UZPRUVO 90 mg Injektionslösung i.e.Fertigspr.
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Pharmazeutische Informationen
Injektionslösung — verschreibungspflichtig.
Detaillierte Anwendungshinweise, Dosierung, Nebenwirkungen und Wechselwirkungen finden Sie unten in den Registerkarten. Beachten Sie stets die Packungsbeilage. Bei Unklarheiten fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.
- PZN:
- 20231807
- Darreichungsform:
- Injektionslösung
- Wirkstoffstärke:
- 90 mg
- Marke:
- UZPRUVO
- Hersteller:
- HAEMATO PHARM GmbH
Rechtlicher Status
Verantwortlicher Wirtschaftsakteur gemäß EU-Verordnung 2023/988
GPSRLagerungsanforderungen
Bestellinformationen
- Mindestbestellmenge:
- 1
- Import/Reimport:
- Ja
Psoriasis
Was ist das? - Definition Psoriasis ist eine chronisch-entzündliche Hauterkrankung, bei der sich Hautzellen viel schneller erneuern als normal. Dadurch entstehen schuppige, gerötete Hautstellen, oft an Ellenbogen, Knien, Kopfhaut oder Rücken. Die Krankheit verläuft meist in Schüben und ist nicht ansteckend. Sie kann auch Gelenke betreffen (Psoriasis-Arthritis) und tritt häufig zwischen dem 15. und 35. Lebensjahr erstmals auf.
Krankheitsbild
Psoriasis gehört zu den häufigsten Hautkrankheiten. In Deutschland sind etwa zwei Millionen Menschen betroffen. Die Erkrankung zeigt sich meist durch scharf begrenzte, schuppende Hautstellen. Diese sogenannten Plaques entstehen, weil sich die Hautzellen viel zu schnell erneuern. Die Haut wird dadurch dick, trocken und entzündet.
Es gibt verschiedene Formen der Psoriasis, darunter die klassische Psoriasis vulgaris mit typischen Plaques (verdickte und verhornte Oberhaut). Zu den weiteren Varianten zählen die Tropfen-Psoriasis (Psoriasis guttata) mit vielen kleinen Herden, die Psoriasis inversa in Hautfalten, die seltene Psoriasis pustulosa mit eitrigen Bläschen sowie die schwere Psoriasis erythrodermica mit großflächiger Hautentzündung. Bei etwa einem Drittel der Betroffenen befällt die Krankheit auch die Gelenke, man spricht dann von Psoriasis-Arthritis.
Die Erkrankung ist nicht heilbar, aber gut behandelbar. Sie verläuft meist chronisch und in Schüben.
Symptome/Verlauf
Die Beschwerden treten oft schubweise auf. Typische Hautsymptome sind gerötete, schuppende Hautstellen, Juckreiz, Brennen, Spannungsgefühl sowie trockene, rissige Haut. Besonders häufig betroffen: die Kopfhaut, Ellenbogen, Knie und der untere Rücken.
Zu den weiteren möglichen Symptomen zählen Nagelveränderungen wie Grübchen oder Verdickungen, Gelenkschmerzen und Morgensteifigkeit sowie in seltenen Fällen großflächige Hautentzündungen. Die Symptome können kosmetisch belastend sein und zu sozialem Rückzug führen.
Der Verlauf ist individuell: Manche haben über Jahre nur kleine Herde, andere großflächige Hautveränderungen oder Gelenkbeschwerden. Zwischen den akuten Phasen können die Beschwerden deutlich zurückgehen oder ganz verschwinden. Neue Schübe lösen oft Stress, Infekte, Hautverletzungen oder bestimmte Medikamente aus.
Folgen/Komplikationen
Unbehandelt kann Psoriasis zu dauerhaften Hautveränderungen und Gelenkschäden führen. Die Psoriasis-Arthritis kann die Beweglichkeit einschränken und die Lebensqualität stark beeinträchtigen. Psychische Belastungen wie Depressionen oder Angststörungen kommen häufig vor, besonders wenn die Hautveränderungen sichtbar sind und das Selbstbild beeinflussen. Bei schweren Formen wie Psoriasis erythrodermica besteht sogar Lebensgefahr durch Flüssigkeitsverlust und Infektionen. Hier ist eine sofortige ärztliche Behandlung notwendig.
