TOCTINO 10 mg Weichkapseln
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Pharmazeutische Informationen
Weichkapseln — verschreibungspflichtig.
Detaillierte Anwendungshinweise, Dosierung, Nebenwirkungen und Wechselwirkungen finden Sie unten in den Registerkarten. Beachten Sie stets die Packungsbeilage. Bei Unklarheiten fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.
- PZN:
- 11727142
- Darreichungsform:
- Weichkapseln (Weichkapseln)
- Packungsgröße:
- 30 Stück
- Wirkstoffstärke:
- 10 mg
- Marke:
- TOCTINO
- Hersteller:
- axicorp Pharma GmbH
Rechtlicher Status
Verantwortlicher Wirtschaftsakteur gemäß EU-Verordnung 2023/988
GPSRAnwendungshinweise
Art der Anwendung?
Nehmen Sie das Arzneimittel mit Flüssigkeit (z.B. 1 Glas Wasser) ein.
Dauer der Anwendung?
Die Anwendungsdauer richtet sich nach Art der Beschwerde und/oder Dauer der Erkrankung und wird deshalb nur von Ihrem Arzt bestimmt.
Überdosierung?
Bei einer Überdosierung kann es unter anderem zu starken Kopfschmerzen, Durchfall, spontaner Hautrötung der Wangen mit Hitzegefühl und einer erhöhten Fettkonzentration im Blut kommen. Setzen Sie sich bei dem Verdacht auf eine Überdosierung umgehend mit einem Arzt in Verbindung.
Generell gilt: Achten Sie vor allem bei Säuglingen, Kleinkindern und älteren Menschen auf eine gewissenhafte Dosierung. Im Zweifelsfalle fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker nach etwaigen Auswirkungen oder Vorsichtsmaßnahmen.
Eine vom Arzt verordnete Dosierung kann von den Angaben der Packungsbeilage abweichen. Da der Arzt sie individuell abstimmt, sollten Sie das Arzneimittel daher nach seinen Anweisungen anwenden.
Dosierung
Da die Dosierung des Arzneimittels von verschiedenen Faktoren abhängt, sollte sie von Ihrem Arzt individuell auf Sie abgestimmt werden.
Allgemeine Dosierungsempfehlung:
Ihr Arzt kann im Verlauf der Behandlung Dosisanpassungen vornehmen. Für Dosisanpassungen stehen Arzneimittel mit verschiedenen Wirkstoffstärken zur Verfügung.
Lassen Sie sich zu der Dosierung von Ihrem Arzt oder Apotheker beraten.
Anwendungsgebiete
- Schwere dauerhafte Hautentzündung der Hand (chronisches Ekzem), - wenn die Erkrankung auf eine Behandlung mit bestimmten äußerlich anzuwendenden Arzneimitteln (topische Kortikosteroide) nicht anspricht
Detaillierte Dosierung
Personenkreis: Erwachsene, Einzeldosis: 1 Kapsel, Gesamtdosis: 1-mal täglich, Zeitpunkt: zum gleichen Zeitpunkt, zusammen mit einer (Haupt-) Mahlzeit
Wirkstoff
Wirkungsweise
Wie wirkt der Inhaltsstoff des Arzneimittels?
Der Wirkstoff Alitretinoin gehört zu der Gruppe der Retinoide. Wie Vitamin A normalisiert Alitretinoin das Wachstum und die Differenzierung von Haut- und Schleimhautzellen und senkt eine erhöhte Zellteilungsrate. Durch Eingriff in die Keratinbildung wird zudem die Hornschicht aufgelockert und oberflächliche Zellen können leichter abgeschilfert werden. Zudem beeinflussen Retinoide das Immunsystem und haben eine entzündungshemmende Wirkung.
