THYRONAT Tropfen 300 mg/ml Tropfen zum Einnehmen
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Pharmazeutische Informationen
Tropfen zum Einnehmen — verschreibungspflichtig.
Detaillierte Anwendungshinweise, Dosierung, Nebenwirkungen und Wechselwirkungen finden Sie unten in den Registerkarten. Beachten Sie stets die Packungsbeilage. Bei Unklarheiten fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.
- PZN:
- 19470530
- Darreichungsform:
- Tropfen zum Einnehmen (Tropfen zum Einnehmen)
- Packungsgröße:
- 20 ml
- Wirkstoffstärke:
- 300 mg
- Marke:
- THYRONAT
- Hersteller:
- UMIP Limited
- Beipackzettel:
- PDF öffnen
Rechtlicher Status
Verantwortlicher Wirtschaftsakteur gemäß EU-Verordnung 2023/988
GPSRAnwendungshinweise
Art der Anwendung?
Bereiten Sie das Arzneimittel zu und nehmen Sie es ein. Dazu verdünnen Sie es mit Wasser.
Dauer der Anwendung?
Die Anwendungsdauer richtet sich nach Art der Beschwerde und/oder Dauer der Erkrankung und wird deshalb nur von Ihrem Arzt bestimmt.
Überdosierung?
Wird das Arzneimittel wie beschrieben angewendet, sind keine Überdosierungserscheinungen bekannt. Bei versehentlichem Verschlucken unverdünnter Mengen wenden Sie sich umgehend an einen Arzt. Es kann zu Erbrechen, Bauchschmerzen und Durchfall kommen.
Einnahme vergessen?
Setzen Sie die Einnahme zum nächsten vorgeschriebenen Zeitpunkt ganz normal (also nicht mit der doppelten Menge) fort.
Generell gilt: Achten Sie vor allem bei Säuglingen, Kleinkindern und älteren Menschen auf eine gewissenhafte Dosierung. Im Zweifelsfalle fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker nach etwaigen Auswirkungen oder Vorsichtsmaßnahmen.
Eine vom Arzt verordnete Dosierung kann von den Angaben der Packungsbeilage abweichen. Da der Arzt sie individuell abstimmt, sollten Sie das Arzneimittel daher nach seinen Anweisungen anwenden.
Dosierung
Da die Dosierung des Arzneimittels von verschiedenen Faktoren abhängt, sollte sie von Ihrem Arzt individuell auf Sie abgestimmt werden.
Folgende Dosierungsempfehlungen werden gegeben - die Dosierung für Ihre spezielle Erkrankung besprechen Sie am besten mit Ihrem Arzt:
Schilddrüsenüberfunktion: Behandlungsbeginn:
Schilddrüsenüberfunktion: Folgebehandlung: Die Dosierung wird von Ihrem Arzt bestimmt.
Schilddrüsenblockade bei Untersuchungen (z.B. Szintigraphie oder Radionuklidtherapie): Das Arzneimittel wird entsprechend der geplanten Untersuchung/Behandlung von Ihrem Arzt dosiert.
Gabe iodhaltiger Röntgenkontrastmittel, Schilddrüsenfunktionstest: Das Arzneimittel wird von Ihrem Arzt dosiert.
Anwendungsgebiete
- Schilddrüsenüberfunktion (Hyperthyreose), ausgelöst durch Jod oder Amiodaron
- Schutz der Schilddrüse - (vor radioaktivem Jod)
- Strahlenbelastung der Schilddrüse bei Untersuchung (Szintigraphie), zur Schilddrüsenblockade bei szintigraphischen Untersuchungen anderer Organe mit radioaktiv markiertem Iod oder bei Immunszintigraphien zur Tumorsuche mit Radioiod-markierten Antikörpern
- Schilddrüsenfunktionstest (Perchlorat-Discharge bei Thyreoperoxidase-Defekt)
Detaillierte Dosierung
Personenkreis: Erwachsene, Einzeldosis: 15 Tropfen, Gesamtdosis: 3-5 mal täglich, Zeitpunkt: nach der Mahlzeit
Wirkstoff
Wirkungsweise
Wie wirkt der Inhaltsstoff des Arzneimittels?
Der Wirkstoff wird bei einer Überfunktion der Schilddrüse eingesetzt. Ein wichtiger Bestandteil der Schilddrüsenhormone, die bei einer Überfunktion in zu großem Ausmaß gebildet werden, ist das Iod. Der Wirkstoff unterdrückt die Produktion von Schilddrüsenhormonen, indem er die Aufnahme des benötigten Iods in die Schilddrüse hemmt. Ist zu wenig Iod in der Schilddrüse vorhanden, kann sie auch nur noch eine begrenzte Menge an Hormonen bilden.
Daher wird Perchlorat auch eingesetzt, um die Schilddrüse vor radioaktivem Iod zu schützen. Radioaktivem Iod wird der Körper bei manchen diagnostischen Untersuchungen ausgesetzt.
Nebenwirkungen
- Leukopenie (Verminderung der Anzahl der weißen Blutkörperchen), erste Anzeichen können Halsschmerzen oder Fieber sein: Wenden Sie sich bei Auftreten solcher Anzeichen sofort an Ihren Arzt.
- Lymphknotenschwellung
- Magen-Darm-Beschwerden, wie:
- - Übelkeit
- - Erbrechen
- - Durchfälle
- Mundtrockenheit
- Reizerscheinungen im Mund und im Rachen, zum Teil mit Entzündung der Mund- und Rachenschleimhaut
- Hautausschlag
- Kleinfleckige Haut- und Schleimhauteinblutungen (Purpura)
- Gelenkschmerzen, auch mit Fieber
- Fieber
- Schilddrüsenunterfunktion (Hypothyreose)
- Eosinophilie (erhöhte Anzahl an bestimmten weißen Blutkörperchen)
- Agranulozytose (stark verminderte Anzahl bestimmter weißer Blutkörperchen) - erste Anzeichen sind grippeähnliche Symptome, wie: Fieber, Halsschmerzen, Zahnfleisch- und Mundschleimhautentzündungen; bei Auftreten bitte sofort einen Arzt aufsuchen.
- Muskelkrämpfe
- Missempfindungen, wie Brennen in den Füßen
- Druckgefühl im Kopf
- Gelbsucht
- Juckreiz
Bemerken Sie eine Befindlichkeitsstörung oder Veränderung während der Behandlung, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Für die Information an dieser Stelle werden vor allem Nebenwirkungen berücksichtigt, die bei mindestens einem von 1.000 behandelten Patienten auftreten.
Gegenanzeigen
Was spricht gegen eine Anwendung?
- Überempfindlichkeit gegen die Inhaltsstoffe
- Knotige Schilddrüsenvergrößerung wie bei Morbus Basedow
- Kropf, beweglicher, der beim Einatmen vorrübergehend in den Brustkorb herabtreten kann - (retrosternales Struma, Tauchkropf)
- Veränderung des Blutbildes
- Stark verminderte Zahl an weißen Blutkörperchen (Agranulozytose)
- Operationsvorbereitungwährend Plummerung
Welche Altersgruppe ist zu beachten?
- Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren: In dieser Altersgruppe sollte das Arzneimittel nur bei bestimmten Anwendungsgebieten eingesetzt werden. Fragen Sie hierzu Ihren Arzt oder Apotheker.
Was ist mit Schwangerschaft und Stillzeit?
- Schwangerschaft: Wenden Sie sich an Ihren Arzt. Es spielen verschiedene Überlegungen eine Rolle, ob und wie das Arzneimittel in der Schwangerschaft angewendet werden kann.
- Stillzeit: Von einer Anwendung wird nach derzeitigen Erkenntnissen abgeraten. Eventuell ist ein Abstillen in Erwägung zu ziehen.
Ist Ihnen das Arzneimittel trotz einer Gegenanzeige verordnet worden, sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker. Der therapeutische Nutzen kann höher sein, als das Risiko, das die Anwendung bei einer Gegenanzeige in sich birgt.
Lagerungsanforderungen
Physische Eigenschaften
- Gewicht:
- 70 g
- Abmessungen (B × H × L):
- 33 × 80 × 33 mm
Bestellinformationen
- Mindestbestellmenge:
- 1
Aufbewahrung
Aufbewahrung
Lagerung vor Anbruch
Das Arzneimittel muss im Dunkeln (z.B. im Umkarton) aufbewahrt werden.
Aufbewahrung nach Anbruch oder Zubereitung
Das Arzneimittel darf nach Anbruch/Zubereitung höchstens 12 Wochen verwendet werden!
Das Arzneimittel muss nach Anbruch/Zubereitung
- bei Raumtemperatur
- im Dunkeln (z.B. im Umkarton)
aufbewahrt werden!
Wichtige Hinweise
Was sollten Sie beachten?
- Es kann Arzneimittel geben, mit denen Wechselwirkungen auftreten. Sie sollten deswegen generell vor der Behandlung mit einem neuen Arzneimittel jedes andere, das Sie bereits anwenden, dem Arzt oder Apotheker angeben. Das gilt auch für Arzneimittel, die Sie selbst kaufen, nur gelegentlich anwenden oder deren Anwendung schon einige Zeit zurückliegt.
Weitere Hinweise aus der Fachinformation
Zur Behandlung:
Zur Vorbereitung auf Untersuchungen:
Zum Nachweis einer Störung bei der Bildung von Schilddrüsenhormonen:
Schilddrüsenüberfunktion (Hyperthyreose)
Was ist das? - Definition Die Schilddrüse liegt an der Vorderseite des Halses unterhalb des Kehlkopfes direkt vor dem Schildknorpel, daher ihr Name. Sie produziert für die Steuerung des Stoffwechsels wichtige Hormone, und das unter Kontrolle des Gehirns. Geht diese Kontrolle jedoch verloren, kann es zu einer Überproduktion an Schilddrüsenhormon kommen, mit deutlichen Folgen.
Krankheitsbild
Die Schilddrüse produziert Hormone, die für die Steuerung des Stoffwechsels absolut unentbehrlich sind. Das Tetrajodthyronin, kurz T4, gilt dabei eher als Speicherform, stärker wirksam ist das Trijodthyronin, kurz T3. Es treibt den Stoffwechsel an wie ein Gaspedal einen Motor. Wird jedoch zu viel Schilddrüsenhormon gebildet, "überdreht" der Stoffwechsel.
Normalerweise kontrolliert das Gehirn die Produktion von Schilddrüsenhormonen sehr zuverlässig. Geht diese Kontrolle jedoch verloren, kann sich eine Schilddrüsenüberfunktion (Hyperthyreose) mit einer Überproduktion von Schilddrüsenhormon entwickeln. Oder die Schilddrüse wird durch fälschlich gebildete Antikörper ständig zu einer überhöhten Hormonproduktion angetrieben.
Das Zuviel an Schilddrüsenhormon kann zu einer ganzen Reihe von Beschwerden führen, bedingt beispielsweise durch Veränderungen im Fett- und Kohlenhydratstoffwechsel, oder durch Einfluss auf die Muskulatur, das Gehirn, das Herz oder die Sexualfunktion.
Symptome/Verlauf
Eine Schilddrüsenüberfunktion kann unter anderem im Zusammenhang mit einer Schilddrüsenvergrößerung (Struma) auftreten, bei der womöglich schon die Volumenzunahme der Drüse Beschwerden verursacht. So können Betroffene beispielsweise das Gefühl haben, als würde ein Kloß im Hals drücken.
Die manifeste, also offenkundige Überfunktion der Schilddrüse mit einer Überproduktion von Schilddrüsenhormonen bewirkt sehr unterschiedliche Beschwerden, so unter anderem:
- Herzrasen
- vermehrtes Schwitzen
- Zittern
- Nervosität
- Schlafstörungen
- Verstopfung
- Gewichtsverlust
- Appetitsteigerung
- Kurzatmigkeit
- rasche Ermüdbarkeit
- Zyklusstörungen bei Frauen
Je nach Ursache und Ausprägung der Schilddrüsenüberfunktion können die Symptome mal mehr, mal weniger stark sein. Sie müssen auch nicht zwingend alle auftreten. Mitunter spüren Betroffene zunächst keine Beschwerden und nur Veränderungen bei Schilddrüsenwerten im Blut deuten auf eine Überfunktion hin (latente Schilddrüsenüberfunktion). Erst mit der Zeit können dann vermehrt spürbare Probleme entstehen.
Folgen/Komplikationen
Ohne ausreichende Behandlung kann eine Schilddrüsenüberfunktion auf Dauer erhebliche Gesundheitsprobleme bewirken. Möglich sind Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie zum Beispiel Vorhofflimmern oder Herzschwäche, ebenso kann es zu beschleunigtem Knochenabbau kommen, zu einer Osteoporose.
Sehr selten zeigen sich bei einem Zuviel an Schilddrüsenhormon bedrohliche Störungen in Form einer sogenannten thyreotoxischen Krise. Es treten dann akut Symptome wie Krampfanfälle, Erbrechen und Durchfall, Bewusstseinseintrübungen, Herzrasen und Fieber auf. Die thyreotoxische Krise muss sofort intensivmedizinisch behandelt werden. Führt die Autoimmunkrankheit Morbus Basedow zur Überfunktion der Schilddrüse, können auch Augenveränderungen auftreten. Die Augen treten möglicherweise hervor, die Lider schließen nicht mehr vollständig, die Augen sind trocken, lichtempfindlich, das Sehen ist beeinträchtigt. Es kann zu Entzündungen, Doppelbildern, Augenschmerzen sowie Störungen der Augenbewegung kommen. Schlimmstenfalls nimmt der Sehnerv Schaden, mit der Folge von Gesichtsfeldausfällen.
