SCHAFGARBENKRAUT Arzneitee Millef.herba Bio Salus
5,99 €
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Pharmazeutische Informationen
Tee — rezeptfrei.
Detaillierte Anwendungshinweise, Dosierung, Nebenwirkungen und Wechselwirkungen finden Sie unten in den Registerkarten. Beachten Sie stets die Packungsbeilage. Bei Unklarheiten fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.
- PZN:
- 05390744
- Darreichungsform:
- Tee (Tee)
- Packungsgröße:
- 75 g
- Marke:
- SCHAFGARBENKRAUT
- Hersteller:
- SALUS Pharma GmbH
- Beipackzettel:
- PDF öffnen
Rechtlicher Status
Verantwortlicher Wirtschaftsakteur gemäß EU-Verordnung 2023/988
GPSRAnwendungshinweise
Bereiten Sie den Tee zu und trinken Sie ihn gleich. Übergießen Sie dafür den Tee mit siedendem Wasser (ca. 150ml) und lassen Sie den Teeaufguss ca. 10 Minuten ziehen.
Dauer der Anwendung?
Ohne ärztlichen Rat sollten Sie das Arzneimittel nicht länger als 1 Woche anwenden. Bei länger anhaltenden oder regelmäßig wiederkehrenden Beschwerden sollten sie Ihren Arzt aufsuchen.
Überdosierung?
Es sind keine Überdosierungserscheinungen bekannt. Im Zweifelsfall wenden Sie sich an Ihren Arzt.
Generell gilt: Achten Sie vor allem bei Säuglingen, Kleinkindern und älteren Menschen auf eine gewissenhafte Dosierung. Im Zweifelsfalle fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker nach etwaigen Auswirkungen oder Vorsichtsmaßnahmen.
Eine vom Arzt verordnete Dosierung kann von den Angaben der Packungsbeilage abweichen. Da der Arzt sie individuell abstimmt, sollten Sie das Arzneimittel daher nach seinen Anweisungen anwenden.
Dosierung
Bei leichten krampfartigen Magen-Darm-Beschwerden:
Bei Verdauungsstörungen:
Bei Appetitlosigkeit:
Sitzbad (ca. 20 l):
Anwendungsgebiete
- Leichte krampfartige Magen-Darm-Beschwerden
- Verdauungsstörungen
- Appetitlosigkeit
- Unterleibskrämpfe bei der Frau
Detaillierte Dosierung
Personenkreis: Jugendliche ab 12 Jahren und Erwachsene, Einzeldosis: 1,5g (1 Teelöffel), Gesamtdosis: dreimal täglich, Zeitpunkt: unabhängig von der Mahlzeit
Personenkreis: Jugendliche ab 12 Jahren und Erwachsene, Einzeldosis: 1,5g (1 Teelöffel), Gesamtdosis: dreimal täglich, Zeitpunkt: nach der Mahlzeit
Personenkreis: Jugendliche ab 12 Jahren und Erwachsene, Einzeldosis: 1,5g (1 Teelöffel), Gesamtdosis: dreimal täglich, Zeitpunkt: 30 Minuten vor der Mahlzeit
Personenkreis: Jugendliche ab 12 Jahren und Erwachsene, Einzeldosis: 100g Tee, Gesamtdosis: einmal täglich, Zeitpunkt: unabhängig von der Tageszeit
Wirkstoff
Wirkungsweise
Wie wirkt der Inhaltsstoff des Arzneimittels?
Die Inhaltsstoffe entstammen der Pflanze Schafgarbe und wirken als natürliches Gemisch. Zu der Pflanze selbst:
- Aussehen: mehrjähriges Kraut mit feingefiederten Blättern und zahlreichen kleinen weißen Blüten, die in Dolden stehen
- Vorkommen: Europa, Westasien
- Hauptsächliche Inhaltsstoffe: Alkaloide, Flavonoide, ätherisches Öl
- Verwendete Pflanzenteile und Zubereitungen: Extrakte und Tinkturen aus den Blüten oder dem ganzen Kraut
Schafgarbe wirkt ähnlich wie Kamille appetitfördernd, regt den Gallefluss an und löst Krämpfe. Die ätherischen Öle wirken Entzündungen und bakteriellem Wachstum entgegen.
