TORASEMID HEXAL 20 mg Tabletten Dose
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Pharmazeutische Informationen
Tabletten — verschreibungspflichtig.
Detaillierte Anwendungshinweise, Dosierung, Nebenwirkungen und Wechselwirkungen finden Sie unten in den Registerkarten. Beachten Sie stets die Packungsbeilage. Bei Unklarheiten fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.
- PZN:
- 19497598
- Darreichungsform:
- Tabletten
- Wirkstoffstärke:
- 20 mg
- Marke:
- TORASEMID
- Hersteller:
- Hexal AG
- Generikum:
-
Ja
Rechtlicher Status
Verantwortlicher Wirtschaftsakteur gemäß EU-Verordnung 2023/988
GPSRLagerungsanforderungen
Bestellinformationen
- Mindestbestellmenge:
- 1
Herzschwäche (Herzinsuffizienz)
Was ist das? - Definition Bei Herzschwäche kann das Herz nicht mehr genug Blut pumpen. Betroffene leiden an sinkender körperlicher Belastbarkeit.
Krankheitsbild
Bei Herzschwäche, fachlich als Herzinsuffizienz bezeichnet, kann das Herz nicht mehr genug Blut pumpen. Entweder ist der Herzmuskel dafür zu schwach und/oder das Herz ist zu steif, um sich vor dem Herzschlag richtig mit Blut zu füllen.
Befördert in der Folge die linke Herzkammer zu wenig Blut in den Körperkreislauf, bleiben die Muskeln und Organe wie Magen, Leber, Nieren oder Gehirn unterversorgt. Arbeitet die rechte Herzkammer nicht richtig, gelangt nicht mehr genug Blut in den Lungenkreislauf. Oft liegt eine nachlassende Pumpleistung der linken und der rechten Herzkammer vor, es kann sich aber auch eine isolierte Links- oder Rechtsherzschwäche entwickeln.
Symptome/Verlauf
Als Folge einer Herzschwäche kommt es je nach Ausprägung zu Beschwerden wie Luftnot oder Flüssigkeitseinlagerungen (Ödemen) im Gewebe, vor allem in den Beinen, womöglich auch im Bauchbereich oder gar in der Lunge. Zudem lässt die körperliche Leistungsfähigkeit nach, man ermüdet rasch. Mit den sogenannten NYHA-Stadien (NYHA für New York Heart Association) bezeichnen Ärzte das Ausmaß einer Herzschwäche.
- -NYHA-Stadium I: Es gibt noch keine körperliche Einschränkung durch die Herzschwäche. Alltägliche körperliche Belastungen bereiten keine Beschwerden.
- -NYHA-Stadium II: Es liegt eine Herzschwäche mit leichter Einschränkung vor
- noch ohne Beschwerden in Ruhe oder bei geringer Anstrengung. Atemnot oder Herzrhythmusstörungen treten aber bei körperlicher Belastung wie etwa Treppensteigen auf.
- -NYHA-Stadium III: Es besteht eine deutlichere Einschränkung, aber noch nicht in Ruhe. Beschwerden wie Atemnot oder Herzrhythmusstörungen machen sich jedoch schon bei geringer Belastung wie Spazierengehen bemerkbar.
- -NYHA-Stadium IV: Hier bestehen Beschwerden durch die Herzschwäche sowohl bei Belastung als auch in Ruhe. Die Betroffenen sind teils bettlägerig.
Weitere mögliche Symptome einer Herzschwäche sind ein beschleunigter Atem, ein schnellerer Herzschlag, Schwindelgefühle oder vermehrter nächtlicher Harndrang.
Eine Herzschwäche entwickelt sich je nach Ursache chronisch über Jahre oder als akutes Ereignis.
Folgen/Komplikationen
Durch eine Herzschwäche sinkt mit der Zeit die körperliche Leistungsfähigkeit. Belastungen führen immer rascher zu Atemnot, bis sie sogar in Ruhe auftritt. Es kann zu Herzrhythmusstörungen wie Vorhofflimmern oder zu Wasseransammlungen etwa in den Beinen oder sogar in der Lunge kommen.
