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Pharmazeutische Informationen
Gel — verschreibungspflichtig.
Detaillierte Anwendungshinweise, Dosierung, Nebenwirkungen und Wechselwirkungen finden Sie unten in den Registerkarten. Beachten Sie stets die Packungsbeilage. Bei Unklarheiten fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.
- PZN:
- 09920848
- Darreichungsform:
- Gel (Gel)
- Packungsgröße:
- 2 x 50 g
- Marke:
- SKINOREN
- Hersteller:
- EMRA-MED Arzneimittel GmbH
Rechtlicher Status
Verantwortlicher Wirtschaftsakteur gemäß EU-Verordnung 2023/988
GPSRAnwendungshinweise
Die Gesamtdosis sollte nicht ohne Rücksprache mit einem Arzt oder Apotheker überschritten werden.
Art der Anwendung?
Tragen Sie das Arzneimittel auf die betroffene(n) Hautstelle(n) auf und reiben Sie es vorsichtig ein. Zuvor reinigen Sie die betroffene(n) Stelle(n). Waschen Sie nach der Anwendung gründlich die Hände.
Vermeiden Sie den versehentlichen Kontakt mit Schleimhäuten, Augen und Mund.
Die mit dem Arzneimittel behandelte(n) Stelle(n) sollten nicht mit einem Verband bedeckt werden.
Dauer der Anwendung?
Die Anwendungsdauer richtet sich nach Art der Beschwerde und/oder Dauer der Erkrankung und wird deshalb nur von Ihrem Arzt bestimmt.
Überdosierung?
Wird das Arzneimittel wie beschrieben angewendet, sind keine Überdosierungserscheinungen bekannt. Im Zweifelsfall wenden Sie sich an Ihren Arzt.
Generell gilt: Achten Sie vor allem bei Säuglingen, Kleinkindern und älteren Menschen auf eine gewissenhafte Dosierung. Im Zweifelsfalle fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker nach etwaigen Auswirkungen oder Vorsichtsmaßnahmen.
Eine vom Arzt verordnete Dosierung kann von den Angaben der Packungsbeilage abweichen. Da der Arzt sie individuell abstimmt, sollten Sie das Arzneimittel daher nach seinen Anweisungen anwenden.
Dosierung
Folgende Dosierungsempfehlungen werden gegeben - die Dosierung für Ihre spezielle Erkrankung besprechen Sie am besten mit Ihrem Arzt:
Zum Auftragen auf die Haut bei Akne:
Zum Auftragen auf die Haut bei Rosacea:
Patienten mit Hautreizungen: Sie müssen in Absprache mit Ihrem Arzt eventuell die Einzel- oder die Gesamtdosis reduzieren oder den Dosierungsabstand verlängern.
Anwendungsgebiete
- Hautentzündung mit Papeln und Pusteln (papulo-pustulöse Akne)
- Entzündliche Hauterkrankung (Rosacea) mit Papeln und Pusteln
Detaillierte Dosierung
Personenkreis: Jugendliche ab 12 Jahren und Erwachsene, Einzeldosis: eine ausreichende Menge, Gesamtdosis: 2-mal täglich, Zeitpunkt: morgens und abends
Personenkreis: Erwachsene, Einzeldosis: eine ausreichende Menge, Gesamtdosis: 2-mal täglich, Zeitpunkt: morgens und abends
Wirkstoff
Wirkungsweise
Wie wirkt der Inhaltsstoff des Arzneimittels?
Der Wirkstoff Azelainsäure hemmt die Vermehrung von hornhautbildenden Zellen (Keratinozyten) und normalisiert den bei Akne gestörten Prozess der Entwicklung verschiedener Hautzelltypen. Daneben hat Azelainsäure eine antibakterielle Wirkung, da der Aufbau von Eiweißbestandteilen, die für Wachstum und Vermehrung bestimmter Bakterien unerlässlich sind, gestört wird. Die entzündungshemmende Wirkung von Azelainsäure beruht vermutlich auf der Reduzierung der Bildung von entzündungsfördernden Sauerstoffradikalen.
Nebenwirkungen
Welche unerwünschten Wirkungen können auftreten?