Nebenwirkungen
Für das Arzneimittel sind nur Nebenwirkungen beschrieben, die bisher nur in Ausnahmefällen aufgetreten sind.
Bemerken Sie eine Befindlichkeitsstörung oder Veränderung während der Behandlung, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Für die Information an dieser Stelle werden vor allem Nebenwirkungen berücksichtigt, die bei mindestens einem von 1.000 behandelten Patienten auftreten.
Gegenanzeigen
Was spricht gegen eine Anwendung?
- Überempfindlichkeit gegen die Inhaltsstoffe
Welche Altersgruppe ist zu beachten?
- Kinder unter 12 Jahren: Das Arzneimittel sollte in der Regel in dieser Altersgruppe nicht angewendet werden.
Was ist mit Schwangerschaft und Stillzeit?
- Schwangerschaft: Das Arzneimittel darf nicht angewendet werden.
- Stillzeit: Das Arzneimittel darf nicht angewendet werden.
Ist Ihnen das Arzneimittel trotz einer Gegenanzeige verordnet worden, sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker. Der therapeutische Nutzen kann höher sein, als das Risiko, das die Anwendung bei einer Gegenanzeige in sich birgt.
Lagerungsanforderungen
Physische Eigenschaften
- Gewicht:
- 90 g
- Abmessungen (B × H × L):
- 95 × 200 × 62 mm
Bestellinformationen
- Mindestbestellmenge:
- 3
Aufbewahrung
Aufbewahrung
Das Arzneimittel muss
- vor Feuchtigkeit geschützt (z.B. im fest verschlossenen Behältnis)
- im Dunkeln (z.B. im Umkarton)
aufbewahrt werden.
Wichtige Hinweise
Was sollten Sie beachten?
- Vorsicht bei Allergie gegen Ascorbinsäure (Vitamin C)!
- Vorsicht bei Allergie gegen Korbblütler (lateinischer Name = Kompositen), z.B. Arnika, Ringelblume, Schafgarbe, Sonnenhut und Kamille!
Kolik
Was ist das? - Definition Eine Kolik bezeichnet starke, meist plötzlich einsetzende und krampfartige Schmerzen, die durch eine ruckartige Anspannung der Muskulatur in Hohlorganen entstehen. Häufig betrifft das den Magen-Darm-Trakt, die Gallen- oder die Harnwege. Die Schmerzen kommen in Wellen und können sehr heftig sein.
Krankheitsbild
Bei einer Kolik zieht sich die Muskulatur eines Hohlorgans schmerzhaft zusammen, meist weil etwas den normalen Abfluss behindert. Das können Gase, Stuhl, Gallensteine oder Harnsteine sein. Zwischen den Schmerzattacken gibt es oft kurze beschwerdefreie Phasen. Koliken sind ein Symptom und keine eigenständige Erkrankung.
Symptome/Verlauf
Koliken äußern sich typischerweise durch stark wechselnde Schmerzen. Zu den häufigen Begleitzeichen zählen:
- Krampfartige wellenförmige Schmerzen
- Unruhe, da ruhiges Liegen meist sehr schwer fällt
- Übelkeit, Erbrechen oder Blähungen
- Schwitzen, Blässe oder beschleunigter Puls
Der Verlauf hängt von der Ursache ab. Manche Koliken klingen rasch ab, andere halten länger an oder kehren wieder.
Folgen/Komplikationen
Bleibt die Ursache bestehen, kann es zu Entzündungen, Organschäden oder Infektionen kommen, etwa bei Gallen- oder Nierenkoliken. Starke Schmerzen belasten zudem Kreislauf und Allgemeinzustand. Fieber, Blut im Urin oder Stuhl oder anhaltende Schmerzen sind Warnzeichen.
Ursachen/Risikofaktoren
Häufige Ursachen sind Gallensteine, Nierensteine, Darmgase oder eine Verstopfung. Auch Entzündungen, Funktionsstörungen der betroffenen Organe oder bestimmte Nahrungsmittel können Koliken auslösen. Risikofaktoren sind Flüssigkeitsmangel, unausgewogene Ernährung, Bewegungsmangel und bestimmte Vorerkrankungen.
Das kann helfen
Das macht der Arzt: Er versucht die Ursache festzustellen und behandelt gezielt, etwa mit krampflösenden und schmerzlindernden Medikamenten oder weiteren Maßnahmen. Hierzu zählen bei Bedarf auch operative Eingriffe.
