i- Herzrhythmusstörungen
Was kann passieren?
Die Arzneimittel können sich in ihrer Wirkung gegenseitig verstärken. In diesem Zusammenhang können verlangsamter Herzschlag mit Schwindelgefühl oder auch Herzklopfen auftreten.
Was ist zu tun?
Die Kombination der Arzneimittel sollte mit Ihrem Arzt abgestimmt sein. Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker darüber, welche Maßnahmen erforderlich sind.
Nicht kombinieren mit Präparaten die enthalten: Crizotinib und weitere
Was kann passieren?
Bei Kombination der Arzneimittel können unerwünschte Wirkungen wie beispielsweise langsamer Herzschlag und damit zusammenhängend Benommenheit und Schwindel vermehrt auftreten.
Was ist zu tun?
Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, da bei der Kombination dieser Arzneimittel verstärkte Kontrollen oder weitere Maßnahmen (zum Beispiel geänderte Dosierung, Gabe eines alternativen Arzneimittels) nötig sein können.
Was kann passieren?
Bei Kombination der Arzneimittel können unerwünschte Wirkungen wie beispielsweise langsamer Herzschlag und damit zusammenhängend Benommenheit und Schwindel vermehrt auftreten.
Was ist zu tun?
Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, da bei der Kombination dieser Arzneimittel verstärkte Kontrollen nötig sein können.
Was kann passieren?
Bei Kombination der Arzneimittel können unerwünschte Wirkungen von diesem Arzneimittel wie beispielsweise Kribbeln im Mund, Unruhe, Schwindel, Zittern, Krämpfe oder Herzklopfen vermehrt auftreten.
Was ist zu tun?
Die Kombination der Arzneimittel wird nicht empfohlen. Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker darüber, welche Maßnahmen erforderlich sind.
Was kann passieren?
Bei Kombination der Arzneimittel können unerwünschte Wirkungen wie langsamer Herzschlag und damit zusammenhängend Benommenheit und Schwindel vermehrt auftreten.
Was ist zu tun?
Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, da bei der Kombination dieser Arzneimittel verstärkte Kontrollen oder weitere Maßnahmen nötig sein können.
Was kann passieren?
Bei Kombination der Arzneimittel kann die Wirkung von diesem Arzneimittel verstärkt werden.
Was ist zu tun?
Bitte denken Sie im vorbereitenden Gespräch auf die bevorstehende Operation daran, alle Arzneimittel, die Sie zurzeit anwenden oder bis vor kurzem angewendet haben, anzugeben. Geben Sie dabei auch nicht-verschreibungspflichtige Arzneimittel und Nahrungsergänzungsmittel an.
Wer ist besonders betroffen?
Patienten mit Pseudocholinesterasemangel
Nicht kombinieren mit Präparaten die enthalten: Celiprolol hydrochlorid Metoprolol succinat und weitere
Was kann passieren?
Bei Kombination der Arzneimittel können unerwünschte Wirkungen vermehrt auftreten wie beispielsweise verlangsamter Herzschlag.
Was ist zu tun?
Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, da bei der Kombination dieser Arzneimittel verstärkte Kontrollen oder weitere Maßnahmen (zum Beispiel geänderte Dosierung, Gabe eines alternativen Arzneimittels) nötig sein können.
Was kann passieren?
Bei Kombination der Arzneimittel kann die Wirkung von diesem Arzneimittel möglicherweise beeinträchtigt werden.
Was ist zu tun?
Bitte denken Sie im vorbereitenden Gespräch auf die bevorstehende Operation daran, alle Arzneimittel, die Sie zurzeit anwenden oder bis vor kurzem angewendet haben, anzugeben. Geben Sie dabei auch nicht-verschreibungspflichtige Arzneimittel und Nahrungsergänzungsmittel an.
Demenz
Was ist das? - Definition Demenz ist ein Sammelbegriff für verschiedene Erkrankungen, die mit fortschreitenden Verlusten geistiger Fähigkeiten wie Gedächtnis, Denken und Orientierung einhergehen. Diese entstehen bei allen Demenzerkrankungen durch das Absterben von Nervenzellen im Gehirn. Eine Heilung ist bisher nicht möglich, doch man kann das Demenz-Risiko durch Vorsorgemaßnahmen etwas verringern.
Krankheitsbilder
Je nach Demenzform zeigen sich unterschiedliche Krankheitsbilder.
- Alzheimer-Erkrankung: Durch Ablagerungen bestimmter Proteine im Gehirn (Amyloid-beta und Tau-Protein) sterben langsam, aber fortlaufend Nervenzellen ab. Dies beeinträchtigt mit den Jahren zunehmend die geistige Leistungsfähigkeit. Die Alzheimer-Krankheit stellt die häufigste Demenzform dar und tritt typischerweise in höherem Alter auf.
- Vaskuläre Demenz: Infolge von Durchblutungsstörungen im Gehirn etwa bei einem Schlaganfall oder chronischen Blutgefäßerkrankungen sterben Teile des Nervengewebes ab, was zu verschiedenen neurologischen Ausfällen wie etwa Lähmungen, Sprach- und Schluckstörungen oder Einbußen der geistigen Leistungsfähigkeit führt.
- Lewy-Körper-Demenz: Symptome dieses seltenen Leidens ähneln denen der Alzheimer- und der Parkinson-Krankheit. In Nervenzellen der Großhirnrinde finden sich Einschlüsse bestimmter Proteine (Alpha-Synuclein), die auch bei der Parkinson-Krankheit vorkommen, aber an anderer Stelle.
- Frontotemporale Demenz: Auch bei dieser seltenen Demenzform lagern sich bestimmte Proteine im Gehirn ab, besonders auch in für das Verhalten und Sprache wichtigen Bereichen. Die Erkrankung bricht häufig bereits vor dem 65. Lebensjahr aus.
- Parkinson-Demenz: Als Folge der zunächst vor allem durch Bewegungsstörungen gekennzeichneten Erkrankung kann sich möglicherweise auch eine Demenz entwickeln. Es sterben in einem bestimmten Hirnbereich Nervenzellen ab, die den Hirnbotenstoff Dopamin nutzen. In den Nervenzellen finden sich Ablagerungen des Proteins Alpha-Synuclein. Die meisten von Parkinson Betroffenen erkranken um das sechzigste Lebensjahr herum.
