SULFADIAZIN Heyl Tabletten
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Pharmazeutische Informationen
Tabletten — verschreibungspflichtig.
Detaillierte Anwendungshinweise, Dosierung, Nebenwirkungen und Wechselwirkungen finden Sie unten in den Registerkarten. Beachten Sie stets die Packungsbeilage. Bei Unklarheiten fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.
- PZN:
- 07342123
- Darreichungsform:
- Tabletten (Tabletten)
- Packungsgröße:
- 100 Stück
- Marke:
- SULFADIAZIN
- Hersteller:
- HEYL Chem.-pharm. Fabrik GmbH & Co.KG
- Beipackzettel:
- PDF öffnen
Rechtlicher Status
Verantwortlicher Wirtschaftsakteur gemäß EU-Verordnung 2023/988
GPSRAnwendungshinweise
Art der Anwendung?
Nehmen Sie das Arzneimittel mit Flüssigkeit (z.B. 1 Glas Wasser) ein.
Dauer der Anwendung?
Die Anwendungsdauer richtet sich nach Art der Beschwerde und/oder Dauer der Erkrankung und wird deshalb nur von Ihrem Arzt bestimmt.
Überdosierung?
Es kann zu einer Vielzahl von Überdosierungserscheinungen kommen, unter anderem zu Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Schwindel und Kopfschmerzen. Setzen Sie sich bei dem Verdacht auf eine Überdosierung umgehend mit einem Arzt in Verbindung.
Einnahme vergessen?
Setzen Sie die Einnahme zum nächsten vorgeschriebenen Zeitpunkt ganz normal (also nicht mit der doppelten Menge) fort.
Generell gilt: Achten Sie vor allem bei Säuglingen, Kleinkindern und älteren Menschen auf eine gewissenhafte Dosierung. Im Zweifelsfalle fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker nach etwaigen Auswirkungen oder Vorsichtsmaßnahmen.
Eine vom Arzt verordnete Dosierung kann von den Angaben der Packungsbeilage abweichen. Da der Arzt sie individuell abstimmt, sollten Sie das Arzneimittel daher nach seinen Anweisungen anwenden.
Dosierung
Da es sich um eine Kombinationstherapie mit verschiedenen Arzneimitteln handelt, wird die Dosierung von Ihrem Arzt bestimmt.
Folgende Dosierungsempfehlungen werden gegeben - die Dosierung für Ihre spezielle Erkrankung besprechen Sie am besten mit Ihrem Arzt:
Für Kinder ab 2 Monaten wird das Arzneimittel von Ihrem Arzt entsprechend dem Körpergewicht dosiert.
Anwendungsgebiete
- Toxoplasmose - (Infektion mit Toxoplasmen (Kleinstlebewesen), die sich bei den meisten Erkrankten wie eine Erkältung äußert)
Detaillierte Dosierung
Personenkreis: Erwachsene, Einzeldosis: 1-2 Tabletten, Gesamtdosis: 4 mal täglich, Zeitpunkt: unabhängig von der Mahlzeit
Wirkstoff
Wirkungsweise
Wie wirkt der Inhaltsstoff des Arzneimittels?
Der Wirkstoff gehört zu den Antibiotika und greift störend in den Stoffwechsel von Erregern der Toxoplasmose ein, indem er den Aufbau von Folsäure verhindert. Im Gegensatz zum Menschen können die Erreger Folsäure nicht aus ihrer Umgebung aufnehmen, sondern müssen sie selbst herstellen. Die Folsäure ist für Wachstum und Vermehrung der Erreger unerlässlich, durch ihr Fehlen stirbt die Erregerkolonie aus. Da der Mensch die Folsäure, welche zur Gruppe der B-Vitamine gehört, mit der Nahrung aufnimmt, bleibt sein Stoffwechsel durch den Wirkstoff weitgehend unbeeinflusst.
Nebenwirkungen
- Magen-Darm-Beschwerden, wie:
- - Übelkeit
- - Erbrechen
- - Durchfälle
- Kopfschmerzen
- Überempfindlichkeitsreaktionen der Haut, wie:
- - Hautausschlag, schwerer
- - Nesselausschlag
- - Syndrom der "verbrühten Haut" (Lyell-Syndrom)
- - Hautrötung
- Erhöhte Lichtempfindlichkeit der Haut
- Durch Gallenstau bedingte Leberschäden - (cholestatische Hepatose)
- Fieber
- Gelenkschmerzen
- Folsäuremangel - (kann sich mit Blutarmut äußern)
Bemerken Sie eine Befindlichkeitsstörung oder Veränderung während der Behandlung, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Für die Information an dieser Stelle werden vor allem Nebenwirkungen berücksichtigt, die bei mindestens einem von 1.000 behandelten Patienten auftreten.
Gegenanzeigen
Was spricht gegen eine Anwendung?
Immer:
- Überempfindlichkeit gegen die Inhaltsstoffe
- Veränderungen des Blutbildes - (v.a. der weißen Blutkörperchen, des roten Blutfarbstoffes und der Blutplättchen)
- Porphyrie - (Stoffwechselkrankheit)
- Glucose-6-phosphat-dehydrogenase-Mangel - (spezielle vererbte Stoffwechselstörung)
- Erythema exsudativum multiforme (Stevens-Johnson-Syndrom, schwerer, schmerzhafter Hautausschlag mit Blasenbildung), auch in der Vorgeschichte
Unter Umständen - sprechen Sie hierzu mit Ihrem Arzt oder Apotheker:
- Eingeschränkte Nierenfunktion
- Eingeschränkte Leberfunktion, wie z.B. bei Hepatitis
- Schilddrüsenerkrankungen
Welche Altersgruppe ist zu beachten?
- Säuglinge in den ersten 2 Lebensmonaten: Für diese Altersgruppe liegen keine Dosierungsangaben vor.
Was ist mit Schwangerschaft und Stillzeit?
