TEUFELSKRALLE-RATIOPHARM Filmtabletten
62,59 €
Sofort lieferbar
Pharmazeutische Informationen
Filmtabletten — rezeptfrei.
Detaillierte Anwendungshinweise, Dosierung, Nebenwirkungen und Wechselwirkungen finden Sie unten in den Registerkarten. Beachten Sie stets die Packungsbeilage. Bei Unklarheiten fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.
- PZN:
- 02940747
- Darreichungsform:
- Filmtabletten (Filmtabletten)
- Packungsgröße:
- 200 Stück
- Marke:
- TEUFELSKRALLE-RATIOPHARM
- Hersteller:
- ratiopharm GmbH
- Generikum:
-
Ja
Rechtlicher Status
Verantwortlicher Wirtschaftsakteur gemäß EU-Verordnung 2023/988
GPSRAnwendungshinweise
Die Gesamtdosis sollte nicht ohne Rücksprache mit einem Arzt oder Apotheker überschritten werden.
Art der Anwendung?
Nehmen Sie das Arzneimittel mit Flüssigkeit (z.B. 1 Glas Wasser) ein.
Dauer der Anwendung?
Prinzipiell ist die Dauer der Anwendung zeitlich nicht begrenzt.
Bei länger anhaltenden oder regelmäßig wiederkehrenden Beschwerden sollten Sie Ihren Arzt aufsuchen.
Überdosierung?
Bei einer Überdosierung kann es unter anderem zu Durchfall, Übelkeit, Erbrechen, Schwindel und Kopfschmerzen kommen. Setzen Sie sich bei dem Verdacht auf eine Überdosierung umgehend mit einem Arzt in Verbindung.
Einnahme vergessen?
Setzen Sie die Einnahme zum nächsten vorgeschriebenen Zeitpunkt ganz normal (also nicht mit der doppelten Menge) fort.
Generell gilt: Achten Sie vor allem bei Säuglingen, Kleinkindern und älteren Menschen auf eine gewissenhafte Dosierung. Im Zweifelsfalle fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker nach etwaigen Auswirkungen oder Vorsichtsmaßnahmen.
Eine vom Arzt verordnete Dosierung kann von den Angaben der Packungsbeilage abweichen. Da der Arzt sie individuell abstimmt, sollten Sie das Arzneimittel daher nach seinen Anweisungen anwenden.
Anwendungsgebiete
- Verschleißerscheinungen des Bewegungsapparates, zur unterstützenden Behandlung
Detaillierte Dosierung
Personenkreis: Jugendliche ab 12 Jahren und Erwachsene, Einzeldosis: 1 Tablette, Gesamtdosis: 2-mal täglich, Zeitpunkt: morgens und abends, zu der Mahlzeit
Wirkstoff
Wirkungsweise
Wie wirkt der Inhaltsstoff des Arzneimittels?
Die Inhaltsstoffe entstammen der Pflanze Teufelskralle und wirken als natürliches Gemisch. Zu der Pflanze selbst:
- Aussehen: mehrjährige, niederliegende Pflanze mit stark entwickeltem Wurzelsystem; graugrüne, gelappte Blätter, große trichterförmige violette Blüten
- Vorkommen: Kalahari-Wüste (Südafrika)
- Hauptsächliche Inhaltsstoffe: Bitterstoffe (Harpagosid)
- Verwendete Pflanzenteile und Zubereitungen: Extrakte der getrockneten Wurzel
Die Bitterstoffe der Teufelskralle unterdrücken einen körpereigenen Stoff, der für die Bildung von schmerz- und entzündungsauslösenden Substanzen verantwortlich ist. Der bittere Geschmack regt zusätzlich die Verdauung an.
Nebenwirkungen
Welche unerwünschten Wirkungen können auftreten?
Für das Arzneimittel sind nur Nebenwirkungen beschrieben, die bisher nur in Ausnahmefällen aufgetreten sind.
Bemerken Sie eine Befindlichkeitsstörung oder Veränderung während der Behandlung, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Für die Information an dieser Stelle werden vor allem Nebenwirkungen berücksichtigt, die bei mindestens einem von 1.000 behandelten Patienten auftreten.
Gegenanzeigen
Was spricht gegen eine Anwendung?
Immer:
- Überempfindlichkeit gegen die Inhaltsstoffe
- Geschwüre im Verdauungstrakt
Unter Umständen - sprechen Sie hierzu mit Ihrem Arzt oder Apotheker:
- Gallensteinleiden
Welche Altersgruppe ist zu beachten?
- Kinder unter 12 Jahren: Das Arzneimittel sollte in der Regel in dieser Altersgruppe nicht angewendet werden.
Was ist mit Schwangerschaft und Stillzeit?
- Schwangerschaft: Das Arzneimittel sollte nach derzeitigen Erkenntnissen nicht angewendet werden.
- Stillzeit: Von einer Anwendung wird nach derzeitigen Erkenntnissen abgeraten. Eventuell ist ein Abstillen in Erwägung zu ziehen.
Ist Ihnen das Arzneimittel trotz einer Gegenanzeige verordnet worden, sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker. Der therapeutische Nutzen kann höher sein, als das Risiko, das die Anwendung bei einer Gegenanzeige in sich birgt.