- Chronisch Traumatische Enzephalopathie: Wiederholte Stöße gegen den Kopf etwa bei Kontaktsportarten beeinträchtigen womöglich Nervenzellverbindungen. Letztlich kann das zu Ablagerungen bestimmter Proteine (Tau-Proteine) in Nervenzellen führen und diese schädigen. Eine Demenz-Erkrankung mit Parkinson ähnelnden Symptomen kann entstehen.
- Mischformen: Patienten können auch an verschiedene Demenzformen erkranken, etwa an der Alzheimer-Krankheit und Vaskulärer Demenz.
Symptome/Verlauf
je nach Ursache einer Demenz-Erkrankung und individueller Situation der Patienten unterscheiden sich Symptome und Verlauf. In jedem Fall nimmt die geistige Leistungsfähigkeit meist über Jahre hinweg ab. Es leiden das Kurzeit- und dann das Langzeitgedächtnis. Gesichter werden schlechter oder gar nicht mehr erkannt, schließlich auch bei sehr vertrauten Menschen. Zudem verlieren Patienten die Fähigkeit, komplizierte und später auch einfache Alltagstätigkeiten auszuüben, etwa Banküberweisungen durchzuführen, Mahlzeiten zuzubereiten oder sich richtig anzukleiden.
Was ebenfalls leidet, ist die zeitliche und räumliche Orientierung. Betroffene wissen immer öfter nicht den aktuellen Wochentag oder Monat. Zudem finden sie sich zunächst in fremder und später in vertrauter Umgebung nicht mehr zurecht. Verloren geht oft auch ein geregelter Tag-Nacht-Rhythmus. Was besonders Angehörige belastet: Bei an Demenz erkrankten Menschen kann sich die Persönlichkeit verändern, sie ziehen sich zurück, werden fahriger und aggressiver, entwickeln teils Wahnvorstellungen und werden teilnahmsloser.
Folgen/Komplikationen
Menschen mit schwerer Demenz werden wegen fehlender geistiger Leistungsfähigkeit und körperlicher Einschränkungen in erheblichen Maße pflegebedürftig, teils sind sie sogar bettlägerig. Zu den häufigsten Todesursachen gehört die Lungenentzündung. Der Grund: Im Endstadium einer Demenz werden Betroffene anfälliger für Infektionskrankheiten. Und es besteht die Gefahr, dass sich sie sich häufiger verschlucken, es geraten Speichel, Flüssigkeit und Nahrung in die Luftröhre sowie in die Lunge. Auch das kann dort Entzündungen hervorrufen. Zudem steigt bei fortschreitender Demenz die Gefahr von Harnwegsinfektionen, Organversagen und von Stürzen mit Knochenbrüchen.
Ursachen/Risikofaktoren
Es gibt unterschiedliche Ursachen für die verschiedenen Demenz-Erkrankungen. Stets aber sterben vermehrt Nervenzellen ab. Teils liegt das an Durchblutungsstörungen im Gehirn wie bei Vaskulärer Demenz, oft an schädlichen Proteinablagerungen im Hirngewebe wie bei der Alzheimer- oder Parkinson-Krankheit. Was solche Ablagerungen hervorruft und welche anderen Ursachen es noch gibt, wird weiter intensiv erforscht. In einigen Fällen spielen auch genetische Faktoren eine Rolle.
Das kann helfen
Was man selbst tun kann:
Der Alzheimer Forschung Initiative e. V. zufolge ließen sich womöglich bis zu 45 Prozent aller Demenz-Erkrankungen durch einen gesunden Lebensstil verhindern. Dazu gehört unter anderem, das Rauchen aufzugeben, Bluthochdruck, Diabetes und schlechte Cholesterinwerte im Blut zu behandeln, sich regelmäßig zu bewegen, geistig und sozial aktiv zu sein sowie bei Hörproblemen früh Hörhilfen zu nutzen.
Wichtig für Angehörige ist, sich über Demenzerkrankungen etwa unter www.alzheimer-forschung.de und über die Vielfalt von Pflegeangeboten etwa unter www.pflege.de zu informieren. Auch hilfreich ist die Unterstützung durch Selbsthilfegruppen und Beratungsstellen wie etwa Pflegestützpunkte. Eine Anlaufstelle für alle, denen ihr Gedächtnis Sorgen bereitet, ist neben dem Hausarzt und Neurologen auch eine Gedächtnisambulanz, die man mit dieser Bezeichnung für sein Umfeld im Internet suchen kann.
Das macht der Arzt:
Klagen Patienten über Gedächtnis- oder Konzentrationsprobleme, müssen Ärztinnen und Ärzte die vielen möglichen Ursachen dafür prüfen. Oft liegt gar keine Demenz vor, sondern zum Beispiel starker Stress, Schlafmangel, der Mangel an bestimmten Vitaminen, eine Depression oder Schilddrüsenfehlfunktionen.
Sind solche Ursachen ausgeschlossen, kommen bestimmte Tests für die geistige Leistung und weiteren Untersuchungen etwa mittels Ultraschall oder MRT zum Einsatz, um zu prüfen, ob eine Demenz vorliegt und welche Form.
Heilung gibt es bei Demenz-Erkrankungen nicht. Aber die Symptome und die Lebenssituation lassen sich verbessern. Wichtig ist dazu eine gute ärztliche Beratung.
Bearbeitungsstand: 16.12.2025
Quellenangaben:
Thieme, Lexikon der Krankheiten und Untersuchungen, (2006) - Andreae, von Hayek, Weniger, Krankheitslehre für Altenpflege, Thieme, (2006) - Gehlen, Delank, Neurologie, (2010), 12. Auflage - Thieme, Thiemes Altenpflege in Lernfeldern, Thieme, (2008)
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Parkinson-Krankheit
Was ist das? - Definition Die Parkinson-Krankheit, umgangssprachlich auch Schüttellähmung genannt, ist eine Erkrankung des Gehirns mit den klassischen Symptomen Zittern (Tremor), Muskelsteife (Rigor) und Bewegungsstarre (Akinese). Meist macht sich die Erkrankung jenseits des 60. Lebensjahres bemerkbar.