- Schmerzen an der Anwendungsstelle
- Juckreiz an der Anwendungsstelle
- Hautausschlag an der Anwendungsstelle
- Hautmissempfindung an der Anwendungsstelle
- Trockenheit an der Anwendungsstelle
- Wassereinlagerung an der Anwendungsstelle
- Gereizte Anwendungsstelle
- Entzündung der Haut durch Chemikalien/Allergie (Kontaktdermatitis)
- Akne
- Hautrötung an der Anwendungsstelle
- Hautschuppung an der Anwendungsstelle
- Wärmegefühl an der Anwendungsstelle
- Verfärbung an der Anwendungsstelle
- Beschwerden an der Anwendungsstelle
- Nesselausschlag (Urtikaria)
- Vermehrte Bildung von Hautfett (Seborrhoea)
- Verlust der Hautfarbe
- Hautentzündung an der Anwendungsstelle
Bemerken Sie eine Befindlichkeitsstörung oder Veränderung während der Behandlung, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Für die Information an dieser Stelle werden vor allem Nebenwirkungen berücksichtigt, die bei mindestens einem von 1.000 behandelten Patienten auftreten.
Gegenanzeigen
Was spricht gegen eine Anwendung?
- Überempfindlichkeit gegen die Inhaltsstoffe
Welche Altersgruppe ist zu beachten?
- Kinder unter 12 Jahren: Das Arzneimittel darf nicht angewendet werden.
- Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren: In dieser Altersgruppe sollte das Arzneimittel nur bei bestimmten Anwendungsgebieten eingesetzt werden. Fragen Sie hierzu Ihren Arzt oder Apotheker.
Was ist mit Schwangerschaft und Stillzeit?
- Schwangerschaft: Wenden Sie sich an Ihren Arzt. Es spielen verschiedene Überlegungen eine Rolle, ob und wie das Arzneimittel in der Schwangerschaft angewendet werden kann.
- Stillzeit: Wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Er wird Ihre besondere Ausgangslage prüfen und Sie entsprechend beraten, ob und wie Sie mit dem Stillen weitermachen können.
Ist Ihnen das Arzneimittel trotz einer Gegenanzeige verordnet worden, sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker. Der therapeutische Nutzen kann höher sein, als das Risiko, das die Anwendung bei einer Gegenanzeige in sich birgt.
Lagerungsanforderungen
Physische Eigenschaften
- Gewicht:
- 145 g
- Abmessungen (B × H × L):
- 68 × 44 × 161 mm
Bestellinformationen
- Mindestbestellmenge:
- 1
- Import/Reimport:
- Ja
Wichtige Hinweise
Was sollten Sie beachten?
- Konservierungsstoffe (z.B. Benzoesäure und Benzoate, E 210, E 211, E 212, E 213) können Reizungen an Haut, Augen und Schleimhäuten hervorrufen.
- Lösungsmittel (z.B. Propylenglycol, E 477) können Hautreizungen hervorrufen.
- Es kann Arzneimittel geben, mit denen Wechselwirkungen auftreten. Sie sollten deswegen generell vor der Behandlung mit einem neuen Arzneimittel jedes andere, das Sie bereits anwenden, dem Arzt oder Apotheker angeben. Das gilt auch für Arzneimittel, die Sie selbst kaufen, nur gelegentlich anwenden oder deren Anwendung schon einige Zeit zurückliegt.
Akne
Was ist das? - Definition Akne ist eine häufige Hauterkrankung, die vor allem in der Pubertät auftritt. Sie entsteht durch eine Überproduktion von Talg und eine Verstopfung der Poren. Typisch sind Mitesser, Pickel und manchmal entzündete Knoten. Akne kann unterschiedlich stark ausgeprägt sein und sowohl das Gesicht als auch Rücken oder Brust betreffen.
Krankheitsbild
Akne entwickelt sich, wenn die Talgdrüsen vermehrt Fett produzieren und die Ausführungsgänge verstopfen. Dadurch entstehen zunächst Mitesser. Gelangen Bakterien in die verstopften Poren, kommt es zu einer Entzündung mit Rötung und Schwellung. Die Erkrankung tritt häufig auf und kommt vor allem bei Jugendlichen, aber auch Erwachsenen vor. Sie kann mild verlaufen oder schwerere Formen annehmen, die das Hautbild deutlich beeinträchtigen.
