URSO-1A Pharma 400 mg Filmtabletten
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Pharmazeutische Informationen
Filmtabletten — verschreibungspflichtig.
Detaillierte Anwendungshinweise, Dosierung, Nebenwirkungen und Wechselwirkungen finden Sie unten in den Registerkarten. Beachten Sie stets die Packungsbeilage. Bei Unklarheiten fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.
- PZN:
- 14162462
- Darreichungsform:
- Filmtabletten (Filmtabletten)
- Packungsgröße:
- 100 Stück
- Wirkstoffstärke:
- 400 mg
- Marke:
- URSO-
- Hersteller:
- 1 A Pharma GmbH
- Generikum:
-
Ja
Rechtlicher Status
Verantwortlicher Wirtschaftsakteur gemäß EU-Verordnung 2023/988
GPSRAnwendungshinweise
Die Gesamtdosis sollte nicht ohne Rücksprache mit einem Arzt oder Apotheker überschritten werden.
Art der Anwendung?
Nehmen Sie das Arzneimittel mit Flüssigkeit (z.B. 1 Glas Wasser) ein.
Dauer der Anwendung?
Die Anwendungsdauer richtet sich nach Art der Beschwerde und/oder Dauer der Erkrankung und wird deshalb nur von Ihrem Arzt bestimmt. Die allgemeine Behandlungsdauer zur Auflösung von Gallensteinen aus Cholesterin beträgt 6-24 Monate. Bei einer Autoimmunerkrankung der Leber ist die Anwendungsdauer zeitlich nicht begrenzt; das Arzneimittel kann längerfristig angewendet werden.
Überdosierung?
Es kann zu Überdosierungserscheinungen wie Durchfall kommen. Setzen Sie sich bei dem Verdacht auf eine Überdosierung umgehend mit einem Arzt in Verbindung.
Generell gilt: Achten Sie vor allem bei Säuglingen, Kleinkindern und älteren Menschen auf eine gewissenhafte Dosierung. Im Zweifelsfalle fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker nach etwaigen Auswirkungen oder Vorsichtsmaßnahmen.
Eine vom Arzt verordnete Dosierung kann von den Angaben der Packungsbeilage abweichen. Da der Arzt sie individuell abstimmt, sollten Sie das Arzneimittel daher nach seinen Anweisungen anwenden.
Dosierung
Folgende Dosierungsempfehlungen werden gegeben - die Dosierung für Ihre spezielle Erkrankung besprechen Sie am besten mit Ihrem Arzt.
Lassen Sie sich dazu von Ihrem Arzt oder Apotheker beraten.
Zur Auflösung von Gallensteinen aus Cholesterin:
Das Arzneimittel wird von Ihrem Arzt entsprechend dem Körpergewicht dosiert. Folgende Orientierungshilfen werden gegeben:
Zur Behandlung von Verdauungsbeschwerden infolge eines gestörten Gallenflusses:
Zur Behandlung einer Autoimmunerkrankung der Leber (in den ersten 3. Behandlungsmonaten):
Das Arzneimittel wird von Ihrem Arzt entsprechend dem Körpergewicht dosiert. Folgende Orientierungshilfen werden gegeben:
Zur Behandlung einer Autoimmunerkrankung der Leber (ab dem 4. Behandlungsmonat):
Das Arzneimittel wird von Ihrem Arzt entsprechend dem Körpergewicht dosiert. Folgende Orientierungshilfen werden gegeben:
Beim verstärkten Auftreten von Beschwerden bei Behandlungsbeginn sollte die Dosis nach ärztlicher Absprache zunächst reduziert werden. Danach sollte die Dosis schrittweise wieder erhöht werden.
Zur Behandlung einer Leber-Gallenstörung bei der erblichen Stoffwechselerkrankung Mukoviszidose:
Für Kinder und Jugendliche von 6 bis unter 18 Jahren wird das Arzneimittel von Ihrem Arzt entsprechend dem Körpergewicht dosiert. Lassen Sie sich dazu von Ihrem Arzt oder Apotheker beraten.