Ursachen/Risikofaktoren
0Psoriasis entsteht durch eine Fehlreaktion des Immunsystems. Die Hautzellen teilen sich zu schnell, was zu Entzündungen und Schuppenbildung führt. Die genauen Ursachen sind nicht vollständig geklärt. Fachleute gehen von einer Kombination aus genetischer Veranlagung und äußeren Auslösern aus.
1Was Psoriasis begünstigen oder verschlimmern kann:
- Genetische Veranlagung
- Infektionen, besonders mit Streptokokken
- Stress
- Hautverletzungen wie Kratzen oder Sonnenbrand
- Medikamente wie Betablocker oder Lithium
- Hormonelle Veränderungen
- Übergewicht, Alkohol und Rauchen
Das kann helfen
Das macht der Arzt: Je nach Schweregrad kommen Cremes mit Kortison oder Vitamin-D3, Lichttherapie oder Medikamente wie Methotrexat oder Biologika zum Einsatz. Bei Gelenkbeteiligung erfolgt oft eine Zusammenarbeit mit der Rheumatologie.
Was man selbst tun kann: Eine regelmäßige Hautpflege mit rückfettenden Cremes, Stressabbau, gesunde Ernährung, Bewegung sowie der Verzicht auf Rauchen und Alkohol können den Verlauf positiv beeinflussen. Wenn die Haut großflächig betroffen ist, Gelenkschmerzen auftreten oder die Beschwerden stark belasten, sollte unbedingt ärztliche Hilfe in Anspruch genommen werden. Auch bei Verdacht auf Psoriasis-Arthritis oder schweren Formen wie Psoriasis erythrodermica ist eine medizinische Behandlung unverzichtbar.
Bearbeitungsstand: 13.10.2025
Quellenangaben:
Moll, Dermatologie, (2010), 7. Auflage - Brunkhorst, Schölmerich, Differenzialdiagnostik und Differenzialtherapie, Elsevier (Urban & Fischer), (2010), 1. Auflage
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Psoriasis-Arthritis
Was ist das? - Definition Bei einer Psoriasis-Arthritis handelt es sich um eine chronische Gelenkentzündung, die bei Menschen mit Schuppenflechte auftreten kann. Sie betrifft meist die Finger, Zehen oder die Wirbelsäule und führt zu Schmerzen, Schwellungen und Bewegungseinschränkungen. Ursache ist eine fehlgeleitete Reaktion des Immunsystems gegen körpereigenes Gewebe.
Krankheitsbild
Psoriasis-Arthritis gehört zu den entzündlichen Gelenkerkrankungen und tritt bei etwa einem Viertel der Menschen mit Schuppenflechte auf. Die Erkrankung kann sich an verschiedenen Gelenken zeigen, oft an Händen, Füßen, Knie oder der Wirbelsäule. Manchmal greift sie auch auf Sehnen und deren Ansätze über. Die Entzündung entsteht durch eine Autoimmunreaktion, bei der das Immunsystem körpereigene Strukturen angreift. Die Erkrankung verläuft meist in Schüben und lässt sich nicht heilen. Sie kann sich langsam entwickeln oder plötzlich auftreten. In manchen Fällen zeigen sich die Gelenkbeschwerden sogar vor den typischen Hautveränderungen einer Schuppenflechte.
Symptome/Verlauf
Zu den typischen Symptomen zählen Schmerzen, Schwellungen und Steifheit in den betroffenen Gelenken. Besonders morgens fühlen sie sich steif an, was sich durch Bewegung meist bessert. Die Gelenke fühlen sich oft warm an und reagieren empfindlich. Bei fortschreitender Erkrankung können sich Finger oder Zehen verformen. Auch Erschöpfung und Schlafstörungen kommen häufig vor. Die Beschwerden treten meist schubweise auf, mit Phasen der Besserung und Verschlechterung. Neben den Gelenken können auch die Haut, Nägel und Augen betroffen sein. Die Symptome ähneln oft anderen rheumatischen Erkrankungen, was die Diagnose erschwert.