Es ist möglich, dass sich eine lange kontrollierbare chronische Herzschwäche aus unterschiedlichen Gründen akut so sehr verschlechtert, dass Lebensgefahr durch Herzversagen droht. Zudem kann eine bedrohliche Herzschwäche aufgrund unterschiedlicher Faktoren plötzlich neu auftreten.
Ursachen/Risikofaktoren
Herzschwäche ist eine Folge verschiedenster das Herz beeinträchtigender Erkrankungen. Mögliche Ursachen der sich langsam entwickelnden, chronischen Herzschwäche: ein unerkannter oder schlecht eingestellter Bluthochdruck, durch den sich der Herzmuskel verändert, eine verminderte Durchblutung des Herzmuskels durch Arteriosklerose, Vernarbungen sowie Umbauprozesse im Herz nach einem Infarkt oder nicht mehr richtig arbeitende Herzklappen. Tritt die Herzschwäche plötzlich auf, dann oft wegen eines schweren Herzinfarktes. Als andere mögliche Ursachen kommen unter anderem die Entgleisung einer bestehenden chronischen Herzschwäche, schwere Herzrhythmusstörungen oder Herzmuskelentzündungen infrage - möglicherweise auch eine Lungenembolie, die es der rechten Herzkammer erschwert, Blut in den Lungenkreislauf zu pumpen.
Das Risiko für eine Herzschwäche steigern vor allem Faktoren, die zu Arteriosklerose in den das Herz versorgenden Blutgefäßen beitragen (Koronare Herzkrankheit). Solche Risikofaktoren sind unter anderem Bluthochdruck, ungünstige Blutfettwerte, Diabetes, Bewegungsmangel oder Rauchen.
Das kann helfen
Was man selbst tun kann:
Wichtig ist, Risikofaktoren für Arteriosklerose abzubauen. Dazu trägt unter anderem eine gesunde Ernährung bei. Bei Herzschwäche kann eine Beschränkung und optimale Verteilung der Trinkmenge über den Tag erforderlich sein, das muss man mit dem Arzt besprechen. Zudem sollte die Ernährung wenig Kochsalz enthalten. Entlastend für Herz und Kreislauf ist auch der Abbau von Übergewicht.
Außerdem gilt es regemäßig körperlich aktiv zu sein, zur Vorsorge, aber auch bei bestehender Herzschwäche. Mit den behandelnden Ärzten müssen Patienten mit Herzschwäche zuvor absprechen, welche Sportarten und Belastungen unbedenklich sind. Herzsportgruppen sind empfehlenswert. Wichtig grundsätzlich: die mit dem Arzt abgesprochenen Kontrolltermine einhalten und bei sich akut verschlechternden Beschwerden, etwa plötzlichen, anhaltenden Schmerzen und Brennen in der Brust sowie plötzlich auftretender Atemnot, den Notarzt zu rufen.
Was der Arzt tun kann:
Ärztliche Unterstützung erfordert unter anderem die Behandlung von Risikofaktoren für eine Koronare Herzkrankheit, die unbehandelt Herzschwäche begünstigt. Kardiologinnen und Kardiologen können zudem die Diagnose Herzschwäche stellen. Dazu erfassen sie Symptome, erheben einige Blutwerte und führen Untersuchungen mittels EKG (Herzstromkurven), Ultraschall und bei Bedarf eine Röntgenuntersuchung der Brust durch.