Anwendungsgebiete
- Auflösung von Gallensteinen aus Cholesterin
- Verdauungsbeschwerden infolge eines gestörten Gallenflusses
- Autoimmunerkrankung der Leber (primäre biliäre Zirrhose)
- Leber-Gallenstörung bei der erblichen Stoffwechselerkrankung Mukoviszidose
Detaillierte Dosierung
Personenkreis: Patienten bis 60kg Körpergewicht, Einzeldosis: 1 1/2 Tabletten, Gesamtdosis: 1-mal täglich, Zeitpunkt: abends, vor dem Schlafengehen
Personenkreis: Patienten mit 61-80kg Körpergewicht, Einzeldosis: 2 Tabletten, Gesamtdosis: 1-mal täglich, Zeitpunkt: abends, vor dem Schlafengehen
Personenkreis: Patienten mit 81-100kg Körpergewicht, Einzeldosis: 2 1/2 Tabletten, Gesamtdosis: 1-mal täglich, Zeitpunkt: abends, vor dem Schlafengehen
Personenkreis: Patienten über 100kg Körpergewicht, Einzeldosis: 3 Tabletten, Gesamtdosis: 1-mal täglich, Zeitpunkt: abends, vor dem Schlafengehen
Personenkreis: Kinder, Jugendliche und Erwachsene, Einzeldosis: 1/2 Tablette, Gesamtdosis: 1-mal täglich, Zeitpunkt: abends, zu der Mahlzeit
Personenkreis: Patienten mit 50-62kg Körpergewicht, Einzeldosis: 1/2 Tab. morgens, 1/2 Tab. mittags, 1 Tab. abends, Gesamtdosis: 3-mal täglich, Zeitpunkt: morgens, mittags und abends
Personenkreis: Patienten mit 63-78kg Körpergewicht, Einzeldosis: 1/2 Tab. morgens, 1 Tab. mittags, 1 Tab. abends, Gesamtdosis: 3-mal täglich, Zeitpunkt: morgens, mittags und abends
Personenkreis: Patienten mit 79-93kg Körpergewicht, Einzeldosis: 1 Tablette, Gesamtdosis: 3-mal täglich, Zeitpunkt: morgens, mittags und abends
Personenkreis: Patienten mit 94-109kg Körpergewicht, Einzeldosis: 1 Tab. morgens, 1 Tab. mittags, 1 1/2 Tab. abends, Gesamtdosis: 3-mal täglich, Zeitpunkt: morgens, mittags und abends
Personenkreis: Patienten über 110kg Körpergewicht, Einzeldosis: 1 Tab. morgens, 1 Tab. mittags, 2 Tab. abends, Gesamtdosis: 3-mal täglich, Zeitpunkt: morgens, mittags und abends
Personenkreis: Patienten mit 50-62kg Körpergewicht, Einzeldosis: 2 Tabletten, Gesamtdosis: 1-mal täglich, Zeitpunkt: abends
Personenkreis: Patienten mit 63-78kg Körpergewicht, Einzeldosis: 2 1/2 Tabletten, Gesamtdosis: 1-mal täglich, Zeitpunkt: abends
Personenkreis: Patienten mit 79-93kg Körpergewicht, Einzeldosis: 3 Tabletten, Gesamtdosis: 1-mal täglich, Zeitpunkt: abends
Personenkreis: Patienten mit 94-109kg Körpergewicht, Einzeldosis: 3 1/2 Tabletten, Gesamtdosis: 1-mal täglich, Zeitpunkt: abends
Personenkreis: Patienten über 110kg Körpergewicht, Einzeldosis: 4 Tabletten, Gesamtdosis: 1-mal täglich, Zeitpunkt: abends
Wirkstoff
Wirkungsweise
Wie wirkt der Inhaltsstoff des Arzneimittels?
Der Wirkstoff Ursodeoxycholsäure ist eine in geringen Mengen auch natürlich im Körper vorkommende Gallensäure. Sie hemmt einerseits die Aufnahme von Cholesterin aus dem Darm, andererseits die Abgabe von Cholesterin aus den Leberzellen in die Gallenflüssigkeit. Zudem hat der Wirkstoff einen zellschützenden Effekt, der chronische Entzündungsreaktionen hemmt. Er wirkt im Magen der Zerstörung von Schleimhautzellen, in der Leber von Leberzellen entgegen. Der Schutzeffekt beruht vermutlich auf einem Austausch von fettlöslichen, giftigen Gallensäuren gegen die wasserlösliche, ungiftige Ursodeoxycholsäure.
Nebenwirkungen
Welche unerwünschten Wirkungen können auftreten?
- Weicher Stuhl
- Durchfall
Bemerken Sie eine Befindlichkeitsstörung oder Veränderung während der Behandlung, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Für die Information an dieser Stelle werden vor allem Nebenwirkungen berücksichtigt, die bei mindestens einem von 1.000 behandelten Patienten auftreten.
Gegenanzeigen
Was spricht gegen eine Anwendung?
- Überempfindlichkeit gegen die Inhaltsstoffe
- Akute Gallenblasenentzündung
- Akute Gallenwegsentzündung
- Gallenwegsverschluss
- Häufig auftretende Spasmen der Gallenblase
- Röntgendichte Gallensteine mit Kalkschicht überzogen aus Cholesterin
- Eingeschränkte Kontraktionsfähigkeit der Gallenblase
- Fehlende Wiederherstellung eines normalen Gallenabflusses bei Kindern mit Verschluss der Gallenwege nach Operation
Was ist mit Schwangerschaft und Stillzeit?
- Schwangerschaft: Das Arzneimittel sollte nach derzeitigen Erkenntnissen nicht angewendet werden.
- Stillzeit: Es gibt nach derzeitigen Erkenntnissen keine Hinweise darauf, dass das Arzneimittel während der Stillzeit nicht angewendet werden darf.
Ist Ihnen das Arzneimittel trotz einer Gegenanzeige verordnet worden, sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker. Der therapeutische Nutzen kann höher sein, als das Risiko, das die Anwendung bei einer Gegenanzeige in sich birgt.
Lagerungsanforderungen
Physische Eigenschaften
- Abmessungen (B × H × L):
- 80 × 112 × 46 mm
Bestellinformationen
- Mindestbestellmenge:
- 1
Wichtige Hinweise
Was sollten Sie beachten?
- Bei Frauen im gebärfähigen Alter sind während und unter Umständen auch eine zeitlang nach der Therapie wirksame Verhütungsmethoden erforderlich. Sprechen Sie hierzu Ihren Arzt oder Apotheker an.
- Vor Beginn der Behandlung sollte ein Schwangerschaftstest durchgeführt werden.
- Während der Behandlung sind geeignete schwangerschaftsverhütende Maßnahmen durchzuführen.
- Es kann Arzneimittel geben, mit denen Wechselwirkungen auftreten. Sie sollten deswegen generell vor der Behandlung mit einem neuen Arzneimittel jedes andere, das Sie bereits anwenden, dem Arzt oder Apotheker angeben. Das gilt auch für Arzneimittel, die Sie selbst kaufen, nur gelegentlich anwenden oder deren Anwendung schon einige Zeit zurückliegt.
Gallensteine
Was ist das? - Definition Gallensteine entstehen, wenn sich Bestandteile der Galle, vor allem Cholesterin oder der Gallenfarbstoff Bilirubin, zu Kristallen zusammenlagern. Viele Gallensteine verursachen keine Beschwerden, können aber Schmerzen und Komplikationen auslösen, wenn sie einen Gallengang blockieren.
