TWINRIX Erwachsene Impfdosis Inj.-Sus.i.e.F-Spr.
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Pharmazeutische Informationen
Injektionssuspension — verschreibungspflichtig.
Detaillierte Anwendungshinweise, Dosierung, Nebenwirkungen und Wechselwirkungen finden Sie unten in den Registerkarten. Beachten Sie stets die Packungsbeilage. Bei Unklarheiten fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.
- PZN:
- 01876728
- Darreichungsform:
- Injektionssuspension (Fertigspritzen)
- Packungsgröße:
- 10 x 1 Stück
- Marke:
- TWINRIX
- Hersteller:
- axicorp Pharma B.V.
- Beipackzettel:
- PDF öffnen
Rechtlicher Status
Verantwortlicher Wirtschaftsakteur gemäß EU-Verordnung 2023/988
GPSRAnwendungshinweise
Die Gesamtdosis sollte nicht ohne Rücksprache mit einem Arzt oder Apotheker überschritten werden.
Art der Anwendung?
Die Anwendung sollte nur durch Fachpersonal oder unter deren Aufsicht erfolgen.
Dauer der Anwendung?
Grundimmunisierung: Die Anwendung erfolgt ab dem 16. Lebensjahr und wird 1 Monat nach der 1. Impfung sowie 6 Monate nach der 1. Impfung wiederholt.
Beschleunigte Grundimmunisierung: Die Anwendung erfolgt ab dem 18. Lebensjahr und wird 7 Tage nach der 1. Impfung, 21 Tage nach der 1. Impfung sowie 12 Monate nach der 1. Impfung wiederholt.
Auffrischimpfung: Die Notwendigkeit einer Auffrischimpfung wird von Ihrem Arzt bestimmt.
Überdosierung?
Es sind keine Überdosierungserscheinungen bekannt. Besondere Maßnahmen sind deshalb nicht erforderlich.
Generell gilt: Achten Sie vor allem bei Säuglingen, Kleinkindern und älteren Menschen auf eine gewissenhafte Dosierung. Im Zweifelsfalle fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker nach etwaigen Auswirkungen oder Vorsichtsmaßnahmen.
Eine vom Arzt verordnete Dosierung kann von den Angaben der Packungsbeilage abweichen. Da der Arzt sie individuell abstimmt, sollten Sie das Arzneimittel daher nach seinen Anweisungen anwenden.
Dosierung
Grundimmunisierung:
Beschleunigte Grundimmunisierung:
Anwendungsgebiete
- Hepatitis A, zur Vorbeugung
- Hepatitis B, zur Vorbeugung
Detaillierte Dosierung
Personenkreis: Jugendliche ab 16 Jahren und Erwachsene, Einzeldosis: 1 Fertigspritze, Gesamtdosis: 3 Fertigspritzen, Zeitpunkt: unabhängig von der Tageszeit
Personenkreis: Erwachsene, Einzeldosis: 1 Fertigspritze, Gesamtdosis: 4 Fertigspritzen, Zeitpunkt: unabhängig von der Tageszeit
Wirkstoff
Wirkungsweise
Wie wirken die Inhaltsstoffe des Arzneimittels?
Das Arzneimittel ist eine Impfstoffkombination und wird zur Vorbeugung gegen Hepatitis-A und Hepatitis-B gegeben. Er enthält inaktivierte Hepatitis-A- und Hepatitis-B-Viren ohne krankmachende Eigenschaften. Nach Gabe des Impfstoffes bildet der Körper einen Schutz gegen diese Viren aus (sog. Antikörper). Nach einigen Jahren geht dieser Schutz wieder verloren und muss aufgefrischt werden.
Nebenwirkungen
Welche unerwünschten Wirkungen können auftreten?
- Lokale Reizerscheinungen am Applikationsort, wie:
- Hautrötung
- Wassereinlagerungen (Ödeme)
- Schmerzen am Applikationsort
- Hautblutungen aufgrund gestörter Blutgerinnung
- Bluterguss
- Juckreiz
- Magen-Darm-Beschwerden, wie:
- Übelkeit
- Erbrechen
- Durchfälle
- Bauchschmerzen
- Appetitlosigkeit
- Kopfschmerzen
- Schwindel
- Überempfindlichkeitsreaktionen der Haut, wie:
- Hautausschlag
- Infektionen der Atemwege
- Fieber
- Muskelschmerzen
- Abgeschlagenheit
- Unwohlsein
Bemerken Sie eine Befindlichkeitsstörung oder Veränderung während der Behandlung, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Für die Information an dieser Stelle werden vor allem Nebenwirkungen berücksichtigt, die bei mindestens einem von 1.000 behandelten Patienten auftreten.
Gegenanzeigen
Was spricht gegen eine Anwendung?
Immer:
- Überempfindlichkeit gegen die Inhaltsstoffe
Unter Umständen - sprechen Sie hierzu mit Ihrem Arzt oder Apotheker:
- Infektionen
- Fieber
- Erhöhte Blutungsneigung
- Thrombozytopenie (Verminderte Anzahl an Blutplättchen)
Welche Altersgruppe ist zu beachten?
- Kinder unter 16 Jahren: Das Arzneimittel darf nicht angewendet werden.
Was ist mit Schwangerschaft und Stillzeit?
- Schwangerschaft: Wenden Sie sich an Ihren Arzt. Es spielen verschiedene Überlegungen eine Rolle, ob und wie das Arzneimittel in der Schwangerschaft angewendet werden kann.
- Stillzeit: Von einer Anwendung wird nach derzeitigen Erkenntnissen abgeraten. Eventuell ist ein Abstillen in Erwägung zu ziehen.
Ist Ihnen das Arzneimittel trotz einer Gegenanzeige verordnet worden, sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker. Der therapeutische Nutzen kann höher sein, als das Risiko, das die Anwendung bei einer Gegenanzeige in sich birgt.
Lagerungsanforderungen
Physische Eigenschaften
- Gewicht:
- 128 g
- Abmessungen (B × H × L):
- 117 × 74 × 115 mm
Bestellinformationen
- Mindestbestellmenge:
- 1
- Import/Reimport:
- Ja
Aufbewahrung
Aufbewahrung
Lagerung vor Anbruch
Das Arzneimittel muss
- im Kühlschrank
- vor Frost geschützt
- im Dunkeln (z.B. im Umkarton)
aufbewahrt werden.