Nebenwirkungen
- Kopfschmerzen
- Erhöhte Fettkonzentration im Blut (Hypertriglyzeridämie)
- Abnahme des HDL-Cholesterins
- Fettstoffwechselstörung mit erhöhtem Cholesterin (Hypercholesterinämie)
- Blutarmut (Anämie)
- Erhöhte Bindefähigkeit der Blutserums für Eisen (Eisenbindungskapazität)
- Verminderte Anzahl an einer bestimmten Art von weißen Blutkörperchen (Monozytose)
- Erhöhte Zahl an Bluttplättchen (Thrombozytose)
- Erniedrigte Blutwerte des Schilddrüsen-stimulierendenden Hormons (TSH)
- Erniedrigtes freies L-Thyroxin im Blut
- Schwindelgefühl
- Bindehautentzündung
- Trockene Augen
- Reizung des Auges
- Ohrgeräusche
- Flüchtige, spontane Hautrötung der Wangen mit Hitzegefühl (Flush)
- Bluthochdruck
- Übelkeit
- Mundtrockenheit
- Erbrechen
- Erhöhte Leberwerte (Transaminasen)
- Trockene Haut (Xerodermie)
- Trockene Lippen
- Lippenentzündung
- Hautentzündung mit Juckreiz und Rötung (Ekzem)
- Hautentzündung
- Hautrötung durch gesteigerte Durchblutung (Erythem)
- Haarausfall mit Glatzenbildung (Alopezie)
- Gelenkschmerzen
- Muskelschmerzen
- Müdigkeit
- Anstieg von Muskelenzym (Kreatinphosphokinase) im Blut
- Verschwommenes Sehen
- Grauer Star (Katarakt)
- Nasenbluten
- Verdauungsbeschwerden
- Juckreiz (Pruritus)
- Hautausschlag
- Hautschuppung bzw. -abschälung (Exfoliation)
- Hautentzündung mit Juckreiz + Rötung durch Austrocknung (Exsikkationsekzem)
- Überbein (Exostose)
- Vermehrtes Knochenwachstum (Knochenhypertrophie)
- Rheumatische Gelenkentzündung der Wirbelsäule (Morbus Bechterew)
Bemerken Sie eine Befindlichkeitsstörung oder Veränderung während der Behandlung, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Für die Information an dieser Stelle werden vor allem Nebenwirkungen berücksichtigt, die bei mindestens einem von 1.000 behandelten Patienten auftreten.
Gegenanzeigen
Was spricht gegen eine Anwendung?
- Überempfindlichkeit gegen die Inhaltsstoffe
- Eingeschränkte Leberfunktion
- Stark eingeschränkte Nierenfunktion
- Nicht ausreichend eingestellte Fettstoffwechselstörung mit erhöhtem Cholesterin (Hypercholesterinämie)
- Nicht ausreichend eingestellte, erhöhte Fettkonzentration im Blut (Hypertriglyzeridämie)
- Nicht ausreichend eingestellte Schilddrüsenunterfunktion (Hypothyreose)
- Erhöhte Vitamin A-Werte
Das Arzneimittel darf bei Frauen im gebärfähigen Alter nicht angewendet werden, es sei denn, dass alle Bedingungen des Schwangerschaftsverhütungsprogramms eingehalten werden.
Ihr Arzt wird Sie vor Beginn der Behandlung ausführlich beraten.
Welche Altersgruppe ist zu beachten?
- Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren: Das Arzneimittel darf nicht angewendet werden.
Was ist mit Schwangerschaft und Stillzeit?
- Schwangerschaft: Das Arzneimittel darf nicht angewendet werden.
- Stillzeit: Das Arzneimittel darf nicht angewendet werden.
Ist Ihnen das Arzneimittel trotz einer Gegenanzeige verordnet worden, sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker. Der therapeutische Nutzen kann höher sein, als das Risiko, das die Anwendung bei einer Gegenanzeige in sich birgt.
Lagerungsanforderungen
Physische Eigenschaften
- Gewicht:
- 28 g
- Abmessungen (B × H × L):
- 37 × 49 × 92 mm
Bestellinformationen
- Mindestbestellmenge:
- 1
- Import/Reimport:
- Ja
Aufbewahrung
Aufbewahrung
Das Arzneimittel muss
- vor Hitze geschützt
- im Dunkeln (z.B. im Umkarton)
aufbewahrt werden.
Wichtige Hinweise
Was sollten Sie beachten?
- Vermeiden Sie übermäßige UV-Strahlung, z.B. in Solarien oder bei ausgedehnten Sonnenbädern, weil die Haut während der Anwendung des Arzneimittels empfindlicher reagiert.