- Schwangerschaft: Wenden Sie sich an Ihren Arzt. Es spielen verschiedene Überlegungen eine Rolle, ob und wie das Arzneimittel in der Schwangerschaft angewendet werden kann.
- Stillzeit: Wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Er wird Ihre besondere Ausgangslage prüfen und Sie entsprechend beraten, ob und wie Sie mit dem Stillen weitermachen können.
Ist Ihnen das Arzneimittel trotz einer Gegenanzeige verordnet worden, sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker. Der therapeutische Nutzen kann höher sein, als das Risiko, das die Anwendung bei einer Gegenanzeige in sich birgt.
Lagerungsanforderungen
Aufbewahrung
Aufbewahrung
Das Arzneimittel muss
- vor Hitze geschützt
- vor Feuchtigkeit geschützt (z.B. im fest verschlossenen Behältnis)
- im Dunkeln (z.B. im Umkarton)
aufbewahrt werden.
Wichtige Hinweise
Was sollten Sie beachten?
- Das Reaktionsvermögen kann auch bei bestimmungsgemäßem Gebrauch, vor allem in höheren Dosierungen oder in Kombination mit Alkohol, beeinträchtigt sein. Achten Sie vor allem darauf, wenn Sie am Straßenverkehr teilnehmen oder Maschinen (auch im Haushalt) bedienen, mit denen Sie sich verletzen können.
- Der Urin kann verfärbt werden.
- Vermeiden Sie übermäßige UV-Strahlung, z.B. in Solarien oder bei ausgedehnten Sonnenbädern, weil die Haut während der Anwendung des Arzneimittels empfindlicher reagiert.
- Das Arzneimittel darf nicht vorzeitig abgesetzt werden, weil sonst mit einem (erneuten) Ausbruch der Krankheit zu rechnen ist.
- Vorsicht bei Allergie gegen Sulfonamide!
- Es kann Arzneimittel geben, mit denen Wechselwirkungen auftreten. Sie sollten deswegen generell vor der Behandlung mit einem neuen Arzneimittel jedes andere, das Sie bereits anwenden, dem Arzt oder Apotheker angeben. Das gilt auch für Arzneimittel, die Sie selbst kaufen, nur gelegentlich anwenden oder deren Anwendung schon einige Zeit zurückliegt.
Weitere Hinweise aus der Fachinformation
Es gibt verschiedene Erreger, die eine Erkrankung verursachen können. Ob das Arzneimittel gegen die vorliegende Infektion wirksam ist, kann nur der Arzt entscheiden.
Bekannte Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln
Nicht kombinieren mit Präparaten die enthalten: Cetylpyridinium chlorid-1-Wasser Tyrothricin und weitere
Was kann passieren?
Bei Kombination der Arzneimittel kann die Wirkung von diesem Arzneimittel beeinträchtigt werden.
Was ist zu tun?
Die Arzneimittel sollten nicht miteinander kombiniert werden. Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker darüber, welche Maßnahmen erforderlich sind.
Was kann passieren?
Bei Kombination der Arzneimittel können unerwünschte Wirkungen vermehrt auftreten. In diesem Zusammenhang kann es zu Veränderungen des Blutbilds kommen, was sich beispielsweise in Fieber, Hals- und Gliederschmerzen äußern könnte.
Was ist zu tun?
Die Arzneimittel dürfen nicht miteinander kombiniert werden. Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker darüber, welche Maßnahmen erforderlich sind.
Suchen Sie umgehend einen Arzt auf, wenn Sie eine oder mehrere der beschriebenen unerwünschten Wirkungen an sich beobachten.
Nicht kombinieren mit Präparaten die enthalten: Clozapin und weitere
Was kann passieren?
Bei Kombination der Arzneimittel können unerwünschte Wirkungen vermehrt auftreten. In diesem Zusammenhang kann es zu Veränderungen des Blutbilds kommen, was sich beispielsweise in Fieber, Hals- und Gliederschmerzen äußern könnte.
Was ist zu tun?
Die Arzneimittel dürfen nicht miteinander kombiniert werden. Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker darüber, welche Maßnahmen erforderlich sind.
Suchen Sie umgehend einen Arzt auf, wenn Sie eine oder mehrere der beschriebenen unerwünschten Wirkungen an sich beobachten.
Nicht kombinieren mit Präparaten die enthalten: Methotrexat dinatrium Sulfadiazin silber Methotrexat und weitere
Was kann passieren?
Bei Kombination der Arzneimittel kann die Wirkung von diesem Arzneimittel möglicherweise verstärkt und damit die Wahrscheinlichkeit für unerwünschte Wirkungen erhöht werden. In diesem Zusammenhang können Veränderungen des Blutbildes, Fieber, grippeartige Beschwerden, blasse Haut, Erschöpfung, Hautblutungen, Missempfindungen (Kribbeln, Taubheitsgefühl), Schleimhautentzündungen (insbesondere der Mundschleimhaut) bis hin zu Geschwüren und Blutungen im Magen-Darm-Trakt auftreten.
Was ist zu tun?
Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, da bei der Kombination dieser Arzneimittel verstärkte Kontrollen oder weitere Maßnahmen (zum Beispiel geänderte Dosierung, Gabe eines alternativen Arzneimittels) nötig sein können.
Suchen Sie umgehend einen Arzt auf, wenn Sie eine oder mehrere der beschriebenen unerwünschten Wirkungen an sich beobachten.
Wer ist besonders betroffen?
Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion
Nicht kombinieren mit Präparaten die enthalten: Sulfadiazin silber Phenprocoumon und weitere
Was kann passieren?
Bei Kombination der Arzneimittel kann die Wirkung von diesem Arzneimittel innerhalb von 1 - 2 Wochen verstärkt werden. Das Risiko für Blutungen (zum Beispiel Blutergüsse, Nasenbluten, Blut im Urin, Blutungen im Magen-Darm-Trakt (Erbrechen von Blut oder schwarzer Stuhl)) könnte dadurch erhöht werden.
