VITAGAMMA Vitamin D3 1.000 I.E. Tabletten
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Pharmazeutische Informationen
Tabletten — rezeptfrei.
Detaillierte Anwendungshinweise, Dosierung, Nebenwirkungen und Wechselwirkungen finden Sie unten in den Registerkarten. Beachten Sie stets die Packungsbeilage. Bei Unklarheiten fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.
- PZN:
- 01486039
- Darreichungsform:
- Tabletten (Tabletten)
- Packungsgröße:
- 50 Stück
- Marke:
- VITAGAMMA
- Hersteller:
- Wörwag Pharma GmbH & Co. KG
- Beipackzettel:
- PDF öffnen
Rechtlicher Status
Verantwortlicher Wirtschaftsakteur gemäß EU-Verordnung 2023/988
GPSRAnwendungshinweise
Die Gesamtdosis sollte nicht ohne Rücksprache mit einem Arzt oder Apotheker überschritten werden.
Art der Anwendung?
Ältere Kinder und Erwachsene: Nehmen Sie das Arzneimittel mit Flüssigkeit (z.B. 1 Glas Wasser) ein. Säuglinge und Kleinkinder: Zerteilen Sie das Arzneimmittel in möglichst kleine Teile und lassen Sie diese auf einem Teelöffel in einer kleinen Menge Wasser zerfallen. Die aufgelöste Tablette kann dem Kind direkt in den Mund gegeben werden.
Dauer der Anwendung?
Die Anwendungsdauer richtet sich nach Art der Beschwerde und/oder Dauer der Erkrankung und wird deshalb nur von Ihrem Arzt bestimmt.
Überdosierung?
Bei einer Überdosierung kann es unter anderem zu erhöhten Kalziumwerten im Blut, erhöhter Kalziumausscheidung im Urin, zu Kalziumablagerungen in Gefäßen und im Gewebe, Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Verstopfung, Appetitlosigkeit, Mattigkeit, Kopfschmerzen sowie zu Schläfrigkeit kommen. Setzen Sie sich bei dem Verdacht auf eine Überdosierung umgehend mit einem Arzt in Verbindung.
Generell gilt: Achten Sie vor allem bei Säuglingen, Kleinkindern und älteren Menschen auf eine gewissenhafte Dosierung. Im Zweifelsfalle fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker nach etwaigen Auswirkungen oder Vorsichtsmaßnahmen.
Eine vom Arzt verordnete Dosierung kann von den Angaben der Packungsbeilage abweichen. Da der Arzt sie individuell abstimmt, sollten Sie das Arzneimittel daher nach seinen Anweisungen anwenden.
Dosierung
Da die Dosierung des Arzneimittels von verschiedenen Faktoren abhängt, sollte sie von Ihrem Arzt individuell auf Sie abgestimmt werden.
Vorbeugung gegen Rachitis:
Vorbeugung gegen Vitamin-D-Mangel:
Unterstützende Behandlung von Osteoporose:
Bei einer Langzeitbehandlung wird Ihr Arzt gegenenfalls Dosisanpassungen vornehmen.
Anwendungsgebiete
- Vorbeugung gegen Rachitis
- Vorbeugung eines Vitamin D-Mangels
- Osteoporose (Knochenschwund)
Detaillierte Dosierung
Personenkreis: Frühgeborene, Einzeldosis: 1 Tablette, Gesamtdosis: 1-mal täglich, Zeitpunkt: zu der Mahlzeit
Personenkreis: Kinder und Erwachsene, Einzeldosis: 1/2 Tablette, Gesamtdosis: 1-mal täglich, Zeitpunkt: zu der Mahlzeit
Personenkreis: Kinder und Erwachsene, Einzeldosis: 1/2 Tablette, Gesamtdosis: 1-mal täglich, Zeitpunkt: zu der Mahlzeit
Personenkreis: Erwachsene, Einzeldosis: 1 Tablette, Gesamtdosis: 1-mal täglich, Zeitpunkt: zu der Mahlzeit
Wirkstoff
Wirkungsweise
Wie wirkt der Inhaltsstoff des Arzneimittels?
Der Wirkstoff greift in der Proteinherstellung ein. Er löst die Bildung eines Proteins aus, welches Kalzium an sich bindet und an die Blutbahn abgibt. Auf diesem Wege wird der Blutkalziumspiegel erhöht, dieses Kalzium steht dann wiederum für den Knochenaufbau zur Verfügung.
Nebenwirkungen
Welche unerwünschten Wirkungen können auftreten?
Für das Arzneimittel sind derzeit nur Nebenwirkungen beschrieben, die bisher nur in Ausnahmefällen aufgetreten sind.
Bemerken Sie eine Befindlichkeitsstörung oder Veränderung während der Behandlung, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Für die Information an dieser Stelle werden vor allem Nebenwirkungen berücksichtigt, die bei mindestens einem von 1.000 behandelten Patienten auftreten.
Gegenanzeigen
Was spricht gegen eine Anwendung?
Immer:
- Überempfindlichkeit gegen die Inhaltsstoffe
- Erhöhte Kalziumwerte
- Erhöhte Kalziumausscheidung im Urin
Unter Umständen - sprechen Sie hierzu mit Ihrem Arzt oder Apotheker:
- Neigung zur Bildung von Nierensteinen
- Gestörte Kalziumausscheidung
- Gestörte Phosphatausscheidung
- Eingeschränkte Beweglichkeit
- Sarkoidose (Boeck-Krankheit) - (seltene, häufig vererbte Erkrankung, mit Bildung kleiner Gewebeknötchen, vor allem in der Lunge)
- Stoffwechselstörung (Pseudohypoparathyreoidismus)
Welche Altersgruppe ist zu beachten?
- Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren: In dieser Altersgruppe sollte das Arzneimittel nur bei bestimmten Anwendungsgebieten eingesetzt werden. Fragen Sie hierzu Ihren Arzt oder Apotheker.
Was ist mit Schwangerschaft und Stillzeit?
- Schwangerschaft: Wenden Sie sich an Ihren Arzt. Es spielen verschiedene Überlegungen eine Rolle, ob und wie das Arzneimittel in der Schwangerschaft angewendet werden kann.
- Stillzeit: Wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Er wird Ihre besondere Ausgangslage prüfen und Sie entsprechend beraten, ob und wie Sie mit dem Stillen weitermachen können.
Ist Ihnen das Arzneimittel trotz einer Gegenanzeige verordnet worden, sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker. Der therapeutische Nutzen kann höher sein, als das Risiko, das die Anwendung bei einer Gegenanzeige in sich birgt.
Lagerungsanforderungen
Bestellinformationen
- Mindestbestellmenge:
- 1
Aufbewahrung
Aufbewahrung
Lagerung vor Anbruch
Das Arzneimittel muss
- vor Hitze geschützt
- vor Feuchtigkeit geschützt (z.B. im fest verschlossenen Behältnis)
- im Dunkeln (z.B. im Umkarton)
aufbewahrt werden.
Aufbewahrung nach Anbruch oder Zubereitung
Das Arzneimittel muss nach Anbruch/Zubereitung innerhalb der nächsten Stunde verbraucht werden!
Wichtige Hinweise
Was sollten Sie beachten?
- Vorsicht bei Allergie gegen Bindemittel (z.B. Carboxymethylcellulose mit der E-Nummer E 466)!
- Vorsicht bei einer Unverträglichkeit gegenüber Saccharose. Wenn Sie eine Diabetes-Diät einhalten müssen, sollten Sie den Zuckergehalt berücksichtigen.
- Vorsicht bei Allergie gegen Erdnüsse und Soja.
- Es kann Arzneimittel geben, mit denen Wechselwirkungen auftreten. Sie sollten deswegen generell vor der Behandlung mit einem neuen Arzneimittel jedes andere, das Sie bereits anwenden, dem Arzt oder Apotheker angeben. Das gilt auch für Arzneimittel, die Sie selbst kaufen, nur gelegentlich anwenden oder deren Anwendung schon einige Zeit zurückliegt.
Bekannte Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln
Nicht kombinieren mit Präparaten die enthalten: Natriumfluorid Calciumcarbonat Alendronsäure natrium-3-Wasser Retinol raffiniert und weitere
Was kann passieren?
Bei gleichzeitiger Einnahme der Arzneimittel kann die Wirkung von diesem Arzneimittel beeinträchtigt werden.
Was ist zu tun?
Die Arzneimittel sollten mit einem Abstand zueinander eingenommen werden (siehe Produktinformation). Bitte wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie hierzu Fragen haben.
Nicht kombinieren mit Präparaten die enthalten: Natriumfluorid Calciumcarbonat Alendronsäure natrium-3-Wasser Retinol raffiniert und weitere
Was kann passieren?
Bei Kombination der Arzneimittel kann die Wirkung von diesem Arzneimittel beeinträchtigt werden.
Was ist zu tun?
Die Arzneimittel sollten mit einem zeitlichen Abstand von mehreren Tagen zueinander eingenommen werden. Bitte entnehmen Sie weitere Informationen der Gebrauchsinformation und wenden sich an Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie hierzu Fragen haben.
Nicht kombinieren mit Präparaten die enthalten: Natriumfluorid Calciumcarbonat Alendronsäure natrium-3-Wasser Retinol Bendroflumethiazid raffiniert und weitere
Was kann passieren?
Bei Kombination der Arzneimittel können unerwünschte Wirkungen vermehrt auftreten wie beispielsweise Übelkeit, Erbrechen, Verstopfung, vermehrte Harnausscheidung, starkes Durstgefühl, Muskelschwäche, Herzklopfen, Schwindelgefühl oder Ohnmachtsanfälle.
Was ist zu tun?
Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, da bei der Kombination dieser Arzneimittel verstärkte Kontrollen nötig sein können.
Nicht kombinieren mit Präparaten die enthalten: Natriumfluorid Orlistat Calciumcarbonat Alendronsäure natrium-3-Wasser Retinol raffiniert und weitere
Was kann passieren?
Bei gleichzeitiger Einnahme der Arzneimittel kann die Wirkung von diesem Arzneimittel beeinträchtigt werden.
Was ist zu tun?
Die Arzneimittel sollten mit einem Abstand von mindestens 2 Stunden zueinander eingenommen werden. Bitte wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie hierzu Fragen haben.
Rachitis (Osteomalazie)
Was ist das? - Definition Rachitis ist eine Erkrankung des kindlichen Knochenstoffwechsels, bei der die Knochen durch einen Mangel an Vitamin D oder Kalzium weich bleiben und sich verformen können.
Krankheitsbild
Rachitis betrifft vor allem Kinder im Wachstum. Ein Mangel an Vitamin D oder Kalzium stört die Knochenhärtung. Die Knochen bleiben weich und können sich verbiegen. Besonders sichtbar wird dies an Beinen, Rippen und Handgelenken. Auch Muskelschwäche und verzögerte motorische Entwicklung können auftreten.
Symptome/Verlauf
Die Beschwerden entwickeln sich meist langsam. Typische Anzeichen sind
- Knochenschmerzen
- verzögertes Wachstum
- verformte Beine oder Brustkorb
- vergrößerte Hand und Fußgelenke
Unbehandelt schreitet die Erkrankung fort und kann zu deutlichen Fehlstellungen führen. Bei rechtzeitiger Behandlung bessern sich die Symptome meist gut.
