VALTREX 500 mg Filmtabletten
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Pharmazeutische Informationen
Filmtabletten — verschreibungspflichtig.
Detaillierte Anwendungshinweise, Dosierung, Nebenwirkungen und Wechselwirkungen finden Sie unten in den Registerkarten. Beachten Sie stets die Packungsbeilage. Bei Unklarheiten fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.
- PZN:
- 14357326
- Darreichungsform:
- Filmtabletten (Filmtabletten)
- Packungsgröße:
- 42 Stück
- Wirkstoffstärke:
- 500 mg
- Marke:
- VALTREX
- Hersteller:
- 1 0 1 Carefarm GmbH
Rechtlicher Status
Verantwortlicher Wirtschaftsakteur gemäß EU-Verordnung 2023/988
GPSRAnwendungshinweise
Nehmen Sie das Arzneimittel mit Flüssigkeit (z.B. 1 Glas Wasser) ein.
Dauer der Anwendung?
Die Anwendungsdauer richtet sich nach Art der Beschwerde und/oder Dauer der Erkrankung und wird deshalb nur von Ihrem Arzt bestimmt.
Überdosierung?
Bei einer Überdosierung kann es unter anderem zu Hautausschlägen, Übelkeit, Durchfall und Halluzinationen kommen. Setzen Sie sich bei dem Verdacht auf eine Überdosierung umgehend mit einem Arzt in Verbindung.
Einnahme vergessen?
Setzen Sie die Einnahme zum nächsten vorgeschriebenen Zeitpunkt ganz normal (also nicht mit der doppelten Menge) fort.
Generell gilt: Achten Sie vor allem bei Säuglingen, Kleinkindern und älteren Menschen auf eine gewissenhafte Dosierung. Im Zweifelsfalle fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker nach etwaigen Auswirkungen oder Vorsichtsmaßnahmen.
Eine vom Arzt verordnete Dosierung kann von den Angaben der Packungsbeilage abweichen. Da der Arzt sie individuell abstimmt, sollten Sie das Arzneimittel daher nach seinen Anweisungen anwenden.
Dosierung
Die Dosierung für Ihre spezielle Erkrankung besprechen Sie am besten mit Ihrem Arzt.
Patienten mit einer Nierenfunktionsstörung: Sie müssen in Absprache mit Ihrem Arzt eventuell die Einzel- oder die Gesamtdosis reduzieren oder den Dosierungsabstand verlängern.
Anwendungsgebiete
- Virusinfektionen mit Herpesviren, wie:
- Gürtelrose (Herpes zoster)
- Lippenherpes
- Herpesinfektion im Geschlechtsbereich
- Wiederauftreten einer Herpesinfektion im Geschlechtsbereich
- Herpesinfektion im Augenbereich
- Vorbeugung von Virusinfektion mit Cytomegalie-Virus
Wirkstoff
Wirkungsweise
Wie wirkt der Inhaltsstoff des Arzneimittels?
Der Wirkstoff bekämpft bestimmte Viren, indem er ihr Erbgut schädigt und somit ihre Vervielfältigung behindert. Er wirkt vor allem gegen Herpes-Viren, somit kann eine Herpesinfektion gestoppt werden.
Nebenwirkungen
- Magen-Darm-Beschwerden, wie:
- - Übelkeit
- - Erbrechen
- - Durchfälle
- - Bauchschmerzen
- Kopfschmerzen
- Schwindel
- Müdigkeit
- Schlaflosigkeit
- Halluzinationen
- Delirium (Verwirrtheit)
- Überempfindlichkeitsreaktionen der Haut, wie:
- - Hautausschlag
- - Juckreiz
- - Nesselausschlag
- - Erhöhte Lichtempfindlichkeit der Haut
- - Angioneurotisches Ödem (Schwellung im Gesicht, an Hand und Fuß)
- Anfälle von Atemnot
- Anstieg der Nierenwerte - (Kreatinin und Harnstoff)
- Anstieg der Leberwerte
- Leberentzündung
- Veränderung des Blutbildes, wie:
- - Thrombozytopenie (Verminderung der Anzahl der Blutplättchen)
- - Anämie (Blutarmut)
- - Leukopenie (Verminderung der Anzahl der weißen Blutkörperchen), erste Anzeichen können Halsschmerzen oder Fieber sein: Wenden Sie sich bei Auftreten solcher Anzeichen sofort an Ihren Arzt.