Was ist zu tun?
Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, da — insbesondere zu Beginn, aber auch nach Ende der Behandlung — häufigere Kontrollen der Blutgerinnungsparameter (INR-Wert) oder weitere Maßnahmen (zum Beispiel geänderte Dosierung, Gabe eines alternativen Arzneimittels) nötig sein können.
Wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker, insbesondere wenn Sie Blut in Ihrem Stuhl bemerken.
Wer ist besonders betroffen?
- Ältere Patienten
- Patienten mit
~i- eingeschränkter Nierenfunktion
~i- Leberfunktionsstörung
~i- Blutgerinnungsstörungen
~i- Gefäßläsionen
~i- Mangelernährung
~i- geringem Körpergewicht
~i- Reflux
~i- Herzinnenhautentzündung
~i- bereits aufgetretenen Blutungen in der Krankengeschichte
Nicht kombinieren mit Präparaten die enthalten: Sulfadiazin silber und weitere
Was kann passieren?
Bei Kombination der Arzneimittel können unerwünschte Wirkungen wie Hautreaktionen (zum Beispiel Sonnenbrand) vermehrt auftreten.
Was ist zu tun?
Die Kombination der Arzneimittel wird nicht empfohlen. Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, da weitere Maßnahmen (zum Beispiel geänderte Dosierung, Gabe eines alternativen Arzneimittels) nötig sein können.
Bitte vermeiden Sie direkte Sonneneinstrahlung oder Solarienbesuche und schützen Sie Ihre Haut vor UV-Strahlen durch Sonnencreme mit einem hohen Lichtschutzfaktor und geeignete Kleidung (dunkle Textilien, Kopfbedeckung). Wenn Sie Fragen hierzu haben, wenden Sie sich bitte an Ihren Arzt oder Apotheker.
Nicht kombinieren mit Präparaten die enthalten: Sulfadiazin silber Glibenclamid Gliclazid Gliquidon Glimepirid und weitere
Was kann passieren?
Bei Kombination der Arzneimittel kann die Wirkung von diesem Arzneimittel verstärkt und daher die Häufigkeit von unerwünschten Wirkungen wie zum Beispiel Unterzuckerung erhöht werden. Dies könnte sich beispielsweise in plötzlichem Heißhunger, Schwitzen, Zittern oder Herzklopfen äußern.
Was ist zu tun?
Bitte überprüfen Sie Ihren Blutzucker regelmäßig und sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, da bei der Kombination der Arzneimittel — insbesondere zu Beginn, aber auch nach Ende der Behandlung — eventuell verstärkte Kontrollen oder weitere Maßnahmen (zum Beispiel geänderte Dosierung) nötig sein können.
Wer ist besonders betroffen?
- Frauen
- Ältere Patienten
- Patienten mit mehreren Erkrankungen
Nicht kombinieren mit Präparaten die enthalten: Sulfadiazin silber und weitere
Was kann passieren?
Bei gleichzeitiger Einnahme der Arzneimittel kann die Wirkung von diesem Arzneimittel beeinträchtigt werden.
Was ist zu tun?
Die Arzneimittel sollen mit einem zeitlichen Abstand zueinander eingenommen werden. Nach der letzten Einnahme von diesem Arzneimittel sollten mindestens 3 Tage vergangen sein, bevor Sie ein anderes Arzneimittel einnehmen. Bitte wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie hierzu Fragen haben.
Nicht kombinieren mit Präparaten die enthalten: Sulfadiazin silber Phenytoin und weitere
Was kann passieren?
Bei Kombination der Arzneimittel kann die Wirkung von diesem Arzneimittel — insbesondere zu Beginn der Behandlung - verstärkt werden. In diesem Zusammenhang können beispielsweise Schwindel, Übelkeit, Zittern, Doppeltsehen, Sprech- oder Bewegungsstörungen auftreten.
Was ist zu tun?
Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, da bei der Kombination dieser Arzneimittel verstärkte Kontrollen oder weitere Maßnahmen (zum Beispiel geänderte Dosierung, Gabe eines alternativen Arzneimittels) nötig sein können.
Nicht kombinieren mit Präparaten die enthalten: Sulfadiazin silber und weitere
Was kann passieren?
In diesem Zusammenhang können unerwünschte Wirkungen wie beispielsweise eine Blaufärbung der Haut, Atemnot, Müdigkeit oder Kopfschmerzen vermehrt auftreten.
Was ist zu tun?
Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, da bei der Kombination dieser Arzneimittel verstärkte Kontrollen nötig sein können.
Wer ist besonders betroffen?
Neugeborene und Säuglinge
Nicht kombinieren mit Präparaten die enthalten: Sulfadiazin silber und weitere
Was kann passieren?
Bei gleichzeitiger Einnahme der Arzneimittel kann die Wirkung von diesem Arzneimittel beeinträchtigt werden.
Was ist zu tun?
Die Arzneimittel sollen mit einem zeitlichen Abstand zueinander eingenommen werden. Bitte wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie hierzu Fragen haben.
Nicht kombinieren mit Präparaten die enthalten: Sulfadiazin silber und weitere
Was kann passieren?
Bei Kombination der Arzneimittel kann die Wirkung von diesem Arzneimittel möglicherweise verstärkt und damit die Wahrscheinlichkeit für unerwünschte Wirkungen erhöht werden.
Was ist zu tun?
Bitte denken Sie im vorbereitenden Gespräch auf die bevorstehende Operation daran, alle Arzneimittel, die Sie zur Zeit anwenden oder bis vor kurzem angewendet haben, anzugeben.
Nicht kombinieren mit Präparaten die enthalten: Tyrothricin und weitere
Was kann passieren?
Bei Kombination der Arzneimittel kann die Wirkung von diesem Arzneimittel möglicherweise beeinträchtigt werden.
Was ist zu tun?
Es sind in der Regel keine Maßnahmen erforderlich, die über das Beobachten des Allgemeinbefindens hinausgehen.