Folgen/Komplikationen
Unbehandelt drohen durch eine Psoriasis-Arthritis dauerhafte Gelenkschäden. Die Entzündung greift Knorpel und Knochen an, was zu Verformungen und Bewegungseinschränkungen führt. Auch die Wirbelsäule kann betroffen sein, was zu Versteifungen und starken Rückenschmerzen führen kann. In schweren Fällen schränkt die Erkrankung die Lebensqualität stark ein und führt sogar zu Arbeitsunfähigkeit. Manche Betroffene entwickeln zusätzlich Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder Depressionen. Eine frühzeitige Behandlung hilft, Folgeschäden zu vermeiden.
Ursachen/Risikofaktoren
Die genaue Ursache ist nicht bekannt. Bei einer Psoriasis-Arthritis handelt es sich um eine Autoimmunerkrankung, bei der das Immunsystem überaktiv reagiert. Genetische Faktoren spielen eine Rolle. Wer Verwandte mit Psoriasis oder Psoriasis-Arthritis hat, besitzt ein erhöhtes Risiko. Auch Infektionen, Stress, Rauchen und bestimmte Medikamente lösen Schübe aus. Die Erkrankung tritt meist zwischen dem 30. und 50. Lebensjahr auf, kann aber auch früher oder später beginnen. Männer und Frauen sind etwa gleich häufig betroffen.
Das kann helfen
Das kann der Arzt tun: Er verschreibt in der Regel entzündungshemmende Arzneimittel. Hierzu zählen Ibuprofen oder spezielle Rheumamedikamente wie Methotrexat oder Biologika. Auch Kortison kann bei akuten Entzündungen helfen, sollte aber nicht dauerhaft eingesetzt werden. Physiotherapie und Bewegung helfen, die Gelenke beweglich zu halten.
Das kann man selbst tun: Regelmäßige Bewegung, Stressabbau und Verzicht auf Rauchen tragen zur Linderung bei. Die Grenzen der Selbsthilfe sind erreicht, wenn die Schmerzen zunehmen, die Beweglichkeit eingeschränkt ist oder die Erkrankung neue Gelenke angreift. Dann sollte unbedingt ärztliche Hilfe in Anspruch genommen werden.
Bearbeitungsstand: 13.10.2025
Quellenangaben:
Moll, Dermatologie, (2010), 7. Auflage - Brunkhorst, Schölmerich, Differenzialdiagnostik und Differenzialtherapie, Elsevier (Urban & Fischer), (2010), 1. Auflage - Wülker, Orthopädie und Unfallchirurgie, Thieme, (2009), 2. Auflage - Herold, Innere Medizin, Herold, (2011)
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Morbus Crohn
Was ist das? - Definition Bei Morbus Crohn handelt sich um eine chronisch-entzündliche Darmerkrankung. Die Entzündung der Schleimhaut kann, anders als die Bezeichnung vermuten lässt, den gesamten Verdauungstrakt betreffen. Die Ursache für die Krankheit ist noch unklar. Sie kann gelindert, aber nicht geheilt werden.
Krankheitsbild
Morbus Crohn ist eine chronisch-entzündliche Darmerkrankung, die oft schon in jüngeren Jahren auftritt und bislang nicht heilbar ist. Der Erkrankungsgipfel liegt zwischen 20 und 30 Jahren. Die Krankheit kann überall im Verdauungstrakt auftreten - vom Mund bis zum After. Besonders häufig ist allerdings der Bereich des "terminalen Ileums" betroffen, das ist der letzte Abschnitt des Dünndarms im Übergang zum Dickdarm. Die Entzündung kann alle Schichten der Darmwand einschließen.
Symptome / Verlauf
Typische Beschwerden sind:
- starke schleimige Durchfälle,
- Bauchschmerzen,
- Fieber,
- Blut im Stuhl.
Außerdem führt die Darmentzündung häufig dazu, dass Nährstoffe aus der Nahrung nicht vollständig aufgenommen werden. Dann kommt es auch zu Gewichtsverlust und es können sich Mangelerscheinungen einstellen.
Die Krankheit verläuft schubweise und ist nicht heilbar. Die Häufigkeit und auch die Stärke der Schübe kann sehr unterschiedlich sein. Dazwischen liegt meist eine mehr oder weniger lange entzündungsfreie Zeit, Mediziner sprechen von Remission. Ziel der Therapie ist es, die Entzündungen zu kontrollieren und Rückfälle, wenn möglich, zu vermeiden.
