TAKHZYRO 300 mg Injektionslösung i.e.Fertigspr.
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Pharmazeutische Informationen
Injektionslösung in einer Fertigspritze — verschreibungspflichtig.
Detaillierte Anwendungshinweise, Dosierung, Nebenwirkungen und Wechselwirkungen finden Sie unten in den Registerkarten. Beachten Sie stets die Packungsbeilage. Bei Unklarheiten fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.
- PZN:
- 16736298
- Darreichungsform:
- Injektionslösung in einer Fertigspritze (Fertigspritzen)
- Packungsgröße:
- 1 Stück
- Wirkstoffstärke:
- 300 mg
- Marke:
- TAKHZYRO
- Hersteller:
- TAKEDA GmbH
- Beipackzettel:
- PDF öffnen
Rechtlicher Status
Verantwortlicher Wirtschaftsakteur gemäß EU-Verordnung 2023/988
GPSRAnwendungshinweise
Die Gesamtdosis sollte nicht ohne Rücksprache mit einem Arzt oder Apotheker überschritten werden.
Art der Anwendung?
Die Anwendung sollte durch Fachpersonal oder nach den Anweisungen des Arztes erfolgen. Wenn Sie das Arzneimittel zum ersten Mal anwenden, wird Ihr Arzt Sie entsprechend anweisen. Das Arzneimittel ist für die einmalige Anwendung. Für die Injektion geeignete Körperstellen sind Bauchdecke, Oberschenkel oder die Außenseite des Oberarms. Dabei sollte die Injektionsstelle regelmäßig gewechselt werden.
Dauer der Anwendung?
Die Anwendungsdauer richtet sich nach Art der Beschwerde und/oder Dauer der Erkrankung und wird deshalb nur von Ihrem Arzt bestimmt.
Überdosierung?
Bisher sind keine Überdosierungserscheinungen bekannt. Setzen Sie sich bei dem Verdacht auf eine Überdosierung umgehend mit einem Arzt in Verbindung.
Generell gilt: Achten Sie vor allem bei Säuglingen, Kleinkindern und älteren Menschen auf eine gewissenhafte Dosierung. Im Zweifelsfalle fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker nach etwaigen Auswirkungen oder Vorsichtsmaßnahmen.
Eine vom Arzt verordnete Dosierung kann von den Angaben der Packungsbeilage abweichen. Da der Arzt sie individuell abstimmt, sollten Sie das Arzneimittel daher nach seinen Anweisungen anwenden.
Dosierung
In Absprache mit Ihrem Arzt, abhängig von dem Stadium der Behandlung, wird das Arzneimittel in der Regel folgendermaßen dosiert:
Ihr Arzt kann im Verlauf der Behandlung Dosisanpassungen vornehmen.
Eine Dosisreduktion auf 1 Fertigspritze alle 4 Wochen kann bei Patienten, die stabil attackenfrei sind, erwogen werden.
Wenn eine Injektion versäumt wurde, sollte die nachträgliche Injektion so schnell wie möglich nachgeholt werden.
Der Abstand zwischen den Injektionen bei 2-wöchiger Anwendung soll mindestens 10 Tage und bei 4-wöchiger Anwendung mindestens 24 Tage betragen.
Lassen Sie sich dazu von Ihrem Arzt oder Apotheker beraten.
Anwendungsgebiete
- Vorbeugung von wiederkehrenden Attacken einer erblichen (Schleim-) Haut-Schwellung (Angioödem)
Detaillierte Dosierung
Personenkreis: Jugendliche ab 12 Jahren und Erwachsene ab 40 kg Körpergewicht, Einzeldosis: 1 Fertigspritze, Gesamtdosis: 1 Fertigspritze, Zeitpunkt: jede 2. Woche, unabhängig von der Tageszeit
Wirkstoff
Wirkungsweise
Wie wirkt der Inhaltsstoff des Arzneimittels?