Symptome/Verlauf
Zu den typischen Symptomen zählen Mitesser, Pickel und entzündete Knoten. Die Haut wirkt fettig und unrein. Der Verlauf ist oft langwierig und kann über Jahre bestehen bleiben. Manche Betroffene haben nur leichte Beschwerden, andere leiden unter ausgeprägten Hautveränderungen. Häufig bessert sich die Akne nach der Pubertät, sie kann aber auch im Erwachsenenalter fortbestehen.
Folgen/Komplikationen
Unbehandelte oder schwere Akne kann verschiedene Folgen haben:
- Narbenbildung durch tiefe Entzündungen
- Psychische Belastung durch sichtbare Hautveränderungen
- Chronischer Verlauf mit wiederkehrenden Schüben
- Verstärkte Entzündung bei unsachgemäßer Manipulation
Besonders die psychische Belastung ist nicht zu unterschätzen, da das Hautbild das Selbstbewusstsein stark beeinflussen kann.
Ursachen/Risikofaktoren
Die Hauptursache ist eine gesteigerte Talgproduktion in Verbindung mit einer Verhornungsstörung der Haut. Bakterien tragen zur Entzündung bei. Risikofaktoren sind hormonelle Veränderungen wie während der Pubertät, genetische Veranlagung, Stress und bestimmte Medikamente. Auch Kosmetika, die die Poren verstopfen, können Akne begünstigen.
Das kann helfen
Das macht der Arzt: Er kann je nach Schweregrad verschiedene Maßnahmen ergreifen. Dazu gehören äußerliche Behandlungen mit Wirkstoffen wie Retinoiden oder Benzoylperoxid sowie bei stärkeren Formen Antibiotika oder hormonelle Therapien.
Das kann man selbst tun: Die Haut regelmäßig reinigen und fettige Produkte vermeiden. Grenzen liegen dort, wo die Beschwerden stark sind, Narben entstehen oder die Akne das seelische Wohlbefinden erheblich beeinträchtigt. In solchen Fällen ist ärztliche Hilfe notwendig.
Bearbeitungsstand: 30.12.2025
Quellenangabe:
Moll, Dermatologie, (2010), 7. Auflage
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Rosazea
Was ist das? - Definition Rosazea ist eine chronische, entzündliche Hauterkrankung, die vor allem das Gesicht betrifft. Sie zählt zu den sogenannten vaskulär-entzündlichen Dermatosen, bei denen sowohl die Blutgefäße als auch das Immunsystem der Haut überempfindlich reagieren. Typisch sind anhaltende Rötungen, sichtbare Äderchen und eine sehr sensible, leicht reizbare Haut. Die Erkrankung ist nicht ansteckend und nicht die Folge mangelnder Hygiene. Eine Rosazea ist auch keine Akne, auch wenn die entzündeten Knötchen manchmal ähnlich aussehen.
Krankheitsbild
Rosazea ist eine chronische, entzündliche Hauterkrankung, die vor allem das Gesicht betrifft. Sie zählt zu den sogenannten vaskulär-entzündlichen Dermatosen, bei denen sowohl die Blutgefäße als auch das Immunsystem der Haut überempfindlich reagieren. Typisch sind anhaltende Rötungen, sichtbare Äderchen und eine sehr sensible, leicht reizbare Haut.
Die Erkrankung ist nicht ansteckend und nicht die Folge mangelnder Hygiene. Sie tritt meist erstmals im Erwachsenenalter ab etwa 30 Jahren auf und betrifft Frauen etwas häufiger als Männer. In Deutschland sind schätzungsweise zwei bis fünf Prozent der Erwachsenen betroffen, wobei von einer hohen Dunkelziffer ausgegangen wird. Rosazea ist nicht heilbar, lässt sich mit der richtigen Behandlung und Hautpflege jedoch gut kontrollieren.