Toxoplasmose
Was ist das? - Definition Toxoplasmose ist eine Krankheit, die durch die Infektion mit dem Parasiten Toxoplasma gondii verursacht wird. Die Parasiten werden von Tieren auf den Menschen übertragen. Viele Infektionen verlaufen unbemerkt. Gefährlich kann sie vor allem ungeborene Kinder in der Schwangerschaft und für Menschen mit stark geschwächtem Immunsystem werden.
Krankheitsbild
Toxoplasmose ist eine Krankheit, die durch die Infektion mit dem Parasiten Toxoplasma gondii verursacht wird. Dabei handelt es sich um ein einzelliges Tierchen, das von Tieren oder tierischen Produkten auf den Menschen übertragen wird. Viele Infektionen verlaufen unbemerkt. Wenn Symptome auftreten, ähneln sie oft einem grippalen Infekt. Gefährlich kann eine Toxoplasmose-Infektion allerdings für ungeborene Kinder in der Schwangerschaft und für Menschen mit stark geschwächtem Immunsystem werden.
Symptome / Verlauf
Bei Menschen mit intaktem Immunsystem verläuft die Infektion in den meisten Fällen ohne Beschwerden. Wenn Symptome auftreten, ähneln sie oft einem grippalen Infekt, zum Beispiel mit Fieber, Kopf- und Muskelschmerzen und geschwollenen Lymphknoten im Kopf-Hals-Bereich. Nur selten kommt es zu einer Entzündung am Auge, die das Sehen beeinträchtigen kann, oder zu einer Entzündung des Gehirns. Nach einer Infektion bleibt der Erreger ein Leben lang im Körper, löst aber bei Menschen mit einem intakten Immunsystem keine Beschwerden mehr aus.
Bei Menschen mit geschwächtem Immunsystem kann eine Reaktivierung zu schweren Verläufen führen, zum Beispiel mit Beteiligung des Gehirns oder anderer Organe.
Eine Ansteckung während der Schwangerschaft ist besonders relevant, wenn es sich um eine Erstinfektion handelt: Dann kann der Erreger auf das ungeborene Kind übertragen werden. Das Übertragungsrisiko steigt im Verlauf der Schwangerschaft, schwere Schäden sind jedoch besonders bei Infektionen früh in der Schwangerschaft möglich. Manche Folgen beim Kind können erst Monate oder Jahre nach der Geburt auffallen.
Folgen / Komplikationen
Bei Menschen geschwächtem Immunsystem beispielsweise bei HIV/AIDS, nach Organtransplantation oder unter immunsuppressiver Therapie kann Toxoplasmose lebensbedrohlich werden. Das gilt besonders dann, wenn das Gehirn betroffen ist. Toxoplasmose-Erreger können aber auch die Lunge, die Augen oder andere Organe befallen.
Eine Ansteckung während der Schwangerschaft ist besonders relevant, wenn es sich um eine Erstinfektion handelt: Dann kann der Erreger auf das ungeborene Kind übertragen werden. Besonders im ersten Schwangerschaftsdrittel steigt durch eine Infektion das Risiko für einen Abgang oder eine schwere Fehlbildung und Krankheit des Ungeborenen an. Besonders das Gehirn und die Augen sind oft betroffen. Infizieren sich Babys im späteren Verlauf der Schwangerschaft, ist der Krankheitsverlauf meist leichter. Doch auch wenn infizierte Neugeborene bei der Geburt nicht auffällig sind, entwickeln viele der Kinder später noch Symptome.
Ursachen / Risikofaktoren
Die häufigsten Infektionswege sind:
- der Verzehr von rohem oder unzureichend erhitztem Fleisch beziehungsweise Fleischprodukten mit Parasitenzysten enthalten
- Kontakt mit Katzenkot. Es können sich zwar auch andere Tiere mit dem Erreger anstecken, aber nur Katzen scheiden ihn aus. In Kontakt können Katzenbesitzer beim Reinigen der Katzentoilette kommen. Auch bei der Gartenarbeit oder beim Spielen im Sandkasten ist ein Kontakt mit Katzenkot möglich.
- Verzehr von Lebensmitteln, die mit Erreger verunreinigt sind
Das kann helfen
Das macht der Arzt: Gesunde Menschen benötigen bei unkomplizierter, nach der Geburt erworbener Toxoplasmose häufig keine Therapie. Bei Menschen mit geschwächtem Immunsystem oder wenn die Augen betroffen sind, können antiparasitäre Medikamente eingesetzt werden. Auch bei einer Erstinfektion in der Schwangerschaft beziehungsweise zur Behandlung von Babys nach der Geburt können Ärzte Medikamente einsetzen.
Das kann man selbst tun: Vorbeugung ist besonders wichtig für Schwangere ohne Immunität und für Menschen mit geschwächtem Immunsystem. Folgende Maßnahmen können eine Infektion verhindern:
- Fleisch gut durchgaren
- Auf Rohe Wurst- und Fleischwaren verzichten wie Tartar, Mett, Carpaccio, Mett- oder Teewurst, Salami oder Rohschinken
- Rohes Gemüse und Obst gründlich waschen
- Hände vor dem Essen sowie nach einem Spielplatzbesuch und nach Kontakt mit rohem Fleisch oder Erde waschen.
- Bei Gartenarbeit oder Kontakt mit Erde können Handschuhe sinnvoll sein.
- Katzenklos sollten möglichst nicht von Schwangeren oder immungeschwächten Personen gereinigt werden; wenn doch, dann mit Handschuhen und möglichst täglich, damit infektiöse Stadien gar nicht erst "reifen" können.
- Katzen sollten in dieser Zeit möglichst mit Dosen
- oder Trockenfutter gefüttert werden, nicht mit rohem Fleisch.