Bei bestehender Herzschwäche kommen vor allem Medikamente zum Einsatz. Je nach Bedarf verordnen Ärztinnen und Ärzte Mittel, die den Blutdruck senken, die Flüssigkeitsausscheidung fördern, den Einfluss von Stress auf das Herz mindern und ungünstigen Umbauvorgängen im Herz entgegenwirken. Zudem sollte ein bestehender Eisenmangel behandelt werden. Herzrhythmusstörungen können durch Medikamente, Ablationsverfahren (Vorhofflimmern) oder implantierbare Schrittmacher/Defibrillatoren behandelt werden. Bei extremer Verschlechterung der Herzschwäche hilft womöglich ein Herzunterstützungssystem oder eine Herztransplantation.
Bearbeitungsstand: 08.10.2025
Quellenangaben:
Brunkhorst, Schölmerich, Differenzialdiagnostik und Differenzialtherapie, Elsevier (Urban & Fischer), (2010), 1. Auflage - Herold, Innere Medizin, Herold, (2011) - Kellnhauser, Thiemes Pflege, (2009), 11. Auflage
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Wassereinlagerungen (Ödeme)
Was ist das? - Definition Ödeme sind sichtbare oder tastbare Wassereinlagerungen im Gewebe. Dabei sammelt sich Flüssigkeit außerhalb der Blutgefäße an, meist in Füßen, Beinen, Händen oder im Gesicht. Sie können harmlos sein, etwa nach langem Stehen, aber auch ein Hinweis auf Erkrankungen von Herz, Nieren oder Leber. Eine Abklärung ist wichtig, wenn Schwellungen anhalten oder zunehmen.
Krankheitsbild
Bei Ödemen gelangt mehr Flüssigkeit aus den Blutgefäßen ins umliegende Gewebe als abtransportiert wird. Dadurch entsteht eine Schwellung, die sich oft eindrücken lässt. Je nach Ursache können ein oder beide Körperseiten betroffen sein. Häufig treten Ödeme in den Beinen auf, weil dort die Wirkung der Schwerkraft besonders groß ist.
Symptome/Verlauf
Typisch sind Schwellungen, ein Spannungsgefühl der Haut und manchmal auch eine Gewichtszunahme. Die Haut kann glänzen und sich warm anfühlen. Der Verlauf reicht von vorübergehend bis chronisch. Ein generelles Warnzeichen bildet das rasche Zunehmen der Schwellung. Oft kommen noch folgende Beschwerden hinzu:
- Atemnot
- Schwellungen an Füßen und Knöcheln besonders abends
- Spannungsgefühl oder verminderte Beweglichkeit
- Druckstellen bleiben kurz sichtbar
Folgen/Komplikationen
Anhaltende Ödeme können die Haut schädigen und Infektionen begünstigen. Bewegungen an den betroffenen Stellen fallen schwer und die Lebensqualität sinkt. Bei schwerwiegenden Ursachen können auch innere Organe belastet sein. Unbehandelt steigt das Risiko für Hautentzündungen und Wundheilungsstörungen.
Ursachen/Risikofaktoren
Ödeme entstehen unter anderem durch Herzschwäche, Nieren- oder Lebererkrankungen. Auch Venenprobleme, hormonelle Veränderungen, Schwangerschaft oder langes Sitzen spielen eine Rolle. Zudem können bestimmte Medikamente Wassereinlagerungen fördern.
Das kann helfen
Das macht der Arzt: Er klärt die Ursache ab und behandelt sie gezielt, oft mit entwässernden Medikamenten wie Diuretika oder mit Wirkstoffen zur Herz- oder Blutdrucktherapie.
Das kann man selbst tun: Bewegung, Hochlagern der Beine und weniger Salz in der Nahrung unterstützen die Therapie. Bei plötzlich starken Schwellungen, Schmerzen, Atemnot oder einseitigen Ödemen sollte man nicht selbst behandeln, sondern diese zeitnah ärztlich abklären lassen.