Folgen / Komplikationen
Generell kommt es im Verlauf der Erkrankung nicht selten zu Komplikationen:
- Fisteln: Da sich die Entzündung durch alle Wandschichten eines betroffenen Abschnitts ziehen kann, bilden sich manchmal kleine Wundkanäle, sogenannte Fisteln. Sie können zwischen inneren Organen oder von inneren Organen nach außen verlaufen. Besonders häufig sind sie im Bereich des Afters zu finden.
- Abszesse: Auch Eiteransammlungen unter der Haut oder im Bauchraum sind ein häufiges Problem.
- Stenose: Die chronische Entzündung kann dazu führen, dass sich die Darmwand an dieser Stelle verdickt und betroffene Darmabschnitte dadurch verengen. Ist die Verengung, auch Stenose genannt, so stark ausgeprägt, dass der Stuhlgang sie nicht mehr passieren kann, kommt es zu einem Darmverschluss.
- Durchbruch der Darmwand: Besonders gefährlich ist ein Durchbruch der Darmwand. Tritt Stuhl in die Bauchhöhle aus, besteht die Gefahr einer lebensbedrohlichen Bauchfellentzündung.
- Begleiterkrankungen: Es kann auch zu Entzündungen außerhalb des Bauchraums kommen, zum Beispiel der Augen, der Gelenke oder der Haut. Diese heißten im Fachjargon "extraintestinale Entzündungen".
Ursachen / Risikofaktoren
Warum es zu der Entzündung der Darmschleimhaut kommt, ist derzeit noch unklar. Vermutlich gibt es mehrere Faktoren, die zur Entstehung beitragen. Eine Fehlreaktion des Immunsystems, eine erbliche Veranlagung und Umweltfaktoren scheinen dabei eine Rolle zu spielen. So gibt es genetische Veränderungen, die das Risiko für die Erkrankung erhöhen. Auch Umwelteinflüsse können das Erkrankungsrisiko steigern. Rauchen etwa gilt als klarer Risikofaktor, der die Entstehung begünstigt und Krankheitsschübe fördert.
Das kann helfen
Was man selbst tun kann
Wichtig ist eine angepasste Ernährung - insbesondere während eines Schubs. Alles, was Beschwerden auslöst, sollte gemieden werden. Da durch die Durchfälle und die entzündlichen Veränderungen Vitamine, Mineral- und Nährstoffe verloren gehen können, ist es sinnvoll, mit einem Arzt oder einer Ärztin über eine angepasste Ernährung oder Nahrungsergänzung zu sprechen. In besonders schweren Fällen kann eine spezielle Ernährung über Sonde oder eine Infusion sinnvoll sein.
Was der Arzt tun kann
Kommt es immer wieder zu heftigen Symptomen und Durchfallattacken, sollte ein Arzt aufgesucht werden. Er kann eine Blutuntersuchung und einen Stuhltest durchführen. In der Regel ist eine Darmspiegelung nötig, um die Diagnose zu sichern. Manchmal ist auch eine Magenspieglung notwendig.Morbus Crohn lässt sich gut mit Medikamenten behandeln. Im akuten Schub können zum Beispiel Arzneimittel mit Kortison, Salicylate, Immunsuppressiva oder Biologika zum Einsatz kommen. Auch in der schubfreien Zeit (Remission) gibt es Medikamente, die helfen, weitere Schübe zu verhindern oder hinauszuzögern.In schwereren Fällen kann ein chirurgischer Eingriff notwendig werden.Zur Behandlung bestimmter Beschwerden können auch noch andere Arzneimittel zum Einsatz kommen, zum Beispiel bestimmte Antibiotika bei Fisteln, krampflösende Medikamente, Eisenpräparate oder Vitamin B12 bei einem Mangel oder Vitamin D und Kalzium zur Knochengesundheit.Chronische Erkrankungen sind belastend und gehen häufig mit seelischen Störungen einher. Eine psychologische Unterstützung kann beim Umgang mit Stress, Ängsten oder Depressionen helfen.