Das kann man selbst tun: Bei leichten Beschwerden Wärme anwenden, ruhig bleiben und ausreichend trinken. Bei starken anhaltenden Schmerzen, Fieber oder Verschlechterung sind die Grenzen der Selbsthilfe erreicht und ärztliche Abklärung ist notwendig.
Bearbeitungsstand: 15.04.2026
Quellenangaben:
Brunkhorst, Schölmerich, Differenzialdiagnostik und Differenzialtherapie, Elsevier (Urban & Fischer), (2010), 1. Auflage - Herold, Innere Medizin, Herold, (2011)
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Reizdarm-Syndrom
Was ist das? - Definition Ein Reizdarm ist eine chronische Funktionsstörung des Darms, bei der wiederkehrende Beschwerden wie Bauchschmerzen, Blähungen und Stuhlveränderungen auftreten, ohne dass eine organische Ursache wie Entzündungen oder Tumoren vorliegt. Die Erkrankung ist zwar unangenehm, aber nicht gefährlich.
Krankheitsbild
Der Reizdarm gehört zu den funktionellen Magen-Darm-Erkrankungen. Das bedeutet, dass die Beschwerden nicht durch sichtbare Schäden oder krankhafte Veränderungen im Darm entstehen. Vielmehr liegt eine gestörte Regulation der Darmbewegung und eine erhöhte Empfindlichkeit vor. Die Diagnose erfolgt meist durch Ausschluss anderer Erkrankungen wie chronisch-entzündliche Darmerkrankungen oder Nahrungsmittelunverträglichkeiten. Der Reizdarm kann in verschiedenen Formen auftreten: mit Durchfall, mit Verstopfung oder mit einem Wechsel zwischen beiden.
Symptome/Verlauf
Die Beschwerden sind oft belastend und können die Lebensqualität stark einschränken. Typisch sind:
- Bauchschmerzen oder Krämpfe
- Blähungen und Völlegefühl
- Veränderte Stuhlgewohnheiten wie Durchfall oder Verstopfung
- Gefühl unvollständiger Darmentleerung
- Schleim im Stuhl
- Dringender Stuhldrang Die Symptome treten häufig in Schüben auf und können durch Stress, bestimmte Lebensmittel oder hormonelle Veränderungen verstärkt werden. Oft bessern sie sich nach dem Stuhlgang.
Folgen/KomplikationenEin Reizdarm ist nicht lebensbedrohlich und verursacht keine bleibenden Schäden am Darm. Dennoch kann die Erkrankung zu erheblichen Einschränkungen im Alltag führen. Viele Betroffene leiden unter sozialer Unsicherheit, Schlafstörungen oder psychischen Belastungen. In seltenen Fällen kann es durch starke Vermeidung bestimmter Lebensmittel zu Mangelerscheinungen kommen. Wichtig ist, Warnzeichen wie Blut im Stuhl, Fieber oder ungewollten Gewichtsverlust ernst zu nehmen, da sie auf andere Erkrankungen hinweisen können.
Ursachen/Risikofaktoren
Die genauen Ursachen sind nicht vollständig geklärt. Es wird angenommen, dass mehrere Faktoren zusammenwirken. Dazu zählen eine gestörte Darmbewegung, eine erhöhte Schmerzempfindlichkeit im Darm, Veränderungen der Darmflora, Stress, psychische Belastungen, frühere Magen-Darm-Infektionen sowie eine genetische Veranlagung. Auch eine gestörte Kommunikation zwischen Darm und Gehirn spielt eine Rolle. Häufig lässt sich kein einzelner Auslöser benennen.
Das kann helfen
Das macht der Arzt: Er kann durch Gespräche und Untersuchungen andere Erkrankungen ausschließen und eine passende Behandlung vorschlagen. Dabei kommen Medikamente aus den folgenden Wirkstoffgruppen zum Einsatz: krampflösende Mittel zur Linderung von Schmerzen, Ballaststoffe oder osmotische Abführmittel bei Verstopfung, Mittel gegen Durchfall sowie in manchen Fällen Antidepressiva zur Regulierung der Darmnerven.Das kann man selbst tun: Stressabbau, eine reizdarmgerechte Ernährung, Bewegung und ein Symptomtagebuch tragen zur Besserung bei. Grenzen der Selbsthilfe sind erreicht, wenn die Beschwerden stark zunehmen, neue Symptome auftreten oder die Lebensqualität erheblich leidet. Dann sollte unbedingt ein Arzt aufgesucht werden.