Bearbeitungsstand: 15.04.2026
Quellenangaben:
Thews, Mutschler, Vaupel, Anatomie, Physiologie und Pathophysiologie des Menschen, WVG, (2007), 5. Aufl. - Mutschler, Arzneimittelwirkungen, Wiss.Verl.-Ges., (2008), Aufl. 9 - Brunkhorst, Schölmerich, Differenzialdiagnostik und Differenzialtherapie, Elsevier (Urban & Fischer), (2010), 1. Auflage
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Niereninsuffizienz
Was ist das? - Definition Die Niereninsuffizienz ist eine Erkrankung, bei der die Nieren ihre Aufgabe, das Blut zu reinigen und den Flüssigkeits- sowie Mineralhaushalt zu regulieren, nur eingeschränkt oder gar nicht mehr erfüllen können. Sie kann akut auftreten oder sich langsam über Jahre entwickeln und hat weitreichende Folgen für den gesamten Körper.
Krankheitsbild
Die Niereninsuffizienz wird in eine akute und eine chronische Form unterteilt. Bei der akuten Form kommt es plötzlich zu einem Funktionsverlust, oft durch eine andere schwere Erkrankung oder Verletzung. Die chronische Form entwickelt sich schleichend über Jahre hinweg, meist durch dauerhafte Schädigung des Nierengewebes. Beide Formen führen dazu, dass Abfallstoffe im Blut ansteigen und lebenswichtige Funktionen gestört werden.
Symptome/Verlauf
Die Beschwerden hängen von der Ausprägung ab. Anfangs bleibt eine chronische Niereninsuffizienz oft unbemerkt, da die Nieren lange Zeit kompensieren können. Mit zunehmendem Funktionsverlust treten jedoch typische Symptome auf. Der Verlauf ist bei der akuten Form oft reversibel, bei der chronischen dagegen fortschreitend.
Zu den typischen Symptomen zählen:
- Müdigkeit und Leistungsabfall
- Wassereinlagerungen in Beinen oder Gesicht
- verminderte Urinmenge oder veränderte Urinfarbe
- Übelkeit, Appetitlosigkeit und Gewichtsverlust
- Juckreiz, Konzentrationsstörungen und Kopfschmerzen
Folgen/Komplikationen
Unbehandelt kann eine Niereninsuffizienz zu schweren Komplikationen führen. Dazu gehören Bluthochdruck, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Blutarmut und Knochenschwäche. Im Endstadium droht eine vollständige Nierenfunktionsstörung, die eine Dialyse oder eine Nierentransplantation notwendig macht. Auch das Risiko für Infektionen und Herzrhythmusstörungen ist erhöht.
Ursachen/Risikofaktoren
Die Ursachen sind vielfältig. Häufig führen Bluthochdruck und Diabetes zu einer Niereninsuffizienz, da sie die Nierengefäße langfristig schädigen. Weitere Ursachen sind chronische Entzündungen der Nieren, wiederholte Harnwegsinfekte, Nierensteine oder erbliche Erkrankungen. Risikofaktoren sind zudem Rauchen, Übergewicht, Bewegungsmangel und eine familiäre Vorbelastung.
Das kann helfen
Das macht der Arzt: Er behandelt die Niereninsuffizienz je nach Ursache und Stadium. Dazu gehören Blutdrucksenker, entwässernde Medikamente oder blutzuckersenkende Mittel. Im fortgeschrittenen Stadium sind mitunter eine Dialyse oder sogar eine Transplantation notwendig.
Das kann man selbst tun: Hilfreich sind eine salz- und eiweißbewusste Ernährung, ausreichend Bewegung und der Verzicht auf Rauchen und Alkohol. Grenzen liegen dort, wo die Nierenfunktion stark eingeschränkt ist oder Komplikationen auftreten. Dann ist ärztliche Hilfe unbedingt erforderlich.
Bearbeitungsstand: 17.11.2025
Quellenangaben:
Thews, Mutschler, Vaupel, Anatomie, Physiologie und Pathophysiologie des Menschen, WVG, (2007), 5. Aufl. - Brunkhorst, Schölmerich, Differenzialdiagnostik und Differenzialtherapie, Elsevier (Urban & Fischer), (2010), 1. Auflage - Herold, Innere Medizin, Herold, (2011)
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Tabletten — verschreibungspflichtig.