Der Wirkstoff Lanadelumab ist ein monoklonaler Antkörper, der zur Vorbeugung von Angioödem-Attacken bei Patienten mit hereditärem Angioödem angewendet wird. Lanadelumab hemmt ein im Blut enthaltenes Enzym, das so genannte Kallikrein und normalisiert die, bei Patienten mit hereditärem Angioödem vorliegenden, erhöhten Bradykinin-Spiegel, wodurch die Entstehung von Haut- und Schleimhautschwellungen gehemmt wird.
Nebenwirkungen
Welche unerwünschten Wirkungen können auftreten?
- Schmerzen an der Einstichstelle
- Hautrötung um die Einstichstelle herum
- Blauer Fleck an der Einstichstelle
- Beschwerden an der Einstichstelle
- Bluterguss (Hämatom) an der Einstichstelle
- Blutung an der Einstichstelle
- Juckende Einstichstelle
- Schwellung an der Einstichstelle
- Verhärtung an der Einstichstelle (Injektionsstelle)
- Hautmissempfindung an der Einstichstelle
- Reaktion an der Einstichstelle
- Wärme an der Einstichstelle
- Ödem an der Einstichstelle
- Hautausschlag an der Einstichstelle der Injektion
- Überempfindlichkeit
- Juckreiz (Pruritus)
- Unbehagen
- Missempfindung im Mund
- Schwindelgefühl
- Fleckig-knotiger Hautausschlag (makulopapulöser Hautauschlag)
- Muskelschmerzen
- Anstieg der Aminotransferase (ALAT)-Konzentration im Blut
- Anstieg der Aspartat-Aminotransferase (ASAT)-Konzentration im Blut
Bemerken Sie eine Befindlichkeitsstörung oder Veränderung während der Behandlung, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Für die Information an dieser Stelle werden vor allem Nebenwirkungen berücksichtigt, die bei mindestens einem von 1.000 behandelten Patienten auftreten.
Gegenanzeigen
Was spricht gegen eine Anwendung?
- Überempfindlichkeit gegen die Inhaltsstoffe
Welche Altersgruppe ist zu beachten?
- Säuglinge und Kleinkinder unter 2 Jahren: Das Arzneimittel darf nicht angewendet werden.
- Kinder und Erwachsene unter 40 kg Körpergewicht: Das Arzneimittel sollte in dieser Gruppe in der Regel nicht angewendet werden. Es gibt Präparate, die von der Wirkstoffstärke und/oder Darreichungsform her besser geeignet sind.
Was ist mit Schwangerschaft und Stillzeit?
- Schwangerschaft: Das Arzneimittel sollte nach derzeitigen Erkenntnissen nicht angewendet werden.
- Stillzeit: Wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Er wird Ihre besondere Ausgangslage prüfen und Sie entsprechend beraten, ob und wie Sie mit dem Stillen weitermachen können.
Ist Ihnen das Arzneimittel trotz einer Gegenanzeige verordnet worden, sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker. Der therapeutische Nutzen kann höher sein, als das Risiko, das die Anwendung bei einer Gegenanzeige in sich birgt.
Lagerungsanforderungen
Physische Eigenschaften
- Abmessungen (B × H × L):
- 81 × 37 × 178 mm
Bestellinformationen
- Mindestbestellmenge:
- 1
Aufbewahrung
Aufbewahrung
Lagerung vor Anbruch
Das Arzneimittel muss
- im Kühlschrank
- vor Frost geschützt
- im Dunkeln (z.B. im Umkarton)
aufbewahrt werden.
Wird das Arzneimittel unter Lichtschutz bei Raumtemperatur bis 25°C aufbewahrt, darf es höchstens 14 Tage verwendet werden.
Aufbewahrung nach Anbruch oder Zubereitung
Das Arzneimittel ist nach Anbruch/Zubereitung nur zur einmaligen Anwendung vorgesehen. Reste müssen verworfen werden!
Wichtige Hinweise
Was sollten Sie beachten?
- Es kann Arzneimittel geben, mit denen Wechselwirkungen auftreten. Sie sollten deswegen generell vor der Behandlung mit einem neuen Arzneimittel jedes andere, das Sie bereits anwenden, dem Arzt oder Apotheker angeben. Das gilt auch für Arzneimittel, die Sie selbst kaufen, nur gelegentlich anwenden oder deren Anwendung schon einige Zeit zurückliegt.