- Bei Frauen im gebärfähigen Alter sind während und unter Umständen auch eine zeitlang nach der Therapie wirksame Verhütungsmethoden erforderlich. Sprechen Sie hierzu Ihren Arzt oder Apotheker an.
- Vor Beginn der Behandlung sollte ein Schwangerschaftstest durchgeführt werden.
- Während der Behandlung sind geeignete schwangerschaftsverhütende Maßnahmen durchzuführen.
- Das Arzneimittel darf nur unter strikter medizinischer Überwachung angewendet werden.
- Vorsicht bei einer Unverträglichkeit gegenüber Fructose (Fruchtzucker). Wenn Sie eine Diabetes-Diät einhalten müssen, sollten Sie den Zuckergehalt berücksichtigen.
- Vorsicht bei Allergie gegen Erdnüsse und Soja.
- Es kann Arzneimittel geben, mit denen Wechselwirkungen auftreten. Sie sollten deswegen generell vor der Behandlung mit einem neuen Arzneimittel jedes andere, das Sie bereits anwenden, dem Arzt oder Apotheker angeben. Das gilt auch für Arzneimittel, die Sie selbst kaufen, nur gelegentlich anwenden oder deren Anwendung schon einige Zeit zurückliegt.
Ekzem
Was ist das? - Definition Ein Ekzem ist eine entzündliche Reaktion der Haut, die mit Rötung, Juckreiz und häufig auch Nässen oder Schuppung einhergeht. Der Begriff "Ekzem" beschreibt dabei kein einzelnes Krankheitsbild, sondern eine typische Entzündungsreaktion der Haut, die durch unterschiedliche Ursachen ausgelöst werden kann. Ekzeme können akut oder chronisch verlaufen und nahezu jede Körperregion betreffen. Allen gemeinsam ist eine gestörte Hautbarriere, die die Haut empfindlicher gegenüber äußeren Einflüssen macht.
Krankheitsbild
Ein Ekzem ist eine entzündliche Reaktion der Haut, die sich durch Rötung, Juckreiz, Nässen, Bläschen oder Schuppung äußern kann. Der Begriff bezeichnet kein einzelnes Krankheitsbild, sondern ein typisches Entzündungsmuster der Haut, das durch unterschiedliche Ursachen ausgelöst wird. Ekzeme können akut oder chronisch verlaufen und nahezu jede Körperregion betreffen.
Zu den häufigsten Ekzemformen zählen beispielsweise:
- Atopisches Ekzem oder Neurodermitis: Diese Form beruht auf einer angeborenen Störung der Hautbarriere und tritt oft bereits im Kindesalter auf. Die Haut ist sehr trocken, empfindlich und juckt stark. Typisch sind schubweise Verläufe. Häufig besteht eine familiäre Neigung zu Allergien, Asthma oder Heuschnupfen.
- Kontaktekzem: Ein Kontaktekzem entsteht durch direkten Hautkontakt mit auslösenden Stoffen. Man unterscheidet das irritative Kontaktekzem, z. B. durch häufiges Händewaschen, Reinigungsmittel oder Chemikalien, und das allergische Kontaktekzem, bei dem das Immunsystem auf bestimmte Stoffe wie Nickel, Duftstoffe oder Konservierungsmittel reagiert. Die Hautveränderungen treten meist genau dort auf, wo der Kontakt bestand.
- Seborrhoisches Ekzem: Diese Form betrifft vor allem fett
- und talgdrüsenreiche Hautareale wie Kopfhaut, Gesicht, speziell Augenbrauen oder Nasenflügel, oder Brustbereich. Typisch sind rötliche, schuppende Hautveränderungen, oft mit gelblichen Schuppen. Das seborrhoische Ekzem tritt häufig bei Säuglingen auf und wird dann auch Kopfgneis genannt. Es kann aber auch bei Erwachsenen auftreten.
- Stauungsekzem oder variköses Ekzem: Diese Ekzemform entsteht infolge einer chronischen Venenschwäche, meist an den Unterschenkeln. Durch den gestörten Blutabfluss kommt es zu Hautentzündung, Rötung, Schuppung und Juckreiz. Unbehandelt kann sich das Ekzem verschlimmern und zu schlecht heilenden Wunden führen.
