SORMODREN 4 mg Tabletten
34,47 €
Sofort lieferbar
Rezeptpflichtiges Arzneimittel
Dieses Medikament ist rezeptpflichtig. So funktioniert die Rezept-Einlösung:
- Bestellen Sie das Medikament ganz einfach online
- Unser Kurier holt Ihr Rezept bei der Lieferung ab
- Ihre Apotheke löst das Rezept für Sie ein
Pharmazeutische Informationen
Tabletten — verschreibungspflichtig.
Detaillierte Anwendungshinweise, Dosierung, Nebenwirkungen und Wechselwirkungen finden Sie unten in den Registerkarten. Beachten Sie stets die Packungsbeilage. Bei Unklarheiten fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.
- PZN:
- 07372331
- Darreichungsform:
- Tabletten (Tabletten)
- Packungsgröße:
- 100 Stück
- Wirkstoffstärke:
- 4 mg
- Marke:
- SORMODREN
- Hersteller:
- kohlpharma GmbH
- Generikum:
-
Ja
Rechtlicher Status
Verantwortlicher Wirtschaftsakteur gemäß EU-Verordnung 2023/988
GPSRAnwendungshinweise
Die Gesamtdosis sollte nicht ohne Rücksprache mit einem Arzt oder Apotheker überschritten werden.
Art der Anwendung?
Nehmen Sie das Arzneimittel mit Flüssigkeit (z.B. 1 Glas Wasser) ein.
Dauer der Anwendung?
Die Anwendungsdauer richtet sich nach Art der Beschwerde und/oder Dauer der Erkrankung und wird deshalb nur von Ihrem Arzt bestimmt.
Überdosierung?
Bei einer Überdosierung kann es unter anderem zu Fieber, Verwirrtheit und erhöhter Herzfrequenz kommen. Setzen Sie sich bei dem Verdacht auf eine Überdosierung umgehend mit einem Arzt in Verbindung.
Einnahme vergessen?
Setzen Sie die Einnahme zum nächsten vorgeschriebenen Zeitpunkt ganz normal (also nicht mit der doppelten Menge) fort.
Generell gilt: Achten Sie vor allem bei Säuglingen, Kleinkindern und älteren Menschen auf eine gewissenhafte Dosierung. Im Zweifelsfalle fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker nach etwaigen Auswirkungen oder Vorsichtsmaßnahmen.
Eine vom Arzt verordnete Dosierung kann von den Angaben der Packungsbeilage abweichen. Da der Arzt sie individuell abstimmt, sollten Sie das Arzneimittel daher nach seinen Anweisungen anwenden.
Dosierung
Die Dosierung wird in der Regel von Ihrem Arzt langsam erhöht und auf eine für Sie passende Erhaltungsdosis eingestellt.
Abhängig von Ihrer Erkrankung und dem Stadium der Behandlung, wird das Arzneimittel von Ihrem Arzt in der Regel folgendermaßen dosiert:
Behandlungsbeginn:
Zittern bei Parkinsonkrankheit und Parkinson-Syndrom durch Medikamente - Folgebehandlung:
Schwitzen - Folgebehandlung:
Ältere und geschwächte Patienten: Sie müssen in Absprache mit Ihrem Arzt eventuell die Einzel- oder die Gesamtdosis reduzieren oder den Dosierungsabstand verlängern.
Anwendungsgebiete
- Zittern (Tremor) bei Parkinsonkrankheit
- Parkinson-Syndrom durch Medikamente
- Schwitzen
Detaillierte Dosierung
Personenkreis: Erwachsene, Einzeldosis: 1/2 Tablette, Gesamtdosis: 1-mal täglich, Zeitpunkt: nach der Mahlzeit
Personenkreis: Erwachsene, Einzeldosis: 1/2-1 Tablette, Gesamtdosis: 3-mal täglich, Zeitpunkt: nach der Mahlzeit
Personenkreis: Erwachsene, Einzeldosis: 1/2-1 Tablette, Gesamtdosis: 2-3 mal täglich (1-2 Tabletten pro Tag), Zeitpunkt: nach der Mahlzeit
Wirkstoff
Wirkungsweise
Wie wirkt der Inhaltsstoff des Arzneimittels?
Der Wirkstoff unterdrückt die Wirkung eines bestimmten Botenstoffs im Gehirn, dem Acetylcholin, indem der dessen Bindungsstellen besetzt und damit deaktiviert.
Dadurch werden die durch einen relativen Überschuss an Acetylcholin ausgelösten Bewegungsstörungen wie bei der Parkinsonkrankheit gemildert, aber auch übermäßiges Schwitzen unterdrückt
Nebenwirkungen
Welche unerwünschten Wirkungen können auftreten?
- Magen-Darm-Beschwerden, wie:
- Übelkeit
- Verstopfung
- Mundtrockenheit
- Schwindel
- Benommenheit
- Müdigkeit
- Erregung
- Unruhe
- Delirium (Verwirrtheit)
- Gedächtnisstörungen
- Sehstörungen, wie:
- Störung der Nah- und Ferneinstellung des Auges (Akkommodation)
- Verschwommenes Sehen (Weitstellung der Pupille)
- Erhöhte Lichtempfindlichkeit am Auge
- Engwinkelglaukom
- Pulsbeschleunigung
- Störungen beim Wasserlassen
- vermindertes Schwitzen
Bemerken Sie eine Befindlichkeitsstörung oder Veränderung während der Behandlung, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Für die Information an dieser Stelle werden vor allem Nebenwirkungen berücksichtigt, die bei mindestens einem von 1.000 behandelten Patienten auftreten.
Gegenanzeigen
Was spricht gegen eine Anwendung?
Immer:
- Überempfindlichkeit gegen die Inhaltsstoffe
- Verengung im Verdauungstrakt
- Darmverschluss
- Megakolon (krankhaft erweiterter Darm)
- Gedächtnisstörungen
Unter Umständen - sprechen Sie hierzu mit Ihrem Arzt oder Apotheker:
- Neigung zu Krampfanfällen
- Hirnschäden
- Prostatavergrößerung mit Restharnbildung
- Engwinkelglaukom
Welche Altersgruppe ist zu beachten?
- Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren: Das Arzneimittel darf nicht angewendet werden.
Was ist mit Schwangerschaft und Stillzeit?
- Schwangerschaft: Das Arzneimittel sollte nach derzeitigen Erkenntnissen nicht angewendet werden.
- Stillzeit: Von einer Anwendung wird nach derzeitigen Erkenntnissen abgeraten. Eventuell ist ein Abstillen in Erwägung zu ziehen.