Aufbewahrung nach Anbruch oder Zubereitung
Das Arzneimittel ist nach Anbruch/Zubereitung nur zur einmaligen Anwendung vorgesehen. Reste müssen verworfen werden!
Wichtige Hinweise
Was sollten Sie beachten?
- Vorsicht bei Allergie gegen das Antibiotikum Neomycin!
- Es kann Arzneimittel geben, mit denen Wechselwirkungen auftreten. Sie sollten deswegen generell vor der Behandlung mit einem neuen Arzneimittel jedes andere, das Sie bereits anwenden, dem Arzt oder Apotheker angeben. Das gilt auch für Arzneimittel, die Sie selbst kaufen, nur gelegentlich anwenden oder deren Anwendung schon einige Zeit zurückliegt.
Bekannte Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln
Nicht kombinieren mit Präparaten die enthalten: Aluminium-Ion Haemophilus influenzae B-Polysaccharid-Tetanus-Toxoid-Konjugat Polysaccharidanteil: monovalent 0,034- und weitere
Was kann passieren?
Bei Kombination der Arzneimittel kann die Wirkung von diesem Arzneimittel möglicherweise beeinträchtigt werden.
Was ist zu tun?
Die Arzneimittel dürfen nicht miteinander kombiniert werden. Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker darüber, welche Maßnahmen erforderlich sind.
Nicht kombinieren mit Präparaten die enthalten: Aluminium-Ion Haemophilus influenzae B-Polysaccharid-Tetanus-Toxoid-Konjugat Polysaccharidanteil: monovalent 0,034- und weitere
Was kann passieren?
Bei Kombination der Arzneimittel kann die Wirkung von diesem Arzneimittel möglicherweise beeinträchtigt werden.
Was ist zu tun?
Die Arzneimittel dürfen nicht miteinander kombiniert werden. Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker darüber, welche Maßnahmen erforderlich sind.
Nicht kombinieren mit Präparaten die enthalten: Aluminium-Ion Haemophilus influenzae B-Polysaccharid-Tetanus-Toxoid-Konjugat Polysaccharidanteil: monovalent 0,034- und weitere
Was kann passieren?
Bei Kombination der Arzneimittel kann das Risiko für allergische Reaktionen erhöht sein. Symptome dafür sind unter anderem Juckreiz, Nesselausschlag, Schleimhautschwellungen, Schwindelgefühl, Übelkeit und Erbrechen oder Atembeschwerden.
Was ist zu tun?
Die Arzneimittel sollten mit einem zeitlichen Abstand zueinander eingenommen werden. Bitte entnehmen Sie weitere Informationen der Gebrauchsinformation und wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie hierzu Fragen haben.
Nicht kombinieren mit Präparaten die enthalten: Aluminium-Ion Haemophilus influenzae B-Polysaccharid-Tetanus-Toxoid-Konjugat Polysaccharidanteil: monovalent 0,034- und weitere
Was kann passieren?
Bei Kombination der Arzneimittel kann die Wirkung von diesem Arzneimittel beeinträchtigt werden.
Was ist zu tun?
Die Impfung sollte zu einem Zeitpunkt durchgeführt werden, zu dem ein anderes Arzneimittel nicht aufgetragen wird. Wenden Sie sich bitte an Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie hierzu Fragen haben.
Nicht kombinieren mit Präparaten die enthalten: Aluminium-Ion Haemophilus influenzae B-Polysaccharid-Tetanus-Toxoid-Konjugat Polysaccharidanteil: monovalent 0,034- und weitere
Was kann passieren?
Bei Kombination der Arzneimittel kann die Wirkung von diesem Arzneimittel möglicherweise beeinträchtigt werden.
Was ist zu tun?
Wenn möglich sollte die Impfung zu einem Zeitpunkt durchgeführt werden, zu dem ein anderes Arzneimittel nicht eingenommen wird. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, wenn Sie hierzu Fragen haben.
Nicht kombinieren mit Präparaten die enthalten: Aluminium-Ion Haemophilus influenzae B-Polysaccharid-Tetanus-Toxoid-Konjugat Polysaccharidanteil: Azathioprin monovalent 0,034- Etoposid Tegafur und weitere
Was kann passieren?
Bei Kombination der Arzneimittel kann die Wirkung von diesem Arzneimittel beeinträchtigt werden.
Was ist zu tun?
Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, da bei der Kombination dieser Arzneimittel verstärkte Kontrollen nötig sein können.
Nicht kombinieren mit Präparaten die enthalten: Aluminium-Ion Haemophilus influenzae B-Polysaccharid-Tetanus-Toxoid-Konjugat Polysaccharidanteil: monovalent 0,034- und weitere
Was kann passieren?
Bei Kombination der Arzneimittel kann die Wirkung von diesem Arzneimittel möglicherweise beeinträchtigt werden.
Was ist zu tun?
Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, da bei der Kombination dieser Arzneimittel verstärkte Kontrollen nötig sein können.
Nicht kombinieren mit Präparaten die enthalten: Aluminium-Ion Haemophilus influenzae B-Polysaccharid-Tetanus-Toxoid-Konjugat Polysaccharidanteil: monovalent 0,034- und weitere
Was kann passieren?
Bei Kombination der Arzneimittel kann die Wirkung von diesem Arzneimittel beeinträchtigt werden.
Was ist zu tun?
Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, da bei der Kombination dieser Arzneimittel verstärkte Kontrollen nötig sein können.
Nicht kombinieren mit Präparaten die enthalten: Aluminium-Ion Haemophilus influenzae B-Polysaccharid-Tetanus-Toxoid-Konjugat Polysaccharidanteil: monovalent 0,034- und weitere
Was kann passieren?
Bei Kombination der Arzneimittel kann das Risiko für allergische Reaktionen erhöht sein. Symptome dafür sind unter anderem Juckreiz, Nesselausschlag, Schleimhautschwellungen, Schwindelgefühl, Übelkeit und Erbrechen.
Was ist zu tun?
Die Arzneimittel sollten mit einem zeitlichen Abstand zueinander eingenommen werden. Bitte entnehmen Sie weitere Informationen der Gebrauchsinformation und wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie hierzu Fragen haben.
