SILKIS 3 \m63g/g Salbe
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Pharmazeutische Informationen
Salbe — verschreibungspflichtig.
Detaillierte Anwendungshinweise, Dosierung, Nebenwirkungen und Wechselwirkungen finden Sie unten in den Registerkarten. Beachten Sie stets die Packungsbeilage. Bei Unklarheiten fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.
- PZN:
- 15266502
- Darreichungsform:
- Salbe (Salbe)
- Packungsgröße:
- 100 g
- Wirkstoffstärke:
- 63g
- Marke:
- SILKIS
- Hersteller:
- 1 0 1 Carefarm GmbH
Rechtlicher Status
Verantwortlicher Wirtschaftsakteur gemäß EU-Verordnung 2023/988
GPSRAnwendungshinweise
Art der Anwendung?
Tragen Sie das Arzneimittel dünn auf die betroffene(n) Hautstelle(n) auf. Massieren Sie das Arzneimittel danach leicht ein. Waschen Sie nach der Anwendung gründlich die Hände. Vermeiden Sie den versehentlichen Kontakt mit den Augen.
Die mit dem Arzneimittel behandelte(n) Stelle(n) sollten nicht mit einem Verband bedeckt werden.
Dauer der Anwendung?
Die Anwendungsdauer richtet sich nach Art der Beschwerde und/oder Dauer der Erkrankung und wird deshalb nur von Ihrem Arzt bestimmt. Das Arzneimittel sollte in der Regel nicht länger als 6 Wochen angewendet werden.
Überdosierung?
Bei einer Überdosierung kann es zu einem zu hohen Kalziumspiegel im Blut unter anderem mit Appetitlosigkeit, Übelkeit, Erbrechen, Verstopfung, niedrigem Blutdruck, Depression, Schlafsucht und Koma kommen. Setzen Sie sich bei dem Verdacht auf eine Überdosierung umgehend mit einem Arzt in Verbindung.
Generell gilt: Achten Sie vor allem bei Säuglingen, Kleinkindern und älteren Menschen auf eine gewissenhafte Dosierung. Im Zweifelsfalle fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker nach etwaigen Auswirkungen oder Vorsichtsmaßnahmen.
Eine vom Arzt verordnete Dosierung kann von den Angaben der Packungsbeilage abweichen. Da der Arzt sie individuell abstimmt, sollten Sie das Arzneimittel daher nach seinen Anweisungen anwenden.
Dosierung
Zum Auftragen auf die Haut:
Höchstdosis: Eine Dosis von 30 g Salbe pro Tag sollte nicht überschritten werden.
Anwendungsgebiete
- Leichte bis mittelschwere Schuppenflechte (Psoriasis)
Detaillierte Dosierung
Personenkreis: Erwachsene, Einzeldosis: dünn, Gesamtdosis: 2-mal täglich, Zeitpunkt: morgens und abends
Wirkstoff
Wirkungsweise
Wie wirkt der Inhaltsstoff des Arzneimittels?
Bei dem Wirkstoff handelt es sich um einen Vitamin-D-Abkömmling, der zur Behandlung des Vitamin D-Stoffwechsels bzw. von Störungen des Kalzium-Haushaltes sowie zur äußerlichen Behandlung von Schuppenflechte eingesetzt wird. Calcitriol hemmt das Wachstum und die Vermehrung hornbildender Zellen (Keratinozyten) und verbessert die gestörte Zelldifferenzierung. Darüber hinaus unterdrückt Calcitriol die Produktion entzündungsfördernder Stoffe.
Nebenwirkungen
- Juckreiz (Pruritus)
- Hautbeschwerden
- Hautreizung
- Hautrötung durch gesteigerte Durchblutung (Erythem)
- Trockene Haut (Xerodermie)
- Schuppenflechte (Psoriasis)
Bemerken Sie eine Befindlichkeitsstörung oder Veränderung während der Behandlung, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Für die Information an dieser Stelle werden vor allem Nebenwirkungen berücksichtigt, die bei mindestens einem von 1.000 behandelten Patienten auftreten.
Gegenanzeigen
Was spricht gegen eine Anwendung?
- Überempfindlichkeit gegen die Inhaltsstoffe
- Schwere Nierenfunktionsstörung
- Schwere Leberfunktionsstörung
- Zu hoher Kalziumspiegel im Blut (Hyperkalzämie)
- Kalziumstoffwechselstörung
Welche Altersgruppe ist zu beachten?
- Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren: Das Arzneimittel darf nicht angewendet werden.
Was ist mit Schwangerschaft und Stillzeit?