Ist Ihnen das Arzneimittel trotz einer Gegenanzeige verordnet worden, sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker. Der therapeutische Nutzen kann höher sein, als das Risiko, das die Anwendung bei einer Gegenanzeige in sich birgt.
Wichtige Hinweise
Was sollten Sie beachten?
- Das Reaktionsvermögen kann auch bei bestimmungsgemäßem Gebrauch, vor allem in höheren Dosierungen oder in Kombination mit Alkohol, beeinträchtigt sein. Achten Sie vor allem darauf, wenn Sie am Straßenverkehr teilnehmen oder Maschinen (auch im Haushalt) bedienen, mit denen Sie sich verletzen können.
- Durch plötzliches Absetzen können Probleme oder Beschwerden auftreten. Deshalb sollte die Behandlung langsam, das heißt mit einem schrittweisen Ausschleichen der Dosis, beendet werden. Lassen Sie sich dazu am besten von Ihrem Arzt oder Apotheker beraten.
- Vorsicht bei einer Unverträglichkeit gegenüber Lactose. Wenn Sie eine Diabetes-Diät einhalten müssen, sollten Sie den Zuckergehalt berücksichtigen.
- Es kann Arzneimittel geben, mit denen Wechselwirkungen auftreten. Sie sollten deswegen generell vor der Behandlung mit einem neuen Arzneimittel jedes andere, das Sie bereits anwenden, dem Arzt oder Apotheker angeben. Das gilt auch für Arzneimittel, die Sie selbst kaufen, nur gelegentlich anwenden oder deren Anwendung schon einige Zeit zurückliegt.
Bekannte Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln
Was kann passieren?
Bei Kombination der Arzneimittel können unerwünschte Wirkungen vermehrt auftreten. In diesem Zusammenhang kann es beispielsweise zu Verschwommensehen, Problemen beim Wasserlassen, Mundtrockenheit, Verstopfung oder Herzklopfen kommen.
Was ist zu tun?
Die Arzneimittel dürfen nicht miteinander kombiniert werden. Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker darüber, welche Maßnahmen erforderlich sind.
Wer ist besonders betroffen?
Ältere Patienten
Nicht kombinieren mit Präparaten die enthalten: Melperon hydrochlorid Amisulprid Clozapin Promethazin hydrochlorid Prothipendyl hydrochlorid-1-Wasser Sulpirid und weitere
Was kann passieren?
Bei Kombination der Arzneimittel können unerwünschte Wirkungen vermehrt auftreten wie beispielsweise Sehstörungen, Mundtrockenheit, Probleme beim Wasserlassen, vermindertes Schwitzen, Herzrasen, Verwirrtheit, Beeinträchtigung der Denkleistung, Bewusstseinsstörungen mit starker Unruhe, Halluzinationen oder Verstopfung bis hin zum Darmverschluss.
Was ist zu tun?
Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, da bei der Kombination dieser Arzneimittel verstärkte Kontrollen oder weitere Maßnahmen (zum Beispiel geänderte Dosierung, Gabe eines alternativen Arzneimittels) nötig sein können.
Suchen Sie umgehend einen Arzt auf, wenn Sie eine oder mehrere der beschriebenen unerwünschten Wirkungen an sich beobachten.
Bitte vermeiden Sie übermäßige Anstrengungen bei heißem Wetter.
Wer ist besonders betroffen?
Ältere Patienten
Nicht kombinieren mit Präparaten die enthalten: Amitriptylin hydrochlorid Clomipramin hydrochlorid Imipramin hydrochlorid Doxepin hydrochlorid Trimipramin hydrogenmaleat Trimipramin mesilat und weitere
Was kann passieren?
Bei Kombination der Arzneimittel können unerwünschte Wirkungen vermehrt auftreten wie beispielsweise Sehstörungen, Mundtrockenheit, Probleme beim Wasserlassen, vermindertes Schwitzen, Herzrasen, Verwirrtheit, Beeinträchtigung der Denkleistung, Bewusstseinsstörungen mit starker Unruhe, Halluzinationen oder Verstopfung bis hin zum Darmverschluss.
Was ist zu tun?
Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, da bei der Kombination dieser Arzneimittel verstärkte Kontrollen oder weitere Maßnahmen (zum Beispiel geänderte Dosierung) nötig sein können.
Suchen Sie umgehend einen Arzt auf, wenn Sie eine oder mehrere der beschriebenen unerwünschten Wirkungen an sich beobachten.
Bitte vermeiden sie übermäßige Anstrengungen bei heißem Wetter.
Wer ist besonders betroffen?
Ältere Patienten
Nicht kombinieren mit Präparaten die enthalten: Amantadin hemisulfat Amantadin hydrochlorid und weitere
Was kann passieren?
Bei Kombination der Arzneimittel können unerwünschte Wirkungen vermehrt auftreten wie beispielsweise Sehstörungen, Mundtrockenheit, Verstopfung, Probleme beim Wasserlassen, Herzrasen oder Verwirrtheit.
Was ist zu tun?
Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, da bei der Kombination dieser Arzneimittel eventuell verstärkte Kontrollen nötig sein können.
Wer ist besonders betroffen?
Ältere Patienten
Nicht kombinieren mit Präparaten die enthalten: mikroemulgiert Baldrian-Tinktur Kamillenblüten-Fluidextrakt Kamillenblüten-Extrakt (1:4,0-4,5); Auszugsmittel: Ethanol Kardamomensamen (53,6:71,4:71,4:71,4:28,5:28,5:7,1:71,4:7,1:71,4:32,1:3,6:1) Guaifenesin und weitere
Was kann passieren?
Die Arzneimittel können sich in ihrer Wirkung gegenseitig beeinflussen, da ein anderes Arzneimittel Alkohol enthält. In diesem Zusammenhang können übermäßige Schläfrigkeit, eingeschränkte Konzentrationsfähigkeit, Benommenheit oder Schwindel vermehrt auftreten.
Was ist zu tun?
Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, da bei der Kombination dieser Arzneimittel Maßnahmen (zum Beispiel Gabe eines alternativen Arzneimittels) nötig sein können.
Nicht kombinieren mit Präparaten die enthalten: Clemastin fumarat Dimenhydrinat Diphenhydramin hydrochlorid Paracetamol Doxylamin hydrogensuccinat Hydroxyzin dihydrochlorid und weitere
Was kann passieren?