Eine Schilddrüsenüberfunktion in der Schwangerschaft erhöht das Risiko für Komplikationen beim werdenden Kind und bei der Schwangeren.
Ursachen/Risikofaktoren
Die Kontrolle der Schilddrüse durch das Gehirn findet über ein Hormon statt, das Thyreoidea-stimulierende Hormon (TSH). Es treibt die Schilddrüse zur Hormonproduktion an. Ist die Schilddrüse zu wenig aktiv und liegen dadurch zu wenig Schilddrüsenhormone vor, setzt das Gehirn vermehrt TSH in den Blutkreislauf frei. Ist die Drüse überaktiv und bildet zu viel Schilddrüsenhormone, setzt das Gehirn weniger TSH frei.
Bei einer sogenannten Schilddrüsenautonomie aber "hört" die Schilddrüse nicht mehr darauf und bildet unabhängig von den Kontrollmechanismen Schilddrüsenhormone. Die dafür verantwortlichen Bereiche in der Schilddrüse bezeichnet man auch als autonome Areale. Oft sind es Knoten, sogenannte heiße Knoten. Es können aber auch weniger klar abgegrenzte Bereiche in der Schilddrüse sein. Die Schilddrüsen-Autonomie entsteht insbesondere bei einer durch Jodmangel bedingten Vergrößerung der Schilddrüse.
Eine andere Ursache einer Schilddrüsenüberfunktion ist die Autoimmunkrankheit Morbus Basedow. Hier entstehen Antikörper, die die Schilddrüse unkontrolliert antreiben, Schilddrüsenhormone zu bilden.
Möglicherweise kann es auch bei Schilddrüsenentzündungen zeitweise zur Freisetzung von zu viel Schilddrüsenhormonen und somit zu Symptomen einer Schilddrüsenüberfunktion kommen. Diese Symptome sind außerdem bei Überdosierungen von als Medikament gegebenem Schilddrüsenhormon möglich.
Zudem gibt es einzelne andere Medikamente, die eine Schilddrüsenüberfunktion fördern können. Ebenso eine sehr hohe Jodzufuhr bei einer bestehenden Schilddrüsenautonomie.
Zu den Risikofaktoren gehört unter anderem ein über längere Zeit bestehender Jodmangel, der zu einer Vergrößerung der Schilddrüse und in der Folge zu einer Schilddrüsenautonomie führen kann. Dafür und für Morbus Basedow bestehen wohl auch gewisse erbliche Veranlagungen, die zusammen mit anderen Faktoren die Entstehung dieser Erkrankungen begünstigen.
Das kann helfen
Was der Arzt tun kann:
Ärztinnen und Ärzte suchen bei Symptomen einer Schilddrüsenüberfunktion nach den Ursachen. Dazu nutzen sie verschiedene Methoden, etwa Ultraschalluntersuchungen oder bei Bedarf eine Szintigrafie, also ein nuklearmedizinisches Diagnoseverfahren. Zudem wird auf Schilddrüsenwerte im Blut und auf für Autoimmunerkrankungen der Schilddrüse bedeutsame Antikörper geachtet, außerdem natürlich auf bestehende Beschwerden.
Behandelt wird je nach gefundener Ursache der Schilddrüsenüberfunktion und deren Ausprägung. Wichtig sind regelmäßige Kontrolluntersuchungen.
Besonderen ärztlichen Beratungs- und Behandlungsbedarf haben Patientinnen und Patienten mit Schilddrüsenerkrankungen, wenn bei ihnen ein Kinderwunsch besteht beziehungsweise unerfüllt bleibt, sowie Schwangere.
Was man selbst tun kann:
Liegen Symptome einer Schilddrüsenüberfunktion vor, sollten Betroffene ärztlichen Rat einholen. Das gilt auch, wenn sich im Halsbereich eine Schwellung zeigt, die von einer Schilddrüsenvergrößerung herrühren könnte.
Eine übermäßige Jodzufuhr beispielsweise über Jodpräparate gilt es bei einer Schilddrüsenautonomie oder einem Morbus Basedow zu meiden.
Hilfreich sind eine Stressreduktion, genug Schlaf, die Aufgabe des Rauchens, ausreichend Bewegung sowie eine gesunde ausgewogene Ernährung.
Einzelheiten zur Behandlung von Schilddrüsenerkrankungen und zu hilfreichen Lebensstilanpassungen müssen Betroffene mit einer Ärztin oder einem Arzt besprechen. Deren Beratung kann dieser Beitrag nicht ersetzen.
Bearbeitungsstand: 15.04.2026
Quellenangaben:
Brunkhorst, Schölmerich, Differenzialdiagnostik und Differenzialtherapie, Elsevier (Urban & Fischer), (2010), 1. Auflage - Herold, Innere Medizin, Herold, (2011)
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Hashimoto-Thyreoiditis
Was ist das? - Definition Die Hashimoto-Thyreoiditis wird durch fehlgeleitete Angriffe des Immunsystems ausgelöst, bei denen Drüsengewebe zerstört wird. Benannt ist die Autoimmunerkrankung nach ihrem Erstbeschreiber, dem japanischen Arzt Hakaru Hashimoto. Der Krankheitsverlauf ist sehr verschieden. Letztlich kann es zu einer deutlichen Unterfunktion der Schilddrüse kommen.
Krankheitsbild
Die Schilddrüse liegt an der Vorderseite des Halses unterhalb des Kehlkopfes direkt vor dem Schildknorpel, daher ihr Name. Sie produziert für die Steuerung des Stoffwechsels unentbehrliche Hormone.
Durch fehlgeleitete Angriffe des Immunsystem kann sich die Schilddrüse entzünden. Es werden gegen Schilddrüsengewebe gerichtete Antikörper gebildet. Ärztinnen und Ärzte sprechen von einer Autoimmunthyreoiditis bzw. Hashimoto-Thyreoiditis. Erkrankungsfälle treten typischerweise bei Frauen zwischen 30 und 50 Jahren auf, Männer sind seltener betroffen.
Das Krankheitsbild einer Autoimmunthyreoiditis unterscheidet sich von Fall zu Fall. Es gibt sehr milde Verläufe, bei denen Betroffene dauerhaft oder lange ohne ausgeprägte Beschwerden bleiben. Oft aber entwickelt sich mit der Zeit eine Schilddrüsen-Unterfunktion. Durch strukturelle Veränderungen infolge der Erkrankung kann die Schilddrüse schrumpfen, aber auch anschwellen.
Möglicherweise kommt es besonders zu Beginn der Krankheit durch Gewebszerstörung bei Entzündungsschüben zur Freisetzung von gespeichertem Schilddrüsenhormon. Das kann für einige Wochen eine milde Schilddrüsenüberfunktion bewirken.
