VISANNE 2 mg Tabletten
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Pharmazeutische Informationen
Tabletten — verschreibungspflichtig.
Detaillierte Anwendungshinweise, Dosierung, Nebenwirkungen und Wechselwirkungen finden Sie unten in den Registerkarten. Beachten Sie stets die Packungsbeilage. Bei Unklarheiten fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.
- PZN:
- 18074157
- Darreichungsform:
- Tabletten (Tabletten)
- Packungsgröße:
- 84 Stück
- Wirkstoffstärke:
- 2 mg
- Marke:
- VISANNE
- Hersteller:
- Orifarm GmbH
Rechtlicher Status
Verantwortlicher Wirtschaftsakteur gemäß EU-Verordnung 2023/988
GPSRAnwendungshinweise
Art der Anwendung?
Nehmen Sie das Arzneimittel mit Flüssigkeit (z.B. 1 Glas Wasser) ein. Nach Einnahme der letzten Tablette der jeweiligen Packung wird die Behandlung am folgenden Tag mit der ersten Tablette einer neuen Packung fortgesetzt.
Dauer der Anwendung?
Die Anwendungsdauer richtet sich nach Art der Beschwerde und/oder Dauer der Erkrankung und wird deshalb nur von Ihrem Arzt bestimmt.
Überdosierung?
Setzen Sie sich bei dem Verdacht auf eine Überdosierung umgehend mit einem Arzt in Verbindung.
Einnahme vergessen?
Nehmen Sie das Arzneimittel ein, sobald Sie daran denken und halten Sie dann Ihren ursprünglichen Zeitplan ein.
Generell gilt: Achten Sie vor allem bei Säuglingen, Kleinkindern und älteren Menschen auf eine gewissenhafte Dosierung. Im Zweifelsfalle fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker nach etwaigen Auswirkungen oder Vorsichtsmaßnahmen.
Eine vom Arzt verordnete Dosierung kann von den Angaben der Packungsbeilage abweichen. Da der Arzt sie individuell abstimmt, sollten Sie das Arzneimittel daher nach seinen Anweisungen anwenden.
Dosierung
Allgemeine Dosierungsempfehlung:
Anwendungsgebiete
- Behandlung der Endometriose (Versprengung von Gebärmutterschleimhaut)
Detaillierte Dosierung
Personenkreis: Weibliche Jugendliche und Frauen, Einzeldosis: 1 Tablette, Gesamtdosis: 1-mal täglich, Zeitpunkt: immer zur gleichen Tageszeit, unabhängig von der Mahlzeit
Wirkstoff
Wirkungsweise
Wie wirkt der Inhaltsstoff des Arzneimittels?
Der Wirkstoff ist ein verwandter Stoff zum weiblichen Geschlechtshormon Gestagen (Gelbkörperhormon).
Bei der Frau bewirkt das Gestagen u.a. eine Wachstumshemmung der schwangerschaftsvorbereitenden Gebärmutterschleimhaut, eine Hemmung des Transports der Spermien und eine Hemmung des Eisprungs.
Der Wirkstoff ist ein synthetisches Gestagen, das alleine oder in Kombination mit Ethinylestradiol zur Schwangerschaftsverhütung eingesetzt wird.
Außerdem kann er zur Behandlung von Regelproblemen, Akne und Endometriose bei Frauen verwendet werden.