Bearbeitungsstand: 22.06.2026
Quellenangabe:
Avoxa Content Service, Quelle beim Autor, 2026
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Injektionslösung — verschreibungspflichtig.
Detaillierte Anwendungshinweise, Dosierung, Nebenwirkungen und Wechselwirkungen finden Sie unten in den Registerkarten. Beachten Sie stets die Packungsbeilage. Bei Unklarheiten fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.
- PZN:
- 20231807
- Darreichungsform:
- Injektionslösung
- Wirkstoffstärke:
- 90 mg
- Marke:
- UZPRUVO
- Hersteller:
- HAEMATO PHARM GmbH
Rechtlicher Status
Verantwortlicher Wirtschaftsakteur gemäß EU-Verordnung 2023/988
GPSRLagerungsanforderungen
Bestellinformationen
- Mindestbestellmenge:
- 1
- Import/Reimport:
- Ja
Psoriasis
Was ist das? - Definition Psoriasis ist eine chronisch-entzündliche Hauterkrankung, bei der sich Hautzellen viel schneller erneuern als normal. Dadurch entstehen schuppige, gerötete Hautstellen, oft an Ellenbogen, Knien, Kopfhaut oder Rücken. Die Krankheit verläuft meist in Schüben und ist nicht ansteckend. Sie kann auch Gelenke betreffen (Psoriasis-Arthritis) und tritt häufig zwischen dem 15. und 35. Lebensjahr erstmals auf.
Krankheitsbild
Psoriasis gehört zu den häufigsten Hautkrankheiten. In Deutschland sind etwa zwei Millionen Menschen betroffen. Die Erkrankung zeigt sich meist durch scharf begrenzte, schuppende Hautstellen. Diese sogenannten Plaques entstehen, weil sich die Hautzellen viel zu schnell erneuern. Die Haut wird dadurch dick, trocken und entzündet.
Es gibt verschiedene Formen der Psoriasis, darunter die klassische Psoriasis vulgaris mit typischen Plaques (verdickte und verhornte Oberhaut). Zu den weiteren Varianten zählen die Tropfen-Psoriasis (Psoriasis guttata) mit vielen kleinen Herden, die Psoriasis inversa in Hautfalten, die seltene Psoriasis pustulosa mit eitrigen Bläschen sowie die schwere Psoriasis erythrodermica mit großflächiger Hautentzündung. Bei etwa einem Drittel der Betroffenen befällt die Krankheit auch die Gelenke, man spricht dann von Psoriasis-Arthritis.
Die Erkrankung ist nicht heilbar, aber gut behandelbar. Sie verläuft meist chronisch und in Schüben.
Symptome/Verlauf
Die Beschwerden treten oft schubweise auf. Typische Hautsymptome sind gerötete, schuppende Hautstellen, Juckreiz, Brennen, Spannungsgefühl sowie trockene, rissige Haut. Besonders häufig betroffen: die Kopfhaut, Ellenbogen, Knie und der untere Rücken.
Zu den weiteren möglichen Symptomen zählen Nagelveränderungen wie Grübchen oder Verdickungen, Gelenkschmerzen und Morgensteifigkeit sowie in seltenen Fällen großflächige Hautentzündungen. Die Symptome können kosmetisch belastend sein und zu sozialem Rückzug führen.
Der Verlauf ist individuell: Manche haben über Jahre nur kleine Herde, andere großflächige Hautveränderungen oder Gelenkbeschwerden. Zwischen den akuten Phasen können die Beschwerden deutlich zurückgehen oder ganz verschwinden. Neue Schübe lösen oft Stress, Infekte, Hautverletzungen oder bestimmte Medikamente aus.
Folgen/Komplikationen
Unbehandelt kann Psoriasis zu dauerhaften Hautveränderungen und Gelenkschäden führen. Die Psoriasis-Arthritis kann die Beweglichkeit einschränken und die Lebensqualität stark beeinträchtigen. Psychische Belastungen wie Depressionen oder Angststörungen kommen häufig vor, besonders wenn die Hautveränderungen sichtbar sind und das Selbstbild beeinflussen. Bei schweren Formen wie Psoriasis erythrodermica besteht sogar Lebensgefahr durch Flüssigkeitsverlust und Infektionen. Hier ist eine sofortige ärztliche Behandlung notwendig.
