SOVENTOL Gel
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Pharmazeutische Informationen
Gel — rezeptfrei.
Detaillierte Anwendungshinweise, Dosierung, Nebenwirkungen und Wechselwirkungen finden Sie unten in den Registerkarten. Beachten Sie stets die Packungsbeilage. Bei Unklarheiten fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.
- PZN:
- 00949632
- Darreichungsform:
- Gel (Gel)
- Packungsgröße:
- 20 g
- Marke:
- SOVENTOL
- Hersteller:
- MEDICE Arzneimittel Pütter GmbH&Co.KG
- Beipackzettel:
- PDF öffnen
Rechtlicher Status
Verantwortlicher Wirtschaftsakteur gemäß EU-Verordnung 2023/988
GPSRAnwendungshinweise
Art der Anwendung?
Tragen Sie das Arzneimittel auf die betroffene(n) Hautstelle(n) auf. Massieren Sie das Arzneimittel danach leicht ein. Vermeiden Sie den versehentlichen Kontakt mit Schleimhäuten, Augen und offenen Hautstellen.
Dauer der Anwendung?
Die Anwendungsdauer richtet sich nach der Art der Beschwerden und/oder dem Verlauf der Erkrankung. Bei länger anhaltenden Beschwerden sollten Sie Ihren Arzt aufsuchen.
Überdosierung?
Wird das Arzneimittel wie beschrieben angewendet, sind keine Überdosierungserscheinungen bekannt. Bei versehentlichem Verschlucken größerer Mengen wenden Sie sich umgehend an einen Arzt.
Generell gilt: Achten Sie vor allem bei Säuglingen, Kleinkindern und älteren Menschen auf eine gewissenhafte Dosierung. Im Zweifelsfalle fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker nach etwaigen Auswirkungen oder Vorsichtsmaßnahmen.
Eine vom Arzt verordnete Dosierung kann von den Angaben der Packungsbeilage abweichen. Da der Arzt sie individuell abstimmt, sollten Sie das Arzneimittel daher nach seinen Anweisungen anwenden.
Anwendungsgebiete
- Insektenstiche
Detaillierte Dosierung
Personenkreis: Erwachsene, Einzeldosis: eine ausreichende Menge, Gesamtdosis: mehrmals täglich, Zeitpunkt: bei Auftreten von Beschwerden, im Abstand von 30 Minuten
Wirkstoff
Wirkungsweise
Wie wirkt der Inhaltsstoff des Arzneimittels?
Der Wirkstoff hilft bei Allergien und stillt den Juckreiz. Er unterdrückt die Wirkung der körpereigenen Substanz Histamin. Histamin spielt als Art Botenstoff eine wichtige Rolle bei der Entstehung von Entzündungen und allergischen Reaktionen. Durch die Blockade dieses Botenstoffes wird der allergische Reaktionsablauf unterbrochen.
Nebenwirkungen
Welche unerwünschten Wirkungen können auftreten?
Für das Arzneimittel sind nur Nebenwirkungen beschrieben, die bisher nur in Ausnahmefällen aufgetreten sind.
Bemerken Sie eine Befindlichkeitsstörung oder Veränderung während der Behandlung, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Für die Information an dieser Stelle werden vor allem Nebenwirkungen berücksichtigt, die bei mindestens einem von 1.000 behandelten Patienten auftreten.
Gegenanzeigen
Was spricht gegen eine Anwendung?
- Überempfindlichkeit gegen die Inhaltsstoffe
Welche Altersgruppe ist zu beachten?
- Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren: Für diese Altersgruppe liegen keine Dosierungsangaben vor.
Was ist mit Schwangerschaft und Stillzeit?
- Schwangerschaft: Das Arzneimittel sollte nach derzeitigen Erkenntnissen nicht angewendet werden.
- Stillzeit: Von einer Anwendung wird nach derzeitigen Erkenntnissen abgeraten. Eventuell ist ein Abstillen in Erwägung zu ziehen.
Ist Ihnen das Arzneimittel trotz einer Gegenanzeige verordnet worden, sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker. Der therapeutische Nutzen kann höher sein, als das Risiko, das die Anwendung bei einer Gegenanzeige in sich birgt.
Lagerungsanforderungen
Aufbewahrung
Aufbewahrung
Lagerung vor Anbruch
Das Arzneimittel muss vor Hitze geschützt aufbewahrt werden.