Detaillierte Anwendungshinweise, Dosierung, Nebenwirkungen und Wechselwirkungen finden Sie unten in den Registerkarten. Beachten Sie stets die Packungsbeilage. Bei Unklarheiten fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.
- PZN:
- 19497598
- Darreichungsform:
- Tabletten
- Wirkstoffstärke:
- 20 mg
- Marke:
- TORASEMID
- Hersteller:
- Hexal AG
- Generikum:
-
Ja
Rechtlicher Status
Verantwortlicher Wirtschaftsakteur gemäß EU-Verordnung 2023/988
GPSRLagerungsanforderungen
Bestellinformationen
- Mindestbestellmenge:
- 1
Herzschwäche (Herzinsuffizienz)
Was ist das? - Definition Bei Herzschwäche kann das Herz nicht mehr genug Blut pumpen. Betroffene leiden an sinkender körperlicher Belastbarkeit.
Krankheitsbild
Bei Herzschwäche, fachlich als Herzinsuffizienz bezeichnet, kann das Herz nicht mehr genug Blut pumpen. Entweder ist der Herzmuskel dafür zu schwach und/oder das Herz ist zu steif, um sich vor dem Herzschlag richtig mit Blut zu füllen.
Befördert in der Folge die linke Herzkammer zu wenig Blut in den Körperkreislauf, bleiben die Muskeln und Organe wie Magen, Leber, Nieren oder Gehirn unterversorgt. Arbeitet die rechte Herzkammer nicht richtig, gelangt nicht mehr genug Blut in den Lungenkreislauf. Oft liegt eine nachlassende Pumpleistung der linken und der rechten Herzkammer vor, es kann sich aber auch eine isolierte Links- oder Rechtsherzschwäche entwickeln.
Symptome/Verlauf
Als Folge einer Herzschwäche kommt es je nach Ausprägung zu Beschwerden wie Luftnot oder Flüssigkeitseinlagerungen (Ödemen) im Gewebe, vor allem in den Beinen, womöglich auch im Bauchbereich oder gar in der Lunge. Zudem lässt die körperliche Leistungsfähigkeit nach, man ermüdet rasch. Mit den sogenannten NYHA-Stadien (NYHA für New York Heart Association) bezeichnen Ärzte das Ausmaß einer Herzschwäche.
- -NYHA-Stadium I: Es gibt noch keine körperliche Einschränkung durch die Herzschwäche. Alltägliche körperliche Belastungen bereiten keine Beschwerden.
- -NYHA-Stadium II: Es liegt eine Herzschwäche mit leichter Einschränkung vor
- noch ohne Beschwerden in Ruhe oder bei geringer Anstrengung. Atemnot oder Herzrhythmusstörungen treten aber bei körperlicher Belastung wie etwa Treppensteigen auf.
- -NYHA-Stadium III: Es besteht eine deutlichere Einschränkung, aber noch nicht in Ruhe. Beschwerden wie Atemnot oder Herzrhythmusstörungen machen sich jedoch schon bei geringer Belastung wie Spazierengehen bemerkbar.
- -NYHA-Stadium IV: Hier bestehen Beschwerden durch die Herzschwäche sowohl bei Belastung als auch in Ruhe. Die Betroffenen sind teils bettlägerig.
Weitere mögliche Symptome einer Herzschwäche sind ein beschleunigter Atem, ein schnellerer Herzschlag, Schwindelgefühle oder vermehrter nächtlicher Harndrang.
Eine Herzschwäche entwickelt sich je nach Ursache chronisch über Jahre oder als akutes Ereignis.
Folgen/Komplikationen
Durch eine Herzschwäche sinkt mit der Zeit die körperliche Leistungsfähigkeit. Belastungen führen immer rascher zu Atemnot, bis sie sogar in Ruhe auftritt. Es kann zu Herzrhythmusstörungen wie Vorhofflimmern oder zu Wasseransammlungen etwa in den Beinen oder sogar in der Lunge kommen.