HepatitisA
Was ist das? - Definition Es handelt sich um eine durch das Hepatitis-A-Virus ausgelöste akute Leberentzündung. Das Virus wird mit dem Stuhl ausgeschieden und unter anderem über Schmierinfektionen und mit dem Virus verunreinigte Lebensmittel übertragen. Die Hepatitis A verläuft nicht chronisch und heilt vollständig aus. Schwere Erkrankungen sind selten.
Krankheitsbild
Jeder Mensch, der noch keine Infektion mit Hepatitis-A-Viren durchgemacht oder keinen Impfschutz dagegen hat, kann Hepatitis A bekommen. Bei kleinen Kindern allerdings verursacht eine Infektion mit Hepatitis-A-Viren häufig keine oder unauffällige Beschwerden. Dagegen treten bei ungeschützten älteren Kindern, Jugendlichen oder Erwachsenen häufiger Symptome einer akuten Leberentzündung auf.
Die Zeit zwischen der Infektion und ersten Symptomen der Erkrankung kann 15 bis 50 Tage betragen, wobei es im Durchschnitt etwa 28 bis 30 Tage sind. Typischerweise verändern sich im Blutbild die Leberwerte, zudem treten im Blut Antikörper gegen das Virus auf.
Ansteckend sind Patienten bis zu zwei Wochen vor Auftreten einer Gelbsucht oder einer Leberwerterhöhung und in etwa eine Woche danach. Infizierte Säuglinge, Kleinkinder und Personen mit Immunschwäche können das Virus möglicherweise über mehrere Wochen mit dem Stuhl ausscheiden.
Eine durchgemachte Hepatitis A führt zu lebenslanger Immunität. Diese erwerben jedoch nur noch ungefähr fünf Prozent der Menschen hierzulande, da die vergleichsweise hohen Hygienestandards das Infektionsrisiko senken. Eine Impfung aber bietet bei Bedarf Schutz.
Symptome/Verlauf
Kommt es bei Hepatitis A zu Symptomen, sind das zu Beginn Übelkeit, Brechreiz, Durchfall und Bauchschmerzen, ein allgemeines Krankheitsgefühl sowie mitunter erhöhte Temperatur. Daran kann sich bei einem Teil der Patienten eine Phase mit Gelbsucht anschließen, die wenige Tage bis mehrere Wochen dauert. Die Haut und die weiße Lederhaut der Augen färben sich gelb, der Urin wird dunkler, der Stuhl entfärbt sich und starkes Hautjucken ist möglich. Eine Lebervergrößerung kann zu Druckgefühl oder Schmerzen im Oberbauch führen, bei etwa einem Viertel der erkrankten Personen vergrößert sich zudem die Milz.
Die meisten Erkrankten erholen sich im Verlauf von zwei bis drei Monaten vollständig, informiert das Robert Koch-Institut. Chronische Verläufe gibt es bei Hepatitis A nicht,im Gegensatz etwa zu Hepatitis B und C.
Folgen/Komplikationen
Bei 10 bis 15 Prozent der Hepatitis-A-Patienten kommt es nach einer kurzen Erholungsphase erneut über Wochen und Monate zu Beschwerden infolge einer Leberentzündung, bis schließlich eine Heilung eintritt.
Auch wenn ein schwerer Verlauf bei Hepatitis A selten ist, steigt die Wahrscheinlichkeit dafür mit zunehmendem Alter an. Vorerkrankungen wie beispielsweise ein schon bestehendes chronisches Leberleiden erhöhen das Risiko. Todesfälle sind sehr selten. Unter den hierzulande übermittelten Hepatitis-A-Fällen der Jahre 2010 bis 2019 betrug der Anteil krankheitsbedingt verstorbener Personen 0,002 Prozent, berichtet das Robert Koch-Institut.
Ursachen/Risikofaktoren
Auslöser der Hepatitis A ist ein Virus, das über den Mund und den Darm aufgenommen wird und sich in der Leber vermehrt. Infizierte scheiden es für einige Zeit mit dem Stuhl aus. Es ist auch außerhalb des menschlichen Körpers mitunter monatelang stabil und infektiös.
Von Mensch zu Mensch übertragen wird das Virus unter anderem durch Schmierinfektionen, bei denen es über schon geringe Stuhlspuren an Gegenständen oder Händen weitergegeben wird. Ein weiterer Übertragungsweg sind mit dem Virus belastete Lebensmittel. Letztere können mitunter auch aus Gebieten nach Deutschland importiert werden, in denen Hepatitis A häufig vorkommt. Zusätzliche Infektionsquellen bilden virusbelastetes Trinkwasser und mehrfach genutzte Spritzbestecke bei Drogenabhängigen.
Die Wahrscheinlichkeit für eine Infektion steigt unter anderem bei Reisen in Regionen, in denen Hepatitis A gehäuft auftritt. Das sind Mittel- und Südamerika, Afrika, Südostasien, Russland, der Nahe Osten, der außereuropäische Mittelmeerraum sowie einzelne europäische Länder. Zudem gibt es Menschen, die ein beruflich erhöhtes Risiko haben, die zum Beispiel in Kindertagesstätten oder Kinderheimen, im Gesundheitsdienst oder in Klärwerken arbeiten. Die Gefahr einer Infektion ist auch bei Männern erhöht, die Sex mit anderen Männern haben.
Ein erhöhtes Risiko, an Hepatitis A schwer zu erkranken, besteht bei älteren Menschen oder Patienten mit Vorerkrankungen, insbesondere Leberleiden.
Das kann helfen
Was der Arzt tun kann:
Ärztinnen und Ärzte können bei Bedarf gegen Hepatitis-A-Viren impfen, etwa bei beruflich erhöhten Infektionsrisiken oder bestimmten Vorerkrankungen, und über die Impfung informieren.
Wichtig ist auch eine ärztliche Beratung von an Hepatitis A erkrankten Menschen und der Kontaktpersonen, um eine Weiterverbreitung zu verhindern. Beratung ist außerdem zu von Erkrankten eingenommenen Medikamenten nötig, da einige die Leber zusätzlich belasten.
Eine akute Virushepatitis ist eine meldepflichtige Erkrankung. Bei Hepatitis A kann es zudem zu Einschränkungen für die Betreuung oder Tätigkeit in Gemeinschaftseinrichtungen, bei der Lebensmittelherstellung, in Küchen von Gaststätten und sonstigen Einrichtungen zur Gemeinschaftsverpflegung oder in medizinischen Einrichtungen kommen. Wann mögliche Einschränkungen entfallen dürfen, entscheiden die behandelnden Ärztinnen und Ärzte beziehungsweise die zuständigen Gesundheitsämter.
