TWINRIX Erwachsene Impfdosis Inj.-Sus.i.e.F-Spr.
697,15 €
Sofort lieferbar
Rezeptpflichtiges Arzneimittel
Dieses Medikament ist rezeptpflichtig. So funktioniert die Rezept-Einlösung:
- Bestellen Sie das Medikament ganz einfach online
- Unser Kurier holt Ihr Rezept bei der Lieferung ab
- Ihre Apotheke löst das Rezept für Sie ein
Pharmazeutische Informationen
Injektionssuspension — verschreibungspflichtig.
Detaillierte Anwendungshinweise, Dosierung, Nebenwirkungen und Wechselwirkungen finden Sie unten in den Registerkarten. Beachten Sie stets die Packungsbeilage. Bei Unklarheiten fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.
- PZN:
- 20193998
- Darreichungsform:
- Injektionssuspension
- Marke:
- TWINRIX
- Hersteller:
- 1 0 1 Carefarm GmbH
Rechtlicher Status
Verantwortlicher Wirtschaftsakteur gemäß EU-Verordnung 2023/988
GPSRLagerungsanforderungen
Bestellinformationen
- Import/Reimport:
- Ja
HepatitisA
Was ist das? - Definition Es handelt sich um eine durch das Hepatitis-A-Virus ausgelöste akute Leberentzündung. Das Virus wird mit dem Stuhl ausgeschieden und unter anderem über Schmierinfektionen und mit dem Virus verunreinigte Lebensmittel übertragen. Die Hepatitis A verläuft nicht chronisch und heilt vollständig aus. Schwere Erkrankungen sind selten.
Krankheitsbild
Jeder Mensch, der noch keine Infektion mit Hepatitis-A-Viren durchgemacht oder keinen Impfschutz dagegen hat, kann Hepatitis A bekommen. Bei kleinen Kindern allerdings verursacht eine Infektion mit Hepatitis-A-Viren häufig keine oder unauffällige Beschwerden. Dagegen treten bei ungeschützten älteren Kindern, Jugendlichen oder Erwachsenen häufiger Symptome einer akuten Leberentzündung auf.
Die Zeit zwischen der Infektion und ersten Symptomen der Erkrankung kann 15 bis 50 Tage betragen, wobei es im Durchschnitt etwa 28 bis 30 Tage sind. Typischerweise verändern sich im Blutbild die Leberwerte, zudem treten im Blut Antikörper gegen das Virus auf.
Ansteckend sind Patienten bis zu zwei Wochen vor Auftreten einer Gelbsucht oder einer Leberwerterhöhung und in etwa eine Woche danach. Infizierte Säuglinge, Kleinkinder und Personen mit Immunschwäche können das Virus möglicherweise über mehrere Wochen mit dem Stuhl ausscheiden.
Eine durchgemachte Hepatitis A führt zu lebenslanger Immunität. Diese erwerben jedoch nur noch ungefähr fünf Prozent der Menschen hierzulande, da die vergleichsweise hohen Hygienestandards das Infektionsrisiko senken. Eine Impfung aber bietet bei Bedarf Schutz.
Symptome/Verlauf
Kommt es bei Hepatitis A zu Symptomen, sind das zu Beginn Übelkeit, Brechreiz, Durchfall und Bauchschmerzen, ein allgemeines Krankheitsgefühl sowie mitunter erhöhte Temperatur. Daran kann sich bei einem Teil der Patienten eine Phase mit Gelbsucht anschließen, die wenige Tage bis mehrere Wochen dauert. Die Haut und die weiße Lederhaut der Augen färben sich gelb, der Urin wird dunkler, der Stuhl entfärbt sich und starkes Hautjucken ist möglich. Eine Lebervergrößerung kann zu Druckgefühl oder Schmerzen im Oberbauch führen, bei etwa einem Viertel der erkrankten Personen vergrößert sich zudem die Milz.
Die meisten Erkrankten erholen sich im Verlauf von zwei bis drei Monaten vollständig, informiert das Robert Koch-Institut. Chronische Verläufe gibt es bei Hepatitis A nicht,im Gegensatz etwa zu Hepatitis B und C.
Folgen/Komplikationen
Bei 10 bis 15 Prozent der Hepatitis-A-Patienten kommt es nach einer kurzen Erholungsphase erneut über Wochen und Monate zu Beschwerden infolge einer Leberentzündung, bis schließlich eine Heilung eintritt.