Symptome / Verlauf
Rosazea zeigt sich überwiegend auf Wangen, Nase, Stirn und Kinn. Typische Anzeichen sind plötzliches Erröten mit Wärmegefühl (Flushing) oder dauerhafte Rötungen mit deutlich sichtbaren, erweiterten Äderchen. Außerdem kann ein Hitze- oder Brenngefühl auftreten und die Haut kann empfindlich reagieren. Anfangs verschwinden die Rötungen noch, später bleiben sie oft dauerhaft bestehen. Im weiteren Verlauf können entzündliche Knötchen und Pusteln auftreten, die an Akne erinnern, allerdings ohne Mitesser. Die Haut wirkt häufig trocken, spannt oder brennt.
Die Erkrankung verläuft meist schubweise: Beschwerdearme Phasen wechseln sich mit Zeiten deutlicher Verschlechterung ab.
Folgen / Komplikationen
Unbehandelt kann sich Rosazea im Laufe der Zeit verstärken. Rötungen und Äderchen nehmen zu, Entzündungen treten häufiger auf und die Haut reagiert immer empfindlicher auf äußere Reize. In schwereren Fällen kann es zu Schwellungen oder einer Verdickung der Haut kommen, besonders im Bereich der Nase (Rhinophym), was vor allem Männer betrifft. Bei einem Teil der Betroffenen sind zudem die Augen beteiligt, etwa durch Rötung, Trockenheit, Brennen oder ein Fremdkörpergefühl.
Viele Betroffene leiden unter der sichtbaren Hautveränderung bei einer Rosazea, was das Selbstwertgefühl und soziale Kontakte beeinträchtigen kann. Eine frühzeitige Diagnose und Behandlung können helfen, das Fortschreiten der Erkrankung zu bremsen.
Ursachen / Risikofaktoren
Die genauen Ursachen der Rosazea sind noch nicht vollständig geklärt. Fachleute gehen von einem Zusammenspiel mehrerer Faktoren aus, zum Beispiel genetische Veranlagung und Umweltweinflüsse. Eine gestörte Hautbarriere, überempfindliche Blutgefäße und fehlgesteuerte Immunreaktionen werden ebenfalls als mögliche Ursachen gesehen. Auch bestimmte Hautmilben (Demodex) könnten an der Entstehung beteiligt sein.
Typische Auslöser, sogenannte Trigger, können die Schübe auslösen oder verstärken. Solche Trigger sind zum Beispiel:
- UV-Strahlung und Hitze
- Kälte, Wind und starke Temperaturschwankungen
- Gefäßerweiternde Nahrungsmittel wie Alkohol, heiße Getränke und scharfe Speisen
- Nahrungsmittel, die reich an biogenen Aminen sind, wie Wein, vor allem Rotwein, oder Käse
- Stress und emotionale Belastung
- Reizende Kosmetika mit Alkohol, Duftstoffen oder Formaldehyd
Nicht jeder Trigger wirkt bei jeder Person gleich. Entscheidend ist das individuelle Muster.
Das kann helfen
Das macht der Arzt: Ziel einer Therapie ist es, Entzündungen zu hemmen, Rötungen zu reduzieren, die Hautbarriere zu stärken und Schübe zu verhindern. Je nach Ausprägung der Rosazea kommen entsprechende Cremes oder Gele zur Anwendung, bei stärkeren Formen lindern zeitlich begrenzt Tabletten die Symptome. In schweren Fällen kann auch eine Laserbehandlung sinnvoll sein.
Das kann man selbst tun: Betroffene selbst können viel zur Prävention von Schüben beitragen. Vor allem kann es helfen, die persönlichen Auslöser zu kennen und möglichst zu meiden. Ein Trigger-Tagebuch hilft häufig, diese für sich zu identifizieren. Des Weiteren sind eine milde, unparfümierte Hautpflege, täglicher UV-Schutz sowie ein bewusster Umgang mit Stress empfehlenswert.
Wichtig: Eine Rosazea ist keine Akne, auch wenn die entzündeten Knötchen manchmal ähnlich aussehen. Die Hautpflege unterscheidet sich daher von der einer Akne.
Bearbeitungsstand: 23.03.2026
Quellenangaben:
Moll, Dermatologie, (2010), 7. Auflage - Brunkhorst, Schölmerich, Differenzialdiagnostik und Differenzialtherapie, Elsevier (Urban & Fischer), (2010), 1. Auflage
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Gel — verschreibungspflichtig.