Folgen/Komplikationen
Ohne Behandlung kann es zu dauerhaften Knochendeformationen kommen. Auch Wachstumsstörungen, anhaltende Schmerzen und eine erhöhte Neigung zu Knochenbrüchen sind möglich. Fehlhaltungen können später weitere Beschwerden verursachen.
Ursachen/Risikofaktoren
Die häufigste Ursache ist ein Vitamin-D-Mangel. Dieser entsteht oft durch zu wenig Sonnenlicht oder eine unzureichende Zufuhr über die Ernährung. Weitere Risikofaktoren sind eine unausgewogene Ernährung. Seltener liegen Störungen im Vitamin-D-Stoffwechsel oder genetische Ursachen vor.
Das kann helfen
Das macht der Arzt: Er kann vor allem Vitamin-D- und Kalzium-Präparate verordnen. Zusätzlich prüft er, ob andere Erkrankungen vorliegen.
Das kann man selbst tun: Auf eine ausgewogene Ernährung und ausreichender Aufenthalt im Sonnenlicht achten. Grenzen bestehen, wenn deutliche Fehlstellungen, starke Schmerzen oder keine Besserung trotz Maßnahmen auftreten. Dann ist ärztliche Behandlung unbedingt notwendig.
Bearbeitungsstand: 02.04.2026
Quellenangaben:
Andreae, von Hayek, Weniger, Krankheitslehre für Altenpflege, Thieme, (2006) - Brunkhorst, Schölmerich, Differenzialdiagnostik und Differenzialtherapie, Elsevier (Urban & Fischer), (2010), 1. Auflage - Wülker, Orthopädie und Unfallchirurgie, Thieme, (2009), 2. Auflage - Herold, Innere Medizin, Herold, (2011)
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Vitamin-D-Mangel
Was ist das? - Definition Ein Vitamin-D-Mangel liegt vor, wenn der Körper über längere Zeit nicht ausreichend mit Vitamin D versorgt ist und dadurch gesundheitliche Störungen entstehen, insbesondere an den Knochen. Diese werden nicht mehr ausreichend mineralisiert und können weich werden. Bei Kindern kann dies zu Rachitis, bei Erwachsenen zu Osteomalazie führen. Eine unzureichende Versorgung hingegen beschreibt erniedrigte Vitamin-D-Spiegel ohne bereits ausgeprägte Krankheitszeichen.
Krankheitsbild
Vitamin D ist wichtig für den Knochenstoffwechsel und die Muskelfunktion. Es fördert die Calciumaufnahme im Darm und fördert die Härtung der Knochen. Der Körper bildet Vitamin D vor allem selbst mithilfe des Sonnenlichts. Zu einem geringen Maß trägt auch die Ernährung zur Versorgung bei.
Von einer unzureichenden Versorgung spricht man, wenn die Vitamin-D-Spiegel im Körper zwar unter dem empfohlenen Bereich liegen, aber noch keine eindeutigen Krankheitszeichen auftreten. In Deutschland betrifft das einen großen Teil der Bevölkerung. Rund 15 Prozent der Bevölkerung zeigen Vitamin-D-Spiegel, bei denen ein Risiko für einen Vitamin-D-Mangel besteht. Ein Vitamin-D-Mangel hingegen liegt vor, wenn die Versorgung so niedrig ist, dass es zu gesundheitlichen Störungen kommt. Besonders betroffen sind die Knochen. Bei Kindern kann ein ausgeprägter Mangel zur Rachitis führen. Hier werden die Wachstumsfugen und Knochen nicht ausreichend mineralisiert. Bei Erwachsenen kommt es einer sogenannten Osteomalazie, bei der die Knochen nicht ausreichend mineralisiert sind. Bei beiden Krankheiten werden die Knochen weich und verformen leichter.
Symptome/Verlauf
Eine unzureichende Versorgung bleibt oft lange unbemerkt. Es können unspezifische Beschwerden wie Müdigkeit oder Muskelschwäche auftreten, die aber nicht eindeutig zugeordnet werden können. Ein ausgeprägter Vitamin-D-Mangel entwickelt sich meist schleichend. Bei Kindern entsteht mitunter eine Rachitis. Der Mangel zeigt sich unter anderem durch Wachstumsstörungen, Verformungen der Knochen, eine verzögerte Bewegungsentwicklung oder Krampfanfälle. Bei Erwachsenen kann ein Vitamin-D-Mangel zu Knochen-, Gelenk- und Muskelschmerzen sowie Muskelschwäche und schneller Erschöpfung führen. Mögliches Krankheitsbild ist die Osteomalazie. Vitamin-D-Mangel kann außerdem, gerade bei älteren Menschen, Knochenschwund (Osteoporose) begünstigen.
Folgen/Komplikationen
Bleibt ein Vitamin-D-Mangel unbehandelt, kann die Knochenstruktur dauerhaft geschädigt werden. Bei Kindern entstehen durch Rachitis Fehlstellungen wie verbogene Beine oder Veränderungen am Skelett. Bei Erwachsenen kommt es bei Osteomalazie zu einer Knochenerweichung, wodurch die Knochen leichter brechen können.
Auch eine längerfristige unzureichende Versorgung kann die Knochengesundheit beeinträchtigen, da das volle präventive Potenzial von Vitamin D nicht ausgeschöpft wird.
Ursachen/Risikofaktoren
Die wichtigste Ursache für einen Vitamin-D-Mangel ist eine zu geringe Bildung von Vitamin D in der Haut durch Sonnenlicht. Im Sommer kann der Mensch hierzulande in der Regel genug Vitamin D bilden. Dazu reicht es, Gesicht, Hände und Arme mehrmals die Woche ungeschützt etwa 5 bis 25 Minuten der Sonne auszusetzen, abhängig vom Hauttyp und ohne Sonnenbrand zu riskieren. Im Winter reicht die UV-Strahlung in Deutschland nicht zur Vitamin-D-Versorgung aus. Gut gefüllte Speicher können aber dazu beitragen, dass kein Mangel entsteht. Erkrankungen, die die Aufnahme oder den Stoffwechsel von Vitamin D beeinträchtigen, können ebenfalls Ursache für einen Vitamin-D-Mangel sein.