Nebenwirkungen
- Entzündung der Scheide und des äußeren, weiblichen Geschlechtsorgans durch Hautverdünnung
- Gewichtszunahme
- Depressive Verstimmung
- Schlafstörungen
- Nervosität
- Fehlendes sexuelles Verlangen (Libidoverlust)
- Stimmungsänderung
- Kopfschmerzen
- Migräne
- Übelkeit
- Bauchschmerzen
- Entweichen von Darmgasen
- Blähung
- Erbrechen
- Akne
- Haarausfall bei der Frau (Alopezie)
- Rückenschmerzen
- Brustbeschwerden
- Eierstockzyste (Ovarialzyste)
- Hitzewallungen
- Scheidenblutung
- Gebärmutterblutung
- Kraftlosigkeit bzw. Schwäche
- Reizbarkeit
- Blutarmut (Anämie)
- Gewichtsabnahme
- Appetitsteigerung
- Angst
- Depression
- Stimmungsschwankungen
- Störung des autonomen Nervensystems
- Konzentrationsstörung
- Trockene Augen
- Ohrgeräusche
- Einschränkung der Kreislauffunktion
- Herzklopfen
- Blutdruckabfall
- Kurzatmigkeit (Dyspnoe)
- Durchfall
- Verstopfung
- Magen-Darm-Beschwerden
- Entzündung des Magen-Darm-Traktes
- Zahnfleischentzündung
- Trockene Haut (Xerodermie)
- Schwitzen (Hyperhidrose)
- Juckreiz (Pruritus)
- Vermehrte männliche Behaarung bei der Frau (Hirsutismus)
- Brüchige Nägel
- Kopfschuppen
- Hautentzündung
- Unnormal starkes oder lokalisiertes Haarwachstum
- Störung der Hautfärbung (Pigmentstörung) durch erhöhte Lichtempfindlichkeit der Haut
- Knochenschmerzen
- Muskelkrämpfe
- Gliederschmerzen
- Infektion der Harnwege
- Vaginalsoor (Hefepilzinfektion der Scheide und Schamlippen)
- Trockene Schleimhaut im Vaginalbereich
- Vaginaler Ausfluss
- Beckenschmerzen
- Veränderung des Brustgewebes
- Brustveränderung mit flüssigkeitsgefüllten Hohlräumen (fibrozystische Mastopathie)
- Verhärtung der weiblichen Brustdrüse
- Wassereinlagerung (Ödem)
Bemerken Sie eine Befindlichkeitsstörung oder Veränderung während der Behandlung, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Für die Information an dieser Stelle werden vor allem Nebenwirkungen berücksichtigt, die bei mindestens einem von 1.000 behandelten Patienten auftreten.
Gegenanzeigen
Was spricht gegen eine Anwendung?
- Überempfindlichkeit gegen die Inhaltsstoffe
- Thromboembolische Erkrankungen
- Lebertumoren
- Bestehende oder Verdacht auf bösartige sexualhormonabhängige Tumore
- Herz-Kreislauf-Erkrankung
- Arterielle Erkrankungen
- Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit)
- Schwere Lebererkrankung, auch in der Vorgeschichte
- Ungeklärte vaginale Blutungen
Welche Altersgruppe ist zu beachten?
- Kinder unter 12 Jahren: Das Arzneimittel sollte in der Regel in dieser Altersgruppe nicht angewendet werden.
Was ist mit Schwangerschaft und Stillzeit?
- Schwangerschaft: Das Arzneimittel darf nicht angewendet werden.
- Stillzeit: Von einer Anwendung wird nach derzeitigen Erkenntnissen abgeraten. Eventuell ist ein Abstillen in Erwägung zu ziehen.
Ist Ihnen das Arzneimittel trotz einer Gegenanzeige verordnet worden, sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker. Der therapeutische Nutzen kann höher sein, als das Risiko, das die Anwendung bei einer Gegenanzeige in sich birgt.
Lagerungsanforderungen
Bestellinformationen
- Import/Reimport:
- Ja
Aufbewahrung
Aufbewahrung
Das Arzneimittel muss im Dunkeln (z.B. im Umkarton) aufbewahrt werden.
Wichtige Hinweise
Was sollten Sie beachten?
- Vorsicht bei Kortikoid-Allergie (z.B. Kortison)!
- Vorsicht bei einer Unverträglichkeit gegenüber Lactose. Wenn Sie eine Diabetes-Diät einhalten müssen, sollten Sie den Zuckergehalt berücksichtigen.
Endometriose
Was ist das? - Definition Bei etwa 8 bis 15 Prozent aller Mädchen und Frauen siedeln sich außerhalb der Gebärmutter Gewebeherde an, die aus Zellen ähnlich denen in der Gebärmutterschleimhaut bestehen. Das kann zu erheblichen Beschwerden führen. Zur Behandlung stehen unter anderem hormonelle und operative Verfahren zur Verfügung, aber bisher keine ursächliche Therapie.