Es ist möglich, dass sich eine lange kontrollierbare chronische Herzschwäche aus unterschiedlichen Gründen akut so sehr verschlechtert, dass Lebensgefahr durch Herzversagen droht. Zudem kann eine bedrohliche Herzschwäche aufgrund unterschiedlicher Faktoren plötzlich neu auftreten.
Ursachen/Risikofaktoren
Herzschwäche ist eine Folge verschiedenster das Herz beeinträchtigender Erkrankungen. Mögliche Ursachen der sich langsam entwickelnden, chronischen Herzschwäche: ein unerkannter oder schlecht eingestellter Bluthochdruck, durch den sich der Herzmuskel verändert, eine verminderte Durchblutung des Herzmuskels durch Arteriosklerose, Vernarbungen sowie Umbauprozesse im Herz nach einem Infarkt oder nicht mehr richtig arbeitende Herzklappen. Tritt die Herzschwäche plötzlich auf, dann oft wegen eines schweren Herzinfarktes. Als andere mögliche Ursachen kommen unter anderem die Entgleisung einer bestehenden chronischen Herzschwäche, schwere Herzrhythmusstörungen oder Herzmuskelentzündungen infrage - möglicherweise auch eine Lungenembolie, die es der rechten Herzkammer erschwert, Blut in den Lungenkreislauf zu pumpen.
Das Risiko für eine Herzschwäche steigern vor allem Faktoren, die zu Arteriosklerose in den das Herz versorgenden Blutgefäßen beitragen (Koronare Herzkrankheit). Solche Risikofaktoren sind unter anderem Bluthochdruck, ungünstige Blutfettwerte, Diabetes, Bewegungsmangel oder Rauchen.
Das kann helfen
Was man selbst tun kann:
Wichtig ist, Risikofaktoren für Arteriosklerose abzubauen. Dazu trägt unter anderem eine gesunde Ernährung bei. Bei Herzschwäche kann eine Beschränkung und optimale Verteilung der Trinkmenge über den Tag erforderlich sein, das muss man mit dem Arzt besprechen. Zudem sollte die Ernährung wenig Kochsalz enthalten. Entlastend für Herz und Kreislauf ist auch der Abbau von Übergewicht.
Außerdem gilt es regemäßig körperlich aktiv zu sein, zur Vorsorge, aber auch bei bestehender Herzschwäche. Mit den behandelnden Ärzten müssen Patienten mit Herzschwäche zuvor absprechen, welche Sportarten und Belastungen unbedenklich sind. Herzsportgruppen sind empfehlenswert. Wichtig grundsätzlich: die mit dem Arzt abgesprochenen Kontrolltermine einhalten und bei sich akut verschlechternden Beschwerden, etwa plötzlichen, anhaltenden Schmerzen und Brennen in der Brust sowie plötzlich auftretender Atemnot, den Notarzt zu rufen.
Was der Arzt tun kann:
Ärztliche Unterstützung erfordert unter anderem die Behandlung von Risikofaktoren für eine Koronare Herzkrankheit, die unbehandelt Herzschwäche begünstigt. Kardiologinnen und Kardiologen können zudem die Diagnose Herzschwäche stellen. Dazu erfassen sie Symptome, erheben einige Blutwerte und führen Untersuchungen mittels EKG (Herzstromkurven), Ultraschall und bei Bedarf eine Röntgenuntersuchung der Brust durch.
Bei bestehender Herzschwäche kommen vor allem Medikamente zum Einsatz. Je nach Bedarf verordnen Ärztinnen und Ärzte Mittel, die den Blutdruck senken, die Flüssigkeitsausscheidung fördern, den Einfluss von Stress auf das Herz mindern und ungünstigen Umbauvorgängen im Herz entgegenwirken. Zudem sollte ein bestehender Eisenmangel behandelt werden. Herzrhythmusstörungen können durch Medikamente, Ablationsverfahren (Vorhofflimmern) oder implantierbare Schrittmacher/Defibrillatoren behandelt werden. Bei extremer Verschlechterung der Herzschwäche hilft womöglich ein Herzunterstützungssystem oder eine Herztransplantation.
