VITAMIN B6 HEVERT 100 mg Tabletten
21,50 €
Sofort lieferbar
Pharmazeutische Informationen
Tabletten — rezeptfrei.
Detaillierte Anwendungshinweise, Dosierung, Nebenwirkungen und Wechselwirkungen finden Sie unten in den Registerkarten. Beachten Sie stets die Packungsbeilage. Bei Unklarheiten fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.
- PZN:
- 19802713
- Darreichungsform:
- Tabletten
- Wirkstoffstärke:
- 100 mg
- Marke:
- VITAMIN
- Hersteller:
- Hevert-Arzneimittel GmbH & Co. KG
Rechtlicher Status
Verantwortlicher Wirtschaftsakteur gemäß EU-Verordnung 2023/988
GPSRLagerungsanforderungen
Physische Eigenschaften
- Abmessungen (B × H × L):
- 35 × 75 × 125 mm
Bestellinformationen
- Mindestbestellmenge:
- 1
Polyneuropathie
Was ist das? - Definition Polyneuropathie ist eine Erkrankung, bei der mehrere periphere Nerven gleichzeitig geschädigt sind und dadurch die Weiterleitung von Reizen zwischen Körper und Gehirn gestört ist. Dies kann zu Missempfindungen, Schmerzen sowie zu Störungen der Bewegung und der Wahrnehmung führen.
Krankheitsbild
Die Polyneuropathie ist ein Sammelbegriff für Erkrankungen, bei denen mehrere periphere Nerven geschädigt sind. Diese Nerven liegen außerhalb von Gehirn und Rückenmark und sind dafür zuständig, Reize zwischen Körper und Gehirn weiterzuleiten. Ist ihre Funktion gestört, werden Sinneseindrücke nicht mehr richtig übermittelt oder verarbeitet. Dadurch kommt es beispielsweise zu Missempfindungen, Schmerzen oder verminderter Wahrnehmung.
Symptome/Verlauf
Typische Beschwerden bei einer Polyneuropathie sind:
- Missempfindungen wie Kribbeln, Brennen oder ein "Ameisenlaufen", vor allem an Füßen und Beinen, seltener an Händen und Armen
- Taubheitsgefühle sowie ein vermindertes Empfinden für Berührung, Schmerz, Temperatur oder Vibration
- Schmerzen, die unterschiedlich stark ausgeprägt sein können
- Verminderte Wahrnehmung von Verletzungen, sodass Wunden oder Druckstellen oft spät bemerkt werden
- Muskelschwäche und nachlassende Muskelkraft
- Koordinations- und Gangstörungen, insbesondere durch die eingeschränkte Sensibilität
- Störungen der Blasen- oder Magen-Darm-Funktion, falls das vegetative Nervensystem beteiligt ist.
Der Verlauf ist häufig schleichend: Die Beschwerden beginnen meist an den äußersten Körperstellen (zum Beispiel an den Füßen) und breiten sich nach und nach weiter aus.
Folgen/Komplikationen
Durch die gestörte Wahrnehmung steigt das Risiko für Verletzungen, da Schmerzen oder Temperaturunterschiede nicht mehr richtig erkannt werden. Dies kann beispielsweise zu unbemerkten Wunden oder Verbrennungen führen. Zudem können Bewegungsstörungen, Muskelschwäche oder Gleichgewichtsprobleme entstehen.
Ursachen/Risikofaktoren
Polyneuropathien können durch verschiedene Faktoren ausgelöst werden. Häufig liegen andere Erkrankungen oder schädigende Einflüsse zugrunde. Zu den wichtigsten Ursachen und Risikofaktoren gehören:
- Diabetes mellitus: Eine der häufigsten Ursachen. Ein dauerhaft erhöhter Blutzuckerspiegel kann die Nerven schädigen.
- Alkoholkonsum: Regelmäßiger oder übermäßiger Alkoholkonsum wirkt nervenschädigend.
- Erkrankungen von Leber und Nieren: Wenn diese Organe nicht richtig arbeiten, können sich schädliche Stoffe im Körper ansammeln und die Nerven angreifen.
- Entzündliche oder autoimmune Prozesse: Das Immunsystem kann fälschlicherweise die eigenen Nerven angreifen und schädigen.
- Gifte und Medikamente: Bestimmte Chemikalien oder Arzneimittel können als Nebenwirkung Nervenschäden verursachen.
- Mangelzustände: Ein Mangel an bestimmten Vitaminen, beispielsweise Vitamin B1 oder B12, kann die Nervenfunktion beeinträchtigen.
- Unklare Ursachen: In manchen Fällen lässt sich trotz gründlicher Untersuchung keine eindeutige Ursache feststellen.
Das kann helfen
Das macht der Arzt: Die Behandlung richtet sich in erster Linie nach der Ursache der Erkrankung. Ärzte versuchen, die zugrunde liegende Erkrankung zu erkennen und gezielt zu behandeln, um das Fortschreiten der Nervenschädigung zu bremsen. Zusätzlich können Beschwerden wie Schmerzen gezielt behandelt werden.
