SULFASALAZIN-Heyl magensaftres.Filmtabletten
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Pharmazeutische Informationen
Filmtabletten magensaftresistent — verschreibungspflichtig.
Detaillierte Anwendungshinweise, Dosierung, Nebenwirkungen und Wechselwirkungen finden Sie unten in den Registerkarten. Beachten Sie stets die Packungsbeilage. Bei Unklarheiten fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.
- PZN:
- 04939381
- Darreichungsform:
- Filmtabletten magensaftresistent (Tabletten, magensaftgeschützte)
- Packungsgröße:
- 100 Stück
- Marke:
- SULFASALAZIN-Heyl
- Hersteller:
- HEYL Chem.-pharm. Fabrik GmbH & Co.KG
- Generikum:
-
Ja
- Beipackzettel:
- PDF öffnen
Rechtlicher Status
Verantwortlicher Wirtschaftsakteur gemäß EU-Verordnung 2023/988
GPSRAnwendungshinweise
Die Gesamtdosis sollte nicht ohne Rücksprache mit einem Arzt oder Apotheker überschritten werden.
Art der Anwendung?
Nehmen Sie das Arzneimittel mit Flüssigkeit (z.B. 1 Glas Wasser) ein.
Dauer der Anwendung?
Die Anwendungsdauer richtet sich nach Art der Beschwerde und/oder Dauer der Erkrankung und wird deshalb nur von Ihrem Arzt bestimmt. Prinzipiell ist die Dauer der Anwendung zeitlich nicht begrenzt, das Arzneimittel kann daher längerfristig angewendet werden.
Überdosierung?
Überdosierungserscheinungen sind derzeit nicht bekannt. Im Zweifelsfall wenden Sie sich an Ihren Arzt.
Einnahme vergessen?
Setzen Sie die Einnahme zum nächsten vorgeschriebenen Zeitpunkt ganz normal (also nicht mit der doppelten Menge) fort.
Generell gilt: Achten Sie vor allem bei Säuglingen, Kleinkindern und älteren Menschen auf eine gewissenhafte Dosierung. Im Zweifelsfalle fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker nach etwaigen Auswirkungen oder Vorsichtsmaßnahmen.
Eine vom Arzt verordnete Dosierung kann von den Angaben der Packungsbeilage abweichen. Da der Arzt sie individuell abstimmt, sollten Sie das Arzneimittel daher nach seinen Anweisungen anwenden.
Dosierung
In Absprache mit Ihrem Arzt könnte, abhängig von Ihrer Erkrankung und dem Stadium der Behandlung, die Dosierung folgendermaßen aussehen:
1. Therapiewoche:
2. Therapiewoche:
3. Therapiewoche:
Ab der 4. Therapiewoche:
Höchstdosis: Unter ärztlicher Aufsicht kann die Dosierung erhöht werden.
Für Kinder ab 6 Jahren wird das Arzneimittel entsprechend dem Körpergewicht dosiert.
Anwendungsgebiete
- Chronische Polyarthritis
- Juvenile Arthritis (jugendliche Form der chronischen Gelenkentzündung)
Detaillierte Dosierung
Personenkreis: Erwachsene, Einzeldosis: 1 Tablette, Gesamtdosis: 1-mal täglich, Zeitpunkt: abends, vor der Mahlzeit (mind. 1 Stunde)
Personenkreis: Erwachsene, Einzeldosis: 1 Tablette, Gesamtdosis: 2-mal täglich, Zeitpunkt: morgens und abends, vor der Mahlzeit (mind. 1 Stunde)
Personenkreis: Erwachsene, Einzeldosis: 1 bzw. 2 Tabletten, Gesamtdosis: 2-mal täglich, Zeitpunkt: 1 Tablette morgens und 2 Tabletten abends, vor der Mahlzeit (mind. 1 Stunde)
Personenkreis: Erwachsene, Einzeldosis: 2 Tabletten, Gesamtdosis: 2-mal täglich, Zeitpunkt: morgens und abends, vor der Mahlzeit (mind. 1 Stunde)
Wirkstoff
Wirkungsweise
Wie wirkt der Inhaltsstoff des Arzneimittels?
Der Wirkstoff hemmt Entzündungen. Er unterdrückt die Bildung von Botenstoffen, die im Körper maßgeblich bei der Entstehung von Entzündungen beteiligt sind.
Nebenwirkungen
Welche unerwünschten Wirkungen können auftreten?
- Magen-Darm-Beschwerden, wie:
- Übelkeit
- Erbrechen
- Durchfälle
- Blähungen
- Bauchschmerzen
- Geschmacksstörungen
- Appetitlosigkeit
- Entzündung der Bauchspeicheldrüse
- Kopfschmerzen
- Schwindel
- Müdigkeit
- Benommenheit
- Konzentrationsstörungen
- Schlaflosigkeit
- Depressionen
- Tinnitus (Ohrgeräusche)
- Bindehautentzündung
- Nervenschädigungen
- Überempfindlichkeitsreaktionen der Haut, wie:
- Juckreiz
- Hautausschlag
- Nesselausschlag
- Bluthochdruck
- Herzklopfen
- Husten
- Asthma bronchiale
- Anfälle von Atemnot
- Anstieg der Leberwerte
- Veränderung des Blutbildes, wie:
- Anämie (Blutarmut)
- Leukopenie (Verminderung der Anzahl der weißen Blutkörperchen), erste Anzeichen können Halsschmerzen oder Fieber sein: Wenden Sie sich bei Auftreten solcher Anzeichen sofort an Ihren Arzt.
- Thrombozytopenie (Verminderung der Anzahl der Blutplättchen)
- Methämoglobinämie (vermind. Sauerstofftransport der roten Blutkörperchen)
- Panzytopenie (Verminderung der Anzahl aller Blutkörperchen)
- Agranulozytose (stark verminderte Anzahl bestimmter weißer Blutkörperchen) - erste Anzeichen sind grippeähnliche Symptome, wie: Fieber, Halsschmerzen, Zahnfleisch- und Mundschleimhautentzündungen; bei Auftreten bitte sofort einen Arzt aufsuchen.
- Gelenkschmerzen
- Fieber
- Allgemeine Schwäche
- Kleinfleckige Haut- und Schleimhauteinblutungen (Purpura)
- Erhöhte Lichtempfindlichkeit der Haut
- Haarausfall mit Glatzenbildung (Alopezie)
- Spontan auftretende (Schleim-) Haut-Schwellung (Angioödem)
- Erhöhte Eiweißausscheidung im Urin (Proteinurie)
- Autoimmunerkrankung mit Entzündungen der Haut und Organe (SLE)
Da die Zeugungsfähigkeit des Mannes während der Behandlungszeit abnehmen kann, sollten Sie sich bei Kinderwunsch an Ihren Arzt wenden.
Bemerken Sie eine Befindlichkeitsstörung oder Veränderung während der Behandlung, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Für die Information an dieser Stelle werden vor allem Nebenwirkungen berücksichtigt, die bei mindestens einem von 1.000 behandelten Patienten auftreten.
Gegenanzeigen
Was spricht gegen eine Anwendung?
Immer:
- Überempfindlichkeit gegen die Inhaltsstoffe
- Erkrankungen der Blut bildenden Organe, zum Beispiel des Knochenmarks
- Porphyrie - (Stoffwechselkrankheit)
- Eingeschränkte Leberfunktion
- Eingeschränkte Nierenfunktion
- Glucose-6-phosphat-dehydrogenase-Mangel - (spezielle vererbte Stoffwechselstörung)
- Abnahme der weißen Blutkörperchen
- Thrombozytopenie (Verminderte Anzahl an Blutplättchen)
- Darmverschluss
- Gefäßentzündung und scheibenartige Rötung (Erythema exsudativum multiforme)
Unter Umständen - sprechen Sie hierzu mit Ihrem Arzt oder Apotheker:
- Asthma bronchiale
Welche Altersgruppe ist zu beachten?
- Kinder unter 6 Jahren: Das Arzneimittel darf nicht angewendet werden.
Was ist mit Schwangerschaft und Stillzeit?
- Schwangerschaft: Wenden Sie sich an Ihren Arzt. Es spielen verschiedene Überlegungen eine Rolle, ob und wie das Arzneimittel in der Schwangerschaft angewendet werden kann.
- Stillzeit: Wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Er wird Ihre besondere Ausgangslage prüfen und Sie entsprechend beraten, ob und wie Sie mit dem Stillen weitermachen können.
Ist Ihnen das Arzneimittel trotz einer Gegenanzeige verordnet worden, sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker. Der therapeutische Nutzen kann höher sein, als das Risiko, das die Anwendung bei einer Gegenanzeige in sich birgt.
Lagerungsanforderungen
Aufbewahrung
Aufbewahrung
Das Arzneimittel muss vor Hitze geschützt aufbewahrt werden.