Krankheitsbild
Das Krankheitsbild der Endometriose kann sehr verschiedenartig sein, je nachdem, wo Herde aus Gebärmutterschleimhaut-Gewebe wuchern. Davon können etwa das Bauchfell, die Eierstöcke, die Eileiter, die Scheide, der Darm, die Harnblase oder die Harnleiter betroffen sein, aber mitunter auch Organe außerhalb des Bauchraums, die Lunge etwa. Als Sonderform gilt der Befall der Gebärmuttermuskulatur (Adenomyosis). Es gibt Endometrioseherde die oberflächlich wachsen, etwa am Bauchfell, oder die tief infiltrierend in Gewebe und Organe einwachsen.
Aktive Endometrioseherde verhalten sich ähnlich wie normale Gebärmutterschleimhaut: Im Verlauf des Monatszyklus werden sie auf- und abgebaut und bluten bei der Regelblutung, aber an der falschen Stelle. Abgebaute Gewebereste und Blut können nicht abfließen, wie das aus der Gebärmutterhöhle möglich ist, sondern gelangen im Umfeld der Endometrioseherde ins Gewebe.
Teils baut der Körper Blut und die Gewebereste ab, ohne dass betroffene Frauen es bemerken. Es können aber auch Entzündungen, Zysten, Verwachsungen oder Narben entstehen, was mitunter heftige Beschwerden verursacht.
Die Erkrankung lässt sich nicht ursächlich behandeln beziehungsweise heilen. Auch sind bisher keine wirksamen vorbeugenden Maßnahmen bekannt, die ihr Auftreten verhindern.
Symptome/Verlauf
Nicht in jedem Fall führt Endometriose zu Beschwerden. Doch bei etwa 60 bis 70 Prozent der betroffenen Frauen treten Symptome auf, Schmerzen insbesondere. Unter anderem folgende Beschwerden sind möglich:
- heftige, krampfartige Unterleibsschmerzen vor und während der Monatsblutung
- Zwischenblutungen und starke Regelblutungen
- Schmerzen im Unterbauch unabhängig von der Periode
- Schmerzen im Bauch und Rücken
- Schmerzen beim Urinieren oder Stuhlgang
- Schmerzen bei vaginalem Geschlechtsverkehr
- Übelkeit, Kopfschmerz, Schwindel
Endometriose kann schon in der Adoleszenz beginnen und bis zu den Wechseljahren und mitunter auch darüber hinaus anhalten und Beschwerden verursachen.
Folgen/Komplikationen
Es kann zu Einblutungen, Entzündungen, Zystenbildungen und teils heftigen Schmerzen kommen, zudem sind durch den Befall von Organen im Bauchraum Komplikationen möglich. So kann zum Beispiel die Blase betroffen sein, was unter anderem häufigeren Harndrang und Schmerzen bei Wasserlassen bewirkt, zudem kann Blut im Urin auftreten. Eine seltene Komplikation ist der Befall von Organen außerhalb des Bauchraumes, beispielsweise der Lunge. Zudem bewirken ausgeprägte Endometrioseherde möglicherweise eine Unfruchtbarkeit bei betroffenen Frauen, unter anderem durch Verwachsungen an den Eileitern und Eierstöcken.
Ursachen/Risikofaktoren
Die Gründe für die Entstehung der Erkrankung sind bisher nicht eindeutig geklärt. Eine von mehreren möglichen Ursachen besteht darin, dass Menstruationsblut über die Eileiter in den Bauchraum gelangt, mit Zellen der Gebärmutterschleimhaut, die sich dann mitunter dort ansiedeln. Auch eine erbliche Veranlagung kann eine Rolle spielen. Als mögliche Risikofaktoren gelten etwa eine früh einsetzende erste Regelblutung und eine lange Zeitspanne bis zu den Wechseljahren.