- Fieber
- Allgemeine Schwäche
Bemerken Sie eine Befindlichkeitsstörung oder Veränderung während der Behandlung, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Für die Information an dieser Stelle werden vor allem Nebenwirkungen berücksichtigt, die bei mindestens einem von 1.000 behandelten Patienten auftreten.
Gegenanzeigen
Was spricht gegen eine Anwendung?
Immer:
- Überempfindlichkeit gegen die Inhaltsstoffe
- Abwehrschwäche, z.B. HIV-Infektionen, Organtransplantationen, langzeitig hochdosierte Kortisonbehandlung
Unter Umständen - sprechen Sie hierzu mit Ihrem Arzt oder Apotheker:
- Eingeschränkte Nierenfunktion
- Eingeschränkte Leberfunktion
Welche Altersgruppe ist zu beachten?
- Kinder unter 12 Jahren: Das Arzneimittel darf nicht angewendet werden.
Was ist mit Schwangerschaft und Stillzeit?
- Schwangerschaft: Wenden Sie sich an Ihren Arzt. Es spielen verschiedene Überlegungen eine Rolle, ob und wie das Arzneimittel in der Schwangerschaft angewendet werden kann.
- Stillzeit: Von einer Anwendung wird nach derzeitigen Erkenntnissen abgeraten. Eventuell ist ein Abstillen in Erwägung zu ziehen.
Ist Ihnen das Arzneimittel trotz einer Gegenanzeige verordnet worden, sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker. Der therapeutische Nutzen kann höher sein, als das Risiko, das die Anwendung bei einer Gegenanzeige in sich birgt.
Lagerungsanforderungen
Bestellinformationen
- Import/Reimport:
- Ja
Aufbewahrung
Aufbewahrung
Das Arzneimittel muss vor Hitze geschützt aufbewahrt werden.
Wichtige Hinweise
Was sollten Sie beachten?
- Vermeiden Sie übermäßige UV-Strahlung, z.B. in Solarien oder bei ausgedehnten Sonnenbädern, weil die Haut während der Anwendung des Arzneimittels empfindlicher reagiert.
- Es kann Arzneimittel geben, mit denen Wechselwirkungen auftreten. Sie sollten deswegen generell vor der Behandlung mit einem neuen Arzneimittel jedes andere, das Sie bereits anwenden, dem Arzt oder Apotheker angeben. Das gilt auch für Arzneimittel, die Sie selbst kaufen, nur gelegentlich anwenden oder deren Anwendung schon einige Zeit zurückliegt.
Gürtelrose (Herpes zoster)
Was ist das? - Definition Gürtelrose ist eine Virusinfektion, die durch das Varizella-Zoster-Virus verursacht wird. Sie äußert sich meist als schmerzhafter Hautausschlag mit Bläschen.
Krankheitsbild
Gürtelrose, medizinisch Herpes zoster genannt, tritt nur bei Menschen auf, die früher Windpocken hatten. Das Virus bleibt nach der Windpocken-Erkrankung lebenslang im Körper und kann später wieder aktiv werden. Die Reaktivierung erfolgt meist entlang eines Nervs und zeigt sich als Hautausschlag auf einer Körperhälfte. Besonders häufig trifft es den Rumpf und den Brustkorb, seltener Gesicht, Hals oder Beine. Die Erkrankung kann in jedem Alter auftreten, ist aber bei Menschen über 50 und bei geschwächtem Immunsystem häufiger.
Symptome/Verlauf
Zu Beginn verspüren Betroffene oft ein allgemeines Krankheitsgefühl, Fieber und Schmerzen in einem begrenzten Hautbereich. Nach wenigen Tagen entstehen Rötungen, Knötchen und stark juckende Bläschen. Diese platzen auf, verkrusten und heilen meist innerhalb von zwei bis vier Wochen ab. In manchen Fällen kann die Gürtelrose auch ohne sichtbaren Ausschlag auftreten. Besonders gefährlich ist ein Befall im Gesicht oder an den Augen, da hier zusätzliche Komplikationen wie Sehstörungen oder Gesichtslähmungen auftreten können.
Folgen/Komplikationen
Die häufigste Komplikation ist die Postzoster-Neuralgie, bei der Schmerzen auch nach Abheilung des Ausschlags bestehen bleiben. Zu den weiteren möglichen Folgen zählen Narbenbildung, Pigmentstörungen der Haut, bakterielle Hautentzündungen, Entzündungen von Organen wie Lunge oder Gehirn, Gesichtslähmungen und Hörprobleme bei Befall des Ohres sowie Sehstörungen bei Befall der Augen.
