URSOFALK 250 mg/5 ml Suspension
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Pharmazeutische Informationen
Suspension — verschreibungspflichtig.
Detaillierte Anwendungshinweise, Dosierung, Nebenwirkungen und Wechselwirkungen finden Sie unten in den Registerkarten. Beachten Sie stets die Packungsbeilage. Bei Unklarheiten fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.
- PZN:
- 19065858
- Darreichungsform:
- Suspension (Saft)
- Packungsgröße:
- 250 ml
- Wirkstoffstärke:
- 250 mg
- Marke:
- URSOFALK
- Hersteller:
- EMRA-MED Arzneimittel GmbH
Rechtlicher Status
Verantwortlicher Wirtschaftsakteur gemäß EU-Verordnung 2023/988
GPSRAnwendungshinweise
Die Gesamtdosis sollte nicht ohne Rücksprache mit einem Arzt oder Apotheker überschritten werden.
Art der Anwendung?
Nehmen Sie das Arzneimittel ein. Vor Gebrauch gut schütteln.
Dauer der Anwendung?
Die Anwendungsdauer richtet sich nach Art der Beschwerde und/oder Dauer der Erkrankung und wird deshalb nur von Ihrem Arzt bestimmt. Die allgemeine Behandlungsdauer zur Auflösung von Gallensteinen aus Cholesterin beträgt 6-24 Monate. Bei einer Autoimmunerkrankung der Leber ist die Anwendungsdauer zeitlich nicht begrenzt; das Arzneimittel kann längerfristig angewendet werden.
Überdosierung?
Es kann zu Überdosierungserscheinungen wie Durchfall kommen. Setzen Sie sich bei dem Verdacht auf eine Überdosierung umgehend mit einem Arzt in Verbindung.
Generell gilt: Achten Sie vor allem bei Säuglingen, Kleinkindern und älteren Menschen auf eine gewissenhafte Dosierung. Im Zweifelsfalle fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker nach etwaigen Auswirkungen oder Vorsichtsmaßnahmen.
Eine vom Arzt verordnete Dosierung kann von den Angaben der Packungsbeilage abweichen. Da der Arzt sie individuell abstimmt, sollten Sie das Arzneimittel daher nach seinen Anweisungen anwenden.
Dosierung
Folgende Dosierungsempfehlungen werden gegeben - die Dosierung für Ihre spezielle Erkrankung besprechen Sie am besten mit Ihrem Arzt.
Lassen Sie sich dazu von Ihrem Arzt oder Apotheker beraten.
Zur Auflösung von Gallensteinen aus Cholesterin:
Das Arzneimittel wird von Ihrem Arzt entsprechend dem Körpergewicht dosiert. Folgende Orientierungshilfen werden gegeben:
Zur Behandlung einer Autoimmunerkrankung der Leber (in den ersten 3. Behandlungsmonaten):
Das Arzneimittel wird von Ihrem Arzt entsprechend dem Körpergewicht dosiert. Folgende Orientierungshilfen werden gegeben:
Zur Behandlung einer Autoimmunerkrankung der Leber (ab dem 4. Behandlungsmonat):
Das Arzneimittel wird von Ihrem Arzt entsprechend dem Körpergewicht dosiert. Folgende Orientierungshilfen werden gegeben:
Beim verstärkten Auftreten von Beschwerden bei Behandlungsbeginn sollte die Dosis nach ärztlicher Absprache zunächst reduziert werden. Danach sollte die Dosis schrittweise wieder erhöht werden.
Zur Behandlung einer Leber-Gallenstörung bei der erblichen Stoffwechselerkrankung Mukoviszidose:
Das Arzneimittel wird von Ihrem Arzt entsprechend dem Körpergewicht dosiert. Folgende Orientierungshilfen werden gegeben:
Unter ärztlicher Aufsicht kann die Dosis erhöht werden.
Dosierhilfe: Dem Arzneimittel liegt für eine korrekte Dosierung ein Messbehältnis bei. Für Dosierungen unter 1,25 ml verwenden Sie eine Einmalspritze (2 ml).
Anwendungsgebiete
- Auflösung von Gallensteinen aus Cholesterin
- Autoimmunerkrankung der Leber (primäre biliäre Zirrhose)
- Leber-Gallenstörung bei der erblichen Stoffwechselerkrankung Mukoviszidose
Detaillierte Dosierung
Personenkreis: Patienten mit 5-7kg Körpergewicht, Einzeldosis: 1,25ml, Gesamtdosis: 1-mal täglich, Zeitpunkt: abends, vor dem Schlafengehen
Personenkreis: Patienten mit 8-12kg Körpergewicht, Einzeldosis: 2,5ml, Gesamtdosis: 1-mal täglich, Zeitpunkt: abends, vor dem Schlafengehen
Personenkreis: Patienten mit 13-18kg Körpergewicht, Einzeldosis: 3,75ml, Gesamtdosis: 1-mal täglich, Zeitpunkt: abends, vor dem Schlafengehen
Personenkreis: Patienten mit 19-25kg Körpergewicht, Einzeldosis: 5ml, Gesamtdosis: 1-mal täglich, Zeitpunkt: abends, vor dem Schlafengehen
Personenkreis: Patienten mit 26-35kg Körpergewicht, Einzeldosis: 7,5ml, Gesamtdosis: 1-mal täglich, Zeitpunkt: abends, vor dem Schlafengehen
Personenkreis: Patienten mit 36-50kg Körpergewicht, Einzeldosis: 10ml, Gesamtdosis: 1-mal täglich, Zeitpunkt: abends, vor dem Schlafengehen
Personenkreis: Patienten mit 51-65kg Körpergewicht, Einzeldosis: 12,5ml, Gesamtdosis: 1-mal täglich, Zeitpunkt: abends, vor dem Schlafengehen
Personenkreis: Patienten mit 66-80kg Körpergewicht, Einzeldosis: 15ml, Gesamtdosis: 1-mal täglich, Zeitpunkt: abends, vor dem Schlafengehen
Personenkreis: Patienten mit 81-100kg Körpergewicht, Einzeldosis: 20ml, Gesamtdosis: 1-mal täglich, Zeitpunkt: abends, vor dem Schlafengehen
Personenkreis: Patienten über 100kg Körpergewicht, Einzeldosis: 25ml, Gesamtdosis: 1-mal täglich, Zeitpunkt: abends, vor dem Schlafengehen
Personenkreis: Patienten mit 8-11kg Körpergewicht, Einzeldosis: 1,25ml, Gesamtdosis: 2-mal täglich, Zeitpunkt: mittags und abends
Personenkreis: Patienten mit 12-15kg Körpergewicht, Einzeldosis: 1,25ml, Gesamtdosis: 3-mal täglich, Zeitpunkt: morgens, mittags und abends
Personenkreis: Patienten mit 16-19kg Körpergewicht, Einzeldosis: 2,5ml, Gesamtdosis: 2-mal täglich, Zeitpunkt: morgens und abends
Personenkreis: Patienten mit 20-23kg Körpergewicht, Einzeldosis: 1,25ml morgens, 2,5ml mittags, 2,5ml abends, Gesamtdosis: 3-mal täglich, Zeitpunkt: morgens, mittags und abends
Personenkreis: Patienten mit 24-27kg Körpergewicht, Einzeldosis: 2,5ml, Gesamtdosis: 3-mal täglich, Zeitpunkt: morgens, mittags und abends
Personenkreis: Patienten mit 28-31kg Körpergewicht, Einzeldosis: 1,25ml morgens, 2,5ml mittags, 5ml abends, Gesamtdosis: 3-mal täglich, Zeitpunkt: morgens, mittags und abends
Personenkreis: Patienten mit 32-39kg Körpergewicht, Einzeldosis: 2,5ml morgens, 2,5ml mittags, 5ml abends, Gesamtdosis: 3-mal täglich, Zeitpunkt: morgens, mittags und abends
Personenkreis: Patienten mit 40-47kg Körpergewicht, Einzeldosis: 2,5ml morgens, 5ml mittags, 5ml abends, Gesamtdosis: 3-mal täglich, Zeitpunkt: morgens, mittags und abends
Personenkreis: Patienten mit 48-62kg Körpergewicht, Einzeldosis: 5ml, Gesamtdosis: 3-mal täglich, Zeitpunkt: morgens, mittags und abends
Personenkreis: Patienten mit 63-80kg Körpergewicht, Einzeldosis: 5ml morgens, 5ml mittags, 10ml abends, Gesamtdosis: 3-mal täglich, Zeitpunkt: morgens, mittags und abends
Personenkreis: Patienten mit 81-95kg Körpergewicht, Einzeldosis: 5ml morgens, 10ml mittags, 10ml abends, Gesamtdosis: 3-mal täglich, Zeitpunkt: morgens, mittags und abends
Personenkreis: Patienten mit 96-115kg Körpergewicht, Einzeldosis: 10ml, Gesamtdosis: 3-mal täglich, Zeitpunkt: morgens, mittags und abends
Personenkreis: Patienten über 115kg Körpergewicht, Einzeldosis: 10ml morgens, 10ml mittags, 15ml abends, Gesamtdosis: 3-mal täglich, Zeitpunkt: morgens, mittags und abends