Lagerungsanforderungen
Aufbewahrung
Aufbewahrung
Das Arzneimittel muss vor Hitze geschützt aufbewahrt werden.
Wichtige Hinweise
Was sollten Sie beachten?
- Vorsicht bei einer Unverträglichkeit gegenüber Lactose. Wenn Sie eine Diabetes-Diät einhalten müssen, sollten Sie den Zuckergehalt berücksichtigen.
Weitere Hinweise aus der Fachinformation
Suchen Sie Ihren Arzt auf, wenn zusätzlich Beschwerden wie Rötung, Schwellung oder Überwärmung der Gelenke auftreten.
Arthrose
Was ist das? - Definition Arthrose ist eine chronische Gelenkerkrankung, bei der sich der Gelenkknorpel langsam abbaut. Dadurch reiben die Knochen direkt aufeinander, was Schmerzen, Entzündungen und Bewegungseinschränkungen verursacht. Die Erkrankung betrifft vor allem ältere Menschen, kann aber auch Jüngere durch Verletzungen oder Fehlbelastungen treffen.
Krankheitsbild
Arthrose ist die häufigste Gelenkerkrankung weltweit. Sie entsteht durch den schrittweisen Verschleiß des Gelenkknorpels, der normalerweise als Puffer zwischen den Knochen dient. Wenn dieser Knorpel dünner wird oder ganz verschwindet, kommt es zu Reibung, Schmerzen und Entzündungen.
Die Erkrankung trifft am häufigsten Knie, Hüfte, Finger und die Wirbelsäule. Sie entwickelt sich meist über Jahre und kann unterschiedlich stark ausgeprägt sein. In frühen Stadien sind die Beschwerden oft mild, später können sie den Alltag deutlich einschränken.
Symptome und Verlauf
Zu den typischen Symptomen zählen Gelenkschmerzen, die zunächst nur bei Bewegung auftreten und später oft auch in Ruhe bestehen. Viele Betroffene berichten von Morgensteifigkeit. Die Gelenke fühlen sich nach dem Aufstehen oder längerer Ruhe steif an. Mit der Zeit wird das betroffene Gelenk unbeweglicher, es kann anschwellen oder sich warm anfühlen. Manche spüren ein Knirschen oder Reiben bei Bewegung.
Der Verlauf unterscheidet sich individuell. Manche Menschen haben über Jahre nur leichte Beschwerden, andere erleben eine rasche Verschlechterung. In fortgeschrittenen Stadien bilden sich oft Knochenwucherungen, die das Gelenk zusätzlich versteifen. Entzündliche Schübe mit Schwellung und Schmerz sind ebenfalls möglich. Bei starkem Knorpelverlust kann sich die Gelenkform verändern, was zu Fehlstellungen führt.
Folgen und Komplikationen
Unbehandelt kann Arthrose zu dauerhaften Bewegungseinschränkungen und starken Schmerzen führen. Die Lebensqualität sinkt, alltägliche Tätigkeiten wie Gehen, Treppensteigen oder Greifen fallen schwer. In fortgeschrittenen Fällen droht eine Gelenkversteifung oder der Bedarf an einem künstlichen Gelenk. Auch psychische Belastungen durch chronische Schmerzen treten bei einigen Betroffenen auf.
Ursachen und Risikofaktoren
Die häufigste Ursache ist der altersbedingte Verschleiß. Mit den Jahren verliert der Knorpel an Elastizität und Belastbarkeit. Doch auch andere Faktoren spielen eine Rolle:
- Genetische Veranlagung; Arthrose tritt in manchen Familien gehäuft auf
- Gelenkbelastende Sportarten; etwa Fußball oder Jogging auf hartem Untergrund
- Berufliche Belastung; häufiges Knien, schweres Heben oder monotone Bewegungen
- Verletzungsfolgen; etwa nach Kreuzbandriss oder Meniskusschaden
- Fehlstellungen, wie X- oder O-Beine oder Hüftdysplasie
- Übergewicht; belastet vor allem Knie und Hüfte stark
Das kann helfen
Das macht der Arzt:
Die Behandlung zielt darauf ab, Schmerzen zu lindern, die Beweglichkeit zu erhalten und den Verlauf zu verlangsamen. Ärztinnen und Ärzte setzen auf eine Kombination aus Bewegungstherapie, Medikamenten und bei Bedarf operativen Maßnahmen. Physiotherapie, gelenkschonender Sport und Gewichtsreduktion sind zentrale Bestandteile.
Was man selbst tun kann:
Regelmäßige Bewegung wie Schwimmen oder Radfahren stärkt die Muskulatur und entlastet die Gelenke. Eine ausgewogene Ernährung und das Vermeiden von Übergewicht helfen ebenfalls. Schmerzmittel können kurzfristig unterstützen. Sie sollten aber nicht dauerhaft ohne ärztliche Begleitung eingenommen werden. In der Apotheke gibt es zudem Nahrungsergänzungsmittel, die die Gelenke unterstützen können.Grenzen der Selbsthilfe sind erreicht, wenn die Schmerzen stark zunehmen, die Beweglichkeit deutlich eingeschränkt ist oder entzündliche Schübe auftreten. Dann ist eine ärztliche Abklärung wichtig, auch um andere Ursachen auszuschließen und die passende Therapie zu finden.