Bearbeitungsstand: 08.10.2025
Quellenangaben:
Brunkhorst, Schölmerich, Differenzialdiagnostik und Differenzialtherapie, Elsevier (Urban & Fischer), (2010), 1. Auflage - Herold, Innere Medizin, Herold, (2011) - Kellnhauser, Thiemes Pflege, (2009), 11. Auflage
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Wassereinlagerungen (Ödeme)
Was ist das? - Definition Ödeme sind sichtbare oder tastbare Wassereinlagerungen im Gewebe. Dabei sammelt sich Flüssigkeit außerhalb der Blutgefäße an, meist in Füßen, Beinen, Händen oder im Gesicht. Sie können harmlos sein, etwa nach langem Stehen, aber auch ein Hinweis auf Erkrankungen von Herz, Nieren oder Leber. Eine Abklärung ist wichtig, wenn Schwellungen anhalten oder zunehmen.
Krankheitsbild
Bei Ödemen gelangt mehr Flüssigkeit aus den Blutgefäßen ins umliegende Gewebe als abtransportiert wird. Dadurch entsteht eine Schwellung, die sich oft eindrücken lässt. Je nach Ursache können ein oder beide Körperseiten betroffen sein. Häufig treten Ödeme in den Beinen auf, weil dort die Wirkung der Schwerkraft besonders groß ist.
Symptome/Verlauf
Typisch sind Schwellungen, ein Spannungsgefühl der Haut und manchmal auch eine Gewichtszunahme. Die Haut kann glänzen und sich warm anfühlen. Der Verlauf reicht von vorübergehend bis chronisch. Ein generelles Warnzeichen bildet das rasche Zunehmen der Schwellung. Oft kommen noch folgende Beschwerden hinzu:
- Atemnot
- Schwellungen an Füßen und Knöcheln besonders abends
- Spannungsgefühl oder verminderte Beweglichkeit
- Druckstellen bleiben kurz sichtbar
Folgen/Komplikationen
Anhaltende Ödeme können die Haut schädigen und Infektionen begünstigen. Bewegungen an den betroffenen Stellen fallen schwer und die Lebensqualität sinkt. Bei schwerwiegenden Ursachen können auch innere Organe belastet sein. Unbehandelt steigt das Risiko für Hautentzündungen und Wundheilungsstörungen.
Ursachen/Risikofaktoren
Ödeme entstehen unter anderem durch Herzschwäche, Nieren- oder Lebererkrankungen. Auch Venenprobleme, hormonelle Veränderungen, Schwangerschaft oder langes Sitzen spielen eine Rolle. Zudem können bestimmte Medikamente Wassereinlagerungen fördern.
Das kann helfen
Das macht der Arzt: Er klärt die Ursache ab und behandelt sie gezielt, oft mit entwässernden Medikamenten wie Diuretika oder mit Wirkstoffen zur Herz- oder Blutdrucktherapie.
Das kann man selbst tun: Bewegung, Hochlagern der Beine und weniger Salz in der Nahrung unterstützen die Therapie. Bei plötzlich starken Schwellungen, Schmerzen, Atemnot oder einseitigen Ödemen sollte man nicht selbst behandeln, sondern diese zeitnah ärztlich abklären lassen.