Teils treten noch weitere Erkrankungen auf, insbesondere andere Autoimmunkrankheiten wie ein Typ-1-Diabetes, eine Autoimmungastritis mit späterem Vitamin-B12-Mangel oder rheumatoide Arthritis. In einigen Fällen erleiden Frauen nach der Geburt eines Kindes zumindest zeitweise eine autoimmun bedingte Entzündung der Schilddrüse.
Eine die Erkrankung heilende Therapie gibt es nicht, aber man kann die möglicherweise entstehende Fehlfunktion der Schilddrüse gut behandeln.
Symptome/Verlauf
Wenn sich die Schilddrüse durch strukturelle Veränderungen vergrößert, kommt es dadurch möglicherweise zu Beschwerden, wie dem Gefühl von einem Kloß im Hals oder Schluckbeschwerden.
Womöglich verursachen akute Entzündungsschübe in der Schilddrüse vorrübergehend in eher milder Ausprägung Symptome einer Schilddrüsenüberfunktion, so unter anderem
- Herzrasen
- Schwitzen
- Zittern
- Nervosität
- Verstopfung
- Gewichtsverlust
- Appetitsteigerung
- Kurzatmigkeit
- rasche Ermüdbarkeit
Wenn die Erkrankung voranschreitet, tritt mit der Zeit oft eine Schilddrüsen-Unterfunktion auf, die unter anderem folgende Beschwerden hervorrufen kann:
- starke Müdigkeit
- Erschöpfung
- depressive Verstimmung
- Gedächtnisprobleme
- Konzentrationsstörungen
- Antriebschwäche
- Appetitlosigkeit
- Gewichtszunahme
- Hauttrockenheit
- Kälteempfindlichkeit
- Zyklusveränderungen bei Frauen
Bei einigen wenigen Patientinnen und Patienten werden auch die Augen in Mitleidenschaft gezogen und treten womöglich ähnlich wie bei der Basedow-Krankheit hervor.
Folgen/Komplikationen
Viele Folgewirkungen einer Autoimmunthyreoiditis erklären sich durch eine anhaltende Unterfunktion der Schilddrüse.
Ohne passende Behandlung können die Symptome Betroffene körperlich und psychisch stark belasten. Es sind zudem Langzeitfolgen möglich. So haben Menschen mit einer Schilddrüsen-Unterfunktion ein erhöhtes Risiko für Herz-Kreislauf-Krankheiten.
Außerdem kann die Unter- oder Überfunktion der Schilddrüse bei Frauen und Männern möglicherweise die Fruchtbarkeit beeinflussen, so dass ein Kinderwunsch unerfüllt bleibt. Bei einer Schwangerschaft besteht ein erhöhtes Fehlgeburtsrisiko.
Das Risiko für Schilddrüsenkrebs infolge einer Autoimmunthyreoiditis ist erhöht, bleibt aber insgesamt eher gering.
Ursachen/Risikofaktoren
Zu einer Autoimmunthyreoiditis kommt es, wenn das Immunsystem Antikörper bildet, die Schilddrüsengewebe angreifen. Diese fehlgeleitete Immunreaktion führt zu Entzündungen und Gewebszerstörung in der Drüse, die deren Funktion je nach Krankheitsverlauf letztlich zum Erliegen bringen kann.
Es gibt vermutlich eine gewisse erbliche Veranlagung für eine Autoimmunthyreoiditis, die zusammen mit anderen Faktoren die Erkrankung begünstigen kann. Möglicherweise fördern zusätzliche Faktoren wie Stress, Rauchen oder manche Virusinfektionen das Leiden. Zudem können auch hormonelle Einflüsse eine Rolle spielen, insbesondere bei Frauen.
Die Zufuhr von zu viel Jod etwa über bestimmte Nahrungs- oder Nahrungsergänzungsmittel sowie Jodtabletten kann sich bei einer Autoimmunthyreoiditis ungünstig auswirken. Hierzu sollte man sich ärztlich beraten lassen.
Das kann helfen
Was der Arzt tun kann:
Ärztinnen und Ärzte suchen bei Symptomen einer Schilddrüsenüber- oder -unterfunktion nach den Ursachen. Dazu nutzen sie verschiedene Methoden, Ultraschalluntersuchungen etwa. Zudem wird auf Schilddrüsenwerte im Blut und das Vorliegen der für Autoimmunerkrankungen der Schilddrüse bedeutsamen Antikörper geachtet.
Haben Patientinnen und Patienten tatsächlich eine Autoimmunthyreoiditis beziehungsweise Hashimoto-Thyreoiditis, aber noch eine normale Schilddrüsenfunktion, benötigen sie in der Regel zunächst keine Behandlung, aber regelmäßige Kontrolluntersuchungen. Liegt eine Schilddrüsenunterfunktion vor, wird sie bei Bedarf durch die Einnahme von Schilddrüsenhormon-Präparaten behandelt. Die Dosis muss an den Krankheitsverlauf angepasst werden, was ebenfalls regelmäßige Kontrolluntersuchungen erfordert. Zusätzlichen ärztlichen Beratungs- und Behandlungsbedarf haben betroffene Patientinnen und Patienten bei unerfülltem Kinderwunsch sowie Schwangere.
Was man selbst tun kann:
Leidet man unter Symptomen einer Schilddrüsenüber- oder -unterfunktion, sollte man in jedem Fall ärztlichen Rat einholen. Das gilt auch, wenn sich im Halsbereich eine Schwellung zeigt, die von einer Schilddrüsenvergrößerung herrühren könnte.
Liegt eine Autoimmunthyreoiditis mit einer Unterfunktion vor und empfiehlt eine Ärztin oder ein Arzt dann ein Schilddrüsenhormon-Präparat, sollte man dieses konsequent einnehmen. Mitunter erfordert es etwas Geduld, bis die passende Dosis gefunden ist.
Hilfreich sind auch Stressreduktion, genug Schlaf, Rauchstopp, möglichst weitgehender Verzicht auf Alkohol, ausreichend Bewegung sowie eine gesunde ausgewogene Ernährung. Zudem kann man sich ärztlich beraten lassen, ob es im Einzelfall sinnvoll ist, bestimmte Mineralstoffe beziehungsweise Spurenelemente zu ergänzen.
Eine übermäßige Jodzufuhr beispielsweise über Jodpräparate gilt es zu meiden. In der Schwangerschaft allerdings sieht es bei Jodpräparaten anders aus, denn eine ausreichende Jodversorgung ist für das werdende Kind sehr wichtig. Fehlt ihm Jod, kann es sich nicht normal entwickeln. Für die Schwangere kann bei einer Schilddrüsen-Unterfunktion zudem die Behandlung mit Schilddrüsenhormon-Präparaten notwendig werden bzw. eine Anpassung erfordern. Einzelheiten zu allen Maßnahmen müssen unbedingt mit der Ärztin oder dem Arzt besprochen werden.
Bearbeitungsstand: 02.04.2026
Quellenangaben:
Herold, Innere Medizin, Herold, (2011) - S. Andreae et al., Gesundheits- und Krankheitslehre für die Altenpflege, Thieme, (2011), 3. Aufl.