Personenkreis: Patienten mit 8-11kg Körpergewicht, Einzeldosis: 2,5ml, Gesamtdosis: 1-mal täglich, Zeitpunkt: abends
Personenkreis: Patienten mit 12-15kg Körpergewicht, Einzeldosis: 3,75ml, Gesamtdosis: 1-mal täglich, Zeitpunkt: abends
Personenkreis: Patienten mit 16-19kg Körpergewicht, Einzeldosis: 5ml, Gesamtdosis: 1-mal täglich, Zeitpunkt: abends
Personenkreis: Patienten mit 20-23kg Körpergewicht, Einzeldosis: 6,25ml, Gesamtdosis: 1-mal täglich, Zeitpunkt: abends
Personenkreis: Patienten mit 24-27kg Körpergewicht, Einzeldosis: 7,5ml, Gesamtdosis: 1-mal täglich, Zeitpunkt: abends
Personenkreis: Patienten mit 28-31kg Körpergewicht, Einzeldosis: 8,75ml, Gesamtdosis: 1-mal täglich, Zeitpunkt: abends
Personenkreis: Patienten mit 32-39kg Körpergewicht, Einzeldosis: 10ml, Gesamtdosis: 1-mal täglich, Zeitpunkt: abends
Personenkreis: Patienten mit 40-47kg Körpergewicht, Einzeldosis: 12,5ml, Gesamtdosis: 1-mal täglich, Zeitpunkt: abends
Personenkreis: Patienten mit 48-62kg Körpergewicht, Einzeldosis: 15ml, Gesamtdosis: 1-mal täglich, Zeitpunkt: abends
Personenkreis: Patienten mit 63-80kg Körpergewicht, Einzeldosis: 20ml, Gesamtdosis: 1-mal täglich, Zeitpunkt: abends
Personenkreis: Patienten mit 81-95kg Körpergewicht, Einzeldosis: 25ml, Gesamtdosis: 1-mal täglich, Zeitpunkt: abends
Personenkreis: Patienten mit 96-115kg Körpergewicht, Einzeldosis: 30ml, Gesamtdosis: 1-mal täglich, Zeitpunkt: abends
Personenkreis: Patienten über 115kg Körpergewicht, Einzeldosis: 35ml, Gesamtdosis: 1-mal täglich, Zeitpunkt: abends
Personenkreis: Kinder und Jugendliche von 1 Monat bis unter 18 Jahren mit 4kg Körpergewicht, Einzeldosis: 0,8ml, Gesamtdosis: 2-mal täglich, Zeitpunkt: morgens und abends
Personenkreis: Kinder und Jugendliche von 1 Monat bis unter 18 Jahren mit 4,5kg Körpergewicht, Einzeldosis: 0,9ml, Gesamtdosis: 2-mal täglich, Zeitpunkt: morgens und abends
Personenkreis: Kinder und Jugendliche von 1 Monat bis unter 18 Jahren mit 5kg Körpergewicht, Einzeldosis: 1ml, Gesamtdosis: 2-mal täglich, Zeitpunkt: morgens und abends
Personenkreis: Kinder und Jugendliche von 1 Monat bis unter 18 Jahren mit 5,5kg Körpergewicht, Einzeldosis: 1,1ml, Gesamtdosis: 2-mal täglich, Zeitpunkt: morgens und abends
Personenkreis: Kinder und Jugendliche von 1 Monat bis unter 18 Jahren mit 6kg Körpergewicht, Einzeldosis: 1,2ml, Gesamtdosis: 2-mal täglich, Zeitpunkt: morgens und abends
Personenkreis: Kinder und Jugendliche von 1 Monat bis unter 18 Jahren mit 6,5kg Körpergewicht, Einzeldosis: 1,3ml, Gesamtdosis: 2-mal täglich, Zeitpunkt: morgens und abends
Personenkreis: Kinder und Jugendliche von 1 Monat bis unter 18 Jahren mit 7kg Körpergewicht, Einzeldosis: 1,4ml, Gesamtdosis: 2-mal täglich, Zeitpunkt: morgens und abends
Personenkreis: Kinder und Jugendliche von 1 Monat bis unter 18 Jahren mit 7,5kg Körpergewicht, Einzeldosis: 1,5ml, Gesamtdosis: 2-mal täglich, Zeitpunkt: morgens und abends
Personenkreis: Kinder und Jugendliche von 1 Monat bis unter 18 Jahren mit 8kg Körpergewicht, Einzeldosis: 1,6ml, Gesamtdosis: 2-mal täglich, Zeitpunkt: morgens und abends
Personenkreis: Kinder und Jugendliche von 1 Monat bis unter 18 Jahren mit 8,5kg Körpergewicht, Einzeldosis: 1,7ml, Gesamtdosis: 2-mal täglich, Zeitpunkt: morgens und abends
Personenkreis: Kinder und Jugendliche von 1 Monat bis unter 18 Jahren mit 9kg Körpergewicht, Einzeldosis: 1,8ml, Gesamtdosis: 2-mal täglich, Zeitpunkt: morgens und abends
Personenkreis: Kinder und Jugendliche von 1 Monat bis unter 18 Jahren mit 9,5kg Körpergewicht, Einzeldosis: 1,9ml, Gesamtdosis: 2-mal täglich, Zeitpunkt: morgens und abends
Personenkreis: Kinder und Jugendliche von 1 Monat bis unter 18 Jahren mit 10kg Körpergewicht, Einzeldosis: 2ml, Gesamtdosis: 2-mal täglich, Zeitpunkt: morgens und abends
Personenkreis: Kinder und Jugendliche von 1 Monat bis unter 18 Jahren mit 11-12kg Körpergewicht, Einzeldosis: 2,5ml, Gesamtdosis: 2-mal täglich, Zeitpunkt: morgens und abends
Personenkreis: Kinder und Jugendliche von 1 Monat bis unter 18 Jahren mit 13-15kg Körpergewicht, Einzeldosis: 2,5ml morgens, 3,75ml abends, Gesamtdosis: 2-mal täglich, Zeitpunkt: morgens und abends
Personenkreis: Kinder und Jugendliche von 1 Monat bis unter 18 Jahren mit 16-18kg Körpergewicht, Einzeldosis: 3,75ml, Gesamtdosis: 2-mal täglich, Zeitpunkt: morgens und abends
Personenkreis: Kinder und Jugendliche von 1 Monat bis unter 18 Jahren mit 19-21kg Körpergewicht, Einzeldosis: 3,75ml morgens, 5ml abends, Gesamtdosis: 2-mal täglich, Zeitpunkt: morgens und abends
Personenkreis: Kinder und Jugendliche von 1 Monat bis unter 18 Jahren mit 22-23kg Körpergewicht, Einzeldosis: 5ml, Gesamtdosis: 2-mal täglich, Zeitpunkt: morgens und abends
Personenkreis: Kinder und Jugendliche von 1 Monat bis unter 18 Jahren mit 24-26kg Körpergewicht, Einzeldosis: 5ml morgens, 6,25ml abends, Gesamtdosis: 2-mal täglich, Zeitpunkt: morgens und abends
Personenkreis: Kinder und Jugendliche von 1 Monat bis unter 18 Jahren mit 27-29kg Körpergewicht, Einzeldosis: 6,25ml, Gesamtdosis: 2-mal täglich, Zeitpunkt: morgens und abends
Personenkreis: Kinder und Jugendliche von 1 Monat bis unter 18 Jahren mit 30-32kg Körpergewicht, Einzeldosis: 6,25ml morgens, 7,5ml abends, Gesamtdosis: 2-mal täglich, Zeitpunkt: morgens und abends
Personenkreis: Kinder und Jugendliche von 1 Monat bis unter 18 Jahren mit 33-35kg Körpergewicht, Einzeldosis: 7,5ml, Gesamtdosis: 2-mal täglich, Zeitpunkt: morgens und abends
Personenkreis: Kinder und Jugendliche von 1 Monat bis unter 18 Jahren mit 36-38kg Körpergewicht, Einzeldosis: 7,5ml morgens, 8,75ml abends, Gesamtdosis: 2-mal täglich, Zeitpunkt: morgens und abends
Personenkreis: Kinder und Jugendliche von 1 Monat bis unter 18 Jahren mit 39-41kg Körpergewicht, Einzeldosis: 8,75ml, Gesamtdosis: 2-mal täglich, Zeitpunkt: morgens und abends
Personenkreis: Kinder und Jugendliche von 1 Monat bis unter 18 Jahren mit 42-47kg Körpergewicht, Einzeldosis: 8,75ml morgens, 10ml abends, Gesamtdosis: 2-mal täglich, Zeitpunkt: morgens und abends
Personenkreis: Kinder und Jugendliche von 1 Monat bis unter 18 Jahren mit 48-56kg Körpergewicht, Einzeldosis: 11,25ml, Gesamtdosis: 2-mal täglich, Zeitpunkt: morgens und abends
Personenkreis: Kinder und Jugendliche von 1 Monat bis unter 18 Jahren mit 57-68kg Körpergewicht, Einzeldosis: 13,75ml, Gesamtdosis: 2-mal täglich, Zeitpunkt: morgens und abends
Personenkreis: Kinder und Jugendliche von 1 Monat bis unter 18 Jahren mit 69-81kg Körpergewicht, Einzeldosis: 16,25ml, Gesamtdosis: 2-mal täglich, Zeitpunkt: morgens und abends
Personenkreis: Kinder und Jugendliche von 1 Monat bis unter 18 Jahren mit 82-100kg Körpergewicht, Einzeldosis: 20ml, Gesamtdosis: 2-mal täglich, Zeitpunkt: morgens und abends
Personenkreis: Kinder und Jugendliche von 1 Monat bis unter 18 Jahren über 100kg Körpergewicht, Einzeldosis: 22,5ml, Gesamtdosis: 2-mal täglich, Zeitpunkt: morgens und abends
Wirkstoff
Wirkungsweise
Wie wirkt der Inhaltsstoff des Arzneimittels?