Krankheitsbild
Die Gallensteinerkrankung (Cholelithiasis) ist die häufigste Erkrankung der Gallenwege. Gallensteine bilden sich aus Bestandteilen der Gallenflüssigkeit. Sie entstehen meist in der Gallenblase, können aber auch in den Gallengängen auftreten. Häufig bestehen sie überwiegend aus Cholesterin, seltener handelt es sich um Steine aus Kalzium und Bilirubin. Bleiben die Steine in der Gallenblase, verursachen sie häufig keine Beschwerden. Erst, wenn sie einen Gallengang verstopfen, kommt es in der Regel zu sehr schmerzhaften Koliken.
Symptome/Verlauf
In vielen Fällen bleiben Gallensteine lange unbemerkt. Wenn Beschwerden auftreten, entstehen sie meist dadurch, dass ein Stein einen Gallengang blockiert. Dann kann es zu krampfartigen Schmerzen im rechten Oberbauch kommen, die als Gallenkolik bezeichnet werden. Die Schmerzen nehmen oft innerhalb kurzer Zeit zu, können mehrere Stunden anhalten und später wieder abklingen. Häufig gehen sie mit Übelkeit und Erbrechen einher. Die Schmerzen können in den Rücken oder die rechte Schulter ausstrahlen. Manche Betroffene berichten außerdem über Beschwerden wie Völlegefühl, Blähungen oder Sodbrennen. Zwischen einzelnen Schmerzanfällen fühlen sich die Betroffenen meist wieder beschwerdefrei.
Folgen/Komplikationen
Wenn ein Gallenstein einen Gallengang dauerhaft blockiert, kann sich die Gallenblase entzünden. Eine solche Entzündung kann Fieber und starke Schmerzen verursachen und wird als akute Cholezystitis bezeichnet. Auch bakterielle Infektionen können entstehen und sich im Körper ausbreiten. In manchen Fällen können sich Eiteransammlungen in der Leber bilden oder es kommt zu einer Blutvergiftung. Blockiert ein Stein den gemeinsamen Ausführungsgang von Galle und Bauchspeicheldrüse, kann zudem eine Entzündung der Bauchspeicheldrüse entstehen. Bleibt ein Gallengang über einen längeren Zeitraum verschlossen, führt dies mitunter zu einer Gelbsucht.
Ursachen/Risikofaktoren
Gallensteine entstehen, wenn sich Bestandteile der Galle verändern und sich feste Kristalle bilden. Häufig liegt dies daran, dass die Leber zu viel Cholesterin in die Gallenflüssigkeit abgibt, sodass sich daraus feste Ablagerungen bilden können. Zu den bekannten Risikofaktoren gehören unter anderem:
- höheres Lebensalter
- weibliches Geschlecht
- Übergewicht
- eine familiäre Veranlagung
- schneller Gewichtsverlust
- Schwangerschaft
- Fettstoffwechselstörungen
- Medikamente, wie zum Beispiel hormonelle Verhütungsmittel (Pille) oder Östrogenpräparate
Das kann helfen
Das macht der Arzt: Wenn Beschwerden auftreten oder Komplikationen vermutet werden, wird zunächst meist eine Ultraschalluntersuchung durchgeführt. Schmerzmittel wie Ibuprofen können akute Schmerzen eindämmen. Eine Behandlung ist vor allem dann erforderlich, wenn wiederkehrende Schmerzen oder Komplikationen auftreten. In solchen Fällen wird häufig die Gallenblase operativ entfernt.
Das kann man selbst tun: Wenn keine Beschwerden bestehen, ist in der Regel keine Behandlung nötig. Eine vollwertige, ballaststoffreiche Ernährung und die Vermeidung von Übergewicht reduziert das Risiko von Gallensteinen.
Bearbeitungsstand: 01.04.2026
Quellenangaben:
Brunkhorst, Schölmerich, Differenzialdiagnostik und Differenzialtherapie, Elsevier (Urban & Fischer), (2010), 1. Auflage - Thieme, Thiemes Altenpflege in Lernfeldern, Thieme, (2008) - Herold, Innere Medizin, Herold, (2011)
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Dyspepsie
Was ist das? - Definition Dyspepsie ist ein Sammelbegriff für Beschwerden im Oberbauch, die meist nach dem Essen auftreten. Typisch sind Völlegefühl, Druck oder Schmerzen im Magenbereich. Die Ursachen können vielfältig sein und reichen von harmlosen Verdauungsstörungen bis hin zu ernsteren Erkrankungen.
Krankheitsbild
Dyspepsie bezeichnet funktionelle oder organische Störungen im oberen Verdauungstrakt. Sie tritt häufig auf und betrifft Menschen jeden Alters. Man unterscheidet zwischen funktioneller Dyspepsie, bei der keine organische Ursache gefunden wird, und organischer Dyspepsie, bei der eine konkrete Erkrankung wie ein Magengeschwür oder eine Entzündung vorliegt.
Die Beschwerden sind oft chronisch oder wiederkehrend und können die Lebensqualität erheblich beeinträchtigen. Besonders nach dem Essen oder in Stresssituationen verstärken sich die Symptome.
Symptome/Verlauf
Die Symptome der Dyspepsie sind vielfältig und können einzeln oder in Kombination auftreten. Typisch sind:
- Völlegefühl nach dem Essen
- schnelles Sättigungsgefühl
- Oberbauchschmerzen oder Brennen
- Blähungen und Aufstoßen
- Übelkeit, manchmal auch Erbrechen
Der Verlauf ist meist chronisch oder schubweise. Manche Betroffene haben nur gelegentlich Beschwerden, andere leiden dauerhaft darunter. Die Symptome können sich durch bestimmte Nahrungsmittel, Alkohol, Nikotin oder Stress verschlimmern.