Aufbewahrung nach Anbruch oder Zubereitung
Das Arzneimittel darf nach Anbruch/Zubereitung höchstens 12 Monate verwendet werden!
Das Arzneimittel muss nach Anbruch/Zubereitung bei Raumtemperatur aufbewahrt werden!
Wichtige Hinweise
Was sollten Sie beachten?
- Lösungsmittel (z.B. Propylenglycol, E 477) können Hautreizungen hervorrufen.
Weitere Hinweise aus der Fachinformation
Suchen Sie Ihren Arzt auf, wenn zusätzlich Beschwerden wie Schwellungen und Rötungen an der Einstichstelle auftreten.
Suchen Sie sofort Ihren Arzt auf, wenn zusätzlich Beschwerden wie Atemnot, Übelkeit, Schwindel oder Herz-Kreislaufbeschwerden auftreten.
Insektenstiche
Was ist das? - Definition Insektenstiche sind lokale Reaktionen der Haut auf das Eindringen eines Stachels oder Speichels von Insekten. Sie verursachen meist Schwellung, Rötung und Juckreiz und sind meist harmlos.
Krankheitsbild
Ein Insektenstich zeigt sich durch plötzlich auftretende gerötete und geschwollene Hautareale. Besonders auffällig ist die schnelle Entwicklung der typischen Hautveränderungen nach dem Stich. Je nach Insekt und individueller Empfindlichkeit fallen die Beschwerden unterschiedlich stark aus.
Symptome/Verlauf
Typisch sind Rötung, Schwellung und Juckreiz. Manchmal tritt ein Brennen auf. Die Beschwerden entstehen meist innerhalb weniger Minuten. Der Verlauf ist häufig mild und klingt nach einigen Stunden bis Tagen ab. Je nach Reaktion können folgende Erscheinungen auftreten:
- Lokale Schwellung und Rötung
- Starker oder anhaltender Juckreiz
- Brennendes Gefühl an der Einstichstelle
- Größere Schwellungen bei empfindlichen Personen
Bei empfindlichen Menschen können die Reaktionen über Tage bestehen bleiben. Sehr selten kommt es zu stärkeren körperweiten Reaktionen.
Folgen/Komplikationen
Die meisten Insektenstiche heilen problemlos ab. Kratzen kann jedoch zu kleinen Hautverletzungen und damit zu Infektionen führen. Bei ausgeprägten Reaktionen kann die Schwellung sehr groß werden und Alltagsaktivitäten beeinträchtigen. Sehr selten treten schwere Reaktionen auf, etwa bei Allergikern, die den Kreislauf belasten. Diese können lebensbedrohlich sein und benötigen rasche medizinische Hilfe. Das gilt auch für Stiche im Mund- und Rachenraum.
Ursachen/Risikofaktoren
Die Reaktion entsteht durch Stoffe die Insekten beim Stechen in die Haut abgeben. Manche Menschen reagieren empfindlicher. Risikofaktoren dafür sind unter anderem bekannte Allergien gegen Insektengifte oder -stoffe, vorherige starke Stichreaktionen und vermehrter Aufenthalt im Freien, besonders im Sommer. Zudem locken auch Faktoren wie süße Getränke oder bestimmte Duftstoffe Insekten an. Ein erhöhtes gilt auch auf Fernreisen, etwa in tropische Gebiete.
Das kann helfen
Der Arzt kann die Haut begutachten und bei Bedarf Wirkstoffgruppen wie Mittel gegen Entzündungen oder zur Linderung allergischer Reaktionen einsetzen.
Das kann man selbst tun: Die betroffenen Stellen kühlen und die Haut schonen sowie Kratzen vermeiden. Grenzen bestehen, wenn starke Schwellungen, Atembeschwerden, Kreislaufprobleme oder rasche Ausbreitung der Beschwerden auftreten. Dann sollte sofort medizinische Hilfe gesucht werden.