Bearbeitungsstand: 09.01.2026
Quellenangaben:
Brunkhorst, Schölmerich, Differenzialdiagnostik und Differenzialtherapie, Elsevier (Urban & Fischer), (2010), 1. Auflage - Thieme, Thiemes Altenpflege in Lernfeldern, Thieme, (2008)
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Bandscheibenvorfall
Was ist das? - Definition Zwischen Wirbelkörpern sitzende Bandscheiben sorgen dafür, dass die Wirbelsäule beweglich ist und Stöße gedämpft werden. Sie können sich jedoch abnutzen und sogar aufreißen, Material aus ihrem Inneren tritt aus, ein Bandscheibenvorfall entsteht. Er kann möglicherweise Nervenfasern abdrücken und so merkliche Folgewirkungen verursachen. Durch eine geeignete, rechtzeitige Behandlung kann Betroffenen jedoch gut geholfen werden.
Krankheitsbild
Die Wirbelsäule besteht vom Hals bis zum Becken aus 24 einzelnen knöchernen Wirbelkörpern. Die im Becken- und Steißbeinbereich liegenden Wirbelkörper sind fest verwachsen. Zwischen den einzelnen Wirbelkörpern verankert liegen die etwa 1,2 Zentimeter dicken, diskusförmigen Bandscheiben. Außen umgibt sie ein elastischer, aber fester Faserring, der einen Gallertkern umschließt. Die Bandscheiben erlauben eine gewisse Beweglichkeit der Wirbelsäule. Zudem dämpfen Bandscheiben Stöße entlang der Wirbelsäule. Und sie sorgen für Abstand zwischen Wirbelkörpern, so dass aus dem entlang der Wirbelsäule verlaufenden Rückenmark in den Körper austretende Nervenfasern nicht eingeengt werden.
Das Alter sowie mangelnde Bewegung, einseitige Körperhaltungen etwa bei langem Sitzen und häufige Überlastung des Rückens setzen den Bandscheiben zu. Sie werden schlechter ernährt, verlieren Flüssigkeit und werden dünner. Die Faserhülle wird weniger elastisch und instabiler. Schließlich kann es passieren, dass sich Bereiche der Faserhülle bei Druck auf die Bandscheibe nach außen wölben. Eine Bandscheibenvorwölbung entsteht. Mitunter reißt die Faserhülle sogar und Material aus dem Inneren der Bandscheibe tritt aus, ein Bandscheibenvorfall liegt vor.
Symptome/Verlauf
Bandscheibenvorfälle müssen nicht zwingend Beschwerden verursachen, mitunter werden sie dann nur durch Zufall erkannt. Kommt es jedoch durch einen Bandscheibenvorfall zu einer Quetschung von Nervensträngen, kann dies je nach Ausmaß und dem Ort des Geschehens zu starken Schmerzen und zusätzlich zu anderen, teils schwerwiegenden Symptomen führen. Mögliche Symptome eines Bandscheibenvorfalls:
- Schmerzen, Missempfindungen wie Taubheitsgefühle oder Kribbeln im Rücken oder Gesäß, die in Beine oder Füße ausstrahlen können
- Schmerzen und Missempfindungen in Schultern und Nacken, über den Arm bis in die Finger ausstrahlend
- Bewegungsstörungen bis hin zu Lähmungserscheinungen
- Koordinationsstörungen und Schwindelgefühle
- Kontrollverluste über die Darm- oder Blasenfunktion, Probleme im Genitalbereich
Diese Symptome sollte man rasch von einem Arzt abklären lassen. In der Mehrzahl der Fälle tritt ein Bandscheibenvorfall in der Lendenwirbelregion auf. Drückt er dabei auf Fasern des Ischiasnervs, verursacht das Schmerzen im Rücken, im Gesäß und in die Beine ausstrahlend.
Der Verlauf hängt sehr davon ab, welche Strukturen durch den Vorfall betroffen sind, welche Komplikationen dann auftreten und wie konsequent die Behandlung erfolgt. Zudem wird vorgetretenes Bandscheibenmaterial auch auf natürlichem Wege abgebaut und es können sich geschädigte Nerven je nach Ausmaß des Schadens auch wieder erholen.
Folgen/Komplikationen
Treten massive Quetschungen von Nervenfasern in Nerven und im Rückenmark auf, können ohne rasche Behandlung Dauerschäden entstehen. Je länger die Quetschung dauert, umso höher ist das Risiko, das Symptome wie Lähmungen, Schmerzen oder Missempfindungen bestehen bleiben.
Ursachen/Risikofaktoren
Es gibt eine Reihe von Risikofaktoren, die die Abnutzung von Bandscheiben und letztlich auch einen Bandscheibenvorfall fördern können. Dazu gehören unter anderem:
- Übergewicht
- schwere körperliche Arbeit
- überwiegend sitzende Tätigkeit
- mangelnde Bewegung
- Haltungsfehler
- schwache Bauch- und Rückenmuskulatur
- Fehlstellungen wie etwa Skoliose
- überdurchschnittliche Körpergröße
Das kann helfen
Was der Arzt tun kann:
Die Ärztin oder der Arzt bewerten von Patienten geschilderte Beschwerden, untersuchen sie körperlich, nehmen dabei besonders auch neurologische Prüfungen vor, und veranlassen MRT- oder Röntgen-Untersuchungen.