Krankheitsbild
Morbus Parkinson ist eine chronische Erkrankung des Nervensystems, bei der Nervenzellen in bestimmten Hirnregionen nach und nach absterben. Es handelt sich vor allem um Nervenzellen, die den Botenstoff Dopamin produzieren. Dieser Botenstoff spielt für flüssige Bewegungen und die Koordination eine wichtige Rolle. Ein Dopaminmangel führt zu typischen Beschwerden wie Zittern, Muskelsteife und verlangsamte Bewegungen. Die Krankheit ist bislang nicht heilbar. Bei einer frühen Diagnose und einer individuell angepassten Therapie kann man aber lange ein aktives Leben führen.
Symptome / Verlauf
Die häufigsten Symptome der Krankheit sind:
- Zittern (Tremor): Ein charakteristisches Zittern, das in Ruhe mit einer Frequenz von vier bis sechs Mal pro Sekunde auftritt. Meist ist zunächst nur eine Hand betroffen. Die Bewegung wird gerne als "Pillendreher-Phänomen" oder "Geldzählen" beschrieben.
- Muskelsteifheit (Rigor): Unter Rigor versteht man den zähen, wächsernen Widerstand der Muskulatur. Neben der Muskelsteifheit bestehen oft Schmerzen, weshalb die Ursache zunächst oft nicht im Nervensystem, sondern im Bewegungsapparat gesucht wird.
- Verlangsamung und Verarmung der Bewegung (Hypo- bzw. Bradykinese): Die Bewegungen werden langsamer, kleiner und schwerfälliger. Betroffene schlurfen oft mit kleinen Schritten und bewegen die Arme nicht mit. Das Gesicht ist durch den Verlust der Mimik ausdruckslos und wirkt maskenartig. Ist keine Bewegung möglich sprechen Ärzte von Akinese.
- Probleme mit Gleichgewicht und Koordination (Haltungsinstabilität): Betroffene haben häufig Probleme mit dem Gleichgewicht, Ausgleichsbewegungen fallen schwer, der Gang wird unsicher, die Sturzgefahr ist erhöht.
Weitere Bewegungsveränderungen sind eine "gebundene", leicht gebeugte Haltung oder ein vermindertes Abrollen des Fußes, wodurch die Belastung auf dem Vorderfuß liegt. Betroffene haben zudem oft eine verringerte Speichelproduktion, Schluckstörungen und die Sprache kann leise oder monoton sein. Auch Schlafprobleme, Verstopfung, eine gestörte Blasentätigkeit, Appetitmangel oder Depressionen können auftreten.
Folgen / Komplikationen
In der frühen Phase treten nur leichte motorische Auffälligkeiten auf, mitunter auch Müdigkeit, leichte depressive Verstimmungen oder Geruchsverlust. Die Medikamente, die als Standard zur Behandlung eingesetzt werden, wirken im Frühstadium aber noch so gut, dass Betroffene weitgehend beschwerdefrei sind. Im weiteren Verlauf nehmen die Hauptsymptome zu und es können erste Wirkungsschwankungen bei den Medikamenten auftreten. In der späteren Phase kommt es dann häufiger zu "Off-Phasen", in denen die Medikamente nicht mehr zuverlässig wirken. Schluck- und Sprechstörungen nehmen zu, die Bewegungsabläufe sind stark eingeschränkt, es kommt vermehrt zu Gangunsicherheit und Stürzen. Außerdem können unvorhersehbare Bewegungsstarren auftreten, so genanntes "Freezing". Das späte Stadium ist auch die Phase, in der es häufiger zu weiteren Symptomen wie etwa Schlafstörungen, neuropsychiatrischen Problemen, Verstopfung oder Blasenprobleme kommt. Die Betroffenen werden zunehmend pflegebedürftig.
Ursachen / Risikofaktoren
Die genauen Ursachen von Parkinson sind noch unklar. Man weiß, dass im Gehirn kontinuierlich Nervenzellen, die den Botenstoff Dopamin produzieren, absterben. Dadurch kommt es zu einem Dopaminmangel.
Warum die Nervenzellen absterben, weiß man noch nicht. Die meisten Betroffenen erkranken um das 60. Lebensjahr herum. Manchmal lieg allerdings auch eine familiäre Vorbelastung vor. Spielen genetische Faktoren eine Rolle, beginnt die Krankheit oft schon früher.
Parkinsonähnliche Symptome können aber auch durch manche Medikamente, zum Beispiel Neuroleptika, Gehirnentzündungen, manche Stoffwechselkrankheiten, Hirndurchblutungsprobleme oder Tumore verursacht werden.
Das kann helfen
Was man selbst tun kann:
Sport und regelmäßige Bewegung können helfen, die Symptome zu lindern. Welche Art der Bewegung ist eigentlich egal, Hauptsache es macht Spaß und man bleibt trotz Krankheit aktiv. Eine gute Kombination, von der auch die kognitiven Fähigkeiten profitieren, sind Angebote, die Balance, soziale Interaktionen und Emotionen kombinieren, zum Beispiel Tanzen, Kickboxen oder Tai-Chi. Auch psychosoziale Unterstützung, zum Beispiel durch Angehörige, Gruppen oder Beratung, ist wichtig. Ein strukturierter Alltag unterstützt zudem das Wohlbefinden.
Was der Arzt tun kann:
Ärztinnen oder Ärzte können Medikamente verschreiben, zum Beispiel L-Dopa. Dies ist eine Vorstufe von Dopamin, die das Gehirn in den Botenstoff umwandelt. Weitere Wirkstoffe, die zum Einsatz kommen können, sind beispielsweise Dopaminagonisten, MAO-B-Hemmer oder COMT-Hemmer.
Reichen Medikamente allein nicht, ist die tiefe Hirnstimulation eine weitere mögliche Behandlungsoption. Mit ihr versucht man, die fehlschalteten Signalwege im Gehirn zu normalisieren.
Ergänzend helfen: Physiotherapie (Beweglichkeit, Haltung), hier gibt es auch spezielle Formen für Menschen mit Parkinson, Ergotherapie (Alltagshilfe), Logopädie (Schluck- und Sprachtraining), Psychotherapie, z.B. bei Depression oder Ängsten.
