VENOSTASIN retard 50 mg Hartkapsel retardiert
11,73 €
Sofort lieferbar
Pharmazeutische Informationen
Retard-Kapseln — rezeptfrei.
Detaillierte Anwendungshinweise, Dosierung, Nebenwirkungen und Wechselwirkungen finden Sie unten in den Registerkarten. Beachten Sie stets die Packungsbeilage. Bei Unklarheiten fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.
- PZN:
- 07577085
- Darreichungsform:
- Retard-Kapseln (Retard-Kapseln)
- Packungsgröße:
- 20 Stück
- Wirkstoffstärke:
- 50 mg
- Marke:
- VENOSTASIN retard
- Hersteller:
- EMRA-MED Arzneimittel GmbH
- Generikum:
-
Ja
Rechtlicher Status
Verantwortlicher Wirtschaftsakteur gemäß EU-Verordnung 2023/988
GPSRAnwendungshinweise
Die Gesamtdosis sollte nicht ohne Rücksprache mit einem Arzt oder Apotheker überschritten werden.
Art der Anwendung?
Nehmen Sie das Arzneimittel mit Flüssigkeit (z.B. 1 Glas Wasser) ein.
Dauer der Anwendung?
Die Anwendungsdauer richtet sich nach der Art der Beschwerden und/oder dem Verlauf der Erkrankung. Prinzipiell ist die Dauer der Anwendung zeitlich nicht begrenzt, das Arzneimittel kann daher längerfristig angewendet werden.
Überdosierung?
Bei einer Überdosierung kann es unter anderem zu Übelkeit, Erbrechen und Durchfall kommen. Setzen Sie sich bei dem Verdacht auf eine Überdosierung umgehend mit einem Arzt in Verbindung.
Einnahme vergessen?
Setzen Sie die Einnahme zum nächsten vorgeschriebenen Zeitpunkt ganz normal (also nicht mit der doppelten Menge) fort.
Generell gilt: Achten Sie vor allem bei Säuglingen, Kleinkindern und älteren Menschen auf eine gewissenhafte Dosierung. Im Zweifelsfalle fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker nach etwaigen Auswirkungen oder Vorsichtsmaßnahmen.
Eine vom Arzt verordnete Dosierung kann von den Angaben der Packungsbeilage abweichen. Da der Arzt sie individuell abstimmt, sollten Sie das Arzneimittel daher nach seinen Anweisungen anwenden.
Dosierung
Bei einem empfindlichen Magen empfiehlt es sich das Arzneimittel während der Mahlzeit einzunehmen.
Anwendungsgebiete
- Venenschwäche, zur unterstützenden Behandlung
Detaillierte Dosierung
Personenkreis: Erwachsene, Einzeldosis: 1 Kapsel, Gesamtdosis: 2-mal täglich, Zeitpunkt: morgens und abends, vor der Mahlzeit
Wirkstoff
Wirkungsweise
Wie wirkt der Inhaltsstoff des Arzneimittels?
Die Inhaltsstoffe entstammen der Pflanze Rosskastanie und wirken als natürliches Gemisch. Zu der Pflanze selbst:
- Aussehen: bis zu 30m hoher Laubbaum mit großen gefingerten Blättern sowie auffälligen rosafarbenen Blütenkerzen; die glänzend braunen Samen sind von einer gelblich-grünen stacheligen Hülle umgeben
- Vorkommen: gemäßigte Zonen
- Hauptsächliche Inhaltsstoffe: Triterpensaponine(Aescin), Proanthocyanidine
- Verwendete Pflanzenteile und Zubereitungen: hauptsächlich Extrakte und Tinkturen von Blättern, Blüten und Samen
Aescin besitzt gefäßabdichtende sowie ödemhemmende Wirkung und verbessert die Venentonisierung. Außerdem haben die Inhaltsstoffe einen entzündungshemmenden Effekt.
Nebenwirkungen
Welche unerwünschten Wirkungen können auftreten?
Für das Arzneimittel sind nur Nebenwirkungen beschrieben, die bisher nur in Ausnahmefällen aufgetreten sind.