Das kann man selbst tun: Für Betroffene ist es wichtig, Risikofaktoren möglichst zu vermeiden oder zu reduzieren, etwa durch eine gute Einstellung des Blutzuckers bei Diabetes oder den Verzicht auf Alkohol. Auch eine regelmäßige ärztliche Kontrolle und das frühzeitige Beachten von Symptomen können helfen, Komplikationen zu verhindern.
Bearbeitungsstand: 15.04.2026
Quellenangaben:
Brunkhorst, Schölmerich, Differenzialdiagnostik und Differenzialtherapie, Elsevier (Urban & Fischer), (2010), 1. Auflage - Gehlen, Delank, Neurologie, (2010), 12. Auflage - S. Andreae et al., Gesundheits- und Krankheitslehre für die Altenpflege, Thieme, (2011), 3. Aufl.
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Vitaminmangel
Was ist das? - Definition Unzureichende Versorgung des Körpers mit Vitaminen.
Krankheitsbild
Vitamine sind Mikronährstoffe, die der Körper zum Leben braucht. Bis auf wenige Ausnahmen kann der Mensch Vitamine nicht selbst bilden und muss diese in ausreichender Menge durch die Nahrung zuführen. Denn die unterschiedlichen Substanzen sind an zahlreichen Vorgängen im Körper beteiligt. So braucht der Mensch Vitamine beispielsweise für ein gesundes Knochenwachstum, die Nervenweiterleitung sowie viele weitere Stoffwechselprozesse. Wenn Vitamine über einen gewissen Zeitraum nicht aufgenommen werden und mögliche Speicher geleert sind, kann es zu einem Vitaminmangel kommen.
Symptome/Verlau
Je nachdem, welches Vitamin fehlt, zeigen sich unterschiedlichste Mangelerscheinungen. Zum Teil äußern sich diese anfangs durch ganz allgemeine Symptome wie Müdigkeit, Gedächtnisstörungen oder auch eine erhöhte Infektanfälligkeit. Bei einem ausgeprägten Vitaminmangel kann es beispielsweise zu Entwicklungsstörungen - gerade beim Fötus, Säuglingen und Kleinkindern - kommen. Bei Erwachsenen können neurologische Symptome auftreten oder die Seh - oder Muskelfunktion sowie die Haut - und Knochengesundheit können beeinträchtigt sein. Je stärker der Mangel ausgeprägt ist, desto gravierender werden in der Regel die Folgen.
Folgen/Komplikationen
Einen leichten Vitaminmangel kann man in der Regel gut wieder ausgleichen und die Symptome bilden sich zurück. Tritt ein Vitaminmangel während der Entwicklung auf oder ist stark ausgeprägt kann er auch unumkehrbare Folgen haben. Zum Beispiel:
- Vitamin-C-Mangel löst bei Erwachsenen in seiner ausgeprägten Form Skorbut aus. Es kommt beispielsweise zu Störungen in der Knochenbildung, Blutungen, schlechter Wundheilung und Zahnausfall.
- Folsäure-Mangel in der Schwangerschaft ist Ursache für einen sogenannten Neuralrohdefekt beim Fötus führen. Dieser kann zu Nervenschäden, Lernbehinderungen, Lähmungen und zum Tod führen.
- Vitamin-D-Mangel kann die Knochenstruktur dauerhaft schädigen. Bei Kindern entstehen durch Rachitis Fehlstellungen wie verbogene Beine oder Veränderungen am Skelett. Bei Erwachsenen kommt es zu einer Knochenerweichung (Osteomalazie), wodurch die Knochen leichter brechen können.
Ursachen/Risikofaktoren
Ursache für einen Vitaminmangel ist in der Regel eine unzureichende Zufuhr von Vitaminen durch die Nahrung. Das geschieht etwa bei Mangelernährung durch Hunger, aber auch durch eine unausgewogene oder sehr einseitige Ernährungsweise. In Deutschland sind die meisten Menschen ausreichend mit Vitaminen versorgt. Zu einer unzureichenden Versorgung kommt es hierzulande am ehesten bei Folsäure, Vitamin B12 oder Vitamin D. Da Vitamin D auch in der Haut mithilfe von UV-Strahlung gebildet wird, kann ein Mangel beispielsweise auch dadurch begünstigt sein, dass Menschen sich zu wenig im Freien aufhalten. Nicht zuletzt kann ein Vitaminmangel entstehen, wenn ein Vitamin im Darm schlecht aufgenommen wird oder der Bedarf etwa aufgrund von Krankheiten steigt.