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Tropfen zum Einnehmen — verschreibungspflichtig.
Detaillierte Anwendungshinweise, Dosierung, Nebenwirkungen und Wechselwirkungen finden Sie unten in den Registerkarten. Beachten Sie stets die Packungsbeilage. Bei Unklarheiten fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.
- PZN:
- 19470530
- Darreichungsform:
- Tropfen zum Einnehmen (Tropfen zum Einnehmen)
- Packungsgröße:
- 20 ml
- Wirkstoffstärke:
- 300 mg
- Marke:
- THYRONAT
- Hersteller:
- UMIP Limited
- Beipackzettel:
- PDF öffnen
Rechtlicher Status
Verantwortlicher Wirtschaftsakteur gemäß EU-Verordnung 2023/988
GPSRAnwendungshinweise
Art der Anwendung?
Bereiten Sie das Arzneimittel zu und nehmen Sie es ein. Dazu verdünnen Sie es mit Wasser.
Dauer der Anwendung?
Die Anwendungsdauer richtet sich nach Art der Beschwerde und/oder Dauer der Erkrankung und wird deshalb nur von Ihrem Arzt bestimmt.
Überdosierung?
Wird das Arzneimittel wie beschrieben angewendet, sind keine Überdosierungserscheinungen bekannt. Bei versehentlichem Verschlucken unverdünnter Mengen wenden Sie sich umgehend an einen Arzt. Es kann zu Erbrechen, Bauchschmerzen und Durchfall kommen.
Einnahme vergessen?
Setzen Sie die Einnahme zum nächsten vorgeschriebenen Zeitpunkt ganz normal (also nicht mit der doppelten Menge) fort.
Generell gilt: Achten Sie vor allem bei Säuglingen, Kleinkindern und älteren Menschen auf eine gewissenhafte Dosierung. Im Zweifelsfalle fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker nach etwaigen Auswirkungen oder Vorsichtsmaßnahmen.
Eine vom Arzt verordnete Dosierung kann von den Angaben der Packungsbeilage abweichen. Da der Arzt sie individuell abstimmt, sollten Sie das Arzneimittel daher nach seinen Anweisungen anwenden.
Dosierung
Da die Dosierung des Arzneimittels von verschiedenen Faktoren abhängt, sollte sie von Ihrem Arzt individuell auf Sie abgestimmt werden.
Folgende Dosierungsempfehlungen werden gegeben - die Dosierung für Ihre spezielle Erkrankung besprechen Sie am besten mit Ihrem Arzt:
Schilddrüsenüberfunktion: Behandlungsbeginn:
Schilddrüsenüberfunktion: Folgebehandlung: Die Dosierung wird von Ihrem Arzt bestimmt.
Schilddrüsenblockade bei Untersuchungen (z.B. Szintigraphie oder Radionuklidtherapie): Das Arzneimittel wird entsprechend der geplanten Untersuchung/Behandlung von Ihrem Arzt dosiert.
Gabe iodhaltiger Röntgenkontrastmittel, Schilddrüsenfunktionstest: Das Arzneimittel wird von Ihrem Arzt dosiert.
Anwendungsgebiete
- Schilddrüsenüberfunktion (Hyperthyreose), ausgelöst durch Jod oder Amiodaron
- Schutz der Schilddrüse - (vor radioaktivem Jod)
- Strahlenbelastung der Schilddrüse bei Untersuchung (Szintigraphie), zur Schilddrüsenblockade bei szintigraphischen Untersuchungen anderer Organe mit radioaktiv markiertem Iod oder bei Immunszintigraphien zur Tumorsuche mit Radioiod-markierten Antikörpern
- Schilddrüsenfunktionstest (Perchlorat-Discharge bei Thyreoperoxidase-Defekt)
Detaillierte Dosierung
Personenkreis: Erwachsene, Einzeldosis: 15 Tropfen, Gesamtdosis: 3-5 mal täglich, Zeitpunkt: nach der Mahlzeit
Wirkstoff
Wirkungsweise
Wie wirkt der Inhaltsstoff des Arzneimittels?
Der Wirkstoff wird bei einer Überfunktion der Schilddrüse eingesetzt. Ein wichtiger Bestandteil der Schilddrüsenhormone, die bei einer Überfunktion in zu großem Ausmaß gebildet werden, ist das Iod. Der Wirkstoff unterdrückt die Produktion von Schilddrüsenhormonen, indem er die Aufnahme des benötigten Iods in die Schilddrüse hemmt. Ist zu wenig Iod in der Schilddrüse vorhanden, kann sie auch nur noch eine begrenzte Menge an Hormonen bilden.
Daher wird Perchlorat auch eingesetzt, um die Schilddrüse vor radioaktivem Iod zu schützen. Radioaktivem Iod wird der Körper bei manchen diagnostischen Untersuchungen ausgesetzt.
Nebenwirkungen
- Leukopenie (Verminderung der Anzahl der weißen Blutkörperchen), erste Anzeichen können Halsschmerzen oder Fieber sein: Wenden Sie sich bei Auftreten solcher Anzeichen sofort an Ihren Arzt.
- Lymphknotenschwellung
- Magen-Darm-Beschwerden, wie:
- - Übelkeit
- - Erbrechen
- - Durchfälle
- Mundtrockenheit
- Reizerscheinungen im Mund und im Rachen, zum Teil mit Entzündung der Mund- und Rachenschleimhaut
- Hautausschlag
- Kleinfleckige Haut- und Schleimhauteinblutungen (Purpura)
- Gelenkschmerzen, auch mit Fieber
- Fieber
- Schilddrüsenunterfunktion (Hypothyreose)
- Eosinophilie (erhöhte Anzahl an bestimmten weißen Blutkörperchen)
- Agranulozytose (stark verminderte Anzahl bestimmter weißer Blutkörperchen) - erste Anzeichen sind grippeähnliche Symptome, wie: Fieber, Halsschmerzen, Zahnfleisch- und Mundschleimhautentzündungen; bei Auftreten bitte sofort einen Arzt aufsuchen.
- Muskelkrämpfe
- Missempfindungen, wie Brennen in den Füßen
- Druckgefühl im Kopf
- Gelbsucht
- Juckreiz
Bemerken Sie eine Befindlichkeitsstörung oder Veränderung während der Behandlung, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Für die Information an dieser Stelle werden vor allem Nebenwirkungen berücksichtigt, die bei mindestens einem von 1.000 behandelten Patienten auftreten.
Gegenanzeigen
Was spricht gegen eine Anwendung?
- Überempfindlichkeit gegen die Inhaltsstoffe
- Knotige Schilddrüsenvergrößerung wie bei Morbus Basedow
- Kropf, beweglicher, der beim Einatmen vorrübergehend in den Brustkorb herabtreten kann - (retrosternales Struma, Tauchkropf)
- Veränderung des Blutbildes
- Stark verminderte Zahl an weißen Blutkörperchen (Agranulozytose)
- Operationsvorbereitungwährend Plummerung
Welche Altersgruppe ist zu beachten?
- Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren: In dieser Altersgruppe sollte das Arzneimittel nur bei bestimmten Anwendungsgebieten eingesetzt werden. Fragen Sie hierzu Ihren Arzt oder Apotheker.
Was ist mit Schwangerschaft und Stillzeit?
- Schwangerschaft: Wenden Sie sich an Ihren Arzt. Es spielen verschiedene Überlegungen eine Rolle, ob und wie das Arzneimittel in der Schwangerschaft angewendet werden kann.
- Stillzeit: Von einer Anwendung wird nach derzeitigen Erkenntnissen abgeraten. Eventuell ist ein Abstillen in Erwägung zu ziehen.
Ist Ihnen das Arzneimittel trotz einer Gegenanzeige verordnet worden, sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker. Der therapeutische Nutzen kann höher sein, als das Risiko, das die Anwendung bei einer Gegenanzeige in sich birgt.
Lagerungsanforderungen
Physische Eigenschaften
- Gewicht:
- 70 g
- Abmessungen (B × H × L):
- 33 × 80 × 33 mm
Bestellinformationen
- Mindestbestellmenge:
- 1
Aufbewahrung
Aufbewahrung
Lagerung vor Anbruch
Das Arzneimittel muss im Dunkeln (z.B. im Umkarton) aufbewahrt werden.
Aufbewahrung nach Anbruch oder Zubereitung
Das Arzneimittel darf nach Anbruch/Zubereitung höchstens 12 Wochen verwendet werden!
Das Arzneimittel muss nach Anbruch/Zubereitung
- bei Raumtemperatur
- im Dunkeln (z.B. im Umkarton)
aufbewahrt werden!
Wichtige Hinweise
Was sollten Sie beachten?
- Es kann Arzneimittel geben, mit denen Wechselwirkungen auftreten. Sie sollten deswegen generell vor der Behandlung mit einem neuen Arzneimittel jedes andere, das Sie bereits anwenden, dem Arzt oder Apotheker angeben. Das gilt auch für Arzneimittel, die Sie selbst kaufen, nur gelegentlich anwenden oder deren Anwendung schon einige Zeit zurückliegt.
Weitere Hinweise aus der Fachinformation
Zur Behandlung:
Zur Vorbereitung auf Untersuchungen:
Zum Nachweis einer Störung bei der Bildung von Schilddrüsenhormonen:
Schilddrüsenüberfunktion (Hyperthyreose)
Was ist das? - Definition Die Schilddrüse liegt an der Vorderseite des Halses unterhalb des Kehlkopfes direkt vor dem Schildknorpel, daher ihr Name. Sie produziert für die Steuerung des Stoffwechsels wichtige Hormone, und das unter Kontrolle des Gehirns. Geht diese Kontrolle jedoch verloren, kann es zu einer Überproduktion an Schilddrüsenhormon kommen, mit deutlichen Folgen.
Krankheitsbild
Die Schilddrüse produziert Hormone, die für die Steuerung des Stoffwechsels absolut unentbehrlich sind. Das Tetrajodthyronin, kurz T4, gilt dabei eher als Speicherform, stärker wirksam ist das Trijodthyronin, kurz T3. Es treibt den Stoffwechsel an wie ein Gaspedal einen Motor. Wird jedoch zu viel Schilddrüsenhormon gebildet, "überdreht" der Stoffwechsel.
Normalerweise kontrolliert das Gehirn die Produktion von Schilddrüsenhormonen sehr zuverlässig. Geht diese Kontrolle jedoch verloren, kann sich eine Schilddrüsenüberfunktion (Hyperthyreose) mit einer Überproduktion von Schilddrüsenhormon entwickeln. Oder die Schilddrüse wird durch fälschlich gebildete Antikörper ständig zu einer überhöhten Hormonproduktion angetrieben.
Das Zuviel an Schilddrüsenhormon kann zu einer ganzen Reihe von Beschwerden führen, bedingt beispielsweise durch Veränderungen im Fett- und Kohlenhydratstoffwechsel, oder durch Einfluss auf die Muskulatur, das Gehirn, das Herz oder die Sexualfunktion.
Symptome/Verlauf
Eine Schilddrüsenüberfunktion kann unter anderem im Zusammenhang mit einer Schilddrüsenvergrößerung (Struma) auftreten, bei der womöglich schon die Volumenzunahme der Drüse Beschwerden verursacht. So können Betroffene beispielsweise das Gefühl haben, als würde ein Kloß im Hals drücken.
Die manifeste, also offenkundige Überfunktion der Schilddrüse mit einer Überproduktion von Schilddrüsenhormonen bewirkt sehr unterschiedliche Beschwerden, so unter anderem:
- Herzrasen
- vermehrtes Schwitzen
- Zittern
- Nervosität
- Schlafstörungen
- Verstopfung
- Gewichtsverlust
- Appetitsteigerung
- Kurzatmigkeit
- rasche Ermüdbarkeit
- Zyklusstörungen bei Frauen
Je nach Ursache und Ausprägung der Schilddrüsenüberfunktion können die Symptome mal mehr, mal weniger stark sein. Sie müssen auch nicht zwingend alle auftreten. Mitunter spüren Betroffene zunächst keine Beschwerden und nur Veränderungen bei Schilddrüsenwerten im Blut deuten auf eine Überfunktion hin (latente Schilddrüsenüberfunktion). Erst mit der Zeit können dann vermehrt spürbare Probleme entstehen.
Folgen/Komplikationen
Ohne ausreichende Behandlung kann eine Schilddrüsenüberfunktion auf Dauer erhebliche Gesundheitsprobleme bewirken. Möglich sind Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie zum Beispiel Vorhofflimmern oder Herzschwäche, ebenso kann es zu beschleunigtem Knochenabbau kommen, zu einer Osteoporose.
Sehr selten zeigen sich bei einem Zuviel an Schilddrüsenhormon bedrohliche Störungen in Form einer sogenannten thyreotoxischen Krise. Es treten dann akut Symptome wie Krampfanfälle, Erbrechen und Durchfall, Bewusstseinseintrübungen, Herzrasen und Fieber auf. Die thyreotoxische Krise muss sofort intensivmedizinisch behandelt werden. Führt die Autoimmunkrankheit Morbus Basedow zur Überfunktion der Schilddrüse, können auch Augenveränderungen auftreten. Die Augen treten möglicherweise hervor, die Lider schließen nicht mehr vollständig, die Augen sind trocken, lichtempfindlich, das Sehen ist beeinträchtigt. Es kann zu Entzündungen, Doppelbildern, Augenschmerzen sowie Störungen der Augenbewegung kommen. Schlimmstenfalls nimmt der Sehnerv Schaden, mit der Folge von Gesichtsfeldausfällen.