Was man selbst tun kann:
Bei Bedarf kann man sich durch eine Impfung vor Hepatitis-A-Viren schützen. Sinnvoll ist das unter anderem bei Kontaktpersonen von Hepatitis-A-Erkrankten, die noch nicht geimpft sind und keine Hepatitis-A-Erkrankung durchgemacht haben.
Wer erkrankt ist, sollte sich schonen, bis zu zwei Wochen nach Auftreten der ersten Krankheitszeichen Abstand zu anderen halten, möglichst eine eigene Toilette benutzen, auf Handhygiene achten und keine Speisen für andere zubereiten. Auf Alkohol gilt es im Krankheitsverlauf ganz zu verzichten. Hilfreich ist zu Beginn der Erkrankung eine kohlenhydratreiche und fettarme Kost. Genauere Informationen geben behandelnde Ärztinnen und Ärzte, deren Rat dieser Beitrag nicht ersetzen kann.
Vor einer geplanten Reise kann man sich bei auf Reisemedizin spezialisierten Ärztinnen und Ärzten informieren, ob eine Impfung gegen Hepatitis A sinnvoll ist. Erste Hinweise zur Gesundheitssituation in vielen Ländern weltweit gibt es im Internet zum Beispiel unter der Adresse des Auswärtigen Amtes.
Bearbeitungsstand: 19.03.2026
Quellenangabe:
Hahn, Kaufmann, Schulz, Suerbaum, Medizinische Mikrobiologie und Infektiologie, Springer, (2009), 6.Auflage
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
HepatitisB
Was ist das? - Definition Hepatitis B ist eine durch das Hepatitis-B-Virus (HBV) verursachte Entzündung der Leber. Nach einer Infektion verläuft die Erkrankung häufig mild oder ohne erkennbare Beschwerden und heilt bei Erwachsenen in den meisten Fällen von selbst aus. In einigen Fällen kann sie jedoch chronisch werden und langfristig zu schweren Leberschäden führen.
Krankheitsbild
Hepatitis B ist eine Entzündung der Leber, die durch das Hepatitis-B-Virus (HBV) verursacht wird. Die Ansteckung erfolgt vor allem durch Kontakt mit infiziertem Blut oder anderen Körperflüssigkeiten, beispielsweise bei ungeschütztem Geschlechtsverkehr, durch Blutkontakte oder durch Übertragung von einer infizierten Mutter auf ihr Neugeborenes. Eine akute Hepatitis B verläuft häufig mild oder sogar ohne erkennbare Beschwerden. Bei Erwachsenen heilt die Infektion in den meisten Fällen von selbst aus. Manchmal wird die Erkrankung jedoch chronisch. Eine chronische Hepatitis B kann über Jahre fortschreiten und langfristig schwere Leberschäden wie Leberzirrhose oder Leberkrebs begünstigen.
Symptome / Verlauf
Eine Hepatitis B kann sehr unterschiedlich verlaufen. Etwa ein Drittel der Betroffenen hat bei einer akuten Infektion keine Beschwerden. Ein weiteres Drittel entwickelt eher unspezifische, meist grippeähnliche Symptome, während beim letzten Drittel zusätzlich eine Gelbsucht auftritt. Zu den möglichen Beschwerden zählen vor allem Müdigkeit und allgemeines Krankheitsgefühl, Appetitlosigkeit, Übelkeit, Gelenkschmerzen sowie leichtes Fieber. Außerdem können Veränderungen wie dunkler Urin oder heller Stuhl auftreten. Von einer Gelbsucht oder Ikterus spricht man, wenn ein bestimmtes Abbauprodukt des roten Blutfarbstoffs nicht mehr richtig entsorgt wird und eine Gelbfärbung von Haut und Augen auftritt. Bleibt das Virus länger im Körper, handelt es sich um eine chronische Hepatitis B. Auch sie bleibt oft lange Zeit ohne deutliche Symptome. Am häufigsten berichten Betroffene über anhaltende Müdigkeit, während weitere Beschwerden meist erst bei fortschreitender Schädigung der Leber auftreten.
Folgen / Komplikationen
Eine Hepatitis-B-Infektion heilt bei Erwachsenen in den meisten Fällen von selbst aus. In seltenen Fällen kann sie jedoch schwer verlaufen. Die schnelle und ausgedehnte Zerstörung von Lebergewebe kann zu akutem Leberversagen führen. Im schlimmsten Fall kann nur eine Lebertransplantation das Leben des Patienten retten. Eine chronische Hepatitis B kann langfristig die Leber schädigen. Mögliche Folgen sind eine Leberzirrhose, also eine dauerhafte Vernarbung der Leber, und ein deutlich erhöhtes Risiko für Leberkrebs. Eine zusätzliche Infektion mit dem Hepatitis-D-Virus kann den Krankheitsverlauf weiter verschlimmern und schwere Leberschäden wahrscheinlicher machen.
Ursachen / Risikofaktoren
Das Virus kommt bei infizierten Menschen in größeren Mengen im Blut vor, aber auch in Sperma, Speichel oder Scheidensekret. Viele Menschen stecken sich durch ungeschützten Geschlechtsverkehr an. Zu den Risikogruppen zählen daher insbesondere Menschen, die häufig ihre Partner wechseln. Ein erhöhtes Risiko haben zudem Beschäftigte im Gesundheitswesen, die mit Blut oder Blutprodukten in Kontakt kommen, Neugeborene, deren Mutter infiziert ist oder Drogenabhängige durch die Benutzung von gebrauchtem Spritzbesteck.