Schwangere oder Frauen mit Kinderwunsch können ihr Blut testen lassen, ob sie im Laufe ihres Lebens schon eine Toxoplasmose durchgemacht haben und ob eine Immunität gegen den Erreger besteht. Besteht ein Verdacht auf eine akute Infektion, übernehmen gesetzliche Krankenkassen die Kosten. Ohne diesen Verdacht, handelt es sich um eine Zusatzleistung, die in der Regel selbst bezahlt werden muss. Wer sich dafür interessiert, sollte sich bei seiner Krankenkasse erkundigen.
Bearbeitungsstand: 20.03.2026
Quellenangaben:
Hahn, Kaufmann, Schulz, Suerbaum, Medizinische Mikrobiologie und Infektiologie, Springer, (2009), 6.Auflage - Herold, Innere Medizin, Herold, (2011)
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Tabletten — verschreibungspflichtig.
Detaillierte Anwendungshinweise, Dosierung, Nebenwirkungen und Wechselwirkungen finden Sie unten in den Registerkarten. Beachten Sie stets die Packungsbeilage. Bei Unklarheiten fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.
- PZN:
- 07342123
- Darreichungsform:
- Tabletten (Tabletten)
- Packungsgröße:
- 100 Stück
- Marke:
- SULFADIAZIN
- Hersteller:
- HEYL Chem.-pharm. Fabrik GmbH & Co.KG
- Beipackzettel:
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Rechtlicher Status
Verantwortlicher Wirtschaftsakteur gemäß EU-Verordnung 2023/988
GPSRAnwendungshinweise
Art der Anwendung?
Nehmen Sie das Arzneimittel mit Flüssigkeit (z.B. 1 Glas Wasser) ein.
Dauer der Anwendung?
Die Anwendungsdauer richtet sich nach Art der Beschwerde und/oder Dauer der Erkrankung und wird deshalb nur von Ihrem Arzt bestimmt.
Überdosierung?
Es kann zu einer Vielzahl von Überdosierungserscheinungen kommen, unter anderem zu Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Schwindel und Kopfschmerzen. Setzen Sie sich bei dem Verdacht auf eine Überdosierung umgehend mit einem Arzt in Verbindung.
Einnahme vergessen?
Setzen Sie die Einnahme zum nächsten vorgeschriebenen Zeitpunkt ganz normal (also nicht mit der doppelten Menge) fort.
Generell gilt: Achten Sie vor allem bei Säuglingen, Kleinkindern und älteren Menschen auf eine gewissenhafte Dosierung. Im Zweifelsfalle fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker nach etwaigen Auswirkungen oder Vorsichtsmaßnahmen.
Eine vom Arzt verordnete Dosierung kann von den Angaben der Packungsbeilage abweichen. Da der Arzt sie individuell abstimmt, sollten Sie das Arzneimittel daher nach seinen Anweisungen anwenden.
Dosierung
Da es sich um eine Kombinationstherapie mit verschiedenen Arzneimitteln handelt, wird die Dosierung von Ihrem Arzt bestimmt.
Folgende Dosierungsempfehlungen werden gegeben - die Dosierung für Ihre spezielle Erkrankung besprechen Sie am besten mit Ihrem Arzt:
Für Kinder ab 2 Monaten wird das Arzneimittel von Ihrem Arzt entsprechend dem Körpergewicht dosiert.
Anwendungsgebiete
- Toxoplasmose - (Infektion mit Toxoplasmen (Kleinstlebewesen), die sich bei den meisten Erkrankten wie eine Erkältung äußert)
Detaillierte Dosierung
Personenkreis: Erwachsene, Einzeldosis: 1-2 Tabletten, Gesamtdosis: 4 mal täglich, Zeitpunkt: unabhängig von der Mahlzeit
Wirkstoff
Wirkungsweise
Wie wirkt der Inhaltsstoff des Arzneimittels?
Der Wirkstoff gehört zu den Antibiotika und greift störend in den Stoffwechsel von Erregern der Toxoplasmose ein, indem er den Aufbau von Folsäure verhindert. Im Gegensatz zum Menschen können die Erreger Folsäure nicht aus ihrer Umgebung aufnehmen, sondern müssen sie selbst herstellen. Die Folsäure ist für Wachstum und Vermehrung der Erreger unerlässlich, durch ihr Fehlen stirbt die Erregerkolonie aus. Da der Mensch die Folsäure, welche zur Gruppe der B-Vitamine gehört, mit der Nahrung aufnimmt, bleibt sein Stoffwechsel durch den Wirkstoff weitgehend unbeeinflusst.
Nebenwirkungen
- Magen-Darm-Beschwerden, wie:
- - Übelkeit
- - Erbrechen
- - Durchfälle
- Kopfschmerzen
- Überempfindlichkeitsreaktionen der Haut, wie:
- - Hautausschlag, schwerer
- - Nesselausschlag
- - Syndrom der "verbrühten Haut" (Lyell-Syndrom)
- - Hautrötung
- Erhöhte Lichtempfindlichkeit der Haut
- Durch Gallenstau bedingte Leberschäden - (cholestatische Hepatose)
- Fieber
- Gelenkschmerzen
- Folsäuremangel - (kann sich mit Blutarmut äußern)
Bemerken Sie eine Befindlichkeitsstörung oder Veränderung während der Behandlung, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Für die Information an dieser Stelle werden vor allem Nebenwirkungen berücksichtigt, die bei mindestens einem von 1.000 behandelten Patienten auftreten.
Gegenanzeigen
Was spricht gegen eine Anwendung?
Immer:
- Überempfindlichkeit gegen die Inhaltsstoffe
- Veränderungen des Blutbildes - (v.a. der weißen Blutkörperchen, des roten Blutfarbstoffes und der Blutplättchen)
- Porphyrie - (Stoffwechselkrankheit)
- Glucose-6-phosphat-dehydrogenase-Mangel - (spezielle vererbte Stoffwechselstörung)
- Erythema exsudativum multiforme (Stevens-Johnson-Syndrom, schwerer, schmerzhafter Hautausschlag mit Blasenbildung), auch in der Vorgeschichte
Unter Umständen - sprechen Sie hierzu mit Ihrem Arzt oder Apotheker:
- Eingeschränkte Nierenfunktion
- Eingeschränkte Leberfunktion, wie z.B. bei Hepatitis
- Schilddrüsenerkrankungen
Welche Altersgruppe ist zu beachten?