Bei Kombination der Arzneimittel können unerwünschte Wirkungen vermehrt auftreten. In diesem Zusammenhang kann es beispielsweise zu Verschwommensehen, Problemen beim Wasserlassen, Mundtrockenheit, Verstopfung oder Herzklopfen bzw. Verwirrtheit, Denkstörungen, Erregungszuständen und Halluzinationen kommen.
Was ist zu tun?
Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, da bei der Kombination dieser Arzneimittel verstärkte Kontrollen oder weitere Maßnahmen (zum Beispiel Gabe eines alternativen Arzneimittels) nötig sein können.
Wer ist besonders betroffen?
Ältere Patienten
Parkinson-Krankheit
Was ist das? - Definition Die Parkinson-Krankheit, umgangssprachlich auch Schüttellähmung genannt, ist eine Erkrankung des Gehirns mit den klassischen Symptomen Zittern (Tremor), Muskelsteife (Rigor) und Bewegungsstarre (Akinese). Meist macht sich die Erkrankung jenseits des 60. Lebensjahres bemerkbar.
Krankheitsbild
Morbus Parkinson ist eine chronische Erkrankung des Nervensystems, bei der Nervenzellen in bestimmten Hirnregionen nach und nach absterben. Es handelt sich vor allem um Nervenzellen, die den Botenstoff Dopamin produzieren. Dieser Botenstoff spielt für flüssige Bewegungen und die Koordination eine wichtige Rolle. Ein Dopaminmangel führt zu typischen Beschwerden wie Zittern, Muskelsteife und verlangsamte Bewegungen. Die Krankheit ist bislang nicht heilbar. Bei einer frühen Diagnose und einer individuell angepassten Therapie kann man aber lange ein aktives Leben führen.
Symptome / Verlauf
Die häufigsten Symptome der Krankheit sind:
- Zittern (Tremor): Ein charakteristisches Zittern, das in Ruhe mit einer Frequenz von vier bis sechs Mal pro Sekunde auftritt. Meist ist zunächst nur eine Hand betroffen. Die Bewegung wird gerne als "Pillendreher-Phänomen" oder "Geldzählen" beschrieben.
- Muskelsteifheit (Rigor): Unter Rigor versteht man den zähen, wächsernen Widerstand der Muskulatur. Neben der Muskelsteifheit bestehen oft Schmerzen, weshalb die Ursache zunächst oft nicht im Nervensystem, sondern im Bewegungsapparat gesucht wird.
- Verlangsamung und Verarmung der Bewegung (Hypo- bzw. Bradykinese): Die Bewegungen werden langsamer, kleiner und schwerfälliger. Betroffene schlurfen oft mit kleinen Schritten und bewegen die Arme nicht mit. Das Gesicht ist durch den Verlust der Mimik ausdruckslos und wirkt maskenartig. Ist keine Bewegung möglich sprechen Ärzte von Akinese.
- Probleme mit Gleichgewicht und Koordination (Haltungsinstabilität): Betroffene haben häufig Probleme mit dem Gleichgewicht, Ausgleichsbewegungen fallen schwer, der Gang wird unsicher, die Sturzgefahr ist erhöht.
Weitere Bewegungsveränderungen sind eine "gebundene", leicht gebeugte Haltung oder ein vermindertes Abrollen des Fußes, wodurch die Belastung auf dem Vorderfuß liegt. Betroffene haben zudem oft eine verringerte Speichelproduktion, Schluckstörungen und die Sprache kann leise oder monoton sein. Auch Schlafprobleme, Verstopfung, eine gestörte Blasentätigkeit, Appetitmangel oder Depressionen können auftreten.
Folgen / Komplikationen
In der frühen Phase treten nur leichte motorische Auffälligkeiten auf, mitunter auch Müdigkeit, leichte depressive Verstimmungen oder Geruchsverlust. Die Medikamente, die als Standard zur Behandlung eingesetzt werden, wirken im Frühstadium aber noch so gut, dass Betroffene weitgehend beschwerdefrei sind. Im weiteren Verlauf nehmen die Hauptsymptome zu und es können erste Wirkungsschwankungen bei den Medikamenten auftreten. In der späteren Phase kommt es dann häufiger zu "Off-Phasen", in denen die Medikamente nicht mehr zuverlässig wirken. Schluck- und Sprechstörungen nehmen zu, die Bewegungsabläufe sind stark eingeschränkt, es kommt vermehrt zu Gangunsicherheit und Stürzen. Außerdem können unvorhersehbare Bewegungsstarren auftreten, so genanntes "Freezing". Das späte Stadium ist auch die Phase, in der es häufiger zu weiteren Symptomen wie etwa Schlafstörungen, neuropsychiatrischen Problemen, Verstopfung oder Blasenprobleme kommt. Die Betroffenen werden zunehmend pflegebedürftig.
Ursachen / Risikofaktoren
Die genauen Ursachen von Parkinson sind noch unklar. Man weiß, dass im Gehirn kontinuierlich Nervenzellen, die den Botenstoff Dopamin produzieren, absterben. Dadurch kommt es zu einem Dopaminmangel.
Warum die Nervenzellen absterben, weiß man noch nicht. Die meisten Betroffenen erkranken um das 60. Lebensjahr herum. Manchmal lieg allerdings auch eine familiäre Vorbelastung vor. Spielen genetische Faktoren eine Rolle, beginnt die Krankheit oft schon früher.
Parkinsonähnliche Symptome können aber auch durch manche Medikamente, zum Beispiel Neuroleptika, Gehirnentzündungen, manche Stoffwechselkrankheiten, Hirndurchblutungsprobleme oder Tumore verursacht werden.
Das kann helfen
Was man selbst tun kann:
Sport und regelmäßige Bewegung können helfen, die Symptome zu lindern. Welche Art der Bewegung ist eigentlich egal, Hauptsache es macht Spaß und man bleibt trotz Krankheit aktiv. Eine gute Kombination, von der auch die kognitiven Fähigkeiten profitieren, sind Angebote, die Balance, soziale Interaktionen und Emotionen kombinieren, zum Beispiel Tanzen, Kickboxen oder Tai-Chi. Auch psychosoziale Unterstützung, zum Beispiel durch Angehörige, Gruppen oder Beratung, ist wichtig. Ein strukturierter Alltag unterstützt zudem das Wohlbefinden.
Was der Arzt tun kann:
Ärztinnen oder Ärzte können Medikamente verschreiben, zum Beispiel L-Dopa. Dies ist eine Vorstufe von Dopamin, die das Gehirn in den Botenstoff umwandelt. Weitere Wirkstoffe, die zum Einsatz kommen können, sind beispielsweise Dopaminagonisten, MAO-B-Hemmer oder COMT-Hemmer.