Das kann helfen
Das macht der Arzt: Eine akute Hepatitis B-Infektion wird normalerweise nicht behandelt. Sie heilt bei Erwachsenen in der Regel von selbst aus. Antivirale Medikamente werden meist nur eingesetzt, wenn Anzeichen für eine stärkere Beeinträchtigung der Leberfunktion vorliegen. Die chronische Hepatitis B kann mit antiviralen Medikamenten behandelt werden, um die Vermehrung der Viren zu hemmen und Leberschäden zu verhindern. Eine Möglichkeit ist die Therapie mit Interferon beta oder pegyliertem Interferon beta (PEG-Interferon beta) über einen begrenzten Zeitraum. Sie stimuliert das Immunsystem und kann helfen, die Virenvermehrung einzudämmen. Eine andere Möglichkeit sind sogenannte Nukleosid- beziehungsweise Nukleotid-Analoga. Diese Medikamente unterdrücken die Virusvermehrung sehr wirksam, müssen jedoch häufig langfristig eingenommen werden.Das kann man selbst tun: Vorbeugen ist besser als behandeln. Der beste Schutz vor Hepatitis B ist die Impfung. Sie wird in Deutschland bereits im Säuglings- und Kleinkindalter empfohlen. Generell helfen Vorsichtsmaßnahmen, eine Ansteckung zu vermeiden, wie der Gebrauch von Kondomen, das Nichtteilen von Spritzen oder anderen Gegenständen mit Blutkontakt sowie das Einhalten von Schutzmaßnahmen im medizinischen Bereich.
Bearbeitungsstand: 19.03.2026
Quellenangaben:
Hahn, Kaufmann, Schulz, Suerbaum, Medizinische Mikrobiologie und Infektiologie, Springer, (2009), 6.Auflage - Herold, Innere Medizin, Herold, (2011)
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Injektionssuspension — verschreibungspflichtig.
Detaillierte Anwendungshinweise, Dosierung, Nebenwirkungen und Wechselwirkungen finden Sie unten in den Registerkarten. Beachten Sie stets die Packungsbeilage. Bei Unklarheiten fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.
- PZN:
- 01876728
- Darreichungsform:
- Injektionssuspension (Fertigspritzen)
- Packungsgröße:
- 10 x 1 Stück
- Marke:
- TWINRIX
- Hersteller:
- axicorp Pharma B.V.
- Beipackzettel:
- PDF öffnen
Rechtlicher Status
Verantwortlicher Wirtschaftsakteur gemäß EU-Verordnung 2023/988
GPSRAnwendungshinweise
Die Gesamtdosis sollte nicht ohne Rücksprache mit einem Arzt oder Apotheker überschritten werden.
Art der Anwendung?
Die Anwendung sollte nur durch Fachpersonal oder unter deren Aufsicht erfolgen.
Dauer der Anwendung?
Grundimmunisierung: Die Anwendung erfolgt ab dem 16. Lebensjahr und wird 1 Monat nach der 1. Impfung sowie 6 Monate nach der 1. Impfung wiederholt.
Beschleunigte Grundimmunisierung: Die Anwendung erfolgt ab dem 18. Lebensjahr und wird 7 Tage nach der 1. Impfung, 21 Tage nach der 1. Impfung sowie 12 Monate nach der 1. Impfung wiederholt.
Auffrischimpfung: Die Notwendigkeit einer Auffrischimpfung wird von Ihrem Arzt bestimmt.
Überdosierung?
Es sind keine Überdosierungserscheinungen bekannt. Besondere Maßnahmen sind deshalb nicht erforderlich.
Generell gilt: Achten Sie vor allem bei Säuglingen, Kleinkindern und älteren Menschen auf eine gewissenhafte Dosierung. Im Zweifelsfalle fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker nach etwaigen Auswirkungen oder Vorsichtsmaßnahmen.
Eine vom Arzt verordnete Dosierung kann von den Angaben der Packungsbeilage abweichen. Da der Arzt sie individuell abstimmt, sollten Sie das Arzneimittel daher nach seinen Anweisungen anwenden.
Dosierung
Grundimmunisierung:
Beschleunigte Grundimmunisierung:
Anwendungsgebiete
- Hepatitis A, zur Vorbeugung
- Hepatitis B, zur Vorbeugung
Detaillierte Dosierung
Personenkreis: Jugendliche ab 16 Jahren und Erwachsene, Einzeldosis: 1 Fertigspritze, Gesamtdosis: 3 Fertigspritzen, Zeitpunkt: unabhängig von der Tageszeit
Personenkreis: Erwachsene, Einzeldosis: 1 Fertigspritze, Gesamtdosis: 4 Fertigspritzen, Zeitpunkt: unabhängig von der Tageszeit
Wirkstoff
Wirkungsweise
Wie wirken die Inhaltsstoffe des Arzneimittels?
Das Arzneimittel ist eine Impfstoffkombination und wird zur Vorbeugung gegen Hepatitis-A und Hepatitis-B gegeben. Er enthält inaktivierte Hepatitis-A- und Hepatitis-B-Viren ohne krankmachende Eigenschaften. Nach Gabe des Impfstoffes bildet der Körper einen Schutz gegen diese Viren aus (sog. Antikörper). Nach einigen Jahren geht dieser Schutz wieder verloren und muss aufgefrischt werden.
Nebenwirkungen
Welche unerwünschten Wirkungen können auftreten?
- Lokale Reizerscheinungen am Applikationsort, wie:
- Hautrötung
- Wassereinlagerungen (Ödeme)
- Schmerzen am Applikationsort
- Hautblutungen aufgrund gestörter Blutgerinnung
- Bluterguss
- Juckreiz
- Magen-Darm-Beschwerden, wie:
- Übelkeit
- Erbrechen
- Durchfälle
- Bauchschmerzen
- Appetitlosigkeit
- Kopfschmerzen
- Schwindel
- Überempfindlichkeitsreaktionen der Haut, wie:
- Hautausschlag
- Infektionen der Atemwege
- Fieber
- Muskelschmerzen
- Abgeschlagenheit
- Unwohlsein
Bemerken Sie eine Befindlichkeitsstörung oder Veränderung während der Behandlung, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Für die Information an dieser Stelle werden vor allem Nebenwirkungen berücksichtigt, die bei mindestens einem von 1.000 behandelten Patienten auftreten.
Gegenanzeigen
Was spricht gegen eine Anwendung?
Immer:
- Überempfindlichkeit gegen die Inhaltsstoffe
Unter Umständen - sprechen Sie hierzu mit Ihrem Arzt oder Apotheker:
- Infektionen
- Fieber
- Erhöhte Blutungsneigung
- Thrombozytopenie (Verminderte Anzahl an Blutplättchen)
Welche Altersgruppe ist zu beachten?
- Kinder unter 16 Jahren: Das Arzneimittel darf nicht angewendet werden.
Was ist mit Schwangerschaft und Stillzeit?
- Schwangerschaft: Wenden Sie sich an Ihren Arzt. Es spielen verschiedene Überlegungen eine Rolle, ob und wie das Arzneimittel in der Schwangerschaft angewendet werden kann.