Allen Ekzemformen gemeinsam ist eine gestörte Hautbarriere, die die Haut anfälliger für Reizstoffe, Entzündungen und Infektionen macht. Die genaue Ausprägung, der Verlauf und die Behandlung unterscheiden sich jedoch je nach Ekzemtyp deutlich.
Symptome / Verlauf
Ekzeme zeigen sich meist durch eine gerötete, entzündete Haut, die stark jucken kann. Je nach Stadium und Verlauf können unterschiedliche Hautveränderungen auftreten. In der akuten Phase kommt es häufig zu Rötung, Schwellung, Nässen und kleinen Bläschen. Diese können aufplatzen und Krusten bilden.
Im chronischen Verlauf verdickt sich die Haut oft, wird trocken, schuppig und rau. Typisch ist eine Lichenifikation, das ist eine flächenhafte lederartige Verdickung der Haut, die unter anderem durch häufiges Kratzen entsteht. Der Juckreiz kann sehr belastend sein und durch Kratzen die Entzündung weiter verstärken.
Der Verlauf eines Ekzems ist häufig schubweise: Phasen mit starken Beschwerden wechseln sich mit ruhigeren Zeiten ab. Welche Hautareale betroffen sind, hängt von der Ekzemform ab. Häufig sind Hände, Arme, Gesicht, Hals oder Hautfalten beteiligt.
Folgen / Komplikationen
Ein Ekzem ist in der Regel nicht gefährlich, kann jedoch die Lebensqualität erheblich beeinträchtigen. Anhaltender Juckreiz, sichtbare Hautveränderungen und wiederkehrende Schübe sind für viele Betroffene sehr belastend.
Durch Kratzen kann die Hautbarriere weiter geschädigt werden. Dadurch steigt das Risiko für sekundäre Infektionen mit Bakterien, Viren oder Pilzen. Bei chronischem Verlauf kann es zu dauerhaften Hautveränderungen kommen, etwa Verdickungen oder Pigmentverschiebungen. Narben sind eher selten und entstehen meist nur bei schweren oder komplizierten Verläufen.
Ursachen / Risikofaktoren
Ekzeme entstehen durch ein Zusammenspiel verschiedener Faktoren. Eine zentrale Rolle spielt eine gestörte Hautbarriere, durch die Feuchtigkeit verloren geht und Reizstoffe leichter eindringen können.
Mögliche Auslöser und Risikofaktoren sind:
- Genetische Veranlagung, insbesondere bei atopischem Ekzem
- Reizstoffe wie häufiges Waschen, Seifen, Reinigungsmittel oder Chemikalien
- Kontakt mit allergieauslösenden Stoffen, z. B. Nickel, Duftstoffe oder Konservierungsmittel
- Trockene Haut, Kälte oder geringe Luftfeuchtigkeit
- Stress, der Schübe auslösen oder verstärken kann
- Hormonelle Faktoren oder bestehende Hauterkrankungen
Welche Faktoren im Einzelfall entscheidend sind, unterscheidet sich von Person zu Person.
Das kann helfen
Das macht der Arzt: Die Behandlung eines Ekzems richtet sich nach der Ursache, dem Schweregrad und dem Verlauf. Ärzte setzen je nach Situation entzündungshemmende Cremes oder Salben ein, häufig auch kortisonhaltige Präparate, diese jedoch zeitlich begrenzt und gezielt.
Das kann man selbst tun: Eine zentrale Rolle spielt die konsequente Basispflege: rückfettende, unparfümierte Pflegeprodukte helfen, die Hautbarriere zu stabilisieren und Schübe zu verhindern. Wichtig ist außerdem, individuelle Auslöser zu erkennen und zu meiden, etwa bestimmte Kosmetika oder Reizstoffe.
Betroffene selbst können unterstützen, indem sie die Haut schonend reinigen, nicht zu heiß baden oder duschen, Kratzen möglichst vermeiden und auf eine regelmäßige Pflege achten. Bei chronischen oder immer wiederkehrenden Beschwerden ist eine dermatologische Betreuung sinnvoll.
Bearbeitungsstand: 18.03.2026
Quellenangaben:
Moll, Dermatologie, (2010), 7. Auflage - Mehrle, Augenheilkunde, Elsevier (Urban & Fischer), (2010), 8.Auflage
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Weichkapseln — verschreibungspflichtig.