Der Wirkstoff Ursodeoxycholsäure ist eine in geringen Mengen auch natürlich im Körper vorkommende Gallensäure. Sie hemmt einerseits die Aufnahme von Cholesterin aus dem Darm, andererseits die Abgabe von Cholesterin aus den Leberzellen in die Gallenflüssigkeit. Zudem hat der Wirkstoff einen zellschützenden Effekt, der chronische Entzündungsreaktionen hemmt. Er wirkt im Magen der Zerstörung von Schleimhautzellen, in der Leber von Leberzellen entgegen. Der Schutzeffekt beruht vermutlich auf einem Austausch von fettlöslichen, giftigen Gallensäuren gegen die wasserlösliche, ungiftige Ursodeoxycholsäure.
Nebenwirkungen
Welche unerwünschten Wirkungen können auftreten?
- Weicher Stuhl
- Durchfall
Bemerken Sie eine Befindlichkeitsstörung oder Veränderung während der Behandlung, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Für die Information an dieser Stelle werden vor allem Nebenwirkungen berücksichtigt, die bei mindestens einem von 1.000 behandelten Patienten auftreten.
Gegenanzeigen
Was spricht gegen eine Anwendung?
- Überempfindlichkeit gegen die Inhaltsstoffe
- Akute Gallenblasenentzündung
- Akute Gallenwegsentzündung
- Gallenwegsverschluss
- Häufig auftretende Spasmen der Gallenblase
- Röntgendichte Gallensteine mit Kalkschicht überzogen aus Cholesterin
- Eingeschränkte Kontraktionsfähigkeit der Gallenblase
- Fehlende Wiederherstellung eines normalen Gallenabflusses bei Kindern mit Verschluss der Gallenwege nach Operation
Welche Altersgruppe ist zu beachten?
- Erwachsene: In dieser Altersgruppe sollte das Arzneimittel nur bei bestimmten Anwendungsgebieten eingesetzt werden. Fragen Sie hierzu Ihren Arzt oder Apotheker.
Was ist mit Schwangerschaft und Stillzeit?
- Schwangerschaft: Wenden Sie sich an Ihren Arzt. Es spielen verschiedene Überlegungen eine Rolle, ob und wie das Arzneimittel in der Schwangerschaft angewendet werden kann.
- Stillzeit: Es gibt nach derzeitigen Erkenntnissen keine Hinweise darauf, dass das Arzneimittel während der Stillzeit nicht angewendet werden darf.
Ist Ihnen das Arzneimittel trotz einer Gegenanzeige verordnet worden, sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker. Der therapeutische Nutzen kann höher sein, als das Risiko, das die Anwendung bei einer Gegenanzeige in sich birgt.
Lagerungsanforderungen
Bestellinformationen
- Mindestbestellmenge:
- 1
- Import/Reimport:
- Ja
Aufbewahrung
Aufbewahrung
Das Arzneimittel darf nach Anbruch/Zubereitung höchstens 4 Monate verwendet werden!
Das Arzneimittel muss nach Anbruch/Zubereitung bei Raumtemperatur aufbewahrt werden!
Wichtige Hinweise
Was sollten Sie beachten?
- Bei Frauen im gebärfähigen Alter sind während und unter Umständen auch eine zeitlang nach der Therapie wirksame Verhütungsmethoden erforderlich. Sprechen Sie hierzu Ihren Arzt oder Apotheker an.
- Vor Beginn der Behandlung sollte ein Schwangerschaftstest durchgeführt werden.
- Während der Behandlung sind geeignete schwangerschaftsverhütende Maßnahmen durchzuführen.
- Vorsicht bei Allergie gegen Bindemittel (z.B. Carboxymethylcellulose mit der E-Nummer E 466)!
- Vorsicht bei Allergie gegen das Süßungsmittel Cyclamat (E-Nummer E 952)!
- Es kann Arzneimittel geben, mit denen Wechselwirkungen auftreten. Sie sollten deswegen generell vor der Behandlung mit einem neuen Arzneimittel jedes andere, das Sie bereits anwenden, dem Arzt oder Apotheker angeben. Das gilt auch für Arzneimittel, die Sie selbst kaufen, nur gelegentlich anwenden oder deren Anwendung schon einige Zeit zurückliegt.
Gallensteine
Was ist das? - Definition Gallensteine entstehen, wenn sich Bestandteile der Galle, vor allem Cholesterin oder der Gallenfarbstoff Bilirubin, zu Kristallen zusammenlagern. Viele Gallensteine verursachen keine Beschwerden, können aber Schmerzen und Komplikationen auslösen, wenn sie einen Gallengang blockieren.
Krankheitsbild
Die Gallensteinerkrankung (Cholelithiasis) ist die häufigste Erkrankung der Gallenwege. Gallensteine bilden sich aus Bestandteilen der Gallenflüssigkeit. Sie entstehen meist in der Gallenblase, können aber auch in den Gallengängen auftreten. Häufig bestehen sie überwiegend aus Cholesterin, seltener handelt es sich um Steine aus Kalzium und Bilirubin. Bleiben die Steine in der Gallenblase, verursachen sie häufig keine Beschwerden. Erst, wenn sie einen Gallengang verstopfen, kommt es in der Regel zu sehr schmerzhaften Koliken.
Symptome/Verlauf
In vielen Fällen bleiben Gallensteine lange unbemerkt. Wenn Beschwerden auftreten, entstehen sie meist dadurch, dass ein Stein einen Gallengang blockiert. Dann kann es zu krampfartigen Schmerzen im rechten Oberbauch kommen, die als Gallenkolik bezeichnet werden. Die Schmerzen nehmen oft innerhalb kurzer Zeit zu, können mehrere Stunden anhalten und später wieder abklingen. Häufig gehen sie mit Übelkeit und Erbrechen einher. Die Schmerzen können in den Rücken oder die rechte Schulter ausstrahlen. Manche Betroffene berichten außerdem über Beschwerden wie Völlegefühl, Blähungen oder Sodbrennen. Zwischen einzelnen Schmerzanfällen fühlen sich die Betroffenen meist wieder beschwerdefrei.
Folgen/Komplikationen
Wenn ein Gallenstein einen Gallengang dauerhaft blockiert, kann sich die Gallenblase entzünden. Eine solche Entzündung kann Fieber und starke Schmerzen verursachen und wird als akute Cholezystitis bezeichnet. Auch bakterielle Infektionen können entstehen und sich im Körper ausbreiten. In manchen Fällen können sich Eiteransammlungen in der Leber bilden oder es kommt zu einer Blutvergiftung. Blockiert ein Stein den gemeinsamen Ausführungsgang von Galle und Bauchspeicheldrüse, kann zudem eine Entzündung der Bauchspeicheldrüse entstehen. Bleibt ein Gallengang über einen längeren Zeitraum verschlossen, führt dies mitunter zu einer Gelbsucht.