Das kann helfen
Das macht der Arzt: Ein Vitamin -Mangel kann der Arzt mithilfe von Blutuntersuchungen feststellen. Bei einem akuten Mangel rät er mitunter zu Nahrungsergänzungsmitteln. Im Extremfall können die fehlenden Mikronährstoffe auch intravenös zugeführt werden.
Das kann man selbst tun: Eine ausgewogene Ernährungsweise mit viel Obst und Gemüse, Vollkornprodukten, Milchprodukten in Maßen sowie hin und wieder Fleisch und Fisch sowie hochwertigen Ölen versorgt den Menschen in der Regel mit ausreichend Vitaminen. Für die Vitamin-D-Versorgung ist es zudem wichtig, sich regelmäßig im Freien aufzuhalten.
Bearbeitungsstand: 31.03.2026
Quellenangaben:
Kellnhauser, Thiemes Pflege, Thieme, (2012) - Biesalski et al, Ernährungsmedizin, Thieme, (2007)
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Epilepsie im Kindesalter
Was ist das? - Definition Epilepsie ist eine chronische neurologische Erkrankung, für die wiederholte Krampfanfälle typisch sind. Sie tritt in höherem Alter oder bei Kindern und Jugendlichen vergleichsweise häufiger auf als in anderen Altersgruppen. Erfahren Sie hier mehr über Epilepsie, wie sie sich bei Kindern äußern kann und was ihnen hilft.
Krankheitsbild
Bei Epilepsie kommt es meist kurzzeitig zur Übererregung von Nervenzellen des Gehirns ("Gewitter im Gehirn"). Als Folge können anfallsartig Krämpfe und Muskelzuckungen, plötzliche Spannungsverluste von Muskeln, kurze geistige Abwesenheiten (Absencen), Bewegungsautomatismen, Bewusstseinseintrübungen, Bewusstlosigkeit, Wahrnehmungsstörungen und Stürze auftreten. Manche Patienten spüren zuvor Warnzeichen (Aura), etwa ein Kribbeln oder eine unerklärliche Geruchswahrnehmung.
Anfälle können von einzelnen Hirnregionen (fokaler Anfall) oder Nervenzellen im ganzen Gehirn (generalisierter Anfall) ausgehen und unterscheiden sich im Beschwerdebild. Es gibt nicht die "eine" Epilepsie. Ein Anfall dauert meist nur Sekunden oder wenige Minuten, es treten mitunter aber mehrere hintereinander auf.
In Deutschland ist ungefähr eine von hundert Personen von Epilepsie betroffen. Die Erkrankung kann in jedem Alter auftreten, vergleichsweise häufiger aber in der Kindheit oder im höheren Lebensalter. Ein einzelner Anfall ist nicht mit einer Epilepsie-Erkrankung gleichzusetzen. Erst wenn wiederholt Anfälle auftreten oder eine Disposition vorliegt, spricht man von Epilepsie.
Auf Epilepsie hindeutende Symptome sollten stets ärztlich abgeklärt werden. Dauert ein Anfall oder eine rasche Abfolge von Anfällen mit Bewusstseinsverlusten, Krämpfen und Muskelzuckungen am ganzen Körper (generalisiert) mehr als 5 Minuten oder einzelne Körperbereiche und -funktionen betreffend (fokal) mehr als 10 Minuten an, benötigen Betroffene dringend ärztliche Hilfe.
Epilepsie ist in vielen Fällen gut behandelbar. Wichtig ist, Anfälle früh zu erkennen und vorhandene Risikofaktoren zu vermeiden.
Symptome/Verlauf
Bei Kindern tauchen spezielle Epilepsie-Syndrome bevorzugt in bestimmten Altersabschnitten auf. Einige Beispiele:
Neugeborene:
Muskelzuckungen, ungewöhnliche Augenbewegungen oder stereotype Bewegungen von Armen und Beinen sowie Atemnot, Herzrasen oder Hautverfärbungen können einige der möglichen Zeichen epileptischer Anfälle bei Neugeborenen sein. Sie kommen bei 1 bis 3 von 1.000 Lebendgeborenen vor.
Säuglinge:
Bei der seltenen, meist zwischen dem 2. und 8. Lebensmonat erstmals auftretenden BNS-Epilepsie (West-Syndrom) kommt es zu blitzartigen, heftigen Muskelzuckungen besonders der Arme und des Kopfes (Kopfnicken) und zu charakteristischen Beuge- und Streckkrämpfen. Anfälle treten oft in Serie und nach dem Aufwachen auf. Hier besonders wichtig: eine frühe Diagnose und Therapie.
Kleinkinder:
Krampfanfälle bei hohem Fieber (Fieberkrämpfe) erleiden 2 bis 5 Prozent aller Kinder. Um eine Epilepsie-Erkrankung handelt es sich hier nicht. Die Neigung zu Fieberkrämpfen verliert sich spätestens im Schulalter. Durch die Fieberkrämpfe selbst besteht keine Beeinträchtigung bei der Entwicklung des Kindes.