Ursachen/Risikofaktoren
0Psoriasis entsteht durch eine Fehlreaktion des Immunsystems. Die Hautzellen teilen sich zu schnell, was zu Entzündungen und Schuppenbildung führt. Die genauen Ursachen sind nicht vollständig geklärt. Fachleute gehen von einer Kombination aus genetischer Veranlagung und äußeren Auslösern aus.
1Was Psoriasis begünstigen oder verschlimmern kann:
- Genetische Veranlagung
- Infektionen, besonders mit Streptokokken
- Stress
- Hautverletzungen wie Kratzen oder Sonnenbrand
- Medikamente wie Betablocker oder Lithium
- Hormonelle Veränderungen
- Übergewicht, Alkohol und Rauchen
Das kann helfen
Das macht der Arzt: Je nach Schweregrad kommen Cremes mit Kortison oder Vitamin-D3, Lichttherapie oder Medikamente wie Methotrexat oder Biologika zum Einsatz. Bei Gelenkbeteiligung erfolgt oft eine Zusammenarbeit mit der Rheumatologie.
Was man selbst tun kann: Eine regelmäßige Hautpflege mit rückfettenden Cremes, Stressabbau, gesunde Ernährung, Bewegung sowie der Verzicht auf Rauchen und Alkohol können den Verlauf positiv beeinflussen. Wenn die Haut großflächig betroffen ist, Gelenkschmerzen auftreten oder die Beschwerden stark belasten, sollte unbedingt ärztliche Hilfe in Anspruch genommen werden. Auch bei Verdacht auf Psoriasis-Arthritis oder schweren Formen wie Psoriasis erythrodermica ist eine medizinische Behandlung unverzichtbar.
Bearbeitungsstand: 13.10.2025
Quellenangaben:
Moll, Dermatologie, (2010), 7. Auflage - Brunkhorst, Schölmerich, Differenzialdiagnostik und Differenzialtherapie, Elsevier (Urban & Fischer), (2010), 1. Auflage
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Psoriasis-Arthritis
Was ist das? - Definition Bei einer Psoriasis-Arthritis handelt es sich um eine chronische Gelenkentzündung, die bei Menschen mit Schuppenflechte auftreten kann. Sie betrifft meist die Finger, Zehen oder die Wirbelsäule und führt zu Schmerzen, Schwellungen und Bewegungseinschränkungen. Ursache ist eine fehlgeleitete Reaktion des Immunsystems gegen körpereigenes Gewebe.
Krankheitsbild
Psoriasis-Arthritis gehört zu den entzündlichen Gelenkerkrankungen und tritt bei etwa einem Viertel der Menschen mit Schuppenflechte auf. Die Erkrankung kann sich an verschiedenen Gelenken zeigen, oft an Händen, Füßen, Knie oder der Wirbelsäule. Manchmal greift sie auch auf Sehnen und deren Ansätze über. Die Entzündung entsteht durch eine Autoimmunreaktion, bei der das Immunsystem körpereigene Strukturen angreift. Die Erkrankung verläuft meist in Schüben und lässt sich nicht heilen. Sie kann sich langsam entwickeln oder plötzlich auftreten. In manchen Fällen zeigen sich die Gelenkbeschwerden sogar vor den typischen Hautveränderungen einer Schuppenflechte.
Symptome/Verlauf
Zu den typischen Symptomen zählen Schmerzen, Schwellungen und Steifheit in den betroffenen Gelenken. Besonders morgens fühlen sie sich steif an, was sich durch Bewegung meist bessert. Die Gelenke fühlen sich oft warm an und reagieren empfindlich. Bei fortschreitender Erkrankung können sich Finger oder Zehen verformen. Auch Erschöpfung und Schlafstörungen kommen häufig vor. Die Beschwerden treten meist schubweise auf, mit Phasen der Besserung und Verschlechterung. Neben den Gelenken können auch die Haut, Nägel und Augen betroffen sein. Die Symptome ähneln oft anderen rheumatischen Erkrankungen, was die Diagnose erschwert.