Detaillierte Anwendungshinweise, Dosierung, Nebenwirkungen und Wechselwirkungen finden Sie unten in den Registerkarten. Beachten Sie stets die Packungsbeilage. Bei Unklarheiten fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.
- PZN:
- 09920848
- Darreichungsform:
- Gel (Gel)
- Packungsgröße:
- 2 x 50 g
- Marke:
- SKINOREN
- Hersteller:
- EMRA-MED Arzneimittel GmbH
Rechtlicher Status
Verantwortlicher Wirtschaftsakteur gemäß EU-Verordnung 2023/988
GPSRAnwendungshinweise
Die Gesamtdosis sollte nicht ohne Rücksprache mit einem Arzt oder Apotheker überschritten werden.
Art der Anwendung?
Tragen Sie das Arzneimittel auf die betroffene(n) Hautstelle(n) auf und reiben Sie es vorsichtig ein. Zuvor reinigen Sie die betroffene(n) Stelle(n). Waschen Sie nach der Anwendung gründlich die Hände.
Vermeiden Sie den versehentlichen Kontakt mit Schleimhäuten, Augen und Mund.
Die mit dem Arzneimittel behandelte(n) Stelle(n) sollten nicht mit einem Verband bedeckt werden.
Dauer der Anwendung?
Die Anwendungsdauer richtet sich nach Art der Beschwerde und/oder Dauer der Erkrankung und wird deshalb nur von Ihrem Arzt bestimmt.
Überdosierung?
Wird das Arzneimittel wie beschrieben angewendet, sind keine Überdosierungserscheinungen bekannt. Im Zweifelsfall wenden Sie sich an Ihren Arzt.
Generell gilt: Achten Sie vor allem bei Säuglingen, Kleinkindern und älteren Menschen auf eine gewissenhafte Dosierung. Im Zweifelsfalle fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker nach etwaigen Auswirkungen oder Vorsichtsmaßnahmen.
Eine vom Arzt verordnete Dosierung kann von den Angaben der Packungsbeilage abweichen. Da der Arzt sie individuell abstimmt, sollten Sie das Arzneimittel daher nach seinen Anweisungen anwenden.
Dosierung
Folgende Dosierungsempfehlungen werden gegeben - die Dosierung für Ihre spezielle Erkrankung besprechen Sie am besten mit Ihrem Arzt:
Zum Auftragen auf die Haut bei Akne:
Zum Auftragen auf die Haut bei Rosacea:
Patienten mit Hautreizungen: Sie müssen in Absprache mit Ihrem Arzt eventuell die Einzel- oder die Gesamtdosis reduzieren oder den Dosierungsabstand verlängern.
Anwendungsgebiete
- Hautentzündung mit Papeln und Pusteln (papulo-pustulöse Akne)
- Entzündliche Hauterkrankung (Rosacea) mit Papeln und Pusteln
Detaillierte Dosierung
Personenkreis: Jugendliche ab 12 Jahren und Erwachsene, Einzeldosis: eine ausreichende Menge, Gesamtdosis: 2-mal täglich, Zeitpunkt: morgens und abends
Personenkreis: Erwachsene, Einzeldosis: eine ausreichende Menge, Gesamtdosis: 2-mal täglich, Zeitpunkt: morgens und abends
Wirkstoff
Wirkungsweise
Wie wirkt der Inhaltsstoff des Arzneimittels?
Der Wirkstoff Azelainsäure hemmt die Vermehrung von hornhautbildenden Zellen (Keratinozyten) und normalisiert den bei Akne gestörten Prozess der Entwicklung verschiedener Hautzelltypen. Daneben hat Azelainsäure eine antibakterielle Wirkung, da der Aufbau von Eiweißbestandteilen, die für Wachstum und Vermehrung bestimmter Bakterien unerlässlich sind, gestört wird. Die entzündungshemmende Wirkung von Azelainsäure beruht vermutlich auf der Reduzierung der Bildung von entzündungsfördernden Sauerstoffradikalen.
Nebenwirkungen
Welche unerwünschten Wirkungen können auftreten?