Wichtige Hinweise
Was sollten Sie beachten?
- Das Reaktionsvermögen kann auch bei bestimmungsgemäßem Gebrauch, vor allem in höheren Dosierungen oder in Kombination mit Alkohol, beeinträchtigt sein. Achten Sie vor allem darauf, wenn Sie am Straßenverkehr teilnehmen oder Maschinen (auch im Haushalt) bedienen, mit denen Sie sich verletzen können.
- Der Urin kann verfärbt werden.
- Vermeiden Sie übermäßige UV-Strahlung, z.B. in Solarien oder bei ausgedehnten Sonnenbädern, weil die Haut während der Anwendung des Arzneimittels empfindlicher reagiert.
- Das Blutbild muss während der gesamten Behandlung und ggf. nach Beendigung der Behandlung überwacht werden.
- Vorsicht bei Allergie gegen Sulfonamide!
- Vorsicht bei Allergie gegen Bindemittel (z.B. Carboxymethylcellulose mit der E-Nummer E 466)!
- Es kann Arzneimittel geben, mit denen Wechselwirkungen auftreten. Sie sollten deswegen generell vor der Behandlung mit einem neuen Arzneimittel jedes andere, das Sie bereits anwenden, dem Arzt oder Apotheker angeben. Das gilt auch für Arzneimittel, die Sie selbst kaufen, nur gelegentlich anwenden oder deren Anwendung schon einige Zeit zurückliegt.
Bekannte Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln
Was kann passieren?
Bei Kombination der Arzneimittel können unerwünschte Wirkungen vermehrt auftreten. In diesem Zusammenhang kann es zu Veränderungen des Blutbilds kommen, was sich beispielsweise in Fieber, Hals- und Gliederschmerzen äußern könnte.
Was ist zu tun?
Die Arzneimittel dürfen nicht miteinander kombiniert werden. Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker darüber, welche Maßnahmen erforderlich sind.
Suchen Sie umgehend einen Arzt auf, wenn Sie eine oder mehrere der beschriebenen unerwünschten Wirkungen an sich beobachten.
Nicht kombinieren mit Präparaten die enthalten: Clozapin und weitere
Was kann passieren?
Bei Kombination der Arzneimittel können unerwünschte Wirkungen vermehrt auftreten. In diesem Zusammenhang kann es zu Veränderungen des Blutbilds kommen, was sich beispielsweise in Fieber, Hals- und Gliederschmerzen äußern könnte.
Was ist zu tun?
Die Arzneimittel dürfen nicht miteinander kombiniert werden. Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker darüber, welche Maßnahmen erforderlich sind.
Suchen Sie umgehend einen Arzt auf, wenn Sie eine oder mehrere der beschriebenen unerwünschten Wirkungen an sich beobachten.
Nicht kombinieren mit Präparaten die enthalten: Phenprocoumon und weitere
Was kann passieren?
Bei Kombination der Arzneimittel kann die Wirkung von diesem Arzneimittel möglicherweise beeinflusst werden. Das Risiko für Blutungen (zum Beispiel Blutergüsse oder Nasenbluten), aber auch für Blutgerinnsel (Thrombose) könnte dadurch erhöht werden. In diesem Zusammenhang können Schwellungen, Schmerzen oder Schweregefühl an bestimmten Körperregionen auftreten.
Was ist zu tun?
Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, da eventuell häufigere Kontrollen der Blutgerinnungsparameter (INR-Wert) oder weitere Maßnahmen (zum Beispiel geänderte Dosierung) nötig sein können.
Suchen Sie umgehend einen Arzt auf, wenn Sie eines oder mehrere der beschriebenen Symptome an sich beobachten.
Wer ist besonders betroffen?
- Ältere Patienten
- Patienten mit
~i- eingeschränkter Nierenfunktion
~i- Leberfunktionsstörung
~i- Blutgerinnungsstörungen
~i- Gefäßläsionen
~i- Mangelernährung
~i- geringem Körpergewicht
~i- Reflux
~i- Herzinnenhautentzündung
~i- bereits aufgetretenen Blutungen in der Krankengeschichte
Nicht kombinieren mit Präparaten die enthalten: Azathioprin Mercaptopurin-1-Wasser und weitere
Was kann passieren?
Bei Kombination der Arzneimittel können unerwünschte Wirkungen wie Veränderungen des Blutbilds vermehrt auftreten, was sich beispielsweise in Fieber, Hals- und Gliederschmerzen äußern könnte.
Was ist zu tun?
Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, da bei der Kombination dieser Arzneimittel verstärkte Kontrollen nötig sein können.
Suchen Sie umgehend einen Arzt auf, wenn Sie eines oder mehrere der beschriebenen Symptome an sich beobachten.
Wer ist besonders betroffen?
Patienten mit erblich bedingter verminderter oder fehlender Aktivität der Thiopurinmethyltransferase (TPMT)
Nicht kombinieren mit Präparaten die enthalten: Glibenclamid Gliclazid Gliquidon Glimepirid und weitere
Was kann passieren?
Bei Kombination der Arzneimittel kann die Wirkung von diesem Arzneimittel verstärkt und daher die Häufigkeit von unerwünschten Wirkungen wie zum Beispiel Unterzuckerung erhöht werden. Dies könnte sich beispielsweise in plötzlichem Heißhunger, Schwitzen, Zittern oder Herzklopfen äußern.
Was ist zu tun?
Bitte überprüfen Sie Ihren Blutzucker regelmäßig und sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, da bei der Kombination der Arzneimittel — insbesondere zu Beginn, aber auch nach Ende der Behandlung — eventuell verstärkte Kontrollen oder weitere Maßnahmen (zum Beispiel geänderte Dosierung) nötig sein können.
Wer ist besonders betroffen?
- Frauen
- Ältere Patienten
- Patienten mit mehreren Erkrankungen
Was kann passieren?
Bei Kombination der Arzneimittel kann die Wirkung von diesem Arzneimittel möglicherweise beeinträchtigt werden.
Was ist zu tun?
Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, da bei der Kombination dieser Arzneimittel eventuell verstärkte Kontrollen oder weitere Maßnahmen (zum Beispiel Gabe eines alternativen Arzneimittels) nötig sein können.
Was kann passieren?
Bei Kombination der Arzneimittel kann die Wirkung von diesem Arzneimittel verstärkt und damit die Wahrscheinlichkeit für unerwünschte Wirkungen erhöht werden.
Was ist zu tun?
Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, da bei der Kombination dieser Arzneimittel verstärkte Kontrollen oder weitere Maßnahmen (zum Beispiel geänderte Dosierung) nötig sein können.
Was kann passieren?
Bei gleichzeitiger Einnahme der Arzneimittel kann die Wirkung von diesem Arzneimittel beeinträchtigt werden.
Was ist zu tun?
Die Arzneimittel sollen mit einem zeitlichen Abstand zueinander eingenommen werden. Nach der letzten Einnahme von diesem Arzneimittel sollten mindestens 3 Tage vergangen sein, bevor Sie ein anderes Arzneimittel einnehmen. Bitte wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie hierzu Fragen haben.
Was kann passieren?
In diesem Zusammenhang können unerwünschte Wirkungen wie beispielsweise eine Blaufärbung der Haut, Atemnot, Müdigkeit oder Kopfschmerzen vermehrt auftreten.
Was ist zu tun?
Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, da bei der Kombination dieser Arzneimittel verstärkte Kontrollen nötig sein können.
Wer ist besonders betroffen?
Neugeborene und Säuglinge
Nicht kombinieren mit Präparaten die enthalten: Leflunomid Teriflunomid Lapatinib ditosilat-1-Wasser Afatinib dimaleat Vismodegib Vemurafenib und weitere
Was kann passieren?
Bei Kombination der Arzneimittel kann die Wirkung von diesem Arzneimittel möglicherweise verstärkt und damit die Wahrscheinlichkeit für unerwünschte Wirkungen erhöht werden. In diesem Zusammenhang kann es zu gastrointestinalen Störungen, Müdigkeit, Verminderung der Spermien bei Männern, erhöhten Leberwerten oder Hautausschlag kommen.
Was ist zu tun?
Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, da bei der Kombination dieser Arzneimittel eventuell verstärkte Kontrollen nötig sein können.
Nicht kombinieren mit Präparaten die enthalten: Trametinib-Dimethylsulfoxid (1:1) und weitere
Was kann passieren?
Bei gleichzeitiger Einnahme der Arzneimittel kann die Wirkung von diesem Arzneimittel verstärkt werden.
Was ist zu tun?
Die Arzneimittel sollten mit einem Abstand von 2 Stunden zueinander eingenommen werden. Bitte wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie hierzu Fragen haben.
Was kann passieren?