Folgen/Komplikationen
Unbehandelt drohen durch eine Psoriasis-Arthritis dauerhafte Gelenkschäden. Die Entzündung greift Knorpel und Knochen an, was zu Verformungen und Bewegungseinschränkungen führt. Auch die Wirbelsäule kann betroffen sein, was zu Versteifungen und starken Rückenschmerzen führen kann. In schweren Fällen schränkt die Erkrankung die Lebensqualität stark ein und führt sogar zu Arbeitsunfähigkeit. Manche Betroffene entwickeln zusätzlich Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder Depressionen. Eine frühzeitige Behandlung hilft, Folgeschäden zu vermeiden.
Ursachen/Risikofaktoren
Die genaue Ursache ist nicht bekannt. Bei einer Psoriasis-Arthritis handelt es sich um eine Autoimmunerkrankung, bei der das Immunsystem überaktiv reagiert. Genetische Faktoren spielen eine Rolle. Wer Verwandte mit Psoriasis oder Psoriasis-Arthritis hat, besitzt ein erhöhtes Risiko. Auch Infektionen, Stress, Rauchen und bestimmte Medikamente lösen Schübe aus. Die Erkrankung tritt meist zwischen dem 30. und 50. Lebensjahr auf, kann aber auch früher oder später beginnen. Männer und Frauen sind etwa gleich häufig betroffen.
Das kann helfen
Das kann der Arzt tun: Er verschreibt in der Regel entzündungshemmende Arzneimittel. Hierzu zählen Ibuprofen oder spezielle Rheumamedikamente wie Methotrexat oder Biologika. Auch Kortison kann bei akuten Entzündungen helfen, sollte aber nicht dauerhaft eingesetzt werden. Physiotherapie und Bewegung helfen, die Gelenke beweglich zu halten.
Das kann man selbst tun: Regelmäßige Bewegung, Stressabbau und Verzicht auf Rauchen tragen zur Linderung bei. Die Grenzen der Selbsthilfe sind erreicht, wenn die Schmerzen zunehmen, die Beweglichkeit eingeschränkt ist oder die Erkrankung neue Gelenke angreift. Dann sollte unbedingt ärztliche Hilfe in Anspruch genommen werden.
Bearbeitungsstand: 13.10.2025
Quellenangaben:
Moll, Dermatologie, (2010), 7. Auflage - Brunkhorst, Schölmerich, Differenzialdiagnostik und Differenzialtherapie, Elsevier (Urban & Fischer), (2010), 1. Auflage - Wülker, Orthopädie und Unfallchirurgie, Thieme, (2009), 2. Auflage - Herold, Innere Medizin, Herold, (2011)
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Morbus Crohn
Was ist das? - Definition Bei Morbus Crohn handelt sich um eine chronisch-entzündliche Darmerkrankung. Die Entzündung der Schleimhaut kann, anders als die Bezeichnung vermuten lässt, den gesamten Verdauungstrakt betreffen. Die Ursache für die Krankheit ist noch unklar. Sie kann gelindert, aber nicht geheilt werden.
Krankheitsbild
Morbus Crohn ist eine chronisch-entzündliche Darmerkrankung, die oft schon in jüngeren Jahren auftritt und bislang nicht heilbar ist. Der Erkrankungsgipfel liegt zwischen 20 und 30 Jahren. Die Krankheit kann überall im Verdauungstrakt auftreten - vom Mund bis zum After. Besonders häufig ist allerdings der Bereich des "terminalen Ileums" betroffen, das ist der letzte Abschnitt des Dünndarms im Übergang zum Dickdarm. Die Entzündung kann alle Schichten der Darmwand einschließen.
Symptome / Verlauf
Typische Beschwerden sind:
- starke schleimige Durchfälle,
- Bauchschmerzen,
- Fieber,
- Blut im Stuhl.
Außerdem führt die Darmentzündung häufig dazu, dass Nährstoffe aus der Nahrung nicht vollständig aufgenommen werden. Dann kommt es auch zu Gewichtsverlust und es können sich Mangelerscheinungen einstellen.
Die Krankheit verläuft schubweise und ist nicht heilbar. Die Häufigkeit und auch die Stärke der Schübe kann sehr unterschiedlich sein. Dazwischen liegt meist eine mehr oder weniger lange entzündungsfreie Zeit, Mediziner sprechen von Remission. Ziel der Therapie ist es, die Entzündungen zu kontrollieren und Rückfälle, wenn möglich, zu vermeiden.