Bearbeitungsstand: 17.11.2025
Quellenangaben:
Brunkhorst, Schölmerich, Differenzialdiagnostik und Differenzialtherapie, Elsevier (Urban & Fischer), (2010), 1. Auflage - Herold, Innere Medizin, Herold, (2011)
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Reizmagen
Was ist das? - Definition Ein Reizmagen ist eine funktionelle Störung des Magens, bei der wiederkehrende Beschwerden im Oberbauch auftreten, ohne dass eine organische Ursache wie eine Entzündung oder ein Geschwür nachweisbar ist. Die Symptome sind belastend, aber meist harmlos.
Krankheitsbild
Der Reizmagen zählt zu den funktionellen Magen-Darm-Erkrankungen. Das bedeutet, dass die Beschwerden nicht durch sichtbare Schäden oder krankhafte Veränderungen entstehen. Vielmehr liegt eine gestörte Funktion des Magens vor. Die Diagnose erfolgt meist durch Ausschluss anderer Erkrankungen, etwa durch eine Magenspiegelung oder Laboruntersuchungen. Die Beschwerden können nach dem Essen auftreten oder unabhängig davon bestehen.
Symptome/Verlauf
Die Beschwerden sind vielfältig und können phasenweise oder dauerhaft auftreten. Typisch sind:
- Völlegefühl
- Oberbauchschmerzen oder Brennen
- Übelkeit
- Aufstoßen
- Appetitlosigkeit
- Blähungen
- Frühes SättigungsgefühlStress, aber auch bestimmte Lebensmittel oder Medikamente können die Symptome verstärken. Auch psychische Belastungen spielen oft eine Rolle.
Folgen/Komplikationen
Ein Reizmagen ist zwar unangenehm, führt aber selten zu ernsthaften Komplikationen. Die Lebensqualität kann jedoch stark eingeschränkt sein. Manche Betroffene entwickeln Ängste oder depressive Verstimmungen. In seltenen Fällen kann es durch Appetitverlust und verminderte Nahrungsaufnahme zu Gewichtsverlust kommen. Wichtig ist, andere Erkrankungen wie Magengeschwüre oder Entzündungen auszuschließen.
Ursachen/Risikofaktoren
Die genauen Ursachen sind nicht vollständig geklärt. Es wird angenommen, dass mehrere Faktoren zusammenwirken. Dazu zählen Störungen der Magenbewegung, eine Überempfindlichkeit der Magenschleimhaut, Stress, psychische Belastungen, ungesunde Ernährung, übermäßiger Konsum von Kaffee, Alkohol oder Nikotin sowie Nebenwirkungen von Medikamenten wie Schmerzmitteln. Auch genetische Einflüsse und frühere Mageninfektionen können eine Rolle spielen.
Das kann helfen
Das macht der Arzt: Er kann andere Ursachen ausschließen und eine passende Behandlung vorschlagen. Dabei kommen Medikamente aus den folgenden Wirkstoffgruppen zum Einsatz: Protonenpumpenhemmer zur Reduktion der Magensäure, Prokinetika zur Förderung der Magenbewegung, Antazida zur schnellen Linderung von Säurebeschwerden und pflanzliche Mittel wie Pfefferminz- oder Kümmelöl.Das kann man selbst tun: Stressabbau, eine magenfreundliche Ernährung, Verzicht auf Alkohol und Nikotin sowie ausreichend Bewegung und Schlaf tragen zur Besserung bei. Grenzen der Selbsthilfe sind erreicht, wenn die Beschwerden länger als vier Wochen bestehen, sich verschlimmern oder mit Warnzeichen wie Gewichtsverlust, Blut im Stuhl oder starkem Erbrechen einhergehen. Dann sollte unbedingt ein Arzt aufgesucht werden.
Bearbeitungsstand: 17.11.2025
Quellenangaben:
Brunkhorst, Schölmerich, Differenzialdiagnostik und Differenzialtherapie, Elsevier (Urban & Fischer), (2010), 1. Auflage - Herold, Innere Medizin, Herold, (2011)
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Tee — rezeptfrei.