Bei Kombination der Arzneimittel kann die Wirkung von diesem Arzneimittel möglicherweise beeinträchtigt werden.
Was ist zu tun?
Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, da bei der Kombination dieser Arzneimittel eventuell verstärkte Kontrollen oder weitere Maßnahmen (zum Beispiel Gabe eines alternativen Arzneimittels) nötig sein können.
Was kann passieren?
Bei Kombination der Arzneimittel kann die Wirkung von diesem Arzneimittel beeinträchtigt werden.
Was ist zu tun?
Die Kombination der Arzneimittel sollte mit Ihrem Arzt abgestimmt sein. Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker darüber, welche Maßnahmen erforderlich sind.
Nicht kombinieren mit Präparaten die enthalten: Tolvaptan und weitere
Was kann passieren?
Bei Kombination der Arzneimittel kann die Wirkung von diesem Arzneimittel möglicherweise verstärkt werden.
Was ist zu tun?
Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, da bei der Kombination dieser Arzneimittel eventuell verstärkte Kontrollen nötig sein können.
Was kann passieren?
Bei Kombination der Arzneimittel kann die Wirksamkeit von diesem Arzneimittel möglicherweise beeinträchtigt werden.
Was ist zu tun?
Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, da bei der Kombination dieser Arzneimittel verstärkte Kontrollen nötig sein können.
Nicht kombinieren mit Präparaten die enthalten: Digoxin \b63-Acetyldigoxin und weitere
Was kann passieren?
Bei Kombination der Arzneimittel kann die Wirkung von diesem Arzneimittel möglicherweise beeinträchtigt werden.
Was ist zu tun?
Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, da bei der Kombination dieser Arzneimittel eventuell verstärkte Kontrollen nötig sein können.
Rheuma
Was ist das? - Definition Rheuma ist ein Sammelbegriff für über 100 Erkrankungen, die vor allem den Bewegungsapparat betreffen. Dazu zählen Gelenke, Muskeln, Sehnen und Knochen, aber auch Organe, Haut und das Immunsystem. Rheuma verläuft oft chronisch und verursacht Schmerzen, Entzündungen und Bewegungseinschränkungen. Eine frühzeitige Diagnose kann Folgeschäden verhindern.
Krankheitsbild
Rheuma ist keine einzelne Krankheit, sondern umfasst viele unterschiedliche Erkrankungen. Zu den häufigsten Formen zählen entzündlich-rheumatische Erkrankungen wie rheumatoide Arthritis, Morbus Bechterew oder Psoriasis-Arthritis. Daneben gibt es degenerative Formen wie Arthrose, Weichteilrheuma wie Fibromyalgie und stoffwechselbedingte Erkrankungen wie Gicht.
Auch autoimmunbedingte Systemerkrankungen wie Lupus erythematodes zählen dazu. Rheuma kann nicht nur Gelenke betreffen, sondern auch Haut, Augen, Blutgefäße oder innere Organe. In Deutschland leben rund 20 Millionen Menschen mit einer rheumatischen Erkrankung. Selbst Kinder können betroffen sein, etwa bei der juvenilen idiopathischen Arthritis.
Symptome und Verlauf
So vielfältig die betroffenen Teile des Körpers, so vielfältig die möglichen Beschwerden. Häufig beginnt es mit Gelenkschmerzen, besonders morgens oder nach Ruhephasen. Die Gelenke sind oft steif, geschwollen und gerötet. Ebenfalls typisch: die Morgensteifigkeit, die länger als 30 Minuten anhält. Auch allgemeine Symptome wie Müdigkeit, leichtes Fieber oder Appetitlosigkeit können auftreten.
Der Verlauf hängt von der jeweiligen Erkrankung ab. Viele Formen verlaufen chronisch und in Schüben. Schmerzen und Entzündungen beginnen oft an kleinen Gelenken wie Fingern oder Händen. Mit der Zeit können dauerhafte Schäden entstehen. Manche Formen betreffen auch Organe oder die Haut. Eine frühzeitige Behandlung kann den Verlauf deutlich verlangsamen.
Folgen und Komplikationen
Unbehandelt kann Rheuma zu schweren Komplikationen führen. Gelenke können sich verformen oder versteifen, Knochen werden geschädigt. Auch Osteoporose, also ein Knochenschwund, zählt zu den möglichen Folgen. Das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen erhöht sich. Viele Betroffene leiden unter chronischer Erschöpfung oder psychischen Belastungen wie Depressionen.
Bei Kindern kann Rheuma zu Wachstumsstörungen führen. Auch Augenentzündungen oder Organschäden sind möglich. Deshalb ist eine frühzeitige Diagnose besonders wichtig. Je früher die Therapie beginnt, desto besser sind die Chancen auf einen milden Verlauf.
Ursachen und Risikofaktoren
Die genauen Ursachen kennt die Forschung oft noch nicht eindeutig. Viele rheumatische Erkrankungen gelten als Autoimmunerkrankungen. Hier greift das Immunsystem körpereigene Strukturen an. Genetische Veranlagung spielt eine Rolle, ebenso Umweltfaktoren wie Infektionen, Rauchen oder Stress. Auch hormonelle Einflüsse und die Darmflora werden diskutiert.
0Zu den wichtigen Risikofaktoren zählen:
- Familiäre Vorbelastung
- Rauchen
- Ungesunde Ernährung
- Bewegungsmangel
- Übergewicht
- Chronischer Stress
Ein gesunder Lebensstil kann helfen, das Risiko zu senken und den Verlauf positiv zu beeinflussen. Das gilt besonders bei genetischer Veranlagung.
Das kann helfen
Was der Arzt tun kann: Die Diagnose erfolgt durch Untersuchung, Bluttests und Bildgebung. Je nach Erkrankung kommen Medikamente zum Einsatz, die Entzündungen hemmen und Schmerzen lindern. Dazu zählen Basistherapeutika, Biologika, JAK-Hemmer oder Kortison. Auch Physio- und Ergotherapie sowie psychologische Unterstützung sind wichtig.
Was man selbst tun kann: Regelmäßige Bewegung, eine entzündungshemmende Ernährung und Stressabbau helfen, Beschwerden zu lindern. Auch Hilfsmittel aus der Apotheke wie Bandagen oder pflanzliche Präparate können unterstützen. Wichtig ist, Medikamente regelmäßig und korrekt einzunehmen.
Wo die Grenzen liegen: Wenn Gelenkschmerzen länger anhalten, sich verschlimmern oder mehrere Gelenke betroffen sind, sollte man nicht allein auf Hausmittel setzen. Spätestens bei Schwellungen, Fieber oder Bewegungseinschränkungen ist ärztlicher Rat notwendig. Nur eine frühzeitige Behandlung kann Folgeschäden verhindern.
Bearbeitungsstand: 13.10.2025
Quellenangaben:
Thews, Mutschler, Vaupel, Anatomie, Physiologie und Pathophysiologie des Menschen, WVG, (2007), 5. Aufl. - Andreae, von Hayek, Weniger, Krankheitslehre für Altenpflege, Thieme, (2006) - Wülker, Orthopädie und Unfallchirurgie, Thieme, (2009), 2. Auflage - Herold, Innere Medizin, Herold, (2011)
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Bakterielle Arthritis
Was ist das? - Definition Die bakterielle Arthritis ist eine durch Bakterien verursachte Entzündung eines Gelenks. Sie tritt meist plötzlich als akute infektiöse Arthritis auf und kann das Gelenk innerhalb kurzer Zeit dauerhaft schädigen. Seltener verläuft sie chronisch mit schleichendem Beginn.
kKrankheitsbild
Die bakterielle Arthritis ist eine durch Bakterien verursachte Entzündung eines Gelenks. Am häufigsten handelt es sich um eine akute infektiöse Arthritis, die plötzlich auftritt und rasch fortschreitet. Sie gilt als medizinischer Notfall, da die Entzündung innerhalb kurzer Zeit den Gelenkknorpel und den angrenzenden Knochen schädigen kann. Meist ist nur ein einzelnes Gelenk betroffen, häufig das Knie, die Hüfte oder die Schulter.
Die Infektion entsteht, wenn Bakterien in das Gelenk gelangen. Das geschieht zum Beispiel über die Blutbahn, im Rahmen einer anderen bakteriellen Infektion im Körper. Die Erreger können auch direkt in das Gelenk gelangen, etwa durch Verletzungen oder Operationen.
Neben der akuten Form gibt es auch eine chronisch-infektiöse Arthritis. Sie entwickelt sich langsam über Wochen oder Monate und ist insgesamt deutlich seltener. Ursache sind hier oft spezielle Erreger wie Tuberkulosebakterien. Eine besondere Form ist die bakterielle Gelenkentzündung bei einem künstlichen Gelenk, die als prothetische infektiöse Arthritis bezeichnet wird.