Auch wenn ein schwerer Verlauf bei Hepatitis A selten ist, steigt die Wahrscheinlichkeit dafür mit zunehmendem Alter an. Vorerkrankungen wie beispielsweise ein schon bestehendes chronisches Leberleiden erhöhen das Risiko. Todesfälle sind sehr selten. Unter den hierzulande übermittelten Hepatitis-A-Fällen der Jahre 2010 bis 2019 betrug der Anteil krankheitsbedingt verstorbener Personen 0,002 Prozent, berichtet das Robert Koch-Institut.
Ursachen/Risikofaktoren
Auslöser der Hepatitis A ist ein Virus, das über den Mund und den Darm aufgenommen wird und sich in der Leber vermehrt. Infizierte scheiden es für einige Zeit mit dem Stuhl aus. Es ist auch außerhalb des menschlichen Körpers mitunter monatelang stabil und infektiös.
Von Mensch zu Mensch übertragen wird das Virus unter anderem durch Schmierinfektionen, bei denen es über schon geringe Stuhlspuren an Gegenständen oder Händen weitergegeben wird. Ein weiterer Übertragungsweg sind mit dem Virus belastete Lebensmittel. Letztere können mitunter auch aus Gebieten nach Deutschland importiert werden, in denen Hepatitis A häufig vorkommt. Zusätzliche Infektionsquellen bilden virusbelastetes Trinkwasser und mehrfach genutzte Spritzbestecke bei Drogenabhängigen.
Die Wahrscheinlichkeit für eine Infektion steigt unter anderem bei Reisen in Regionen, in denen Hepatitis A gehäuft auftritt. Das sind Mittel- und Südamerika, Afrika, Südostasien, Russland, der Nahe Osten, der außereuropäische Mittelmeerraum sowie einzelne europäische Länder. Zudem gibt es Menschen, die ein beruflich erhöhtes Risiko haben, die zum Beispiel in Kindertagesstätten oder Kinderheimen, im Gesundheitsdienst oder in Klärwerken arbeiten. Die Gefahr einer Infektion ist auch bei Männern erhöht, die Sex mit anderen Männern haben.
Ein erhöhtes Risiko, an Hepatitis A schwer zu erkranken, besteht bei älteren Menschen oder Patienten mit Vorerkrankungen, insbesondere Leberleiden.
Das kann helfen
Was der Arzt tun kann:
Ärztinnen und Ärzte können bei Bedarf gegen Hepatitis-A-Viren impfen, etwa bei beruflich erhöhten Infektionsrisiken oder bestimmten Vorerkrankungen, und über die Impfung informieren.
Wichtig ist auch eine ärztliche Beratung von an Hepatitis A erkrankten Menschen und der Kontaktpersonen, um eine Weiterverbreitung zu verhindern. Beratung ist außerdem zu von Erkrankten eingenommenen Medikamenten nötig, da einige die Leber zusätzlich belasten.
Eine akute Virushepatitis ist eine meldepflichtige Erkrankung. Bei Hepatitis A kann es zudem zu Einschränkungen für die Betreuung oder Tätigkeit in Gemeinschaftseinrichtungen, bei der Lebensmittelherstellung, in Küchen von Gaststätten und sonstigen Einrichtungen zur Gemeinschaftsverpflegung oder in medizinischen Einrichtungen kommen. Wann mögliche Einschränkungen entfallen dürfen, entscheiden die behandelnden Ärztinnen und Ärzte beziehungsweise die zuständigen Gesundheitsämter.
Was man selbst tun kann:
Bei Bedarf kann man sich durch eine Impfung vor Hepatitis-A-Viren schützen. Sinnvoll ist das unter anderem bei Kontaktpersonen von Hepatitis-A-Erkrankten, die noch nicht geimpft sind und keine Hepatitis-A-Erkrankung durchgemacht haben.
Wer erkrankt ist, sollte sich schonen, bis zu zwei Wochen nach Auftreten der ersten Krankheitszeichen Abstand zu anderen halten, möglichst eine eigene Toilette benutzen, auf Handhygiene achten und keine Speisen für andere zubereiten. Auf Alkohol gilt es im Krankheitsverlauf ganz zu verzichten. Hilfreich ist zu Beginn der Erkrankung eine kohlenhydratreiche und fettarme Kost. Genauere Informationen geben behandelnde Ärztinnen und Ärzte, deren Rat dieser Beitrag nicht ersetzen kann.