Bearbeitungsstand: 13.10.2025
Quellenangabe:
Gehlen, Delank, Neurologie, (2010), 12. Auflage
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Hartkapseln — verschreibungspflichtig.
Detaillierte Anwendungshinweise, Dosierung, Nebenwirkungen und Wechselwirkungen finden Sie unten in den Registerkarten. Beachten Sie stets die Packungsbeilage. Bei Unklarheiten fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.
- PZN:
- 09289315
- Darreichungsform:
- Hartkapseln (Kapseln)
- Packungsgröße:
- 112 Stück
- Wirkstoffstärke:
- 6 mg
- Marke:
- RIVASTIGMIN
- Hersteller:
- Viatris Healthcare GmbH
- Generikum:
-
Ja
Rechtlicher Status
Verantwortlicher Wirtschaftsakteur gemäß EU-Verordnung 2023/988
GPSRAnwendungshinweise
Die Gesamtdosis sollte nicht ohne Rücksprache mit einem Arzt oder Apotheker überschritten werden.
Art der Anwendung?
Nehmen Sie das Arzneimittel im Ganzen mit Flüssigkeit (z.B. 1 Glas Wasser) ein.
Dauer der Anwendung?
Die Anwendungsdauer richtet sich nach Art der Beschwerde und/oder Dauer der Erkrankung und wird deshalb nur von Ihrem Arzt bestimmt.
Überdosierung?
Bei einer Überdosierung kann es unter anderem zu Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Bluthochdruck oder Pulserniedrigung kommen. Setzen Sie sich bei dem Verdacht auf eine Überdosierung umgehend mit einem Arzt in Verbindung.
Einnahme vergessen?
Setzen Sie die Einnahme zum nächsten vorgeschriebenen Zeitpunkt ganz normal (also nicht mit der doppelten Menge) fort.
Generell gilt: Achten Sie vor allem bei Säuglingen, Kleinkindern und älteren Menschen auf eine gewissenhafte Dosierung. Im Zweifelsfalle fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker nach etwaigen Auswirkungen oder Vorsichtsmaßnahmen.
Eine vom Arzt verordnete Dosierung kann von den Angaben der Packungsbeilage abweichen. Da der Arzt sie individuell abstimmt, sollten Sie das Arzneimittel daher nach seinen Anweisungen anwenden.
Dosierung
Die Dosierung wird in der Regel von Ihrem Arzt langsam erhöht und auf eine für Sie passende Erhaltungsdosis eingestellt.
Für die einzelnen Dosierungsschritte stehen Arzneimittel mit verschiedenen Wirkstoffstärken zur Verfügung.
Das Arzneimittel ist vor allem für die Folgebehandlung geeignet. Für den Behandlungsbeginn stehen Arzneimittel mit niedrigerem Wirkstoffgehalt zur Verfügung.
Abhängig von Ihrer Erkrankung und dem Stadium der Behandlung, wird das Arzneimittel von Ihrem Arzt in der Regel folgendermaßen dosiert:
Höchstdosis: Eine Dosis von 2 Kapseln pro Tag sollte nicht überschritten werden.
Patienten mit einer Leber- oder Nierenfunktionsstörung: Sie müssen in Absprache mit Ihrem Arzt eventuell die Einzel- oder die Gesamtdosis reduzieren oder den Dosierungsabstand verlängern.
Anwendungsgebiete
- Alzheimer-Demenz
- Demenz bei Parkinsonkrankheit
Detaillierte Dosierung
Personenkreis: Erwachsene, Einzeldosis: 1 Kapsel, Gesamtdosis: 2-mal täglich, Zeitpunkt: morgens und abends, zu der Mahlzeit
Wirkstoff
Wirkungsweise
Wie wirkt der Inhaltsstoff des Arzneimittels?
Der Wirkstoff erhöht im Gehirn die Menge eines bestimmten Botenstoffes, dem sog. Acetylcholin. Dieser Botenstoff ist für die Funktionen des Gehirns unverzichtbar und liegt bei einigen Erkrankungen, wie der Demenz, in verminderter Menge vor.
Nebenwirkungen
Welche unerwünschten Wirkungen können auftreten?
Patienten mit Alzheimer-Demenz:
- Appetitlosigkeit
- Schwindel
- Übelkeit
- Erbrechen
- Durchfälle
- Albträume
- Antriebssteigerung
- Verwirrtheit
- Angstzustände
- Kopfschmerzen
- Schläfrigkeit
- Zittern
- Bauchschmerzen
- Verdauungsbeschwerden durch Medikamente
- Schwitzen
- Müdigkeit
- Kraftlosigkeit bzw. Schwäche
- Unwohlsein
- Gewichtsverlust
- Schlaflosigkeit
- Depressionen
- Kurzzeitige Bewusstlosigkeit, die nur wenige Sekunden bis Minuten dauert
- Leberfunktionsstörungen
- Sturzgefahr
Patienten mit Demenz bei Parkinsonkrankheit:
- Zittern
- Übelkeit
- Erbrechen
- Sturzgefahr
- Appetitlosigkeit
- Flüssigkeitsmangel (Dehydratation)
- Schlaflosigkeit
- Angstzustände
- Unruhe
- Halluzinationen
- Depressionen
- Schwindel
- Schläfrigkeit
- Kopfschmerzen
- Verschlechterung der Parkinsonerkrankung
- Verlangsamte Bewegung
- Bewegungsstörung
- Verminderte Bewegungen
- Muskelsteifigkeit mit ruckartigen Bewegungen
- Pulserniedrigung
- Bluthochdruck
- Durchfälle
- Bauchschmerzen
- Verdauungsbeschwerden durch Medikamente
- Vermehrter Speichelfluss
- Schwitzen
- Müdigkeit
- Kraftlosigkeit bzw. Schwäche
- Unsicherer oder ungewöhnlicher Gang
- Kleinschrittiger Gang bei der Parkinson-Erkrankung (Parkinsongang)
- Bewegungsstörung mit Muskelkontraktionen
- Vorhofflimmern (Rhythmusstörung des Herzvorhofes)
- AV-Block (gestörter Herzschlag bei der Überleitung vom Vorhof zur Kammer)
- Niedriger Blutdruck
Bemerken Sie eine Befindlichkeitsstörung oder Veränderung während der Behandlung, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Für die Information an dieser Stelle werden vor allem Nebenwirkungen berücksichtigt, die bei mindestens einem von 1.000 behandelten Patienten auftreten.