Weitere Hinweise aus der Fachinformation
Das Arzneimittel ist nicht zur Behandlung von akut auftretenden Attacken einer erblichen (Schleim-)-Haut-Schwellung vorgesehen.
Quincke-Ödem
Was ist das? - Definition Ein Quincke Ödem, auch Angioödem genannt, ist eine plötzlich auftretende Schwellung im Gewebe, die meist durch eine überschießende Reaktion des Immunsystems oder durch einen Mangel bestimmter Abwehrstoffe entsteht. Betroffen sind häufig Gesicht, Lippen, Zunge oder Hals, wobei die Schwellung rasch zunehmen kann.
Krankheitsbild
Ein Quincke Ödem entsteht durch Flüssigkeitseinlagerungen im tieferen Gewebe. Es kann allergisch bedingt sein, etwa nach Kontakt mit bestimmten Nahrungsmitteln, Insektenstichen oder Medikamenten. Daneben gibt es nicht allergische Formen, bei denen andere Veränderungen im körpereigenen Abwehrsystem eine Rolle spielen. Typisch ist, dass die Schwellung oft einseitig oder asymmetrisch auftritt, und innerhalb kurzer Zeit deutlich zunimmt.
Symptome/Verlauf
Die Beschwerden entwickeln sich meist schnell. Typisch sind.
- akute Schwellungen; besonders an Lippen Augenlidern oder Zunge
- Spannungsgefühl oder leichte Schmerzen
- Atemnot; wenn der Rachenbereich betroffen ist
Die Schwellung kann Minuten bis Stunden anhalten und bildet sich bei leichten Formen von selbst zurück. Bei wiederkehrenden; nicht allergischen Auslösern; kann der Verlauf jedoch unberechenbar sein und ohne klare Trigger auftreten.
Folgen/Komplikationen
Gefährlich wird ein Quincke-Ödem, wenn die Schwellung den Kehlkopf oder Rachen betrifft. Dann drohen Atemprobleme bis hin zum vollständigen Verschluss der Atemwege. Ohne rasche Behandlung kann dies lebensbedrohlich werden. Wiederholt auftretende Schwellungen belasten Betroffene zusätzlich durch Unsicherheit und eingeschränkte Alltagsaktivitäten.
Ursachen/Risikofaktoren
Es gibt verschiedene Auslöser. Bei allergischen Formen liegt eine Überempfindlichkeit auf bestimmte Stoffe vor. Nicht allergische Formen entstehen zum Beispiel durch erbliche Veränderungen im Immunsystem oder durch Störungen bei der Regulierung bestimmter Eiweiße im Blut. Zu den wichtigen Risikofaktoren zählen der Kontakt mit bekannten Allergenen, die Einnahme bestimmter Medikamente sowie Infekte, Stress oder starke körperliche Belastung. Auch eine erbliche Anlage kann eine Rolle spielen. Manchmal bleibt der genaue Auslöser unklar, obwohl die Beschwerden eindeutig sind.
Das kann helfen
Das macht der Arzt: Er behandelt je nach Auslöser meist mit Antihistaminika oder entzündungshemmende Mitteln sowie speziellen Präparaten bei erblichen oder anderen nicht allergischen Varianten.
Das kann man selbst tun: Durch das rasche Meiden möglicher Reize und ruhiges Atmen lindern sich oft die Beschwerden. Grenzen der Selbsthilfe bestehen, wenn Schwellungen im Gesichts- oder Halsbereich auftreten, Atemnot einsetzt oder die Beschwerden rasch zunehmen. In diesen Fällen ist sofort medizinische Hilfe erforderlich.
Bearbeitungsstand: 26.03.2026
Quellenangaben:
Moll, Dermatologie, (2010), 7. Auflage - Nagel, Gürkov, Hals-Nasen-Ohrenheilkunde, Elsevier (Urban & Fischer), (2009), 2. Auflage - S. Andreae et al., Gesundheits- und Krankheitslehre für die Altenpflege, Thieme, (2011), 3. Aufl.