Viel seltener, aber schwerwiegender ist das Lennox-Gastaut-Syndrom, dass zwischen dem 3. und 5. Lebensjahr erstmals auftritt. Es kommt zu unterschiedlichen Formen von Anfällen mit Absencen, Verkrampfungen besonders nachts, Muskelzuckungen und -erschlaffungen und in der Folge plötzlichen Stürzen.
Kinder im Schulalter:
Bei etwa 10 bis 17 Prozent der im Schulalter festgestellten Epilepsie-Fälle handelt es sich um Absence-Epilepsie. Bei einem Anfall wirken Kinder, als ob sie für Sekunden "weggetreten" sind, sie unterbrechen ihre Tätigkeiten. Mitunter kommt es auch zu Muskelzuckungen oder Blinzeln. Die Anfälle können sehr oft hintereinander auftreten.
Die Rolando-Epilepsie ist zwar insgesamt selten, macht aber unter kindlichen Epilepsien etwa 13 bis 23 Prozent der Fälle aus. Sie tritt zwischen dem 3. und 12. Lebensjahr auf und verschwindet in der Pubertät wieder. Sie zeigt sich vor allem nachts durch Kribbeln und Krämpfe im Gesicht sowie übermäßigen Speichelfluss, Sprachstörungen oder Schluckbeschwerden bei erhaltenem Bewusstsein.
Jugendliche:
Im jugendlichen Alter kann unter anderem die Juvenile myoklonische Epilepsie auftreten. Typisch sind plötzliche, oft morgens auftretende Muskelzuckungen des Schultergürtels und der Arme, möglich sind auch generalisierte Anfälle sowie Absencen.
Folgen/Komplikationen
Häufige und schwere Anfälle können womöglich die geistige Entwicklung verzögern und bedeuten im Lebensalltag eine Belastung für die Kinder sowie die Eltern. Auch Lern- oder Sprachstörungen sind möglich. Manche Epilepsie-Formen verschwinden spätestens nach der Pubertät wieder, andere Formen bleiben bestehen, besonders bei Schädigung des Gehirns. Mögliche Langzeitfolgen und die Therapie hängen sehr von der Form der Epilepsie-Erkrankung und ihren Ursachen ab.
Ursachen/Risikofaktoren
Das kindliche Gehirn ist noch nicht vollständig ausgereift und dadurch anfälliger für Störungen. Bei Neugeborenen oder Frühgeborenen kann schon eine geringe Belastung Anfälle auslösen. Einige mögliche Auslöser einer Epilepsie-Erkrankung:
- -angeborene Hirnschäden,
- -Infektionen des Gehirns oder der Hirnhäute,
- -Stoffwechselstörungen,
- -Herzrhythmusstörungen.
Wichtig ist, diese Ursachen ärztlich abzuklären und zu behandeln.
Das kann helfen
Was Eltern unter anderem tun können:
- -Sich vom Arzt gut über Notfallmaßnahmen informieren lassen.
- -Kind während eines Anfalls nicht festhalten und nichts in den Mund stecken.
- -Für Sicherheit sorgen, damit keine Verletzungen entstehen.
- -Sollten Anfälle länger als 5 Minuten dauern oder sich rasch wiederholen, Notfallmaßnahmen ergreifen und den Notarzt rufen.
- -Nach einem Anfall Ruhe ermöglichen und das Kind beruhigen.
- -Besonders auch nach erstmaligem Auftreten eines Anfalles umgehend ärztlichen Rat einholen.
- -Dafür sorgen, das verordnete Medikamente gemäß ärztlicher Anweisung eingenommen werden.
- -Das Umfeld des Kindes wie etwa im Kindergarten oder der Schule über die vorliegende Epilepsie-Erkrankung gut informieren.
- -Sich auch Unterstützung über Selbsthilfeangebote suchen.
Was Ärzte tun:
Bei Verdacht auf Epilepsie ist eine gute ärztliche Diagnose wichtig. Ärztinnen und Ärzte erheben dafür die Kranken-Geschichte (Anamnese), lassen sich die Symptome schildern und messen Hirnströme mittels eines EEG (Elektoencephalogramm). Dabei können für Epilepsie typische Veränderungen sichtbar werden. Je nach Bedarf erfolgen weitere Untersuchungen etwa des Blutes oder mittels MRT.
Ärztinnen und Ärzte setzen oft Medikamente ein, um Anfälle zu verhindern oder zu lindern. Zudem beraten sie Eltern zum Umgang mit den Symptomen und Folgen einer Epilepsieerkrankung. Eltern erhalten manchmal auch Notfallmedikamente, falls ein Anfall ungewöhnlich lange dauert.
Bearbeitungsstand: 10.10.2025
Quellenangaben:
Gruber, Christoph; Gruber Sarah, Pädiatrie, Elsevier (Urban & Fischer), (2010), 2. Auflage - www.epilepsie-vereinigung.de, www.epilepsie-vereinigung.de, 2024
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Tabletten — rezeptfrei.