- Schwangerschaft: Wenden Sie sich an Ihren Arzt. Es spielen verschiedene Überlegungen eine Rolle, ob und wie das Arzneimittel in der Schwangerschaft angewendet werden kann.
- Stillzeit: Von einer Anwendung wird nach derzeitigen Erkenntnissen abgeraten. Eventuell ist ein Abstillen in Erwägung zu ziehen.
Ist Ihnen das Arzneimittel trotz einer Gegenanzeige verordnet worden, sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker. Der therapeutische Nutzen kann höher sein, als das Risiko, das die Anwendung bei einer Gegenanzeige in sich birgt.
Lagerungsanforderungen
Bestellinformationen
- Import/Reimport:
- Ja
Aufbewahrung
Aufbewahrung
Das Arzneimittel darf nach Anbruch/Zubereitung höchstens 8 Wochen verwendet werden!
Das Arzneimittel muss nach Anbruch/Zubereitung bei Raumtemperatur aufbewahrt werden!
Wichtige Hinweise
Was sollten Sie beachten?
- Es kann Arzneimittel geben, mit denen Wechselwirkungen auftreten. Sie sollten deswegen generell vor der Behandlung mit einem neuen Arzneimittel jedes andere, das Sie bereits anwenden, dem Arzt oder Apotheker angeben. Das gilt auch für Arzneimittel, die Sie selbst kaufen, nur gelegentlich anwenden oder deren Anwendung schon einige Zeit zurückliegt.
Psoriasis
Was ist das? - Definition Psoriasis ist eine chronisch-entzündliche Hauterkrankung, bei der sich Hautzellen viel schneller erneuern als normal. Dadurch entstehen schuppige, gerötete Hautstellen, oft an Ellenbogen, Knien, Kopfhaut oder Rücken. Die Krankheit verläuft meist in Schüben und ist nicht ansteckend. Sie kann auch Gelenke betreffen (Psoriasis-Arthritis) und tritt häufig zwischen dem 15. und 35. Lebensjahr erstmals auf.
Krankheitsbild
Psoriasis gehört zu den häufigsten Hautkrankheiten. In Deutschland sind etwa zwei Millionen Menschen betroffen. Die Erkrankung zeigt sich meist durch scharf begrenzte, schuppende Hautstellen. Diese sogenannten Plaques entstehen, weil sich die Hautzellen viel zu schnell erneuern. Die Haut wird dadurch dick, trocken und entzündet.
Es gibt verschiedene Formen der Psoriasis, darunter die klassische Psoriasis vulgaris mit typischen Plaques (verdickte und verhornte Oberhaut). Zu den weiteren Varianten zählen die Tropfen-Psoriasis (Psoriasis guttata) mit vielen kleinen Herden, die Psoriasis inversa in Hautfalten, die seltene Psoriasis pustulosa mit eitrigen Bläschen sowie die schwere Psoriasis erythrodermica mit großflächiger Hautentzündung. Bei etwa einem Drittel der Betroffenen befällt die Krankheit auch die Gelenke, man spricht dann von Psoriasis-Arthritis.
Die Erkrankung ist nicht heilbar, aber gut behandelbar. Sie verläuft meist chronisch und in Schüben.
Symptome/Verlauf
Die Beschwerden treten oft schubweise auf. Typische Hautsymptome sind gerötete, schuppende Hautstellen, Juckreiz, Brennen, Spannungsgefühl sowie trockene, rissige Haut. Besonders häufig betroffen: die Kopfhaut, Ellenbogen, Knie und der untere Rücken.
Zu den weiteren möglichen Symptomen zählen Nagelveränderungen wie Grübchen oder Verdickungen, Gelenkschmerzen und Morgensteifigkeit sowie in seltenen Fällen großflächige Hautentzündungen. Die Symptome können kosmetisch belastend sein und zu sozialem Rückzug führen.
Der Verlauf ist individuell: Manche haben über Jahre nur kleine Herde, andere großflächige Hautveränderungen oder Gelenkbeschwerden. Zwischen den akuten Phasen können die Beschwerden deutlich zurückgehen oder ganz verschwinden. Neue Schübe lösen oft Stress, Infekte, Hautverletzungen oder bestimmte Medikamente aus.