Folgen/Komplikationen
In den meisten Fällen ist Dyspepsie zwar unangenehm, aber harmlos. Dennoch kann sie zu erheblichen Einschränkungen im Alltag führen. Schlafstörungen, Appetitlosigkeit und soziale Rückzüge sind mögliche Folgen.
Bei organischen Ursachen wie Magengeschwüren oder einer Infektion mit Helicobacter pylori können unbehandelt Komplikationen wie Blutungen, Magendurchbruch oder eine chronische Entzündung entstehen. In seltenen Fällen steckt eine ernsthafte Erkrankung wie Magenkrebs dahinter.
Ursachen/Risikofaktoren
Die Ursachen der Dyspepsie sind vielfältig. Bei der funktionellen Form lassen sich keine organischen Veränderungen nachweisen. Hier spielen oft mehrere Faktoren zusammen. Zu ihnen zählen Stress und psychische Belastungen, ungünstige Essgewohnheiten wie hastiges Essen oder große Portionen, fettreiche oder stark gewürzte Speisen, Alkohol und Nikotin sowie bestimmte Medikamente wie Schmerzmittel oder Antibiotika. Bei der organischen Dyspepsie liegen konkrete Erkrankungen zugrunde, etwa eine Magenschleimhaut-Entzündung, Magengeschwüre, Refluxkrankheit oder Infektionen mit Bakterium Helicobacter pylori.
Das kann helfen
Das macht der Arzt: Er kann durch Gespräche, Untersuchungen und eventuell eine Magenspiegelung klären, ob eine organische Ursache vorliegt. Bei Bedarf kommen Medikamente zum Einsatz, etwa Säureblocker, Mittel gegen Übelkeit oder zur Förderung der Magenbewegung. Auch einige pflanzliche Präparate lindern die Beschwerden.
Das kann man selbst tun: Regelmäßige kleinere Mahlzeiten, Verzicht auf Alkohol, Nikotin und stark gewürzte Speisen, Stressabbau durch Bewegung oder Entspannungstechniken. Grenzen der Selbsthilfe sind erreicht, wenn die Beschwerden länger als zwei Wochen anhalten, sich verschlimmern oder mit Gewichtsverlust, Blut im Stuhl oder Erbrechen einhergehen. Dann sollte unbedingt ärztlicher Rat eingeholt werden.
Bearbeitungsstand: 02.01.2026
Quellenangaben:
Thews, Mutschler, Vaupel, Anatomie, Physiologie und Pathophysiologie des Menschen, WVG, (2007), 5. Aufl. - Herold, Innere Medizin, Herold, (2011)
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Leberzirrhose
Was ist das? - Definition Leberzirrhose ist eine chronische Erkrankung, bei der gesundes Lebergewebe nach und nach durch funktionsloses Narbengewebe ersetzt wird. Dadurch verliert die Leber zunehmend ihre Fähigkeit, wichtige Aufgaben für die Entgiftung und den Stoffwechsel zu erfüllen.
Krankheitsbild
Bei einer Leberzirrhose wird die Leber dauerhaft geschädigt. Das Organ verhärtet sich und kann Blut und Stoffwechselprodukte nicht mehr richtig verarbeiten. Die Erkrankung entwickelt sich meist über viele Jahre. Anfangs bemerken Betroffene oft wenig, später treten deutliche Beschwerden auf. Die Leber kann sich nicht mehr vollständig erholen, weshalb eine frühzeitige Behandlung wichtig ist.
Symptome/Verlauf
Zu Beginn sind die Symptome oft unspezifisch. Mit zunehmender Schädigung treten deutliche Beschwerden auf. Der Verlauf ist meist fortschreitend. Häufige Merkmale sind:
- Müdigkeit und Leistungsabfall
- Druck oder Schmerzen im rechten Oberbauch
- Juckreiz und Hautveränderungen
- Wasseransammlungen im Bauch oder in den Beinen
- Blutungsneigung
Folgen/Komplikationen
Unbehandelt kann die Leberzirrhose zu schweren Komplikationen führen. Dazu gehören Blutungen aus erweiterten Venen im Verdauungstrakt, schwere Infektionen oder eine Störung der Gehirnfunktion durch Giftstoffe im Blut. Auch das Risiko für Leberkrebs steigt deutlich. Im fortgeschrittenen Stadium kann die Leber ihre Aufgaben kaum noch erfüllen, was lebensbedrohlich werden kann.
Ursachen/Risikofaktoren
Häufige Ursachen sind langjähriger Alkoholkonsum oder chronische Leberentzündungen. Auch Stoffwechselerkrankungen oder bestimmte Medikamente können die Leber schädigen. Risikofaktoren sind Übergewicht, Diabetes und eine dauerhaft ungesunde Lebensweise. Je länger die Leber belastet wird, desto höher ist das Risiko für eine dauerhafte Schädigung.
Das kann helfen
Das macht der Arzt: Er kann mögliche Ursachen behandeln, Komplikationen überwachen und bei Bedarf bestimmte Medikamente einsetzen, die Beschwerden lindern.
Das kann man selbst tun: Alkohol strikt meiden und auf eine leberfreundliche Lebensweise achten. Grenzen bestehen, wenn schwere Komplikationen auftreten oder die Leberfunktion stark eingeschränkt ist. Dann ist ärztliche Hilfe unbedingt notwendig.
Bearbeitungsstand: 07.01.2026
Quellenangaben:
Brunkhorst, Schölmerich, Differenzialdiagnostik und Differenzialtherapie, Elsevier (Urban & Fischer), (2010), 1. Auflage - Herold, Innere Medizin, Herold, (2011)
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Filmtabletten — verschreibungspflichtig.