Ursachen/Risikofaktoren
Die Reaktivierung des Virus wird meist durch ein geschwächtes Immunsystem ausgelöst. Zu den weiteren Risikofaktoren zählen:
- fortgeschrittenes Alter
- Stress
- chronische Erkrankungen
- Einnahme von Medikamenten, die das Immunsystem unterdrücken, etwa nach einer Organtransplantation
- HIV-Infektion
- Diabetes
Das kann helfen
Das macht der Arzt: Er setzt in der Regel antivirale Medikamente wie Aciclovir oder Valaciclovir ein, möglichst früh nach dem Auftreten der Symptome. Schmerzmittel und juckreizstillende Lotionen können zusätzlich helfen.
Das kann man selbst tun: Stressvermeidung, eine gesunde Lebensweise und eine spezielle Impfung beugen Gürtelrose vor. Grenzen sind erreicht, wenn starke Schmerzen, Gesichtsbeteiligung oder Augensymptome auftreten - dann ist sofortige ärztliche Hilfe nötig.
Bearbeitungsstand: 23.12.2025
Quellenangaben:
Hahn, Kaufmann, Schulz, Suerbaum, Medizinische Mikrobiologie und Infektiologie, Springer, (2009), 6.Auflage - Moll, Dermatologie, (2010), 7. Auflage - Herold, Innere Medizin, Herold, (2011)
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Lippenherpes
Was ist das? - Definition Lippenherpes ist eine Virusinfektion, die durch Herpes-simplex-Viren verursacht wird. Sie zeigt sich meist als schmerzhafte Bläschen an der Lippe und kann immer wieder auftreten.
Krankheitsbild
Lippenherpes, auch Herpes labialis genannt, wird meist durch das Herpes-simplex-Virus Typ 1 ausgelöst. Nach der ersten Infektion verbleibt das Virus lebenslang im Körper und kann bei bestimmten Auslösern reaktiviert werden. Die Erkrankung betrifft oft nur eine Seite der Lippe, kann sich aber auch auf umliegende Hautbereiche oder die Mundhöhle ausbreiten. Die Viren setzen sich in Nervenknoten fest und wandern bei einem Ausbruch entlang der Nervenfasern zur Haut. Die Erkrankung ist weit verbreitet und betrifft viele Menschen immer wieder.
Symptome/Verlauf
Ein Lippenherpes kündigt sich oft durch Kribbeln, Jucken oder Spannungsgefühl an. Kurz darauf entstehen kleine, mit Flüssigkeit gefüllte Bläschen, die schmerzen und beim Sprechen oder Essen stören können. Die Bläschen platzen, nässen und verkrusten. Die Heilung dauert meist ein bis zwei Wochen. Beim ersten Ausbruch können stärkere Beschwerden wie Fieber, Schwäche oder geschwollene Lymphknoten auftreten. In seltenen Fällen entzündet sich die Mundschleimhaut stark, was zu Mundgeruch und Schmerzen führt.
Folgen/Komplikationen
Bei gesunden Menschen heilt Lippenherpes meist folgenlos ab. Komplikationen sind selten, können aber bei geschwächtem Immunsystem auftreten. Dazu gehören Entzündungen größerer Hautbereiche, Augenbeteiligung oder in sehr seltenen Fällen eine Gehirnentzündung. Auch psychische Belastungen durch die sichtbaren Bläschen sind möglich.
Ursachen/Risikofaktoren
Die Infektion erfolgt meist durch direkten Kontakt mit Bläschenflüssigkeit oder gemeinsam genutzte Gegenstände. Zu den Risikofaktoren zählen:
- Stress
- andere Infekte wie Erkältungen
- UV-Strahlung
- hormonelle Schwankungen, etwa während des Monatszyklus
- Verletzungen an den Lippen
- geschwächtes Immunsystem
Das kann helfen
Das macht der Arzt: Er verschreibt in der Regel virushemmende Wirkstoffe wie Aciclovir oder Penciclovir, meistens als Salbe oder Creme. Bei häufigen oder schweren Ausbrüchen können Tabletten helfen.