Detaillierte Anwendungshinweise, Dosierung, Nebenwirkungen und Wechselwirkungen finden Sie unten in den Registerkarten. Beachten Sie stets die Packungsbeilage. Bei Unklarheiten fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.
- PZN:
- 05390744
- Darreichungsform:
- Tee (Tee)
- Packungsgröße:
- 75 g
- Marke:
- SCHAFGARBENKRAUT
- Hersteller:
- SALUS Pharma GmbH
- Beipackzettel:
- PDF öffnen
Rechtlicher Status
Verantwortlicher Wirtschaftsakteur gemäß EU-Verordnung 2023/988
GPSRAnwendungshinweise
Bereiten Sie den Tee zu und trinken Sie ihn gleich. Übergießen Sie dafür den Tee mit siedendem Wasser (ca. 150ml) und lassen Sie den Teeaufguss ca. 10 Minuten ziehen.
Dauer der Anwendung?
Ohne ärztlichen Rat sollten Sie das Arzneimittel nicht länger als 1 Woche anwenden. Bei länger anhaltenden oder regelmäßig wiederkehrenden Beschwerden sollten sie Ihren Arzt aufsuchen.
Überdosierung?
Es sind keine Überdosierungserscheinungen bekannt. Im Zweifelsfall wenden Sie sich an Ihren Arzt.
Generell gilt: Achten Sie vor allem bei Säuglingen, Kleinkindern und älteren Menschen auf eine gewissenhafte Dosierung. Im Zweifelsfalle fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker nach etwaigen Auswirkungen oder Vorsichtsmaßnahmen.
Eine vom Arzt verordnete Dosierung kann von den Angaben der Packungsbeilage abweichen. Da der Arzt sie individuell abstimmt, sollten Sie das Arzneimittel daher nach seinen Anweisungen anwenden.
Dosierung
Bei leichten krampfartigen Magen-Darm-Beschwerden:
Bei Verdauungsstörungen:
Bei Appetitlosigkeit:
Sitzbad (ca. 20 l):
Anwendungsgebiete
- Leichte krampfartige Magen-Darm-Beschwerden
- Verdauungsstörungen
- Appetitlosigkeit
- Unterleibskrämpfe bei der Frau
Detaillierte Dosierung
Personenkreis: Jugendliche ab 12 Jahren und Erwachsene, Einzeldosis: 1,5g (1 Teelöffel), Gesamtdosis: dreimal täglich, Zeitpunkt: unabhängig von der Mahlzeit
Personenkreis: Jugendliche ab 12 Jahren und Erwachsene, Einzeldosis: 1,5g (1 Teelöffel), Gesamtdosis: dreimal täglich, Zeitpunkt: nach der Mahlzeit
Personenkreis: Jugendliche ab 12 Jahren und Erwachsene, Einzeldosis: 1,5g (1 Teelöffel), Gesamtdosis: dreimal täglich, Zeitpunkt: 30 Minuten vor der Mahlzeit
Personenkreis: Jugendliche ab 12 Jahren und Erwachsene, Einzeldosis: 100g Tee, Gesamtdosis: einmal täglich, Zeitpunkt: unabhängig von der Tageszeit
Wirkstoff
Wirkungsweise
Wie wirkt der Inhaltsstoff des Arzneimittels?
Die Inhaltsstoffe entstammen der Pflanze Schafgarbe und wirken als natürliches Gemisch. Zu der Pflanze selbst:
- Aussehen: mehrjähriges Kraut mit feingefiederten Blättern und zahlreichen kleinen weißen Blüten, die in Dolden stehen
- Vorkommen: Europa, Westasien
- Hauptsächliche Inhaltsstoffe: Alkaloide, Flavonoide, ätherisches Öl
- Verwendete Pflanzenteile und Zubereitungen: Extrakte und Tinkturen aus den Blüten oder dem ganzen Kraut
Schafgarbe wirkt ähnlich wie Kamille appetitfördernd, regt den Gallefluss an und löst Krämpfe. Die ätherischen Öle wirken Entzündungen und bakteriellem Wachstum entgegen.
Nebenwirkungen
Für das Arzneimittel sind nur Nebenwirkungen beschrieben, die bisher nur in Ausnahmefällen aufgetreten sind.