Detaillierte Anwendungshinweise, Dosierung, Nebenwirkungen und Wechselwirkungen finden Sie unten in den Registerkarten. Beachten Sie stets die Packungsbeilage. Bei Unklarheiten fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.
- PZN:
- 14162462
- Darreichungsform:
- Filmtabletten (Filmtabletten)
- Packungsgröße:
- 100 Stück
- Wirkstoffstärke:
- 400 mg
- Marke:
- URSO-
- Hersteller:
- 1 A Pharma GmbH
- Generikum:
-
Ja
Rechtlicher Status
Verantwortlicher Wirtschaftsakteur gemäß EU-Verordnung 2023/988
GPSRAnwendungshinweise
Die Gesamtdosis sollte nicht ohne Rücksprache mit einem Arzt oder Apotheker überschritten werden.
Art der Anwendung?
Nehmen Sie das Arzneimittel mit Flüssigkeit (z.B. 1 Glas Wasser) ein.
Dauer der Anwendung?
Die Anwendungsdauer richtet sich nach Art der Beschwerde und/oder Dauer der Erkrankung und wird deshalb nur von Ihrem Arzt bestimmt. Die allgemeine Behandlungsdauer zur Auflösung von Gallensteinen aus Cholesterin beträgt 6-24 Monate. Bei einer Autoimmunerkrankung der Leber ist die Anwendungsdauer zeitlich nicht begrenzt; das Arzneimittel kann längerfristig angewendet werden.
Überdosierung?
Es kann zu Überdosierungserscheinungen wie Durchfall kommen. Setzen Sie sich bei dem Verdacht auf eine Überdosierung umgehend mit einem Arzt in Verbindung.
Generell gilt: Achten Sie vor allem bei Säuglingen, Kleinkindern und älteren Menschen auf eine gewissenhafte Dosierung. Im Zweifelsfalle fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker nach etwaigen Auswirkungen oder Vorsichtsmaßnahmen.
Eine vom Arzt verordnete Dosierung kann von den Angaben der Packungsbeilage abweichen. Da der Arzt sie individuell abstimmt, sollten Sie das Arzneimittel daher nach seinen Anweisungen anwenden.
Dosierung
Folgende Dosierungsempfehlungen werden gegeben - die Dosierung für Ihre spezielle Erkrankung besprechen Sie am besten mit Ihrem Arzt.
Lassen Sie sich dazu von Ihrem Arzt oder Apotheker beraten.
Zur Auflösung von Gallensteinen aus Cholesterin:
Das Arzneimittel wird von Ihrem Arzt entsprechend dem Körpergewicht dosiert. Folgende Orientierungshilfen werden gegeben:
Zur Behandlung von Verdauungsbeschwerden infolge eines gestörten Gallenflusses:
Zur Behandlung einer Autoimmunerkrankung der Leber (in den ersten 3. Behandlungsmonaten):
Das Arzneimittel wird von Ihrem Arzt entsprechend dem Körpergewicht dosiert. Folgende Orientierungshilfen werden gegeben:
Zur Behandlung einer Autoimmunerkrankung der Leber (ab dem 4. Behandlungsmonat):
Das Arzneimittel wird von Ihrem Arzt entsprechend dem Körpergewicht dosiert. Folgende Orientierungshilfen werden gegeben:
Beim verstärkten Auftreten von Beschwerden bei Behandlungsbeginn sollte die Dosis nach ärztlicher Absprache zunächst reduziert werden. Danach sollte die Dosis schrittweise wieder erhöht werden.
Zur Behandlung einer Leber-Gallenstörung bei der erblichen Stoffwechselerkrankung Mukoviszidose:
Für Kinder und Jugendliche von 6 bis unter 18 Jahren wird das Arzneimittel von Ihrem Arzt entsprechend dem Körpergewicht dosiert. Lassen Sie sich dazu von Ihrem Arzt oder Apotheker beraten.
Anwendungsgebiete
- Auflösung von Gallensteinen aus Cholesterin
- Verdauungsbeschwerden infolge eines gestörten Gallenflusses
- Autoimmunerkrankung der Leber (primäre biliäre Zirrhose)
- Leber-Gallenstörung bei der erblichen Stoffwechselerkrankung Mukoviszidose
Detaillierte Dosierung
Personenkreis: Patienten bis 60kg Körpergewicht, Einzeldosis: 1 1/2 Tabletten, Gesamtdosis: 1-mal täglich, Zeitpunkt: abends, vor dem Schlafengehen
Personenkreis: Patienten mit 61-80kg Körpergewicht, Einzeldosis: 2 Tabletten, Gesamtdosis: 1-mal täglich, Zeitpunkt: abends, vor dem Schlafengehen
Personenkreis: Patienten mit 81-100kg Körpergewicht, Einzeldosis: 2 1/2 Tabletten, Gesamtdosis: 1-mal täglich, Zeitpunkt: abends, vor dem Schlafengehen
Personenkreis: Patienten über 100kg Körpergewicht, Einzeldosis: 3 Tabletten, Gesamtdosis: 1-mal täglich, Zeitpunkt: abends, vor dem Schlafengehen
Personenkreis: Kinder, Jugendliche und Erwachsene, Einzeldosis: 1/2 Tablette, Gesamtdosis: 1-mal täglich, Zeitpunkt: abends, zu der Mahlzeit
Personenkreis: Patienten mit 50-62kg Körpergewicht, Einzeldosis: 1/2 Tab. morgens, 1/2 Tab. mittags, 1 Tab. abends, Gesamtdosis: 3-mal täglich, Zeitpunkt: morgens, mittags und abends
Personenkreis: Patienten mit 63-78kg Körpergewicht, Einzeldosis: 1/2 Tab. morgens, 1 Tab. mittags, 1 Tab. abends, Gesamtdosis: 3-mal täglich, Zeitpunkt: morgens, mittags und abends