Das kann man selbst tun: Durch gute Hygiene, Lippenpflege und Stressvermeidung lässt sich einem Ausbruch vorbeugen. Grenzen sind erreicht, wenn die Beschwerden stark sind, häufig auftreten oder das Immunsystem geschwächt ist - dann sollte ärztliche Hilfe in Anspruch genommen werden.
Bearbeitungsstand: 23.12.2025
Quellenangaben:
Hahn, Kaufmann, Schulz, Suerbaum, Medizinische Mikrobiologie und Infektiologie, Springer, (2009), 6.Auflage - Moll, Dermatologie, (2010), 7. Auflage - Herold, Innere Medizin, Herold, (2011)
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Herpes genitalis
Was ist das? - Definition Herpes genitalis ist eine sexuell übertragbare Virusinfektion, die durch das Herpes-simplex-Virus verursacht wird. Sie führt zu schmerzhaften Bläschen im Intimbereich und kann immer wieder ausbrechen.
Krankheitsbild
Herpes genitalis wird meist durch das Herpes-simplex-Virus Typ 2, seltener durch Typ 1 ausgelöst. Die Infektion erfolgt über direkten Kontakt mit infizierten Schleimhäuten oder Körperflüssigkeiten, meist beim Geschlechtsverkehr. Nach der Erstinfektion verbleibt das Virus lebenslang im Körper und kann sich bei bestimmten Auslösern reaktivieren. Die Erkrankung betrifft Männer und Frauen, wobei letztere häufiger erkranken. Die Erstinfektion verläuft oft besonders heftig, spätere Ausbrüche meist milder. Die Viren ruhen in Nervenzellen und können durch Stress, Infekte oder hormonelle Veränderungen wieder aktiv werden.
Symptome/Verlauf
Die ersten Beschwerden treten meist zwei bis zwölf Tage nach der Ansteckung auf. Zu den typischen Symptomen zählen Rötung, Brennen, Jucken und ein unangenehmes Spannungsgefühl im Genitalbereich. Es bilden sich kleine, schmerzhafte Bläschen, die mit Flüssigkeit gefüllt sind. Diese platzen auf, verkrusten und heilen innerhalb von ein bis drei Wochen ab. Oft leiden Betroffene auch unter Fieber, Abgeschlagenheit und geschwollenen Lymphknoten auftreten. Beim Wasserlassen kann es zu Schmerzen kommen. Die Symptome unterscheiden sich von Fall zu Fall. Während manche Betroffene unter starken Beschwerden leiden, verläuft die Infektion bei anderen fast unbemerkt. Wiederkehrende Ausbrüche sind möglich, aber meist schwächer ausgeprägt.
Folgen/Komplikationen
In der Regel verläuft Herpes genitalis harmlos. Komplikationen können jedoch auftreten, vor allem bei Menschen mit einem geschwächten Immunsystem. Die Infektion kann sich auf benachbarte Hautbereiche ausbreiten oder bei Neugeborenen zu schweren Erkrankungen führen, wenn sich die Mutter bereits infiziert hat. Auch psychische Belastungen durch die Diagnose sind nicht selten. Zudem erhöht ein aktiver Herpes das Risiko, sich mit anderen sexuell übertragbaren Krankheiten wie HIV zu infizieren.
Ursachen/Risikofaktoren
Die Übertragung erfolgt meist durch ungeschützten Geschlechtsverkehr. Zu den weiteren Risikofaktoren zählen:
- früher Beginn sexueller Aktivität
- viele Sexualpartner
- Infektionen mit anderen sexuell übertragbaren Krankheiten
- Stress und geschwächtes Immunsystem
- Hautverletzungen im Intimbereich
Das kann helfen
Das macht der Arzt: Häufig werden virushemmende Medikamente wie Aciclovir, Famciclovir oder Valaciclovir eingesetzt, meist in Tablettenform. Bei leichten Ausbrüchen können auch Cremes helfen.
Das kann man selbst tun: Stressvermeidung, eine gesunde Lebensweise und geschützter Geschlechtsverkehr beugen einer Infektion vor. Grenzen sind erreicht, wenn die Beschwerden stark sind, häufig wiederkehren oder in der Schwangerschaft auftreten. Dann ist ärztliche Hilfe unbedingt nötig.
Bearbeitungsstand: 30.12.2025
Quellenangaben:
Hahn, Kaufmann, Schulz, Suerbaum, Medizinische Mikrobiologie und Infektiologie, Springer, (2009), 6.Auflage - Moll, Dermatologie, (2010), 7. Auflage - Herold, Innere Medizin, Herold, (2011)
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Filmtabletten — verschreibungspflichtig.