Bearbeitungsstand: 20.03.2026
Quellenangabe:
Moll, Dermatologie, (2010), 7. Auflage
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Juckreiz
Was ist das? - Definition Juckreiz ist ein unangenehmes Hautempfinden, das den Drang auslöst, sich zu kratzen. Er kann lokal begrenzt oder am ganzen Körper auftreten. Juckreiz ist keine eigenständige Krankheit, sondern ein Symptom, das viele Ursachen haben kann, von harmlosen Hautreizungen bis hin zu ernsthaften inneren Erkrankungen. Häufig tritt er vorübergehend auf, kann aber auch chronisch werden.
Krankheitsbild
Juckreiz entsteht durch die Reizung bestimmter Nervenfasern in der Haut. Diese senden Signale an das Gehirn, die es als Kribbeln oder Brennen wahrnimmt. Der Körper reagiert darauf mit dem Reflex, sich zu kratzen. Kurzfristig kann das Linderung verschaffen, langfristig jedoch die Haut zusätzlich reizen und schädigen. Juckreiz kann durch äußere Einflüsse wie Insektenstiche oder trockene Haut entstehen, aber auch durch innere Erkrankungen wie Leber- oder Nierenprobleme verursacht werden. Bei chronischem Juckreiz spricht man von Pruritus.
Symptome/Verlauf
Juckreiz kann sich unterschiedlich äußern. Typische Anzeichen sind:
- Kribbeln, Brennen oder Stechen auf der Haut
- Unwiderstehlicher Drang, sich zu kratzen
- Rötungen, Schwellungen oder Kratzspuren
- Trockene, schuppige oder entzündete Hautstellen
- Verstärkung des Juckreizes bei Wärme oder Stress
Der Verlauf hängt stark von der Ursache ab. Akuter Juckreiz klingt meist nach kurzer Zeit ab, etwa nach einem Insektenstich. Chronischer Juckreiz kann über Wochen oder Monate bestehen und die Lebensqualität erheblich beeinträchtigen. Häufig kommt es zu einem Teufelskreis aus Jucken und Kratzen, der die Haut weiter schädigt.
Folgen/Komplikationen
Anhaltender Juckreiz kann zu Hautverletzungen, Entzündungen und Infektionen führen. Durch ständiges Kratzen wird die Hautbarriere geschwächt. Es können sich Ekzeme oder chronische Hautveränderungen entwickeln. Auch psychische Belastungen wie Schlafstörungen, Reizbarkeit oder depressive Verstimmungen sind möglich. Besonders bei Kindern kann starker Juckreiz das Verhalten und die Konzentration beeinträchtigen.
Ursachen/Risikofaktoren
Juckreiz kann viele Auslöser besitzen. Zu den häufigen Ursachen zählen trockene Haut, allergische Reaktionen, Hauterkrankungen wie Neurodermitis oder Schuppenflechte, Insektenstiche sowie der Kontakt mit reizenden Stoffen oder bestimmte Medikamente. Auch innere Erkrankungen wie Leber- oder Nierenprobleme, Diabetes oder Schilddrüsenerkrankungen können Juckreiz verursachen. Psychische Faktoren wie Stress oder Angst verstärken oft das Empfinden. Risikofaktoren sind unter anderem Alter, chronische Erkrankungen, trockene Heizungsluft und unpassende Hautpflegeprodukte.
Das kann helfen
Das macht der Arzt: Er kann durch Befragung, Hautuntersuchung und gegebenenfalls Bluttests die Ursache klären. Je nach Befund kommen Antihistaminika, entzündungshemmende Wirkstoffe oder spezielle Pflegeprodukte zum Einsatz.
Das kann man selbst tun: Die Haut regelmäßig mit passenden Pflegepräparaten eincremen, besonders nach dem Duschen. Reizstoffe wie Duftstoffe oder aggressive Seifen meiden. Kühle Umschläge oder Bäder mit Haferzusätzen anwenden. Nach Möglichkeit die betroffenen Stellen nicht kratzen, sondern klopfen oder kühlen. Grenzen sind erreicht, wenn der Juckreiz länger als sechs Wochen anhält, sehr stark ist oder mit anderen Symptomen wie Hautveränderungen, Fieber oder Gewichtsverlust einhergeht. Dann sollte unbedingt ärztliche Hilfe in Anspruch genommen werden.
Bearbeitungsstand: 09.01.2026
Quellenangaben:
Thews, Mutschler, Vaupel, Anatomie, Physiologie und Pathophysiologie des Menschen, WVG, (2007), 5. Aufl. - Moll, Dermatologie, (2010), 7. Auflage
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Gel — rezeptfrei.