Eine Schilddrüsenüberfunktion in der Schwangerschaft erhöht das Risiko für Komplikationen beim werdenden Kind und bei der Schwangeren.
Ursachen/Risikofaktoren
Die Kontrolle der Schilddrüse durch das Gehirn findet über ein Hormon statt, das Thyreoidea-stimulierende Hormon (TSH). Es treibt die Schilddrüse zur Hormonproduktion an. Ist die Schilddrüse zu wenig aktiv und liegen dadurch zu wenig Schilddrüsenhormone vor, setzt das Gehirn vermehrt TSH in den Blutkreislauf frei. Ist die Drüse überaktiv und bildet zu viel Schilddrüsenhormone, setzt das Gehirn weniger TSH frei.
Bei einer sogenannten Schilddrüsenautonomie aber "hört" die Schilddrüse nicht mehr darauf und bildet unabhängig von den Kontrollmechanismen Schilddrüsenhormone. Die dafür verantwortlichen Bereiche in der Schilddrüse bezeichnet man auch als autonome Areale. Oft sind es Knoten, sogenannte heiße Knoten. Es können aber auch weniger klar abgegrenzte Bereiche in der Schilddrüse sein. Die Schilddrüsen-Autonomie entsteht insbesondere bei einer durch Jodmangel bedingten Vergrößerung der Schilddrüse.
Eine andere Ursache einer Schilddrüsenüberfunktion ist die Autoimmunkrankheit Morbus Basedow. Hier entstehen Antikörper, die die Schilddrüse unkontrolliert antreiben, Schilddrüsenhormone zu bilden.
Möglicherweise kann es auch bei Schilddrüsenentzündungen zeitweise zur Freisetzung von zu viel Schilddrüsenhormonen und somit zu Symptomen einer Schilddrüsenüberfunktion kommen. Diese Symptome sind außerdem bei Überdosierungen von als Medikament gegebenem Schilddrüsenhormon möglich.
Zudem gibt es einzelne andere Medikamente, die eine Schilddrüsenüberfunktion fördern können. Ebenso eine sehr hohe Jodzufuhr bei einer bestehenden Schilddrüsenautonomie.
Zu den Risikofaktoren gehört unter anderem ein über längere Zeit bestehender Jodmangel, der zu einer Vergrößerung der Schilddrüse und in der Folge zu einer Schilddrüsenautonomie führen kann. Dafür und für Morbus Basedow bestehen wohl auch gewisse erbliche Veranlagungen, die zusammen mit anderen Faktoren die Entstehung dieser Erkrankungen begünstigen.
Das kann helfen
Was der Arzt tun kann:
Ärztinnen und Ärzte suchen bei Symptomen einer Schilddrüsenüberfunktion nach den Ursachen. Dazu nutzen sie verschiedene Methoden, etwa Ultraschalluntersuchungen oder bei Bedarf eine Szintigrafie, also ein nuklearmedizinisches Diagnoseverfahren. Zudem wird auf Schilddrüsenwerte im Blut und auf für Autoimmunerkrankungen der Schilddrüse bedeutsame Antikörper geachtet, außerdem natürlich auf bestehende Beschwerden.
Behandelt wird je nach gefundener Ursache der Schilddrüsenüberfunktion und deren Ausprägung. Wichtig sind regelmäßige Kontrolluntersuchungen.
Besonderen ärztlichen Beratungs- und Behandlungsbedarf haben Patientinnen und Patienten mit Schilddrüsenerkrankungen, wenn bei ihnen ein Kinderwunsch besteht beziehungsweise unerfüllt bleibt, sowie Schwangere.
Was man selbst tun kann:
Liegen Symptome einer Schilddrüsenüberfunktion vor, sollten Betroffene ärztlichen Rat einholen. Das gilt auch, wenn sich im Halsbereich eine Schwellung zeigt, die von einer Schilddrüsenvergrößerung herrühren könnte.
Eine übermäßige Jodzufuhr beispielsweise über Jodpräparate gilt es bei einer Schilddrüsenautonomie oder einem Morbus Basedow zu meiden.
Hilfreich sind eine Stressreduktion, genug Schlaf, die Aufgabe des Rauchens, ausreichend Bewegung sowie eine gesunde ausgewogene Ernährung.
Einzelheiten zur Behandlung von Schilddrüsenerkrankungen und zu hilfreichen Lebensstilanpassungen müssen Betroffene mit einer Ärztin oder einem Arzt besprechen. Deren Beratung kann dieser Beitrag nicht ersetzen.
Bearbeitungsstand: 15.04.2026
Quellenangaben:
Brunkhorst, Schölmerich, Differenzialdiagnostik und Differenzialtherapie, Elsevier (Urban & Fischer), (2010), 1. Auflage - Herold, Innere Medizin, Herold, (2011)
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Hashimoto-Thyreoiditis
Was ist das? - Definition Die Hashimoto-Thyreoiditis wird durch fehlgeleitete Angriffe des Immunsystems ausgelöst, bei denen Drüsengewebe zerstört wird. Benannt ist die Autoimmunerkrankung nach ihrem Erstbeschreiber, dem japanischen Arzt Hakaru Hashimoto. Der Krankheitsverlauf ist sehr verschieden. Letztlich kann es zu einer deutlichen Unterfunktion der Schilddrüse kommen.
Krankheitsbild
Die Schilddrüse liegt an der Vorderseite des Halses unterhalb des Kehlkopfes direkt vor dem Schildknorpel, daher ihr Name. Sie produziert für die Steuerung des Stoffwechsels unentbehrliche Hormone.
Durch fehlgeleitete Angriffe des Immunsystem kann sich die Schilddrüse entzünden. Es werden gegen Schilddrüsengewebe gerichtete Antikörper gebildet. Ärztinnen und Ärzte sprechen von einer Autoimmunthyreoiditis bzw. Hashimoto-Thyreoiditis. Erkrankungsfälle treten typischerweise bei Frauen zwischen 30 und 50 Jahren auf, Männer sind seltener betroffen.
Das Krankheitsbild einer Autoimmunthyreoiditis unterscheidet sich von Fall zu Fall. Es gibt sehr milde Verläufe, bei denen Betroffene dauerhaft oder lange ohne ausgeprägte Beschwerden bleiben. Oft aber entwickelt sich mit der Zeit eine Schilddrüsen-Unterfunktion. Durch strukturelle Veränderungen infolge der Erkrankung kann die Schilddrüse schrumpfen, aber auch anschwellen.
Möglicherweise kommt es besonders zu Beginn der Krankheit durch Gewebszerstörung bei Entzündungsschüben zur Freisetzung von gespeichertem Schilddrüsenhormon. Das kann für einige Wochen eine milde Schilddrüsenüberfunktion bewirken.
Teils treten noch weitere Erkrankungen auf, insbesondere andere Autoimmunkrankheiten wie ein Typ-1-Diabetes, eine Autoimmungastritis mit späterem Vitamin-B12-Mangel oder rheumatoide Arthritis. In einigen Fällen erleiden Frauen nach der Geburt eines Kindes zumindest zeitweise eine autoimmun bedingte Entzündung der Schilddrüse.