Das kann helfen
Was der Arzt tun kann:
Bei Verdacht auf Endometriose erfassen Ärztinnen oder Ärzte das genaue Beschwerdebild. Hinzu können Untersuchungen mittels Ultraschall, einer Bauchspiegelung sowie bildgebender Verfahren wie MRT oder CT und Blutuntersuchungen kommen. Es geht dabei auch darum, andere Erkrankungen auszuschließen, die ähnliche Beschwerden hervorrufen. Die teils nicht sehr eindeutigen Beschwerdebilder sind mit ein Grund, warum es oft mehrere Jahre dauert, bis die Diagnose einer Endometriose gestellt wird.
Steht die Diagnose fest, schlagen Ärztinnen und Ärzte an die individuelle Ausprägung der Erkrankung angepasste Behandlungswege vor. Schmerz- und entzündungshemmende Mittel lindern die Beschwerden, Hormontherapien können die Rückbildung von Endometrioseherden bewirken, zudem können diese bei Bedarf operativ entfernt werden. Bei unerfüllten Kinderwunsch wegen Endometriose kann eine Behandlung in einem Kinderwunschzentrum erfolgen. Wie genau die Behandlung aussieht und welche Vorteile und Nachteile die verschiedenen Therapieoptionen haben, müssen Betroffene individuell mit den behandelnden Ärztinnen und Ärzten besprechen, deren Beratung dieser Text keinesfalls ersetzen kann.
Was man selbst tun kann:
Bei Beschwerden, wie sie unter "Symptome/Verlauf" aufgelistet sind, sollten betroffene Frauen mit ihrer Frauenärztin oder ihrem Frauenarzt sprechen. Besteht der Verdacht auf eine Endometriose, kann die Überweisung an ein spezialisiertes Endometriosezentrum hilfreich sein.
Neben der ärztlich empfohlenen Behandlung gibt es die Möglichkeit, Beschwerden mit Sport, Yoga oder Achtsamkeits- und Entspannungsübungen abzumildern. Auch Selbsthilfegruppen können bei der Krankheitsbewältigung unterstützen.
Bearbeitungsstand: 06.05.2026
Quellenangabe:
Avoxa Content Service, Quelle beim Autor, 2026
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Tabletten — verschreibungspflichtig.
Detaillierte Anwendungshinweise, Dosierung, Nebenwirkungen und Wechselwirkungen finden Sie unten in den Registerkarten. Beachten Sie stets die Packungsbeilage. Bei Unklarheiten fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.
- PZN:
- 18074157
- Darreichungsform:
- Tabletten (Tabletten)
- Packungsgröße:
- 84 Stück
- Wirkstoffstärke:
- 2 mg
- Marke:
- VISANNE
- Hersteller:
- Orifarm GmbH
Rechtlicher Status
Verantwortlicher Wirtschaftsakteur gemäß EU-Verordnung 2023/988
GPSRAnwendungshinweise
Art der Anwendung?
Nehmen Sie das Arzneimittel mit Flüssigkeit (z.B. 1 Glas Wasser) ein. Nach Einnahme der letzten Tablette der jeweiligen Packung wird die Behandlung am folgenden Tag mit der ersten Tablette einer neuen Packung fortgesetzt.
Dauer der Anwendung?
Die Anwendungsdauer richtet sich nach Art der Beschwerde und/oder Dauer der Erkrankung und wird deshalb nur von Ihrem Arzt bestimmt.
Überdosierung?
Setzen Sie sich bei dem Verdacht auf eine Überdosierung umgehend mit einem Arzt in Verbindung.
Einnahme vergessen?
Nehmen Sie das Arzneimittel ein, sobald Sie daran denken und halten Sie dann Ihren ursprünglichen Zeitplan ein.
Generell gilt: Achten Sie vor allem bei Säuglingen, Kleinkindern und älteren Menschen auf eine gewissenhafte Dosierung. Im Zweifelsfalle fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker nach etwaigen Auswirkungen oder Vorsichtsmaßnahmen.
Eine vom Arzt verordnete Dosierung kann von den Angaben der Packungsbeilage abweichen. Da der Arzt sie individuell abstimmt, sollten Sie das Arzneimittel daher nach seinen Anweisungen anwenden.