Detaillierte Anwendungshinweise, Dosierung, Nebenwirkungen und Wechselwirkungen finden Sie unten in den Registerkarten. Beachten Sie stets die Packungsbeilage. Bei Unklarheiten fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.
- PZN:
- 00949632
- Darreichungsform:
- Gel (Gel)
- Packungsgröße:
- 20 g
- Marke:
- SOVENTOL
- Hersteller:
- MEDICE Arzneimittel Pütter GmbH&Co.KG
- Beipackzettel:
- PDF öffnen
Rechtlicher Status
Verantwortlicher Wirtschaftsakteur gemäß EU-Verordnung 2023/988
GPSRAnwendungshinweise
Art der Anwendung?
Tragen Sie das Arzneimittel auf die betroffene(n) Hautstelle(n) auf. Massieren Sie das Arzneimittel danach leicht ein. Vermeiden Sie den versehentlichen Kontakt mit Schleimhäuten, Augen und offenen Hautstellen.
Dauer der Anwendung?
Die Anwendungsdauer richtet sich nach der Art der Beschwerden und/oder dem Verlauf der Erkrankung. Bei länger anhaltenden Beschwerden sollten Sie Ihren Arzt aufsuchen.
Überdosierung?
Wird das Arzneimittel wie beschrieben angewendet, sind keine Überdosierungserscheinungen bekannt. Bei versehentlichem Verschlucken größerer Mengen wenden Sie sich umgehend an einen Arzt.
Generell gilt: Achten Sie vor allem bei Säuglingen, Kleinkindern und älteren Menschen auf eine gewissenhafte Dosierung. Im Zweifelsfalle fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker nach etwaigen Auswirkungen oder Vorsichtsmaßnahmen.
Eine vom Arzt verordnete Dosierung kann von den Angaben der Packungsbeilage abweichen. Da der Arzt sie individuell abstimmt, sollten Sie das Arzneimittel daher nach seinen Anweisungen anwenden.
Anwendungsgebiete
- Insektenstiche
Detaillierte Dosierung
Personenkreis: Erwachsene, Einzeldosis: eine ausreichende Menge, Gesamtdosis: mehrmals täglich, Zeitpunkt: bei Auftreten von Beschwerden, im Abstand von 30 Minuten
Wirkstoff
Wirkungsweise
Wie wirkt der Inhaltsstoff des Arzneimittels?
Der Wirkstoff hilft bei Allergien und stillt den Juckreiz. Er unterdrückt die Wirkung der körpereigenen Substanz Histamin. Histamin spielt als Art Botenstoff eine wichtige Rolle bei der Entstehung von Entzündungen und allergischen Reaktionen. Durch die Blockade dieses Botenstoffes wird der allergische Reaktionsablauf unterbrochen.
Nebenwirkungen
Welche unerwünschten Wirkungen können auftreten?
Für das Arzneimittel sind nur Nebenwirkungen beschrieben, die bisher nur in Ausnahmefällen aufgetreten sind.
Bemerken Sie eine Befindlichkeitsstörung oder Veränderung während der Behandlung, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Für die Information an dieser Stelle werden vor allem Nebenwirkungen berücksichtigt, die bei mindestens einem von 1.000 behandelten Patienten auftreten.
Gegenanzeigen
Was spricht gegen eine Anwendung?
- Überempfindlichkeit gegen die Inhaltsstoffe
Welche Altersgruppe ist zu beachten?
- Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren: Für diese Altersgruppe liegen keine Dosierungsangaben vor.
Was ist mit Schwangerschaft und Stillzeit?
- Schwangerschaft: Das Arzneimittel sollte nach derzeitigen Erkenntnissen nicht angewendet werden.
- Stillzeit: Von einer Anwendung wird nach derzeitigen Erkenntnissen abgeraten. Eventuell ist ein Abstillen in Erwägung zu ziehen.
Ist Ihnen das Arzneimittel trotz einer Gegenanzeige verordnet worden, sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker. Der therapeutische Nutzen kann höher sein, als das Risiko, das die Anwendung bei einer Gegenanzeige in sich birgt.
Lagerungsanforderungen
Aufbewahrung
Aufbewahrung
Lagerung vor Anbruch
Das Arzneimittel muss vor Hitze geschützt aufbewahrt werden.