Manche Bevölkerungsgruppen sind besonders gefährdet einen Vitamin-D-Mangel zu bekommen. Dazu gehören:
- Ältere Menschen, da bei ihnen die Vitamin-Produktion in der Haut nicht mehr so gut funktioniert.
- Menschen, die sich aufgrund von Krankheit oder Lebensstil kaum draußen aufhalten.
- Menschen, die zum Beispiel aus religiösen Gründen ihren ganzen Körper bedecken.
- Dunkelhäutige Menschen, die aufgrund der Pigmentierung der Haut mehr UV-Strahlung benötigen, um ausreichend Vitamin D zu bilden.
- Säuglinge, deren Haut sehr gut vor UV-Strahlung geschützt werden muss.
Das kann helfen
Das macht der Arzt: Der Arzt klärt bei Verdacht auf einen Mangel die Vitamin-D-Werte im Blut ab und entscheidet, ob eine Behandlung notwendig ist. Bei einem nachgewiesenen Mangel kann eine gezielte Gabe von Vitamin-D-Präparaten erfolgen, um die Versorgung wieder zu normalisieren.
Das kann man selbst tun: Um einem Vitamin-D-Mangel vorzubeugen, sollte man darauf achten, sich in den Sommermonaten ausreichend im Freien aufzuhalten. Die Haut bildet ausreichend Vitamin D, wenn Gesicht, Hände und Arme mehrmals die Woche ungeschützt etwa 5 bis 25 Minuten der Sonne ausgesetzt sind. Auch manche Lebensmittel können die Versorgung mit Vitamin D unterstützen. Dazu gehören fette Seefische wie Hering, Makrele oder Lachs sowie beispielsweise Speisepilze.
Bearbeitungsstand: 31.03.2026
Quellenangaben:
Herold, Innere Medizin, (2005) - Thieme, Lexikon der Krankheiten und Untersuchungen, (2006)
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Osteoporose
Was ist das? - Definition Osteoporose ist eine Erkrankung des Skeletts, bei der die Knochen an Dichte und Stabilität verlieren. Sie werden porös und brechen leichter. Besonders häufig betroffen sind ältere Menschen, vor allem Frauen nach den Wechseljahren. Die Krankheit entwickelt sich meist schleichend und bleibt lange unbemerkt.
KrankheitsbildOsteoporose bedeutet, dass die Knochenstruktur geschwächt ist. Die Knochenmasse nimmt ab und die innere Architektur des Knochens verändert sich. Dadurch wird der Knochen instabil und bricht leichter. Die Krankheit betrifft vor allem die Wirbelsäule und den Oberschenkelhals. Sie zählt zu den häufigsten chronischen Erkrankungen im Alter und betrifft Millionen Menschen. Oft wird sie erst erkannt, wenn es bereits zu einem Bruch gekommen ist.
Symptome/VerlaufIn der Anfangsphase verursacht Osteoporose keine Beschwerden. Erst im fortgeschrittenen Stadium treten Symptome auf. Typisch sind Rückenschmerzen, eine abnehmende Körpergröße und eine gebeugte Haltung. Spontane Knochenbrüche ohne erkennbaren Anlass sind ein Warnzeichen. Der Verlauf ist meist schleichend und hängt stark von individuellen Faktoren ab. Viele Betroffene bemerken die Krankheit erst spät.
Folgen/KomplikationenUnbehandelt kann Osteoporose zu schweren Komplikationen führen. Besonders gefährlich sind Brüche der Wirbelkörper und des Oberschenkelhalses. Diese können zu dauerhaften Einschränkungen der Beweglichkeit und zu Pflegebedürftigkeit führen. Auch chronische Schmerzen und eine eingeschränkte Lebensqualität treten häufig auf. In schweren Fällen kann ein einfacher Sturz lebensbedrohlich sein.
Ursachen/Risikofaktoren
Die Ursachen sind vielfältig. Mit zunehmendem Alter nimmt die Knochenmasse natürlicherweise ab. Bei Osteoporose beschleunigt sich dieser Prozess. Frauen nach den Wechseljahren sind besonders gefährdet, da der Östrogenspiegel sinkt. Das Hormon gilt als natürlicher Schutz für die Knochen. Weitere Risikofaktoren sind:
- Ernährungsdefizite wie Kalzium- und Vitamin-D-Mangel
- Bewegungsmangel
- Rauchen und übermäßiger Alkoholkonsum
- Unerwünschte Nebenwirkung bestimmter Medikamente wie Kortison
- Erbliche Veranlagung
- Chronische Erkrankungen wie Rheuma oder Diabetes
Das kann helfen
Das macht der Arzt: Er kann die Knochendichte messen und gezielte Medikamente verordnen. Zu den wichtig Wirkstoffen zählen Bisphosphonate, die den Knochenabbau bremsen, sowie Präparate mit Kalzium und Vitamin D.
Das kann man selbst tun: Bewegung, gesunde Ernährung und Verzicht auf Nikotin tun der Knochengesundheit gut. Grenzen sind erreicht, wenn bereits Brüche aufgetreten sind oder starke Schmerzen bestehen. Dann ist ärztliche Hilfe unbedingt notwendig.