Detaillierte Anwendungshinweise, Dosierung, Nebenwirkungen und Wechselwirkungen finden Sie unten in den Registerkarten. Beachten Sie stets die Packungsbeilage. Bei Unklarheiten fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.
- PZN:
- 11727142
- Darreichungsform:
- Weichkapseln (Weichkapseln)
- Packungsgröße:
- 30 Stück
- Wirkstoffstärke:
- 10 mg
- Marke:
- TOCTINO
- Hersteller:
- axicorp Pharma GmbH
Rechtlicher Status
Verantwortlicher Wirtschaftsakteur gemäß EU-Verordnung 2023/988
GPSRAnwendungshinweise
Art der Anwendung?
Nehmen Sie das Arzneimittel mit Flüssigkeit (z.B. 1 Glas Wasser) ein.
Dauer der Anwendung?
Die Anwendungsdauer richtet sich nach Art der Beschwerde und/oder Dauer der Erkrankung und wird deshalb nur von Ihrem Arzt bestimmt.
Überdosierung?
Bei einer Überdosierung kann es unter anderem zu starken Kopfschmerzen, Durchfall, spontaner Hautrötung der Wangen mit Hitzegefühl und einer erhöhten Fettkonzentration im Blut kommen. Setzen Sie sich bei dem Verdacht auf eine Überdosierung umgehend mit einem Arzt in Verbindung.
Generell gilt: Achten Sie vor allem bei Säuglingen, Kleinkindern und älteren Menschen auf eine gewissenhafte Dosierung. Im Zweifelsfalle fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker nach etwaigen Auswirkungen oder Vorsichtsmaßnahmen.
Eine vom Arzt verordnete Dosierung kann von den Angaben der Packungsbeilage abweichen. Da der Arzt sie individuell abstimmt, sollten Sie das Arzneimittel daher nach seinen Anweisungen anwenden.
Dosierung
Da die Dosierung des Arzneimittels von verschiedenen Faktoren abhängt, sollte sie von Ihrem Arzt individuell auf Sie abgestimmt werden.
Allgemeine Dosierungsempfehlung:
Ihr Arzt kann im Verlauf der Behandlung Dosisanpassungen vornehmen. Für Dosisanpassungen stehen Arzneimittel mit verschiedenen Wirkstoffstärken zur Verfügung.
Lassen Sie sich zu der Dosierung von Ihrem Arzt oder Apotheker beraten.
Anwendungsgebiete
- Schwere dauerhafte Hautentzündung der Hand (chronisches Ekzem), - wenn die Erkrankung auf eine Behandlung mit bestimmten äußerlich anzuwendenden Arzneimitteln (topische Kortikosteroide) nicht anspricht
Detaillierte Dosierung
Personenkreis: Erwachsene, Einzeldosis: 1 Kapsel, Gesamtdosis: 1-mal täglich, Zeitpunkt: zum gleichen Zeitpunkt, zusammen mit einer (Haupt-) Mahlzeit
Wirkstoff
Wirkungsweise
Wie wirkt der Inhaltsstoff des Arzneimittels?
Der Wirkstoff Alitretinoin gehört zu der Gruppe der Retinoide. Wie Vitamin A normalisiert Alitretinoin das Wachstum und die Differenzierung von Haut- und Schleimhautzellen und senkt eine erhöhte Zellteilungsrate. Durch Eingriff in die Keratinbildung wird zudem die Hornschicht aufgelockert und oberflächliche Zellen können leichter abgeschilfert werden. Zudem beeinflussen Retinoide das Immunsystem und haben eine entzündungshemmende Wirkung.