Eine die Erkrankung heilende Therapie gibt es nicht, aber man kann die möglicherweise entstehende Fehlfunktion der Schilddrüse gut behandeln.
Symptome/Verlauf
Wenn sich die Schilddrüse durch strukturelle Veränderungen vergrößert, kommt es dadurch möglicherweise zu Beschwerden, wie dem Gefühl von einem Kloß im Hals oder Schluckbeschwerden.
Womöglich verursachen akute Entzündungsschübe in der Schilddrüse vorrübergehend in eher milder Ausprägung Symptome einer Schilddrüsenüberfunktion, so unter anderem
- Herzrasen
- Schwitzen
- Zittern
- Nervosität
- Verstopfung
- Gewichtsverlust
- Appetitsteigerung
- Kurzatmigkeit
- rasche Ermüdbarkeit
Wenn die Erkrankung voranschreitet, tritt mit der Zeit oft eine Schilddrüsen-Unterfunktion auf, die unter anderem folgende Beschwerden hervorrufen kann:
- starke Müdigkeit
- Erschöpfung
- depressive Verstimmung
- Gedächtnisprobleme
- Konzentrationsstörungen
- Antriebschwäche
- Appetitlosigkeit
- Gewichtszunahme
- Hauttrockenheit
- Kälteempfindlichkeit
- Zyklusveränderungen bei Frauen
Bei einigen wenigen Patientinnen und Patienten werden auch die Augen in Mitleidenschaft gezogen und treten womöglich ähnlich wie bei der Basedow-Krankheit hervor.
Folgen/Komplikationen
Viele Folgewirkungen einer Autoimmunthyreoiditis erklären sich durch eine anhaltende Unterfunktion der Schilddrüse.
Ohne passende Behandlung können die Symptome Betroffene körperlich und psychisch stark belasten. Es sind zudem Langzeitfolgen möglich. So haben Menschen mit einer Schilddrüsen-Unterfunktion ein erhöhtes Risiko für Herz-Kreislauf-Krankheiten.
Außerdem kann die Unter- oder Überfunktion der Schilddrüse bei Frauen und Männern möglicherweise die Fruchtbarkeit beeinflussen, so dass ein Kinderwunsch unerfüllt bleibt. Bei einer Schwangerschaft besteht ein erhöhtes Fehlgeburtsrisiko.
Das Risiko für Schilddrüsenkrebs infolge einer Autoimmunthyreoiditis ist erhöht, bleibt aber insgesamt eher gering.
Ursachen/Risikofaktoren
Zu einer Autoimmunthyreoiditis kommt es, wenn das Immunsystem Antikörper bildet, die Schilddrüsengewebe angreifen. Diese fehlgeleitete Immunreaktion führt zu Entzündungen und Gewebszerstörung in der Drüse, die deren Funktion je nach Krankheitsverlauf letztlich zum Erliegen bringen kann.
Es gibt vermutlich eine gewisse erbliche Veranlagung für eine Autoimmunthyreoiditis, die zusammen mit anderen Faktoren die Erkrankung begünstigen kann. Möglicherweise fördern zusätzliche Faktoren wie Stress, Rauchen oder manche Virusinfektionen das Leiden. Zudem können auch hormonelle Einflüsse eine Rolle spielen, insbesondere bei Frauen.
Die Zufuhr von zu viel Jod etwa über bestimmte Nahrungs- oder Nahrungsergänzungsmittel sowie Jodtabletten kann sich bei einer Autoimmunthyreoiditis ungünstig auswirken. Hierzu sollte man sich ärztlich beraten lassen.
Das kann helfen
Was der Arzt tun kann:
Ärztinnen und Ärzte suchen bei Symptomen einer Schilddrüsenüber- oder -unterfunktion nach den Ursachen. Dazu nutzen sie verschiedene Methoden, Ultraschalluntersuchungen etwa. Zudem wird auf Schilddrüsenwerte im Blut und das Vorliegen der für Autoimmunerkrankungen der Schilddrüse bedeutsamen Antikörper geachtet.
Haben Patientinnen und Patienten tatsächlich eine Autoimmunthyreoiditis beziehungsweise Hashimoto-Thyreoiditis, aber noch eine normale Schilddrüsenfunktion, benötigen sie in der Regel zunächst keine Behandlung, aber regelmäßige Kontrolluntersuchungen. Liegt eine Schilddrüsenunterfunktion vor, wird sie bei Bedarf durch die Einnahme von Schilddrüsenhormon-Präparaten behandelt. Die Dosis muss an den Krankheitsverlauf angepasst werden, was ebenfalls regelmäßige Kontrolluntersuchungen erfordert. Zusätzlichen ärztlichen Beratungs- und Behandlungsbedarf haben betroffene Patientinnen und Patienten bei unerfülltem Kinderwunsch sowie Schwangere.
Was man selbst tun kann:
Leidet man unter Symptomen einer Schilddrüsenüber- oder -unterfunktion, sollte man in jedem Fall ärztlichen Rat einholen. Das gilt auch, wenn sich im Halsbereich eine Schwellung zeigt, die von einer Schilddrüsenvergrößerung herrühren könnte.
Liegt eine Autoimmunthyreoiditis mit einer Unterfunktion vor und empfiehlt eine Ärztin oder ein Arzt dann ein Schilddrüsenhormon-Präparat, sollte man dieses konsequent einnehmen. Mitunter erfordert es etwas Geduld, bis die passende Dosis gefunden ist.
Hilfreich sind auch Stressreduktion, genug Schlaf, Rauchstopp, möglichst weitgehender Verzicht auf Alkohol, ausreichend Bewegung sowie eine gesunde ausgewogene Ernährung. Zudem kann man sich ärztlich beraten lassen, ob es im Einzelfall sinnvoll ist, bestimmte Mineralstoffe beziehungsweise Spurenelemente zu ergänzen.
Eine übermäßige Jodzufuhr beispielsweise über Jodpräparate gilt es zu meiden. In der Schwangerschaft allerdings sieht es bei Jodpräparaten anders aus, denn eine ausreichende Jodversorgung ist für das werdende Kind sehr wichtig. Fehlt ihm Jod, kann es sich nicht normal entwickeln. Für die Schwangere kann bei einer Schilddrüsen-Unterfunktion zudem die Behandlung mit Schilddrüsenhormon-Präparaten notwendig werden bzw. eine Anpassung erfordern. Einzelheiten zu allen Maßnahmen müssen unbedingt mit der Ärztin oder dem Arzt besprochen werden.
Bearbeitungsstand: 02.04.2026
Quellenangaben:
Herold, Innere Medizin, Herold, (2011) - S. Andreae et al., Gesundheits- und Krankheitslehre für die Altenpflege, Thieme, (2011), 3. Aufl.
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.