Aufbewahrung nach Anbruch oder Zubereitung
Das Arzneimittel darf nach Anbruch/Zubereitung höchstens 12 Monate verwendet werden!
Das Arzneimittel muss nach Anbruch/Zubereitung bei Raumtemperatur aufbewahrt werden!
Wichtige Hinweise
Was sollten Sie beachten?
- Lösungsmittel (z.B. Propylenglycol, E 477) können Hautreizungen hervorrufen.
Weitere Hinweise aus der Fachinformation
Suchen Sie Ihren Arzt auf, wenn zusätzlich Beschwerden wie Schwellungen und Rötungen an der Einstichstelle auftreten.
Suchen Sie sofort Ihren Arzt auf, wenn zusätzlich Beschwerden wie Atemnot, Übelkeit, Schwindel oder Herz-Kreislaufbeschwerden auftreten.
Insektenstiche
Was ist das? - Definition Insektenstiche sind lokale Reaktionen der Haut auf das Eindringen eines Stachels oder Speichels von Insekten. Sie verursachen meist Schwellung, Rötung und Juckreiz und sind meist harmlos.
Krankheitsbild
Ein Insektenstich zeigt sich durch plötzlich auftretende gerötete und geschwollene Hautareale. Besonders auffällig ist die schnelle Entwicklung der typischen Hautveränderungen nach dem Stich. Je nach Insekt und individueller Empfindlichkeit fallen die Beschwerden unterschiedlich stark aus.
Symptome/Verlauf
Typisch sind Rötung, Schwellung und Juckreiz. Manchmal tritt ein Brennen auf. Die Beschwerden entstehen meist innerhalb weniger Minuten. Der Verlauf ist häufig mild und klingt nach einigen Stunden bis Tagen ab. Je nach Reaktion können folgende Erscheinungen auftreten:
- Lokale Schwellung und Rötung
- Starker oder anhaltender Juckreiz
- Brennendes Gefühl an der Einstichstelle
- Größere Schwellungen bei empfindlichen Personen
Bei empfindlichen Menschen können die Reaktionen über Tage bestehen bleiben. Sehr selten kommt es zu stärkeren körperweiten Reaktionen.
Folgen/Komplikationen
Die meisten Insektenstiche heilen problemlos ab. Kratzen kann jedoch zu kleinen Hautverletzungen und damit zu Infektionen führen. Bei ausgeprägten Reaktionen kann die Schwellung sehr groß werden und Alltagsaktivitäten beeinträchtigen. Sehr selten treten schwere Reaktionen auf, etwa bei Allergikern, die den Kreislauf belasten. Diese können lebensbedrohlich sein und benötigen rasche medizinische Hilfe. Das gilt auch für Stiche im Mund- und Rachenraum.
Ursachen/Risikofaktoren
Die Reaktion entsteht durch Stoffe die Insekten beim Stechen in die Haut abgeben. Manche Menschen reagieren empfindlicher. Risikofaktoren dafür sind unter anderem bekannte Allergien gegen Insektengifte oder -stoffe, vorherige starke Stichreaktionen und vermehrter Aufenthalt im Freien, besonders im Sommer. Zudem locken auch Faktoren wie süße Getränke oder bestimmte Duftstoffe Insekten an. Ein erhöhtes gilt auch auf Fernreisen, etwa in tropische Gebiete.
Das kann helfen
Der Arzt kann die Haut begutachten und bei Bedarf Wirkstoffgruppen wie Mittel gegen Entzündungen oder zur Linderung allergischer Reaktionen einsetzen.
Das kann man selbst tun: Die betroffenen Stellen kühlen und die Haut schonen sowie Kratzen vermeiden. Grenzen bestehen, wenn starke Schwellungen, Atembeschwerden, Kreislaufprobleme oder rasche Ausbreitung der Beschwerden auftreten. Dann sollte sofort medizinische Hilfe gesucht werden.
Bearbeitungsstand: 20.03.2026
Quellenangabe:
Moll, Dermatologie, (2010), 7. Auflage
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Juckreiz
Was ist das? - Definition Juckreiz ist ein unangenehmes Hautempfinden, das den Drang auslöst, sich zu kratzen. Er kann lokal begrenzt oder am ganzen Körper auftreten. Juckreiz ist keine eigenständige Krankheit, sondern ein Symptom, das viele Ursachen haben kann, von harmlosen Hautreizungen bis hin zu ernsthaften inneren Erkrankungen. Häufig tritt er vorübergehend auf, kann aber auch chronisch werden.