Bemerken Sie eine Befindlichkeitsstörung oder Veränderung während der Behandlung, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Für die Information an dieser Stelle werden vor allem Nebenwirkungen berücksichtigt, die bei mindestens einem von 1.000 behandelten Patienten auftreten.
Gegenanzeigen
Was spricht gegen eine Anwendung?
- Überempfindlichkeit gegen die Inhaltsstoffe
Welche Altersgruppe ist zu beachten?
- Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren: Für diese Altersgruppe liegen keine Dosierungsangaben vor.
Was ist mit Schwangerschaft und Stillzeit?
- Schwangerschaft: Das Arzneimittel sollte nach derzeitigen Erkenntnissen nicht angewendet werden.
- Stillzeit: Von einer Anwendung wird nach derzeitigen Erkenntnissen abgeraten. Eventuell ist ein Abstillen in Erwägung zu ziehen.
Ist Ihnen das Arzneimittel trotz einer Gegenanzeige verordnet worden, sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker. Der therapeutische Nutzen kann höher sein, als das Risiko, das die Anwendung bei einer Gegenanzeige in sich birgt.
Bestellinformationen
- Mindestbestellmenge:
- 1
- Import/Reimport:
- Ja
Aufbewahrung
Aufbewahrung
Das Arzneimittel muss
- vor Hitze geschützt
- vor Feuchtigkeit geschützt (z.B. im fest verschlossenen Behältnis)
aufbewahrt werden.
Wichtige Hinweise
Was sollten Sie beachten?
- Vorsicht bei Allergie gegen Farbstoffe (z.B. Indigocarmin mit der E-Nummer E 132)!
- Vorsicht bei Allergie gegen Farbstoffe (z.B. Chinolingelb mit der E-Nummer E 104)!
Weitere Hinweise aus der Fachinformation
Suchen Sie Ihren Arzt sofort auf bei neu oder plötzlich verstärkt auftretenden Schmerzen, schnell zunehmender Schwellung oder bläulicher Verfärbung der Beine.
Krampfadern
Was ist das? - Definition Oft als Folge chronischer Venenschwäche können sich oberflächliche Venen weiten und als verdickte, geschlängelt verlaufende, knotige Krampfadern sichtbar werden. Zumeist betrifft dies Venen der Beine. Bleiben in ihrer Funktion eingeschränkte Venen unbehandelt, kommt es zu Ödemen, Hautveränderungen oder offenen Wunden der betroffenen Gliedmaßen, Venenthrombosen und schlimmstenfalls sogar zu einer Lungenembolie.
Krankheitsbild
Wenn sich, meist als Folgewirkung chronischer Venenschwäche, oberflächliche Venen weiten, können Krampfadern entstehen. Meist treten sie in den Beinen auf. Geht es dabei um kleinste Venen und ihre Verästelungen, bilden sich die nur optisch störenden Besenreiser. Verdicken sich größere oberflächliche Venen, treten diese mit der Zeit geschlängelt, teils knotenartig sowie sicht- und tastbar hervor. Insgesamt verschlechtert sich die Durchblutung des betroffenen Gewebebereiches. Möglicherweise bilden sich in den betroffenen Venen auch Gerinnsel, die zu Entzündungen, Rötungen und Schmerzen führen.
Krampfadern treten in der Regel unabhängig von anderen Krankheiten auf. Es ist aber auch möglich, dass sie beispielsweise infolge einer schweren Herzschwäche oder vergleichsweise rasch nach einer tiefen Venenthrombose entstehen und für Letztere ein Warnzeichen sind.
Symptome/Verlauf
Krampfadern sind als Venen in ihrer Funktion eingeschränkt, so dass sie "verbrauchtes" Blut nicht mehr effektiv genug aus dem Gewebe in Richtung Herz abtransportieren können. Die Patienten haben Schmerzen, spüren ein Schwere-, Druck- und Spannungsgefühl in den betroffenen Beinen. Auch typisch: Schwellungen im Bereich der Knöchel und Unterschenkel. Die Beschwerden verschlimmern sich nach längerem Stehen oder Sitzen, bei sommerlicher Wärme sowie abends.