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Injektionslösung in einer Fertigspritze — verschreibungspflichtig.
Detaillierte Anwendungshinweise, Dosierung, Nebenwirkungen und Wechselwirkungen finden Sie unten in den Registerkarten. Beachten Sie stets die Packungsbeilage. Bei Unklarheiten fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.
- PZN:
- 16736298
- Darreichungsform:
- Injektionslösung in einer Fertigspritze (Fertigspritzen)
- Packungsgröße:
- 1 Stück
- Wirkstoffstärke:
- 300 mg
- Marke:
- TAKHZYRO
- Hersteller:
- TAKEDA GmbH
- Beipackzettel:
- PDF öffnen
Rechtlicher Status
Verantwortlicher Wirtschaftsakteur gemäß EU-Verordnung 2023/988
GPSRAnwendungshinweise
Die Gesamtdosis sollte nicht ohne Rücksprache mit einem Arzt oder Apotheker überschritten werden.
Art der Anwendung?
Die Anwendung sollte durch Fachpersonal oder nach den Anweisungen des Arztes erfolgen. Wenn Sie das Arzneimittel zum ersten Mal anwenden, wird Ihr Arzt Sie entsprechend anweisen. Das Arzneimittel ist für die einmalige Anwendung. Für die Injektion geeignete Körperstellen sind Bauchdecke, Oberschenkel oder die Außenseite des Oberarms. Dabei sollte die Injektionsstelle regelmäßig gewechselt werden.
Dauer der Anwendung?
Die Anwendungsdauer richtet sich nach Art der Beschwerde und/oder Dauer der Erkrankung und wird deshalb nur von Ihrem Arzt bestimmt.
Überdosierung?
Bisher sind keine Überdosierungserscheinungen bekannt. Setzen Sie sich bei dem Verdacht auf eine Überdosierung umgehend mit einem Arzt in Verbindung.
Generell gilt: Achten Sie vor allem bei Säuglingen, Kleinkindern und älteren Menschen auf eine gewissenhafte Dosierung. Im Zweifelsfalle fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker nach etwaigen Auswirkungen oder Vorsichtsmaßnahmen.
Eine vom Arzt verordnete Dosierung kann von den Angaben der Packungsbeilage abweichen. Da der Arzt sie individuell abstimmt, sollten Sie das Arzneimittel daher nach seinen Anweisungen anwenden.
Dosierung
In Absprache mit Ihrem Arzt, abhängig von dem Stadium der Behandlung, wird das Arzneimittel in der Regel folgendermaßen dosiert:
Ihr Arzt kann im Verlauf der Behandlung Dosisanpassungen vornehmen.
Eine Dosisreduktion auf 1 Fertigspritze alle 4 Wochen kann bei Patienten, die stabil attackenfrei sind, erwogen werden.
Wenn eine Injektion versäumt wurde, sollte die nachträgliche Injektion so schnell wie möglich nachgeholt werden.
Der Abstand zwischen den Injektionen bei 2-wöchiger Anwendung soll mindestens 10 Tage und bei 4-wöchiger Anwendung mindestens 24 Tage betragen.
Lassen Sie sich dazu von Ihrem Arzt oder Apotheker beraten.
Anwendungsgebiete
- Vorbeugung von wiederkehrenden Attacken einer erblichen (Schleim-) Haut-Schwellung (Angioödem)
Detaillierte Dosierung
Personenkreis: Jugendliche ab 12 Jahren und Erwachsene ab 40 kg Körpergewicht, Einzeldosis: 1 Fertigspritze, Gesamtdosis: 1 Fertigspritze, Zeitpunkt: jede 2. Woche, unabhängig von der Tageszeit
Wirkstoff
Wirkungsweise
Wie wirkt der Inhaltsstoff des Arzneimittels?