Vor einer geplanten Reise kann man sich bei auf Reisemedizin spezialisierten Ärztinnen und Ärzten informieren, ob eine Impfung gegen Hepatitis A sinnvoll ist. Erste Hinweise zur Gesundheitssituation in vielen Ländern weltweit gibt es im Internet zum Beispiel unter der Adresse des Auswärtigen Amtes.
Bearbeitungsstand: 19.03.2026
Quellenangabe:
Hahn, Kaufmann, Schulz, Suerbaum, Medizinische Mikrobiologie und Infektiologie, Springer, (2009), 6.Auflage
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
HepatitisB
Was ist das? - Definition Hepatitis B ist eine durch das Hepatitis-B-Virus (HBV) verursachte Entzündung der Leber. Nach einer Infektion verläuft die Erkrankung häufig mild oder ohne erkennbare Beschwerden und heilt bei Erwachsenen in den meisten Fällen von selbst aus. In einigen Fällen kann sie jedoch chronisch werden und langfristig zu schweren Leberschäden führen.
Krankheitsbild
Hepatitis B ist eine Entzündung der Leber, die durch das Hepatitis-B-Virus (HBV) verursacht wird. Die Ansteckung erfolgt vor allem durch Kontakt mit infiziertem Blut oder anderen Körperflüssigkeiten, beispielsweise bei ungeschütztem Geschlechtsverkehr, durch Blutkontakte oder durch Übertragung von einer infizierten Mutter auf ihr Neugeborenes. Eine akute Hepatitis B verläuft häufig mild oder sogar ohne erkennbare Beschwerden. Bei Erwachsenen heilt die Infektion in den meisten Fällen von selbst aus. Manchmal wird die Erkrankung jedoch chronisch. Eine chronische Hepatitis B kann über Jahre fortschreiten und langfristig schwere Leberschäden wie Leberzirrhose oder Leberkrebs begünstigen.
Symptome / Verlauf
Eine Hepatitis B kann sehr unterschiedlich verlaufen. Etwa ein Drittel der Betroffenen hat bei einer akuten Infektion keine Beschwerden. Ein weiteres Drittel entwickelt eher unspezifische, meist grippeähnliche Symptome, während beim letzten Drittel zusätzlich eine Gelbsucht auftritt. Zu den möglichen Beschwerden zählen vor allem Müdigkeit und allgemeines Krankheitsgefühl, Appetitlosigkeit, Übelkeit, Gelenkschmerzen sowie leichtes Fieber. Außerdem können Veränderungen wie dunkler Urin oder heller Stuhl auftreten. Von einer Gelbsucht oder Ikterus spricht man, wenn ein bestimmtes Abbauprodukt des roten Blutfarbstoffs nicht mehr richtig entsorgt wird und eine Gelbfärbung von Haut und Augen auftritt. Bleibt das Virus länger im Körper, handelt es sich um eine chronische Hepatitis B. Auch sie bleibt oft lange Zeit ohne deutliche Symptome. Am häufigsten berichten Betroffene über anhaltende Müdigkeit, während weitere Beschwerden meist erst bei fortschreitender Schädigung der Leber auftreten.
Folgen / Komplikationen
Eine Hepatitis-B-Infektion heilt bei Erwachsenen in den meisten Fällen von selbst aus. In seltenen Fällen kann sie jedoch schwer verlaufen. Die schnelle und ausgedehnte Zerstörung von Lebergewebe kann zu akutem Leberversagen führen. Im schlimmsten Fall kann nur eine Lebertransplantation das Leben des Patienten retten. Eine chronische Hepatitis B kann langfristig die Leber schädigen. Mögliche Folgen sind eine Leberzirrhose, also eine dauerhafte Vernarbung der Leber, und ein deutlich erhöhtes Risiko für Leberkrebs. Eine zusätzliche Infektion mit dem Hepatitis-D-Virus kann den Krankheitsverlauf weiter verschlimmern und schwere Leberschäden wahrscheinlicher machen.