Reichen Medikamente allein nicht, ist die tiefe Hirnstimulation eine weitere mögliche Behandlungsoption. Mit ihr versucht man, die fehlschalteten Signalwege im Gehirn zu normalisieren.
Ergänzend helfen: Physiotherapie (Beweglichkeit, Haltung), hier gibt es auch spezielle Formen für Menschen mit Parkinson, Ergotherapie (Alltagshilfe), Logopädie (Schluck- und Sprachtraining), Psychotherapie, z.B. bei Depression oder Ängsten.
Bearbeitungsstand: 13.10.2025
Quellenangabe:
Gehlen, Delank, Neurologie, (2010), 12. Auflage
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Tremor
Was ist das? - Definition Ein Tremor ist ein unwillkürliches, meist rhythmisches Zittern eines oder mehrerer Körperteile. Er entsteht durch wiederholte Muskelbewegungen und kann in Ruhe, beim Halten einer Position oder bei Bewegung auftreten. Leichte Formen sind häufig harmlos, stärkeres oder anhaltendes Zittern sollte ärztlich abgeklärt werden.
Krankheitsbild
Tremor ist keine eigenständige Erkrankung, sondern ein Symptom, das in verschiedenen Formen auftreten kann. Nicht immer steckt eine Krankheit dahinter. In bestimmten Situationen wie Kälte, Stress, Übermüdung oder nach hohem Koffeinkonsum tritt es manchmal vorübergehend auf und verschwindet dann wieder. Hält das Zittern jedoch an oder beeinträchtigt den Alltag, kann eine Erkrankung zugrunde liegen. Es gibt unterschiedliche Tremorformen, die sich darin unterscheiden, wann das Zittern auftritt, welche Körperregionen betroffen sind und ob weitere Beschwerden bestehen. Besonders häufig ist der essentielle Tremor, bei dem vor allem Hände und Arme zittern. Andere Tremorformen treten im Zusammenhang mit neurologischen Erkrankungen wie Morbus Parkinson oder als Folge von Medikamenten auf.
Symptome / Verlauf
Ein Tremor zeigt sich durch ein gleichmäßiges Zittern, das bei bestimmten Tätigkeiten stärker auffallen kann, etwa beim Schreiben, Essen oder Halten von Gegenständen. Manche Formen treten vor allem in Ruhe auf, andere während aktiver Bewegung oder beim Halten einer Position. Der Beginn ist häufig schleichend. Je nach Ursache kann sich das Zittern im Verlauf langsam verstärken oder über längere Zeit stabil bleiben. Belastung, Stress oder Müdigkeit verschlechtern die Symptome häufig.
Folgen / Komplikationen
Ein Tremor ist in der Regel nicht lebensbedrohlich, kann jedoch die Selbstständigkeit und Lebensqualität erheblich beeinträchtigen. Alltägliche Handlungen wie das Halten einer Tasse, das Zuknöpfen einer Jacke oder das Unterschreiben von Dokumenten können schwierig werden. Zusätzlich empfinden viele Betroffene das sichtbare Zittern als belastend, was zu Unsicherheit oder sozialem Rückzug führen kann. In schweren Fällen kann ein Tremor auch berufliche Tätigkeiten beeinträchtigen.
Ursachen / Risikofaktoren
Die Ursachen eines Tremors sind vielfältig.
- Physiologischer Tremor: Ein leichtes Zittern, das bei gesunden Menschen vorkommt und sich unter bestimmten Bedingungen verstärken kann, etwa bei Kälte, Stress, Übermüdung oder nach hohem Koffeinkonsum. Dieser Tremor ist harmlos und bildet sich meist von selbst zurück.
- Essentieller Tremor: Die häufigste krankhafte Tremorform. Sie tritt oft familiär gehäuft auf und betrifft vor allem Hände und Arme. Die genaue Ursache ist bislang nicht vollständig geklärt, die familiäre Häufung lässt aber auf genetische Komponente schließen. Stress, Müdigkeit und emotionale Belastung können die Symptome verstärken.
- Höheres Lebensalter: Mit zunehmendem Alter steigt die Wahrscheinlichkeit für einen Tremor an.
- Neurologische Erkrankungen: Tremor kann als Begleitsymptom verschiedener Erkrankungen auftreten, darunter Morbus Parkinson, Multiple Sklerose, Erkrankungen des Kleinhirns oder Schädigungen bestimmter Hirnregionen.
- Stoffwechsel
- und Hormonstörungen: Veränderungen im Stoffwechsel können Zittern auslösen oder verstärken, zum Beispiel bei einer Schilddrüsenüberfunktion, Unterzuckerung oder Störungen des Calciumhaushalts.
- Medikamente und andere Substanzen: Bestimmte Arzneimittel können Tremor verursachen oder verstärken. Auch Alkohol, Nikotin und andere stimulierende Substanzen spielen eine Rolle.
Das kann helfen
Das macht der Arzt: Die Behandlung richtet sich nach der Ursache und der Belastung für die betroffene Person. Zunächst wird geprüft, ob eine Grunderkrankung oder ein Medikament als Auslöser infrage kommt. Gegebenenfalls wird eine bestehende Medikation angepasst.
Beim essentiellen Tremor können Medikamente eingesetzt werden, um das Zittern zu lindern. Häufig kommen Betablocker wie Propranolol oder bestimmte Antiepileptika zum Einsatz. Sie können die Tremorstärke reduzieren, wirken. Bei sehr starkem, medikamentös nicht ausreichend behandelbarem Tremor können in spezialisierten Zentren auch weiterführende Verfahren wie die tiefe Hirnstimulation oder moderne Ultraschallverfahren erwogen werden.
Das kann man selbst tun: Viele Betroffene können durch Anpassungen im Alltag besser mit einem Tremor umgehen. Stress, Aufregung und Schlafmangel verstärken das Zittern häufig. Entspannungsverfahren wie Atemübungen oder progressive Muskelentspannung können helfen, die Symptome zu mildern. Auch eine regelmäßige Tagesstruktur und ausreichend Schlaf wirken sich oft günstig aus. Bestimmte Substanzen können das Zittern verstärken. Dazu zählen vor allem Koffein und in manchen Fällen Alkohol. Ein bewusster Umgang oder das Reduzieren solcher Auslöser kann hilfreich sein. Bei Verdacht auf einen Zusammenhang mit Medikamenten sollte dies ärztlich abgeklärt werden, ohne Arzneimittel eigenständig abzusetzen.