Nebenwirkungen
- Kopfschmerzen
- Erhöhte Fettkonzentration im Blut (Hypertriglyzeridämie)
- Abnahme des HDL-Cholesterins
- Fettstoffwechselstörung mit erhöhtem Cholesterin (Hypercholesterinämie)
- Blutarmut (Anämie)
- Erhöhte Bindefähigkeit der Blutserums für Eisen (Eisenbindungskapazität)
- Verminderte Anzahl an einer bestimmten Art von weißen Blutkörperchen (Monozytose)
- Erhöhte Zahl an Bluttplättchen (Thrombozytose)
- Erniedrigte Blutwerte des Schilddrüsen-stimulierendenden Hormons (TSH)
- Erniedrigtes freies L-Thyroxin im Blut
- Schwindelgefühl
- Bindehautentzündung
- Trockene Augen
- Reizung des Auges
- Ohrgeräusche
- Flüchtige, spontane Hautrötung der Wangen mit Hitzegefühl (Flush)
- Bluthochdruck
- Übelkeit
- Mundtrockenheit
- Erbrechen
- Erhöhte Leberwerte (Transaminasen)
- Trockene Haut (Xerodermie)
- Trockene Lippen
- Lippenentzündung
- Hautentzündung mit Juckreiz und Rötung (Ekzem)
- Hautentzündung
- Hautrötung durch gesteigerte Durchblutung (Erythem)
- Haarausfall mit Glatzenbildung (Alopezie)
- Gelenkschmerzen
- Muskelschmerzen
- Müdigkeit
- Anstieg von Muskelenzym (Kreatinphosphokinase) im Blut
- Verschwommenes Sehen
- Grauer Star (Katarakt)
- Nasenbluten
- Verdauungsbeschwerden
- Juckreiz (Pruritus)
- Hautausschlag
- Hautschuppung bzw. -abschälung (Exfoliation)
- Hautentzündung mit Juckreiz + Rötung durch Austrocknung (Exsikkationsekzem)
- Überbein (Exostose)
- Vermehrtes Knochenwachstum (Knochenhypertrophie)
- Rheumatische Gelenkentzündung der Wirbelsäule (Morbus Bechterew)
Bemerken Sie eine Befindlichkeitsstörung oder Veränderung während der Behandlung, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Für die Information an dieser Stelle werden vor allem Nebenwirkungen berücksichtigt, die bei mindestens einem von 1.000 behandelten Patienten auftreten.
Gegenanzeigen
Was spricht gegen eine Anwendung?
- Überempfindlichkeit gegen die Inhaltsstoffe
- Eingeschränkte Leberfunktion
- Stark eingeschränkte Nierenfunktion
- Nicht ausreichend eingestellte Fettstoffwechselstörung mit erhöhtem Cholesterin (Hypercholesterinämie)
- Nicht ausreichend eingestellte, erhöhte Fettkonzentration im Blut (Hypertriglyzeridämie)
- Nicht ausreichend eingestellte Schilddrüsenunterfunktion (Hypothyreose)
- Erhöhte Vitamin A-Werte
Das Arzneimittel darf bei Frauen im gebärfähigen Alter nicht angewendet werden, es sei denn, dass alle Bedingungen des Schwangerschaftsverhütungsprogramms eingehalten werden.
Ihr Arzt wird Sie vor Beginn der Behandlung ausführlich beraten.
Welche Altersgruppe ist zu beachten?
- Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren: Das Arzneimittel darf nicht angewendet werden.
Was ist mit Schwangerschaft und Stillzeit?
- Schwangerschaft: Das Arzneimittel darf nicht angewendet werden.
- Stillzeit: Das Arzneimittel darf nicht angewendet werden.
Ist Ihnen das Arzneimittel trotz einer Gegenanzeige verordnet worden, sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker. Der therapeutische Nutzen kann höher sein, als das Risiko, das die Anwendung bei einer Gegenanzeige in sich birgt.
Lagerungsanforderungen
Physische Eigenschaften
- Gewicht:
- 28 g
- Abmessungen (B × H × L):
- 37 × 49 × 92 mm
Bestellinformationen
- Mindestbestellmenge:
- 1
- Import/Reimport:
- Ja
Aufbewahrung
Aufbewahrung
Das Arzneimittel muss
- vor Hitze geschützt
- im Dunkeln (z.B. im Umkarton)
aufbewahrt werden.
Wichtige Hinweise
Was sollten Sie beachten?
- Vermeiden Sie übermäßige UV-Strahlung, z.B. in Solarien oder bei ausgedehnten Sonnenbädern, weil die Haut während der Anwendung des Arzneimittels empfindlicher reagiert.