Bemerken Sie eine Befindlichkeitsstörung oder Veränderung während der Behandlung, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Für die Information an dieser Stelle werden vor allem Nebenwirkungen berücksichtigt, die bei mindestens einem von 1.000 behandelten Patienten auftreten.
Gegenanzeigen
Was spricht gegen eine Anwendung?
- Überempfindlichkeit gegen die Inhaltsstoffe
Welche Altersgruppe ist zu beachten?
- Kinder unter 12 Jahren: Das Arzneimittel sollte in der Regel in dieser Altersgruppe nicht angewendet werden.
Was ist mit Schwangerschaft und Stillzeit?
- Schwangerschaft: Das Arzneimittel darf nicht angewendet werden.
- Stillzeit: Das Arzneimittel darf nicht angewendet werden.
Ist Ihnen das Arzneimittel trotz einer Gegenanzeige verordnet worden, sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker. Der therapeutische Nutzen kann höher sein, als das Risiko, das die Anwendung bei einer Gegenanzeige in sich birgt.
Lagerungsanforderungen
Physische Eigenschaften
- Gewicht:
- 90 g
- Abmessungen (B × H × L):
- 95 × 200 × 62 mm
Bestellinformationen
- Mindestbestellmenge:
- 3
Aufbewahrung
Aufbewahrung
Das Arzneimittel muss
- vor Feuchtigkeit geschützt (z.B. im fest verschlossenen Behältnis)
- im Dunkeln (z.B. im Umkarton)
aufbewahrt werden.
Wichtige Hinweise
Was sollten Sie beachten?
- Vorsicht bei Allergie gegen Ascorbinsäure (Vitamin C)!
- Vorsicht bei Allergie gegen Korbblütler (lateinischer Name = Kompositen), z.B. Arnika, Ringelblume, Schafgarbe, Sonnenhut und Kamille!
Kolik
Was ist das? - Definition Eine Kolik bezeichnet starke, meist plötzlich einsetzende und krampfartige Schmerzen, die durch eine ruckartige Anspannung der Muskulatur in Hohlorganen entstehen. Häufig betrifft das den Magen-Darm-Trakt, die Gallen- oder die Harnwege. Die Schmerzen kommen in Wellen und können sehr heftig sein.
Krankheitsbild
Bei einer Kolik zieht sich die Muskulatur eines Hohlorgans schmerzhaft zusammen, meist weil etwas den normalen Abfluss behindert. Das können Gase, Stuhl, Gallensteine oder Harnsteine sein. Zwischen den Schmerzattacken gibt es oft kurze beschwerdefreie Phasen. Koliken sind ein Symptom und keine eigenständige Erkrankung.
Symptome/Verlauf
Koliken äußern sich typischerweise durch stark wechselnde Schmerzen. Zu den häufigen Begleitzeichen zählen:
- Krampfartige wellenförmige Schmerzen
- Unruhe, da ruhiges Liegen meist sehr schwer fällt
- Übelkeit, Erbrechen oder Blähungen
- Schwitzen, Blässe oder beschleunigter Puls
Der Verlauf hängt von der Ursache ab. Manche Koliken klingen rasch ab, andere halten länger an oder kehren wieder.
Folgen/Komplikationen
Bleibt die Ursache bestehen, kann es zu Entzündungen, Organschäden oder Infektionen kommen, etwa bei Gallen- oder Nierenkoliken. Starke Schmerzen belasten zudem Kreislauf und Allgemeinzustand. Fieber, Blut im Urin oder Stuhl oder anhaltende Schmerzen sind Warnzeichen.
Ursachen/Risikofaktoren
Häufige Ursachen sind Gallensteine, Nierensteine, Darmgase oder eine Verstopfung. Auch Entzündungen, Funktionsstörungen der betroffenen Organe oder bestimmte Nahrungsmittel können Koliken auslösen. Risikofaktoren sind Flüssigkeitsmangel, unausgewogene Ernährung, Bewegungsmangel und bestimmte Vorerkrankungen.
Das kann helfen
Das macht der Arzt: Er versucht die Ursache festzustellen und behandelt gezielt, etwa mit krampflösenden und schmerzlindernden Medikamenten oder weiteren Maßnahmen. Hierzu zählen bei Bedarf auch operative Eingriffe.