- Schmerzen an der Anwendungsstelle
- Juckreiz an der Anwendungsstelle
- Hautausschlag an der Anwendungsstelle
- Hautmissempfindung an der Anwendungsstelle
- Trockenheit an der Anwendungsstelle
- Wassereinlagerung an der Anwendungsstelle
- Gereizte Anwendungsstelle
- Entzündung der Haut durch Chemikalien/Allergie (Kontaktdermatitis)
- Akne
- Hautrötung an der Anwendungsstelle
- Hautschuppung an der Anwendungsstelle
- Wärmegefühl an der Anwendungsstelle
- Verfärbung an der Anwendungsstelle
- Beschwerden an der Anwendungsstelle
- Nesselausschlag (Urtikaria)
- Vermehrte Bildung von Hautfett (Seborrhoea)
- Verlust der Hautfarbe
- Hautentzündung an der Anwendungsstelle
Bemerken Sie eine Befindlichkeitsstörung oder Veränderung während der Behandlung, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Für die Information an dieser Stelle werden vor allem Nebenwirkungen berücksichtigt, die bei mindestens einem von 1.000 behandelten Patienten auftreten.
Gegenanzeigen
Was spricht gegen eine Anwendung?
- Überempfindlichkeit gegen die Inhaltsstoffe
Welche Altersgruppe ist zu beachten?
- Kinder unter 12 Jahren: Das Arzneimittel darf nicht angewendet werden.
- Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren: In dieser Altersgruppe sollte das Arzneimittel nur bei bestimmten Anwendungsgebieten eingesetzt werden. Fragen Sie hierzu Ihren Arzt oder Apotheker.
Was ist mit Schwangerschaft und Stillzeit?
- Schwangerschaft: Wenden Sie sich an Ihren Arzt. Es spielen verschiedene Überlegungen eine Rolle, ob und wie das Arzneimittel in der Schwangerschaft angewendet werden kann.
- Stillzeit: Wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Er wird Ihre besondere Ausgangslage prüfen und Sie entsprechend beraten, ob und wie Sie mit dem Stillen weitermachen können.
Ist Ihnen das Arzneimittel trotz einer Gegenanzeige verordnet worden, sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker. Der therapeutische Nutzen kann höher sein, als das Risiko, das die Anwendung bei einer Gegenanzeige in sich birgt.
Lagerungsanforderungen
Physische Eigenschaften
- Gewicht:
- 145 g
- Abmessungen (B × H × L):
- 68 × 44 × 161 mm
Bestellinformationen
- Mindestbestellmenge:
- 1
- Import/Reimport:
- Ja
Wichtige Hinweise
Was sollten Sie beachten?
- Konservierungsstoffe (z.B. Benzoesäure und Benzoate, E 210, E 211, E 212, E 213) können Reizungen an Haut, Augen und Schleimhäuten hervorrufen.
- Lösungsmittel (z.B. Propylenglycol, E 477) können Hautreizungen hervorrufen.
- Es kann Arzneimittel geben, mit denen Wechselwirkungen auftreten. Sie sollten deswegen generell vor der Behandlung mit einem neuen Arzneimittel jedes andere, das Sie bereits anwenden, dem Arzt oder Apotheker angeben. Das gilt auch für Arzneimittel, die Sie selbst kaufen, nur gelegentlich anwenden oder deren Anwendung schon einige Zeit zurückliegt.
Akne
Was ist das? - Definition Akne ist eine häufige Hauterkrankung, die vor allem in der Pubertät auftritt. Sie entsteht durch eine Überproduktion von Talg und eine Verstopfung der Poren. Typisch sind Mitesser, Pickel und manchmal entzündete Knoten. Akne kann unterschiedlich stark ausgeprägt sein und sowohl das Gesicht als auch Rücken oder Brust betreffen.
Krankheitsbild
Akne entwickelt sich, wenn die Talgdrüsen vermehrt Fett produzieren und die Ausführungsgänge verstopfen. Dadurch entstehen zunächst Mitesser. Gelangen Bakterien in die verstopften Poren, kommt es zu einer Entzündung mit Rötung und Schwellung. Die Erkrankung tritt häufig auf und kommt vor allem bei Jugendlichen, aber auch Erwachsenen vor. Sie kann mild verlaufen oder schwerere Formen annehmen, die das Hautbild deutlich beeinträchtigen.