- Bei Frauen im gebärfähigen Alter sind während und unter Umständen auch eine zeitlang nach der Therapie wirksame Verhütungsmethoden erforderlich. Sprechen Sie hierzu Ihren Arzt oder Apotheker an.
- Vor Beginn der Behandlung sollte ein Schwangerschaftstest durchgeführt werden.
- Während der Behandlung sind geeignete schwangerschaftsverhütende Maßnahmen durchzuführen.
- Das Arzneimittel darf nur unter strikter medizinischer Überwachung angewendet werden.
- Vorsicht bei einer Unverträglichkeit gegenüber Fructose (Fruchtzucker). Wenn Sie eine Diabetes-Diät einhalten müssen, sollten Sie den Zuckergehalt berücksichtigen.
- Vorsicht bei Allergie gegen Erdnüsse und Soja.
- Es kann Arzneimittel geben, mit denen Wechselwirkungen auftreten. Sie sollten deswegen generell vor der Behandlung mit einem neuen Arzneimittel jedes andere, das Sie bereits anwenden, dem Arzt oder Apotheker angeben. Das gilt auch für Arzneimittel, die Sie selbst kaufen, nur gelegentlich anwenden oder deren Anwendung schon einige Zeit zurückliegt.
Ekzem
Was ist das? - Definition Ein Ekzem ist eine entzündliche Reaktion der Haut, die mit Rötung, Juckreiz und häufig auch Nässen oder Schuppung einhergeht. Der Begriff "Ekzem" beschreibt dabei kein einzelnes Krankheitsbild, sondern eine typische Entzündungsreaktion der Haut, die durch unterschiedliche Ursachen ausgelöst werden kann. Ekzeme können akut oder chronisch verlaufen und nahezu jede Körperregion betreffen. Allen gemeinsam ist eine gestörte Hautbarriere, die die Haut empfindlicher gegenüber äußeren Einflüssen macht.
Krankheitsbild
Ein Ekzem ist eine entzündliche Reaktion der Haut, die sich durch Rötung, Juckreiz, Nässen, Bläschen oder Schuppung äußern kann. Der Begriff bezeichnet kein einzelnes Krankheitsbild, sondern ein typisches Entzündungsmuster der Haut, das durch unterschiedliche Ursachen ausgelöst wird. Ekzeme können akut oder chronisch verlaufen und nahezu jede Körperregion betreffen.
Zu den häufigsten Ekzemformen zählen beispielsweise:
- Atopisches Ekzem oder Neurodermitis: Diese Form beruht auf einer angeborenen Störung der Hautbarriere und tritt oft bereits im Kindesalter auf. Die Haut ist sehr trocken, empfindlich und juckt stark. Typisch sind schubweise Verläufe. Häufig besteht eine familiäre Neigung zu Allergien, Asthma oder Heuschnupfen.
- Kontaktekzem: Ein Kontaktekzem entsteht durch direkten Hautkontakt mit auslösenden Stoffen. Man unterscheidet das irritative Kontaktekzem, z. B. durch häufiges Händewaschen, Reinigungsmittel oder Chemikalien, und das allergische Kontaktekzem, bei dem das Immunsystem auf bestimmte Stoffe wie Nickel, Duftstoffe oder Konservierungsmittel reagiert. Die Hautveränderungen treten meist genau dort auf, wo der Kontakt bestand.
- Seborrhoisches Ekzem: Diese Form betrifft vor allem fett
- und talgdrüsenreiche Hautareale wie Kopfhaut, Gesicht, speziell Augenbrauen oder Nasenflügel, oder Brustbereich. Typisch sind rötliche, schuppende Hautveränderungen, oft mit gelblichen Schuppen. Das seborrhoische Ekzem tritt häufig bei Säuglingen auf und wird dann auch Kopfgneis genannt. Es kann aber auch bei Erwachsenen auftreten.
- Stauungsekzem oder variköses Ekzem: Diese Ekzemform entsteht infolge einer chronischen Venenschwäche, meist an den Unterschenkeln. Durch den gestörten Blutabfluss kommt es zu Hautentzündung, Rötung, Schuppung und Juckreiz. Unbehandelt kann sich das Ekzem verschlimmern und zu schlecht heilenden Wunden führen.