Das kann man selbst tun: Bei leichten Beschwerden Wärme anwenden, ruhig bleiben und ausreichend trinken. Bei starken anhaltenden Schmerzen, Fieber oder Verschlechterung sind die Grenzen der Selbsthilfe erreicht und ärztliche Abklärung ist notwendig.
Bearbeitungsstand: 15.04.2026
Quellenangaben:
Brunkhorst, Schölmerich, Differenzialdiagnostik und Differenzialtherapie, Elsevier (Urban & Fischer), (2010), 1. Auflage - Herold, Innere Medizin, Herold, (2011)
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Reizdarm-Syndrom
Was ist das? - Definition Ein Reizdarm ist eine chronische Funktionsstörung des Darms, bei der wiederkehrende Beschwerden wie Bauchschmerzen, Blähungen und Stuhlveränderungen auftreten, ohne dass eine organische Ursache wie Entzündungen oder Tumoren vorliegt. Die Erkrankung ist zwar unangenehm, aber nicht gefährlich.
Krankheitsbild
Der Reizdarm gehört zu den funktionellen Magen-Darm-Erkrankungen. Das bedeutet, dass die Beschwerden nicht durch sichtbare Schäden oder krankhafte Veränderungen im Darm entstehen. Vielmehr liegt eine gestörte Regulation der Darmbewegung und eine erhöhte Empfindlichkeit vor. Die Diagnose erfolgt meist durch Ausschluss anderer Erkrankungen wie chronisch-entzündliche Darmerkrankungen oder Nahrungsmittelunverträglichkeiten. Der Reizdarm kann in verschiedenen Formen auftreten: mit Durchfall, mit Verstopfung oder mit einem Wechsel zwischen beiden.
Symptome/Verlauf
Die Beschwerden sind oft belastend und können die Lebensqualität stark einschränken. Typisch sind:
- Bauchschmerzen oder Krämpfe
- Blähungen und Völlegefühl
- Veränderte Stuhlgewohnheiten wie Durchfall oder Verstopfung
- Gefühl unvollständiger Darmentleerung
- Schleim im Stuhl
- Dringender Stuhldrang Die Symptome treten häufig in Schüben auf und können durch Stress, bestimmte Lebensmittel oder hormonelle Veränderungen verstärkt werden. Oft bessern sie sich nach dem Stuhlgang.
Folgen/KomplikationenEin Reizdarm ist nicht lebensbedrohlich und verursacht keine bleibenden Schäden am Darm. Dennoch kann die Erkrankung zu erheblichen Einschränkungen im Alltag führen. Viele Betroffene leiden unter sozialer Unsicherheit, Schlafstörungen oder psychischen Belastungen. In seltenen Fällen kann es durch starke Vermeidung bestimmter Lebensmittel zu Mangelerscheinungen kommen. Wichtig ist, Warnzeichen wie Blut im Stuhl, Fieber oder ungewollten Gewichtsverlust ernst zu nehmen, da sie auf andere Erkrankungen hinweisen können.
Ursachen/Risikofaktoren
Die genauen Ursachen sind nicht vollständig geklärt. Es wird angenommen, dass mehrere Faktoren zusammenwirken. Dazu zählen eine gestörte Darmbewegung, eine erhöhte Schmerzempfindlichkeit im Darm, Veränderungen der Darmflora, Stress, psychische Belastungen, frühere Magen-Darm-Infektionen sowie eine genetische Veranlagung. Auch eine gestörte Kommunikation zwischen Darm und Gehirn spielt eine Rolle. Häufig lässt sich kein einzelner Auslöser benennen.
Das kann helfen
Das macht der Arzt: Er kann durch Gespräche und Untersuchungen andere Erkrankungen ausschließen und eine passende Behandlung vorschlagen. Dabei kommen Medikamente aus den folgenden Wirkstoffgruppen zum Einsatz: krampflösende Mittel zur Linderung von Schmerzen, Ballaststoffe oder osmotische Abführmittel bei Verstopfung, Mittel gegen Durchfall sowie in manchen Fällen Antidepressiva zur Regulierung der Darmnerven.Das kann man selbst tun: Stressabbau, eine reizdarmgerechte Ernährung, Bewegung und ein Symptomtagebuch tragen zur Besserung bei. Grenzen der Selbsthilfe sind erreicht, wenn die Beschwerden stark zunehmen, neue Symptome auftreten oder die Lebensqualität erheblich leidet. Dann sollte unbedingt ein Arzt aufgesucht werden.