Dosierung
Allgemeine Dosierungsempfehlung:
Anwendungsgebiete
- Behandlung der Endometriose (Versprengung von Gebärmutterschleimhaut)
Detaillierte Dosierung
Personenkreis: Weibliche Jugendliche und Frauen, Einzeldosis: 1 Tablette, Gesamtdosis: 1-mal täglich, Zeitpunkt: immer zur gleichen Tageszeit, unabhängig von der Mahlzeit
Wirkstoff
Wirkungsweise
Wie wirkt der Inhaltsstoff des Arzneimittels?
Der Wirkstoff ist ein verwandter Stoff zum weiblichen Geschlechtshormon Gestagen (Gelbkörperhormon).
Bei der Frau bewirkt das Gestagen u.a. eine Wachstumshemmung der schwangerschaftsvorbereitenden Gebärmutterschleimhaut, eine Hemmung des Transports der Spermien und eine Hemmung des Eisprungs.
Der Wirkstoff ist ein synthetisches Gestagen, das alleine oder in Kombination mit Ethinylestradiol zur Schwangerschaftsverhütung eingesetzt wird.
Außerdem kann er zur Behandlung von Regelproblemen, Akne und Endometriose bei Frauen verwendet werden.
Nebenwirkungen
- Entzündung der Scheide und des äußeren, weiblichen Geschlechtsorgans durch Hautverdünnung
- Gewichtszunahme
- Depressive Verstimmung
- Schlafstörungen
- Nervosität
- Fehlendes sexuelles Verlangen (Libidoverlust)
- Stimmungsänderung
- Kopfschmerzen
- Migräne
- Übelkeit
- Bauchschmerzen
- Entweichen von Darmgasen
- Blähung
- Erbrechen
- Akne
- Haarausfall bei der Frau (Alopezie)
- Rückenschmerzen
- Brustbeschwerden
- Eierstockzyste (Ovarialzyste)
- Hitzewallungen
- Scheidenblutung
- Gebärmutterblutung
- Kraftlosigkeit bzw. Schwäche
- Reizbarkeit
- Blutarmut (Anämie)
- Gewichtsabnahme
- Appetitsteigerung
- Angst
- Depression
- Stimmungsschwankungen
- Störung des autonomen Nervensystems
- Konzentrationsstörung
- Trockene Augen
- Ohrgeräusche
- Einschränkung der Kreislauffunktion
- Herzklopfen
- Blutdruckabfall
- Kurzatmigkeit (Dyspnoe)
- Durchfall
- Verstopfung
- Magen-Darm-Beschwerden
- Entzündung des Magen-Darm-Traktes
- Zahnfleischentzündung
- Trockene Haut (Xerodermie)
- Schwitzen (Hyperhidrose)
- Juckreiz (Pruritus)
- Vermehrte männliche Behaarung bei der Frau (Hirsutismus)
- Brüchige Nägel
- Kopfschuppen
- Hautentzündung
- Unnormal starkes oder lokalisiertes Haarwachstum
- Störung der Hautfärbung (Pigmentstörung) durch erhöhte Lichtempfindlichkeit der Haut
- Knochenschmerzen
- Muskelkrämpfe
- Gliederschmerzen
- Infektion der Harnwege
- Vaginalsoor (Hefepilzinfektion der Scheide und Schamlippen)
- Trockene Schleimhaut im Vaginalbereich
- Vaginaler Ausfluss
- Beckenschmerzen
- Veränderung des Brustgewebes
- Brustveränderung mit flüssigkeitsgefüllten Hohlräumen (fibrozystische Mastopathie)
- Verhärtung der weiblichen Brustdrüse
- Wassereinlagerung (Ödem)
Bemerken Sie eine Befindlichkeitsstörung oder Veränderung während der Behandlung, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Für die Information an dieser Stelle werden vor allem Nebenwirkungen berücksichtigt, die bei mindestens einem von 1.000 behandelten Patienten auftreten.
Gegenanzeigen
Was spricht gegen eine Anwendung?