Symptome/Verlauf
Zu den typischen Symptomen zählen Mitesser, Pickel und entzündete Knoten. Die Haut wirkt fettig und unrein. Der Verlauf ist oft langwierig und kann über Jahre bestehen bleiben. Manche Betroffene haben nur leichte Beschwerden, andere leiden unter ausgeprägten Hautveränderungen. Häufig bessert sich die Akne nach der Pubertät, sie kann aber auch im Erwachsenenalter fortbestehen.
Folgen/Komplikationen
Unbehandelte oder schwere Akne kann verschiedene Folgen haben:
- Narbenbildung durch tiefe Entzündungen
- Psychische Belastung durch sichtbare Hautveränderungen
- Chronischer Verlauf mit wiederkehrenden Schüben
- Verstärkte Entzündung bei unsachgemäßer Manipulation
Besonders die psychische Belastung ist nicht zu unterschätzen, da das Hautbild das Selbstbewusstsein stark beeinflussen kann.
Ursachen/Risikofaktoren
Die Hauptursache ist eine gesteigerte Talgproduktion in Verbindung mit einer Verhornungsstörung der Haut. Bakterien tragen zur Entzündung bei. Risikofaktoren sind hormonelle Veränderungen wie während der Pubertät, genetische Veranlagung, Stress und bestimmte Medikamente. Auch Kosmetika, die die Poren verstopfen, können Akne begünstigen.
Das kann helfen
Das macht der Arzt: Er kann je nach Schweregrad verschiedene Maßnahmen ergreifen. Dazu gehören äußerliche Behandlungen mit Wirkstoffen wie Retinoiden oder Benzoylperoxid sowie bei stärkeren Formen Antibiotika oder hormonelle Therapien.
Das kann man selbst tun: Die Haut regelmäßig reinigen und fettige Produkte vermeiden. Grenzen liegen dort, wo die Beschwerden stark sind, Narben entstehen oder die Akne das seelische Wohlbefinden erheblich beeinträchtigt. In solchen Fällen ist ärztliche Hilfe notwendig.
Bearbeitungsstand: 30.12.2025
Quellenangabe:
Moll, Dermatologie, (2010), 7. Auflage
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Rosazea
Was ist das? - Definition Rosazea ist eine chronische, entzündliche Hauterkrankung, die vor allem das Gesicht betrifft. Sie zählt zu den sogenannten vaskulär-entzündlichen Dermatosen, bei denen sowohl die Blutgefäße als auch das Immunsystem der Haut überempfindlich reagieren. Typisch sind anhaltende Rötungen, sichtbare Äderchen und eine sehr sensible, leicht reizbare Haut. Die Erkrankung ist nicht ansteckend und nicht die Folge mangelnder Hygiene. Eine Rosazea ist auch keine Akne, auch wenn die entzündeten Knötchen manchmal ähnlich aussehen.
Krankheitsbild
Rosazea ist eine chronische, entzündliche Hauterkrankung, die vor allem das Gesicht betrifft. Sie zählt zu den sogenannten vaskulär-entzündlichen Dermatosen, bei denen sowohl die Blutgefäße als auch das Immunsystem der Haut überempfindlich reagieren. Typisch sind anhaltende Rötungen, sichtbare Äderchen und eine sehr sensible, leicht reizbare Haut.
Die Erkrankung ist nicht ansteckend und nicht die Folge mangelnder Hygiene. Sie tritt meist erstmals im Erwachsenenalter ab etwa 30 Jahren auf und betrifft Frauen etwas häufiger als Männer. In Deutschland sind schätzungsweise zwei bis fünf Prozent der Erwachsenen betroffen, wobei von einer hohen Dunkelziffer ausgegangen wird. Rosazea ist nicht heilbar, lässt sich mit der richtigen Behandlung und Hautpflege jedoch gut kontrollieren.