Detaillierte Anwendungshinweise, Dosierung, Nebenwirkungen und Wechselwirkungen finden Sie unten in den Registerkarten. Beachten Sie stets die Packungsbeilage. Bei Unklarheiten fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.
- PZN:
- 19802713
- Darreichungsform:
- Tabletten
- Wirkstoffstärke:
- 100 mg
- Marke:
- VITAMIN
- Hersteller:
- Hevert-Arzneimittel GmbH & Co. KG
Rechtlicher Status
Verantwortlicher Wirtschaftsakteur gemäß EU-Verordnung 2023/988
GPSRLagerungsanforderungen
Physische Eigenschaften
- Abmessungen (B × H × L):
- 35 × 75 × 125 mm
Bestellinformationen
- Mindestbestellmenge:
- 1
Polyneuropathie
Was ist das? - Definition Polyneuropathie ist eine Erkrankung, bei der mehrere periphere Nerven gleichzeitig geschädigt sind und dadurch die Weiterleitung von Reizen zwischen Körper und Gehirn gestört ist. Dies kann zu Missempfindungen, Schmerzen sowie zu Störungen der Bewegung und der Wahrnehmung führen.
Krankheitsbild
Die Polyneuropathie ist ein Sammelbegriff für Erkrankungen, bei denen mehrere periphere Nerven geschädigt sind. Diese Nerven liegen außerhalb von Gehirn und Rückenmark und sind dafür zuständig, Reize zwischen Körper und Gehirn weiterzuleiten. Ist ihre Funktion gestört, werden Sinneseindrücke nicht mehr richtig übermittelt oder verarbeitet. Dadurch kommt es beispielsweise zu Missempfindungen, Schmerzen oder verminderter Wahrnehmung.
Symptome/Verlauf
Typische Beschwerden bei einer Polyneuropathie sind:
- Missempfindungen wie Kribbeln, Brennen oder ein "Ameisenlaufen", vor allem an Füßen und Beinen, seltener an Händen und Armen
- Taubheitsgefühle sowie ein vermindertes Empfinden für Berührung, Schmerz, Temperatur oder Vibration
- Schmerzen, die unterschiedlich stark ausgeprägt sein können
- Verminderte Wahrnehmung von Verletzungen, sodass Wunden oder Druckstellen oft spät bemerkt werden
- Muskelschwäche und nachlassende Muskelkraft
- Koordinations- und Gangstörungen, insbesondere durch die eingeschränkte Sensibilität
- Störungen der Blasen- oder Magen-Darm-Funktion, falls das vegetative Nervensystem beteiligt ist.
Der Verlauf ist häufig schleichend: Die Beschwerden beginnen meist an den äußersten Körperstellen (zum Beispiel an den Füßen) und breiten sich nach und nach weiter aus.
Folgen/Komplikationen
Durch die gestörte Wahrnehmung steigt das Risiko für Verletzungen, da Schmerzen oder Temperaturunterschiede nicht mehr richtig erkannt werden. Dies kann beispielsweise zu unbemerkten Wunden oder Verbrennungen führen. Zudem können Bewegungsstörungen, Muskelschwäche oder Gleichgewichtsprobleme entstehen.
Ursachen/Risikofaktoren
Polyneuropathien können durch verschiedene Faktoren ausgelöst werden. Häufig liegen andere Erkrankungen oder schädigende Einflüsse zugrunde. Zu den wichtigsten Ursachen und Risikofaktoren gehören:
- Diabetes mellitus: Eine der häufigsten Ursachen. Ein dauerhaft erhöhter Blutzuckerspiegel kann die Nerven schädigen.
- Alkoholkonsum: Regelmäßiger oder übermäßiger Alkoholkonsum wirkt nervenschädigend.
- Erkrankungen von Leber und Nieren: Wenn diese Organe nicht richtig arbeiten, können sich schädliche Stoffe im Körper ansammeln und die Nerven angreifen.
- Entzündliche oder autoimmune Prozesse: Das Immunsystem kann fälschlicherweise die eigenen Nerven angreifen und schädigen.
- Gifte und Medikamente: Bestimmte Chemikalien oder Arzneimittel können als Nebenwirkung Nervenschäden verursachen.
- Mangelzustände: Ein Mangel an bestimmten Vitaminen, beispielsweise Vitamin B1 oder B12, kann die Nervenfunktion beeinträchtigen.
- Unklare Ursachen: In manchen Fällen lässt sich trotz gründlicher Untersuchung keine eindeutige Ursache feststellen.
Das kann helfen
Das macht der Arzt: Die Behandlung richtet sich in erster Linie nach der Ursache der Erkrankung. Ärzte versuchen, die zugrunde liegende Erkrankung zu erkennen und gezielt zu behandeln, um das Fortschreiten der Nervenschädigung zu bremsen. Zusätzlich können Beschwerden wie Schmerzen gezielt behandelt werden.