- Stillzeit: Von einer Anwendung wird nach derzeitigen Erkenntnissen abgeraten. Eventuell ist ein Abstillen in Erwägung zu ziehen.
Ist Ihnen das Arzneimittel trotz einer Gegenanzeige verordnet worden, sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker. Der therapeutische Nutzen kann höher sein, als das Risiko, das die Anwendung bei einer Gegenanzeige in sich birgt.
Lagerungsanforderungen
Physische Eigenschaften
- Gewicht:
- 128 g
- Abmessungen (B × H × L):
- 117 × 74 × 115 mm
Bestellinformationen
- Mindestbestellmenge:
- 1
- Import/Reimport:
- Ja
Aufbewahrung
Aufbewahrung
Lagerung vor Anbruch
Das Arzneimittel muss
- im Kühlschrank
- vor Frost geschützt
- im Dunkeln (z.B. im Umkarton)
aufbewahrt werden.
Aufbewahrung nach Anbruch oder Zubereitung
Das Arzneimittel ist nach Anbruch/Zubereitung nur zur einmaligen Anwendung vorgesehen. Reste müssen verworfen werden!
Wichtige Hinweise
Was sollten Sie beachten?
- Vorsicht bei Allergie gegen das Antibiotikum Neomycin!
- Es kann Arzneimittel geben, mit denen Wechselwirkungen auftreten. Sie sollten deswegen generell vor der Behandlung mit einem neuen Arzneimittel jedes andere, das Sie bereits anwenden, dem Arzt oder Apotheker angeben. Das gilt auch für Arzneimittel, die Sie selbst kaufen, nur gelegentlich anwenden oder deren Anwendung schon einige Zeit zurückliegt.
Bekannte Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln
Was kann passieren?
Bei Kombination der Arzneimittel kann die Wirkung von diesem Arzneimittel möglicherweise beeinträchtigt werden.
Was ist zu tun?
Die Arzneimittel dürfen nicht miteinander kombiniert werden. Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker darüber, welche Maßnahmen erforderlich sind.
Was kann passieren?
Bei Kombination der Arzneimittel kann die Wirkung von diesem Arzneimittel möglicherweise beeinträchtigt werden.
Was ist zu tun?
Die Arzneimittel dürfen nicht miteinander kombiniert werden. Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker darüber, welche Maßnahmen erforderlich sind.
Was kann passieren?
Bei Kombination der Arzneimittel kann das Risiko für allergische Reaktionen erhöht sein. Symptome dafür sind unter anderem Juckreiz, Nesselausschlag, Schleimhautschwellungen, Schwindelgefühl, Übelkeit und Erbrechen oder Atembeschwerden.
Was ist zu tun?
Die Arzneimittel sollten mit einem zeitlichen Abstand zueinander eingenommen werden. Bitte entnehmen Sie weitere Informationen der Gebrauchsinformation und wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie hierzu Fragen haben.
Was kann passieren?
Bei Kombination der Arzneimittel kann die Wirkung von diesem Arzneimittel beeinträchtigt werden.
Was ist zu tun?
Die Impfung sollte zu einem Zeitpunkt durchgeführt werden, zu dem ein anderes Arzneimittel nicht aufgetragen wird. Wenden Sie sich bitte an Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie hierzu Fragen haben.
Was kann passieren?
Bei Kombination der Arzneimittel kann die Wirkung von diesem Arzneimittel möglicherweise beeinträchtigt werden.
Was ist zu tun?
Wenn möglich sollte die Impfung zu einem Zeitpunkt durchgeführt werden, zu dem ein anderes Arzneimittel nicht eingenommen wird. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, wenn Sie hierzu Fragen haben.
Was kann passieren?
Bei Kombination der Arzneimittel kann die Wirkung von diesem Arzneimittel beeinträchtigt werden.
Was ist zu tun?
Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, da bei der Kombination dieser Arzneimittel verstärkte Kontrollen nötig sein können.
Was kann passieren?
Bei Kombination der Arzneimittel kann die Wirkung von diesem Arzneimittel möglicherweise beeinträchtigt werden.
Was ist zu tun?
Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, da bei der Kombination dieser Arzneimittel verstärkte Kontrollen nötig sein können.
Was kann passieren?
Bei Kombination der Arzneimittel kann die Wirkung von diesem Arzneimittel beeinträchtigt werden.
Was ist zu tun?
Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, da bei der Kombination dieser Arzneimittel verstärkte Kontrollen nötig sein können.
Was kann passieren?
Bei Kombination der Arzneimittel kann das Risiko für allergische Reaktionen erhöht sein. Symptome dafür sind unter anderem Juckreiz, Nesselausschlag, Schleimhautschwellungen, Schwindelgefühl, Übelkeit und Erbrechen.
Was ist zu tun?
Die Arzneimittel sollten mit einem zeitlichen Abstand zueinander eingenommen werden. Bitte entnehmen Sie weitere Informationen der Gebrauchsinformation und wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie hierzu Fragen haben.
HepatitisA
Was ist das? - Definition Es handelt sich um eine durch das Hepatitis-A-Virus ausgelöste akute Leberentzündung. Das Virus wird mit dem Stuhl ausgeschieden und unter anderem über Schmierinfektionen und mit dem Virus verunreinigte Lebensmittel übertragen. Die Hepatitis A verläuft nicht chronisch und heilt vollständig aus. Schwere Erkrankungen sind selten.
Krankheitsbild
Jeder Mensch, der noch keine Infektion mit Hepatitis-A-Viren durchgemacht oder keinen Impfschutz dagegen hat, kann Hepatitis A bekommen. Bei kleinen Kindern allerdings verursacht eine Infektion mit Hepatitis-A-Viren häufig keine oder unauffällige Beschwerden. Dagegen treten bei ungeschützten älteren Kindern, Jugendlichen oder Erwachsenen häufiger Symptome einer akuten Leberentzündung auf.
Die Zeit zwischen der Infektion und ersten Symptomen der Erkrankung kann 15 bis 50 Tage betragen, wobei es im Durchschnitt etwa 28 bis 30 Tage sind. Typischerweise verändern sich im Blutbild die Leberwerte, zudem treten im Blut Antikörper gegen das Virus auf.