Ursachen / Risikofaktoren
Das Virus kommt bei infizierten Menschen in größeren Mengen im Blut vor, aber auch in Sperma, Speichel oder Scheidensekret. Viele Menschen stecken sich durch ungeschützten Geschlechtsverkehr an. Zu den Risikogruppen zählen daher insbesondere Menschen, die häufig ihre Partner wechseln. Ein erhöhtes Risiko haben zudem Beschäftigte im Gesundheitswesen, die mit Blut oder Blutprodukten in Kontakt kommen, Neugeborene, deren Mutter infiziert ist oder Drogenabhängige durch die Benutzung von gebrauchtem Spritzbesteck.
Das kann helfen
Das macht der Arzt: Eine akute Hepatitis B-Infektion wird normalerweise nicht behandelt. Sie heilt bei Erwachsenen in der Regel von selbst aus. Antivirale Medikamente werden meist nur eingesetzt, wenn Anzeichen für eine stärkere Beeinträchtigung der Leberfunktion vorliegen. Die chronische Hepatitis B kann mit antiviralen Medikamenten behandelt werden, um die Vermehrung der Viren zu hemmen und Leberschäden zu verhindern. Eine Möglichkeit ist die Therapie mit Interferon beta oder pegyliertem Interferon beta (PEG-Interferon beta) über einen begrenzten Zeitraum. Sie stimuliert das Immunsystem und kann helfen, die Virenvermehrung einzudämmen. Eine andere Möglichkeit sind sogenannte Nukleosid- beziehungsweise Nukleotid-Analoga. Diese Medikamente unterdrücken die Virusvermehrung sehr wirksam, müssen jedoch häufig langfristig eingenommen werden.Das kann man selbst tun: Vorbeugen ist besser als behandeln. Der beste Schutz vor Hepatitis B ist die Impfung. Sie wird in Deutschland bereits im Säuglings- und Kleinkindalter empfohlen. Generell helfen Vorsichtsmaßnahmen, eine Ansteckung zu vermeiden, wie der Gebrauch von Kondomen, das Nichtteilen von Spritzen oder anderen Gegenständen mit Blutkontakt sowie das Einhalten von Schutzmaßnahmen im medizinischen Bereich.
Bearbeitungsstand: 19.03.2026
Quellenangaben:
Hahn, Kaufmann, Schulz, Suerbaum, Medizinische Mikrobiologie und Infektiologie, Springer, (2009), 6.Auflage - Herold, Innere Medizin, Herold, (2011)
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Injektionssuspension — verschreibungspflichtig.
Detaillierte Anwendungshinweise, Dosierung, Nebenwirkungen und Wechselwirkungen finden Sie unten in den Registerkarten. Beachten Sie stets die Packungsbeilage. Bei Unklarheiten fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.
- PZN:
- 20193998
- Darreichungsform:
- Injektionssuspension
- Marke:
- TWINRIX
- Hersteller:
- 1 0 1 Carefarm GmbH
Rechtlicher Status
Verantwortlicher Wirtschaftsakteur gemäß EU-Verordnung 2023/988
GPSRLagerungsanforderungen
Bestellinformationen
- Import/Reimport:
- Ja
HepatitisA
Was ist das? - Definition Es handelt sich um eine durch das Hepatitis-A-Virus ausgelöste akute Leberentzündung. Das Virus wird mit dem Stuhl ausgeschieden und unter anderem über Schmierinfektionen und mit dem Virus verunreinigte Lebensmittel übertragen. Die Hepatitis A verläuft nicht chronisch und heilt vollständig aus. Schwere Erkrankungen sind selten.
Krankheitsbild
Jeder Mensch, der noch keine Infektion mit Hepatitis-A-Viren durchgemacht oder keinen Impfschutz dagegen hat, kann Hepatitis A bekommen. Bei kleinen Kindern allerdings verursacht eine Infektion mit Hepatitis-A-Viren häufig keine oder unauffällige Beschwerden. Dagegen treten bei ungeschützten älteren Kindern, Jugendlichen oder Erwachsenen häufiger Symptome einer akuten Leberentzündung auf.
Die Zeit zwischen der Infektion und ersten Symptomen der Erkrankung kann 15 bis 50 Tage betragen, wobei es im Durchschnitt etwa 28 bis 30 Tage sind. Typischerweise verändern sich im Blutbild die Leberwerte, zudem treten im Blut Antikörper gegen das Virus auf.