Folgen/Komplikationen
Bleiben eine Venenschwäche und dabei entstehende Krampfadern unbehandelt, kann sich die Haut der Unterschenkel, in denen geschädigte Venen verlaufen, mit der Zeit möglicherweise braun verfärben. Es kann zu Geschwüren vor allem im Bereich der Fußknöchel kommen.
Eine weitere mögliche Folge chronischer Venenschwäche besteht darin, dass sich innerhalb geschädigter Venen - häufig in Krampfadern - Gerinnsel bilden, die man sich wie winzige Wundschorfpartikel vorstellen kann. Mediziner bezeichnen sie als Thromben. Diese bewirken in oberflächlichen Venen eine Entzündung mit stechenden, brennenden Schmerzen schon bei leichtem Druck auf das Gefäß. Der erkrankte Venenabschnitt ist oft als roter Strang in der Haut zu sehen.
Bei tieferliegenden Beinvenenthrombosen, die durch oberflächliche Venenthrombosen gefördert werden können, sind Schmerzen entlang der betroffenen Venen sowie Schwellungen, eine bläuliche Verfärbung und Überwärmung des Beins möglich. Mitunter liegen auch nur schwache oder keine Symptome vor. Thromben in tieferliegenden Beinvenen können unter Umständen abreißen und im venösen Blutstrom bis zur rechten Herzkammer mittreiben, weiter in die Lunge gelangen und dort Blutgefäße verstopfen. Es kommt zu einer Lungenembolie mit Luftnot und Brustschmerzen bis hin zum Kreislaufzusammenbruch.
Ursachen/Risikofaktoren
Eine mögliche Ursache für Krampfadern ist eine angeborene Veranlagung zur Venenschwäche. Es gibt aber auch Risikofaktoren dafür, vor allem Übergewicht, langes Stehen oder Sitzen und Bewegungsarmut.
Bei Bewegungsarmut unterstützt die Muskulatur den Blutfluss in Venen weniger, so dass sich in ihnen womöglich Blut staut. Die Venen beginnen sich zu weiten, so dass sich Venenklappen nicht mehr richtig schließen. Oft bilden sich dann mit der Zeit sichtbare Krampfadern. Durch eine gestörte Venenfunktion stockt zunehmend der Blutabfluss aus den Beinen zurück zum Herzen. Blut versackt in den Beinen und staut sich, es gelangt vermehrt Flüssigkeit aus Blutgefäßen ins Gewebe. Besonderes im Unterschenkel- und Knöchelbereich kommt es dadurch zu Schwellungen - Ödemen. Das Risiko für Geschwüre und Venenthrombosen ist erhöht.
Mitunter sind Krampfadern nicht nur die Ursache einer tiefen Beinvenenthrombose, sie können auch als Folge einer solchen auftreten. Sie gelten dann als Warnzeichen der Thrombose ("Warnvenen").
Das kann helfen
Was der Arzt tun kann:
Ärztinnen oder Ärzte lassen sich die Beschwerden der Patienten schildern und untersuchen sie körperlich sowie bei Bedarf mit weiteren Verfahren, etwa um den Blutfluss zu messen oder die Blutgefäße zu begutachten. Zur Therapie bei Venenschwäche und Krampfadern kann das Tragen von Stütz- oder Kompressionsstrümpfen gehören, zudem Übungen und Verhaltensweisen, um den Blutfluss in Venen anzuregen. Mitunter ist es sinnvoll Krampfadern durch einen Eingriff zu ziehen oder zu veröden. Offene Geschwüre müssen nach ärztlicher Maßgabe speziell behandelt werden, wenn sie nicht heilen, auch chirurgisch. Venenthrombosen werden unter anderem durch Medikamente gegen Entzündungen und Schmerzen sowie bei Bedarf mit Mitteln zur Kontrolle der Blutgerinnung behandelt, zudem durch Kompressionsverfahren oder in schweren Fällen auch operativ.