Symptome / Verlauf
Die akute bakterielle Arthritis beginnt meist abrupt. Das betroffene Gelenk schmerzt stark, ist geschwollen, überwärmt und kaum noch beweglich. Häufig kommen Fieber und ein ausgeprägtes Krankheitsgefühl hinzu. Schon kleine Bewegungen oder Berührungen können sehr schmerzhaft sein. Ohne rasche Behandlung verschlechtert sich der Zustand innerhalb kurzer Zeit. Eine Sonderform der bakteriellen Arthritis ist die Gonokokkenarthritis, die durch "Tripper-Bakterien" ausgelöst wird. Betroffene haben typischerweise einige Tage Fieber und Pusteln oder andere Hautläsionen.
Bei künstlichen Gelenken können die Symptome zum Teil milder sein und erst Monate nach der OP auftreten. Bei der chronisch-infektiösen Arthritis sind die Beschwerden oft weniger ausgeprägt und entwickeln sich schleichend. Gerade deshalb wird diese Form nicht selten erst spät erkannt.
Folgen / Komplikationen
Wird eine akute bakterielle Arthritis nicht schnell behandelt, kann sie das Gelenk dauerhaft zerstören. Der Gelenkknorpel wird innerhalb weniger Tage angegriffen, was zu bleibenden Bewegungseinschränkungen, Fehlstellungen oder chronischen Schmerzen führen kann. In schweren Fällen kann sich die Infektion über das Blut im Körper ausbreiten und eine lebensbedrohliche Blutvergiftung verursachen.
Bei einer Infektion eines künstlichen Gelenks sind die Folgen oft besonders gravierend. Die Bakterien können sich an der Oberfläche der Prothese festsetzen und sind dort schwer zu beseitigen. Häufig sind dann längere Antibiotikatherapien und operative Eingriffe nötig, nicht selten bis hin zum Austausch oder vorübergehenden Entfernen der Prothese.
Ursachen / Risikofaktoren
Die bakterielle Arthritis entsteht meist dadurch, dass Bakterien aus einer anderen Infektion im Körper über die Blutbahn in ein Gelenk eingeschwemmt werden. Auch Verletzungen, Operationen oder medizinische Eingriffe am Gelenk können eine Eintrittspforte für Erreger sein.
Bestimmte Faktoren erhöhen das Risiko deutlich. Dazu zählen ein höheres Lebensalter, chronische Erkrankungen wie Diabetes oder rheumatische Erkrankungen, ein geschwächtes Immunsystem sowie bestehende Gelenkschäden. Auch Menschen mit einem künstlichen Gelenk haben ein erhöhtes Risiko. Bei ihnen treten prothetische Gelenkinfektionen am häufigsten im ersten Jahr nach der Operation auf, sie können aber auch Jahre später noch entstehen, etwa im Zusammenhang mit einer bakteriellen Infektion an anderer Stelle im Körper.
Die chronisch-infektiöse Arthritis ist insgesamt selten. Sie betrifft häufiger Menschen mit einer rheumatoiden Arthritis oder einer ausgeprägten Immunschwäche.
Das kann helfen
Das macht der Arzt: Bei plötzlich auftretenden, starken Gelenkschmerzen sollte man unbedingt einen Arzt aufsuchen. Dieser stellt die Diagnose und leitet bei Bedarf eine Therapie ein. Die Behandlung besteht in der Regel aus einer sofortigen Antibiotikatherapie. Häufig muss das entzündete Gelenk wiederholt gespült oder operativ gereinigt werden. Bei künstlichen Gelenken sind oft längere Behandlungen und der Austausch des Gelenks nötig.
Das kann man selbst tun: Betroffene sollten das erkrankte Gelenk schonen und ärztliche Anweisungen genau befolgen. Wichtig ist es außerdem, andere Infektionen im Körper frühzeitig behandeln zu lassen und bei bestehenden Gelenkprothesen besonders aufmerksam auf neue Schmerzen oder Funktionsveränderungen zu achten.
Bearbeitungsstand: 18.02.2026
Quellenangaben:
Hahn, Kaufmann, Schulz, Suerbaum, Medizinische Mikrobiologie und Infektiologie, Springer, (2009), 6.Auflage - Wülker, Orthopädie und Unfallchirurgie, Thieme, (2009), 2. Auflage - Herold, Innere Medizin, Herold, (2011)
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Juvenile chronische Arthritis
Was ist das? - Definition Die juvenile chronische Arthritis ist eine entzündliche Gelenkerkrankung, die bei Kindern unter 16 Jahren beginnt und länger als sechs Wochen anhält. Sie zählt zu den häufigsten chronischen Erkrankungen im Kindesalter. Sie kann verschiedene Gelenke und manchmal auch andere Organe betreffen.
Krankheitsbild
Die juvenile chronische Arthritis, heute meist als juvenile idiopathische Arthritis bezeichnet, umfasst mehrere Formen von Gelenkentzündungen bei Kindern. Sie beginnt vor dem 16. Lebensjahr und dauert mindestens sechs Wochen. Die Erkrankung kann nur wenige Gelenke betreffen oder viele gleichzeitig. In manchen Fällen zieht sie auch innere Organe oder die Augen in Mitleidenschaft. Die Ursache kennen Forscher, wie bei sämtlichen rheumatischen Erkrankungen, bislang noch nicht. Was feststeht: Es handelt sich um eine Autoimmunerkrankung. Das bedeutet, dass das Immunsystem körpereigene Strukturen angreift, in diesem Fall die Gelenkinnenhaut. Die Erkrankung verläuft meist chronisch und in Schüben.
Symptome/Verlauf
Kinder mit juvenilem Rheuma leiden oft unter anderen Beschwerden als Erwachsene. Typisch sind geschwollene, warme und schmerzende Gelenke. Besonders morgens fällt die Bewegung schwer. Manche Kinder humpeln oder vermeiden bestimmte Bewegungen. Auch allgemeine Symptome wie Fieber, Müdigkeit oder Hautausschläge können auftreten. Die Beschwerden ziehen sich oft über Wochen oder Monate hin. In manchen Fällen verläuft die Erkrankung mild, in anderen kommt es zu wiederkehrenden Schüben. Je nach Form der Erkrankung sind unterschiedliche Gelenke betroffen; manchmal nur ein Knie, manchmal viele Gelenke gleichzeitig. Auch die Augen können sich entzünden. Das bleibt oft unbemerkt und erfordert deswegen regelmäßige Kontrollen.
Folgen/Komplikationen
Unbehandelt kann die juvenile chronische Arthritis zu bleibenden Schäden führen. Gelenke können sich verformen oder in ihrer Funktion eingeschränkt bleiben. Auch Wachstumsstörungen sind möglich, wenn die Entzündung das Knochenwachstum beeinflusst. Manche Kinder entwickeln eine geringere Knochendichte, was später Knochenbrüche begünstigt. Wenn die Augen betroffen sind, kann es zu Sehstörungen kommen. Die Erkrankung beeinflusst häufig stark den Alltag, etwa durch Schmerzen, eingeschränkte Beweglichkeit und häufige Arztbesuche. Auch psychisch kann die Belastung groß sein, besonders wenn die Krankheit lange anhält oder die Schule oft versäumt wird.
Ursachen/Risikofaktoren
Die genauen Ursachen sind nicht bekannt. Vermutlich spielt eine Fehlsteuerung des Immunsystems eine zentrale Rolle. Infektionen könnten eine Reaktion auslösen, bei der das Immunsystem körpereigene Gelenkstrukturen angreift. Auch eine familiäre Belastung scheint eine Rolle zu spielen. Die Erkrankung tritt häufiger bei Mädchen auf. Umweltfaktoren wie Stress oder bestimmte Erreger könnten ebenfalls eine Rolle spielen. Eine klare Vorbeugung ist bisher nicht möglich.
Das kann helfen
Das macht der Arzt: Er kann entzündungshemmende Medikamente verschreiben, um die Beschwerden zu lindern und Gelenkschäden zu verhindern. Dazu gehören spezielle Rheumamedikamente, manchmal auch Kortison. Auch Physiotherapie und Ergotherapie spielen eine wichtige Rolle, um die Beweglichkeit zu erhalten.
Was man selbst tun kann: Eltern können darauf achten, dass das Kind sich regelmäßig bewegt, aber nicht überfordert wird. Eine ausgewogene Ernährung und ein geregelter Alltag helfen ebenfalls. Wenn die Beschwerden zunehmen, neue künstliche Gelenke betroffen sind oder Fieber auftritt, sollte unbedingt ärztliche Hilfe gesucht werden. Die Grenzen der Selbsthilfe sind erreicht, wenn die Lebensqualität deutlich eingeschränkt ist oder die Entzündung nicht zurückgeht.