Personenkreis: Patienten mit 79-93kg Körpergewicht, Einzeldosis: 1 Tablette, Gesamtdosis: 3-mal täglich, Zeitpunkt: morgens, mittags und abends
Personenkreis: Patienten mit 94-109kg Körpergewicht, Einzeldosis: 1 Tab. morgens, 1 Tab. mittags, 1 1/2 Tab. abends, Gesamtdosis: 3-mal täglich, Zeitpunkt: morgens, mittags und abends
Personenkreis: Patienten über 110kg Körpergewicht, Einzeldosis: 1 Tab. morgens, 1 Tab. mittags, 2 Tab. abends, Gesamtdosis: 3-mal täglich, Zeitpunkt: morgens, mittags und abends
Personenkreis: Patienten mit 50-62kg Körpergewicht, Einzeldosis: 2 Tabletten, Gesamtdosis: 1-mal täglich, Zeitpunkt: abends
Personenkreis: Patienten mit 63-78kg Körpergewicht, Einzeldosis: 2 1/2 Tabletten, Gesamtdosis: 1-mal täglich, Zeitpunkt: abends
Personenkreis: Patienten mit 79-93kg Körpergewicht, Einzeldosis: 3 Tabletten, Gesamtdosis: 1-mal täglich, Zeitpunkt: abends
Personenkreis: Patienten mit 94-109kg Körpergewicht, Einzeldosis: 3 1/2 Tabletten, Gesamtdosis: 1-mal täglich, Zeitpunkt: abends
Personenkreis: Patienten über 110kg Körpergewicht, Einzeldosis: 4 Tabletten, Gesamtdosis: 1-mal täglich, Zeitpunkt: abends
Wirkstoff
Wirkungsweise
Wie wirkt der Inhaltsstoff des Arzneimittels?
Der Wirkstoff Ursodeoxycholsäure ist eine in geringen Mengen auch natürlich im Körper vorkommende Gallensäure. Sie hemmt einerseits die Aufnahme von Cholesterin aus dem Darm, andererseits die Abgabe von Cholesterin aus den Leberzellen in die Gallenflüssigkeit. Zudem hat der Wirkstoff einen zellschützenden Effekt, der chronische Entzündungsreaktionen hemmt. Er wirkt im Magen der Zerstörung von Schleimhautzellen, in der Leber von Leberzellen entgegen. Der Schutzeffekt beruht vermutlich auf einem Austausch von fettlöslichen, giftigen Gallensäuren gegen die wasserlösliche, ungiftige Ursodeoxycholsäure.
Nebenwirkungen
Welche unerwünschten Wirkungen können auftreten?
- Weicher Stuhl
- Durchfall
Bemerken Sie eine Befindlichkeitsstörung oder Veränderung während der Behandlung, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Für die Information an dieser Stelle werden vor allem Nebenwirkungen berücksichtigt, die bei mindestens einem von 1.000 behandelten Patienten auftreten.
Gegenanzeigen
Was spricht gegen eine Anwendung?
- Überempfindlichkeit gegen die Inhaltsstoffe
- Akute Gallenblasenentzündung
- Akute Gallenwegsentzündung
- Gallenwegsverschluss
- Häufig auftretende Spasmen der Gallenblase
- Röntgendichte Gallensteine mit Kalkschicht überzogen aus Cholesterin
- Eingeschränkte Kontraktionsfähigkeit der Gallenblase
- Fehlende Wiederherstellung eines normalen Gallenabflusses bei Kindern mit Verschluss der Gallenwege nach Operation
Was ist mit Schwangerschaft und Stillzeit?
- Schwangerschaft: Das Arzneimittel sollte nach derzeitigen Erkenntnissen nicht angewendet werden.
- Stillzeit: Es gibt nach derzeitigen Erkenntnissen keine Hinweise darauf, dass das Arzneimittel während der Stillzeit nicht angewendet werden darf.
Ist Ihnen das Arzneimittel trotz einer Gegenanzeige verordnet worden, sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker. Der therapeutische Nutzen kann höher sein, als das Risiko, das die Anwendung bei einer Gegenanzeige in sich birgt.
Lagerungsanforderungen
Physische Eigenschaften
- Abmessungen (B × H × L):
- 80 × 112 × 46 mm
Bestellinformationen
- Mindestbestellmenge:
- 1
Wichtige Hinweise
Was sollten Sie beachten?
- Bei Frauen im gebärfähigen Alter sind während und unter Umständen auch eine zeitlang nach der Therapie wirksame Verhütungsmethoden erforderlich. Sprechen Sie hierzu Ihren Arzt oder Apotheker an.
- Vor Beginn der Behandlung sollte ein Schwangerschaftstest durchgeführt werden.
- Während der Behandlung sind geeignete schwangerschaftsverhütende Maßnahmen durchzuführen.
- Es kann Arzneimittel geben, mit denen Wechselwirkungen auftreten. Sie sollten deswegen generell vor der Behandlung mit einem neuen Arzneimittel jedes andere, das Sie bereits anwenden, dem Arzt oder Apotheker angeben. Das gilt auch für Arzneimittel, die Sie selbst kaufen, nur gelegentlich anwenden oder deren Anwendung schon einige Zeit zurückliegt.
Gallensteine
Was ist das? - Definition Gallensteine entstehen, wenn sich Bestandteile der Galle, vor allem Cholesterin oder der Gallenfarbstoff Bilirubin, zu Kristallen zusammenlagern. Viele Gallensteine verursachen keine Beschwerden, können aber Schmerzen und Komplikationen auslösen, wenn sie einen Gallengang blockieren.