- Überempfindlichkeit gegen die Inhaltsstoffe
- Thromboembolische Erkrankungen
- Lebertumoren
- Bestehende oder Verdacht auf bösartige sexualhormonabhängige Tumore
- Herz-Kreislauf-Erkrankung
- Arterielle Erkrankungen
- Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit)
- Schwere Lebererkrankung, auch in der Vorgeschichte
- Ungeklärte vaginale Blutungen
Welche Altersgruppe ist zu beachten?
- Kinder unter 12 Jahren: Das Arzneimittel sollte in der Regel in dieser Altersgruppe nicht angewendet werden.
Was ist mit Schwangerschaft und Stillzeit?
- Schwangerschaft: Das Arzneimittel darf nicht angewendet werden.
- Stillzeit: Von einer Anwendung wird nach derzeitigen Erkenntnissen abgeraten. Eventuell ist ein Abstillen in Erwägung zu ziehen.
Ist Ihnen das Arzneimittel trotz einer Gegenanzeige verordnet worden, sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker. Der therapeutische Nutzen kann höher sein, als das Risiko, das die Anwendung bei einer Gegenanzeige in sich birgt.
Lagerungsanforderungen
Bestellinformationen
- Import/Reimport:
- Ja
Aufbewahrung
Aufbewahrung
Das Arzneimittel muss im Dunkeln (z.B. im Umkarton) aufbewahrt werden.
Wichtige Hinweise
Was sollten Sie beachten?
- Vorsicht bei Kortikoid-Allergie (z.B. Kortison)!
- Vorsicht bei einer Unverträglichkeit gegenüber Lactose. Wenn Sie eine Diabetes-Diät einhalten müssen, sollten Sie den Zuckergehalt berücksichtigen.
Endometriose
Was ist das? - Definition Bei etwa 8 bis 15 Prozent aller Mädchen und Frauen siedeln sich außerhalb der Gebärmutter Gewebeherde an, die aus Zellen ähnlich denen in der Gebärmutterschleimhaut bestehen. Das kann zu erheblichen Beschwerden führen. Zur Behandlung stehen unter anderem hormonelle und operative Verfahren zur Verfügung, aber bisher keine ursächliche Therapie.
Krankheitsbild
Das Krankheitsbild der Endometriose kann sehr verschiedenartig sein, je nachdem, wo Herde aus Gebärmutterschleimhaut-Gewebe wuchern. Davon können etwa das Bauchfell, die Eierstöcke, die Eileiter, die Scheide, der Darm, die Harnblase oder die Harnleiter betroffen sein, aber mitunter auch Organe außerhalb des Bauchraums, die Lunge etwa. Als Sonderform gilt der Befall der Gebärmuttermuskulatur (Adenomyosis). Es gibt Endometrioseherde die oberflächlich wachsen, etwa am Bauchfell, oder die tief infiltrierend in Gewebe und Organe einwachsen.
Aktive Endometrioseherde verhalten sich ähnlich wie normale Gebärmutterschleimhaut: Im Verlauf des Monatszyklus werden sie auf- und abgebaut und bluten bei der Regelblutung, aber an der falschen Stelle. Abgebaute Gewebereste und Blut können nicht abfließen, wie das aus der Gebärmutterhöhle möglich ist, sondern gelangen im Umfeld der Endometrioseherde ins Gewebe.
Teils baut der Körper Blut und die Gewebereste ab, ohne dass betroffene Frauen es bemerken. Es können aber auch Entzündungen, Zysten, Verwachsungen oder Narben entstehen, was mitunter heftige Beschwerden verursacht.
Die Erkrankung lässt sich nicht ursächlich behandeln beziehungsweise heilen. Auch sind bisher keine wirksamen vorbeugenden Maßnahmen bekannt, die ihr Auftreten verhindern.