Das kann man selbst tun: Für Betroffene ist es wichtig, Risikofaktoren möglichst zu vermeiden oder zu reduzieren, etwa durch eine gute Einstellung des Blutzuckers bei Diabetes oder den Verzicht auf Alkohol. Auch eine regelmäßige ärztliche Kontrolle und das frühzeitige Beachten von Symptomen können helfen, Komplikationen zu verhindern.
Bearbeitungsstand: 15.04.2026
Quellenangaben:
Brunkhorst, Schölmerich, Differenzialdiagnostik und Differenzialtherapie, Elsevier (Urban & Fischer), (2010), 1. Auflage - Gehlen, Delank, Neurologie, (2010), 12. Auflage - S. Andreae et al., Gesundheits- und Krankheitslehre für die Altenpflege, Thieme, (2011), 3. Aufl.
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Vitaminmangel
Was ist das? - Definition Unzureichende Versorgung des Körpers mit Vitaminen.
Krankheitsbild
Vitamine sind Mikronährstoffe, die der Körper zum Leben braucht. Bis auf wenige Ausnahmen kann der Mensch Vitamine nicht selbst bilden und muss diese in ausreichender Menge durch die Nahrung zuführen. Denn die unterschiedlichen Substanzen sind an zahlreichen Vorgängen im Körper beteiligt. So braucht der Mensch Vitamine beispielsweise für ein gesundes Knochenwachstum, die Nervenweiterleitung sowie viele weitere Stoffwechselprozesse. Wenn Vitamine über einen gewissen Zeitraum nicht aufgenommen werden und mögliche Speicher geleert sind, kann es zu einem Vitaminmangel kommen.
Symptome/Verlau
Je nachdem, welches Vitamin fehlt, zeigen sich unterschiedlichste Mangelerscheinungen. Zum Teil äußern sich diese anfangs durch ganz allgemeine Symptome wie Müdigkeit, Gedächtnisstörungen oder auch eine erhöhte Infektanfälligkeit. Bei einem ausgeprägten Vitaminmangel kann es beispielsweise zu Entwicklungsstörungen - gerade beim Fötus, Säuglingen und Kleinkindern - kommen. Bei Erwachsenen können neurologische Symptome auftreten oder die Seh - oder Muskelfunktion sowie die Haut - und Knochengesundheit können beeinträchtigt sein. Je stärker der Mangel ausgeprägt ist, desto gravierender werden in der Regel die Folgen.
Folgen/Komplikationen
Einen leichten Vitaminmangel kann man in der Regel gut wieder ausgleichen und die Symptome bilden sich zurück. Tritt ein Vitaminmangel während der Entwicklung auf oder ist stark ausgeprägt kann er auch unumkehrbare Folgen haben. Zum Beispiel:
- Vitamin-C-Mangel löst bei Erwachsenen in seiner ausgeprägten Form Skorbut aus. Es kommt beispielsweise zu Störungen in der Knochenbildung, Blutungen, schlechter Wundheilung und Zahnausfall.
- Folsäure-Mangel in der Schwangerschaft ist Ursache für einen sogenannten Neuralrohdefekt beim Fötus führen. Dieser kann zu Nervenschäden, Lernbehinderungen, Lähmungen und zum Tod führen.
- Vitamin-D-Mangel kann die Knochenstruktur dauerhaft schädigen. Bei Kindern entstehen durch Rachitis Fehlstellungen wie verbogene Beine oder Veränderungen am Skelett. Bei Erwachsenen kommt es zu einer Knochenerweichung (Osteomalazie), wodurch die Knochen leichter brechen können.
Ursachen/Risikofaktoren
Ursache für einen Vitaminmangel ist in der Regel eine unzureichende Zufuhr von Vitaminen durch die Nahrung. Das geschieht etwa bei Mangelernährung durch Hunger, aber auch durch eine unausgewogene oder sehr einseitige Ernährungsweise. In Deutschland sind die meisten Menschen ausreichend mit Vitaminen versorgt. Zu einer unzureichenden Versorgung kommt es hierzulande am ehesten bei Folsäure, Vitamin B12 oder Vitamin D. Da Vitamin D auch in der Haut mithilfe von UV-Strahlung gebildet wird, kann ein Mangel beispielsweise auch dadurch begünstigt sein, dass Menschen sich zu wenig im Freien aufhalten. Nicht zuletzt kann ein Vitaminmangel entstehen, wenn ein Vitamin im Darm schlecht aufgenommen wird oder der Bedarf etwa aufgrund von Krankheiten steigt.
Das kann helfen
Das macht der Arzt: Ein Vitamin -Mangel kann der Arzt mithilfe von Blutuntersuchungen feststellen. Bei einem akuten Mangel rät er mitunter zu Nahrungsergänzungsmitteln. Im Extremfall können die fehlenden Mikronährstoffe auch intravenös zugeführt werden.