Folgen/Komplikationen
Unbehandelt kann Psoriasis zu dauerhaften Hautveränderungen und Gelenkschäden führen. Die Psoriasis-Arthritis kann die Beweglichkeit einschränken und die Lebensqualität stark beeinträchtigen. Psychische Belastungen wie Depressionen oder Angststörungen kommen häufig vor, besonders wenn die Hautveränderungen sichtbar sind und das Selbstbild beeinflussen. Bei schweren Formen wie Psoriasis erythrodermica besteht sogar Lebensgefahr durch Flüssigkeitsverlust und Infektionen. Hier ist eine sofortige ärztliche Behandlung notwendig.
Ursachen/Risikofaktoren
0Psoriasis entsteht durch eine Fehlreaktion des Immunsystems. Die Hautzellen teilen sich zu schnell, was zu Entzündungen und Schuppenbildung führt. Die genauen Ursachen sind nicht vollständig geklärt. Fachleute gehen von einer Kombination aus genetischer Veranlagung und äußeren Auslösern aus.
1Was Psoriasis begünstigen oder verschlimmern kann:
- Genetische Veranlagung
- Infektionen, besonders mit Streptokokken
- Stress
- Hautverletzungen wie Kratzen oder Sonnenbrand
- Medikamente wie Betablocker oder Lithium
- Hormonelle Veränderungen
- Übergewicht, Alkohol und Rauchen
Das kann helfen
Das macht der Arzt: Je nach Schweregrad kommen Cremes mit Kortison oder Vitamin-D3, Lichttherapie oder Medikamente wie Methotrexat oder Biologika zum Einsatz. Bei Gelenkbeteiligung erfolgt oft eine Zusammenarbeit mit der Rheumatologie.
Was man selbst tun kann: Eine regelmäßige Hautpflege mit rückfettenden Cremes, Stressabbau, gesunde Ernährung, Bewegung sowie der Verzicht auf Rauchen und Alkohol können den Verlauf positiv beeinflussen. Wenn die Haut großflächig betroffen ist, Gelenkschmerzen auftreten oder die Beschwerden stark belasten, sollte unbedingt ärztliche Hilfe in Anspruch genommen werden. Auch bei Verdacht auf Psoriasis-Arthritis oder schweren Formen wie Psoriasis erythrodermica ist eine medizinische Behandlung unverzichtbar.
Bearbeitungsstand: 13.10.2025
Quellenangaben:
Moll, Dermatologie, (2010), 7. Auflage - Brunkhorst, Schölmerich, Differenzialdiagnostik und Differenzialtherapie, Elsevier (Urban & Fischer), (2010), 1. Auflage
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Salbe — verschreibungspflichtig.
Detaillierte Anwendungshinweise, Dosierung, Nebenwirkungen und Wechselwirkungen finden Sie unten in den Registerkarten. Beachten Sie stets die Packungsbeilage. Bei Unklarheiten fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.
- PZN:
- 15266502
- Darreichungsform:
- Salbe (Salbe)
- Packungsgröße:
- 100 g
- Wirkstoffstärke:
- 63g
- Marke:
- SILKIS
- Hersteller:
- 1 0 1 Carefarm GmbH
Rechtlicher Status
Verantwortlicher Wirtschaftsakteur gemäß EU-Verordnung 2023/988
GPSRAnwendungshinweise
Art der Anwendung?
Tragen Sie das Arzneimittel dünn auf die betroffene(n) Hautstelle(n) auf. Massieren Sie das Arzneimittel danach leicht ein. Waschen Sie nach der Anwendung gründlich die Hände. Vermeiden Sie den versehentlichen Kontakt mit den Augen.
Die mit dem Arzneimittel behandelte(n) Stelle(n) sollten nicht mit einem Verband bedeckt werden.
Dauer der Anwendung?
Die Anwendungsdauer richtet sich nach Art der Beschwerde und/oder Dauer der Erkrankung und wird deshalb nur von Ihrem Arzt bestimmt. Das Arzneimittel sollte in der Regel nicht länger als 6 Wochen angewendet werden.
Überdosierung?
Bei einer Überdosierung kann es zu einem zu hohen Kalziumspiegel im Blut unter anderem mit Appetitlosigkeit, Übelkeit, Erbrechen, Verstopfung, niedrigem Blutdruck, Depression, Schlafsucht und Koma kommen. Setzen Sie sich bei dem Verdacht auf eine Überdosierung umgehend mit einem Arzt in Verbindung.
Generell gilt: Achten Sie vor allem bei Säuglingen, Kleinkindern und älteren Menschen auf eine gewissenhafte Dosierung. Im Zweifelsfalle fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker nach etwaigen Auswirkungen oder Vorsichtsmaßnahmen.
Eine vom Arzt verordnete Dosierung kann von den Angaben der Packungsbeilage abweichen. Da der Arzt sie individuell abstimmt, sollten Sie das Arzneimittel daher nach seinen Anweisungen anwenden.