Detaillierte Anwendungshinweise, Dosierung, Nebenwirkungen und Wechselwirkungen finden Sie unten in den Registerkarten. Beachten Sie stets die Packungsbeilage. Bei Unklarheiten fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.
- PZN:
- 14357326
- Darreichungsform:
- Filmtabletten (Filmtabletten)
- Packungsgröße:
- 42 Stück
- Wirkstoffstärke:
- 500 mg
- Marke:
- VALTREX
- Hersteller:
- 1 0 1 Carefarm GmbH
Rechtlicher Status
Verantwortlicher Wirtschaftsakteur gemäß EU-Verordnung 2023/988
GPSRAnwendungshinweise
Nehmen Sie das Arzneimittel mit Flüssigkeit (z.B. 1 Glas Wasser) ein.
Dauer der Anwendung?
Die Anwendungsdauer richtet sich nach Art der Beschwerde und/oder Dauer der Erkrankung und wird deshalb nur von Ihrem Arzt bestimmt.
Überdosierung?
Bei einer Überdosierung kann es unter anderem zu Hautausschlägen, Übelkeit, Durchfall und Halluzinationen kommen. Setzen Sie sich bei dem Verdacht auf eine Überdosierung umgehend mit einem Arzt in Verbindung.
Einnahme vergessen?
Setzen Sie die Einnahme zum nächsten vorgeschriebenen Zeitpunkt ganz normal (also nicht mit der doppelten Menge) fort.
Generell gilt: Achten Sie vor allem bei Säuglingen, Kleinkindern und älteren Menschen auf eine gewissenhafte Dosierung. Im Zweifelsfalle fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker nach etwaigen Auswirkungen oder Vorsichtsmaßnahmen.
Eine vom Arzt verordnete Dosierung kann von den Angaben der Packungsbeilage abweichen. Da der Arzt sie individuell abstimmt, sollten Sie das Arzneimittel daher nach seinen Anweisungen anwenden.
Dosierung
Die Dosierung für Ihre spezielle Erkrankung besprechen Sie am besten mit Ihrem Arzt.
Patienten mit einer Nierenfunktionsstörung: Sie müssen in Absprache mit Ihrem Arzt eventuell die Einzel- oder die Gesamtdosis reduzieren oder den Dosierungsabstand verlängern.
Anwendungsgebiete
- Virusinfektionen mit Herpesviren, wie:
- Gürtelrose (Herpes zoster)
- Lippenherpes
- Herpesinfektion im Geschlechtsbereich
- Wiederauftreten einer Herpesinfektion im Geschlechtsbereich
- Herpesinfektion im Augenbereich
- Vorbeugung von Virusinfektion mit Cytomegalie-Virus
Wirkstoff
Wirkungsweise
Wie wirkt der Inhaltsstoff des Arzneimittels?
Der Wirkstoff bekämpft bestimmte Viren, indem er ihr Erbgut schädigt und somit ihre Vervielfältigung behindert. Er wirkt vor allem gegen Herpes-Viren, somit kann eine Herpesinfektion gestoppt werden.
Nebenwirkungen
- Magen-Darm-Beschwerden, wie:
- - Übelkeit
- - Erbrechen
- - Durchfälle
- - Bauchschmerzen
- Kopfschmerzen
- Schwindel
- Müdigkeit
- Schlaflosigkeit
- Halluzinationen
- Delirium (Verwirrtheit)
- Überempfindlichkeitsreaktionen der Haut, wie:
- - Hautausschlag
- - Juckreiz
- - Nesselausschlag
- - Erhöhte Lichtempfindlichkeit der Haut
- - Angioneurotisches Ödem (Schwellung im Gesicht, an Hand und Fuß)
- Anfälle von Atemnot
- Anstieg der Nierenwerte - (Kreatinin und Harnstoff)
- Anstieg der Leberwerte
- Leberentzündung
- Veränderung des Blutbildes, wie:
- - Thrombozytopenie (Verminderung der Anzahl der Blutplättchen)
- - Anämie (Blutarmut)
- - Leukopenie (Verminderung der Anzahl der weißen Blutkörperchen), erste Anzeichen können Halsschmerzen oder Fieber sein: Wenden Sie sich bei Auftreten solcher Anzeichen sofort an Ihren Arzt.