Symptome / Verlauf
Rosazea zeigt sich überwiegend auf Wangen, Nase, Stirn und Kinn. Typische Anzeichen sind plötzliches Erröten mit Wärmegefühl (Flushing) oder dauerhafte Rötungen mit deutlich sichtbaren, erweiterten Äderchen. Außerdem kann ein Hitze- oder Brenngefühl auftreten und die Haut kann empfindlich reagieren. Anfangs verschwinden die Rötungen noch, später bleiben sie oft dauerhaft bestehen. Im weiteren Verlauf können entzündliche Knötchen und Pusteln auftreten, die an Akne erinnern, allerdings ohne Mitesser. Die Haut wirkt häufig trocken, spannt oder brennt.
Die Erkrankung verläuft meist schubweise: Beschwerdearme Phasen wechseln sich mit Zeiten deutlicher Verschlechterung ab.
Folgen / Komplikationen
Unbehandelt kann sich Rosazea im Laufe der Zeit verstärken. Rötungen und Äderchen nehmen zu, Entzündungen treten häufiger auf und die Haut reagiert immer empfindlicher auf äußere Reize. In schwereren Fällen kann es zu Schwellungen oder einer Verdickung der Haut kommen, besonders im Bereich der Nase (Rhinophym), was vor allem Männer betrifft. Bei einem Teil der Betroffenen sind zudem die Augen beteiligt, etwa durch Rötung, Trockenheit, Brennen oder ein Fremdkörpergefühl.
Viele Betroffene leiden unter der sichtbaren Hautveränderung bei einer Rosazea, was das Selbstwertgefühl und soziale Kontakte beeinträchtigen kann. Eine frühzeitige Diagnose und Behandlung können helfen, das Fortschreiten der Erkrankung zu bremsen.
Ursachen / Risikofaktoren
Die genauen Ursachen der Rosazea sind noch nicht vollständig geklärt. Fachleute gehen von einem Zusammenspiel mehrerer Faktoren aus, zum Beispiel genetische Veranlagung und Umweltweinflüsse. Eine gestörte Hautbarriere, überempfindliche Blutgefäße und fehlgesteuerte Immunreaktionen werden ebenfalls als mögliche Ursachen gesehen. Auch bestimmte Hautmilben (Demodex) könnten an der Entstehung beteiligt sein.
Typische Auslöser, sogenannte Trigger, können die Schübe auslösen oder verstärken. Solche Trigger sind zum Beispiel:
- UV-Strahlung und Hitze
- Kälte, Wind und starke Temperaturschwankungen
- Gefäßerweiternde Nahrungsmittel wie Alkohol, heiße Getränke und scharfe Speisen
- Nahrungsmittel, die reich an biogenen Aminen sind, wie Wein, vor allem Rotwein, oder Käse
- Stress und emotionale Belastung
- Reizende Kosmetika mit Alkohol, Duftstoffen oder Formaldehyd
Nicht jeder Trigger wirkt bei jeder Person gleich. Entscheidend ist das individuelle Muster.
Das kann helfen
Das macht der Arzt: Ziel einer Therapie ist es, Entzündungen zu hemmen, Rötungen zu reduzieren, die Hautbarriere zu stärken und Schübe zu verhindern. Je nach Ausprägung der Rosazea kommen entsprechende Cremes oder Gele zur Anwendung, bei stärkeren Formen lindern zeitlich begrenzt Tabletten die Symptome. In schweren Fällen kann auch eine Laserbehandlung sinnvoll sein.
Das kann man selbst tun: Betroffene selbst können viel zur Prävention von Schüben beitragen. Vor allem kann es helfen, die persönlichen Auslöser zu kennen und möglichst zu meiden. Ein Trigger-Tagebuch hilft häufig, diese für sich zu identifizieren. Des Weiteren sind eine milde, unparfümierte Hautpflege, täglicher UV-Schutz sowie ein bewusster Umgang mit Stress empfehlenswert.
Wichtig: Eine Rosazea ist keine Akne, auch wenn die entzündeten Knötchen manchmal ähnlich aussehen. Die Hautpflege unterscheidet sich daher von der einer Akne.
Bearbeitungsstand: 23.03.2026
Quellenangaben:
Moll, Dermatologie, (2010), 7. Auflage - Brunkhorst, Schölmerich, Differenzialdiagnostik und Differenzialtherapie, Elsevier (Urban & Fischer), (2010), 1. Auflage
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.