Was man selbst tun kann:
Wichtig ist, regelmäßig körperlich aktiv zu sein, indem man beispielsweise mehr zu Fuß geht, Rad fährt und Treppen steigt. Lange Phasen nur sitzender oder stehender Tätigkeit gilt es zu vermeiden beziehungsweise durch Bewegungspausen zu unterbrechen. Eventuell kann man sich auch von Ärzten sowie Krankengymnasten zu Übungen beraten lassen, mit denen man die Durchblutung in den Beinen im Alltag anregen kann. Zudem sollte man die Beine im Sitzen nicht übereinanderschlagen. Akut hilft bei geschwollenen Beinen, diese über Herzhöhe hochzulegen. Werden Stütz- oder Kompressionsstrümpfe ärztlich empfohlen, sollte man sie regelmäßig tragen. Hilfreich ist auch, vorhandenes Übergewicht abzubauen und das Rauchen aufzugeben. Bei Symptomen einer Beinvenenthrombose sollte man sich umgehend in ärztliche Behandlung begeben.
Bearbeitungsstand: 09.02.2026
Quellenangaben:
Moll, Dermatologie, (2010), 7. Auflage - Herold, Innere Medizin, Herold, (2011)
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Oberflächliche Venenentzündung
Was ist das? - Definition Eine oberflächliche Venenentzündung ist eine Entzündung einer Vene, die nahe unter der Haut verläuft. Sie entsteht häufig durch Reizung oder kleine Verletzungen der Gefäßwand. Typisch sind Schmerzen, Rötung und eine tastbare Verhärtung entlang der betroffenen Vene.
Krankheitsbild
Bei einer oberflächlichen Venenentzündung entzündet sich eine oberflächliche Vene, meist an Armen oder Beinen. Das betroffene Gefäß fühlt sich oft wie ein harter Strang an und reagiert empfindlich auf Druck. Die Beschwerden beginnen meist lokal begrenzt und können sich entlang der Vene ausbreiten. Die Erkrankung ist oft unangenehm, aber in vielen Fällen gut behandelbar.
Symptome/Verlauf
Typisch sind Schmerzen, Rötung und eine warme, verhärtete Stelle entlang der betroffenen Vene. Die Beschwerden können beim Gehen oder Stehen zunehmen. Manche Betroffene berichten über ein Spannungsgefühl. Der Verlauf ist in der Regel gutartig, kann aber mehrere Tage bis Wochen anhalten. Eine Ausbreitung in tiefere Venen ist selten, sollte aber beachtet werden.
Folgen/Komplikationen
In den meisten Fällen bleibt die Entzündung auf die oberflächlichen Venen begrenzt. Selten breitet sie sich auf tiefere Venen aus. Dann steigt das Risiko für eine Thrombose. Auch wiederkehrende Entzündungen sind möglich, besonders wenn Risikofaktoren bestehen. Eine frühzeitige Behandlung hilft, Komplikationen zu vermeiden.
Ursachen/Risikofaktoren
Häufige Auslöser sind kleine Verletzungen der Vene, etwa durch Blutabnahmen oder Infusionen. Auch Krampfadern begünstigen die Entstehung. Zu den Risikofaktoren zählen:
- Krampfadern
- Bewegungsmangel
- langes Stehen oder Sitzen
- Rauchen
Manchmal tritt die Entzündung auch ohne klar erkennbare Ursache auf.
Das kann helfen
Das macht der Arzt: Er setzt oft entzündungshemmende Wirkstoffe ein, verschreibt eine Kompressionsbehandlung und empfiehlt gegebenenfalls eine kurze Entlastung der betroffenen Stelle.
Das kann man selbst tun: Durch Bewegung, Hochlagern und kühle Umschläge unterstützt man die Behandlung. Grenzen bestehen, wenn starke Schmerzen auftreten, die Entzündung sich ausbreitet oder Schwellungen im Bein entstehen. Dann ist ärztliche Abklärung notwendig.
Bearbeitungsstand: 27.03.2026
Quellenangaben:
Moll, Dermatologie, (2010), 7. Auflage - Brunkhorst, Schölmerich, Differenzialdiagnostik und Differenzialtherapie, Elsevier (Urban & Fischer), (2010), 1. Auflage - Herold, Innere Medizin, Herold, (2011)
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Retard-Kapseln — rezeptfrei.