- Fieber
- Allgemeine Schwäche
Bemerken Sie eine Befindlichkeitsstörung oder Veränderung während der Behandlung, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Für die Information an dieser Stelle werden vor allem Nebenwirkungen berücksichtigt, die bei mindestens einem von 1.000 behandelten Patienten auftreten.
Gegenanzeigen
Was spricht gegen eine Anwendung?
Immer:
- Überempfindlichkeit gegen die Inhaltsstoffe
- Abwehrschwäche, z.B. HIV-Infektionen, Organtransplantationen, langzeitig hochdosierte Kortisonbehandlung
Unter Umständen - sprechen Sie hierzu mit Ihrem Arzt oder Apotheker:
- Eingeschränkte Nierenfunktion
- Eingeschränkte Leberfunktion
Welche Altersgruppe ist zu beachten?
- Kinder unter 12 Jahren: Das Arzneimittel darf nicht angewendet werden.
Was ist mit Schwangerschaft und Stillzeit?
- Schwangerschaft: Wenden Sie sich an Ihren Arzt. Es spielen verschiedene Überlegungen eine Rolle, ob und wie das Arzneimittel in der Schwangerschaft angewendet werden kann.
- Stillzeit: Von einer Anwendung wird nach derzeitigen Erkenntnissen abgeraten. Eventuell ist ein Abstillen in Erwägung zu ziehen.
Ist Ihnen das Arzneimittel trotz einer Gegenanzeige verordnet worden, sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker. Der therapeutische Nutzen kann höher sein, als das Risiko, das die Anwendung bei einer Gegenanzeige in sich birgt.
Lagerungsanforderungen
Bestellinformationen
- Import/Reimport:
- Ja
Aufbewahrung
Aufbewahrung
Das Arzneimittel muss vor Hitze geschützt aufbewahrt werden.
Wichtige Hinweise
Was sollten Sie beachten?
- Vermeiden Sie übermäßige UV-Strahlung, z.B. in Solarien oder bei ausgedehnten Sonnenbädern, weil die Haut während der Anwendung des Arzneimittels empfindlicher reagiert.
- Es kann Arzneimittel geben, mit denen Wechselwirkungen auftreten. Sie sollten deswegen generell vor der Behandlung mit einem neuen Arzneimittel jedes andere, das Sie bereits anwenden, dem Arzt oder Apotheker angeben. Das gilt auch für Arzneimittel, die Sie selbst kaufen, nur gelegentlich anwenden oder deren Anwendung schon einige Zeit zurückliegt.
Gürtelrose (Herpes zoster)
Was ist das? - Definition Gürtelrose ist eine Virusinfektion, die durch das Varizella-Zoster-Virus verursacht wird. Sie äußert sich meist als schmerzhafter Hautausschlag mit Bläschen.
Krankheitsbild
Gürtelrose, medizinisch Herpes zoster genannt, tritt nur bei Menschen auf, die früher Windpocken hatten. Das Virus bleibt nach der Windpocken-Erkrankung lebenslang im Körper und kann später wieder aktiv werden. Die Reaktivierung erfolgt meist entlang eines Nervs und zeigt sich als Hautausschlag auf einer Körperhälfte. Besonders häufig trifft es den Rumpf und den Brustkorb, seltener Gesicht, Hals oder Beine. Die Erkrankung kann in jedem Alter auftreten, ist aber bei Menschen über 50 und bei geschwächtem Immunsystem häufiger.
Symptome/Verlauf
Zu Beginn verspüren Betroffene oft ein allgemeines Krankheitsgefühl, Fieber und Schmerzen in einem begrenzten Hautbereich. Nach wenigen Tagen entstehen Rötungen, Knötchen und stark juckende Bläschen. Diese platzen auf, verkrusten und heilen meist innerhalb von zwei bis vier Wochen ab. In manchen Fällen kann die Gürtelrose auch ohne sichtbaren Ausschlag auftreten. Besonders gefährlich ist ein Befall im Gesicht oder an den Augen, da hier zusätzliche Komplikationen wie Sehstörungen oder Gesichtslähmungen auftreten können.
Folgen/Komplikationen
Die häufigste Komplikation ist die Postzoster-Neuralgie, bei der Schmerzen auch nach Abheilung des Ausschlags bestehen bleiben. Zu den weiteren möglichen Folgen zählen Narbenbildung, Pigmentstörungen der Haut, bakterielle Hautentzündungen, Entzündungen von Organen wie Lunge oder Gehirn, Gesichtslähmungen und Hörprobleme bei Befall des Ohres sowie Sehstörungen bei Befall der Augen.