Ansteckend sind Patienten bis zu zwei Wochen vor Auftreten einer Gelbsucht oder einer Leberwerterhöhung und in etwa eine Woche danach. Infizierte Säuglinge, Kleinkinder und Personen mit Immunschwäche können das Virus möglicherweise über mehrere Wochen mit dem Stuhl ausscheiden.
Eine durchgemachte Hepatitis A führt zu lebenslanger Immunität. Diese erwerben jedoch nur noch ungefähr fünf Prozent der Menschen hierzulande, da die vergleichsweise hohen Hygienestandards das Infektionsrisiko senken. Eine Impfung aber bietet bei Bedarf Schutz.
Symptome/Verlauf
Kommt es bei Hepatitis A zu Symptomen, sind das zu Beginn Übelkeit, Brechreiz, Durchfall und Bauchschmerzen, ein allgemeines Krankheitsgefühl sowie mitunter erhöhte Temperatur. Daran kann sich bei einem Teil der Patienten eine Phase mit Gelbsucht anschließen, die wenige Tage bis mehrere Wochen dauert. Die Haut und die weiße Lederhaut der Augen färben sich gelb, der Urin wird dunkler, der Stuhl entfärbt sich und starkes Hautjucken ist möglich. Eine Lebervergrößerung kann zu Druckgefühl oder Schmerzen im Oberbauch führen, bei etwa einem Viertel der erkrankten Personen vergrößert sich zudem die Milz.
Die meisten Erkrankten erholen sich im Verlauf von zwei bis drei Monaten vollständig, informiert das Robert Koch-Institut. Chronische Verläufe gibt es bei Hepatitis A nicht,im Gegensatz etwa zu Hepatitis B und C.
Folgen/Komplikationen
Bei 10 bis 15 Prozent der Hepatitis-A-Patienten kommt es nach einer kurzen Erholungsphase erneut über Wochen und Monate zu Beschwerden infolge einer Leberentzündung, bis schließlich eine Heilung eintritt.
Auch wenn ein schwerer Verlauf bei Hepatitis A selten ist, steigt die Wahrscheinlichkeit dafür mit zunehmendem Alter an. Vorerkrankungen wie beispielsweise ein schon bestehendes chronisches Leberleiden erhöhen das Risiko. Todesfälle sind sehr selten. Unter den hierzulande übermittelten Hepatitis-A-Fällen der Jahre 2010 bis 2019 betrug der Anteil krankheitsbedingt verstorbener Personen 0,002 Prozent, berichtet das Robert Koch-Institut.
Ursachen/Risikofaktoren
Auslöser der Hepatitis A ist ein Virus, das über den Mund und den Darm aufgenommen wird und sich in der Leber vermehrt. Infizierte scheiden es für einige Zeit mit dem Stuhl aus. Es ist auch außerhalb des menschlichen Körpers mitunter monatelang stabil und infektiös.
Von Mensch zu Mensch übertragen wird das Virus unter anderem durch Schmierinfektionen, bei denen es über schon geringe Stuhlspuren an Gegenständen oder Händen weitergegeben wird. Ein weiterer Übertragungsweg sind mit dem Virus belastete Lebensmittel. Letztere können mitunter auch aus Gebieten nach Deutschland importiert werden, in denen Hepatitis A häufig vorkommt. Zusätzliche Infektionsquellen bilden virusbelastetes Trinkwasser und mehrfach genutzte Spritzbestecke bei Drogenabhängigen.
Die Wahrscheinlichkeit für eine Infektion steigt unter anderem bei Reisen in Regionen, in denen Hepatitis A gehäuft auftritt. Das sind Mittel- und Südamerika, Afrika, Südostasien, Russland, der Nahe Osten, der außereuropäische Mittelmeerraum sowie einzelne europäische Länder. Zudem gibt es Menschen, die ein beruflich erhöhtes Risiko haben, die zum Beispiel in Kindertagesstätten oder Kinderheimen, im Gesundheitsdienst oder in Klärwerken arbeiten. Die Gefahr einer Infektion ist auch bei Männern erhöht, die Sex mit anderen Männern haben.
Ein erhöhtes Risiko, an Hepatitis A schwer zu erkranken, besteht bei älteren Menschen oder Patienten mit Vorerkrankungen, insbesondere Leberleiden.