Das kann man selbst tun: Eine ausgewogene Ernährungsweise mit viel Obst und Gemüse, Vollkornprodukten, Milchprodukten in Maßen sowie hin und wieder Fleisch und Fisch sowie hochwertigen Ölen versorgt den Menschen in der Regel mit ausreichend Vitaminen. Für die Vitamin-D-Versorgung ist es zudem wichtig, sich regelmäßig im Freien aufzuhalten.
Bearbeitungsstand: 31.03.2026
Quellenangaben:
Kellnhauser, Thiemes Pflege, Thieme, (2012) - Biesalski et al, Ernährungsmedizin, Thieme, (2007)
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Epilepsie im Kindesalter
Was ist das? - Definition Epilepsie ist eine chronische neurologische Erkrankung, für die wiederholte Krampfanfälle typisch sind. Sie tritt in höherem Alter oder bei Kindern und Jugendlichen vergleichsweise häufiger auf als in anderen Altersgruppen. Erfahren Sie hier mehr über Epilepsie, wie sie sich bei Kindern äußern kann und was ihnen hilft.
Krankheitsbild
Bei Epilepsie kommt es meist kurzzeitig zur Übererregung von Nervenzellen des Gehirns ("Gewitter im Gehirn"). Als Folge können anfallsartig Krämpfe und Muskelzuckungen, plötzliche Spannungsverluste von Muskeln, kurze geistige Abwesenheiten (Absencen), Bewegungsautomatismen, Bewusstseinseintrübungen, Bewusstlosigkeit, Wahrnehmungsstörungen und Stürze auftreten. Manche Patienten spüren zuvor Warnzeichen (Aura), etwa ein Kribbeln oder eine unerklärliche Geruchswahrnehmung.
Anfälle können von einzelnen Hirnregionen (fokaler Anfall) oder Nervenzellen im ganzen Gehirn (generalisierter Anfall) ausgehen und unterscheiden sich im Beschwerdebild. Es gibt nicht die "eine" Epilepsie. Ein Anfall dauert meist nur Sekunden oder wenige Minuten, es treten mitunter aber mehrere hintereinander auf.
In Deutschland ist ungefähr eine von hundert Personen von Epilepsie betroffen. Die Erkrankung kann in jedem Alter auftreten, vergleichsweise häufiger aber in der Kindheit oder im höheren Lebensalter. Ein einzelner Anfall ist nicht mit einer Epilepsie-Erkrankung gleichzusetzen. Erst wenn wiederholt Anfälle auftreten oder eine Disposition vorliegt, spricht man von Epilepsie.
Auf Epilepsie hindeutende Symptome sollten stets ärztlich abgeklärt werden. Dauert ein Anfall oder eine rasche Abfolge von Anfällen mit Bewusstseinsverlusten, Krämpfen und Muskelzuckungen am ganzen Körper (generalisiert) mehr als 5 Minuten oder einzelne Körperbereiche und -funktionen betreffend (fokal) mehr als 10 Minuten an, benötigen Betroffene dringend ärztliche Hilfe.
Epilepsie ist in vielen Fällen gut behandelbar. Wichtig ist, Anfälle früh zu erkennen und vorhandene Risikofaktoren zu vermeiden.
Symptome/Verlauf
Bei Kindern tauchen spezielle Epilepsie-Syndrome bevorzugt in bestimmten Altersabschnitten auf. Einige Beispiele:
Neugeborene:
Muskelzuckungen, ungewöhnliche Augenbewegungen oder stereotype Bewegungen von Armen und Beinen sowie Atemnot, Herzrasen oder Hautverfärbungen können einige der möglichen Zeichen epileptischer Anfälle bei Neugeborenen sein. Sie kommen bei 1 bis 3 von 1.000 Lebendgeborenen vor.
Säuglinge:
Bei der seltenen, meist zwischen dem 2. und 8. Lebensmonat erstmals auftretenden BNS-Epilepsie (West-Syndrom) kommt es zu blitzartigen, heftigen Muskelzuckungen besonders der Arme und des Kopfes (Kopfnicken) und zu charakteristischen Beuge- und Streckkrämpfen. Anfälle treten oft in Serie und nach dem Aufwachen auf. Hier besonders wichtig: eine frühe Diagnose und Therapie.
Kleinkinder:
Krampfanfälle bei hohem Fieber (Fieberkrämpfe) erleiden 2 bis 5 Prozent aller Kinder. Um eine Epilepsie-Erkrankung handelt es sich hier nicht. Die Neigung zu Fieberkrämpfen verliert sich spätestens im Schulalter. Durch die Fieberkrämpfe selbst besteht keine Beeinträchtigung bei der Entwicklung des Kindes.