Krankheitsbild
Die Gallensteinerkrankung (Cholelithiasis) ist die häufigste Erkrankung der Gallenwege. Gallensteine bilden sich aus Bestandteilen der Gallenflüssigkeit. Sie entstehen meist in der Gallenblase, können aber auch in den Gallengängen auftreten. Häufig bestehen sie überwiegend aus Cholesterin, seltener handelt es sich um Steine aus Kalzium und Bilirubin. Bleiben die Steine in der Gallenblase, verursachen sie häufig keine Beschwerden. Erst, wenn sie einen Gallengang verstopfen, kommt es in der Regel zu sehr schmerzhaften Koliken.
Symptome/Verlauf
In vielen Fällen bleiben Gallensteine lange unbemerkt. Wenn Beschwerden auftreten, entstehen sie meist dadurch, dass ein Stein einen Gallengang blockiert. Dann kann es zu krampfartigen Schmerzen im rechten Oberbauch kommen, die als Gallenkolik bezeichnet werden. Die Schmerzen nehmen oft innerhalb kurzer Zeit zu, können mehrere Stunden anhalten und später wieder abklingen. Häufig gehen sie mit Übelkeit und Erbrechen einher. Die Schmerzen können in den Rücken oder die rechte Schulter ausstrahlen. Manche Betroffene berichten außerdem über Beschwerden wie Völlegefühl, Blähungen oder Sodbrennen. Zwischen einzelnen Schmerzanfällen fühlen sich die Betroffenen meist wieder beschwerdefrei.
Folgen/Komplikationen
Wenn ein Gallenstein einen Gallengang dauerhaft blockiert, kann sich die Gallenblase entzünden. Eine solche Entzündung kann Fieber und starke Schmerzen verursachen und wird als akute Cholezystitis bezeichnet. Auch bakterielle Infektionen können entstehen und sich im Körper ausbreiten. In manchen Fällen können sich Eiteransammlungen in der Leber bilden oder es kommt zu einer Blutvergiftung. Blockiert ein Stein den gemeinsamen Ausführungsgang von Galle und Bauchspeicheldrüse, kann zudem eine Entzündung der Bauchspeicheldrüse entstehen. Bleibt ein Gallengang über einen längeren Zeitraum verschlossen, führt dies mitunter zu einer Gelbsucht.
Ursachen/Risikofaktoren
Gallensteine entstehen, wenn sich Bestandteile der Galle verändern und sich feste Kristalle bilden. Häufig liegt dies daran, dass die Leber zu viel Cholesterin in die Gallenflüssigkeit abgibt, sodass sich daraus feste Ablagerungen bilden können. Zu den bekannten Risikofaktoren gehören unter anderem:
- höheres Lebensalter
- weibliches Geschlecht
- Übergewicht
- eine familiäre Veranlagung
- schneller Gewichtsverlust
- Schwangerschaft
- Fettstoffwechselstörungen
- Medikamente, wie zum Beispiel hormonelle Verhütungsmittel (Pille) oder Östrogenpräparate
Das kann helfen
Das macht der Arzt: Wenn Beschwerden auftreten oder Komplikationen vermutet werden, wird zunächst meist eine Ultraschalluntersuchung durchgeführt. Schmerzmittel wie Ibuprofen können akute Schmerzen eindämmen. Eine Behandlung ist vor allem dann erforderlich, wenn wiederkehrende Schmerzen oder Komplikationen auftreten. In solchen Fällen wird häufig die Gallenblase operativ entfernt.
Das kann man selbst tun: Wenn keine Beschwerden bestehen, ist in der Regel keine Behandlung nötig. Eine vollwertige, ballaststoffreiche Ernährung und die Vermeidung von Übergewicht reduziert das Risiko von Gallensteinen.
Bearbeitungsstand: 01.04.2026
Quellenangaben:
Brunkhorst, Schölmerich, Differenzialdiagnostik und Differenzialtherapie, Elsevier (Urban & Fischer), (2010), 1. Auflage - Thieme, Thiemes Altenpflege in Lernfeldern, Thieme, (2008) - Herold, Innere Medizin, Herold, (2011)
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Dyspepsie
Was ist das? - Definition Dyspepsie ist ein Sammelbegriff für Beschwerden im Oberbauch, die meist nach dem Essen auftreten. Typisch sind Völlegefühl, Druck oder Schmerzen im Magenbereich. Die Ursachen können vielfältig sein und reichen von harmlosen Verdauungsstörungen bis hin zu ernsteren Erkrankungen.
Krankheitsbild
Dyspepsie bezeichnet funktionelle oder organische Störungen im oberen Verdauungstrakt. Sie tritt häufig auf und betrifft Menschen jeden Alters. Man unterscheidet zwischen funktioneller Dyspepsie, bei der keine organische Ursache gefunden wird, und organischer Dyspepsie, bei der eine konkrete Erkrankung wie ein Magengeschwür oder eine Entzündung vorliegt.
Die Beschwerden sind oft chronisch oder wiederkehrend und können die Lebensqualität erheblich beeinträchtigen. Besonders nach dem Essen oder in Stresssituationen verstärken sich die Symptome.
Symptome/Verlauf
Die Symptome der Dyspepsie sind vielfältig und können einzeln oder in Kombination auftreten. Typisch sind:
- Völlegefühl nach dem Essen
- schnelles Sättigungsgefühl
- Oberbauchschmerzen oder Brennen
- Blähungen und Aufstoßen
- Übelkeit, manchmal auch Erbrechen
Der Verlauf ist meist chronisch oder schubweise. Manche Betroffene haben nur gelegentlich Beschwerden, andere leiden dauerhaft darunter. Die Symptome können sich durch bestimmte Nahrungsmittel, Alkohol, Nikotin oder Stress verschlimmern.