- Säuglinge in den ersten 2 Lebensmonaten: Für diese Altersgruppe liegen keine Dosierungsangaben vor.
Was ist mit Schwangerschaft und Stillzeit?
- Schwangerschaft: Wenden Sie sich an Ihren Arzt. Es spielen verschiedene Überlegungen eine Rolle, ob und wie das Arzneimittel in der Schwangerschaft angewendet werden kann.
- Stillzeit: Wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Er wird Ihre besondere Ausgangslage prüfen und Sie entsprechend beraten, ob und wie Sie mit dem Stillen weitermachen können.
Ist Ihnen das Arzneimittel trotz einer Gegenanzeige verordnet worden, sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker. Der therapeutische Nutzen kann höher sein, als das Risiko, das die Anwendung bei einer Gegenanzeige in sich birgt.
Lagerungsanforderungen
Aufbewahrung
Aufbewahrung
Das Arzneimittel muss
- vor Hitze geschützt
- vor Feuchtigkeit geschützt (z.B. im fest verschlossenen Behältnis)
- im Dunkeln (z.B. im Umkarton)
aufbewahrt werden.
Wichtige Hinweise
Was sollten Sie beachten?
- Das Reaktionsvermögen kann auch bei bestimmungsgemäßem Gebrauch, vor allem in höheren Dosierungen oder in Kombination mit Alkohol, beeinträchtigt sein. Achten Sie vor allem darauf, wenn Sie am Straßenverkehr teilnehmen oder Maschinen (auch im Haushalt) bedienen, mit denen Sie sich verletzen können.
- Der Urin kann verfärbt werden.
- Vermeiden Sie übermäßige UV-Strahlung, z.B. in Solarien oder bei ausgedehnten Sonnenbädern, weil die Haut während der Anwendung des Arzneimittels empfindlicher reagiert.
- Das Arzneimittel darf nicht vorzeitig abgesetzt werden, weil sonst mit einem (erneuten) Ausbruch der Krankheit zu rechnen ist.
- Vorsicht bei Allergie gegen Sulfonamide!
- Es kann Arzneimittel geben, mit denen Wechselwirkungen auftreten. Sie sollten deswegen generell vor der Behandlung mit einem neuen Arzneimittel jedes andere, das Sie bereits anwenden, dem Arzt oder Apotheker angeben. Das gilt auch für Arzneimittel, die Sie selbst kaufen, nur gelegentlich anwenden oder deren Anwendung schon einige Zeit zurückliegt.
Weitere Hinweise aus der Fachinformation
Es gibt verschiedene Erreger, die eine Erkrankung verursachen können. Ob das Arzneimittel gegen die vorliegende Infektion wirksam ist, kann nur der Arzt entscheiden.
Bekannte Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln
Was kann passieren?
Bei Kombination der Arzneimittel kann die Wirkung von diesem Arzneimittel beeinträchtigt werden.
Was ist zu tun?
Die Arzneimittel sollten nicht miteinander kombiniert werden. Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker darüber, welche Maßnahmen erforderlich sind.
Was kann passieren?
Bei Kombination der Arzneimittel können unerwünschte Wirkungen vermehrt auftreten. In diesem Zusammenhang kann es zu Veränderungen des Blutbilds kommen, was sich beispielsweise in Fieber, Hals- und Gliederschmerzen äußern könnte.
Was ist zu tun?
Die Arzneimittel dürfen nicht miteinander kombiniert werden. Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker darüber, welche Maßnahmen erforderlich sind.
Suchen Sie umgehend einen Arzt auf, wenn Sie eine oder mehrere der beschriebenen unerwünschten Wirkungen an sich beobachten.
Was kann passieren?
Bei Kombination der Arzneimittel können unerwünschte Wirkungen vermehrt auftreten. In diesem Zusammenhang kann es zu Veränderungen des Blutbilds kommen, was sich beispielsweise in Fieber, Hals- und Gliederschmerzen äußern könnte.
Was ist zu tun?
Die Arzneimittel dürfen nicht miteinander kombiniert werden. Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker darüber, welche Maßnahmen erforderlich sind.
Suchen Sie umgehend einen Arzt auf, wenn Sie eine oder mehrere der beschriebenen unerwünschten Wirkungen an sich beobachten.
Was kann passieren?
Bei Kombination der Arzneimittel kann die Wirkung von diesem Arzneimittel möglicherweise verstärkt und damit die Wahrscheinlichkeit für unerwünschte Wirkungen erhöht werden. In diesem Zusammenhang können Veränderungen des Blutbildes, Fieber, grippeartige Beschwerden, blasse Haut, Erschöpfung, Hautblutungen, Missempfindungen (Kribbeln, Taubheitsgefühl), Schleimhautentzündungen (insbesondere der Mundschleimhaut) bis hin zu Geschwüren und Blutungen im Magen-Darm-Trakt auftreten.
Was ist zu tun?
Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, da bei der Kombination dieser Arzneimittel verstärkte Kontrollen oder weitere Maßnahmen (zum Beispiel geänderte Dosierung, Gabe eines alternativen Arzneimittels) nötig sein können.
Suchen Sie umgehend einen Arzt auf, wenn Sie eine oder mehrere der beschriebenen unerwünschten Wirkungen an sich beobachten.
Wer ist besonders betroffen?
Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion
Was kann passieren?
Bei Kombination der Arzneimittel kann die Wirkung von diesem Arzneimittel innerhalb von 1 - 2 Wochen verstärkt werden. Das Risiko für Blutungen (zum Beispiel Blutergüsse, Nasenbluten, Blut im Urin, Blutungen im Magen-Darm-Trakt (Erbrechen von Blut oder schwarzer Stuhl)) könnte dadurch erhöht werden.