Bearbeitungsstand: 09.01.2026
Quellenangaben:
Thews, Mutschler, Vaupel, Anatomie, Physiologie und Pathophysiologie des Menschen, WVG, (2007), 5. Aufl. - Gruber, Christoph; Gruber Sarah, Pädiatrie, Elsevier (Urban & Fischer), (2010), 2. Auflage - Wülker, Orthopädie und Unfallchirurgie, Thieme, (2009), 2. Auflage - Herold, Innere Medizin, Herold, (2011)
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Filmtabletten magensaftresistent — verschreibungspflichtig.
Detaillierte Anwendungshinweise, Dosierung, Nebenwirkungen und Wechselwirkungen finden Sie unten in den Registerkarten. Beachten Sie stets die Packungsbeilage. Bei Unklarheiten fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.
- PZN:
- 04939381
- Darreichungsform:
- Filmtabletten magensaftresistent (Tabletten, magensaftgeschützte)
- Packungsgröße:
- 100 Stück
- Marke:
- SULFASALAZIN-Heyl
- Hersteller:
- HEYL Chem.-pharm. Fabrik GmbH & Co.KG
- Generikum:
-
Ja
- Beipackzettel:
- PDF öffnen
Rechtlicher Status
Verantwortlicher Wirtschaftsakteur gemäß EU-Verordnung 2023/988
GPSRAnwendungshinweise
Die Gesamtdosis sollte nicht ohne Rücksprache mit einem Arzt oder Apotheker überschritten werden.
Art der Anwendung?
Nehmen Sie das Arzneimittel mit Flüssigkeit (z.B. 1 Glas Wasser) ein.
Dauer der Anwendung?
Die Anwendungsdauer richtet sich nach Art der Beschwerde und/oder Dauer der Erkrankung und wird deshalb nur von Ihrem Arzt bestimmt. Prinzipiell ist die Dauer der Anwendung zeitlich nicht begrenzt, das Arzneimittel kann daher längerfristig angewendet werden.
Überdosierung?
Überdosierungserscheinungen sind derzeit nicht bekannt. Im Zweifelsfall wenden Sie sich an Ihren Arzt.
Einnahme vergessen?
Setzen Sie die Einnahme zum nächsten vorgeschriebenen Zeitpunkt ganz normal (also nicht mit der doppelten Menge) fort.
Generell gilt: Achten Sie vor allem bei Säuglingen, Kleinkindern und älteren Menschen auf eine gewissenhafte Dosierung. Im Zweifelsfalle fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker nach etwaigen Auswirkungen oder Vorsichtsmaßnahmen.
Eine vom Arzt verordnete Dosierung kann von den Angaben der Packungsbeilage abweichen. Da der Arzt sie individuell abstimmt, sollten Sie das Arzneimittel daher nach seinen Anweisungen anwenden.
Dosierung
In Absprache mit Ihrem Arzt könnte, abhängig von Ihrer Erkrankung und dem Stadium der Behandlung, die Dosierung folgendermaßen aussehen:
1. Therapiewoche:
2. Therapiewoche:
3. Therapiewoche:
Ab der 4. Therapiewoche:
Höchstdosis: Unter ärztlicher Aufsicht kann die Dosierung erhöht werden.
Für Kinder ab 6 Jahren wird das Arzneimittel entsprechend dem Körpergewicht dosiert.
Anwendungsgebiete
- Chronische Polyarthritis
- Juvenile Arthritis (jugendliche Form der chronischen Gelenkentzündung)
Detaillierte Dosierung
Personenkreis: Erwachsene, Einzeldosis: 1 Tablette, Gesamtdosis: 1-mal täglich, Zeitpunkt: abends, vor der Mahlzeit (mind. 1 Stunde)
Personenkreis: Erwachsene, Einzeldosis: 1 Tablette, Gesamtdosis: 2-mal täglich, Zeitpunkt: morgens und abends, vor der Mahlzeit (mind. 1 Stunde)
Personenkreis: Erwachsene, Einzeldosis: 1 bzw. 2 Tabletten, Gesamtdosis: 2-mal täglich, Zeitpunkt: 1 Tablette morgens und 2 Tabletten abends, vor der Mahlzeit (mind. 1 Stunde)
Personenkreis: Erwachsene, Einzeldosis: 2 Tabletten, Gesamtdosis: 2-mal täglich, Zeitpunkt: morgens und abends, vor der Mahlzeit (mind. 1 Stunde)
Wirkstoff
Wirkungsweise
Wie wirkt der Inhaltsstoff des Arzneimittels?
Der Wirkstoff hemmt Entzündungen. Er unterdrückt die Bildung von Botenstoffen, die im Körper maßgeblich bei der Entstehung von Entzündungen beteiligt sind.
Nebenwirkungen
Welche unerwünschten Wirkungen können auftreten?
- Magen-Darm-Beschwerden, wie:
- Übelkeit
- Erbrechen
- Durchfälle
- Blähungen
- Bauchschmerzen
- Geschmacksstörungen
- Appetitlosigkeit
- Entzündung der Bauchspeicheldrüse
- Kopfschmerzen
- Schwindel
- Müdigkeit
- Benommenheit
- Konzentrationsstörungen
- Schlaflosigkeit
- Depressionen
- Tinnitus (Ohrgeräusche)
- Bindehautentzündung
- Nervenschädigungen
- Überempfindlichkeitsreaktionen der Haut, wie:
- Juckreiz
- Hautausschlag
- Nesselausschlag
- Bluthochdruck
- Herzklopfen
- Husten
- Asthma bronchiale
- Anfälle von Atemnot
- Anstieg der Leberwerte
- Veränderung des Blutbildes, wie:
- Anämie (Blutarmut)
- Leukopenie (Verminderung der Anzahl der weißen Blutkörperchen), erste Anzeichen können Halsschmerzen oder Fieber sein: Wenden Sie sich bei Auftreten solcher Anzeichen sofort an Ihren Arzt.
- Thrombozytopenie (Verminderung der Anzahl der Blutplättchen)
- Methämoglobinämie (vermind. Sauerstofftransport der roten Blutkörperchen)
- Panzytopenie (Verminderung der Anzahl aller Blutkörperchen)
- Agranulozytose (stark verminderte Anzahl bestimmter weißer Blutkörperchen) - erste Anzeichen sind grippeähnliche Symptome, wie: Fieber, Halsschmerzen, Zahnfleisch- und Mundschleimhautentzündungen; bei Auftreten bitte sofort einen Arzt aufsuchen.
- Gelenkschmerzen
- Fieber
- Allgemeine Schwäche
- Kleinfleckige Haut- und Schleimhauteinblutungen (Purpura)
- Erhöhte Lichtempfindlichkeit der Haut
- Haarausfall mit Glatzenbildung (Alopezie)
- Spontan auftretende (Schleim-) Haut-Schwellung (Angioödem)
- Erhöhte Eiweißausscheidung im Urin (Proteinurie)
- Autoimmunerkrankung mit Entzündungen der Haut und Organe (SLE)
Da die Zeugungsfähigkeit des Mannes während der Behandlungszeit abnehmen kann, sollten Sie sich bei Kinderwunsch an Ihren Arzt wenden.
Bemerken Sie eine Befindlichkeitsstörung oder Veränderung während der Behandlung, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Für die Information an dieser Stelle werden vor allem Nebenwirkungen berücksichtigt, die bei mindestens einem von 1.000 behandelten Patienten auftreten.
Gegenanzeigen
Was spricht gegen eine Anwendung?
Immer:
- Überempfindlichkeit gegen die Inhaltsstoffe
- Erkrankungen der Blut bildenden Organe, zum Beispiel des Knochenmarks
- Porphyrie - (Stoffwechselkrankheit)
- Eingeschränkte Leberfunktion
- Eingeschränkte Nierenfunktion
- Glucose-6-phosphat-dehydrogenase-Mangel - (spezielle vererbte Stoffwechselstörung)
- Abnahme der weißen Blutkörperchen
- Thrombozytopenie (Verminderte Anzahl an Blutplättchen)
- Darmverschluss
- Gefäßentzündung und scheibenartige Rötung (Erythema exsudativum multiforme)
Unter Umständen - sprechen Sie hierzu mit Ihrem Arzt oder Apotheker:
- Asthma bronchiale
Welche Altersgruppe ist zu beachten?
- Kinder unter 6 Jahren: Das Arzneimittel darf nicht angewendet werden.
Was ist mit Schwangerschaft und Stillzeit?
- Schwangerschaft: Wenden Sie sich an Ihren Arzt. Es spielen verschiedene Überlegungen eine Rolle, ob und wie das Arzneimittel in der Schwangerschaft angewendet werden kann.