Detaillierte Anwendungshinweise, Dosierung, Nebenwirkungen und Wechselwirkungen finden Sie unten in den Registerkarten. Beachten Sie stets die Packungsbeilage. Bei Unklarheiten fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.
- PZN:
- 07577085
- Darreichungsform:
- Retard-Kapseln (Retard-Kapseln)
- Packungsgröße:
- 20 Stück
- Wirkstoffstärke:
- 50 mg
- Marke:
- VENOSTASIN retard
- Hersteller:
- EMRA-MED Arzneimittel GmbH
- Generikum:
-
Ja
Rechtlicher Status
Verantwortlicher Wirtschaftsakteur gemäß EU-Verordnung 2023/988
GPSRAnwendungshinweise
Die Gesamtdosis sollte nicht ohne Rücksprache mit einem Arzt oder Apotheker überschritten werden.
Art der Anwendung?
Nehmen Sie das Arzneimittel mit Flüssigkeit (z.B. 1 Glas Wasser) ein.
Dauer der Anwendung?
Die Anwendungsdauer richtet sich nach der Art der Beschwerden und/oder dem Verlauf der Erkrankung. Prinzipiell ist die Dauer der Anwendung zeitlich nicht begrenzt, das Arzneimittel kann daher längerfristig angewendet werden.
Überdosierung?
Bei einer Überdosierung kann es unter anderem zu Übelkeit, Erbrechen und Durchfall kommen. Setzen Sie sich bei dem Verdacht auf eine Überdosierung umgehend mit einem Arzt in Verbindung.
Einnahme vergessen?
Setzen Sie die Einnahme zum nächsten vorgeschriebenen Zeitpunkt ganz normal (also nicht mit der doppelten Menge) fort.
Generell gilt: Achten Sie vor allem bei Säuglingen, Kleinkindern und älteren Menschen auf eine gewissenhafte Dosierung. Im Zweifelsfalle fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker nach etwaigen Auswirkungen oder Vorsichtsmaßnahmen.
Eine vom Arzt verordnete Dosierung kann von den Angaben der Packungsbeilage abweichen. Da der Arzt sie individuell abstimmt, sollten Sie das Arzneimittel daher nach seinen Anweisungen anwenden.
Dosierung
Bei einem empfindlichen Magen empfiehlt es sich das Arzneimittel während der Mahlzeit einzunehmen.
Anwendungsgebiete
- Venenschwäche, zur unterstützenden Behandlung
Detaillierte Dosierung
Personenkreis: Erwachsene, Einzeldosis: 1 Kapsel, Gesamtdosis: 2-mal täglich, Zeitpunkt: morgens und abends, vor der Mahlzeit
Wirkstoff
Wirkungsweise
Wie wirkt der Inhaltsstoff des Arzneimittels?
Die Inhaltsstoffe entstammen der Pflanze Rosskastanie und wirken als natürliches Gemisch. Zu der Pflanze selbst:
- Aussehen: bis zu 30m hoher Laubbaum mit großen gefingerten Blättern sowie auffälligen rosafarbenen Blütenkerzen; die glänzend braunen Samen sind von einer gelblich-grünen stacheligen Hülle umgeben
- Vorkommen: gemäßigte Zonen
- Hauptsächliche Inhaltsstoffe: Triterpensaponine(Aescin), Proanthocyanidine
- Verwendete Pflanzenteile und Zubereitungen: hauptsächlich Extrakte und Tinkturen von Blättern, Blüten und Samen
Aescin besitzt gefäßabdichtende sowie ödemhemmende Wirkung und verbessert die Venentonisierung. Außerdem haben die Inhaltsstoffe einen entzündungshemmenden Effekt.
Nebenwirkungen
Welche unerwünschten Wirkungen können auftreten?
Für das Arzneimittel sind nur Nebenwirkungen beschrieben, die bisher nur in Ausnahmefällen aufgetreten sind.