Ansteckend sind Patienten bis zu zwei Wochen vor Auftreten einer Gelbsucht oder einer Leberwerterhöhung und in etwa eine Woche danach. Infizierte Säuglinge, Kleinkinder und Personen mit Immunschwäche können das Virus möglicherweise über mehrere Wochen mit dem Stuhl ausscheiden.
Eine durchgemachte Hepatitis A führt zu lebenslanger Immunität. Diese erwerben jedoch nur noch ungefähr fünf Prozent der Menschen hierzulande, da die vergleichsweise hohen Hygienestandards das Infektionsrisiko senken. Eine Impfung aber bietet bei Bedarf Schutz.
Symptome/Verlauf
Kommt es bei Hepatitis A zu Symptomen, sind das zu Beginn Übelkeit, Brechreiz, Durchfall und Bauchschmerzen, ein allgemeines Krankheitsgefühl sowie mitunter erhöhte Temperatur. Daran kann sich bei einem Teil der Patienten eine Phase mit Gelbsucht anschließen, die wenige Tage bis mehrere Wochen dauert. Die Haut und die weiße Lederhaut der Augen färben sich gelb, der Urin wird dunkler, der Stuhl entfärbt sich und starkes Hautjucken ist möglich. Eine Lebervergrößerung kann zu Druckgefühl oder Schmerzen im Oberbauch führen, bei etwa einem Viertel der erkrankten Personen vergrößert sich zudem die Milz.
Die meisten Erkrankten erholen sich im Verlauf von zwei bis drei Monaten vollständig, informiert das Robert Koch-Institut. Chronische Verläufe gibt es bei Hepatitis A nicht,im Gegensatz etwa zu Hepatitis B und C.
Folgen/Komplikationen
Bei 10 bis 15 Prozent der Hepatitis-A-Patienten kommt es nach einer kurzen Erholungsphase erneut über Wochen und Monate zu Beschwerden infolge einer Leberentzündung, bis schließlich eine Heilung eintritt.
Auch wenn ein schwerer Verlauf bei Hepatitis A selten ist, steigt die Wahrscheinlichkeit dafür mit zunehmendem Alter an. Vorerkrankungen wie beispielsweise ein schon bestehendes chronisches Leberleiden erhöhen das Risiko. Todesfälle sind sehr selten. Unter den hierzulande übermittelten Hepatitis-A-Fällen der Jahre 2010 bis 2019 betrug der Anteil krankheitsbedingt verstorbener Personen 0,002 Prozent, berichtet das Robert Koch-Institut.
Ursachen/Risikofaktoren
Auslöser der Hepatitis A ist ein Virus, das über den Mund und den Darm aufgenommen wird und sich in der Leber vermehrt. Infizierte scheiden es für einige Zeit mit dem Stuhl aus. Es ist auch außerhalb des menschlichen Körpers mitunter monatelang stabil und infektiös.
Von Mensch zu Mensch übertragen wird das Virus unter anderem durch Schmierinfektionen, bei denen es über schon geringe Stuhlspuren an Gegenständen oder Händen weitergegeben wird. Ein weiterer Übertragungsweg sind mit dem Virus belastete Lebensmittel. Letztere können mitunter auch aus Gebieten nach Deutschland importiert werden, in denen Hepatitis A häufig vorkommt. Zusätzliche Infektionsquellen bilden virusbelastetes Trinkwasser und mehrfach genutzte Spritzbestecke bei Drogenabhängigen.
Die Wahrscheinlichkeit für eine Infektion steigt unter anderem bei Reisen in Regionen, in denen Hepatitis A gehäuft auftritt. Das sind Mittel- und Südamerika, Afrika, Südostasien, Russland, der Nahe Osten, der außereuropäische Mittelmeerraum sowie einzelne europäische Länder. Zudem gibt es Menschen, die ein beruflich erhöhtes Risiko haben, die zum Beispiel in Kindertagesstätten oder Kinderheimen, im Gesundheitsdienst oder in Klärwerken arbeiten. Die Gefahr einer Infektion ist auch bei Männern erhöht, die Sex mit anderen Männern haben.
Ein erhöhtes Risiko, an Hepatitis A schwer zu erkranken, besteht bei älteren Menschen oder Patienten mit Vorerkrankungen, insbesondere Leberleiden.
Das kann helfen
Was der Arzt tun kann:
Ärztinnen und Ärzte können bei Bedarf gegen Hepatitis-A-Viren impfen, etwa bei beruflich erhöhten Infektionsrisiken oder bestimmten Vorerkrankungen, und über die Impfung informieren.
Wichtig ist auch eine ärztliche Beratung von an Hepatitis A erkrankten Menschen und der Kontaktpersonen, um eine Weiterverbreitung zu verhindern. Beratung ist außerdem zu von Erkrankten eingenommenen Medikamenten nötig, da einige die Leber zusätzlich belasten.
Eine akute Virushepatitis ist eine meldepflichtige Erkrankung. Bei Hepatitis A kann es zudem zu Einschränkungen für die Betreuung oder Tätigkeit in Gemeinschaftseinrichtungen, bei der Lebensmittelherstellung, in Küchen von Gaststätten und sonstigen Einrichtungen zur Gemeinschaftsverpflegung oder in medizinischen Einrichtungen kommen. Wann mögliche Einschränkungen entfallen dürfen, entscheiden die behandelnden Ärztinnen und Ärzte beziehungsweise die zuständigen Gesundheitsämter.
Was man selbst tun kann:
Bei Bedarf kann man sich durch eine Impfung vor Hepatitis-A-Viren schützen. Sinnvoll ist das unter anderem bei Kontaktpersonen von Hepatitis-A-Erkrankten, die noch nicht geimpft sind und keine Hepatitis-A-Erkrankung durchgemacht haben.
Wer erkrankt ist, sollte sich schonen, bis zu zwei Wochen nach Auftreten der ersten Krankheitszeichen Abstand zu anderen halten, möglichst eine eigene Toilette benutzen, auf Handhygiene achten und keine Speisen für andere zubereiten. Auf Alkohol gilt es im Krankheitsverlauf ganz zu verzichten. Hilfreich ist zu Beginn der Erkrankung eine kohlenhydratreiche und fettarme Kost. Genauere Informationen geben behandelnde Ärztinnen und Ärzte, deren Rat dieser Beitrag nicht ersetzen kann.