Folgen/Komplikationen
In den meisten Fällen ist Dyspepsie zwar unangenehm, aber harmlos. Dennoch kann sie zu erheblichen Einschränkungen im Alltag führen. Schlafstörungen, Appetitlosigkeit und soziale Rückzüge sind mögliche Folgen.
Bei organischen Ursachen wie Magengeschwüren oder einer Infektion mit Helicobacter pylori können unbehandelt Komplikationen wie Blutungen, Magendurchbruch oder eine chronische Entzündung entstehen. In seltenen Fällen steckt eine ernsthafte Erkrankung wie Magenkrebs dahinter.
Ursachen/Risikofaktoren
Die Ursachen der Dyspepsie sind vielfältig. Bei der funktionellen Form lassen sich keine organischen Veränderungen nachweisen. Hier spielen oft mehrere Faktoren zusammen. Zu ihnen zählen Stress und psychische Belastungen, ungünstige Essgewohnheiten wie hastiges Essen oder große Portionen, fettreiche oder stark gewürzte Speisen, Alkohol und Nikotin sowie bestimmte Medikamente wie Schmerzmittel oder Antibiotika. Bei der organischen Dyspepsie liegen konkrete Erkrankungen zugrunde, etwa eine Magenschleimhaut-Entzündung, Magengeschwüre, Refluxkrankheit oder Infektionen mit Bakterium Helicobacter pylori.
Das kann helfen
Das macht der Arzt: Er kann durch Gespräche, Untersuchungen und eventuell eine Magenspiegelung klären, ob eine organische Ursache vorliegt. Bei Bedarf kommen Medikamente zum Einsatz, etwa Säureblocker, Mittel gegen Übelkeit oder zur Förderung der Magenbewegung. Auch einige pflanzliche Präparate lindern die Beschwerden.
Das kann man selbst tun: Regelmäßige kleinere Mahlzeiten, Verzicht auf Alkohol, Nikotin und stark gewürzte Speisen, Stressabbau durch Bewegung oder Entspannungstechniken. Grenzen der Selbsthilfe sind erreicht, wenn die Beschwerden länger als zwei Wochen anhalten, sich verschlimmern oder mit Gewichtsverlust, Blut im Stuhl oder Erbrechen einhergehen. Dann sollte unbedingt ärztlicher Rat eingeholt werden.
Bearbeitungsstand: 02.01.2026
Quellenangaben:
Thews, Mutschler, Vaupel, Anatomie, Physiologie und Pathophysiologie des Menschen, WVG, (2007), 5. Aufl. - Herold, Innere Medizin, Herold, (2011)
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Leberzirrhose
Was ist das? - Definition Leberzirrhose ist eine chronische Erkrankung, bei der gesundes Lebergewebe nach und nach durch funktionsloses Narbengewebe ersetzt wird. Dadurch verliert die Leber zunehmend ihre Fähigkeit, wichtige Aufgaben für die Entgiftung und den Stoffwechsel zu erfüllen.
Krankheitsbild
Bei einer Leberzirrhose wird die Leber dauerhaft geschädigt. Das Organ verhärtet sich und kann Blut und Stoffwechselprodukte nicht mehr richtig verarbeiten. Die Erkrankung entwickelt sich meist über viele Jahre. Anfangs bemerken Betroffene oft wenig, später treten deutliche Beschwerden auf. Die Leber kann sich nicht mehr vollständig erholen, weshalb eine frühzeitige Behandlung wichtig ist.
Symptome/Verlauf
Zu Beginn sind die Symptome oft unspezifisch. Mit zunehmender Schädigung treten deutliche Beschwerden auf. Der Verlauf ist meist fortschreitend. Häufige Merkmale sind:
- Müdigkeit und Leistungsabfall
- Druck oder Schmerzen im rechten Oberbauch
- Juckreiz und Hautveränderungen
- Wasseransammlungen im Bauch oder in den Beinen
- Blutungsneigung
Folgen/Komplikationen
Unbehandelt kann die Leberzirrhose zu schweren Komplikationen führen. Dazu gehören Blutungen aus erweiterten Venen im Verdauungstrakt, schwere Infektionen oder eine Störung der Gehirnfunktion durch Giftstoffe im Blut. Auch das Risiko für Leberkrebs steigt deutlich. Im fortgeschrittenen Stadium kann die Leber ihre Aufgaben kaum noch erfüllen, was lebensbedrohlich werden kann.
Ursachen/Risikofaktoren
Häufige Ursachen sind langjähriger Alkoholkonsum oder chronische Leberentzündungen. Auch Stoffwechselerkrankungen oder bestimmte Medikamente können die Leber schädigen. Risikofaktoren sind Übergewicht, Diabetes und eine dauerhaft ungesunde Lebensweise. Je länger die Leber belastet wird, desto höher ist das Risiko für eine dauerhafte Schädigung.
Das kann helfen
Das macht der Arzt: Er kann mögliche Ursachen behandeln, Komplikationen überwachen und bei Bedarf bestimmte Medikamente einsetzen, die Beschwerden lindern.
Das kann man selbst tun: Alkohol strikt meiden und auf eine leberfreundliche Lebensweise achten. Grenzen bestehen, wenn schwere Komplikationen auftreten oder die Leberfunktion stark eingeschränkt ist. Dann ist ärztliche Hilfe unbedingt notwendig.
Bearbeitungsstand: 07.01.2026
Quellenangaben:
Brunkhorst, Schölmerich, Differenzialdiagnostik und Differenzialtherapie, Elsevier (Urban & Fischer), (2010), 1. Auflage - Herold, Innere Medizin, Herold, (2011)
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.