Steht die Diagnose fest, wird je nach Befund und Schwere der Symptome die Behandlung festgelegt. Diese kann Schäden an der Bandscheibe selbst nicht rückgängig machen, sie richtet sich gegen die Folgen eines Bandscheibenvorfalls. Meistens genügen konservative Maßnahmen wie zum Beispiel schmerz- und entzündungsstillende Medikamente, Physiotherapie, ein Stützkorsett und die Kräftigung der Rückenmuskulatur. Drückt der Bandscheibenvorfall auf eine Nervenwurzel oder das Rückenmark und/oder bewirkt er starke Schmerzen und Funktionsausfälle, muss operiert werden. Das geschieht entweder endoskopisch über eine durch die Haut eingebrachte Sonde oder durch eine offene mikrochirurgische Operation über einen kleinen Hautschnitt. Ob noch andere Verfahren nötig sind, muss die Ärztin oder der Arzt im Einzelfall entscheiden.
Was man selbst tun kann:
Wichtig ist, nach Maßgabe des Arztes bald wieder körperlich aktiv zu werden. Allerdings darf man keine schweren Lasten heben und muss schonende Sportarten bevorzugen. Dazu sollte man sich von den behandelnden Ärzten und Physiotherapeuten gut beraten lassen.
Vorbeugend und auch nach der akuten Behandlung eines Bandscheibenvorfalls hilft es unter anderem, sich ausreichend zu bewegen, Übergewicht abzubauen, die Rumpfmuskulatur zu stärken, den Arbeitsplatz rückenfreundlich zu gestalteten, nicht zu lange am Stück zu sitzen, eine aufrechte Sitzhaltung einzunehmen, starke Belastungen des Rückens zu verhindern und Lasten richtig anzuheben.
Bearbeitungsstand: 30.12.2025
Quellenangaben:
Wülker, Orthopädie und Unfallchirurgie, Thieme, (2009), 2. Auflage - Thieme, Thiemes Altenpflege in Lernfeldern, Thieme, (2008)
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Hexenschuss
Was ist das? - Definition Ein Hexenschuss ist ein plötzlich einschießender starker Schmerz im unteren Rücken. Er entsteht meist durch eine akute Reizung von Muskeln, Gelenken oder Nerven im Bereich der Lendenwirbelsäule und führt oft zu einer schmerzbedingten Bewegungseinschränkung.
Krankheitsbild
Ein Hexenschuss tritt meist ohne Vorwarnung auf und zeigt sich als stechender Schmerz im unteren Rücken. Häufig kommt es nach einer ruckartigen Bewegung oder beim Bücken zu einer abrupten Blockade im Bereich der Lendenwirbelsäule. Die Betroffenen nehmen oft eine Schonhaltung ein und können sich nur eingeschränkt bewegen.
Symptome Verlauf
Typisch ist ein plötzlich einsetzender Schmerz im Kreuz, der manchmal in Gesäß oder Beine ausstrahlt. Die Beschwerden verstärken sich bei Bewegung und lassen in Ruhe etwas nach. Der Verlauf ist in der Regel gutartig und bessert sich innerhalb weniger Tage bis Wochen. Typische Merkmale sind:
- starke Schmerzen im unteren Rücken
- eingeschränkte Beweglichkeit
- verspannte Muskulatur
- mögliche Ausstrahlung in Beine oder Gesäß
Folgen Komplikationen
In den meisten Fällen bleibt ein Hexenschuss ohne ernste Folgen. Komplikationen treten selten auf. Wenn jedoch Taubheitsgefühle, Lähmungen oder Probleme beim Wasserlassen auftreten, kann eine ernste Ursache wie ein Bandscheibenvorfall dahinterstecken. Dann ist eine rasche ärztliche Abklärung notwendig.
Ursachen Risikofaktoren
Ein Hexenschuss entsteht häufig durch verspannte oder überlastete Muskeln, blockierte Wirbelgelenke oder gereizte Nerven. Auch eine ungünstige Körperhaltung oder schwache Rumpfmuskulatur kann das Risiko erhöhen. Weitere Risikofaktoren sind Bewegungsmangel, schweres Heben, Stress und altersbedingte Veränderungen der Wirbelsäule.
Das kann helfen
Das macht der Arzt: Er empfiehlt in der Regel Wärmeanwendungen, angepasste Bewegungsübungen und bei Bedarf Schmerzmittel. Auch pflanzliche Präparate, etwa in Form von Salben, kommen zum Einsatz.
Das kann man selbst tun: Leichte Bewegung, Wärmeanwendungen und vorsichtige Entspannungstechniken nutzen. Grenzen bestehen, wenn starke Ausstrahlung, Taubheit, Lähmungen oder Probleme mit Blase oder Darm auftreten. Dann ist sofort ärztliche Hilfe nötig.
Bearbeitungsstand: 09.01.2026
Quellenangaben:
Wülker, Orthopädie und Unfallchirurgie, Thieme, (2009), 2. Auflage - Kellnhauser, Thiemes Pflege, (2009), 11. Auflage
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Filmtabletten — rezeptfrei.