Bemerken Sie eine Befindlichkeitsstörung oder Veränderung während der Behandlung, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Für die Information an dieser Stelle werden vor allem Nebenwirkungen berücksichtigt, die bei mindestens einem von 1.000 behandelten Patienten auftreten.
Gegenanzeigen
Was spricht gegen eine Anwendung?
- Überempfindlichkeit gegen die Inhaltsstoffe
Welche Altersgruppe ist zu beachten?
- Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren: Für diese Altersgruppe liegen keine Dosierungsangaben vor.
Was ist mit Schwangerschaft und Stillzeit?
- Schwangerschaft: Das Arzneimittel sollte nach derzeitigen Erkenntnissen nicht angewendet werden.
- Stillzeit: Von einer Anwendung wird nach derzeitigen Erkenntnissen abgeraten. Eventuell ist ein Abstillen in Erwägung zu ziehen.
Ist Ihnen das Arzneimittel trotz einer Gegenanzeige verordnet worden, sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker. Der therapeutische Nutzen kann höher sein, als das Risiko, das die Anwendung bei einer Gegenanzeige in sich birgt.
Bestellinformationen
- Mindestbestellmenge:
- 1
- Import/Reimport:
- Ja
Aufbewahrung
Aufbewahrung
Das Arzneimittel muss
- vor Hitze geschützt
- vor Feuchtigkeit geschützt (z.B. im fest verschlossenen Behältnis)
aufbewahrt werden.
Wichtige Hinweise
Was sollten Sie beachten?
- Vorsicht bei Allergie gegen Farbstoffe (z.B. Indigocarmin mit der E-Nummer E 132)!
- Vorsicht bei Allergie gegen Farbstoffe (z.B. Chinolingelb mit der E-Nummer E 104)!
Weitere Hinweise aus der Fachinformation
Suchen Sie Ihren Arzt sofort auf bei neu oder plötzlich verstärkt auftretenden Schmerzen, schnell zunehmender Schwellung oder bläulicher Verfärbung der Beine.
Krampfadern
Was ist das? - Definition Oft als Folge chronischer Venenschwäche können sich oberflächliche Venen weiten und als verdickte, geschlängelt verlaufende, knotige Krampfadern sichtbar werden. Zumeist betrifft dies Venen der Beine. Bleiben in ihrer Funktion eingeschränkte Venen unbehandelt, kommt es zu Ödemen, Hautveränderungen oder offenen Wunden der betroffenen Gliedmaßen, Venenthrombosen und schlimmstenfalls sogar zu einer Lungenembolie.
Krankheitsbild
Wenn sich, meist als Folgewirkung chronischer Venenschwäche, oberflächliche Venen weiten, können Krampfadern entstehen. Meist treten sie in den Beinen auf. Geht es dabei um kleinste Venen und ihre Verästelungen, bilden sich die nur optisch störenden Besenreiser. Verdicken sich größere oberflächliche Venen, treten diese mit der Zeit geschlängelt, teils knotenartig sowie sicht- und tastbar hervor. Insgesamt verschlechtert sich die Durchblutung des betroffenen Gewebebereiches. Möglicherweise bilden sich in den betroffenen Venen auch Gerinnsel, die zu Entzündungen, Rötungen und Schmerzen führen.
Krampfadern treten in der Regel unabhängig von anderen Krankheiten auf. Es ist aber auch möglich, dass sie beispielsweise infolge einer schweren Herzschwäche oder vergleichsweise rasch nach einer tiefen Venenthrombose entstehen und für Letztere ein Warnzeichen sind.
Symptome/Verlauf
Krampfadern sind als Venen in ihrer Funktion eingeschränkt, so dass sie "verbrauchtes" Blut nicht mehr effektiv genug aus dem Gewebe in Richtung Herz abtransportieren können. Die Patienten haben Schmerzen, spüren ein Schwere-, Druck- und Spannungsgefühl in den betroffenen Beinen. Auch typisch: Schwellungen im Bereich der Knöchel und Unterschenkel. Die Beschwerden verschlimmern sich nach längerem Stehen oder Sitzen, bei sommerlicher Wärme sowie abends.