- Stillzeit: Wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Er wird Ihre besondere Ausgangslage prüfen und Sie entsprechend beraten, ob und wie Sie mit dem Stillen weitermachen können.
Ist Ihnen das Arzneimittel trotz einer Gegenanzeige verordnet worden, sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker. Der therapeutische Nutzen kann höher sein, als das Risiko, das die Anwendung bei einer Gegenanzeige in sich birgt.
Lagerungsanforderungen
Aufbewahrung
Aufbewahrung
Das Arzneimittel muss vor Hitze geschützt aufbewahrt werden.
Wichtige Hinweise
Was sollten Sie beachten?
- Das Reaktionsvermögen kann auch bei bestimmungsgemäßem Gebrauch, vor allem in höheren Dosierungen oder in Kombination mit Alkohol, beeinträchtigt sein. Achten Sie vor allem darauf, wenn Sie am Straßenverkehr teilnehmen oder Maschinen (auch im Haushalt) bedienen, mit denen Sie sich verletzen können.
- Der Urin kann verfärbt werden.
- Vermeiden Sie übermäßige UV-Strahlung, z.B. in Solarien oder bei ausgedehnten Sonnenbädern, weil die Haut während der Anwendung des Arzneimittels empfindlicher reagiert.
- Das Blutbild muss während der gesamten Behandlung und ggf. nach Beendigung der Behandlung überwacht werden.
- Vorsicht bei Allergie gegen Sulfonamide!
- Vorsicht bei Allergie gegen Bindemittel (z.B. Carboxymethylcellulose mit der E-Nummer E 466)!
- Es kann Arzneimittel geben, mit denen Wechselwirkungen auftreten. Sie sollten deswegen generell vor der Behandlung mit einem neuen Arzneimittel jedes andere, das Sie bereits anwenden, dem Arzt oder Apotheker angeben. Das gilt auch für Arzneimittel, die Sie selbst kaufen, nur gelegentlich anwenden oder deren Anwendung schon einige Zeit zurückliegt.
Bekannte Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln
Was kann passieren?
Bei Kombination der Arzneimittel können unerwünschte Wirkungen vermehrt auftreten. In diesem Zusammenhang kann es zu Veränderungen des Blutbilds kommen, was sich beispielsweise in Fieber, Hals- und Gliederschmerzen äußern könnte.
Was ist zu tun?
Die Arzneimittel dürfen nicht miteinander kombiniert werden. Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker darüber, welche Maßnahmen erforderlich sind.
Suchen Sie umgehend einen Arzt auf, wenn Sie eine oder mehrere der beschriebenen unerwünschten Wirkungen an sich beobachten.
Was kann passieren?
Bei Kombination der Arzneimittel können unerwünschte Wirkungen vermehrt auftreten. In diesem Zusammenhang kann es zu Veränderungen des Blutbilds kommen, was sich beispielsweise in Fieber, Hals- und Gliederschmerzen äußern könnte.
Was ist zu tun?
Die Arzneimittel dürfen nicht miteinander kombiniert werden. Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker darüber, welche Maßnahmen erforderlich sind.
Suchen Sie umgehend einen Arzt auf, wenn Sie eine oder mehrere der beschriebenen unerwünschten Wirkungen an sich beobachten.
Was kann passieren?
Bei Kombination der Arzneimittel kann die Wirkung von diesem Arzneimittel möglicherweise beeinflusst werden. Das Risiko für Blutungen (zum Beispiel Blutergüsse oder Nasenbluten), aber auch für Blutgerinnsel (Thrombose) könnte dadurch erhöht werden. In diesem Zusammenhang können Schwellungen, Schmerzen oder Schweregefühl an bestimmten Körperregionen auftreten.
Was ist zu tun?
Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, da eventuell häufigere Kontrollen der Blutgerinnungsparameter (INR-Wert) oder weitere Maßnahmen (zum Beispiel geänderte Dosierung) nötig sein können.
Suchen Sie umgehend einen Arzt auf, wenn Sie eines oder mehrere der beschriebenen Symptome an sich beobachten.
Wer ist besonders betroffen?
- Ältere Patienten
- Patienten mit
~i- eingeschränkter Nierenfunktion
~i- Leberfunktionsstörung
~i- Blutgerinnungsstörungen
~i- Gefäßläsionen
~i- Mangelernährung
~i- geringem Körpergewicht
~i- Reflux
~i- Herzinnenhautentzündung
~i- bereits aufgetretenen Blutungen in der Krankengeschichte
Was kann passieren?
Bei Kombination der Arzneimittel können unerwünschte Wirkungen wie Veränderungen des Blutbilds vermehrt auftreten, was sich beispielsweise in Fieber, Hals- und Gliederschmerzen äußern könnte.
Was ist zu tun?
Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, da bei der Kombination dieser Arzneimittel verstärkte Kontrollen nötig sein können.
Suchen Sie umgehend einen Arzt auf, wenn Sie eines oder mehrere der beschriebenen Symptome an sich beobachten.
Wer ist besonders betroffen?
Patienten mit erblich bedingter verminderter oder fehlender Aktivität der Thiopurinmethyltransferase (TPMT)
Was kann passieren?
Bei Kombination der Arzneimittel kann die Wirkung von diesem Arzneimittel verstärkt und daher die Häufigkeit von unerwünschten Wirkungen wie zum Beispiel Unterzuckerung erhöht werden. Dies könnte sich beispielsweise in plötzlichem Heißhunger, Schwitzen, Zittern oder Herzklopfen äußern.
Was ist zu tun?
Bitte überprüfen Sie Ihren Blutzucker regelmäßig und sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, da bei der Kombination der Arzneimittel — insbesondere zu Beginn, aber auch nach Ende der Behandlung — eventuell verstärkte Kontrollen oder weitere Maßnahmen (zum Beispiel geänderte Dosierung) nötig sein können.
Wer ist besonders betroffen?
- Frauen
- Ältere Patienten
- Patienten mit mehreren Erkrankungen
Was kann passieren?
Bei Kombination der Arzneimittel kann die Wirkung von diesem Arzneimittel möglicherweise beeinträchtigt werden.
Was ist zu tun?
Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, da bei der Kombination dieser Arzneimittel eventuell verstärkte Kontrollen oder weitere Maßnahmen (zum Beispiel Gabe eines alternativen Arzneimittels) nötig sein können.
Was kann passieren?
Bei Kombination der Arzneimittel kann die Wirkung von diesem Arzneimittel verstärkt und damit die Wahrscheinlichkeit für unerwünschte Wirkungen erhöht werden.
Was ist zu tun?
Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, da bei der Kombination dieser Arzneimittel verstärkte Kontrollen oder weitere Maßnahmen (zum Beispiel geänderte Dosierung) nötig sein können.
Was kann passieren?
Bei gleichzeitiger Einnahme der Arzneimittel kann die Wirkung von diesem Arzneimittel beeinträchtigt werden.
Was ist zu tun?
Die Arzneimittel sollen mit einem zeitlichen Abstand zueinander eingenommen werden. Nach der letzten Einnahme von diesem Arzneimittel sollten mindestens 3 Tage vergangen sein, bevor Sie ein anderes Arzneimittel einnehmen. Bitte wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie hierzu Fragen haben.
Was kann passieren?
In diesem Zusammenhang können unerwünschte Wirkungen wie beispielsweise eine Blaufärbung der Haut, Atemnot, Müdigkeit oder Kopfschmerzen vermehrt auftreten.
Was ist zu tun?
Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, da bei der Kombination dieser Arzneimittel verstärkte Kontrollen nötig sein können.
Wer ist besonders betroffen?
Neugeborene und Säuglinge
Was kann passieren?
Bei Kombination der Arzneimittel kann die Wirkung von diesem Arzneimittel möglicherweise verstärkt und damit die Wahrscheinlichkeit für unerwünschte Wirkungen erhöht werden. In diesem Zusammenhang kann es zu gastrointestinalen Störungen, Müdigkeit, Verminderung der Spermien bei Männern, erhöhten Leberwerten oder Hautausschlag kommen.
Was ist zu tun?
Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, da bei der Kombination dieser Arzneimittel eventuell verstärkte Kontrollen nötig sein können.
Was kann passieren?
Bei gleichzeitiger Einnahme der Arzneimittel kann die Wirkung von diesem Arzneimittel verstärkt werden.
Was ist zu tun?
Die Arzneimittel sollten mit einem Abstand von 2 Stunden zueinander eingenommen werden. Bitte wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie hierzu Fragen haben.
Was kann passieren?
Bei Kombination der Arzneimittel kann die Wirkung von diesem Arzneimittel möglicherweise beeinträchtigt werden.
Was ist zu tun?
Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, da bei der Kombination dieser Arzneimittel eventuell verstärkte Kontrollen oder weitere Maßnahmen (zum Beispiel Gabe eines alternativen Arzneimittels) nötig sein können.