Ursachen/Risikofaktoren
Gallensteine entstehen, wenn sich Bestandteile der Galle verändern und sich feste Kristalle bilden. Häufig liegt dies daran, dass die Leber zu viel Cholesterin in die Gallenflüssigkeit abgibt, sodass sich daraus feste Ablagerungen bilden können. Zu den bekannten Risikofaktoren gehören unter anderem:
- höheres Lebensalter
- weibliches Geschlecht
- Übergewicht
- eine familiäre Veranlagung
- schneller Gewichtsverlust
- Schwangerschaft
- Fettstoffwechselstörungen
- Medikamente, wie zum Beispiel hormonelle Verhütungsmittel (Pille) oder Östrogenpräparate
Das kann helfen
Das macht der Arzt: Wenn Beschwerden auftreten oder Komplikationen vermutet werden, wird zunächst meist eine Ultraschalluntersuchung durchgeführt. Schmerzmittel wie Ibuprofen können akute Schmerzen eindämmen. Eine Behandlung ist vor allem dann erforderlich, wenn wiederkehrende Schmerzen oder Komplikationen auftreten. In solchen Fällen wird häufig die Gallenblase operativ entfernt.
Das kann man selbst tun: Wenn keine Beschwerden bestehen, ist in der Regel keine Behandlung nötig. Eine vollwertige, ballaststoffreiche Ernährung und die Vermeidung von Übergewicht reduziert das Risiko von Gallensteinen.
Bearbeitungsstand: 01.04.2026
Quellenangaben:
Brunkhorst, Schölmerich, Differenzialdiagnostik und Differenzialtherapie, Elsevier (Urban & Fischer), (2010), 1. Auflage - Thieme, Thiemes Altenpflege in Lernfeldern, Thieme, (2008) - Herold, Innere Medizin, Herold, (2011)
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Leberzirrhose
Was ist das? - Definition Leberzirrhose ist eine chronische Erkrankung, bei der gesundes Lebergewebe nach und nach durch funktionsloses Narbengewebe ersetzt wird. Dadurch verliert die Leber zunehmend ihre Fähigkeit, wichtige Aufgaben für die Entgiftung und den Stoffwechsel zu erfüllen.
Krankheitsbild
Bei einer Leberzirrhose wird die Leber dauerhaft geschädigt. Das Organ verhärtet sich und kann Blut und Stoffwechselprodukte nicht mehr richtig verarbeiten. Die Erkrankung entwickelt sich meist über viele Jahre. Anfangs bemerken Betroffene oft wenig, später treten deutliche Beschwerden auf. Die Leber kann sich nicht mehr vollständig erholen, weshalb eine frühzeitige Behandlung wichtig ist.
Symptome/Verlauf
Zu Beginn sind die Symptome oft unspezifisch. Mit zunehmender Schädigung treten deutliche Beschwerden auf. Der Verlauf ist meist fortschreitend. Häufige Merkmale sind:
- Müdigkeit und Leistungsabfall
- Druck oder Schmerzen im rechten Oberbauch
- Juckreiz und Hautveränderungen
- Wasseransammlungen im Bauch oder in den Beinen
- Blutungsneigung
Folgen/Komplikationen
Unbehandelt kann die Leberzirrhose zu schweren Komplikationen führen. Dazu gehören Blutungen aus erweiterten Venen im Verdauungstrakt, schwere Infektionen oder eine Störung der Gehirnfunktion durch Giftstoffe im Blut. Auch das Risiko für Leberkrebs steigt deutlich. Im fortgeschrittenen Stadium kann die Leber ihre Aufgaben kaum noch erfüllen, was lebensbedrohlich werden kann.
Ursachen/Risikofaktoren
Häufige Ursachen sind langjähriger Alkoholkonsum oder chronische Leberentzündungen. Auch Stoffwechselerkrankungen oder bestimmte Medikamente können die Leber schädigen. Risikofaktoren sind Übergewicht, Diabetes und eine dauerhaft ungesunde Lebensweise. Je länger die Leber belastet wird, desto höher ist das Risiko für eine dauerhafte Schädigung.
Das kann helfen
Das macht der Arzt: Er kann mögliche Ursachen behandeln, Komplikationen überwachen und bei Bedarf bestimmte Medikamente einsetzen, die Beschwerden lindern.
Das kann man selbst tun: Alkohol strikt meiden und auf eine leberfreundliche Lebensweise achten. Grenzen bestehen, wenn schwere Komplikationen auftreten oder die Leberfunktion stark eingeschränkt ist. Dann ist ärztliche Hilfe unbedingt notwendig.
Bearbeitungsstand: 07.01.2026
Quellenangaben:
Brunkhorst, Schölmerich, Differenzialdiagnostik und Differenzialtherapie, Elsevier (Urban & Fischer), (2010), 1. Auflage - Herold, Innere Medizin, Herold, (2011)
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Mukoviszidose
Was ist das? - Definition Mukoviszidose ist eine angeborene Erkrankung bei, der ein zäher Schleim in verschiedenen Organen entsteht. Vor allem Lunge und Verdauungssystem sind betroffen. Der Schleim behindert die Atmung und die Aufnahme von Nährstoffen. Die Krankheit beginnt meist im Kindesalter und begleitet Betroffene lebenslang. Eine frühe Behandlung kann Beschwerden lindern und Komplikationen verzögern.
Krankheitsbild
Bei der Mukoviszidose arbeitet das sogenannte CFTR-Protein fehlerhaft. Diese angeborene genetische Veränderung führt dazu, dass dieses Protein entweder falsch gefaltet wird, gar nicht erst hergestellt wird oder zwar entsteht, aber nicht richtig an die Zelloberfläche gelangt. Dadurch kann der Körper Salz und Wasser nicht normal transportieren, was letztlich den zähen Schleim verursacht, der für Mukoviszidose verantwortlich ist. Die Erkrankung verläuft chronisch und zeigt sich in unterschiedlichen Schweregraden.
Symptome/Verlauf
Typische Beschwerden entwickeln sich meist schleichend. Häufige Anzeichen sind anhaltender Husten wiederkehrende Infekte und Probleme bei der Verdauung. Viele Betroffene nehmen als Kinder und Jugendliche schlecht zu oder bleiben im Wachstum zurück. Im Verlauf kann die Lungenfunktion zunehmend eingeschränkt sein. Zu den wichtigen Symptomen zählen:
- Husten mit zähem Schleim
- Häufige Atemwegsinfekte
- Bauchschmerzen und fettige Stühle
- Müdigkeit und verringerte Belastbarkeit
Folgen/Komplikationen
Unbehandelt kann die Erkrankung zu schweren Lungenschäden führen. Wiederkehrende Infektionen belasten das Gewebe und können Atemnot verursachen. Auch die Verdauung bleibt beeinträchtigt, was zu Mangelernährung führt. Im späteren Verlauf können Diabetes, Leberprobleme oder Knochenschwäche auftreten. Die Lebensqualität hängt stark davon ab, wie gut sich die Erkrankung kontrollieren lässt.
Ursachen/Risikofaktoren
Mukoviszidose entsteht durch eine genetische Veränderung, die von beiden Elternteilen vererbt wird. Risikofaktoren im üblichen Sinn gibt es daher nicht. Die Erkrankung tritt nur auf, wenn das veränderte Gen doppelt, also von beiden Elternteilen, vorliegt. Sie ist nicht ansteckend und entsteht unabhängig von Lebensstil oder Umwelt.
Das kann helfen
Das macht der Arzt: Im Zentrum der aktuellen Therapie stehen sogenannte CFTR-Modulatoren. Diese Medikamente setzen direkt am fehlerhaften CFTR-Protein an, das bei Mukoviszidose nicht richtig arbeitet. Zur klassischen Behandlung zählen Atemtherapie, Medikamente aus Gruppen wie Schleimlösern und entzündungshemmenden Mitteln sowie Enzyme für die Verdauung.
Das kann man selbst tun: Regelmäßige Atemübungen durchführen und auf eine ausgewogene Ernährung achten. Grenzen bestehen, wenn Atemnot zunimmt, Fieber auftritt oder Infekte nicht abklingen. Dann ist ärztliche Hilfe unbedingt nötig.
Bearbeitungsstand: 20.03.2026
Quellenangaben:
Thews, Mutschler, Vaupel, Anatomie, Physiologie und Pathophysiologie des Menschen, WVG, (2007), 5. Aufl. - Gerlach, Wagner, Wirth, Innere Medizin für Pflegeberufe, Thieme, (2006), 5. Aufl. - Gruber, Christoph; Gruber Sarah, Pädiatrie, Elsevier (Urban & Fischer), (2010), 2. Auflage - Herold, Innere Medizin, Herold, (2011)
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Suspension — verschreibungspflichtig.