Das kann helfen
Was der Arzt tun kann:
Ärztinnen und Ärzte können bei Bedarf gegen Hepatitis-A-Viren impfen, etwa bei beruflich erhöhten Infektionsrisiken oder bestimmten Vorerkrankungen, und über die Impfung informieren.
Wichtig ist auch eine ärztliche Beratung von an Hepatitis A erkrankten Menschen und der Kontaktpersonen, um eine Weiterverbreitung zu verhindern. Beratung ist außerdem zu von Erkrankten eingenommenen Medikamenten nötig, da einige die Leber zusätzlich belasten.
Eine akute Virushepatitis ist eine meldepflichtige Erkrankung. Bei Hepatitis A kann es zudem zu Einschränkungen für die Betreuung oder Tätigkeit in Gemeinschaftseinrichtungen, bei der Lebensmittelherstellung, in Küchen von Gaststätten und sonstigen Einrichtungen zur Gemeinschaftsverpflegung oder in medizinischen Einrichtungen kommen. Wann mögliche Einschränkungen entfallen dürfen, entscheiden die behandelnden Ärztinnen und Ärzte beziehungsweise die zuständigen Gesundheitsämter.
Was man selbst tun kann:
Bei Bedarf kann man sich durch eine Impfung vor Hepatitis-A-Viren schützen. Sinnvoll ist das unter anderem bei Kontaktpersonen von Hepatitis-A-Erkrankten, die noch nicht geimpft sind und keine Hepatitis-A-Erkrankung durchgemacht haben.
Wer erkrankt ist, sollte sich schonen, bis zu zwei Wochen nach Auftreten der ersten Krankheitszeichen Abstand zu anderen halten, möglichst eine eigene Toilette benutzen, auf Handhygiene achten und keine Speisen für andere zubereiten. Auf Alkohol gilt es im Krankheitsverlauf ganz zu verzichten. Hilfreich ist zu Beginn der Erkrankung eine kohlenhydratreiche und fettarme Kost. Genauere Informationen geben behandelnde Ärztinnen und Ärzte, deren Rat dieser Beitrag nicht ersetzen kann.
Vor einer geplanten Reise kann man sich bei auf Reisemedizin spezialisierten Ärztinnen und Ärzten informieren, ob eine Impfung gegen Hepatitis A sinnvoll ist. Erste Hinweise zur Gesundheitssituation in vielen Ländern weltweit gibt es im Internet zum Beispiel unter der Adresse des Auswärtigen Amtes.
Bearbeitungsstand: 19.03.2026
Quellenangabe:
Hahn, Kaufmann, Schulz, Suerbaum, Medizinische Mikrobiologie und Infektiologie, Springer, (2009), 6.Auflage
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
HepatitisB
Was ist das? - Definition Hepatitis B ist eine durch das Hepatitis-B-Virus (HBV) verursachte Entzündung der Leber. Nach einer Infektion verläuft die Erkrankung häufig mild oder ohne erkennbare Beschwerden und heilt bei Erwachsenen in den meisten Fällen von selbst aus. In einigen Fällen kann sie jedoch chronisch werden und langfristig zu schweren Leberschäden führen.
Krankheitsbild
Hepatitis B ist eine Entzündung der Leber, die durch das Hepatitis-B-Virus (HBV) verursacht wird. Die Ansteckung erfolgt vor allem durch Kontakt mit infiziertem Blut oder anderen Körperflüssigkeiten, beispielsweise bei ungeschütztem Geschlechtsverkehr, durch Blutkontakte oder durch Übertragung von einer infizierten Mutter auf ihr Neugeborenes. Eine akute Hepatitis B verläuft häufig mild oder sogar ohne erkennbare Beschwerden. Bei Erwachsenen heilt die Infektion in den meisten Fällen von selbst aus. Manchmal wird die Erkrankung jedoch chronisch. Eine chronische Hepatitis B kann über Jahre fortschreiten und langfristig schwere Leberschäden wie Leberzirrhose oder Leberkrebs begünstigen.