Folgen/Komplikationen
Bleiben eine Venenschwäche und dabei entstehende Krampfadern unbehandelt, kann sich die Haut der Unterschenkel, in denen geschädigte Venen verlaufen, mit der Zeit möglicherweise braun verfärben. Es kann zu Geschwüren vor allem im Bereich der Fußknöchel kommen.
Eine weitere mögliche Folge chronischer Venenschwäche besteht darin, dass sich innerhalb geschädigter Venen - häufig in Krampfadern - Gerinnsel bilden, die man sich wie winzige Wundschorfpartikel vorstellen kann. Mediziner bezeichnen sie als Thromben. Diese bewirken in oberflächlichen Venen eine Entzündung mit stechenden, brennenden Schmerzen schon bei leichtem Druck auf das Gefäß. Der erkrankte Venenabschnitt ist oft als roter Strang in der Haut zu sehen.
Bei tieferliegenden Beinvenenthrombosen, die durch oberflächliche Venenthrombosen gefördert werden können, sind Schmerzen entlang der betroffenen Venen sowie Schwellungen, eine bläuliche Verfärbung und Überwärmung des Beins möglich. Mitunter liegen auch nur schwache oder keine Symptome vor. Thromben in tieferliegenden Beinvenen können unter Umständen abreißen und im venösen Blutstrom bis zur rechten Herzkammer mittreiben, weiter in die Lunge gelangen und dort Blutgefäße verstopfen. Es kommt zu einer Lungenembolie mit Luftnot und Brustschmerzen bis hin zum Kreislaufzusammenbruch.
Ursachen/Risikofaktoren
Eine mögliche Ursache für Krampfadern ist eine angeborene Veranlagung zur Venenschwäche. Es gibt aber auch Risikofaktoren dafür, vor allem Übergewicht, langes Stehen oder Sitzen und Bewegungsarmut.
Bei Bewegungsarmut unterstützt die Muskulatur den Blutfluss in Venen weniger, so dass sich in ihnen womöglich Blut staut. Die Venen beginnen sich zu weiten, so dass sich Venenklappen nicht mehr richtig schließen. Oft bilden sich dann mit der Zeit sichtbare Krampfadern. Durch eine gestörte Venenfunktion stockt zunehmend der Blutabfluss aus den Beinen zurück zum Herzen. Blut versackt in den Beinen und staut sich, es gelangt vermehrt Flüssigkeit aus Blutgefäßen ins Gewebe. Besonderes im Unterschenkel- und Knöchelbereich kommt es dadurch zu Schwellungen - Ödemen. Das Risiko für Geschwüre und Venenthrombosen ist erhöht.
Mitunter sind Krampfadern nicht nur die Ursache einer tiefen Beinvenenthrombose, sie können auch als Folge einer solchen auftreten. Sie gelten dann als Warnzeichen der Thrombose ("Warnvenen").
Das kann helfen
Was der Arzt tun kann:
Ärztinnen oder Ärzte lassen sich die Beschwerden der Patienten schildern und untersuchen sie körperlich sowie bei Bedarf mit weiteren Verfahren, etwa um den Blutfluss zu messen oder die Blutgefäße zu begutachten. Zur Therapie bei Venenschwäche und Krampfadern kann das Tragen von Stütz- oder Kompressionsstrümpfen gehören, zudem Übungen und Verhaltensweisen, um den Blutfluss in Venen anzuregen. Mitunter ist es sinnvoll Krampfadern durch einen Eingriff zu ziehen oder zu veröden. Offene Geschwüre müssen nach ärztlicher Maßgabe speziell behandelt werden, wenn sie nicht heilen, auch chirurgisch. Venenthrombosen werden unter anderem durch Medikamente gegen Entzündungen und Schmerzen sowie bei Bedarf mit Mitteln zur Kontrolle der Blutgerinnung behandelt, zudem durch Kompressionsverfahren oder in schweren Fällen auch operativ.