Detaillierte Anwendungshinweise, Dosierung, Nebenwirkungen und Wechselwirkungen finden Sie unten in den Registerkarten. Beachten Sie stets die Packungsbeilage. Bei Unklarheiten fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.
- PZN:
- 19065858
- Darreichungsform:
- Suspension (Saft)
- Packungsgröße:
- 250 ml
- Wirkstoffstärke:
- 250 mg
- Marke:
- URSOFALK
- Hersteller:
- EMRA-MED Arzneimittel GmbH
Rechtlicher Status
Verantwortlicher Wirtschaftsakteur gemäß EU-Verordnung 2023/988
GPSRAnwendungshinweise
Die Gesamtdosis sollte nicht ohne Rücksprache mit einem Arzt oder Apotheker überschritten werden.
Art der Anwendung?
Nehmen Sie das Arzneimittel ein. Vor Gebrauch gut schütteln.
Dauer der Anwendung?
Die Anwendungsdauer richtet sich nach Art der Beschwerde und/oder Dauer der Erkrankung und wird deshalb nur von Ihrem Arzt bestimmt. Die allgemeine Behandlungsdauer zur Auflösung von Gallensteinen aus Cholesterin beträgt 6-24 Monate. Bei einer Autoimmunerkrankung der Leber ist die Anwendungsdauer zeitlich nicht begrenzt; das Arzneimittel kann längerfristig angewendet werden.
Überdosierung?
Es kann zu Überdosierungserscheinungen wie Durchfall kommen. Setzen Sie sich bei dem Verdacht auf eine Überdosierung umgehend mit einem Arzt in Verbindung.
Generell gilt: Achten Sie vor allem bei Säuglingen, Kleinkindern und älteren Menschen auf eine gewissenhafte Dosierung. Im Zweifelsfalle fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker nach etwaigen Auswirkungen oder Vorsichtsmaßnahmen.
Eine vom Arzt verordnete Dosierung kann von den Angaben der Packungsbeilage abweichen. Da der Arzt sie individuell abstimmt, sollten Sie das Arzneimittel daher nach seinen Anweisungen anwenden.
Dosierung
Folgende Dosierungsempfehlungen werden gegeben - die Dosierung für Ihre spezielle Erkrankung besprechen Sie am besten mit Ihrem Arzt.
Lassen Sie sich dazu von Ihrem Arzt oder Apotheker beraten.
Zur Auflösung von Gallensteinen aus Cholesterin:
Das Arzneimittel wird von Ihrem Arzt entsprechend dem Körpergewicht dosiert. Folgende Orientierungshilfen werden gegeben:
Zur Behandlung einer Autoimmunerkrankung der Leber (in den ersten 3. Behandlungsmonaten):
Das Arzneimittel wird von Ihrem Arzt entsprechend dem Körpergewicht dosiert. Folgende Orientierungshilfen werden gegeben:
Zur Behandlung einer Autoimmunerkrankung der Leber (ab dem 4. Behandlungsmonat):
Das Arzneimittel wird von Ihrem Arzt entsprechend dem Körpergewicht dosiert. Folgende Orientierungshilfen werden gegeben:
Beim verstärkten Auftreten von Beschwerden bei Behandlungsbeginn sollte die Dosis nach ärztlicher Absprache zunächst reduziert werden. Danach sollte die Dosis schrittweise wieder erhöht werden.
Zur Behandlung einer Leber-Gallenstörung bei der erblichen Stoffwechselerkrankung Mukoviszidose:
Das Arzneimittel wird von Ihrem Arzt entsprechend dem Körpergewicht dosiert. Folgende Orientierungshilfen werden gegeben:
Unter ärztlicher Aufsicht kann die Dosis erhöht werden.
Dosierhilfe: Dem Arzneimittel liegt für eine korrekte Dosierung ein Messbehältnis bei. Für Dosierungen unter 1,25 ml verwenden Sie eine Einmalspritze (2 ml).
Anwendungsgebiete
- Auflösung von Gallensteinen aus Cholesterin
- Autoimmunerkrankung der Leber (primäre biliäre Zirrhose)
- Leber-Gallenstörung bei der erblichen Stoffwechselerkrankung Mukoviszidose
Detaillierte Dosierung
Personenkreis: Patienten mit 5-7kg Körpergewicht, Einzeldosis: 1,25ml, Gesamtdosis: 1-mal täglich, Zeitpunkt: abends, vor dem Schlafengehen
Personenkreis: Patienten mit 8-12kg Körpergewicht, Einzeldosis: 2,5ml, Gesamtdosis: 1-mal täglich, Zeitpunkt: abends, vor dem Schlafengehen
Personenkreis: Patienten mit 13-18kg Körpergewicht, Einzeldosis: 3,75ml, Gesamtdosis: 1-mal täglich, Zeitpunkt: abends, vor dem Schlafengehen
Personenkreis: Patienten mit 19-25kg Körpergewicht, Einzeldosis: 5ml, Gesamtdosis: 1-mal täglich, Zeitpunkt: abends, vor dem Schlafengehen
Personenkreis: Patienten mit 26-35kg Körpergewicht, Einzeldosis: 7,5ml, Gesamtdosis: 1-mal täglich, Zeitpunkt: abends, vor dem Schlafengehen
Personenkreis: Patienten mit 36-50kg Körpergewicht, Einzeldosis: 10ml, Gesamtdosis: 1-mal täglich, Zeitpunkt: abends, vor dem Schlafengehen
Personenkreis: Patienten mit 51-65kg Körpergewicht, Einzeldosis: 12,5ml, Gesamtdosis: 1-mal täglich, Zeitpunkt: abends, vor dem Schlafengehen
Personenkreis: Patienten mit 66-80kg Körpergewicht, Einzeldosis: 15ml, Gesamtdosis: 1-mal täglich, Zeitpunkt: abends, vor dem Schlafengehen
Personenkreis: Patienten mit 81-100kg Körpergewicht, Einzeldosis: 20ml, Gesamtdosis: 1-mal täglich, Zeitpunkt: abends, vor dem Schlafengehen
Personenkreis: Patienten über 100kg Körpergewicht, Einzeldosis: 25ml, Gesamtdosis: 1-mal täglich, Zeitpunkt: abends, vor dem Schlafengehen
Personenkreis: Patienten mit 8-11kg Körpergewicht, Einzeldosis: 1,25ml, Gesamtdosis: 2-mal täglich, Zeitpunkt: mittags und abends
Personenkreis: Patienten mit 12-15kg Körpergewicht, Einzeldosis: 1,25ml, Gesamtdosis: 3-mal täglich, Zeitpunkt: morgens, mittags und abends
Personenkreis: Patienten mit 16-19kg Körpergewicht, Einzeldosis: 2,5ml, Gesamtdosis: 2-mal täglich, Zeitpunkt: morgens und abends
Personenkreis: Patienten mit 20-23kg Körpergewicht, Einzeldosis: 1,25ml morgens, 2,5ml mittags, 2,5ml abends, Gesamtdosis: 3-mal täglich, Zeitpunkt: morgens, mittags und abends
Personenkreis: Patienten mit 24-27kg Körpergewicht, Einzeldosis: 2,5ml, Gesamtdosis: 3-mal täglich, Zeitpunkt: morgens, mittags und abends
Personenkreis: Patienten mit 28-31kg Körpergewicht, Einzeldosis: 1,25ml morgens, 2,5ml mittags, 5ml abends, Gesamtdosis: 3-mal täglich, Zeitpunkt: morgens, mittags und abends
Personenkreis: Patienten mit 32-39kg Körpergewicht, Einzeldosis: 2,5ml morgens, 2,5ml mittags, 5ml abends, Gesamtdosis: 3-mal täglich, Zeitpunkt: morgens, mittags und abends
Personenkreis: Patienten mit 40-47kg Körpergewicht, Einzeldosis: 2,5ml morgens, 5ml mittags, 5ml abends, Gesamtdosis: 3-mal täglich, Zeitpunkt: morgens, mittags und abends
Personenkreis: Patienten mit 48-62kg Körpergewicht, Einzeldosis: 5ml, Gesamtdosis: 3-mal täglich, Zeitpunkt: morgens, mittags und abends
Personenkreis: Patienten mit 63-80kg Körpergewicht, Einzeldosis: 5ml morgens, 5ml mittags, 10ml abends, Gesamtdosis: 3-mal täglich, Zeitpunkt: morgens, mittags und abends
Personenkreis: Patienten mit 81-95kg Körpergewicht, Einzeldosis: 5ml morgens, 10ml mittags, 10ml abends, Gesamtdosis: 3-mal täglich, Zeitpunkt: morgens, mittags und abends
Personenkreis: Patienten mit 96-115kg Körpergewicht, Einzeldosis: 10ml, Gesamtdosis: 3-mal täglich, Zeitpunkt: morgens, mittags und abends
Personenkreis: Patienten über 115kg Körpergewicht, Einzeldosis: 10ml morgens, 10ml mittags, 15ml abends, Gesamtdosis: 3-mal täglich, Zeitpunkt: morgens, mittags und abends
Personenkreis: Patienten mit 8-11kg Körpergewicht, Einzeldosis: 2,5ml, Gesamtdosis: 1-mal täglich, Zeitpunkt: abends