Symptome / Verlauf
Eine Hepatitis B kann sehr unterschiedlich verlaufen. Etwa ein Drittel der Betroffenen hat bei einer akuten Infektion keine Beschwerden. Ein weiteres Drittel entwickelt eher unspezifische, meist grippeähnliche Symptome, während beim letzten Drittel zusätzlich eine Gelbsucht auftritt. Zu den möglichen Beschwerden zählen vor allem Müdigkeit und allgemeines Krankheitsgefühl, Appetitlosigkeit, Übelkeit, Gelenkschmerzen sowie leichtes Fieber. Außerdem können Veränderungen wie dunkler Urin oder heller Stuhl auftreten. Von einer Gelbsucht oder Ikterus spricht man, wenn ein bestimmtes Abbauprodukt des roten Blutfarbstoffs nicht mehr richtig entsorgt wird und eine Gelbfärbung von Haut und Augen auftritt. Bleibt das Virus länger im Körper, handelt es sich um eine chronische Hepatitis B. Auch sie bleibt oft lange Zeit ohne deutliche Symptome. Am häufigsten berichten Betroffene über anhaltende Müdigkeit, während weitere Beschwerden meist erst bei fortschreitender Schädigung der Leber auftreten.
Folgen / Komplikationen
Eine Hepatitis-B-Infektion heilt bei Erwachsenen in den meisten Fällen von selbst aus. In seltenen Fällen kann sie jedoch schwer verlaufen. Die schnelle und ausgedehnte Zerstörung von Lebergewebe kann zu akutem Leberversagen führen. Im schlimmsten Fall kann nur eine Lebertransplantation das Leben des Patienten retten. Eine chronische Hepatitis B kann langfristig die Leber schädigen. Mögliche Folgen sind eine Leberzirrhose, also eine dauerhafte Vernarbung der Leber, und ein deutlich erhöhtes Risiko für Leberkrebs. Eine zusätzliche Infektion mit dem Hepatitis-D-Virus kann den Krankheitsverlauf weiter verschlimmern und schwere Leberschäden wahrscheinlicher machen.
Ursachen / Risikofaktoren
Das Virus kommt bei infizierten Menschen in größeren Mengen im Blut vor, aber auch in Sperma, Speichel oder Scheidensekret. Viele Menschen stecken sich durch ungeschützten Geschlechtsverkehr an. Zu den Risikogruppen zählen daher insbesondere Menschen, die häufig ihre Partner wechseln. Ein erhöhtes Risiko haben zudem Beschäftigte im Gesundheitswesen, die mit Blut oder Blutprodukten in Kontakt kommen, Neugeborene, deren Mutter infiziert ist oder Drogenabhängige durch die Benutzung von gebrauchtem Spritzbesteck.
Das kann helfen
Das macht der Arzt: Eine akute Hepatitis B-Infektion wird normalerweise nicht behandelt. Sie heilt bei Erwachsenen in der Regel von selbst aus. Antivirale Medikamente werden meist nur eingesetzt, wenn Anzeichen für eine stärkere Beeinträchtigung der Leberfunktion vorliegen. Die chronische Hepatitis B kann mit antiviralen Medikamenten behandelt werden, um die Vermehrung der Viren zu hemmen und Leberschäden zu verhindern. Eine Möglichkeit ist die Therapie mit Interferon beta oder pegyliertem Interferon beta (PEG-Interferon beta) über einen begrenzten Zeitraum. Sie stimuliert das Immunsystem und kann helfen, die Virenvermehrung einzudämmen. Eine andere Möglichkeit sind sogenannte Nukleosid- beziehungsweise Nukleotid-Analoga. Diese Medikamente unterdrücken die Virusvermehrung sehr wirksam, müssen jedoch häufig langfristig eingenommen werden.Das kann man selbst tun: Vorbeugen ist besser als behandeln. Der beste Schutz vor Hepatitis B ist die Impfung. Sie wird in Deutschland bereits im Säuglings- und Kleinkindalter empfohlen. Generell helfen Vorsichtsmaßnahmen, eine Ansteckung zu vermeiden, wie der Gebrauch von Kondomen, das Nichtteilen von Spritzen oder anderen Gegenständen mit Blutkontakt sowie das Einhalten von Schutzmaßnahmen im medizinischen Bereich.
Bearbeitungsstand: 19.03.2026
Quellenangaben:
Hahn, Kaufmann, Schulz, Suerbaum, Medizinische Mikrobiologie und Infektiologie, Springer, (2009), 6.Auflage - Herold, Innere Medizin, Herold, (2011)
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.