Detaillierte Anwendungshinweise, Dosierung, Nebenwirkungen und Wechselwirkungen finden Sie unten in den Registerkarten. Beachten Sie stets die Packungsbeilage. Bei Unklarheiten fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.
- PZN:
- 02940747
- Darreichungsform:
- Filmtabletten (Filmtabletten)
- Packungsgröße:
- 200 Stück
- Marke:
- TEUFELSKRALLE-RATIOPHARM
- Hersteller:
- ratiopharm GmbH
- Generikum:
-
Ja
Rechtlicher Status
Verantwortlicher Wirtschaftsakteur gemäß EU-Verordnung 2023/988
GPSRAnwendungshinweise
Die Gesamtdosis sollte nicht ohne Rücksprache mit einem Arzt oder Apotheker überschritten werden.
Art der Anwendung?
Nehmen Sie das Arzneimittel mit Flüssigkeit (z.B. 1 Glas Wasser) ein.
Dauer der Anwendung?
Prinzipiell ist die Dauer der Anwendung zeitlich nicht begrenzt.
Bei länger anhaltenden oder regelmäßig wiederkehrenden Beschwerden sollten Sie Ihren Arzt aufsuchen.
Überdosierung?
Bei einer Überdosierung kann es unter anderem zu Durchfall, Übelkeit, Erbrechen, Schwindel und Kopfschmerzen kommen. Setzen Sie sich bei dem Verdacht auf eine Überdosierung umgehend mit einem Arzt in Verbindung.
Einnahme vergessen?
Setzen Sie die Einnahme zum nächsten vorgeschriebenen Zeitpunkt ganz normal (also nicht mit der doppelten Menge) fort.
Generell gilt: Achten Sie vor allem bei Säuglingen, Kleinkindern und älteren Menschen auf eine gewissenhafte Dosierung. Im Zweifelsfalle fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker nach etwaigen Auswirkungen oder Vorsichtsmaßnahmen.
Eine vom Arzt verordnete Dosierung kann von den Angaben der Packungsbeilage abweichen. Da der Arzt sie individuell abstimmt, sollten Sie das Arzneimittel daher nach seinen Anweisungen anwenden.
Anwendungsgebiete
- Verschleißerscheinungen des Bewegungsapparates, zur unterstützenden Behandlung
Detaillierte Dosierung
Personenkreis: Jugendliche ab 12 Jahren und Erwachsene, Einzeldosis: 1 Tablette, Gesamtdosis: 2-mal täglich, Zeitpunkt: morgens und abends, zu der Mahlzeit
Wirkstoff
Wirkungsweise
Wie wirkt der Inhaltsstoff des Arzneimittels?
Die Inhaltsstoffe entstammen der Pflanze Teufelskralle und wirken als natürliches Gemisch. Zu der Pflanze selbst:
- Aussehen: mehrjährige, niederliegende Pflanze mit stark entwickeltem Wurzelsystem; graugrüne, gelappte Blätter, große trichterförmige violette Blüten
- Vorkommen: Kalahari-Wüste (Südafrika)
- Hauptsächliche Inhaltsstoffe: Bitterstoffe (Harpagosid)
- Verwendete Pflanzenteile und Zubereitungen: Extrakte der getrockneten Wurzel
Die Bitterstoffe der Teufelskralle unterdrücken einen körpereigenen Stoff, der für die Bildung von schmerz- und entzündungsauslösenden Substanzen verantwortlich ist. Der bittere Geschmack regt zusätzlich die Verdauung an.
Nebenwirkungen
Welche unerwünschten Wirkungen können auftreten?
Für das Arzneimittel sind nur Nebenwirkungen beschrieben, die bisher nur in Ausnahmefällen aufgetreten sind.
Bemerken Sie eine Befindlichkeitsstörung oder Veränderung während der Behandlung, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Für die Information an dieser Stelle werden vor allem Nebenwirkungen berücksichtigt, die bei mindestens einem von 1.000 behandelten Patienten auftreten.
Gegenanzeigen
Was spricht gegen eine Anwendung?
Immer:
- Überempfindlichkeit gegen die Inhaltsstoffe
- Geschwüre im Verdauungstrakt
Unter Umständen - sprechen Sie hierzu mit Ihrem Arzt oder Apotheker:
- Gallensteinleiden
Welche Altersgruppe ist zu beachten?
- Kinder unter 12 Jahren: Das Arzneimittel sollte in der Regel in dieser Altersgruppe nicht angewendet werden.
Was ist mit Schwangerschaft und Stillzeit?
- Schwangerschaft: Das Arzneimittel sollte nach derzeitigen Erkenntnissen nicht angewendet werden.
- Stillzeit: Von einer Anwendung wird nach derzeitigen Erkenntnissen abgeraten. Eventuell ist ein Abstillen in Erwägung zu ziehen.
Ist Ihnen das Arzneimittel trotz einer Gegenanzeige verordnet worden, sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker. Der therapeutische Nutzen kann höher sein, als das Risiko, das die Anwendung bei einer Gegenanzeige in sich birgt.