Gegenanzeigen
Was spricht gegen eine Anwendung?
Immer:
- Überempfindlichkeit gegen die Inhaltsstoffe
- Kontaktallergie nach vorangegangener Anwendung von Pflastern mit diesem Wirkstoff
Unter Umständen - sprechen Sie hierzu mit Ihrem Arzt oder Apotheker:
- Erkrankungen des Magen-Darm-Trakts, wie:
- Geschwüre im Verdauungstrakt, auch in der Vorgeschichte
- Atemwegserkrankungen, wie:
- Asthma bronchiale
- Chronisch obstruktive Atemwegserkrankung (chronische Atemwegserkrankung mit einer Verengung der Atemwege)
- Erregungsleitungsstörung am Herzen, wie:
- Sinusknotensyndrom (Störung bei der Entstehung des Herzschlags im Ursprung)
- Sinuatrialer Block (gestörte Entstehung des Herzschlags im Herzvorhof)
- AV-Block (Störung der Erregungsleitung vom Vorhof des Herzens zur Kammer)
- Neigung zu Krampfanfällen
- Störungen beim Wasserlassen, durch Behinderung des Harnabflusses
- Eingeschränkte Leberfunktion
- Eingeschränkte Nierenfunktion
- Gefahr der QT-Intervallverlängerung
Welche Altersgruppe ist zu beachten?
- Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren: Das Arzneimittel darf nicht angewendet werden.
Was ist mit Schwangerschaft und Stillzeit?
- Schwangerschaft: Wenden Sie sich an Ihren Arzt. Es spielen verschiedene Überlegungen eine Rolle, ob und wie das Arzneimittel in der Schwangerschaft angewendet werden kann.
- Stillzeit: Das Arzneimittel darf nicht angewendet werden.
Ist Ihnen das Arzneimittel trotz einer Gegenanzeige verordnet worden, sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker. Der therapeutische Nutzen kann höher sein, als das Risiko, das die Anwendung bei einer Gegenanzeige in sich birgt.
Lagerungsanforderungen
Wichtige Hinweise
Was sollten Sie beachten?
- Das Reaktionsvermögen kann auch bei bestimmungsgemäßem Gebrauch, vor allem in höheren Dosierungen oder in Kombination mit Alkohol, beeinträchtigt sein. Achten Sie vor allem darauf, wenn Sie am Straßenverkehr teilnehmen oder Maschinen (auch im Haushalt) bedienen, mit denen Sie sich verletzen können.
- Bei Nichteinhaltung des Behandlungsplans sind z.T. schwerwiegende Nebenwirkungen möglich. Eine Überwachung der sachgemäßen Anwendung durch Dritte ist bei gefährdeten Personen notwendig.
- Es kann Arzneimittel geben, mit denen Wechselwirkungen auftreten. Sie sollten deswegen generell vor der Behandlung mit einem neuen Arzneimittel jedes andere, das Sie bereits anwenden, dem Arzt oder Apotheker angeben. Das gilt auch für Arzneimittel, die Sie selbst kaufen, nur gelegentlich anwenden oder deren Anwendung schon einige Zeit zurückliegt.
Bekannte Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln
Was kann passieren?
Die Arzneimittel können sich in ihrer Wirkung gegenseitig verstärken. In diesem Zusammenhang können verlangsamter Herzschlag oder auch Herzklopfen auftreten.
Was ist zu tun?
Die Kombination der Arzneimittel sollte mit Ihrem Arzt abgestimmt sein. Ist eine Kombination der Arzneimittel notwendig, können verstärkte Kontrollen erforderlich sein.
Was kann passieren?
Die Arzneimittel können sich in ihrer Wirkung gegenseitig verstärken. In diesem Zusammenhang können verlangsamter Herzschlag oder auch Herzklopfen auftreten.
Was ist zu tun?
Die Kombination der Arzneimittel sollte mit Ihrem Arzt abgestimmt sein. Ist eine Kombination der Arzneimittel notwendig, können verstärkte Kontrollen erforderlich sein.
Was kann passieren?
Die Arzneimittel können sich in ihrer Wirkung gegenseitig verstärken. In diesem Zusammenhang können verlangsamter Herzschlag oder auch Herzklopfen auftreten.
Was ist zu tun?
Die Kombination der Arzneimittel sollte mit Ihrem Arzt abgestimmt sein. Ist eine Kombination der Arzneimittel notwendig, können verstärkte Kontrollen erforderlich sein.
Was kann passieren?
Die Arzneimittel können sich in ihrer Wirkung gegenseitig verstärken. In diesem Zusammenhang können verlangsamter Herzschlag oder auch Herzklopfen auftreten.
Was ist zu tun?
Die Kombination der Arzneimittel sollte mit Ihrem Arzt abgestimmt sein. Ist eine Kombination der Arzneimittel notwendig, können verstärkte Kontrollen erforderlich sein.
Was kann passieren?
Die Arzneimittel können sich in ihrer Wirkung möglicherweise gegenseitig verstärken. In diesem Zusammenhang könnte es zu Herzklopfen, Kurzatmigkeit, Schwindelgefühl oder Ohnmachtsanfällen kommen.
Was ist zu tun?
Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, da bei der Kombination dieser Arzneimittel verstärkte Kontrollen nötig sein können.
Suchen Sie umgehend einen Arzt auf, wenn Sie mindestens eines der genannten Symptome oder Durchfall oder Erbrechen an sich bemerken.
Wer ist besonders betroffen?
- Ältere Patienten
- Frauen
- Patienten mit
~i- vorbestehenden Herzkrankheiten
~i- angeborenem QT-Syndrom
~i- vermindertem Kalzium-, Magnesium- oder Kaliumgehalt im Blut (zum Beispiel durch Erbrechen oder Durchfall)
~i- vergrößertem Herzmuskel
~i- Herzrhythmusstörungen
Was kann passieren?