Symptome/Verlauf
Nicht in jedem Fall führt Endometriose zu Beschwerden. Doch bei etwa 60 bis 70 Prozent der betroffenen Frauen treten Symptome auf, Schmerzen insbesondere. Unter anderem folgende Beschwerden sind möglich:
- heftige, krampfartige Unterleibsschmerzen vor und während der Monatsblutung
- Zwischenblutungen und starke Regelblutungen
- Schmerzen im Unterbauch unabhängig von der Periode
- Schmerzen im Bauch und Rücken
- Schmerzen beim Urinieren oder Stuhlgang
- Schmerzen bei vaginalem Geschlechtsverkehr
- Übelkeit, Kopfschmerz, Schwindel
Endometriose kann schon in der Adoleszenz beginnen und bis zu den Wechseljahren und mitunter auch darüber hinaus anhalten und Beschwerden verursachen.
Folgen/Komplikationen
Es kann zu Einblutungen, Entzündungen, Zystenbildungen und teils heftigen Schmerzen kommen, zudem sind durch den Befall von Organen im Bauchraum Komplikationen möglich. So kann zum Beispiel die Blase betroffen sein, was unter anderem häufigeren Harndrang und Schmerzen bei Wasserlassen bewirkt, zudem kann Blut im Urin auftreten. Eine seltene Komplikation ist der Befall von Organen außerhalb des Bauchraumes, beispielsweise der Lunge. Zudem bewirken ausgeprägte Endometrioseherde möglicherweise eine Unfruchtbarkeit bei betroffenen Frauen, unter anderem durch Verwachsungen an den Eileitern und Eierstöcken.
Ursachen/Risikofaktoren
Die Gründe für die Entstehung der Erkrankung sind bisher nicht eindeutig geklärt. Eine von mehreren möglichen Ursachen besteht darin, dass Menstruationsblut über die Eileiter in den Bauchraum gelangt, mit Zellen der Gebärmutterschleimhaut, die sich dann mitunter dort ansiedeln. Auch eine erbliche Veranlagung kann eine Rolle spielen. Als mögliche Risikofaktoren gelten etwa eine früh einsetzende erste Regelblutung und eine lange Zeitspanne bis zu den Wechseljahren.
Das kann helfen
Was der Arzt tun kann:
Bei Verdacht auf Endometriose erfassen Ärztinnen oder Ärzte das genaue Beschwerdebild. Hinzu können Untersuchungen mittels Ultraschall, einer Bauchspiegelung sowie bildgebender Verfahren wie MRT oder CT und Blutuntersuchungen kommen. Es geht dabei auch darum, andere Erkrankungen auszuschließen, die ähnliche Beschwerden hervorrufen. Die teils nicht sehr eindeutigen Beschwerdebilder sind mit ein Grund, warum es oft mehrere Jahre dauert, bis die Diagnose einer Endometriose gestellt wird.
Steht die Diagnose fest, schlagen Ärztinnen und Ärzte an die individuelle Ausprägung der Erkrankung angepasste Behandlungswege vor. Schmerz- und entzündungshemmende Mittel lindern die Beschwerden, Hormontherapien können die Rückbildung von Endometrioseherden bewirken, zudem können diese bei Bedarf operativ entfernt werden. Bei unerfüllten Kinderwunsch wegen Endometriose kann eine Behandlung in einem Kinderwunschzentrum erfolgen. Wie genau die Behandlung aussieht und welche Vorteile und Nachteile die verschiedenen Therapieoptionen haben, müssen Betroffene individuell mit den behandelnden Ärztinnen und Ärzten besprechen, deren Beratung dieser Text keinesfalls ersetzen kann.
Was man selbst tun kann:
Bei Beschwerden, wie sie unter "Symptome/Verlauf" aufgelistet sind, sollten betroffene Frauen mit ihrer Frauenärztin oder ihrem Frauenarzt sprechen. Besteht der Verdacht auf eine Endometriose, kann die Überweisung an ein spezialisiertes Endometriosezentrum hilfreich sein.
Neben der ärztlich empfohlenen Behandlung gibt es die Möglichkeit, Beschwerden mit Sport, Yoga oder Achtsamkeits- und Entspannungsübungen abzumildern. Auch Selbsthilfegruppen können bei der Krankheitsbewältigung unterstützen.
Bearbeitungsstand: 06.05.2026
Quellenangabe:
Avoxa Content Service, Quelle beim Autor, 2026
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.