Lagerungsanforderungen
Aufbewahrung
Aufbewahrung
Das Arzneimittel muss vor Hitze geschützt aufbewahrt werden.
Wichtige Hinweise
Was sollten Sie beachten?
- Vorsicht bei einer Unverträglichkeit gegenüber Lactose. Wenn Sie eine Diabetes-Diät einhalten müssen, sollten Sie den Zuckergehalt berücksichtigen.
Weitere Hinweise aus der Fachinformation
Suchen Sie Ihren Arzt auf, wenn zusätzlich Beschwerden wie Rötung, Schwellung oder Überwärmung der Gelenke auftreten.
Arthrose
Was ist das? - Definition Arthrose ist eine chronische Gelenkerkrankung, bei der sich der Gelenkknorpel langsam abbaut. Dadurch reiben die Knochen direkt aufeinander, was Schmerzen, Entzündungen und Bewegungseinschränkungen verursacht. Die Erkrankung betrifft vor allem ältere Menschen, kann aber auch Jüngere durch Verletzungen oder Fehlbelastungen treffen.
Krankheitsbild
Arthrose ist die häufigste Gelenkerkrankung weltweit. Sie entsteht durch den schrittweisen Verschleiß des Gelenkknorpels, der normalerweise als Puffer zwischen den Knochen dient. Wenn dieser Knorpel dünner wird oder ganz verschwindet, kommt es zu Reibung, Schmerzen und Entzündungen.
Die Erkrankung trifft am häufigsten Knie, Hüfte, Finger und die Wirbelsäule. Sie entwickelt sich meist über Jahre und kann unterschiedlich stark ausgeprägt sein. In frühen Stadien sind die Beschwerden oft mild, später können sie den Alltag deutlich einschränken.
Symptome und Verlauf
Zu den typischen Symptomen zählen Gelenkschmerzen, die zunächst nur bei Bewegung auftreten und später oft auch in Ruhe bestehen. Viele Betroffene berichten von Morgensteifigkeit. Die Gelenke fühlen sich nach dem Aufstehen oder längerer Ruhe steif an. Mit der Zeit wird das betroffene Gelenk unbeweglicher, es kann anschwellen oder sich warm anfühlen. Manche spüren ein Knirschen oder Reiben bei Bewegung.
Der Verlauf unterscheidet sich individuell. Manche Menschen haben über Jahre nur leichte Beschwerden, andere erleben eine rasche Verschlechterung. In fortgeschrittenen Stadien bilden sich oft Knochenwucherungen, die das Gelenk zusätzlich versteifen. Entzündliche Schübe mit Schwellung und Schmerz sind ebenfalls möglich. Bei starkem Knorpelverlust kann sich die Gelenkform verändern, was zu Fehlstellungen führt.
Folgen und Komplikationen
Unbehandelt kann Arthrose zu dauerhaften Bewegungseinschränkungen und starken Schmerzen führen. Die Lebensqualität sinkt, alltägliche Tätigkeiten wie Gehen, Treppensteigen oder Greifen fallen schwer. In fortgeschrittenen Fällen droht eine Gelenkversteifung oder der Bedarf an einem künstlichen Gelenk. Auch psychische Belastungen durch chronische Schmerzen treten bei einigen Betroffenen auf.
Ursachen und Risikofaktoren
Die häufigste Ursache ist der altersbedingte Verschleiß. Mit den Jahren verliert der Knorpel an Elastizität und Belastbarkeit. Doch auch andere Faktoren spielen eine Rolle:
- Genetische Veranlagung; Arthrose tritt in manchen Familien gehäuft auf
- Gelenkbelastende Sportarten; etwa Fußball oder Jogging auf hartem Untergrund
- Berufliche Belastung; häufiges Knien, schweres Heben oder monotone Bewegungen
- Verletzungsfolgen; etwa nach Kreuzbandriss oder Meniskusschaden
- Fehlstellungen, wie X- oder O-Beine oder Hüftdysplasie
- Übergewicht; belastet vor allem Knie und Hüfte stark
Das kann helfen
Das macht der Arzt:
Die Behandlung zielt darauf ab, Schmerzen zu lindern, die Beweglichkeit zu erhalten und den Verlauf zu verlangsamen. Ärztinnen und Ärzte setzen auf eine Kombination aus Bewegungstherapie, Medikamenten und bei Bedarf operativen Maßnahmen. Physiotherapie, gelenkschonender Sport und Gewichtsreduktion sind zentrale Bestandteile.
Was man selbst tun kann:
Regelmäßige Bewegung wie Schwimmen oder Radfahren stärkt die Muskulatur und entlastet die Gelenke. Eine ausgewogene Ernährung und das Vermeiden von Übergewicht helfen ebenfalls. Schmerzmittel können kurzfristig unterstützen. Sie sollten aber nicht dauerhaft ohne ärztliche Begleitung eingenommen werden. In der Apotheke gibt es zudem Nahrungsergänzungsmittel, die die Gelenke unterstützen können.Grenzen der Selbsthilfe sind erreicht, wenn die Schmerzen stark zunehmen, die Beweglichkeit deutlich eingeschränkt ist oder entzündliche Schübe auftreten. Dann ist eine ärztliche Abklärung wichtig, auch um andere Ursachen auszuschließen und die passende Therapie zu finden.