Im Alltag können technische Hilfsmittel viele Tätigkeiten erleichtern. Beschwerte oder rutschfeste Bestecke, Becher mit Deckel oder Strohhalm sowie Schreibhilfen helfen, Zittern besser auszugleichen. Bei feinmotorischen Tätigkeiten kann es entlastend sein, die Arme abzustützen oder beide Hände zur Stabilisierung einzusetzen. Ergotherapie kann Betroffene dabei unterstützen, Bewegungen besser zu kontrollieren und geeignete Hilfsmittel auszuwählen. Auch gezielte Übungen zur Koordination und Muskelkontrolle können den Umgang mit dem Tremor erleichtern.
Bearbeitungsstand: 20.03.2026
Quellenangabe:
Gehlen, Delank, Neurologie, (2010), 12. Auflage
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Tabletten — verschreibungspflichtig.
Detaillierte Anwendungshinweise, Dosierung, Nebenwirkungen und Wechselwirkungen finden Sie unten in den Registerkarten. Beachten Sie stets die Packungsbeilage. Bei Unklarheiten fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.
- PZN:
- 07372331
- Darreichungsform:
- Tabletten (Tabletten)
- Packungsgröße:
- 100 Stück
- Wirkstoffstärke:
- 4 mg
- Marke:
- SORMODREN
- Hersteller:
- kohlpharma GmbH
- Generikum:
-
Ja
Rechtlicher Status
Verantwortlicher Wirtschaftsakteur gemäß EU-Verordnung 2023/988
GPSRAnwendungshinweise
Die Gesamtdosis sollte nicht ohne Rücksprache mit einem Arzt oder Apotheker überschritten werden.
Art der Anwendung?
Nehmen Sie das Arzneimittel mit Flüssigkeit (z.B. 1 Glas Wasser) ein.
Dauer der Anwendung?
Die Anwendungsdauer richtet sich nach Art der Beschwerde und/oder Dauer der Erkrankung und wird deshalb nur von Ihrem Arzt bestimmt.
Überdosierung?
Bei einer Überdosierung kann es unter anderem zu Fieber, Verwirrtheit und erhöhter Herzfrequenz kommen. Setzen Sie sich bei dem Verdacht auf eine Überdosierung umgehend mit einem Arzt in Verbindung.
Einnahme vergessen?
Setzen Sie die Einnahme zum nächsten vorgeschriebenen Zeitpunkt ganz normal (also nicht mit der doppelten Menge) fort.
Generell gilt: Achten Sie vor allem bei Säuglingen, Kleinkindern und älteren Menschen auf eine gewissenhafte Dosierung. Im Zweifelsfalle fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker nach etwaigen Auswirkungen oder Vorsichtsmaßnahmen.
Eine vom Arzt verordnete Dosierung kann von den Angaben der Packungsbeilage abweichen. Da der Arzt sie individuell abstimmt, sollten Sie das Arzneimittel daher nach seinen Anweisungen anwenden.
Dosierung
Die Dosierung wird in der Regel von Ihrem Arzt langsam erhöht und auf eine für Sie passende Erhaltungsdosis eingestellt.
Abhängig von Ihrer Erkrankung und dem Stadium der Behandlung, wird das Arzneimittel von Ihrem Arzt in der Regel folgendermaßen dosiert:
Behandlungsbeginn:
Zittern bei Parkinsonkrankheit und Parkinson-Syndrom durch Medikamente - Folgebehandlung:
Schwitzen - Folgebehandlung:
Ältere und geschwächte Patienten: Sie müssen in Absprache mit Ihrem Arzt eventuell die Einzel- oder die Gesamtdosis reduzieren oder den Dosierungsabstand verlängern.
Anwendungsgebiete
- Zittern (Tremor) bei Parkinsonkrankheit
- Parkinson-Syndrom durch Medikamente
- Schwitzen
Detaillierte Dosierung
Personenkreis: Erwachsene, Einzeldosis: 1/2 Tablette, Gesamtdosis: 1-mal täglich, Zeitpunkt: nach der Mahlzeit
Personenkreis: Erwachsene, Einzeldosis: 1/2-1 Tablette, Gesamtdosis: 3-mal täglich, Zeitpunkt: nach der Mahlzeit
Personenkreis: Erwachsene, Einzeldosis: 1/2-1 Tablette, Gesamtdosis: 2-3 mal täglich (1-2 Tabletten pro Tag), Zeitpunkt: nach der Mahlzeit
Wirkstoff
Wirkungsweise
Wie wirkt der Inhaltsstoff des Arzneimittels?
Der Wirkstoff unterdrückt die Wirkung eines bestimmten Botenstoffs im Gehirn, dem Acetylcholin, indem der dessen Bindungsstellen besetzt und damit deaktiviert.
Dadurch werden die durch einen relativen Überschuss an Acetylcholin ausgelösten Bewegungsstörungen wie bei der Parkinsonkrankheit gemildert, aber auch übermäßiges Schwitzen unterdrückt
Nebenwirkungen
Welche unerwünschten Wirkungen können auftreten?
- Magen-Darm-Beschwerden, wie:
- Übelkeit
- Verstopfung
- Mundtrockenheit
- Schwindel
- Benommenheit
- Müdigkeit
- Erregung
- Unruhe
- Delirium (Verwirrtheit)
- Gedächtnisstörungen
- Sehstörungen, wie:
- Störung der Nah- und Ferneinstellung des Auges (Akkommodation)
- Verschwommenes Sehen (Weitstellung der Pupille)
- Erhöhte Lichtempfindlichkeit am Auge
- Engwinkelglaukom
- Pulsbeschleunigung
- Störungen beim Wasserlassen
- vermindertes Schwitzen
Bemerken Sie eine Befindlichkeitsstörung oder Veränderung während der Behandlung, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Für die Information an dieser Stelle werden vor allem Nebenwirkungen berücksichtigt, die bei mindestens einem von 1.000 behandelten Patienten auftreten.
Gegenanzeigen
Was spricht gegen eine Anwendung?
Immer:
- Überempfindlichkeit gegen die Inhaltsstoffe
- Verengung im Verdauungstrakt
- Darmverschluss
- Megakolon (krankhaft erweiterter Darm)
- Gedächtnisstörungen
Unter Umständen - sprechen Sie hierzu mit Ihrem Arzt oder Apotheker:
- Neigung zu Krampfanfällen
- Hirnschäden
- Prostatavergrößerung mit Restharnbildung
- Engwinkelglaukom
Welche Altersgruppe ist zu beachten?
- Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren: Das Arzneimittel darf nicht angewendet werden.
Was ist mit Schwangerschaft und Stillzeit?
- Schwangerschaft: Das Arzneimittel sollte nach derzeitigen Erkenntnissen nicht angewendet werden.
- Stillzeit: Von einer Anwendung wird nach derzeitigen Erkenntnissen abgeraten. Eventuell ist ein Abstillen in Erwägung zu ziehen.
Ist Ihnen das Arzneimittel trotz einer Gegenanzeige verordnet worden, sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker. Der therapeutische Nutzen kann höher sein, als das Risiko, das die Anwendung bei einer Gegenanzeige in sich birgt.
Wichtige Hinweise
Was sollten Sie beachten?
- Das Reaktionsvermögen kann auch bei bestimmungsgemäßem Gebrauch, vor allem in höheren Dosierungen oder in Kombination mit Alkohol, beeinträchtigt sein. Achten Sie vor allem darauf, wenn Sie am Straßenverkehr teilnehmen oder Maschinen (auch im Haushalt) bedienen, mit denen Sie sich verletzen können.
- Durch plötzliches Absetzen können Probleme oder Beschwerden auftreten. Deshalb sollte die Behandlung langsam, das heißt mit einem schrittweisen Ausschleichen der Dosis, beendet werden. Lassen Sie sich dazu am besten von Ihrem Arzt oder Apotheker beraten.
- Vorsicht bei einer Unverträglichkeit gegenüber Lactose. Wenn Sie eine Diabetes-Diät einhalten müssen, sollten Sie den Zuckergehalt berücksichtigen.
- Es kann Arzneimittel geben, mit denen Wechselwirkungen auftreten. Sie sollten deswegen generell vor der Behandlung mit einem neuen Arzneimittel jedes andere, das Sie bereits anwenden, dem Arzt oder Apotheker angeben. Das gilt auch für Arzneimittel, die Sie selbst kaufen, nur gelegentlich anwenden oder deren Anwendung schon einige Zeit zurückliegt.
Bekannte Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln
Was kann passieren?
Bei Kombination der Arzneimittel können unerwünschte Wirkungen vermehrt auftreten. In diesem Zusammenhang kann es beispielsweise zu Verschwommensehen, Problemen beim Wasserlassen, Mundtrockenheit, Verstopfung oder Herzklopfen kommen.
Was ist zu tun?
Die Arzneimittel dürfen nicht miteinander kombiniert werden. Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker darüber, welche Maßnahmen erforderlich sind.
Wer ist besonders betroffen?
Ältere Patienten
Was kann passieren?
Bei Kombination der Arzneimittel können unerwünschte Wirkungen vermehrt auftreten wie beispielsweise Sehstörungen, Mundtrockenheit, Probleme beim Wasserlassen, vermindertes Schwitzen, Herzrasen, Verwirrtheit, Beeinträchtigung der Denkleistung, Bewusstseinsstörungen mit starker Unruhe, Halluzinationen oder Verstopfung bis hin zum Darmverschluss.
Was ist zu tun?
Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, da bei der Kombination dieser Arzneimittel verstärkte Kontrollen oder weitere Maßnahmen (zum Beispiel geänderte Dosierung, Gabe eines alternativen Arzneimittels) nötig sein können.
Suchen Sie umgehend einen Arzt auf, wenn Sie eine oder mehrere der beschriebenen unerwünschten Wirkungen an sich beobachten.
Bitte vermeiden Sie übermäßige Anstrengungen bei heißem Wetter.
Wer ist besonders betroffen?
Ältere Patienten
Was kann passieren?
Bei Kombination der Arzneimittel können unerwünschte Wirkungen vermehrt auftreten wie beispielsweise Sehstörungen, Mundtrockenheit, Probleme beim Wasserlassen, vermindertes Schwitzen, Herzrasen, Verwirrtheit, Beeinträchtigung der Denkleistung, Bewusstseinsstörungen mit starker Unruhe, Halluzinationen oder Verstopfung bis hin zum Darmverschluss.
Was ist zu tun?
Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, da bei der Kombination dieser Arzneimittel verstärkte Kontrollen oder weitere Maßnahmen (zum Beispiel geänderte Dosierung) nötig sein können.
Suchen Sie umgehend einen Arzt auf, wenn Sie eine oder mehrere der beschriebenen unerwünschten Wirkungen an sich beobachten.
Bitte vermeiden sie übermäßige Anstrengungen bei heißem Wetter.
Wer ist besonders betroffen?
Ältere Patienten
Was kann passieren?
Bei Kombination der Arzneimittel können unerwünschte Wirkungen vermehrt auftreten wie beispielsweise Sehstörungen, Mundtrockenheit, Verstopfung, Probleme beim Wasserlassen, Herzrasen oder Verwirrtheit.
Was ist zu tun?
Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, da bei der Kombination dieser Arzneimittel eventuell verstärkte Kontrollen nötig sein können.
Wer ist besonders betroffen?
Ältere Patienten
Was kann passieren?
Die Arzneimittel können sich in ihrer Wirkung gegenseitig beeinflussen, da ein anderes Arzneimittel Alkohol enthält. In diesem Zusammenhang können übermäßige Schläfrigkeit, eingeschränkte Konzentrationsfähigkeit, Benommenheit oder Schwindel vermehrt auftreten.
Was ist zu tun?
Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, da bei der Kombination dieser Arzneimittel Maßnahmen (zum Beispiel Gabe eines alternativen Arzneimittels) nötig sein können.
Was kann passieren?
Bei Kombination der Arzneimittel können unerwünschte Wirkungen vermehrt auftreten. In diesem Zusammenhang kann es beispielsweise zu Verschwommensehen, Problemen beim Wasserlassen, Mundtrockenheit, Verstopfung oder Herzklopfen bzw. Verwirrtheit, Denkstörungen, Erregungszuständen und Halluzinationen kommen.
Was ist zu tun?
Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, da bei der Kombination dieser Arzneimittel verstärkte Kontrollen oder weitere Maßnahmen (zum Beispiel Gabe eines alternativen Arzneimittels) nötig sein können.
Wer ist besonders betroffen?
Ältere Patienten
Parkinson-Krankheit
Was ist das? - Definition Die Parkinson-Krankheit, umgangssprachlich auch Schüttellähmung genannt, ist eine Erkrankung des Gehirns mit den klassischen Symptomen Zittern (Tremor), Muskelsteife (Rigor) und Bewegungsstarre (Akinese). Meist macht sich die Erkrankung jenseits des 60. Lebensjahres bemerkbar.