Was kann passieren?
Bei Kombination der Arzneimittel kann die Wirkung von diesem Arzneimittel beeinträchtigt werden.
Was ist zu tun?
Die Kombination der Arzneimittel sollte mit Ihrem Arzt abgestimmt sein. Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker darüber, welche Maßnahmen erforderlich sind.
Was kann passieren?
Bei Kombination der Arzneimittel kann die Wirkung von diesem Arzneimittel möglicherweise verstärkt werden.
Was ist zu tun?
Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, da bei der Kombination dieser Arzneimittel eventuell verstärkte Kontrollen nötig sein können.
Was kann passieren?
Bei Kombination der Arzneimittel kann die Wirksamkeit von diesem Arzneimittel möglicherweise beeinträchtigt werden.
Was ist zu tun?
Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, da bei der Kombination dieser Arzneimittel verstärkte Kontrollen nötig sein können.
Was kann passieren?
Bei Kombination der Arzneimittel kann die Wirkung von diesem Arzneimittel möglicherweise beeinträchtigt werden.
Was ist zu tun?
Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, da bei der Kombination dieser Arzneimittel eventuell verstärkte Kontrollen nötig sein können.
Rheuma
Was ist das? - Definition Rheuma ist ein Sammelbegriff für über 100 Erkrankungen, die vor allem den Bewegungsapparat betreffen. Dazu zählen Gelenke, Muskeln, Sehnen und Knochen, aber auch Organe, Haut und das Immunsystem. Rheuma verläuft oft chronisch und verursacht Schmerzen, Entzündungen und Bewegungseinschränkungen. Eine frühzeitige Diagnose kann Folgeschäden verhindern.
Krankheitsbild
Rheuma ist keine einzelne Krankheit, sondern umfasst viele unterschiedliche Erkrankungen. Zu den häufigsten Formen zählen entzündlich-rheumatische Erkrankungen wie rheumatoide Arthritis, Morbus Bechterew oder Psoriasis-Arthritis. Daneben gibt es degenerative Formen wie Arthrose, Weichteilrheuma wie Fibromyalgie und stoffwechselbedingte Erkrankungen wie Gicht.
Auch autoimmunbedingte Systemerkrankungen wie Lupus erythematodes zählen dazu. Rheuma kann nicht nur Gelenke betreffen, sondern auch Haut, Augen, Blutgefäße oder innere Organe. In Deutschland leben rund 20 Millionen Menschen mit einer rheumatischen Erkrankung. Selbst Kinder können betroffen sein, etwa bei der juvenilen idiopathischen Arthritis.
Symptome und Verlauf
So vielfältig die betroffenen Teile des Körpers, so vielfältig die möglichen Beschwerden. Häufig beginnt es mit Gelenkschmerzen, besonders morgens oder nach Ruhephasen. Die Gelenke sind oft steif, geschwollen und gerötet. Ebenfalls typisch: die Morgensteifigkeit, die länger als 30 Minuten anhält. Auch allgemeine Symptome wie Müdigkeit, leichtes Fieber oder Appetitlosigkeit können auftreten.
Der Verlauf hängt von der jeweiligen Erkrankung ab. Viele Formen verlaufen chronisch und in Schüben. Schmerzen und Entzündungen beginnen oft an kleinen Gelenken wie Fingern oder Händen. Mit der Zeit können dauerhafte Schäden entstehen. Manche Formen betreffen auch Organe oder die Haut. Eine frühzeitige Behandlung kann den Verlauf deutlich verlangsamen.
Folgen und Komplikationen
Unbehandelt kann Rheuma zu schweren Komplikationen führen. Gelenke können sich verformen oder versteifen, Knochen werden geschädigt. Auch Osteoporose, also ein Knochenschwund, zählt zu den möglichen Folgen. Das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen erhöht sich. Viele Betroffene leiden unter chronischer Erschöpfung oder psychischen Belastungen wie Depressionen.
Bei Kindern kann Rheuma zu Wachstumsstörungen führen. Auch Augenentzündungen oder Organschäden sind möglich. Deshalb ist eine frühzeitige Diagnose besonders wichtig. Je früher die Therapie beginnt, desto besser sind die Chancen auf einen milden Verlauf.
Ursachen und Risikofaktoren
Die genauen Ursachen kennt die Forschung oft noch nicht eindeutig. Viele rheumatische Erkrankungen gelten als Autoimmunerkrankungen. Hier greift das Immunsystem körpereigene Strukturen an. Genetische Veranlagung spielt eine Rolle, ebenso Umweltfaktoren wie Infektionen, Rauchen oder Stress. Auch hormonelle Einflüsse und die Darmflora werden diskutiert.
0Zu den wichtigen Risikofaktoren zählen:
- Familiäre Vorbelastung
- Rauchen
- Ungesunde Ernährung
- Bewegungsmangel
- Übergewicht
- Chronischer Stress
Ein gesunder Lebensstil kann helfen, das Risiko zu senken und den Verlauf positiv zu beeinflussen. Das gilt besonders bei genetischer Veranlagung.
Das kann helfen
Was der Arzt tun kann: Die Diagnose erfolgt durch Untersuchung, Bluttests und Bildgebung. Je nach Erkrankung kommen Medikamente zum Einsatz, die Entzündungen hemmen und Schmerzen lindern. Dazu zählen Basistherapeutika, Biologika, JAK-Hemmer oder Kortison. Auch Physio- und Ergotherapie sowie psychologische Unterstützung sind wichtig.
Was man selbst tun kann: Regelmäßige Bewegung, eine entzündungshemmende Ernährung und Stressabbau helfen, Beschwerden zu lindern. Auch Hilfsmittel aus der Apotheke wie Bandagen oder pflanzliche Präparate können unterstützen. Wichtig ist, Medikamente regelmäßig und korrekt einzunehmen.
Wo die Grenzen liegen: Wenn Gelenkschmerzen länger anhalten, sich verschlimmern oder mehrere Gelenke betroffen sind, sollte man nicht allein auf Hausmittel setzen. Spätestens bei Schwellungen, Fieber oder Bewegungseinschränkungen ist ärztlicher Rat notwendig. Nur eine frühzeitige Behandlung kann Folgeschäden verhindern.
Bearbeitungsstand: 13.10.2025
Quellenangaben:
Thews, Mutschler, Vaupel, Anatomie, Physiologie und Pathophysiologie des Menschen, WVG, (2007), 5. Aufl. - Andreae, von Hayek, Weniger, Krankheitslehre für Altenpflege, Thieme, (2006) - Wülker, Orthopädie und Unfallchirurgie, Thieme, (2009), 2. Auflage - Herold, Innere Medizin, Herold, (2011)
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Bakterielle Arthritis
Was ist das? - Definition Die bakterielle Arthritis ist eine durch Bakterien verursachte Entzündung eines Gelenks. Sie tritt meist plötzlich als akute infektiöse Arthritis auf und kann das Gelenk innerhalb kurzer Zeit dauerhaft schädigen. Seltener verläuft sie chronisch mit schleichendem Beginn.
kKrankheitsbild
Die bakterielle Arthritis ist eine durch Bakterien verursachte Entzündung eines Gelenks. Am häufigsten handelt es sich um eine akute infektiöse Arthritis, die plötzlich auftritt und rasch fortschreitet. Sie gilt als medizinischer Notfall, da die Entzündung innerhalb kurzer Zeit den Gelenkknorpel und den angrenzenden Knochen schädigen kann. Meist ist nur ein einzelnes Gelenk betroffen, häufig das Knie, die Hüfte oder die Schulter.
Die Infektion entsteht, wenn Bakterien in das Gelenk gelangen. Das geschieht zum Beispiel über die Blutbahn, im Rahmen einer anderen bakteriellen Infektion im Körper. Die Erreger können auch direkt in das Gelenk gelangen, etwa durch Verletzungen oder Operationen.
Neben der akuten Form gibt es auch eine chronisch-infektiöse Arthritis. Sie entwickelt sich langsam über Wochen oder Monate und ist insgesamt deutlich seltener. Ursache sind hier oft spezielle Erreger wie Tuberkulosebakterien. Eine besondere Form ist die bakterielle Gelenkentzündung bei einem künstlichen Gelenk, die als prothetische infektiöse Arthritis bezeichnet wird.
Symptome / Verlauf
Die akute bakterielle Arthritis beginnt meist abrupt. Das betroffene Gelenk schmerzt stark, ist geschwollen, überwärmt und kaum noch beweglich. Häufig kommen Fieber und ein ausgeprägtes Krankheitsgefühl hinzu. Schon kleine Bewegungen oder Berührungen können sehr schmerzhaft sein. Ohne rasche Behandlung verschlechtert sich der Zustand innerhalb kurzer Zeit. Eine Sonderform der bakteriellen Arthritis ist die Gonokokkenarthritis, die durch "Tripper-Bakterien" ausgelöst wird. Betroffene haben typischerweise einige Tage Fieber und Pusteln oder andere Hautläsionen.