Personenkreis: Patienten mit 12-15kg Körpergewicht, Einzeldosis: 3,75ml, Gesamtdosis: 1-mal täglich, Zeitpunkt: abends
Personenkreis: Patienten mit 16-19kg Körpergewicht, Einzeldosis: 5ml, Gesamtdosis: 1-mal täglich, Zeitpunkt: abends
Personenkreis: Patienten mit 20-23kg Körpergewicht, Einzeldosis: 6,25ml, Gesamtdosis: 1-mal täglich, Zeitpunkt: abends
Personenkreis: Patienten mit 24-27kg Körpergewicht, Einzeldosis: 7,5ml, Gesamtdosis: 1-mal täglich, Zeitpunkt: abends
Personenkreis: Patienten mit 28-31kg Körpergewicht, Einzeldosis: 8,75ml, Gesamtdosis: 1-mal täglich, Zeitpunkt: abends
Personenkreis: Patienten mit 32-39kg Körpergewicht, Einzeldosis: 10ml, Gesamtdosis: 1-mal täglich, Zeitpunkt: abends
Personenkreis: Patienten mit 40-47kg Körpergewicht, Einzeldosis: 12,5ml, Gesamtdosis: 1-mal täglich, Zeitpunkt: abends
Personenkreis: Patienten mit 48-62kg Körpergewicht, Einzeldosis: 15ml, Gesamtdosis: 1-mal täglich, Zeitpunkt: abends
Personenkreis: Patienten mit 63-80kg Körpergewicht, Einzeldosis: 20ml, Gesamtdosis: 1-mal täglich, Zeitpunkt: abends
Personenkreis: Patienten mit 81-95kg Körpergewicht, Einzeldosis: 25ml, Gesamtdosis: 1-mal täglich, Zeitpunkt: abends
Personenkreis: Patienten mit 96-115kg Körpergewicht, Einzeldosis: 30ml, Gesamtdosis: 1-mal täglich, Zeitpunkt: abends
Personenkreis: Patienten über 115kg Körpergewicht, Einzeldosis: 35ml, Gesamtdosis: 1-mal täglich, Zeitpunkt: abends
Personenkreis: Kinder und Jugendliche von 1 Monat bis unter 18 Jahren mit 4kg Körpergewicht, Einzeldosis: 0,8ml, Gesamtdosis: 2-mal täglich, Zeitpunkt: morgens und abends
Personenkreis: Kinder und Jugendliche von 1 Monat bis unter 18 Jahren mit 4,5kg Körpergewicht, Einzeldosis: 0,9ml, Gesamtdosis: 2-mal täglich, Zeitpunkt: morgens und abends
Personenkreis: Kinder und Jugendliche von 1 Monat bis unter 18 Jahren mit 5kg Körpergewicht, Einzeldosis: 1ml, Gesamtdosis: 2-mal täglich, Zeitpunkt: morgens und abends
Personenkreis: Kinder und Jugendliche von 1 Monat bis unter 18 Jahren mit 5,5kg Körpergewicht, Einzeldosis: 1,1ml, Gesamtdosis: 2-mal täglich, Zeitpunkt: morgens und abends
Personenkreis: Kinder und Jugendliche von 1 Monat bis unter 18 Jahren mit 6kg Körpergewicht, Einzeldosis: 1,2ml, Gesamtdosis: 2-mal täglich, Zeitpunkt: morgens und abends
Personenkreis: Kinder und Jugendliche von 1 Monat bis unter 18 Jahren mit 6,5kg Körpergewicht, Einzeldosis: 1,3ml, Gesamtdosis: 2-mal täglich, Zeitpunkt: morgens und abends
Personenkreis: Kinder und Jugendliche von 1 Monat bis unter 18 Jahren mit 7kg Körpergewicht, Einzeldosis: 1,4ml, Gesamtdosis: 2-mal täglich, Zeitpunkt: morgens und abends
Personenkreis: Kinder und Jugendliche von 1 Monat bis unter 18 Jahren mit 7,5kg Körpergewicht, Einzeldosis: 1,5ml, Gesamtdosis: 2-mal täglich, Zeitpunkt: morgens und abends
Personenkreis: Kinder und Jugendliche von 1 Monat bis unter 18 Jahren mit 8kg Körpergewicht, Einzeldosis: 1,6ml, Gesamtdosis: 2-mal täglich, Zeitpunkt: morgens und abends
Personenkreis: Kinder und Jugendliche von 1 Monat bis unter 18 Jahren mit 8,5kg Körpergewicht, Einzeldosis: 1,7ml, Gesamtdosis: 2-mal täglich, Zeitpunkt: morgens und abends
Personenkreis: Kinder und Jugendliche von 1 Monat bis unter 18 Jahren mit 9kg Körpergewicht, Einzeldosis: 1,8ml, Gesamtdosis: 2-mal täglich, Zeitpunkt: morgens und abends
Personenkreis: Kinder und Jugendliche von 1 Monat bis unter 18 Jahren mit 9,5kg Körpergewicht, Einzeldosis: 1,9ml, Gesamtdosis: 2-mal täglich, Zeitpunkt: morgens und abends
Personenkreis: Kinder und Jugendliche von 1 Monat bis unter 18 Jahren mit 10kg Körpergewicht, Einzeldosis: 2ml, Gesamtdosis: 2-mal täglich, Zeitpunkt: morgens und abends
Personenkreis: Kinder und Jugendliche von 1 Monat bis unter 18 Jahren mit 11-12kg Körpergewicht, Einzeldosis: 2,5ml, Gesamtdosis: 2-mal täglich, Zeitpunkt: morgens und abends
Personenkreis: Kinder und Jugendliche von 1 Monat bis unter 18 Jahren mit 13-15kg Körpergewicht, Einzeldosis: 2,5ml morgens, 3,75ml abends, Gesamtdosis: 2-mal täglich, Zeitpunkt: morgens und abends
Personenkreis: Kinder und Jugendliche von 1 Monat bis unter 18 Jahren mit 16-18kg Körpergewicht, Einzeldosis: 3,75ml, Gesamtdosis: 2-mal täglich, Zeitpunkt: morgens und abends
Personenkreis: Kinder und Jugendliche von 1 Monat bis unter 18 Jahren mit 19-21kg Körpergewicht, Einzeldosis: 3,75ml morgens, 5ml abends, Gesamtdosis: 2-mal täglich, Zeitpunkt: morgens und abends
Personenkreis: Kinder und Jugendliche von 1 Monat bis unter 18 Jahren mit 22-23kg Körpergewicht, Einzeldosis: 5ml, Gesamtdosis: 2-mal täglich, Zeitpunkt: morgens und abends
Personenkreis: Kinder und Jugendliche von 1 Monat bis unter 18 Jahren mit 24-26kg Körpergewicht, Einzeldosis: 5ml morgens, 6,25ml abends, Gesamtdosis: 2-mal täglich, Zeitpunkt: morgens und abends
Personenkreis: Kinder und Jugendliche von 1 Monat bis unter 18 Jahren mit 27-29kg Körpergewicht, Einzeldosis: 6,25ml, Gesamtdosis: 2-mal täglich, Zeitpunkt: morgens und abends
Personenkreis: Kinder und Jugendliche von 1 Monat bis unter 18 Jahren mit 30-32kg Körpergewicht, Einzeldosis: 6,25ml morgens, 7,5ml abends, Gesamtdosis: 2-mal täglich, Zeitpunkt: morgens und abends
Personenkreis: Kinder und Jugendliche von 1 Monat bis unter 18 Jahren mit 33-35kg Körpergewicht, Einzeldosis: 7,5ml, Gesamtdosis: 2-mal täglich, Zeitpunkt: morgens und abends
Personenkreis: Kinder und Jugendliche von 1 Monat bis unter 18 Jahren mit 36-38kg Körpergewicht, Einzeldosis: 7,5ml morgens, 8,75ml abends, Gesamtdosis: 2-mal täglich, Zeitpunkt: morgens und abends
Personenkreis: Kinder und Jugendliche von 1 Monat bis unter 18 Jahren mit 39-41kg Körpergewicht, Einzeldosis: 8,75ml, Gesamtdosis: 2-mal täglich, Zeitpunkt: morgens und abends
Personenkreis: Kinder und Jugendliche von 1 Monat bis unter 18 Jahren mit 42-47kg Körpergewicht, Einzeldosis: 8,75ml morgens, 10ml abends, Gesamtdosis: 2-mal täglich, Zeitpunkt: morgens und abends
Personenkreis: Kinder und Jugendliche von 1 Monat bis unter 18 Jahren mit 48-56kg Körpergewicht, Einzeldosis: 11,25ml, Gesamtdosis: 2-mal täglich, Zeitpunkt: morgens und abends
Personenkreis: Kinder und Jugendliche von 1 Monat bis unter 18 Jahren mit 57-68kg Körpergewicht, Einzeldosis: 13,75ml, Gesamtdosis: 2-mal täglich, Zeitpunkt: morgens und abends
Personenkreis: Kinder und Jugendliche von 1 Monat bis unter 18 Jahren mit 69-81kg Körpergewicht, Einzeldosis: 16,25ml, Gesamtdosis: 2-mal täglich, Zeitpunkt: morgens und abends
Personenkreis: Kinder und Jugendliche von 1 Monat bis unter 18 Jahren mit 82-100kg Körpergewicht, Einzeldosis: 20ml, Gesamtdosis: 2-mal täglich, Zeitpunkt: morgens und abends
Personenkreis: Kinder und Jugendliche von 1 Monat bis unter 18 Jahren über 100kg Körpergewicht, Einzeldosis: 22,5ml, Gesamtdosis: 2-mal täglich, Zeitpunkt: morgens und abends
Wirkstoff
Wirkungsweise
Wie wirkt der Inhaltsstoff des Arzneimittels?