Allen Ekzemformen gemeinsam ist eine gestörte Hautbarriere, die die Haut anfälliger für Reizstoffe, Entzündungen und Infektionen macht. Die genaue Ausprägung, der Verlauf und die Behandlung unterscheiden sich jedoch je nach Ekzemtyp deutlich.
Symptome / Verlauf
Ekzeme zeigen sich meist durch eine gerötete, entzündete Haut, die stark jucken kann. Je nach Stadium und Verlauf können unterschiedliche Hautveränderungen auftreten. In der akuten Phase kommt es häufig zu Rötung, Schwellung, Nässen und kleinen Bläschen. Diese können aufplatzen und Krusten bilden.
Im chronischen Verlauf verdickt sich die Haut oft, wird trocken, schuppig und rau. Typisch ist eine Lichenifikation, das ist eine flächenhafte lederartige Verdickung der Haut, die unter anderem durch häufiges Kratzen entsteht. Der Juckreiz kann sehr belastend sein und durch Kratzen die Entzündung weiter verstärken.
Der Verlauf eines Ekzems ist häufig schubweise: Phasen mit starken Beschwerden wechseln sich mit ruhigeren Zeiten ab. Welche Hautareale betroffen sind, hängt von der Ekzemform ab. Häufig sind Hände, Arme, Gesicht, Hals oder Hautfalten beteiligt.
Folgen / Komplikationen
Ein Ekzem ist in der Regel nicht gefährlich, kann jedoch die Lebensqualität erheblich beeinträchtigen. Anhaltender Juckreiz, sichtbare Hautveränderungen und wiederkehrende Schübe sind für viele Betroffene sehr belastend.
Durch Kratzen kann die Hautbarriere weiter geschädigt werden. Dadurch steigt das Risiko für sekundäre Infektionen mit Bakterien, Viren oder Pilzen. Bei chronischem Verlauf kann es zu dauerhaften Hautveränderungen kommen, etwa Verdickungen oder Pigmentverschiebungen. Narben sind eher selten und entstehen meist nur bei schweren oder komplizierten Verläufen.
Ursachen / Risikofaktoren
Ekzeme entstehen durch ein Zusammenspiel verschiedener Faktoren. Eine zentrale Rolle spielt eine gestörte Hautbarriere, durch die Feuchtigkeit verloren geht und Reizstoffe leichter eindringen können.
Mögliche Auslöser und Risikofaktoren sind:
- Genetische Veranlagung, insbesondere bei atopischem Ekzem
- Reizstoffe wie häufiges Waschen, Seifen, Reinigungsmittel oder Chemikalien
- Kontakt mit allergieauslösenden Stoffen, z. B. Nickel, Duftstoffe oder Konservierungsmittel
- Trockene Haut, Kälte oder geringe Luftfeuchtigkeit
- Stress, der Schübe auslösen oder verstärken kann
- Hormonelle Faktoren oder bestehende Hauterkrankungen
Welche Faktoren im Einzelfall entscheidend sind, unterscheidet sich von Person zu Person.
Das kann helfen
Das macht der Arzt: Die Behandlung eines Ekzems richtet sich nach der Ursache, dem Schweregrad und dem Verlauf. Ärzte setzen je nach Situation entzündungshemmende Cremes oder Salben ein, häufig auch kortisonhaltige Präparate, diese jedoch zeitlich begrenzt und gezielt.
Das kann man selbst tun: Eine zentrale Rolle spielt die konsequente Basispflege: rückfettende, unparfümierte Pflegeprodukte helfen, die Hautbarriere zu stabilisieren und Schübe zu verhindern. Wichtig ist außerdem, individuelle Auslöser zu erkennen und zu meiden, etwa bestimmte Kosmetika oder Reizstoffe.
Betroffene selbst können unterstützen, indem sie die Haut schonend reinigen, nicht zu heiß baden oder duschen, Kratzen möglichst vermeiden und auf eine regelmäßige Pflege achten. Bei chronischen oder immer wiederkehrenden Beschwerden ist eine dermatologische Betreuung sinnvoll.
Bearbeitungsstand: 18.03.2026
Quellenangaben:
Moll, Dermatologie, (2010), 7. Auflage - Mehrle, Augenheilkunde, Elsevier (Urban & Fischer), (2010), 8.Auflage
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.