Bei künstlichen Gelenken können die Symptome zum Teil milder sein und erst Monate nach der OP auftreten. Bei der chronisch-infektiösen Arthritis sind die Beschwerden oft weniger ausgeprägt und entwickeln sich schleichend. Gerade deshalb wird diese Form nicht selten erst spät erkannt.
Folgen / Komplikationen
Wird eine akute bakterielle Arthritis nicht schnell behandelt, kann sie das Gelenk dauerhaft zerstören. Der Gelenkknorpel wird innerhalb weniger Tage angegriffen, was zu bleibenden Bewegungseinschränkungen, Fehlstellungen oder chronischen Schmerzen führen kann. In schweren Fällen kann sich die Infektion über das Blut im Körper ausbreiten und eine lebensbedrohliche Blutvergiftung verursachen.
Bei einer Infektion eines künstlichen Gelenks sind die Folgen oft besonders gravierend. Die Bakterien können sich an der Oberfläche der Prothese festsetzen und sind dort schwer zu beseitigen. Häufig sind dann längere Antibiotikatherapien und operative Eingriffe nötig, nicht selten bis hin zum Austausch oder vorübergehenden Entfernen der Prothese.
Ursachen / Risikofaktoren
Die bakterielle Arthritis entsteht meist dadurch, dass Bakterien aus einer anderen Infektion im Körper über die Blutbahn in ein Gelenk eingeschwemmt werden. Auch Verletzungen, Operationen oder medizinische Eingriffe am Gelenk können eine Eintrittspforte für Erreger sein.
Bestimmte Faktoren erhöhen das Risiko deutlich. Dazu zählen ein höheres Lebensalter, chronische Erkrankungen wie Diabetes oder rheumatische Erkrankungen, ein geschwächtes Immunsystem sowie bestehende Gelenkschäden. Auch Menschen mit einem künstlichen Gelenk haben ein erhöhtes Risiko. Bei ihnen treten prothetische Gelenkinfektionen am häufigsten im ersten Jahr nach der Operation auf, sie können aber auch Jahre später noch entstehen, etwa im Zusammenhang mit einer bakteriellen Infektion an anderer Stelle im Körper.
Die chronisch-infektiöse Arthritis ist insgesamt selten. Sie betrifft häufiger Menschen mit einer rheumatoiden Arthritis oder einer ausgeprägten Immunschwäche.
Das kann helfen
Das macht der Arzt: Bei plötzlich auftretenden, starken Gelenkschmerzen sollte man unbedingt einen Arzt aufsuchen. Dieser stellt die Diagnose und leitet bei Bedarf eine Therapie ein. Die Behandlung besteht in der Regel aus einer sofortigen Antibiotikatherapie. Häufig muss das entzündete Gelenk wiederholt gespült oder operativ gereinigt werden. Bei künstlichen Gelenken sind oft längere Behandlungen und der Austausch des Gelenks nötig.
Das kann man selbst tun: Betroffene sollten das erkrankte Gelenk schonen und ärztliche Anweisungen genau befolgen. Wichtig ist es außerdem, andere Infektionen im Körper frühzeitig behandeln zu lassen und bei bestehenden Gelenkprothesen besonders aufmerksam auf neue Schmerzen oder Funktionsveränderungen zu achten.
Bearbeitungsstand: 18.02.2026
Quellenangaben:
Hahn, Kaufmann, Schulz, Suerbaum, Medizinische Mikrobiologie und Infektiologie, Springer, (2009), 6.Auflage - Wülker, Orthopädie und Unfallchirurgie, Thieme, (2009), 2. Auflage - Herold, Innere Medizin, Herold, (2011)
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Juvenile chronische Arthritis
Was ist das? - Definition Die juvenile chronische Arthritis ist eine entzündliche Gelenkerkrankung, die bei Kindern unter 16 Jahren beginnt und länger als sechs Wochen anhält. Sie zählt zu den häufigsten chronischen Erkrankungen im Kindesalter. Sie kann verschiedene Gelenke und manchmal auch andere Organe betreffen.
Krankheitsbild
Die juvenile chronische Arthritis, heute meist als juvenile idiopathische Arthritis bezeichnet, umfasst mehrere Formen von Gelenkentzündungen bei Kindern. Sie beginnt vor dem 16. Lebensjahr und dauert mindestens sechs Wochen. Die Erkrankung kann nur wenige Gelenke betreffen oder viele gleichzeitig. In manchen Fällen zieht sie auch innere Organe oder die Augen in Mitleidenschaft. Die Ursache kennen Forscher, wie bei sämtlichen rheumatischen Erkrankungen, bislang noch nicht. Was feststeht: Es handelt sich um eine Autoimmunerkrankung. Das bedeutet, dass das Immunsystem körpereigene Strukturen angreift, in diesem Fall die Gelenkinnenhaut. Die Erkrankung verläuft meist chronisch und in Schüben.
Symptome/Verlauf
Kinder mit juvenilem Rheuma leiden oft unter anderen Beschwerden als Erwachsene. Typisch sind geschwollene, warme und schmerzende Gelenke. Besonders morgens fällt die Bewegung schwer. Manche Kinder humpeln oder vermeiden bestimmte Bewegungen. Auch allgemeine Symptome wie Fieber, Müdigkeit oder Hautausschläge können auftreten. Die Beschwerden ziehen sich oft über Wochen oder Monate hin. In manchen Fällen verläuft die Erkrankung mild, in anderen kommt es zu wiederkehrenden Schüben. Je nach Form der Erkrankung sind unterschiedliche Gelenke betroffen; manchmal nur ein Knie, manchmal viele Gelenke gleichzeitig. Auch die Augen können sich entzünden. Das bleibt oft unbemerkt und erfordert deswegen regelmäßige Kontrollen.
Folgen/Komplikationen
Unbehandelt kann die juvenile chronische Arthritis zu bleibenden Schäden führen. Gelenke können sich verformen oder in ihrer Funktion eingeschränkt bleiben. Auch Wachstumsstörungen sind möglich, wenn die Entzündung das Knochenwachstum beeinflusst. Manche Kinder entwickeln eine geringere Knochendichte, was später Knochenbrüche begünstigt. Wenn die Augen betroffen sind, kann es zu Sehstörungen kommen. Die Erkrankung beeinflusst häufig stark den Alltag, etwa durch Schmerzen, eingeschränkte Beweglichkeit und häufige Arztbesuche. Auch psychisch kann die Belastung groß sein, besonders wenn die Krankheit lange anhält oder die Schule oft versäumt wird.
Ursachen/Risikofaktoren
Die genauen Ursachen sind nicht bekannt. Vermutlich spielt eine Fehlsteuerung des Immunsystems eine zentrale Rolle. Infektionen könnten eine Reaktion auslösen, bei der das Immunsystem körpereigene Gelenkstrukturen angreift. Auch eine familiäre Belastung scheint eine Rolle zu spielen. Die Erkrankung tritt häufiger bei Mädchen auf. Umweltfaktoren wie Stress oder bestimmte Erreger könnten ebenfalls eine Rolle spielen. Eine klare Vorbeugung ist bisher nicht möglich.
Das kann helfen
Das macht der Arzt: Er kann entzündungshemmende Medikamente verschreiben, um die Beschwerden zu lindern und Gelenkschäden zu verhindern. Dazu gehören spezielle Rheumamedikamente, manchmal auch Kortison. Auch Physiotherapie und Ergotherapie spielen eine wichtige Rolle, um die Beweglichkeit zu erhalten.
Was man selbst tun kann: Eltern können darauf achten, dass das Kind sich regelmäßig bewegt, aber nicht überfordert wird. Eine ausgewogene Ernährung und ein geregelter Alltag helfen ebenfalls. Wenn die Beschwerden zunehmen, neue künstliche Gelenke betroffen sind oder Fieber auftritt, sollte unbedingt ärztliche Hilfe gesucht werden. Die Grenzen der Selbsthilfe sind erreicht, wenn die Lebensqualität deutlich eingeschränkt ist oder die Entzündung nicht zurückgeht.
Bearbeitungsstand: 09.01.2026
Quellenangaben:
Thews, Mutschler, Vaupel, Anatomie, Physiologie und Pathophysiologie des Menschen, WVG, (2007), 5. Aufl. - Gruber, Christoph; Gruber Sarah, Pädiatrie, Elsevier (Urban & Fischer), (2010), 2. Auflage - Wülker, Orthopädie und Unfallchirurgie, Thieme, (2009), 2. Auflage - Herold, Innere Medizin, Herold, (2011)
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.