Krankheitsbild
Morbus Parkinson ist eine chronische Erkrankung des Nervensystems, bei der Nervenzellen in bestimmten Hirnregionen nach und nach absterben. Es handelt sich vor allem um Nervenzellen, die den Botenstoff Dopamin produzieren. Dieser Botenstoff spielt für flüssige Bewegungen und die Koordination eine wichtige Rolle. Ein Dopaminmangel führt zu typischen Beschwerden wie Zittern, Muskelsteife und verlangsamte Bewegungen. Die Krankheit ist bislang nicht heilbar. Bei einer frühen Diagnose und einer individuell angepassten Therapie kann man aber lange ein aktives Leben führen.
Symptome / Verlauf
Die häufigsten Symptome der Krankheit sind:
- Zittern (Tremor): Ein charakteristisches Zittern, das in Ruhe mit einer Frequenz von vier bis sechs Mal pro Sekunde auftritt. Meist ist zunächst nur eine Hand betroffen. Die Bewegung wird gerne als "Pillendreher-Phänomen" oder "Geldzählen" beschrieben.
- Muskelsteifheit (Rigor): Unter Rigor versteht man den zähen, wächsernen Widerstand der Muskulatur. Neben der Muskelsteifheit bestehen oft Schmerzen, weshalb die Ursache zunächst oft nicht im Nervensystem, sondern im Bewegungsapparat gesucht wird.
- Verlangsamung und Verarmung der Bewegung (Hypo- bzw. Bradykinese): Die Bewegungen werden langsamer, kleiner und schwerfälliger. Betroffene schlurfen oft mit kleinen Schritten und bewegen die Arme nicht mit. Das Gesicht ist durch den Verlust der Mimik ausdruckslos und wirkt maskenartig. Ist keine Bewegung möglich sprechen Ärzte von Akinese.
- Probleme mit Gleichgewicht und Koordination (Haltungsinstabilität): Betroffene haben häufig Probleme mit dem Gleichgewicht, Ausgleichsbewegungen fallen schwer, der Gang wird unsicher, die Sturzgefahr ist erhöht.
Weitere Bewegungsveränderungen sind eine "gebundene", leicht gebeugte Haltung oder ein vermindertes Abrollen des Fußes, wodurch die Belastung auf dem Vorderfuß liegt. Betroffene haben zudem oft eine verringerte Speichelproduktion, Schluckstörungen und die Sprache kann leise oder monoton sein. Auch Schlafprobleme, Verstopfung, eine gestörte Blasentätigkeit, Appetitmangel oder Depressionen können auftreten.
Folgen / Komplikationen
In der frühen Phase treten nur leichte motorische Auffälligkeiten auf, mitunter auch Müdigkeit, leichte depressive Verstimmungen oder Geruchsverlust. Die Medikamente, die als Standard zur Behandlung eingesetzt werden, wirken im Frühstadium aber noch so gut, dass Betroffene weitgehend beschwerdefrei sind. Im weiteren Verlauf nehmen die Hauptsymptome zu und es können erste Wirkungsschwankungen bei den Medikamenten auftreten. In der späteren Phase kommt es dann häufiger zu "Off-Phasen", in denen die Medikamente nicht mehr zuverlässig wirken. Schluck- und Sprechstörungen nehmen zu, die Bewegungsabläufe sind stark eingeschränkt, es kommt vermehrt zu Gangunsicherheit und Stürzen. Außerdem können unvorhersehbare Bewegungsstarren auftreten, so genanntes "Freezing". Das späte Stadium ist auch die Phase, in der es häufiger zu weiteren Symptomen wie etwa Schlafstörungen, neuropsychiatrischen Problemen, Verstopfung oder Blasenprobleme kommt. Die Betroffenen werden zunehmend pflegebedürftig.
Ursachen / Risikofaktoren
Die genauen Ursachen von Parkinson sind noch unklar. Man weiß, dass im Gehirn kontinuierlich Nervenzellen, die den Botenstoff Dopamin produzieren, absterben. Dadurch kommt es zu einem Dopaminmangel.
Warum die Nervenzellen absterben, weiß man noch nicht. Die meisten Betroffenen erkranken um das 60. Lebensjahr herum. Manchmal lieg allerdings auch eine familiäre Vorbelastung vor. Spielen genetische Faktoren eine Rolle, beginnt die Krankheit oft schon früher.
Parkinsonähnliche Symptome können aber auch durch manche Medikamente, zum Beispiel Neuroleptika, Gehirnentzündungen, manche Stoffwechselkrankheiten, Hirndurchblutungsprobleme oder Tumore verursacht werden.
Das kann helfen
Was man selbst tun kann:
Sport und regelmäßige Bewegung können helfen, die Symptome zu lindern. Welche Art der Bewegung ist eigentlich egal, Hauptsache es macht Spaß und man bleibt trotz Krankheit aktiv. Eine gute Kombination, von der auch die kognitiven Fähigkeiten profitieren, sind Angebote, die Balance, soziale Interaktionen und Emotionen kombinieren, zum Beispiel Tanzen, Kickboxen oder Tai-Chi. Auch psychosoziale Unterstützung, zum Beispiel durch Angehörige, Gruppen oder Beratung, ist wichtig. Ein strukturierter Alltag unterstützt zudem das Wohlbefinden.
Was der Arzt tun kann:
Ärztinnen oder Ärzte können Medikamente verschreiben, zum Beispiel L-Dopa. Dies ist eine Vorstufe von Dopamin, die das Gehirn in den Botenstoff umwandelt. Weitere Wirkstoffe, die zum Einsatz kommen können, sind beispielsweise Dopaminagonisten, MAO-B-Hemmer oder COMT-Hemmer.
Reichen Medikamente allein nicht, ist die tiefe Hirnstimulation eine weitere mögliche Behandlungsoption. Mit ihr versucht man, die fehlschalteten Signalwege im Gehirn zu normalisieren.
Ergänzend helfen: Physiotherapie (Beweglichkeit, Haltung), hier gibt es auch spezielle Formen für Menschen mit Parkinson, Ergotherapie (Alltagshilfe), Logopädie (Schluck- und Sprachtraining), Psychotherapie, z.B. bei Depression oder Ängsten.