Bearbeitungsstand: 17.11.2025
Quellenangaben:
Thews, Mutschler, Vaupel, Anatomie, Physiologie und Pathophysiologie des Menschen, WVG, (2007), 5. Aufl. - Andreae, von Hayek, Weniger, Krankheitslehre für Altenpflege, Thieme, (2006) - Brunkhorst, Schölmerich, Differenzialdiagnostik und Differenzialtherapie, Elsevier (Urban & Fischer), (2010), 1. Auflage - Wülker, Orthopädie und Unfallchirurgie, Thieme, (2009), 2. Auflage
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Tabletten — rezeptfrei.
Detaillierte Anwendungshinweise, Dosierung, Nebenwirkungen und Wechselwirkungen finden Sie unten in den Registerkarten. Beachten Sie stets die Packungsbeilage. Bei Unklarheiten fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.
- PZN:
- 01486039
- Darreichungsform:
- Tabletten (Tabletten)
- Packungsgröße:
- 50 Stück
- Marke:
- VITAGAMMA
- Hersteller:
- Wörwag Pharma GmbH & Co. KG
- Beipackzettel:
- PDF öffnen
Rechtlicher Status
Verantwortlicher Wirtschaftsakteur gemäß EU-Verordnung 2023/988
GPSRAnwendungshinweise
Die Gesamtdosis sollte nicht ohne Rücksprache mit einem Arzt oder Apotheker überschritten werden.
Art der Anwendung?
Ältere Kinder und Erwachsene: Nehmen Sie das Arzneimittel mit Flüssigkeit (z.B. 1 Glas Wasser) ein. Säuglinge und Kleinkinder: Zerteilen Sie das Arzneimmittel in möglichst kleine Teile und lassen Sie diese auf einem Teelöffel in einer kleinen Menge Wasser zerfallen. Die aufgelöste Tablette kann dem Kind direkt in den Mund gegeben werden.
Dauer der Anwendung?
Die Anwendungsdauer richtet sich nach Art der Beschwerde und/oder Dauer der Erkrankung und wird deshalb nur von Ihrem Arzt bestimmt.
Überdosierung?
Bei einer Überdosierung kann es unter anderem zu erhöhten Kalziumwerten im Blut, erhöhter Kalziumausscheidung im Urin, zu Kalziumablagerungen in Gefäßen und im Gewebe, Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Verstopfung, Appetitlosigkeit, Mattigkeit, Kopfschmerzen sowie zu Schläfrigkeit kommen. Setzen Sie sich bei dem Verdacht auf eine Überdosierung umgehend mit einem Arzt in Verbindung.
Generell gilt: Achten Sie vor allem bei Säuglingen, Kleinkindern und älteren Menschen auf eine gewissenhafte Dosierung. Im Zweifelsfalle fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker nach etwaigen Auswirkungen oder Vorsichtsmaßnahmen.
Eine vom Arzt verordnete Dosierung kann von den Angaben der Packungsbeilage abweichen. Da der Arzt sie individuell abstimmt, sollten Sie das Arzneimittel daher nach seinen Anweisungen anwenden.
Dosierung
Da die Dosierung des Arzneimittels von verschiedenen Faktoren abhängt, sollte sie von Ihrem Arzt individuell auf Sie abgestimmt werden.
Vorbeugung gegen Rachitis:
Vorbeugung gegen Vitamin-D-Mangel:
Unterstützende Behandlung von Osteoporose:
Bei einer Langzeitbehandlung wird Ihr Arzt gegenenfalls Dosisanpassungen vornehmen.
Anwendungsgebiete
- Vorbeugung gegen Rachitis
- Vorbeugung eines Vitamin D-Mangels
- Osteoporose (Knochenschwund)
Detaillierte Dosierung
Personenkreis: Frühgeborene, Einzeldosis: 1 Tablette, Gesamtdosis: 1-mal täglich, Zeitpunkt: zu der Mahlzeit
Personenkreis: Kinder und Erwachsene, Einzeldosis: 1/2 Tablette, Gesamtdosis: 1-mal täglich, Zeitpunkt: zu der Mahlzeit
Personenkreis: Kinder und Erwachsene, Einzeldosis: 1/2 Tablette, Gesamtdosis: 1-mal täglich, Zeitpunkt: zu der Mahlzeit
Personenkreis: Erwachsene, Einzeldosis: 1 Tablette, Gesamtdosis: 1-mal täglich, Zeitpunkt: zu der Mahlzeit
Wirkstoff
Wirkungsweise
Wie wirkt der Inhaltsstoff des Arzneimittels?
Der Wirkstoff greift in der Proteinherstellung ein. Er löst die Bildung eines Proteins aus, welches Kalzium an sich bindet und an die Blutbahn abgibt. Auf diesem Wege wird der Blutkalziumspiegel erhöht, dieses Kalzium steht dann wiederum für den Knochenaufbau zur Verfügung.
Nebenwirkungen
Welche unerwünschten Wirkungen können auftreten?
Für das Arzneimittel sind derzeit nur Nebenwirkungen beschrieben, die bisher nur in Ausnahmefällen aufgetreten sind.
Bemerken Sie eine Befindlichkeitsstörung oder Veränderung während der Behandlung, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Für die Information an dieser Stelle werden vor allem Nebenwirkungen berücksichtigt, die bei mindestens einem von 1.000 behandelten Patienten auftreten.
Gegenanzeigen
Was spricht gegen eine Anwendung?
Immer:
- Überempfindlichkeit gegen die Inhaltsstoffe
- Erhöhte Kalziumwerte
- Erhöhte Kalziumausscheidung im Urin
Unter Umständen - sprechen Sie hierzu mit Ihrem Arzt oder Apotheker:
- Neigung zur Bildung von Nierensteinen
- Gestörte Kalziumausscheidung
- Gestörte Phosphatausscheidung
- Eingeschränkte Beweglichkeit
- Sarkoidose (Boeck-Krankheit) - (seltene, häufig vererbte Erkrankung, mit Bildung kleiner Gewebeknötchen, vor allem in der Lunge)
- Stoffwechselstörung (Pseudohypoparathyreoidismus)
Welche Altersgruppe ist zu beachten?
- Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren: In dieser Altersgruppe sollte das Arzneimittel nur bei bestimmten Anwendungsgebieten eingesetzt werden. Fragen Sie hierzu Ihren Arzt oder Apotheker.
Was ist mit Schwangerschaft und Stillzeit?
- Schwangerschaft: Wenden Sie sich an Ihren Arzt. Es spielen verschiedene Überlegungen eine Rolle, ob und wie das Arzneimittel in der Schwangerschaft angewendet werden kann.
- Stillzeit: Wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Er wird Ihre besondere Ausgangslage prüfen und Sie entsprechend beraten, ob und wie Sie mit dem Stillen weitermachen können.
Ist Ihnen das Arzneimittel trotz einer Gegenanzeige verordnet worden, sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker. Der therapeutische Nutzen kann höher sein, als das Risiko, das die Anwendung bei einer Gegenanzeige in sich birgt.
Lagerungsanforderungen
Bestellinformationen
- Mindestbestellmenge:
- 1
Aufbewahrung
Aufbewahrung
Lagerung vor Anbruch
Das Arzneimittel muss
- vor Hitze geschützt
- vor Feuchtigkeit geschützt (z.B. im fest verschlossenen Behältnis)
- im Dunkeln (z.B. im Umkarton)
aufbewahrt werden.
Aufbewahrung nach Anbruch oder Zubereitung
Das Arzneimittel muss nach Anbruch/Zubereitung innerhalb der nächsten Stunde verbraucht werden!
Wichtige Hinweise
Was sollten Sie beachten?
- Vorsicht bei Allergie gegen Bindemittel (z.B. Carboxymethylcellulose mit der E-Nummer E 466)!
- Vorsicht bei einer Unverträglichkeit gegenüber Saccharose. Wenn Sie eine Diabetes-Diät einhalten müssen, sollten Sie den Zuckergehalt berücksichtigen.
- Vorsicht bei Allergie gegen Erdnüsse und Soja.
- Es kann Arzneimittel geben, mit denen Wechselwirkungen auftreten. Sie sollten deswegen generell vor der Behandlung mit einem neuen Arzneimittel jedes andere, das Sie bereits anwenden, dem Arzt oder Apotheker angeben. Das gilt auch für Arzneimittel, die Sie selbst kaufen, nur gelegentlich anwenden oder deren Anwendung schon einige Zeit zurückliegt.
Bekannte Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln
Was kann passieren?
Bei gleichzeitiger Einnahme der Arzneimittel kann die Wirkung von diesem Arzneimittel beeinträchtigt werden.
Was ist zu tun?
Die Arzneimittel sollten mit einem Abstand zueinander eingenommen werden (siehe Produktinformation). Bitte wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie hierzu Fragen haben.
Was kann passieren?
Bei Kombination der Arzneimittel kann die Wirkung von diesem Arzneimittel beeinträchtigt werden.
Was ist zu tun?
Die Arzneimittel sollten mit einem zeitlichen Abstand von mehreren Tagen zueinander eingenommen werden. Bitte entnehmen Sie weitere Informationen der Gebrauchsinformation und wenden sich an Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie hierzu Fragen haben.
Was kann passieren?
Bei Kombination der Arzneimittel können unerwünschte Wirkungen vermehrt auftreten wie beispielsweise Übelkeit, Erbrechen, Verstopfung, vermehrte Harnausscheidung, starkes Durstgefühl, Muskelschwäche, Herzklopfen, Schwindelgefühl oder Ohnmachtsanfälle.
Was ist zu tun?
Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, da bei der Kombination dieser Arzneimittel verstärkte Kontrollen nötig sein können.
Was kann passieren?
Bei gleichzeitiger Einnahme der Arzneimittel kann die Wirkung von diesem Arzneimittel beeinträchtigt werden.
Was ist zu tun?
Die Arzneimittel sollten mit einem Abstand von mindestens 2 Stunden zueinander eingenommen werden. Bitte wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie hierzu Fragen haben.
Rachitis (Osteomalazie)
Was ist das? - Definition Rachitis ist eine Erkrankung des kindlichen Knochenstoffwechsels, bei der die Knochen durch einen Mangel an Vitamin D oder Kalzium weich bleiben und sich verformen können.
Krankheitsbild
Rachitis betrifft vor allem Kinder im Wachstum. Ein Mangel an Vitamin D oder Kalzium stört die Knochenhärtung. Die Knochen bleiben weich und können sich verbiegen. Besonders sichtbar wird dies an Beinen, Rippen und Handgelenken. Auch Muskelschwäche und verzögerte motorische Entwicklung können auftreten.
Symptome/Verlauf
Die Beschwerden entwickeln sich meist langsam. Typische Anzeichen sind
- Knochenschmerzen
- verzögertes Wachstum
- verformte Beine oder Brustkorb
- vergrößerte Hand und Fußgelenke
Unbehandelt schreitet die Erkrankung fort und kann zu deutlichen Fehlstellungen führen. Bei rechtzeitiger Behandlung bessern sich die Symptome meist gut.
Folgen/Komplikationen
Ohne Behandlung kann es zu dauerhaften Knochendeformationen kommen. Auch Wachstumsstörungen, anhaltende Schmerzen und eine erhöhte Neigung zu Knochenbrüchen sind möglich. Fehlhaltungen können später weitere Beschwerden verursachen.