Was ist zu tun?
Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, da — insbesondere zu Beginn, aber auch nach Ende der Behandlung — häufigere Kontrollen der Blutgerinnungsparameter (INR-Wert) oder weitere Maßnahmen (zum Beispiel geänderte Dosierung, Gabe eines alternativen Arzneimittels) nötig sein können.
Wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker, insbesondere wenn Sie Blut in Ihrem Stuhl bemerken.
Wer ist besonders betroffen?
- Ältere Patienten
- Patienten mit
~i- eingeschränkter Nierenfunktion
~i- Leberfunktionsstörung
~i- Blutgerinnungsstörungen
~i- Gefäßläsionen
~i- Mangelernährung
~i- geringem Körpergewicht
~i- Reflux
~i- Herzinnenhautentzündung
~i- bereits aufgetretenen Blutungen in der Krankengeschichte
Was kann passieren?
Bei Kombination der Arzneimittel können unerwünschte Wirkungen wie Hautreaktionen (zum Beispiel Sonnenbrand) vermehrt auftreten.
Was ist zu tun?
Die Kombination der Arzneimittel wird nicht empfohlen. Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, da weitere Maßnahmen (zum Beispiel geänderte Dosierung, Gabe eines alternativen Arzneimittels) nötig sein können.
Bitte vermeiden Sie direkte Sonneneinstrahlung oder Solarienbesuche und schützen Sie Ihre Haut vor UV-Strahlen durch Sonnencreme mit einem hohen Lichtschutzfaktor und geeignete Kleidung (dunkle Textilien, Kopfbedeckung). Wenn Sie Fragen hierzu haben, wenden Sie sich bitte an Ihren Arzt oder Apotheker.
Was kann passieren?
Bei Kombination der Arzneimittel kann die Wirkung von diesem Arzneimittel verstärkt und daher die Häufigkeit von unerwünschten Wirkungen wie zum Beispiel Unterzuckerung erhöht werden. Dies könnte sich beispielsweise in plötzlichem Heißhunger, Schwitzen, Zittern oder Herzklopfen äußern.
Was ist zu tun?
Bitte überprüfen Sie Ihren Blutzucker regelmäßig und sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, da bei der Kombination der Arzneimittel — insbesondere zu Beginn, aber auch nach Ende der Behandlung — eventuell verstärkte Kontrollen oder weitere Maßnahmen (zum Beispiel geänderte Dosierung) nötig sein können.
Wer ist besonders betroffen?
- Frauen
- Ältere Patienten
- Patienten mit mehreren Erkrankungen
Was kann passieren?
Bei gleichzeitiger Einnahme der Arzneimittel kann die Wirkung von diesem Arzneimittel beeinträchtigt werden.
Was ist zu tun?
Die Arzneimittel sollen mit einem zeitlichen Abstand zueinander eingenommen werden. Nach der letzten Einnahme von diesem Arzneimittel sollten mindestens 3 Tage vergangen sein, bevor Sie ein anderes Arzneimittel einnehmen. Bitte wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie hierzu Fragen haben.
Was kann passieren?
Bei Kombination der Arzneimittel kann die Wirkung von diesem Arzneimittel — insbesondere zu Beginn der Behandlung - verstärkt werden. In diesem Zusammenhang können beispielsweise Schwindel, Übelkeit, Zittern, Doppeltsehen, Sprech- oder Bewegungsstörungen auftreten.
Was ist zu tun?
Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, da bei der Kombination dieser Arzneimittel verstärkte Kontrollen oder weitere Maßnahmen (zum Beispiel geänderte Dosierung, Gabe eines alternativen Arzneimittels) nötig sein können.
Was kann passieren?
In diesem Zusammenhang können unerwünschte Wirkungen wie beispielsweise eine Blaufärbung der Haut, Atemnot, Müdigkeit oder Kopfschmerzen vermehrt auftreten.
Was ist zu tun?
Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, da bei der Kombination dieser Arzneimittel verstärkte Kontrollen nötig sein können.
Wer ist besonders betroffen?
Neugeborene und Säuglinge
Was kann passieren?
Bei gleichzeitiger Einnahme der Arzneimittel kann die Wirkung von diesem Arzneimittel beeinträchtigt werden.
Was ist zu tun?
Die Arzneimittel sollen mit einem zeitlichen Abstand zueinander eingenommen werden. Bitte wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie hierzu Fragen haben.
Was kann passieren?
Bei Kombination der Arzneimittel kann die Wirkung von diesem Arzneimittel möglicherweise verstärkt und damit die Wahrscheinlichkeit für unerwünschte Wirkungen erhöht werden.
Was ist zu tun?
Bitte denken Sie im vorbereitenden Gespräch auf die bevorstehende Operation daran, alle Arzneimittel, die Sie zur Zeit anwenden oder bis vor kurzem angewendet haben, anzugeben.
Was kann passieren?
Bei Kombination der Arzneimittel kann die Wirkung von diesem Arzneimittel möglicherweise beeinträchtigt werden.
Was ist zu tun?
Es sind in der Regel keine Maßnahmen erforderlich, die über das Beobachten des Allgemeinbefindens hinausgehen.
Toxoplasmose
Was ist das? - Definition Toxoplasmose ist eine Krankheit, die durch die Infektion mit dem Parasiten Toxoplasma gondii verursacht wird. Die Parasiten werden von Tieren auf den Menschen übertragen. Viele Infektionen verlaufen unbemerkt. Gefährlich kann sie vor allem ungeborene Kinder in der Schwangerschaft und für Menschen mit stark geschwächtem Immunsystem werden.