Der Wirkstoff Ursodeoxycholsäure ist eine in geringen Mengen auch natürlich im Körper vorkommende Gallensäure. Sie hemmt einerseits die Aufnahme von Cholesterin aus dem Darm, andererseits die Abgabe von Cholesterin aus den Leberzellen in die Gallenflüssigkeit. Zudem hat der Wirkstoff einen zellschützenden Effekt, der chronische Entzündungsreaktionen hemmt. Er wirkt im Magen der Zerstörung von Schleimhautzellen, in der Leber von Leberzellen entgegen. Der Schutzeffekt beruht vermutlich auf einem Austausch von fettlöslichen, giftigen Gallensäuren gegen die wasserlösliche, ungiftige Ursodeoxycholsäure.
Nebenwirkungen
Welche unerwünschten Wirkungen können auftreten?
- Weicher Stuhl
- Durchfall
Bemerken Sie eine Befindlichkeitsstörung oder Veränderung während der Behandlung, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Für die Information an dieser Stelle werden vor allem Nebenwirkungen berücksichtigt, die bei mindestens einem von 1.000 behandelten Patienten auftreten.
Gegenanzeigen
Was spricht gegen eine Anwendung?
- Überempfindlichkeit gegen die Inhaltsstoffe
- Akute Gallenblasenentzündung
- Akute Gallenwegsentzündung
- Gallenwegsverschluss
- Häufig auftretende Spasmen der Gallenblase
- Röntgendichte Gallensteine mit Kalkschicht überzogen aus Cholesterin
- Eingeschränkte Kontraktionsfähigkeit der Gallenblase
- Fehlende Wiederherstellung eines normalen Gallenabflusses bei Kindern mit Verschluss der Gallenwege nach Operation
Welche Altersgruppe ist zu beachten?
- Erwachsene: In dieser Altersgruppe sollte das Arzneimittel nur bei bestimmten Anwendungsgebieten eingesetzt werden. Fragen Sie hierzu Ihren Arzt oder Apotheker.
Was ist mit Schwangerschaft und Stillzeit?
- Schwangerschaft: Wenden Sie sich an Ihren Arzt. Es spielen verschiedene Überlegungen eine Rolle, ob und wie das Arzneimittel in der Schwangerschaft angewendet werden kann.
- Stillzeit: Es gibt nach derzeitigen Erkenntnissen keine Hinweise darauf, dass das Arzneimittel während der Stillzeit nicht angewendet werden darf.
Ist Ihnen das Arzneimittel trotz einer Gegenanzeige verordnet worden, sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker. Der therapeutische Nutzen kann höher sein, als das Risiko, das die Anwendung bei einer Gegenanzeige in sich birgt.
Lagerungsanforderungen
Bestellinformationen
- Mindestbestellmenge:
- 1
- Import/Reimport:
- Ja
Aufbewahrung
Aufbewahrung
Das Arzneimittel darf nach Anbruch/Zubereitung höchstens 4 Monate verwendet werden!
Das Arzneimittel muss nach Anbruch/Zubereitung bei Raumtemperatur aufbewahrt werden!
Wichtige Hinweise
Was sollten Sie beachten?
- Bei Frauen im gebärfähigen Alter sind während und unter Umständen auch eine zeitlang nach der Therapie wirksame Verhütungsmethoden erforderlich. Sprechen Sie hierzu Ihren Arzt oder Apotheker an.
- Vor Beginn der Behandlung sollte ein Schwangerschaftstest durchgeführt werden.
- Während der Behandlung sind geeignete schwangerschaftsverhütende Maßnahmen durchzuführen.
- Vorsicht bei Allergie gegen Bindemittel (z.B. Carboxymethylcellulose mit der E-Nummer E 466)!
- Vorsicht bei Allergie gegen das Süßungsmittel Cyclamat (E-Nummer E 952)!
- Es kann Arzneimittel geben, mit denen Wechselwirkungen auftreten. Sie sollten deswegen generell vor der Behandlung mit einem neuen Arzneimittel jedes andere, das Sie bereits anwenden, dem Arzt oder Apotheker angeben. Das gilt auch für Arzneimittel, die Sie selbst kaufen, nur gelegentlich anwenden oder deren Anwendung schon einige Zeit zurückliegt.
Gallensteine
Was ist das? - Definition Gallensteine entstehen, wenn sich Bestandteile der Galle, vor allem Cholesterin oder der Gallenfarbstoff Bilirubin, zu Kristallen zusammenlagern. Viele Gallensteine verursachen keine Beschwerden, können aber Schmerzen und Komplikationen auslösen, wenn sie einen Gallengang blockieren.
Krankheitsbild
Die Gallensteinerkrankung (Cholelithiasis) ist die häufigste Erkrankung der Gallenwege. Gallensteine bilden sich aus Bestandteilen der Gallenflüssigkeit. Sie entstehen meist in der Gallenblase, können aber auch in den Gallengängen auftreten. Häufig bestehen sie überwiegend aus Cholesterin, seltener handelt es sich um Steine aus Kalzium und Bilirubin. Bleiben die Steine in der Gallenblase, verursachen sie häufig keine Beschwerden. Erst, wenn sie einen Gallengang verstopfen, kommt es in der Regel zu sehr schmerzhaften Koliken.
Symptome/Verlauf
In vielen Fällen bleiben Gallensteine lange unbemerkt. Wenn Beschwerden auftreten, entstehen sie meist dadurch, dass ein Stein einen Gallengang blockiert. Dann kann es zu krampfartigen Schmerzen im rechten Oberbauch kommen, die als Gallenkolik bezeichnet werden. Die Schmerzen nehmen oft innerhalb kurzer Zeit zu, können mehrere Stunden anhalten und später wieder abklingen. Häufig gehen sie mit Übelkeit und Erbrechen einher. Die Schmerzen können in den Rücken oder die rechte Schulter ausstrahlen. Manche Betroffene berichten außerdem über Beschwerden wie Völlegefühl, Blähungen oder Sodbrennen. Zwischen einzelnen Schmerzanfällen fühlen sich die Betroffenen meist wieder beschwerdefrei.
Folgen/Komplikationen
Wenn ein Gallenstein einen Gallengang dauerhaft blockiert, kann sich die Gallenblase entzünden. Eine solche Entzündung kann Fieber und starke Schmerzen verursachen und wird als akute Cholezystitis bezeichnet. Auch bakterielle Infektionen können entstehen und sich im Körper ausbreiten. In manchen Fällen können sich Eiteransammlungen in der Leber bilden oder es kommt zu einer Blutvergiftung. Blockiert ein Stein den gemeinsamen Ausführungsgang von Galle und Bauchspeicheldrüse, kann zudem eine Entzündung der Bauchspeicheldrüse entstehen. Bleibt ein Gallengang über einen längeren Zeitraum verschlossen, führt dies mitunter zu einer Gelbsucht.