Bearbeitungsstand: 17.11.2025
Quellenangaben:
Brunkhorst, Schölmerich, Differenzialdiagnostik und Differenzialtherapie, Elsevier (Urban & Fischer), (2010), 1. Auflage - Herold, Innere Medizin, Herold, (2011)
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Reizmagen
Was ist das? - Definition Ein Reizmagen ist eine funktionelle Störung des Magens, bei der wiederkehrende Beschwerden im Oberbauch auftreten, ohne dass eine organische Ursache wie eine Entzündung oder ein Geschwür nachweisbar ist. Die Symptome sind belastend, aber meist harmlos.
Krankheitsbild
Der Reizmagen zählt zu den funktionellen Magen-Darm-Erkrankungen. Das bedeutet, dass die Beschwerden nicht durch sichtbare Schäden oder krankhafte Veränderungen entstehen. Vielmehr liegt eine gestörte Funktion des Magens vor. Die Diagnose erfolgt meist durch Ausschluss anderer Erkrankungen, etwa durch eine Magenspiegelung oder Laboruntersuchungen. Die Beschwerden können nach dem Essen auftreten oder unabhängig davon bestehen.
Symptome/Verlauf
Die Beschwerden sind vielfältig und können phasenweise oder dauerhaft auftreten. Typisch sind:
- Völlegefühl
- Oberbauchschmerzen oder Brennen
- Übelkeit
- Aufstoßen
- Appetitlosigkeit
- Blähungen
- Frühes SättigungsgefühlStress, aber auch bestimmte Lebensmittel oder Medikamente können die Symptome verstärken. Auch psychische Belastungen spielen oft eine Rolle.
Folgen/Komplikationen
Ein Reizmagen ist zwar unangenehm, führt aber selten zu ernsthaften Komplikationen. Die Lebensqualität kann jedoch stark eingeschränkt sein. Manche Betroffene entwickeln Ängste oder depressive Verstimmungen. In seltenen Fällen kann es durch Appetitverlust und verminderte Nahrungsaufnahme zu Gewichtsverlust kommen. Wichtig ist, andere Erkrankungen wie Magengeschwüre oder Entzündungen auszuschließen.
Ursachen/Risikofaktoren
Die genauen Ursachen sind nicht vollständig geklärt. Es wird angenommen, dass mehrere Faktoren zusammenwirken. Dazu zählen Störungen der Magenbewegung, eine Überempfindlichkeit der Magenschleimhaut, Stress, psychische Belastungen, ungesunde Ernährung, übermäßiger Konsum von Kaffee, Alkohol oder Nikotin sowie Nebenwirkungen von Medikamenten wie Schmerzmitteln. Auch genetische Einflüsse und frühere Mageninfektionen können eine Rolle spielen.
Das kann helfen
Das macht der Arzt: Er kann andere Ursachen ausschließen und eine passende Behandlung vorschlagen. Dabei kommen Medikamente aus den folgenden Wirkstoffgruppen zum Einsatz: Protonenpumpenhemmer zur Reduktion der Magensäure, Prokinetika zur Förderung der Magenbewegung, Antazida zur schnellen Linderung von Säurebeschwerden und pflanzliche Mittel wie Pfefferminz- oder Kümmelöl.Das kann man selbst tun: Stressabbau, eine magenfreundliche Ernährung, Verzicht auf Alkohol und Nikotin sowie ausreichend Bewegung und Schlaf tragen zur Besserung bei. Grenzen der Selbsthilfe sind erreicht, wenn die Beschwerden länger als vier Wochen bestehen, sich verschlimmern oder mit Warnzeichen wie Gewichtsverlust, Blut im Stuhl oder starkem Erbrechen einhergehen. Dann sollte unbedingt ein Arzt aufgesucht werden.
Bearbeitungsstand: 17.11.2025
Quellenangaben:
Brunkhorst, Schölmerich, Differenzialdiagnostik und Differenzialtherapie, Elsevier (Urban & Fischer), (2010), 1. Auflage - Herold, Innere Medizin, Herold, (2011)
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.