Bearbeitungsstand: 09.01.2026
Quellenangaben:
Brunkhorst, Schölmerich, Differenzialdiagnostik und Differenzialtherapie, Elsevier (Urban & Fischer), (2010), 1. Auflage - Thieme, Thiemes Altenpflege in Lernfeldern, Thieme, (2008)
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Bandscheibenvorfall
Was ist das? - Definition Zwischen Wirbelkörpern sitzende Bandscheiben sorgen dafür, dass die Wirbelsäule beweglich ist und Stöße gedämpft werden. Sie können sich jedoch abnutzen und sogar aufreißen, Material aus ihrem Inneren tritt aus, ein Bandscheibenvorfall entsteht. Er kann möglicherweise Nervenfasern abdrücken und so merkliche Folgewirkungen verursachen. Durch eine geeignete, rechtzeitige Behandlung kann Betroffenen jedoch gut geholfen werden.
Krankheitsbild
Die Wirbelsäule besteht vom Hals bis zum Becken aus 24 einzelnen knöchernen Wirbelkörpern. Die im Becken- und Steißbeinbereich liegenden Wirbelkörper sind fest verwachsen. Zwischen den einzelnen Wirbelkörpern verankert liegen die etwa 1,2 Zentimeter dicken, diskusförmigen Bandscheiben. Außen umgibt sie ein elastischer, aber fester Faserring, der einen Gallertkern umschließt. Die Bandscheiben erlauben eine gewisse Beweglichkeit der Wirbelsäule. Zudem dämpfen Bandscheiben Stöße entlang der Wirbelsäule. Und sie sorgen für Abstand zwischen Wirbelkörpern, so dass aus dem entlang der Wirbelsäule verlaufenden Rückenmark in den Körper austretende Nervenfasern nicht eingeengt werden.
Das Alter sowie mangelnde Bewegung, einseitige Körperhaltungen etwa bei langem Sitzen und häufige Überlastung des Rückens setzen den Bandscheiben zu. Sie werden schlechter ernährt, verlieren Flüssigkeit und werden dünner. Die Faserhülle wird weniger elastisch und instabiler. Schließlich kann es passieren, dass sich Bereiche der Faserhülle bei Druck auf die Bandscheibe nach außen wölben. Eine Bandscheibenvorwölbung entsteht. Mitunter reißt die Faserhülle sogar und Material aus dem Inneren der Bandscheibe tritt aus, ein Bandscheibenvorfall liegt vor.
Symptome/Verlauf
Bandscheibenvorfälle müssen nicht zwingend Beschwerden verursachen, mitunter werden sie dann nur durch Zufall erkannt. Kommt es jedoch durch einen Bandscheibenvorfall zu einer Quetschung von Nervensträngen, kann dies je nach Ausmaß und dem Ort des Geschehens zu starken Schmerzen und zusätzlich zu anderen, teils schwerwiegenden Symptomen führen. Mögliche Symptome eines Bandscheibenvorfalls:
- Schmerzen, Missempfindungen wie Taubheitsgefühle oder Kribbeln im Rücken oder Gesäß, die in Beine oder Füße ausstrahlen können
- Schmerzen und Missempfindungen in Schultern und Nacken, über den Arm bis in die Finger ausstrahlend
- Bewegungsstörungen bis hin zu Lähmungserscheinungen
- Koordinationsstörungen und Schwindelgefühle
- Kontrollverluste über die Darm- oder Blasenfunktion, Probleme im Genitalbereich
Diese Symptome sollte man rasch von einem Arzt abklären lassen. In der Mehrzahl der Fälle tritt ein Bandscheibenvorfall in der Lendenwirbelregion auf. Drückt er dabei auf Fasern des Ischiasnervs, verursacht das Schmerzen im Rücken, im Gesäß und in die Beine ausstrahlend.
Der Verlauf hängt sehr davon ab, welche Strukturen durch den Vorfall betroffen sind, welche Komplikationen dann auftreten und wie konsequent die Behandlung erfolgt. Zudem wird vorgetretenes Bandscheibenmaterial auch auf natürlichem Wege abgebaut und es können sich geschädigte Nerven je nach Ausmaß des Schadens auch wieder erholen.
Folgen/Komplikationen
Treten massive Quetschungen von Nervenfasern in Nerven und im Rückenmark auf, können ohne rasche Behandlung Dauerschäden entstehen. Je länger die Quetschung dauert, umso höher ist das Risiko, das Symptome wie Lähmungen, Schmerzen oder Missempfindungen bestehen bleiben.
Ursachen/Risikofaktoren
Es gibt eine Reihe von Risikofaktoren, die die Abnutzung von Bandscheiben und letztlich auch einen Bandscheibenvorfall fördern können. Dazu gehören unter anderem:
- Übergewicht
- schwere körperliche Arbeit
- überwiegend sitzende Tätigkeit
- mangelnde Bewegung
- Haltungsfehler
- schwache Bauch- und Rückenmuskulatur
- Fehlstellungen wie etwa Skoliose
- überdurchschnittliche Körpergröße
Das kann helfen
Was der Arzt tun kann:
Die Ärztin oder der Arzt bewerten von Patienten geschilderte Beschwerden, untersuchen sie körperlich, nehmen dabei besonders auch neurologische Prüfungen vor, und veranlassen MRT- oder Röntgen-Untersuchungen.