Dosierung
Zum Auftragen auf die Haut:
Höchstdosis: Eine Dosis von 30 g Salbe pro Tag sollte nicht überschritten werden.
Anwendungsgebiete
- Leichte bis mittelschwere Schuppenflechte (Psoriasis)
Detaillierte Dosierung
Personenkreis: Erwachsene, Einzeldosis: dünn, Gesamtdosis: 2-mal täglich, Zeitpunkt: morgens und abends
Wirkstoff
Wirkungsweise
Wie wirkt der Inhaltsstoff des Arzneimittels?
Bei dem Wirkstoff handelt es sich um einen Vitamin-D-Abkömmling, der zur Behandlung des Vitamin D-Stoffwechsels bzw. von Störungen des Kalzium-Haushaltes sowie zur äußerlichen Behandlung von Schuppenflechte eingesetzt wird. Calcitriol hemmt das Wachstum und die Vermehrung hornbildender Zellen (Keratinozyten) und verbessert die gestörte Zelldifferenzierung. Darüber hinaus unterdrückt Calcitriol die Produktion entzündungsfördernder Stoffe.
Nebenwirkungen
- Juckreiz (Pruritus)
- Hautbeschwerden
- Hautreizung
- Hautrötung durch gesteigerte Durchblutung (Erythem)
- Trockene Haut (Xerodermie)
- Schuppenflechte (Psoriasis)
Bemerken Sie eine Befindlichkeitsstörung oder Veränderung während der Behandlung, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Für die Information an dieser Stelle werden vor allem Nebenwirkungen berücksichtigt, die bei mindestens einem von 1.000 behandelten Patienten auftreten.
Gegenanzeigen
Was spricht gegen eine Anwendung?
- Überempfindlichkeit gegen die Inhaltsstoffe
- Schwere Nierenfunktionsstörung
- Schwere Leberfunktionsstörung
- Zu hoher Kalziumspiegel im Blut (Hyperkalzämie)
- Kalziumstoffwechselstörung
Welche Altersgruppe ist zu beachten?
- Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren: Das Arzneimittel darf nicht angewendet werden.
Was ist mit Schwangerschaft und Stillzeit?
- Schwangerschaft: Wenden Sie sich an Ihren Arzt. Es spielen verschiedene Überlegungen eine Rolle, ob und wie das Arzneimittel in der Schwangerschaft angewendet werden kann.
- Stillzeit: Von einer Anwendung wird nach derzeitigen Erkenntnissen abgeraten. Eventuell ist ein Abstillen in Erwägung zu ziehen.
Ist Ihnen das Arzneimittel trotz einer Gegenanzeige verordnet worden, sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker. Der therapeutische Nutzen kann höher sein, als das Risiko, das die Anwendung bei einer Gegenanzeige in sich birgt.
Lagerungsanforderungen
Bestellinformationen
- Import/Reimport:
- Ja
Aufbewahrung
Aufbewahrung
Das Arzneimittel darf nach Anbruch/Zubereitung höchstens 8 Wochen verwendet werden!
Das Arzneimittel muss nach Anbruch/Zubereitung bei Raumtemperatur aufbewahrt werden!
Wichtige Hinweise
Was sollten Sie beachten?
- Es kann Arzneimittel geben, mit denen Wechselwirkungen auftreten. Sie sollten deswegen generell vor der Behandlung mit einem neuen Arzneimittel jedes andere, das Sie bereits anwenden, dem Arzt oder Apotheker angeben. Das gilt auch für Arzneimittel, die Sie selbst kaufen, nur gelegentlich anwenden oder deren Anwendung schon einige Zeit zurückliegt.
Psoriasis
Was ist das? - Definition Psoriasis ist eine chronisch-entzündliche Hauterkrankung, bei der sich Hautzellen viel schneller erneuern als normal. Dadurch entstehen schuppige, gerötete Hautstellen, oft an Ellenbogen, Knien, Kopfhaut oder Rücken. Die Krankheit verläuft meist in Schüben und ist nicht ansteckend. Sie kann auch Gelenke betreffen (Psoriasis-Arthritis) und tritt häufig zwischen dem 15. und 35. Lebensjahr erstmals auf.
Krankheitsbild
Psoriasis gehört zu den häufigsten Hautkrankheiten. In Deutschland sind etwa zwei Millionen Menschen betroffen. Die Erkrankung zeigt sich meist durch scharf begrenzte, schuppende Hautstellen. Diese sogenannten Plaques entstehen, weil sich die Hautzellen viel zu schnell erneuern. Die Haut wird dadurch dick, trocken und entzündet.