Der Wirkstoff Lanadelumab ist ein monoklonaler Antkörper, der zur Vorbeugung von Angioödem-Attacken bei Patienten mit hereditärem Angioödem angewendet wird. Lanadelumab hemmt ein im Blut enthaltenes Enzym, das so genannte Kallikrein und normalisiert die, bei Patienten mit hereditärem Angioödem vorliegenden, erhöhten Bradykinin-Spiegel, wodurch die Entstehung von Haut- und Schleimhautschwellungen gehemmt wird.
Nebenwirkungen
Welche unerwünschten Wirkungen können auftreten?
- Schmerzen an der Einstichstelle
- Hautrötung um die Einstichstelle herum
- Blauer Fleck an der Einstichstelle
- Beschwerden an der Einstichstelle
- Bluterguss (Hämatom) an der Einstichstelle
- Blutung an der Einstichstelle
- Juckende Einstichstelle
- Schwellung an der Einstichstelle
- Verhärtung an der Einstichstelle (Injektionsstelle)
- Hautmissempfindung an der Einstichstelle
- Reaktion an der Einstichstelle
- Wärme an der Einstichstelle
- Ödem an der Einstichstelle
- Hautausschlag an der Einstichstelle der Injektion
- Überempfindlichkeit
- Juckreiz (Pruritus)
- Unbehagen
- Missempfindung im Mund
- Schwindelgefühl
- Fleckig-knotiger Hautausschlag (makulopapulöser Hautauschlag)
- Muskelschmerzen
- Anstieg der Aminotransferase (ALAT)-Konzentration im Blut
- Anstieg der Aspartat-Aminotransferase (ASAT)-Konzentration im Blut
Bemerken Sie eine Befindlichkeitsstörung oder Veränderung während der Behandlung, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Für die Information an dieser Stelle werden vor allem Nebenwirkungen berücksichtigt, die bei mindestens einem von 1.000 behandelten Patienten auftreten.
Gegenanzeigen
Was spricht gegen eine Anwendung?
- Überempfindlichkeit gegen die Inhaltsstoffe
Welche Altersgruppe ist zu beachten?
- Säuglinge und Kleinkinder unter 2 Jahren: Das Arzneimittel darf nicht angewendet werden.
- Kinder und Erwachsene unter 40 kg Körpergewicht: Das Arzneimittel sollte in dieser Gruppe in der Regel nicht angewendet werden. Es gibt Präparate, die von der Wirkstoffstärke und/oder Darreichungsform her besser geeignet sind.
Was ist mit Schwangerschaft und Stillzeit?
- Schwangerschaft: Das Arzneimittel sollte nach derzeitigen Erkenntnissen nicht angewendet werden.
- Stillzeit: Wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Er wird Ihre besondere Ausgangslage prüfen und Sie entsprechend beraten, ob und wie Sie mit dem Stillen weitermachen können.
Ist Ihnen das Arzneimittel trotz einer Gegenanzeige verordnet worden, sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker. Der therapeutische Nutzen kann höher sein, als das Risiko, das die Anwendung bei einer Gegenanzeige in sich birgt.
Lagerungsanforderungen
Physische Eigenschaften
- Abmessungen (B × H × L):
- 81 × 37 × 178 mm
Bestellinformationen
- Mindestbestellmenge:
- 1
Aufbewahrung
Aufbewahrung
Lagerung vor Anbruch
Das Arzneimittel muss
- im Kühlschrank
- vor Frost geschützt
- im Dunkeln (z.B. im Umkarton)
aufbewahrt werden.
Wird das Arzneimittel unter Lichtschutz bei Raumtemperatur bis 25°C aufbewahrt, darf es höchstens 14 Tage verwendet werden.
Aufbewahrung nach Anbruch oder Zubereitung
Das Arzneimittel ist nach Anbruch/Zubereitung nur zur einmaligen Anwendung vorgesehen. Reste müssen verworfen werden!
Wichtige Hinweise
Was sollten Sie beachten?
- Es kann Arzneimittel geben, mit denen Wechselwirkungen auftreten. Sie sollten deswegen generell vor der Behandlung mit einem neuen Arzneimittel jedes andere, das Sie bereits anwenden, dem Arzt oder Apotheker angeben. Das gilt auch für Arzneimittel, die Sie selbst kaufen, nur gelegentlich anwenden oder deren Anwendung schon einige Zeit zurückliegt.