Die Arzneimittel können sich in ihrer Wirkung gegenseitig verstärken. In diesem Zusammenhang können verlangsamter Herzschlag mit Schwindelgefühl oder auch Herzklopfen auftreten.
Was ist zu tun?
Die Kombination der Arzneimittel sollte mit Ihrem Arzt abgestimmt sein. Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker darüber, welche Maßnahmen erforderlich sind.
Was kann passieren?
Bei Kombination der Arzneimittel können unerwünschte Wirkungen wie beispielsweise langsamer Herzschlag und damit zusammenhängend Benommenheit und Schwindel vermehrt auftreten.
Was ist zu tun?
Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, da bei der Kombination dieser Arzneimittel verstärkte Kontrollen oder weitere Maßnahmen (zum Beispiel geänderte Dosierung, Gabe eines alternativen Arzneimittels) nötig sein können.
Was kann passieren?
Bei Kombination der Arzneimittel können unerwünschte Wirkungen wie beispielsweise langsamer Herzschlag und damit zusammenhängend Benommenheit und Schwindel vermehrt auftreten.
Was ist zu tun?
Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, da bei der Kombination dieser Arzneimittel verstärkte Kontrollen nötig sein können.
Was kann passieren?
Bei Kombination der Arzneimittel können unerwünschte Wirkungen von diesem Arzneimittel wie beispielsweise Kribbeln im Mund, Unruhe, Schwindel, Zittern, Krämpfe oder Herzklopfen vermehrt auftreten.
Was ist zu tun?
Die Kombination der Arzneimittel wird nicht empfohlen. Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker darüber, welche Maßnahmen erforderlich sind.
Was kann passieren?
Bei Kombination der Arzneimittel können unerwünschte Wirkungen wie langsamer Herzschlag und damit zusammenhängend Benommenheit und Schwindel vermehrt auftreten.
Was ist zu tun?
Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, da bei der Kombination dieser Arzneimittel verstärkte Kontrollen oder weitere Maßnahmen nötig sein können.
Was kann passieren?
Bei Kombination der Arzneimittel kann die Wirkung von diesem Arzneimittel verstärkt werden.
Was ist zu tun?
Bitte denken Sie im vorbereitenden Gespräch auf die bevorstehende Operation daran, alle Arzneimittel, die Sie zurzeit anwenden oder bis vor kurzem angewendet haben, anzugeben. Geben Sie dabei auch nicht-verschreibungspflichtige Arzneimittel und Nahrungsergänzungsmittel an.
Wer ist besonders betroffen?
Patienten mit Pseudocholinesterasemangel
Was kann passieren?
Bei Kombination der Arzneimittel können unerwünschte Wirkungen vermehrt auftreten wie beispielsweise verlangsamter Herzschlag.
Was ist zu tun?
Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, da bei der Kombination dieser Arzneimittel verstärkte Kontrollen oder weitere Maßnahmen (zum Beispiel geänderte Dosierung, Gabe eines alternativen Arzneimittels) nötig sein können.
Was kann passieren?
Bei Kombination der Arzneimittel kann die Wirkung von diesem Arzneimittel möglicherweise beeinträchtigt werden.
Was ist zu tun?
Bitte denken Sie im vorbereitenden Gespräch auf die bevorstehende Operation daran, alle Arzneimittel, die Sie zurzeit anwenden oder bis vor kurzem angewendet haben, anzugeben. Geben Sie dabei auch nicht-verschreibungspflichtige Arzneimittel und Nahrungsergänzungsmittel an.
Demenz
Was ist das? - Definition Demenz ist ein Sammelbegriff für verschiedene Erkrankungen, die mit fortschreitenden Verlusten geistiger Fähigkeiten wie Gedächtnis, Denken und Orientierung einhergehen. Diese entstehen bei allen Demenzerkrankungen durch das Absterben von Nervenzellen im Gehirn. Eine Heilung ist bisher nicht möglich, doch man kann das Demenz-Risiko durch Vorsorgemaßnahmen etwas verringern.
Krankheitsbilder
Je nach Demenzform zeigen sich unterschiedliche Krankheitsbilder.
- Alzheimer-Erkrankung: Durch Ablagerungen bestimmter Proteine im Gehirn (Amyloid-beta und Tau-Protein) sterben langsam, aber fortlaufend Nervenzellen ab. Dies beeinträchtigt mit den Jahren zunehmend die geistige Leistungsfähigkeit. Die Alzheimer-Krankheit stellt die häufigste Demenzform dar und tritt typischerweise in höherem Alter auf.
- Vaskuläre Demenz: Infolge von Durchblutungsstörungen im Gehirn etwa bei einem Schlaganfall oder chronischen Blutgefäßerkrankungen sterben Teile des Nervengewebes ab, was zu verschiedenen neurologischen Ausfällen wie etwa Lähmungen, Sprach- und Schluckstörungen oder Einbußen der geistigen Leistungsfähigkeit führt.
- Lewy-Körper-Demenz: Symptome dieses seltenen Leidens ähneln denen der Alzheimer- und der Parkinson-Krankheit. In Nervenzellen der Großhirnrinde finden sich Einschlüsse bestimmter Proteine (Alpha-Synuclein), die auch bei der Parkinson-Krankheit vorkommen, aber an anderer Stelle.
- Frontotemporale Demenz: Auch bei dieser seltenen Demenzform lagern sich bestimmte Proteine im Gehirn ab, besonders auch in für das Verhalten und Sprache wichtigen Bereichen. Die Erkrankung bricht häufig bereits vor dem 65. Lebensjahr aus.
- Parkinson-Demenz: Als Folge der zunächst vor allem durch Bewegungsstörungen gekennzeichneten Erkrankung kann sich möglicherweise auch eine Demenz entwickeln. Es sterben in einem bestimmten Hirnbereich Nervenzellen ab, die den Hirnbotenstoff Dopamin nutzen. In den Nervenzellen finden sich Ablagerungen des Proteins Alpha-Synuclein. Die meisten von Parkinson Betroffenen erkranken um das sechzigste Lebensjahr herum.