Ursachen/Risikofaktoren
Die Reaktivierung des Virus wird meist durch ein geschwächtes Immunsystem ausgelöst. Zu den weiteren Risikofaktoren zählen:
- fortgeschrittenes Alter
- Stress
- chronische Erkrankungen
- Einnahme von Medikamenten, die das Immunsystem unterdrücken, etwa nach einer Organtransplantation
- HIV-Infektion
- Diabetes
Das kann helfen
Das macht der Arzt: Er setzt in der Regel antivirale Medikamente wie Aciclovir oder Valaciclovir ein, möglichst früh nach dem Auftreten der Symptome. Schmerzmittel und juckreizstillende Lotionen können zusätzlich helfen.
Das kann man selbst tun: Stressvermeidung, eine gesunde Lebensweise und eine spezielle Impfung beugen Gürtelrose vor. Grenzen sind erreicht, wenn starke Schmerzen, Gesichtsbeteiligung oder Augensymptome auftreten - dann ist sofortige ärztliche Hilfe nötig.
Bearbeitungsstand: 23.12.2025
Quellenangaben:
Hahn, Kaufmann, Schulz, Suerbaum, Medizinische Mikrobiologie und Infektiologie, Springer, (2009), 6.Auflage - Moll, Dermatologie, (2010), 7. Auflage - Herold, Innere Medizin, Herold, (2011)
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Lippenherpes
Was ist das? - Definition Lippenherpes ist eine Virusinfektion, die durch Herpes-simplex-Viren verursacht wird. Sie zeigt sich meist als schmerzhafte Bläschen an der Lippe und kann immer wieder auftreten.
Krankheitsbild
Lippenherpes, auch Herpes labialis genannt, wird meist durch das Herpes-simplex-Virus Typ 1 ausgelöst. Nach der ersten Infektion verbleibt das Virus lebenslang im Körper und kann bei bestimmten Auslösern reaktiviert werden. Die Erkrankung betrifft oft nur eine Seite der Lippe, kann sich aber auch auf umliegende Hautbereiche oder die Mundhöhle ausbreiten. Die Viren setzen sich in Nervenknoten fest und wandern bei einem Ausbruch entlang der Nervenfasern zur Haut. Die Erkrankung ist weit verbreitet und betrifft viele Menschen immer wieder.
Symptome/Verlauf
Ein Lippenherpes kündigt sich oft durch Kribbeln, Jucken oder Spannungsgefühl an. Kurz darauf entstehen kleine, mit Flüssigkeit gefüllte Bläschen, die schmerzen und beim Sprechen oder Essen stören können. Die Bläschen platzen, nässen und verkrusten. Die Heilung dauert meist ein bis zwei Wochen. Beim ersten Ausbruch können stärkere Beschwerden wie Fieber, Schwäche oder geschwollene Lymphknoten auftreten. In seltenen Fällen entzündet sich die Mundschleimhaut stark, was zu Mundgeruch und Schmerzen führt.
Folgen/Komplikationen
Bei gesunden Menschen heilt Lippenherpes meist folgenlos ab. Komplikationen sind selten, können aber bei geschwächtem Immunsystem auftreten. Dazu gehören Entzündungen größerer Hautbereiche, Augenbeteiligung oder in sehr seltenen Fällen eine Gehirnentzündung. Auch psychische Belastungen durch die sichtbaren Bläschen sind möglich.
Ursachen/Risikofaktoren
Die Infektion erfolgt meist durch direkten Kontakt mit Bläschenflüssigkeit oder gemeinsam genutzte Gegenstände. Zu den Risikofaktoren zählen:
- Stress
- andere Infekte wie Erkältungen
- UV-Strahlung
- hormonelle Schwankungen, etwa während des Monatszyklus
- Verletzungen an den Lippen
- geschwächtes Immunsystem
Das kann helfen
Das macht der Arzt: Er verschreibt in der Regel virushemmende Wirkstoffe wie Aciclovir oder Penciclovir, meistens als Salbe oder Creme. Bei häufigen oder schweren Ausbrüchen können Tabletten helfen.
Das kann man selbst tun: Durch gute Hygiene, Lippenpflege und Stressvermeidung lässt sich einem Ausbruch vorbeugen. Grenzen sind erreicht, wenn die Beschwerden stark sind, häufig auftreten oder das Immunsystem geschwächt ist - dann sollte ärztliche Hilfe in Anspruch genommen werden.