Bearbeitungsstand: 15.04.2026
Quellenangaben:
Thews, Mutschler, Vaupel, Anatomie, Physiologie und Pathophysiologie des Menschen, WVG, (2007), 5. Aufl. - Mutschler, Arzneimittelwirkungen, Wiss.Verl.-Ges., (2008), Aufl. 9 - Brunkhorst, Schölmerich, Differenzialdiagnostik und Differenzialtherapie, Elsevier (Urban & Fischer), (2010), 1. Auflage
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Niereninsuffizienz
Was ist das? - Definition Die Niereninsuffizienz ist eine Erkrankung, bei der die Nieren ihre Aufgabe, das Blut zu reinigen und den Flüssigkeits- sowie Mineralhaushalt zu regulieren, nur eingeschränkt oder gar nicht mehr erfüllen können. Sie kann akut auftreten oder sich langsam über Jahre entwickeln und hat weitreichende Folgen für den gesamten Körper.
Krankheitsbild
Die Niereninsuffizienz wird in eine akute und eine chronische Form unterteilt. Bei der akuten Form kommt es plötzlich zu einem Funktionsverlust, oft durch eine andere schwere Erkrankung oder Verletzung. Die chronische Form entwickelt sich schleichend über Jahre hinweg, meist durch dauerhafte Schädigung des Nierengewebes. Beide Formen führen dazu, dass Abfallstoffe im Blut ansteigen und lebenswichtige Funktionen gestört werden.
Symptome/Verlauf
Die Beschwerden hängen von der Ausprägung ab. Anfangs bleibt eine chronische Niereninsuffizienz oft unbemerkt, da die Nieren lange Zeit kompensieren können. Mit zunehmendem Funktionsverlust treten jedoch typische Symptome auf. Der Verlauf ist bei der akuten Form oft reversibel, bei der chronischen dagegen fortschreitend.
Zu den typischen Symptomen zählen:
- Müdigkeit und Leistungsabfall
- Wassereinlagerungen in Beinen oder Gesicht
- verminderte Urinmenge oder veränderte Urinfarbe
- Übelkeit, Appetitlosigkeit und Gewichtsverlust
- Juckreiz, Konzentrationsstörungen und Kopfschmerzen
Folgen/Komplikationen
Unbehandelt kann eine Niereninsuffizienz zu schweren Komplikationen führen. Dazu gehören Bluthochdruck, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Blutarmut und Knochenschwäche. Im Endstadium droht eine vollständige Nierenfunktionsstörung, die eine Dialyse oder eine Nierentransplantation notwendig macht. Auch das Risiko für Infektionen und Herzrhythmusstörungen ist erhöht.
Ursachen/Risikofaktoren
Die Ursachen sind vielfältig. Häufig führen Bluthochdruck und Diabetes zu einer Niereninsuffizienz, da sie die Nierengefäße langfristig schädigen. Weitere Ursachen sind chronische Entzündungen der Nieren, wiederholte Harnwegsinfekte, Nierensteine oder erbliche Erkrankungen. Risikofaktoren sind zudem Rauchen, Übergewicht, Bewegungsmangel und eine familiäre Vorbelastung.
Das kann helfen
Das macht der Arzt: Er behandelt die Niereninsuffizienz je nach Ursache und Stadium. Dazu gehören Blutdrucksenker, entwässernde Medikamente oder blutzuckersenkende Mittel. Im fortgeschrittenen Stadium sind mitunter eine Dialyse oder sogar eine Transplantation notwendig.
Das kann man selbst tun: Hilfreich sind eine salz- und eiweißbewusste Ernährung, ausreichend Bewegung und der Verzicht auf Rauchen und Alkohol. Grenzen liegen dort, wo die Nierenfunktion stark eingeschränkt ist oder Komplikationen auftreten. Dann ist ärztliche Hilfe unbedingt erforderlich.
Bearbeitungsstand: 17.11.2025
Quellenangaben:
Thews, Mutschler, Vaupel, Anatomie, Physiologie und Pathophysiologie des Menschen, WVG, (2007), 5. Aufl. - Brunkhorst, Schölmerich, Differenzialdiagnostik und Differenzialtherapie, Elsevier (Urban & Fischer), (2010), 1. Auflage - Herold, Innere Medizin, Herold, (2011)
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.