Es gibt verschiedene Formen der Psoriasis, darunter die klassische Psoriasis vulgaris mit typischen Plaques (verdickte und verhornte Oberhaut). Zu den weiteren Varianten zählen die Tropfen-Psoriasis (Psoriasis guttata) mit vielen kleinen Herden, die Psoriasis inversa in Hautfalten, die seltene Psoriasis pustulosa mit eitrigen Bläschen sowie die schwere Psoriasis erythrodermica mit großflächiger Hautentzündung. Bei etwa einem Drittel der Betroffenen befällt die Krankheit auch die Gelenke, man spricht dann von Psoriasis-Arthritis.
Die Erkrankung ist nicht heilbar, aber gut behandelbar. Sie verläuft meist chronisch und in Schüben.
Symptome/Verlauf
Die Beschwerden treten oft schubweise auf. Typische Hautsymptome sind gerötete, schuppende Hautstellen, Juckreiz, Brennen, Spannungsgefühl sowie trockene, rissige Haut. Besonders häufig betroffen: die Kopfhaut, Ellenbogen, Knie und der untere Rücken.
Zu den weiteren möglichen Symptomen zählen Nagelveränderungen wie Grübchen oder Verdickungen, Gelenkschmerzen und Morgensteifigkeit sowie in seltenen Fällen großflächige Hautentzündungen. Die Symptome können kosmetisch belastend sein und zu sozialem Rückzug führen.
Der Verlauf ist individuell: Manche haben über Jahre nur kleine Herde, andere großflächige Hautveränderungen oder Gelenkbeschwerden. Zwischen den akuten Phasen können die Beschwerden deutlich zurückgehen oder ganz verschwinden. Neue Schübe lösen oft Stress, Infekte, Hautverletzungen oder bestimmte Medikamente aus.
Folgen/Komplikationen
Unbehandelt kann Psoriasis zu dauerhaften Hautveränderungen und Gelenkschäden führen. Die Psoriasis-Arthritis kann die Beweglichkeit einschränken und die Lebensqualität stark beeinträchtigen. Psychische Belastungen wie Depressionen oder Angststörungen kommen häufig vor, besonders wenn die Hautveränderungen sichtbar sind und das Selbstbild beeinflussen. Bei schweren Formen wie Psoriasis erythrodermica besteht sogar Lebensgefahr durch Flüssigkeitsverlust und Infektionen. Hier ist eine sofortige ärztliche Behandlung notwendig.
Ursachen/Risikofaktoren
0Psoriasis entsteht durch eine Fehlreaktion des Immunsystems. Die Hautzellen teilen sich zu schnell, was zu Entzündungen und Schuppenbildung führt. Die genauen Ursachen sind nicht vollständig geklärt. Fachleute gehen von einer Kombination aus genetischer Veranlagung und äußeren Auslösern aus.
1Was Psoriasis begünstigen oder verschlimmern kann:
- Genetische Veranlagung
- Infektionen, besonders mit Streptokokken
- Stress
- Hautverletzungen wie Kratzen oder Sonnenbrand
- Medikamente wie Betablocker oder Lithium
- Hormonelle Veränderungen
- Übergewicht, Alkohol und Rauchen
Das kann helfen
Das macht der Arzt: Je nach Schweregrad kommen Cremes mit Kortison oder Vitamin-D3, Lichttherapie oder Medikamente wie Methotrexat oder Biologika zum Einsatz. Bei Gelenkbeteiligung erfolgt oft eine Zusammenarbeit mit der Rheumatologie.
Was man selbst tun kann: Eine regelmäßige Hautpflege mit rückfettenden Cremes, Stressabbau, gesunde Ernährung, Bewegung sowie der Verzicht auf Rauchen und Alkohol können den Verlauf positiv beeinflussen. Wenn die Haut großflächig betroffen ist, Gelenkschmerzen auftreten oder die Beschwerden stark belasten, sollte unbedingt ärztliche Hilfe in Anspruch genommen werden. Auch bei Verdacht auf Psoriasis-Arthritis oder schweren Formen wie Psoriasis erythrodermica ist eine medizinische Behandlung unverzichtbar.
Bearbeitungsstand: 13.10.2025
Quellenangaben:
Moll, Dermatologie, (2010), 7. Auflage - Brunkhorst, Schölmerich, Differenzialdiagnostik und Differenzialtherapie, Elsevier (Urban & Fischer), (2010), 1. Auflage
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.