Ursachen/Risikofaktoren
Die häufigste Ursache ist ein Vitamin-D-Mangel. Dieser entsteht oft durch zu wenig Sonnenlicht oder eine unzureichende Zufuhr über die Ernährung. Weitere Risikofaktoren sind eine unausgewogene Ernährung. Seltener liegen Störungen im Vitamin-D-Stoffwechsel oder genetische Ursachen vor.
Das kann helfen
Das macht der Arzt: Er kann vor allem Vitamin-D- und Kalzium-Präparate verordnen. Zusätzlich prüft er, ob andere Erkrankungen vorliegen.
Das kann man selbst tun: Auf eine ausgewogene Ernährung und ausreichender Aufenthalt im Sonnenlicht achten. Grenzen bestehen, wenn deutliche Fehlstellungen, starke Schmerzen oder keine Besserung trotz Maßnahmen auftreten. Dann ist ärztliche Behandlung unbedingt notwendig.
Bearbeitungsstand: 02.04.2026
Quellenangaben:
Andreae, von Hayek, Weniger, Krankheitslehre für Altenpflege, Thieme, (2006) - Brunkhorst, Schölmerich, Differenzialdiagnostik und Differenzialtherapie, Elsevier (Urban & Fischer), (2010), 1. Auflage - Wülker, Orthopädie und Unfallchirurgie, Thieme, (2009), 2. Auflage - Herold, Innere Medizin, Herold, (2011)
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Vitamin-D-Mangel
Was ist das? - Definition Ein Vitamin-D-Mangel liegt vor, wenn der Körper über längere Zeit nicht ausreichend mit Vitamin D versorgt ist und dadurch gesundheitliche Störungen entstehen, insbesondere an den Knochen. Diese werden nicht mehr ausreichend mineralisiert und können weich werden. Bei Kindern kann dies zu Rachitis, bei Erwachsenen zu Osteomalazie führen. Eine unzureichende Versorgung hingegen beschreibt erniedrigte Vitamin-D-Spiegel ohne bereits ausgeprägte Krankheitszeichen.
Krankheitsbild
Vitamin D ist wichtig für den Knochenstoffwechsel und die Muskelfunktion. Es fördert die Calciumaufnahme im Darm und fördert die Härtung der Knochen. Der Körper bildet Vitamin D vor allem selbst mithilfe des Sonnenlichts. Zu einem geringen Maß trägt auch die Ernährung zur Versorgung bei.
Von einer unzureichenden Versorgung spricht man, wenn die Vitamin-D-Spiegel im Körper zwar unter dem empfohlenen Bereich liegen, aber noch keine eindeutigen Krankheitszeichen auftreten. In Deutschland betrifft das einen großen Teil der Bevölkerung. Rund 15 Prozent der Bevölkerung zeigen Vitamin-D-Spiegel, bei denen ein Risiko für einen Vitamin-D-Mangel besteht. Ein Vitamin-D-Mangel hingegen liegt vor, wenn die Versorgung so niedrig ist, dass es zu gesundheitlichen Störungen kommt. Besonders betroffen sind die Knochen. Bei Kindern kann ein ausgeprägter Mangel zur Rachitis führen. Hier werden die Wachstumsfugen und Knochen nicht ausreichend mineralisiert. Bei Erwachsenen kommt es einer sogenannten Osteomalazie, bei der die Knochen nicht ausreichend mineralisiert sind. Bei beiden Krankheiten werden die Knochen weich und verformen leichter.
Symptome/Verlauf
Eine unzureichende Versorgung bleibt oft lange unbemerkt. Es können unspezifische Beschwerden wie Müdigkeit oder Muskelschwäche auftreten, die aber nicht eindeutig zugeordnet werden können. Ein ausgeprägter Vitamin-D-Mangel entwickelt sich meist schleichend. Bei Kindern entsteht mitunter eine Rachitis. Der Mangel zeigt sich unter anderem durch Wachstumsstörungen, Verformungen der Knochen, eine verzögerte Bewegungsentwicklung oder Krampfanfälle. Bei Erwachsenen kann ein Vitamin-D-Mangel zu Knochen-, Gelenk- und Muskelschmerzen sowie Muskelschwäche und schneller Erschöpfung führen. Mögliches Krankheitsbild ist die Osteomalazie. Vitamin-D-Mangel kann außerdem, gerade bei älteren Menschen, Knochenschwund (Osteoporose) begünstigen.
Folgen/Komplikationen
Bleibt ein Vitamin-D-Mangel unbehandelt, kann die Knochenstruktur dauerhaft geschädigt werden. Bei Kindern entstehen durch Rachitis Fehlstellungen wie verbogene Beine oder Veränderungen am Skelett. Bei Erwachsenen kommt es bei Osteomalazie zu einer Knochenerweichung, wodurch die Knochen leichter brechen können.
Auch eine längerfristige unzureichende Versorgung kann die Knochengesundheit beeinträchtigen, da das volle präventive Potenzial von Vitamin D nicht ausgeschöpft wird.
Ursachen/Risikofaktoren
Die wichtigste Ursache für einen Vitamin-D-Mangel ist eine zu geringe Bildung von Vitamin D in der Haut durch Sonnenlicht. Im Sommer kann der Mensch hierzulande in der Regel genug Vitamin D bilden. Dazu reicht es, Gesicht, Hände und Arme mehrmals die Woche ungeschützt etwa 5 bis 25 Minuten der Sonne auszusetzen, abhängig vom Hauttyp und ohne Sonnenbrand zu riskieren. Im Winter reicht die UV-Strahlung in Deutschland nicht zur Vitamin-D-Versorgung aus. Gut gefüllte Speicher können aber dazu beitragen, dass kein Mangel entsteht. Erkrankungen, die die Aufnahme oder den Stoffwechsel von Vitamin D beeinträchtigen, können ebenfalls Ursache für einen Vitamin-D-Mangel sein.