Was man selbst tun kann:
Wichtig ist, regelmäßig körperlich aktiv zu sein, indem man beispielsweise mehr zu Fuß geht, Rad fährt und Treppen steigt. Lange Phasen nur sitzender oder stehender Tätigkeit gilt es zu vermeiden beziehungsweise durch Bewegungspausen zu unterbrechen. Eventuell kann man sich auch von Ärzten sowie Krankengymnasten zu Übungen beraten lassen, mit denen man die Durchblutung in den Beinen im Alltag anregen kann. Zudem sollte man die Beine im Sitzen nicht übereinanderschlagen. Akut hilft bei geschwollenen Beinen, diese über Herzhöhe hochzulegen. Werden Stütz- oder Kompressionsstrümpfe ärztlich empfohlen, sollte man sie regelmäßig tragen. Hilfreich ist auch, vorhandenes Übergewicht abzubauen und das Rauchen aufzugeben. Bei Symptomen einer Beinvenenthrombose sollte man sich umgehend in ärztliche Behandlung begeben.
Bearbeitungsstand: 09.02.2026
Quellenangaben:
Moll, Dermatologie, (2010), 7. Auflage - Herold, Innere Medizin, Herold, (2011)
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Oberflächliche Venenentzündung
Was ist das? - Definition Eine oberflächliche Venenentzündung ist eine Entzündung einer Vene, die nahe unter der Haut verläuft. Sie entsteht häufig durch Reizung oder kleine Verletzungen der Gefäßwand. Typisch sind Schmerzen, Rötung und eine tastbare Verhärtung entlang der betroffenen Vene.
Krankheitsbild
Bei einer oberflächlichen Venenentzündung entzündet sich eine oberflächliche Vene, meist an Armen oder Beinen. Das betroffene Gefäß fühlt sich oft wie ein harter Strang an und reagiert empfindlich auf Druck. Die Beschwerden beginnen meist lokal begrenzt und können sich entlang der Vene ausbreiten. Die Erkrankung ist oft unangenehm, aber in vielen Fällen gut behandelbar.
Symptome/Verlauf
Typisch sind Schmerzen, Rötung und eine warme, verhärtete Stelle entlang der betroffenen Vene. Die Beschwerden können beim Gehen oder Stehen zunehmen. Manche Betroffene berichten über ein Spannungsgefühl. Der Verlauf ist in der Regel gutartig, kann aber mehrere Tage bis Wochen anhalten. Eine Ausbreitung in tiefere Venen ist selten, sollte aber beachtet werden.
Folgen/Komplikationen
In den meisten Fällen bleibt die Entzündung auf die oberflächlichen Venen begrenzt. Selten breitet sie sich auf tiefere Venen aus. Dann steigt das Risiko für eine Thrombose. Auch wiederkehrende Entzündungen sind möglich, besonders wenn Risikofaktoren bestehen. Eine frühzeitige Behandlung hilft, Komplikationen zu vermeiden.
Ursachen/Risikofaktoren
Häufige Auslöser sind kleine Verletzungen der Vene, etwa durch Blutabnahmen oder Infusionen. Auch Krampfadern begünstigen die Entstehung. Zu den Risikofaktoren zählen:
- Krampfadern
- Bewegungsmangel
- langes Stehen oder Sitzen
- Rauchen
Manchmal tritt die Entzündung auch ohne klar erkennbare Ursache auf.
Das kann helfen
Das macht der Arzt: Er setzt oft entzündungshemmende Wirkstoffe ein, verschreibt eine Kompressionsbehandlung und empfiehlt gegebenenfalls eine kurze Entlastung der betroffenen Stelle.
Das kann man selbst tun: Durch Bewegung, Hochlagern und kühle Umschläge unterstützt man die Behandlung. Grenzen bestehen, wenn starke Schmerzen auftreten, die Entzündung sich ausbreitet oder Schwellungen im Bein entstehen. Dann ist ärztliche Abklärung notwendig.
Bearbeitungsstand: 27.03.2026
Quellenangaben:
Moll, Dermatologie, (2010), 7. Auflage - Brunkhorst, Schölmerich, Differenzialdiagnostik und Differenzialtherapie, Elsevier (Urban & Fischer), (2010), 1. Auflage - Herold, Innere Medizin, Herold, (2011)
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.