Folgen / Komplikationen
Generell kommt es im Verlauf der Erkrankung nicht selten zu Komplikationen:
- Fisteln: Da sich die Entzündung durch alle Wandschichten eines betroffenen Abschnitts ziehen kann, bilden sich manchmal kleine Wundkanäle, sogenannte Fisteln. Sie können zwischen inneren Organen oder von inneren Organen nach außen verlaufen. Besonders häufig sind sie im Bereich des Afters zu finden.
- Abszesse: Auch Eiteransammlungen unter der Haut oder im Bauchraum sind ein häufiges Problem.
- Stenose: Die chronische Entzündung kann dazu führen, dass sich die Darmwand an dieser Stelle verdickt und betroffene Darmabschnitte dadurch verengen. Ist die Verengung, auch Stenose genannt, so stark ausgeprägt, dass der Stuhlgang sie nicht mehr passieren kann, kommt es zu einem Darmverschluss.
- Durchbruch der Darmwand: Besonders gefährlich ist ein Durchbruch der Darmwand. Tritt Stuhl in die Bauchhöhle aus, besteht die Gefahr einer lebensbedrohlichen Bauchfellentzündung.
- Begleiterkrankungen: Es kann auch zu Entzündungen außerhalb des Bauchraums kommen, zum Beispiel der Augen, der Gelenke oder der Haut. Diese heißten im Fachjargon "extraintestinale Entzündungen".
Ursachen / Risikofaktoren
Warum es zu der Entzündung der Darmschleimhaut kommt, ist derzeit noch unklar. Vermutlich gibt es mehrere Faktoren, die zur Entstehung beitragen. Eine Fehlreaktion des Immunsystems, eine erbliche Veranlagung und Umweltfaktoren scheinen dabei eine Rolle zu spielen. So gibt es genetische Veränderungen, die das Risiko für die Erkrankung erhöhen. Auch Umwelteinflüsse können das Erkrankungsrisiko steigern. Rauchen etwa gilt als klarer Risikofaktor, der die Entstehung begünstigt und Krankheitsschübe fördert.
Das kann helfen
Was man selbst tun kann
Wichtig ist eine angepasste Ernährung - insbesondere während eines Schubs. Alles, was Beschwerden auslöst, sollte gemieden werden. Da durch die Durchfälle und die entzündlichen Veränderungen Vitamine, Mineral- und Nährstoffe verloren gehen können, ist es sinnvoll, mit einem Arzt oder einer Ärztin über eine angepasste Ernährung oder Nahrungsergänzung zu sprechen. In besonders schweren Fällen kann eine spezielle Ernährung über Sonde oder eine Infusion sinnvoll sein.
Was der Arzt tun kann
Kommt es immer wieder zu heftigen Symptomen und Durchfallattacken, sollte ein Arzt aufgesucht werden. Er kann eine Blutuntersuchung und einen Stuhltest durchführen. In der Regel ist eine Darmspiegelung nötig, um die Diagnose zu sichern. Manchmal ist auch eine Magenspieglung notwendig.Morbus Crohn lässt sich gut mit Medikamenten behandeln. Im akuten Schub können zum Beispiel Arzneimittel mit Kortison, Salicylate, Immunsuppressiva oder Biologika zum Einsatz kommen. Auch in der schubfreien Zeit (Remission) gibt es Medikamente, die helfen, weitere Schübe zu verhindern oder hinauszuzögern.In schwereren Fällen kann ein chirurgischer Eingriff notwendig werden.Zur Behandlung bestimmter Beschwerden können auch noch andere Arzneimittel zum Einsatz kommen, zum Beispiel bestimmte Antibiotika bei Fisteln, krampflösende Medikamente, Eisenpräparate oder Vitamin B12 bei einem Mangel oder Vitamin D und Kalzium zur Knochengesundheit.Chronische Erkrankungen sind belastend und gehen häufig mit seelischen Störungen einher. Eine psychologische Unterstützung kann beim Umgang mit Stress, Ängsten oder Depressionen helfen.
Bearbeitungsstand: 22.06.2026
Quellenangabe:
Avoxa Content Service, Quelle beim Autor, 2026
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.