Vor einer geplanten Reise kann man sich bei auf Reisemedizin spezialisierten Ärztinnen und Ärzten informieren, ob eine Impfung gegen Hepatitis A sinnvoll ist. Erste Hinweise zur Gesundheitssituation in vielen Ländern weltweit gibt es im Internet zum Beispiel unter der Adresse des Auswärtigen Amtes.
Bearbeitungsstand: 19.03.2026
Quellenangabe:
Hahn, Kaufmann, Schulz, Suerbaum, Medizinische Mikrobiologie und Infektiologie, Springer, (2009), 6.Auflage
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
HepatitisB
Was ist das? - Definition Hepatitis B ist eine durch das Hepatitis-B-Virus (HBV) verursachte Entzündung der Leber. Nach einer Infektion verläuft die Erkrankung häufig mild oder ohne erkennbare Beschwerden und heilt bei Erwachsenen in den meisten Fällen von selbst aus. In einigen Fällen kann sie jedoch chronisch werden und langfristig zu schweren Leberschäden führen.
Krankheitsbild
Hepatitis B ist eine Entzündung der Leber, die durch das Hepatitis-B-Virus (HBV) verursacht wird. Die Ansteckung erfolgt vor allem durch Kontakt mit infiziertem Blut oder anderen Körperflüssigkeiten, beispielsweise bei ungeschütztem Geschlechtsverkehr, durch Blutkontakte oder durch Übertragung von einer infizierten Mutter auf ihr Neugeborenes. Eine akute Hepatitis B verläuft häufig mild oder sogar ohne erkennbare Beschwerden. Bei Erwachsenen heilt die Infektion in den meisten Fällen von selbst aus. Manchmal wird die Erkrankung jedoch chronisch. Eine chronische Hepatitis B kann über Jahre fortschreiten und langfristig schwere Leberschäden wie Leberzirrhose oder Leberkrebs begünstigen.
Symptome / Verlauf
Eine Hepatitis B kann sehr unterschiedlich verlaufen. Etwa ein Drittel der Betroffenen hat bei einer akuten Infektion keine Beschwerden. Ein weiteres Drittel entwickelt eher unspezifische, meist grippeähnliche Symptome, während beim letzten Drittel zusätzlich eine Gelbsucht auftritt. Zu den möglichen Beschwerden zählen vor allem Müdigkeit und allgemeines Krankheitsgefühl, Appetitlosigkeit, Übelkeit, Gelenkschmerzen sowie leichtes Fieber. Außerdem können Veränderungen wie dunkler Urin oder heller Stuhl auftreten. Von einer Gelbsucht oder Ikterus spricht man, wenn ein bestimmtes Abbauprodukt des roten Blutfarbstoffs nicht mehr richtig entsorgt wird und eine Gelbfärbung von Haut und Augen auftritt. Bleibt das Virus länger im Körper, handelt es sich um eine chronische Hepatitis B. Auch sie bleibt oft lange Zeit ohne deutliche Symptome. Am häufigsten berichten Betroffene über anhaltende Müdigkeit, während weitere Beschwerden meist erst bei fortschreitender Schädigung der Leber auftreten.
Folgen / Komplikationen
Eine Hepatitis-B-Infektion heilt bei Erwachsenen in den meisten Fällen von selbst aus. In seltenen Fällen kann sie jedoch schwer verlaufen. Die schnelle und ausgedehnte Zerstörung von Lebergewebe kann zu akutem Leberversagen führen. Im schlimmsten Fall kann nur eine Lebertransplantation das Leben des Patienten retten. Eine chronische Hepatitis B kann langfristig die Leber schädigen. Mögliche Folgen sind eine Leberzirrhose, also eine dauerhafte Vernarbung der Leber, und ein deutlich erhöhtes Risiko für Leberkrebs. Eine zusätzliche Infektion mit dem Hepatitis-D-Virus kann den Krankheitsverlauf weiter verschlimmern und schwere Leberschäden wahrscheinlicher machen.
Ursachen / Risikofaktoren
Das Virus kommt bei infizierten Menschen in größeren Mengen im Blut vor, aber auch in Sperma, Speichel oder Scheidensekret. Viele Menschen stecken sich durch ungeschützten Geschlechtsverkehr an. Zu den Risikogruppen zählen daher insbesondere Menschen, die häufig ihre Partner wechseln. Ein erhöhtes Risiko haben zudem Beschäftigte im Gesundheitswesen, die mit Blut oder Blutprodukten in Kontakt kommen, Neugeborene, deren Mutter infiziert ist oder Drogenabhängige durch die Benutzung von gebrauchtem Spritzbesteck.
Das kann helfen
Das macht der Arzt: Eine akute Hepatitis B-Infektion wird normalerweise nicht behandelt. Sie heilt bei Erwachsenen in der Regel von selbst aus. Antivirale Medikamente werden meist nur eingesetzt, wenn Anzeichen für eine stärkere Beeinträchtigung der Leberfunktion vorliegen. Die chronische Hepatitis B kann mit antiviralen Medikamenten behandelt werden, um die Vermehrung der Viren zu hemmen und Leberschäden zu verhindern. Eine Möglichkeit ist die Therapie mit Interferon beta oder pegyliertem Interferon beta (PEG-Interferon beta) über einen begrenzten Zeitraum. Sie stimuliert das Immunsystem und kann helfen, die Virenvermehrung einzudämmen. Eine andere Möglichkeit sind sogenannte Nukleosid- beziehungsweise Nukleotid-Analoga. Diese Medikamente unterdrücken die Virusvermehrung sehr wirksam, müssen jedoch häufig langfristig eingenommen werden.Das kann man selbst tun: Vorbeugen ist besser als behandeln. Der beste Schutz vor Hepatitis B ist die Impfung. Sie wird in Deutschland bereits im Säuglings- und Kleinkindalter empfohlen. Generell helfen Vorsichtsmaßnahmen, eine Ansteckung zu vermeiden, wie der Gebrauch von Kondomen, das Nichtteilen von Spritzen oder anderen Gegenständen mit Blutkontakt sowie das Einhalten von Schutzmaßnahmen im medizinischen Bereich.
Bearbeitungsstand: 19.03.2026
Quellenangaben:
Hahn, Kaufmann, Schulz, Suerbaum, Medizinische Mikrobiologie und Infektiologie, Springer, (2009), 6.Auflage - Herold, Innere Medizin, Herold, (2011)
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.