Bearbeitungsstand: 23.12.2025
Quellenangaben:
Hahn, Kaufmann, Schulz, Suerbaum, Medizinische Mikrobiologie und Infektiologie, Springer, (2009), 6.Auflage - Moll, Dermatologie, (2010), 7. Auflage - Herold, Innere Medizin, Herold, (2011)
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Herpes genitalis
Was ist das? - Definition Herpes genitalis ist eine sexuell übertragbare Virusinfektion, die durch das Herpes-simplex-Virus verursacht wird. Sie führt zu schmerzhaften Bläschen im Intimbereich und kann immer wieder ausbrechen.
Krankheitsbild
Herpes genitalis wird meist durch das Herpes-simplex-Virus Typ 2, seltener durch Typ 1 ausgelöst. Die Infektion erfolgt über direkten Kontakt mit infizierten Schleimhäuten oder Körperflüssigkeiten, meist beim Geschlechtsverkehr. Nach der Erstinfektion verbleibt das Virus lebenslang im Körper und kann sich bei bestimmten Auslösern reaktivieren. Die Erkrankung betrifft Männer und Frauen, wobei letztere häufiger erkranken. Die Erstinfektion verläuft oft besonders heftig, spätere Ausbrüche meist milder. Die Viren ruhen in Nervenzellen und können durch Stress, Infekte oder hormonelle Veränderungen wieder aktiv werden.
Symptome/Verlauf
Die ersten Beschwerden treten meist zwei bis zwölf Tage nach der Ansteckung auf. Zu den typischen Symptomen zählen Rötung, Brennen, Jucken und ein unangenehmes Spannungsgefühl im Genitalbereich. Es bilden sich kleine, schmerzhafte Bläschen, die mit Flüssigkeit gefüllt sind. Diese platzen auf, verkrusten und heilen innerhalb von ein bis drei Wochen ab. Oft leiden Betroffene auch unter Fieber, Abgeschlagenheit und geschwollenen Lymphknoten auftreten. Beim Wasserlassen kann es zu Schmerzen kommen. Die Symptome unterscheiden sich von Fall zu Fall. Während manche Betroffene unter starken Beschwerden leiden, verläuft die Infektion bei anderen fast unbemerkt. Wiederkehrende Ausbrüche sind möglich, aber meist schwächer ausgeprägt.
Folgen/Komplikationen
In der Regel verläuft Herpes genitalis harmlos. Komplikationen können jedoch auftreten, vor allem bei Menschen mit einem geschwächten Immunsystem. Die Infektion kann sich auf benachbarte Hautbereiche ausbreiten oder bei Neugeborenen zu schweren Erkrankungen führen, wenn sich die Mutter bereits infiziert hat. Auch psychische Belastungen durch die Diagnose sind nicht selten. Zudem erhöht ein aktiver Herpes das Risiko, sich mit anderen sexuell übertragbaren Krankheiten wie HIV zu infizieren.
Ursachen/Risikofaktoren
Die Übertragung erfolgt meist durch ungeschützten Geschlechtsverkehr. Zu den weiteren Risikofaktoren zählen:
- früher Beginn sexueller Aktivität
- viele Sexualpartner
- Infektionen mit anderen sexuell übertragbaren Krankheiten
- Stress und geschwächtes Immunsystem
- Hautverletzungen im Intimbereich
Das kann helfen
Das macht der Arzt: Häufig werden virushemmende Medikamente wie Aciclovir, Famciclovir oder Valaciclovir eingesetzt, meist in Tablettenform. Bei leichten Ausbrüchen können auch Cremes helfen.
Das kann man selbst tun: Stressvermeidung, eine gesunde Lebensweise und geschützter Geschlechtsverkehr beugen einer Infektion vor. Grenzen sind erreicht, wenn die Beschwerden stark sind, häufig wiederkehren oder in der Schwangerschaft auftreten. Dann ist ärztliche Hilfe unbedingt nötig.
Bearbeitungsstand: 30.12.2025
Quellenangaben:
Hahn, Kaufmann, Schulz, Suerbaum, Medizinische Mikrobiologie und Infektiologie, Springer, (2009), 6.Auflage - Moll, Dermatologie, (2010), 7. Auflage - Herold, Innere Medizin, Herold, (2011)
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.