- Chronisch Traumatische Enzephalopathie: Wiederholte Stöße gegen den Kopf etwa bei Kontaktsportarten beeinträchtigen womöglich Nervenzellverbindungen. Letztlich kann das zu Ablagerungen bestimmter Proteine (Tau-Proteine) in Nervenzellen führen und diese schädigen. Eine Demenz-Erkrankung mit Parkinson ähnelnden Symptomen kann entstehen.
- Mischformen: Patienten können auch an verschiedene Demenzformen erkranken, etwa an der Alzheimer-Krankheit und Vaskulärer Demenz.
Symptome/Verlauf
je nach Ursache einer Demenz-Erkrankung und individueller Situation der Patienten unterscheiden sich Symptome und Verlauf. In jedem Fall nimmt die geistige Leistungsfähigkeit meist über Jahre hinweg ab. Es leiden das Kurzeit- und dann das Langzeitgedächtnis. Gesichter werden schlechter oder gar nicht mehr erkannt, schließlich auch bei sehr vertrauten Menschen. Zudem verlieren Patienten die Fähigkeit, komplizierte und später auch einfache Alltagstätigkeiten auszuüben, etwa Banküberweisungen durchzuführen, Mahlzeiten zuzubereiten oder sich richtig anzukleiden.
Was ebenfalls leidet, ist die zeitliche und räumliche Orientierung. Betroffene wissen immer öfter nicht den aktuellen Wochentag oder Monat. Zudem finden sie sich zunächst in fremder und später in vertrauter Umgebung nicht mehr zurecht. Verloren geht oft auch ein geregelter Tag-Nacht-Rhythmus. Was besonders Angehörige belastet: Bei an Demenz erkrankten Menschen kann sich die Persönlichkeit verändern, sie ziehen sich zurück, werden fahriger und aggressiver, entwickeln teils Wahnvorstellungen und werden teilnahmsloser.
Folgen/Komplikationen
Menschen mit schwerer Demenz werden wegen fehlender geistiger Leistungsfähigkeit und körperlicher Einschränkungen in erheblichen Maße pflegebedürftig, teils sind sie sogar bettlägerig. Zu den häufigsten Todesursachen gehört die Lungenentzündung. Der Grund: Im Endstadium einer Demenz werden Betroffene anfälliger für Infektionskrankheiten. Und es besteht die Gefahr, dass sich sie sich häufiger verschlucken, es geraten Speichel, Flüssigkeit und Nahrung in die Luftröhre sowie in die Lunge. Auch das kann dort Entzündungen hervorrufen. Zudem steigt bei fortschreitender Demenz die Gefahr von Harnwegsinfektionen, Organversagen und von Stürzen mit Knochenbrüchen.
Ursachen/Risikofaktoren
Es gibt unterschiedliche Ursachen für die verschiedenen Demenz-Erkrankungen. Stets aber sterben vermehrt Nervenzellen ab. Teils liegt das an Durchblutungsstörungen im Gehirn wie bei Vaskulärer Demenz, oft an schädlichen Proteinablagerungen im Hirngewebe wie bei der Alzheimer- oder Parkinson-Krankheit. Was solche Ablagerungen hervorruft und welche anderen Ursachen es noch gibt, wird weiter intensiv erforscht. In einigen Fällen spielen auch genetische Faktoren eine Rolle.
Das kann helfen
Was man selbst tun kann:
Der Alzheimer Forschung Initiative e. V. zufolge ließen sich womöglich bis zu 45 Prozent aller Demenz-Erkrankungen durch einen gesunden Lebensstil verhindern. Dazu gehört unter anderem, das Rauchen aufzugeben, Bluthochdruck, Diabetes und schlechte Cholesterinwerte im Blut zu behandeln, sich regelmäßig zu bewegen, geistig und sozial aktiv zu sein sowie bei Hörproblemen früh Hörhilfen zu nutzen.
Wichtig für Angehörige ist, sich über Demenzerkrankungen etwa unter www.alzheimer-forschung.de und über die Vielfalt von Pflegeangeboten etwa unter www.pflege.de zu informieren. Auch hilfreich ist die Unterstützung durch Selbsthilfegruppen und Beratungsstellen wie etwa Pflegestützpunkte. Eine Anlaufstelle für alle, denen ihr Gedächtnis Sorgen bereitet, ist neben dem Hausarzt und Neurologen auch eine Gedächtnisambulanz, die man mit dieser Bezeichnung für sein Umfeld im Internet suchen kann.
Das macht der Arzt:
Klagen Patienten über Gedächtnis- oder Konzentrationsprobleme, müssen Ärztinnen und Ärzte die vielen möglichen Ursachen dafür prüfen. Oft liegt gar keine Demenz vor, sondern zum Beispiel starker Stress, Schlafmangel, der Mangel an bestimmten Vitaminen, eine Depression oder Schilddrüsenfehlfunktionen.
Sind solche Ursachen ausgeschlossen, kommen bestimmte Tests für die geistige Leistung und weiteren Untersuchungen etwa mittels Ultraschall oder MRT zum Einsatz, um zu prüfen, ob eine Demenz vorliegt und welche Form.
Heilung gibt es bei Demenz-Erkrankungen nicht. Aber die Symptome und die Lebenssituation lassen sich verbessern. Wichtig ist dazu eine gute ärztliche Beratung.
Bearbeitungsstand: 16.12.2025
Quellenangaben:
Thieme, Lexikon der Krankheiten und Untersuchungen, (2006) - Andreae, von Hayek, Weniger, Krankheitslehre für Altenpflege, Thieme, (2006) - Gehlen, Delank, Neurologie, (2010), 12. Auflage - Thieme, Thiemes Altenpflege in Lernfeldern, Thieme, (2008)
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Parkinson-Krankheit
Was ist das? - Definition Die Parkinson-Krankheit, umgangssprachlich auch Schüttellähmung genannt, ist eine Erkrankung des Gehirns mit den klassischen Symptomen Zittern (Tremor), Muskelsteife (Rigor) und Bewegungsstarre (Akinese). Meist macht sich die Erkrankung jenseits des 60. Lebensjahres bemerkbar.