Viel seltener, aber schwerwiegender ist das Lennox-Gastaut-Syndrom, dass zwischen dem 3. und 5. Lebensjahr erstmals auftritt. Es kommt zu unterschiedlichen Formen von Anfällen mit Absencen, Verkrampfungen besonders nachts, Muskelzuckungen und -erschlaffungen und in der Folge plötzlichen Stürzen.
Kinder im Schulalter:
Bei etwa 10 bis 17 Prozent der im Schulalter festgestellten Epilepsie-Fälle handelt es sich um Absence-Epilepsie. Bei einem Anfall wirken Kinder, als ob sie für Sekunden "weggetreten" sind, sie unterbrechen ihre Tätigkeiten. Mitunter kommt es auch zu Muskelzuckungen oder Blinzeln. Die Anfälle können sehr oft hintereinander auftreten.
Die Rolando-Epilepsie ist zwar insgesamt selten, macht aber unter kindlichen Epilepsien etwa 13 bis 23 Prozent der Fälle aus. Sie tritt zwischen dem 3. und 12. Lebensjahr auf und verschwindet in der Pubertät wieder. Sie zeigt sich vor allem nachts durch Kribbeln und Krämpfe im Gesicht sowie übermäßigen Speichelfluss, Sprachstörungen oder Schluckbeschwerden bei erhaltenem Bewusstsein.
Jugendliche:
Im jugendlichen Alter kann unter anderem die Juvenile myoklonische Epilepsie auftreten. Typisch sind plötzliche, oft morgens auftretende Muskelzuckungen des Schultergürtels und der Arme, möglich sind auch generalisierte Anfälle sowie Absencen.
Folgen/Komplikationen
Häufige und schwere Anfälle können womöglich die geistige Entwicklung verzögern und bedeuten im Lebensalltag eine Belastung für die Kinder sowie die Eltern. Auch Lern- oder Sprachstörungen sind möglich. Manche Epilepsie-Formen verschwinden spätestens nach der Pubertät wieder, andere Formen bleiben bestehen, besonders bei Schädigung des Gehirns. Mögliche Langzeitfolgen und die Therapie hängen sehr von der Form der Epilepsie-Erkrankung und ihren Ursachen ab.
Ursachen/Risikofaktoren
Das kindliche Gehirn ist noch nicht vollständig ausgereift und dadurch anfälliger für Störungen. Bei Neugeborenen oder Frühgeborenen kann schon eine geringe Belastung Anfälle auslösen. Einige mögliche Auslöser einer Epilepsie-Erkrankung:
- -angeborene Hirnschäden,
- -Infektionen des Gehirns oder der Hirnhäute,
- -Stoffwechselstörungen,
- -Herzrhythmusstörungen.
Wichtig ist, diese Ursachen ärztlich abzuklären und zu behandeln.
Das kann helfen
Was Eltern unter anderem tun können:
- -Sich vom Arzt gut über Notfallmaßnahmen informieren lassen.
- -Kind während eines Anfalls nicht festhalten und nichts in den Mund stecken.
- -Für Sicherheit sorgen, damit keine Verletzungen entstehen.
- -Sollten Anfälle länger als 5 Minuten dauern oder sich rasch wiederholen, Notfallmaßnahmen ergreifen und den Notarzt rufen.
- -Nach einem Anfall Ruhe ermöglichen und das Kind beruhigen.
- -Besonders auch nach erstmaligem Auftreten eines Anfalles umgehend ärztlichen Rat einholen.
- -Dafür sorgen, das verordnete Medikamente gemäß ärztlicher Anweisung eingenommen werden.
- -Das Umfeld des Kindes wie etwa im Kindergarten oder der Schule über die vorliegende Epilepsie-Erkrankung gut informieren.
- -Sich auch Unterstützung über Selbsthilfeangebote suchen.
Was Ärzte tun:
Bei Verdacht auf Epilepsie ist eine gute ärztliche Diagnose wichtig. Ärztinnen und Ärzte erheben dafür die Kranken-Geschichte (Anamnese), lassen sich die Symptome schildern und messen Hirnströme mittels eines EEG (Elektoencephalogramm). Dabei können für Epilepsie typische Veränderungen sichtbar werden. Je nach Bedarf erfolgen weitere Untersuchungen etwa des Blutes oder mittels MRT.
Ärztinnen und Ärzte setzen oft Medikamente ein, um Anfälle zu verhindern oder zu lindern. Zudem beraten sie Eltern zum Umgang mit den Symptomen und Folgen einer Epilepsieerkrankung. Eltern erhalten manchmal auch Notfallmedikamente, falls ein Anfall ungewöhnlich lange dauert.
Bearbeitungsstand: 10.10.2025
Quellenangaben:
Gruber, Christoph; Gruber Sarah, Pädiatrie, Elsevier (Urban & Fischer), (2010), 2. Auflage - www.epilepsie-vereinigung.de, www.epilepsie-vereinigung.de, 2024
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.