Krankheitsbild
Toxoplasmose ist eine Krankheit, die durch die Infektion mit dem Parasiten Toxoplasma gondii verursacht wird. Dabei handelt es sich um ein einzelliges Tierchen, das von Tieren oder tierischen Produkten auf den Menschen übertragen wird. Viele Infektionen verlaufen unbemerkt. Wenn Symptome auftreten, ähneln sie oft einem grippalen Infekt. Gefährlich kann eine Toxoplasmose-Infektion allerdings für ungeborene Kinder in der Schwangerschaft und für Menschen mit stark geschwächtem Immunsystem werden.
Symptome / Verlauf
Bei Menschen mit intaktem Immunsystem verläuft die Infektion in den meisten Fällen ohne Beschwerden. Wenn Symptome auftreten, ähneln sie oft einem grippalen Infekt, zum Beispiel mit Fieber, Kopf- und Muskelschmerzen und geschwollenen Lymphknoten im Kopf-Hals-Bereich. Nur selten kommt es zu einer Entzündung am Auge, die das Sehen beeinträchtigen kann, oder zu einer Entzündung des Gehirns. Nach einer Infektion bleibt der Erreger ein Leben lang im Körper, löst aber bei Menschen mit einem intakten Immunsystem keine Beschwerden mehr aus.
Bei Menschen mit geschwächtem Immunsystem kann eine Reaktivierung zu schweren Verläufen führen, zum Beispiel mit Beteiligung des Gehirns oder anderer Organe.
Eine Ansteckung während der Schwangerschaft ist besonders relevant, wenn es sich um eine Erstinfektion handelt: Dann kann der Erreger auf das ungeborene Kind übertragen werden. Das Übertragungsrisiko steigt im Verlauf der Schwangerschaft, schwere Schäden sind jedoch besonders bei Infektionen früh in der Schwangerschaft möglich. Manche Folgen beim Kind können erst Monate oder Jahre nach der Geburt auffallen.
Folgen / Komplikationen
Bei Menschen geschwächtem Immunsystem beispielsweise bei HIV/AIDS, nach Organtransplantation oder unter immunsuppressiver Therapie kann Toxoplasmose lebensbedrohlich werden. Das gilt besonders dann, wenn das Gehirn betroffen ist. Toxoplasmose-Erreger können aber auch die Lunge, die Augen oder andere Organe befallen.
Eine Ansteckung während der Schwangerschaft ist besonders relevant, wenn es sich um eine Erstinfektion handelt: Dann kann der Erreger auf das ungeborene Kind übertragen werden. Besonders im ersten Schwangerschaftsdrittel steigt durch eine Infektion das Risiko für einen Abgang oder eine schwere Fehlbildung und Krankheit des Ungeborenen an. Besonders das Gehirn und die Augen sind oft betroffen. Infizieren sich Babys im späteren Verlauf der Schwangerschaft, ist der Krankheitsverlauf meist leichter. Doch auch wenn infizierte Neugeborene bei der Geburt nicht auffällig sind, entwickeln viele der Kinder später noch Symptome.
Ursachen / Risikofaktoren
Die häufigsten Infektionswege sind:
- der Verzehr von rohem oder unzureichend erhitztem Fleisch beziehungsweise Fleischprodukten mit Parasitenzysten enthalten
- Kontakt mit Katzenkot. Es können sich zwar auch andere Tiere mit dem Erreger anstecken, aber nur Katzen scheiden ihn aus. In Kontakt können Katzenbesitzer beim Reinigen der Katzentoilette kommen. Auch bei der Gartenarbeit oder beim Spielen im Sandkasten ist ein Kontakt mit Katzenkot möglich.
- Verzehr von Lebensmitteln, die mit Erreger verunreinigt sind
Das kann helfen
Das macht der Arzt: Gesunde Menschen benötigen bei unkomplizierter, nach der Geburt erworbener Toxoplasmose häufig keine Therapie. Bei Menschen mit geschwächtem Immunsystem oder wenn die Augen betroffen sind, können antiparasitäre Medikamente eingesetzt werden. Auch bei einer Erstinfektion in der Schwangerschaft beziehungsweise zur Behandlung von Babys nach der Geburt können Ärzte Medikamente einsetzen.
Das kann man selbst tun: Vorbeugung ist besonders wichtig für Schwangere ohne Immunität und für Menschen mit geschwächtem Immunsystem. Folgende Maßnahmen können eine Infektion verhindern:
- Fleisch gut durchgaren
- Auf Rohe Wurst- und Fleischwaren verzichten wie Tartar, Mett, Carpaccio, Mett- oder Teewurst, Salami oder Rohschinken
- Rohes Gemüse und Obst gründlich waschen
- Hände vor dem Essen sowie nach einem Spielplatzbesuch und nach Kontakt mit rohem Fleisch oder Erde waschen.
- Bei Gartenarbeit oder Kontakt mit Erde können Handschuhe sinnvoll sein.
- Katzenklos sollten möglichst nicht von Schwangeren oder immungeschwächten Personen gereinigt werden; wenn doch, dann mit Handschuhen und möglichst täglich, damit infektiöse Stadien gar nicht erst "reifen" können.
- Katzen sollten in dieser Zeit möglichst mit Dosen
- oder Trockenfutter gefüttert werden, nicht mit rohem Fleisch.
Schwangere oder Frauen mit Kinderwunsch können ihr Blut testen lassen, ob sie im Laufe ihres Lebens schon eine Toxoplasmose durchgemacht haben und ob eine Immunität gegen den Erreger besteht. Besteht ein Verdacht auf eine akute Infektion, übernehmen gesetzliche Krankenkassen die Kosten. Ohne diesen Verdacht, handelt es sich um eine Zusatzleistung, die in der Regel selbst bezahlt werden muss. Wer sich dafür interessiert, sollte sich bei seiner Krankenkasse erkundigen.
Bearbeitungsstand: 20.03.2026
Quellenangaben:
Hahn, Kaufmann, Schulz, Suerbaum, Medizinische Mikrobiologie und Infektiologie, Springer, (2009), 6.Auflage - Herold, Innere Medizin, Herold, (2011)
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.