Ursachen/Risikofaktoren
Gallensteine entstehen, wenn sich Bestandteile der Galle verändern und sich feste Kristalle bilden. Häufig liegt dies daran, dass die Leber zu viel Cholesterin in die Gallenflüssigkeit abgibt, sodass sich daraus feste Ablagerungen bilden können. Zu den bekannten Risikofaktoren gehören unter anderem:
- höheres Lebensalter
- weibliches Geschlecht
- Übergewicht
- eine familiäre Veranlagung
- schneller Gewichtsverlust
- Schwangerschaft
- Fettstoffwechselstörungen
- Medikamente, wie zum Beispiel hormonelle Verhütungsmittel (Pille) oder Östrogenpräparate
Das kann helfen
Das macht der Arzt: Wenn Beschwerden auftreten oder Komplikationen vermutet werden, wird zunächst meist eine Ultraschalluntersuchung durchgeführt. Schmerzmittel wie Ibuprofen können akute Schmerzen eindämmen. Eine Behandlung ist vor allem dann erforderlich, wenn wiederkehrende Schmerzen oder Komplikationen auftreten. In solchen Fällen wird häufig die Gallenblase operativ entfernt.
Das kann man selbst tun: Wenn keine Beschwerden bestehen, ist in der Regel keine Behandlung nötig. Eine vollwertige, ballaststoffreiche Ernährung und die Vermeidung von Übergewicht reduziert das Risiko von Gallensteinen.
Bearbeitungsstand: 01.04.2026
Quellenangaben:
Brunkhorst, Schölmerich, Differenzialdiagnostik und Differenzialtherapie, Elsevier (Urban & Fischer), (2010), 1. Auflage - Thieme, Thiemes Altenpflege in Lernfeldern, Thieme, (2008) - Herold, Innere Medizin, Herold, (2011)
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Leberzirrhose
Was ist das? - Definition Leberzirrhose ist eine chronische Erkrankung, bei der gesundes Lebergewebe nach und nach durch funktionsloses Narbengewebe ersetzt wird. Dadurch verliert die Leber zunehmend ihre Fähigkeit, wichtige Aufgaben für die Entgiftung und den Stoffwechsel zu erfüllen.
Krankheitsbild
Bei einer Leberzirrhose wird die Leber dauerhaft geschädigt. Das Organ verhärtet sich und kann Blut und Stoffwechselprodukte nicht mehr richtig verarbeiten. Die Erkrankung entwickelt sich meist über viele Jahre. Anfangs bemerken Betroffene oft wenig, später treten deutliche Beschwerden auf. Die Leber kann sich nicht mehr vollständig erholen, weshalb eine frühzeitige Behandlung wichtig ist.
Symptome/Verlauf
Zu Beginn sind die Symptome oft unspezifisch. Mit zunehmender Schädigung treten deutliche Beschwerden auf. Der Verlauf ist meist fortschreitend. Häufige Merkmale sind:
- Müdigkeit und Leistungsabfall
- Druck oder Schmerzen im rechten Oberbauch
- Juckreiz und Hautveränderungen
- Wasseransammlungen im Bauch oder in den Beinen
- Blutungsneigung
Folgen/Komplikationen
Unbehandelt kann die Leberzirrhose zu schweren Komplikationen führen. Dazu gehören Blutungen aus erweiterten Venen im Verdauungstrakt, schwere Infektionen oder eine Störung der Gehirnfunktion durch Giftstoffe im Blut. Auch das Risiko für Leberkrebs steigt deutlich. Im fortgeschrittenen Stadium kann die Leber ihre Aufgaben kaum noch erfüllen, was lebensbedrohlich werden kann.
Ursachen/Risikofaktoren
Häufige Ursachen sind langjähriger Alkoholkonsum oder chronische Leberentzündungen. Auch Stoffwechselerkrankungen oder bestimmte Medikamente können die Leber schädigen. Risikofaktoren sind Übergewicht, Diabetes und eine dauerhaft ungesunde Lebensweise. Je länger die Leber belastet wird, desto höher ist das Risiko für eine dauerhafte Schädigung.
Das kann helfen
Das macht der Arzt: Er kann mögliche Ursachen behandeln, Komplikationen überwachen und bei Bedarf bestimmte Medikamente einsetzen, die Beschwerden lindern.
Das kann man selbst tun: Alkohol strikt meiden und auf eine leberfreundliche Lebensweise achten. Grenzen bestehen, wenn schwere Komplikationen auftreten oder die Leberfunktion stark eingeschränkt ist. Dann ist ärztliche Hilfe unbedingt notwendig.
Bearbeitungsstand: 07.01.2026
Quellenangaben:
Brunkhorst, Schölmerich, Differenzialdiagnostik und Differenzialtherapie, Elsevier (Urban & Fischer), (2010), 1. Auflage - Herold, Innere Medizin, Herold, (2011)
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Mukoviszidose
Was ist das? - Definition Mukoviszidose ist eine angeborene Erkrankung bei, der ein zäher Schleim in verschiedenen Organen entsteht. Vor allem Lunge und Verdauungssystem sind betroffen. Der Schleim behindert die Atmung und die Aufnahme von Nährstoffen. Die Krankheit beginnt meist im Kindesalter und begleitet Betroffene lebenslang. Eine frühe Behandlung kann Beschwerden lindern und Komplikationen verzögern.
Krankheitsbild
Bei der Mukoviszidose arbeitet das sogenannte CFTR-Protein fehlerhaft. Diese angeborene genetische Veränderung führt dazu, dass dieses Protein entweder falsch gefaltet wird, gar nicht erst hergestellt wird oder zwar entsteht, aber nicht richtig an die Zelloberfläche gelangt. Dadurch kann der Körper Salz und Wasser nicht normal transportieren, was letztlich den zähen Schleim verursacht, der für Mukoviszidose verantwortlich ist. Die Erkrankung verläuft chronisch und zeigt sich in unterschiedlichen Schweregraden.
Symptome/Verlauf
Typische Beschwerden entwickeln sich meist schleichend. Häufige Anzeichen sind anhaltender Husten wiederkehrende Infekte und Probleme bei der Verdauung. Viele Betroffene nehmen als Kinder und Jugendliche schlecht zu oder bleiben im Wachstum zurück. Im Verlauf kann die Lungenfunktion zunehmend eingeschränkt sein. Zu den wichtigen Symptomen zählen:
- Husten mit zähem Schleim
- Häufige Atemwegsinfekte
- Bauchschmerzen und fettige Stühle
- Müdigkeit und verringerte Belastbarkeit
Folgen/Komplikationen
Unbehandelt kann die Erkrankung zu schweren Lungenschäden führen. Wiederkehrende Infektionen belasten das Gewebe und können Atemnot verursachen. Auch die Verdauung bleibt beeinträchtigt, was zu Mangelernährung führt. Im späteren Verlauf können Diabetes, Leberprobleme oder Knochenschwäche auftreten. Die Lebensqualität hängt stark davon ab, wie gut sich die Erkrankung kontrollieren lässt.
Ursachen/Risikofaktoren
Mukoviszidose entsteht durch eine genetische Veränderung, die von beiden Elternteilen vererbt wird. Risikofaktoren im üblichen Sinn gibt es daher nicht. Die Erkrankung tritt nur auf, wenn das veränderte Gen doppelt, also von beiden Elternteilen, vorliegt. Sie ist nicht ansteckend und entsteht unabhängig von Lebensstil oder Umwelt.
Das kann helfen
Das macht der Arzt: Im Zentrum der aktuellen Therapie stehen sogenannte CFTR-Modulatoren. Diese Medikamente setzen direkt am fehlerhaften CFTR-Protein an, das bei Mukoviszidose nicht richtig arbeitet. Zur klassischen Behandlung zählen Atemtherapie, Medikamente aus Gruppen wie Schleimlösern und entzündungshemmenden Mitteln sowie Enzyme für die Verdauung.
Das kann man selbst tun: Regelmäßige Atemübungen durchführen und auf eine ausgewogene Ernährung achten. Grenzen bestehen, wenn Atemnot zunimmt, Fieber auftritt oder Infekte nicht abklingen. Dann ist ärztliche Hilfe unbedingt nötig.
Bearbeitungsstand: 20.03.2026
Quellenangaben:
Thews, Mutschler, Vaupel, Anatomie, Physiologie und Pathophysiologie des Menschen, WVG, (2007), 5. Aufl. - Gerlach, Wagner, Wirth, Innere Medizin für Pflegeberufe, Thieme, (2006), 5. Aufl. - Gruber, Christoph; Gruber Sarah, Pädiatrie, Elsevier (Urban & Fischer), (2010), 2. Auflage - Herold, Innere Medizin, Herold, (2011)
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.