Steht die Diagnose fest, wird je nach Befund und Schwere der Symptome die Behandlung festgelegt. Diese kann Schäden an der Bandscheibe selbst nicht rückgängig machen, sie richtet sich gegen die Folgen eines Bandscheibenvorfalls. Meistens genügen konservative Maßnahmen wie zum Beispiel schmerz- und entzündungsstillende Medikamente, Physiotherapie, ein Stützkorsett und die Kräftigung der Rückenmuskulatur. Drückt der Bandscheibenvorfall auf eine Nervenwurzel oder das Rückenmark und/oder bewirkt er starke Schmerzen und Funktionsausfälle, muss operiert werden. Das geschieht entweder endoskopisch über eine durch die Haut eingebrachte Sonde oder durch eine offene mikrochirurgische Operation über einen kleinen Hautschnitt. Ob noch andere Verfahren nötig sind, muss die Ärztin oder der Arzt im Einzelfall entscheiden.
Was man selbst tun kann:
Wichtig ist, nach Maßgabe des Arztes bald wieder körperlich aktiv zu werden. Allerdings darf man keine schweren Lasten heben und muss schonende Sportarten bevorzugen. Dazu sollte man sich von den behandelnden Ärzten und Physiotherapeuten gut beraten lassen.
Vorbeugend und auch nach der akuten Behandlung eines Bandscheibenvorfalls hilft es unter anderem, sich ausreichend zu bewegen, Übergewicht abzubauen, die Rumpfmuskulatur zu stärken, den Arbeitsplatz rückenfreundlich zu gestalteten, nicht zu lange am Stück zu sitzen, eine aufrechte Sitzhaltung einzunehmen, starke Belastungen des Rückens zu verhindern und Lasten richtig anzuheben.
Bearbeitungsstand: 30.12.2025
Quellenangaben:
Wülker, Orthopädie und Unfallchirurgie, Thieme, (2009), 2. Auflage - Thieme, Thiemes Altenpflege in Lernfeldern, Thieme, (2008)
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Hexenschuss
Was ist das? - Definition Ein Hexenschuss ist ein plötzlich einschießender starker Schmerz im unteren Rücken. Er entsteht meist durch eine akute Reizung von Muskeln, Gelenken oder Nerven im Bereich der Lendenwirbelsäule und führt oft zu einer schmerzbedingten Bewegungseinschränkung.
Krankheitsbild
Ein Hexenschuss tritt meist ohne Vorwarnung auf und zeigt sich als stechender Schmerz im unteren Rücken. Häufig kommt es nach einer ruckartigen Bewegung oder beim Bücken zu einer abrupten Blockade im Bereich der Lendenwirbelsäule. Die Betroffenen nehmen oft eine Schonhaltung ein und können sich nur eingeschränkt bewegen.
Symptome Verlauf
Typisch ist ein plötzlich einsetzender Schmerz im Kreuz, der manchmal in Gesäß oder Beine ausstrahlt. Die Beschwerden verstärken sich bei Bewegung und lassen in Ruhe etwas nach. Der Verlauf ist in der Regel gutartig und bessert sich innerhalb weniger Tage bis Wochen. Typische Merkmale sind:
- starke Schmerzen im unteren Rücken
- eingeschränkte Beweglichkeit
- verspannte Muskulatur
- mögliche Ausstrahlung in Beine oder Gesäß
Folgen Komplikationen
In den meisten Fällen bleibt ein Hexenschuss ohne ernste Folgen. Komplikationen treten selten auf. Wenn jedoch Taubheitsgefühle, Lähmungen oder Probleme beim Wasserlassen auftreten, kann eine ernste Ursache wie ein Bandscheibenvorfall dahinterstecken. Dann ist eine rasche ärztliche Abklärung notwendig.
Ursachen Risikofaktoren
Ein Hexenschuss entsteht häufig durch verspannte oder überlastete Muskeln, blockierte Wirbelgelenke oder gereizte Nerven. Auch eine ungünstige Körperhaltung oder schwache Rumpfmuskulatur kann das Risiko erhöhen. Weitere Risikofaktoren sind Bewegungsmangel, schweres Heben, Stress und altersbedingte Veränderungen der Wirbelsäule.
Das kann helfen
Das macht der Arzt: Er empfiehlt in der Regel Wärmeanwendungen, angepasste Bewegungsübungen und bei Bedarf Schmerzmittel. Auch pflanzliche Präparate, etwa in Form von Salben, kommen zum Einsatz.
Das kann man selbst tun: Leichte Bewegung, Wärmeanwendungen und vorsichtige Entspannungstechniken nutzen. Grenzen bestehen, wenn starke Ausstrahlung, Taubheit, Lähmungen oder Probleme mit Blase oder Darm auftreten. Dann ist sofort ärztliche Hilfe nötig.
Bearbeitungsstand: 09.01.2026
Quellenangaben:
Wülker, Orthopädie und Unfallchirurgie, Thieme, (2009), 2. Auflage - Kellnhauser, Thiemes Pflege, (2009), 11. Auflage
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.