Krankheitsbild
Morbus Parkinson ist eine chronische Erkrankung des Nervensystems, bei der Nervenzellen in bestimmten Hirnregionen nach und nach absterben. Es handelt sich vor allem um Nervenzellen, die den Botenstoff Dopamin produzieren. Dieser Botenstoff spielt für flüssige Bewegungen und die Koordination eine wichtige Rolle. Ein Dopaminmangel führt zu typischen Beschwerden wie Zittern, Muskelsteife und verlangsamte Bewegungen. Die Krankheit ist bislang nicht heilbar. Bei einer frühen Diagnose und einer individuell angepassten Therapie kann man aber lange ein aktives Leben führen.
Symptome / Verlauf
Die häufigsten Symptome der Krankheit sind:
- Zittern (Tremor): Ein charakteristisches Zittern, das in Ruhe mit einer Frequenz von vier bis sechs Mal pro Sekunde auftritt. Meist ist zunächst nur eine Hand betroffen. Die Bewegung wird gerne als "Pillendreher-Phänomen" oder "Geldzählen" beschrieben.
- Muskelsteifheit (Rigor): Unter Rigor versteht man den zähen, wächsernen Widerstand der Muskulatur. Neben der Muskelsteifheit bestehen oft Schmerzen, weshalb die Ursache zunächst oft nicht im Nervensystem, sondern im Bewegungsapparat gesucht wird.
- Verlangsamung und Verarmung der Bewegung (Hypo- bzw. Bradykinese): Die Bewegungen werden langsamer, kleiner und schwerfälliger. Betroffene schlurfen oft mit kleinen Schritten und bewegen die Arme nicht mit. Das Gesicht ist durch den Verlust der Mimik ausdruckslos und wirkt maskenartig. Ist keine Bewegung möglich sprechen Ärzte von Akinese.
- Probleme mit Gleichgewicht und Koordination (Haltungsinstabilität): Betroffene haben häufig Probleme mit dem Gleichgewicht, Ausgleichsbewegungen fallen schwer, der Gang wird unsicher, die Sturzgefahr ist erhöht.
Weitere Bewegungsveränderungen sind eine "gebundene", leicht gebeugte Haltung oder ein vermindertes Abrollen des Fußes, wodurch die Belastung auf dem Vorderfuß liegt. Betroffene haben zudem oft eine verringerte Speichelproduktion, Schluckstörungen und die Sprache kann leise oder monoton sein. Auch Schlafprobleme, Verstopfung, eine gestörte Blasentätigkeit, Appetitmangel oder Depressionen können auftreten.
Folgen / Komplikationen
In der frühen Phase treten nur leichte motorische Auffälligkeiten auf, mitunter auch Müdigkeit, leichte depressive Verstimmungen oder Geruchsverlust. Die Medikamente, die als Standard zur Behandlung eingesetzt werden, wirken im Frühstadium aber noch so gut, dass Betroffene weitgehend beschwerdefrei sind. Im weiteren Verlauf nehmen die Hauptsymptome zu und es können erste Wirkungsschwankungen bei den Medikamenten auftreten. In der späteren Phase kommt es dann häufiger zu "Off-Phasen", in denen die Medikamente nicht mehr zuverlässig wirken. Schluck- und Sprechstörungen nehmen zu, die Bewegungsabläufe sind stark eingeschränkt, es kommt vermehrt zu Gangunsicherheit und Stürzen. Außerdem können unvorhersehbare Bewegungsstarren auftreten, so genanntes "Freezing". Das späte Stadium ist auch die Phase, in der es häufiger zu weiteren Symptomen wie etwa Schlafstörungen, neuropsychiatrischen Problemen, Verstopfung oder Blasenprobleme kommt. Die Betroffenen werden zunehmend pflegebedürftig.
Ursachen / Risikofaktoren
Die genauen Ursachen von Parkinson sind noch unklar. Man weiß, dass im Gehirn kontinuierlich Nervenzellen, die den Botenstoff Dopamin produzieren, absterben. Dadurch kommt es zu einem Dopaminmangel.
Warum die Nervenzellen absterben, weiß man noch nicht. Die meisten Betroffenen erkranken um das 60. Lebensjahr herum. Manchmal lieg allerdings auch eine familiäre Vorbelastung vor. Spielen genetische Faktoren eine Rolle, beginnt die Krankheit oft schon früher.
Parkinsonähnliche Symptome können aber auch durch manche Medikamente, zum Beispiel Neuroleptika, Gehirnentzündungen, manche Stoffwechselkrankheiten, Hirndurchblutungsprobleme oder Tumore verursacht werden.
Das kann helfen
Was man selbst tun kann:
Sport und regelmäßige Bewegung können helfen, die Symptome zu lindern. Welche Art der Bewegung ist eigentlich egal, Hauptsache es macht Spaß und man bleibt trotz Krankheit aktiv. Eine gute Kombination, von der auch die kognitiven Fähigkeiten profitieren, sind Angebote, die Balance, soziale Interaktionen und Emotionen kombinieren, zum Beispiel Tanzen, Kickboxen oder Tai-Chi. Auch psychosoziale Unterstützung, zum Beispiel durch Angehörige, Gruppen oder Beratung, ist wichtig. Ein strukturierter Alltag unterstützt zudem das Wohlbefinden.
Was der Arzt tun kann:
Ärztinnen oder Ärzte können Medikamente verschreiben, zum Beispiel L-Dopa. Dies ist eine Vorstufe von Dopamin, die das Gehirn in den Botenstoff umwandelt. Weitere Wirkstoffe, die zum Einsatz kommen können, sind beispielsweise Dopaminagonisten, MAO-B-Hemmer oder COMT-Hemmer.
Reichen Medikamente allein nicht, ist die tiefe Hirnstimulation eine weitere mögliche Behandlungsoption. Mit ihr versucht man, die fehlschalteten Signalwege im Gehirn zu normalisieren.
Ergänzend helfen: Physiotherapie (Beweglichkeit, Haltung), hier gibt es auch spezielle Formen für Menschen mit Parkinson, Ergotherapie (Alltagshilfe), Logopädie (Schluck- und Sprachtraining), Psychotherapie, z.B. bei Depression oder Ängsten.
Bearbeitungsstand: 13.10.2025
Quellenangabe:
Gehlen, Delank, Neurologie, (2010), 12. Auflage
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.