Krankheitsbild
Juckreiz entsteht durch die Reizung bestimmter Nervenfasern in der Haut. Diese senden Signale an das Gehirn, die es als Kribbeln oder Brennen wahrnimmt. Der Körper reagiert darauf mit dem Reflex, sich zu kratzen. Kurzfristig kann das Linderung verschaffen, langfristig jedoch die Haut zusätzlich reizen und schädigen. Juckreiz kann durch äußere Einflüsse wie Insektenstiche oder trockene Haut entstehen, aber auch durch innere Erkrankungen wie Leber- oder Nierenprobleme verursacht werden. Bei chronischem Juckreiz spricht man von Pruritus.
Symptome/Verlauf
Juckreiz kann sich unterschiedlich äußern. Typische Anzeichen sind:
- Kribbeln, Brennen oder Stechen auf der Haut
- Unwiderstehlicher Drang, sich zu kratzen
- Rötungen, Schwellungen oder Kratzspuren
- Trockene, schuppige oder entzündete Hautstellen
- Verstärkung des Juckreizes bei Wärme oder Stress
Der Verlauf hängt stark von der Ursache ab. Akuter Juckreiz klingt meist nach kurzer Zeit ab, etwa nach einem Insektenstich. Chronischer Juckreiz kann über Wochen oder Monate bestehen und die Lebensqualität erheblich beeinträchtigen. Häufig kommt es zu einem Teufelskreis aus Jucken und Kratzen, der die Haut weiter schädigt.
Folgen/Komplikationen
Anhaltender Juckreiz kann zu Hautverletzungen, Entzündungen und Infektionen führen. Durch ständiges Kratzen wird die Hautbarriere geschwächt. Es können sich Ekzeme oder chronische Hautveränderungen entwickeln. Auch psychische Belastungen wie Schlafstörungen, Reizbarkeit oder depressive Verstimmungen sind möglich. Besonders bei Kindern kann starker Juckreiz das Verhalten und die Konzentration beeinträchtigen.
Ursachen/Risikofaktoren
Juckreiz kann viele Auslöser besitzen. Zu den häufigen Ursachen zählen trockene Haut, allergische Reaktionen, Hauterkrankungen wie Neurodermitis oder Schuppenflechte, Insektenstiche sowie der Kontakt mit reizenden Stoffen oder bestimmte Medikamente. Auch innere Erkrankungen wie Leber- oder Nierenprobleme, Diabetes oder Schilddrüsenerkrankungen können Juckreiz verursachen. Psychische Faktoren wie Stress oder Angst verstärken oft das Empfinden. Risikofaktoren sind unter anderem Alter, chronische Erkrankungen, trockene Heizungsluft und unpassende Hautpflegeprodukte.
Das kann helfen
Das macht der Arzt: Er kann durch Befragung, Hautuntersuchung und gegebenenfalls Bluttests die Ursache klären. Je nach Befund kommen Antihistaminika, entzündungshemmende Wirkstoffe oder spezielle Pflegeprodukte zum Einsatz.
Das kann man selbst tun: Die Haut regelmäßig mit passenden Pflegepräparaten eincremen, besonders nach dem Duschen. Reizstoffe wie Duftstoffe oder aggressive Seifen meiden. Kühle Umschläge oder Bäder mit Haferzusätzen anwenden. Nach Möglichkeit die betroffenen Stellen nicht kratzen, sondern klopfen oder kühlen. Grenzen sind erreicht, wenn der Juckreiz länger als sechs Wochen anhält, sehr stark ist oder mit anderen Symptomen wie Hautveränderungen, Fieber oder Gewichtsverlust einhergeht. Dann sollte unbedingt ärztliche Hilfe in Anspruch genommen werden.
Bearbeitungsstand: 09.01.2026
Quellenangaben:
Thews, Mutschler, Vaupel, Anatomie, Physiologie und Pathophysiologie des Menschen, WVG, (2007), 5. Aufl. - Moll, Dermatologie, (2010), 7. Auflage
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.