Bearbeitungsstand: 13.10.2025
Quellenangabe:
Gehlen, Delank, Neurologie, (2010), 12. Auflage
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Tremor
Was ist das? - Definition Ein Tremor ist ein unwillkürliches, meist rhythmisches Zittern eines oder mehrerer Körperteile. Er entsteht durch wiederholte Muskelbewegungen und kann in Ruhe, beim Halten einer Position oder bei Bewegung auftreten. Leichte Formen sind häufig harmlos, stärkeres oder anhaltendes Zittern sollte ärztlich abgeklärt werden.
Krankheitsbild
Tremor ist keine eigenständige Erkrankung, sondern ein Symptom, das in verschiedenen Formen auftreten kann. Nicht immer steckt eine Krankheit dahinter. In bestimmten Situationen wie Kälte, Stress, Übermüdung oder nach hohem Koffeinkonsum tritt es manchmal vorübergehend auf und verschwindet dann wieder. Hält das Zittern jedoch an oder beeinträchtigt den Alltag, kann eine Erkrankung zugrunde liegen. Es gibt unterschiedliche Tremorformen, die sich darin unterscheiden, wann das Zittern auftritt, welche Körperregionen betroffen sind und ob weitere Beschwerden bestehen. Besonders häufig ist der essentielle Tremor, bei dem vor allem Hände und Arme zittern. Andere Tremorformen treten im Zusammenhang mit neurologischen Erkrankungen wie Morbus Parkinson oder als Folge von Medikamenten auf.
Symptome / Verlauf
Ein Tremor zeigt sich durch ein gleichmäßiges Zittern, das bei bestimmten Tätigkeiten stärker auffallen kann, etwa beim Schreiben, Essen oder Halten von Gegenständen. Manche Formen treten vor allem in Ruhe auf, andere während aktiver Bewegung oder beim Halten einer Position. Der Beginn ist häufig schleichend. Je nach Ursache kann sich das Zittern im Verlauf langsam verstärken oder über längere Zeit stabil bleiben. Belastung, Stress oder Müdigkeit verschlechtern die Symptome häufig.
Folgen / Komplikationen
Ein Tremor ist in der Regel nicht lebensbedrohlich, kann jedoch die Selbstständigkeit und Lebensqualität erheblich beeinträchtigen. Alltägliche Handlungen wie das Halten einer Tasse, das Zuknöpfen einer Jacke oder das Unterschreiben von Dokumenten können schwierig werden. Zusätzlich empfinden viele Betroffene das sichtbare Zittern als belastend, was zu Unsicherheit oder sozialem Rückzug führen kann. In schweren Fällen kann ein Tremor auch berufliche Tätigkeiten beeinträchtigen.
Ursachen / Risikofaktoren
Die Ursachen eines Tremors sind vielfältig.
- Physiologischer Tremor: Ein leichtes Zittern, das bei gesunden Menschen vorkommt und sich unter bestimmten Bedingungen verstärken kann, etwa bei Kälte, Stress, Übermüdung oder nach hohem Koffeinkonsum. Dieser Tremor ist harmlos und bildet sich meist von selbst zurück.
- Essentieller Tremor: Die häufigste krankhafte Tremorform. Sie tritt oft familiär gehäuft auf und betrifft vor allem Hände und Arme. Die genaue Ursache ist bislang nicht vollständig geklärt, die familiäre Häufung lässt aber auf genetische Komponente schließen. Stress, Müdigkeit und emotionale Belastung können die Symptome verstärken.
- Höheres Lebensalter: Mit zunehmendem Alter steigt die Wahrscheinlichkeit für einen Tremor an.
- Neurologische Erkrankungen: Tremor kann als Begleitsymptom verschiedener Erkrankungen auftreten, darunter Morbus Parkinson, Multiple Sklerose, Erkrankungen des Kleinhirns oder Schädigungen bestimmter Hirnregionen.
- Stoffwechsel
- und Hormonstörungen: Veränderungen im Stoffwechsel können Zittern auslösen oder verstärken, zum Beispiel bei einer Schilddrüsenüberfunktion, Unterzuckerung oder Störungen des Calciumhaushalts.
- Medikamente und andere Substanzen: Bestimmte Arzneimittel können Tremor verursachen oder verstärken. Auch Alkohol, Nikotin und andere stimulierende Substanzen spielen eine Rolle.
Das kann helfen
Das macht der Arzt: Die Behandlung richtet sich nach der Ursache und der Belastung für die betroffene Person. Zunächst wird geprüft, ob eine Grunderkrankung oder ein Medikament als Auslöser infrage kommt. Gegebenenfalls wird eine bestehende Medikation angepasst.
Beim essentiellen Tremor können Medikamente eingesetzt werden, um das Zittern zu lindern. Häufig kommen Betablocker wie Propranolol oder bestimmte Antiepileptika zum Einsatz. Sie können die Tremorstärke reduzieren, wirken. Bei sehr starkem, medikamentös nicht ausreichend behandelbarem Tremor können in spezialisierten Zentren auch weiterführende Verfahren wie die tiefe Hirnstimulation oder moderne Ultraschallverfahren erwogen werden.
Das kann man selbst tun: Viele Betroffene können durch Anpassungen im Alltag besser mit einem Tremor umgehen. Stress, Aufregung und Schlafmangel verstärken das Zittern häufig. Entspannungsverfahren wie Atemübungen oder progressive Muskelentspannung können helfen, die Symptome zu mildern. Auch eine regelmäßige Tagesstruktur und ausreichend Schlaf wirken sich oft günstig aus. Bestimmte Substanzen können das Zittern verstärken. Dazu zählen vor allem Koffein und in manchen Fällen Alkohol. Ein bewusster Umgang oder das Reduzieren solcher Auslöser kann hilfreich sein. Bei Verdacht auf einen Zusammenhang mit Medikamenten sollte dies ärztlich abgeklärt werden, ohne Arzneimittel eigenständig abzusetzen.
Im Alltag können technische Hilfsmittel viele Tätigkeiten erleichtern. Beschwerte oder rutschfeste Bestecke, Becher mit Deckel oder Strohhalm sowie Schreibhilfen helfen, Zittern besser auszugleichen. Bei feinmotorischen Tätigkeiten kann es entlastend sein, die Arme abzustützen oder beide Hände zur Stabilisierung einzusetzen. Ergotherapie kann Betroffene dabei unterstützen, Bewegungen besser zu kontrollieren und geeignete Hilfsmittel auszuwählen. Auch gezielte Übungen zur Koordination und Muskelkontrolle können den Umgang mit dem Tremor erleichtern.
Bearbeitungsstand: 20.03.2026
Quellenangabe:
Gehlen, Delank, Neurologie, (2010), 12. Auflage
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.