Weitere Hinweise aus der Fachinformation
Das Arzneimittel ist nicht zur Behandlung von akut auftretenden Attacken einer erblichen (Schleim-)-Haut-Schwellung vorgesehen.
Quincke-Ödem
Was ist das? - Definition Ein Quincke Ödem, auch Angioödem genannt, ist eine plötzlich auftretende Schwellung im Gewebe, die meist durch eine überschießende Reaktion des Immunsystems oder durch einen Mangel bestimmter Abwehrstoffe entsteht. Betroffen sind häufig Gesicht, Lippen, Zunge oder Hals, wobei die Schwellung rasch zunehmen kann.
Krankheitsbild
Ein Quincke Ödem entsteht durch Flüssigkeitseinlagerungen im tieferen Gewebe. Es kann allergisch bedingt sein, etwa nach Kontakt mit bestimmten Nahrungsmitteln, Insektenstichen oder Medikamenten. Daneben gibt es nicht allergische Formen, bei denen andere Veränderungen im körpereigenen Abwehrsystem eine Rolle spielen. Typisch ist, dass die Schwellung oft einseitig oder asymmetrisch auftritt, und innerhalb kurzer Zeit deutlich zunimmt.
Symptome/Verlauf
Die Beschwerden entwickeln sich meist schnell. Typisch sind.
- akute Schwellungen; besonders an Lippen Augenlidern oder Zunge
- Spannungsgefühl oder leichte Schmerzen
- Atemnot; wenn der Rachenbereich betroffen ist
Die Schwellung kann Minuten bis Stunden anhalten und bildet sich bei leichten Formen von selbst zurück. Bei wiederkehrenden; nicht allergischen Auslösern; kann der Verlauf jedoch unberechenbar sein und ohne klare Trigger auftreten.
Folgen/Komplikationen
Gefährlich wird ein Quincke-Ödem, wenn die Schwellung den Kehlkopf oder Rachen betrifft. Dann drohen Atemprobleme bis hin zum vollständigen Verschluss der Atemwege. Ohne rasche Behandlung kann dies lebensbedrohlich werden. Wiederholt auftretende Schwellungen belasten Betroffene zusätzlich durch Unsicherheit und eingeschränkte Alltagsaktivitäten.
Ursachen/Risikofaktoren
Es gibt verschiedene Auslöser. Bei allergischen Formen liegt eine Überempfindlichkeit auf bestimmte Stoffe vor. Nicht allergische Formen entstehen zum Beispiel durch erbliche Veränderungen im Immunsystem oder durch Störungen bei der Regulierung bestimmter Eiweiße im Blut. Zu den wichtigen Risikofaktoren zählen der Kontakt mit bekannten Allergenen, die Einnahme bestimmter Medikamente sowie Infekte, Stress oder starke körperliche Belastung. Auch eine erbliche Anlage kann eine Rolle spielen. Manchmal bleibt der genaue Auslöser unklar, obwohl die Beschwerden eindeutig sind.
Das kann helfen
Das macht der Arzt: Er behandelt je nach Auslöser meist mit Antihistaminika oder entzündungshemmende Mitteln sowie speziellen Präparaten bei erblichen oder anderen nicht allergischen Varianten.
Das kann man selbst tun: Durch das rasche Meiden möglicher Reize und ruhiges Atmen lindern sich oft die Beschwerden. Grenzen der Selbsthilfe bestehen, wenn Schwellungen im Gesichts- oder Halsbereich auftreten, Atemnot einsetzt oder die Beschwerden rasch zunehmen. In diesen Fällen ist sofort medizinische Hilfe erforderlich.
Bearbeitungsstand: 26.03.2026
Quellenangaben:
Moll, Dermatologie, (2010), 7. Auflage - Nagel, Gürkov, Hals-Nasen-Ohrenheilkunde, Elsevier (Urban & Fischer), (2009), 2. Auflage - S. Andreae et al., Gesundheits- und Krankheitslehre für die Altenpflege, Thieme, (2011), 3. Aufl.
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.