Manche Bevölkerungsgruppen sind besonders gefährdet einen Vitamin-D-Mangel zu bekommen. Dazu gehören:
- Ältere Menschen, da bei ihnen die Vitamin-Produktion in der Haut nicht mehr so gut funktioniert.
- Menschen, die sich aufgrund von Krankheit oder Lebensstil kaum draußen aufhalten.
- Menschen, die zum Beispiel aus religiösen Gründen ihren ganzen Körper bedecken.
- Dunkelhäutige Menschen, die aufgrund der Pigmentierung der Haut mehr UV-Strahlung benötigen, um ausreichend Vitamin D zu bilden.
- Säuglinge, deren Haut sehr gut vor UV-Strahlung geschützt werden muss.
Das kann helfen
Das macht der Arzt: Der Arzt klärt bei Verdacht auf einen Mangel die Vitamin-D-Werte im Blut ab und entscheidet, ob eine Behandlung notwendig ist. Bei einem nachgewiesenen Mangel kann eine gezielte Gabe von Vitamin-D-Präparaten erfolgen, um die Versorgung wieder zu normalisieren.
Das kann man selbst tun: Um einem Vitamin-D-Mangel vorzubeugen, sollte man darauf achten, sich in den Sommermonaten ausreichend im Freien aufzuhalten. Die Haut bildet ausreichend Vitamin D, wenn Gesicht, Hände und Arme mehrmals die Woche ungeschützt etwa 5 bis 25 Minuten der Sonne ausgesetzt sind. Auch manche Lebensmittel können die Versorgung mit Vitamin D unterstützen. Dazu gehören fette Seefische wie Hering, Makrele oder Lachs sowie beispielsweise Speisepilze.
Bearbeitungsstand: 31.03.2026
Quellenangaben:
Herold, Innere Medizin, (2005) - Thieme, Lexikon der Krankheiten und Untersuchungen, (2006)
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Osteoporose
Was ist das? - Definition Osteoporose ist eine Erkrankung des Skeletts, bei der die Knochen an Dichte und Stabilität verlieren. Sie werden porös und brechen leichter. Besonders häufig betroffen sind ältere Menschen, vor allem Frauen nach den Wechseljahren. Die Krankheit entwickelt sich meist schleichend und bleibt lange unbemerkt.
KrankheitsbildOsteoporose bedeutet, dass die Knochenstruktur geschwächt ist. Die Knochenmasse nimmt ab und die innere Architektur des Knochens verändert sich. Dadurch wird der Knochen instabil und bricht leichter. Die Krankheit betrifft vor allem die Wirbelsäule und den Oberschenkelhals. Sie zählt zu den häufigsten chronischen Erkrankungen im Alter und betrifft Millionen Menschen. Oft wird sie erst erkannt, wenn es bereits zu einem Bruch gekommen ist.
Symptome/VerlaufIn der Anfangsphase verursacht Osteoporose keine Beschwerden. Erst im fortgeschrittenen Stadium treten Symptome auf. Typisch sind Rückenschmerzen, eine abnehmende Körpergröße und eine gebeugte Haltung. Spontane Knochenbrüche ohne erkennbaren Anlass sind ein Warnzeichen. Der Verlauf ist meist schleichend und hängt stark von individuellen Faktoren ab. Viele Betroffene bemerken die Krankheit erst spät.
Folgen/KomplikationenUnbehandelt kann Osteoporose zu schweren Komplikationen führen. Besonders gefährlich sind Brüche der Wirbelkörper und des Oberschenkelhalses. Diese können zu dauerhaften Einschränkungen der Beweglichkeit und zu Pflegebedürftigkeit führen. Auch chronische Schmerzen und eine eingeschränkte Lebensqualität treten häufig auf. In schweren Fällen kann ein einfacher Sturz lebensbedrohlich sein.
Ursachen/Risikofaktoren
Die Ursachen sind vielfältig. Mit zunehmendem Alter nimmt die Knochenmasse natürlicherweise ab. Bei Osteoporose beschleunigt sich dieser Prozess. Frauen nach den Wechseljahren sind besonders gefährdet, da der Östrogenspiegel sinkt. Das Hormon gilt als natürlicher Schutz für die Knochen. Weitere Risikofaktoren sind:
- Ernährungsdefizite wie Kalzium- und Vitamin-D-Mangel
- Bewegungsmangel
- Rauchen und übermäßiger Alkoholkonsum
- Unerwünschte Nebenwirkung bestimmter Medikamente wie Kortison
- Erbliche Veranlagung
- Chronische Erkrankungen wie Rheuma oder Diabetes
Das kann helfen
Das macht der Arzt: Er kann die Knochendichte messen und gezielte Medikamente verordnen. Zu den wichtig Wirkstoffen zählen Bisphosphonate, die den Knochenabbau bremsen, sowie Präparate mit Kalzium und Vitamin D.
Das kann man selbst tun: Bewegung, gesunde Ernährung und Verzicht auf Nikotin tun der Knochengesundheit gut. Grenzen sind erreicht, wenn bereits Brüche aufgetreten sind oder starke Schmerzen bestehen. Dann ist ärztliche Hilfe unbedingt notwendig.
Bearbeitungsstand: 17.11.2025
Quellenangaben:
Thews, Mutschler, Vaupel, Anatomie, Physiologie und Pathophysiologie des Menschen, WVG, (2007), 5. Aufl. - Andreae, von Hayek, Weniger, Krankheitslehre für Altenpflege, Thieme, (2006) - Brunkhorst, Schölmerich, Differenzialdiagnostik und Differenzialtherapie, Elsevier (Urban & Fischer), (2010), 1. Auflage - Wülker, Orthopädie und Unfallchirurgie, Thieme, (2009), 2. Auflage
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.