VITAMIN C AXICUR 500 mg Filmtabletten
24,43 €
Sofort lieferbar
Pharmazeutische Informationen
Filmtabletten — rezeptfrei.
Detaillierte Anwendungshinweise, Dosierung, Nebenwirkungen und Wechselwirkungen finden Sie unten in den Registerkarten. Beachten Sie stets die Packungsbeilage. Bei Unklarheiten fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.
- PZN:
- 17260656
- Darreichungsform:
- Filmtabletten (Filmtabletten)
- Packungsgröße:
- 100 Stück
- Wirkstoffstärke:
- 500 mg
- Marke:
- VITAMIN
- Hersteller:
- axicorp Pharma GmbH
- Beipackzettel:
- PDF öffnen
Rechtlicher Status
Verantwortlicher Wirtschaftsakteur gemäß EU-Verordnung 2023/988
GPSRAnwendungshinweise
Art der Anwendung?
Nehmen Sie das Arzneimittel mit Flüssigkeit (z.B. 1 Glas Wasser) ein.
Dauer der Anwendung?
Die Anwendungsdauer richtet sich nach der Art der Beschwerden und/oder dem Verlauf der Erkrankung. Sie sollte deshalb in Absprache mit Ihrem Arzt festgelegt werden.
Überdosierung?
Bei einer Überdosierung kann es unter anderem zu vorübergehenden Durchfällen mit Magen-Darm-Beschwerden kommen. Setzen Sie sich bei dem Verdacht auf eine Überdosierung umgehend mit einem Arzt in Verbindung.
Generell gilt: Achten Sie vor allem bei Säuglingen, Kleinkindern und älteren Menschen auf eine gewissenhafte Dosierung. Im Zweifelsfalle fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker nach etwaigen Auswirkungen oder Vorsichtsmaßnahmen.
Eine vom Arzt verordnete Dosierung kann von den Angaben der Packungsbeilage abweichen. Da der Arzt sie individuell abstimmt, sollten Sie das Arzneimittel daher nach seinen Anweisungen anwenden.
Dosierung
Behandlung von Vitamin C-Mangel:
Vorbeugung gegen das Wiederauftreten einer erblichen Stoffwechselstörung (Cystinsteinleiden):
Patienten mit einer Nierenfunktionsstörung: Sie müssen in Absprache mit Ihrem Arzt eventuell die Einzel- oder die Gesamtdosis reduzieren oder den Dosierungsabstand verlängern.
Anwendungsgebiete
- Vitamin C-Mangel
- Vorbeugung gegen das Wiederauftreten einer erblichen Stoffwechselstörung (Cystinsteinleiden)
Detaillierte Dosierung
Personenkreis: Erwachsene, Einzeldosis: 1 Tablette, Gesamtdosis: 1-2mal täglich, Zeitpunkt: unabhängig von der Mahlzeit
Personenkreis: Kinder und Jugendliche, Einzeldosis: 2-3 Tabletten, Gesamtdosis: 2-mal täglich, Zeitpunkt: unabhängig von der Mahlzeit
Personenkreis: Erwachsene, Einzeldosis: 3-4 Tabletten, Gesamtdosis: 2-mal täglich, Zeitpunkt: unabhängig von der Mahlzeit
Wirkstoff
Wirkungsweise
Wie wirkt der Inhaltsstoff des Arzneimittels?
Der Wirkstoff ist wasserlösliches Vitamin C. Er unterstützt das Immunsystem im Kampf gegen Schädlinge und macht zusammen mit Vitamin E aggressive Sauerstoffverbindungen und so genannte freie Radikale unschädlich. Weniger gravierende Krankheitsverläufe wie eine Erkältung oder ein grippaler Infekt werden positiv beeinflusst. Darüber hinaus beschleunigt er die Blutgerinnung, hält einige giftige Schwermetalle in Schach und ermöglicht dem Organismus mehr Eisen aus dem Darm aufzunehmen. Zusätzlich kann der Wirkstoff als Puffer wirken und trägt damit dazu bei, dass ein Arzneimittel magenverträglicher wird.
Nebenwirkungen
- Durchfall, - vorübergehend
- Magen-Darm-Beschwerden
- Allergische Überempfindlichkeit der Atemwege
- Hautreaktion
- Vorzeitiger Zerfall von roten Blutkörperchen (Hämolyse)
- Erhöhte Oxalsäurewerte im Blut (Hyperoxalämie)
- Erhöhte Oxalsäurewerte im Urin (Hyperoxalurie)
Bemerken Sie eine Befindlichkeitsstörung oder Veränderung während der Behandlung, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Für die Information an dieser Stelle werden vor allem Nebenwirkungen berücksichtigt, die bei mindestens einem von 1.000 behandelten Patienten auftreten.
Gegenanzeigen
Was spricht gegen eine Anwendung?
Immer:
- Überempfindlichkeit gegen die Inhaltsstoffe
- Nierensteine aus Kalziumoxalat
- Eisenspeicherkrankheit, - wie:
- Genetisch bedingte Störung der Hämoglobinbildung (Thalassämie)
- Eisenspeicherkrankheit mit Organschädigung (Hämochromatose)
- Blutarmut mit gestörter Eisenverwertung (sideroblastische Anämie)
- Beeinträchtigte Nierenfunktion
Unter Umständen - sprechen Sie hierzu mit Ihrem Arzt oder Apotheker:
- Glucose-6-phosphat-dehydrogenase-Mangel - (spezielle vererbte Stoffwechselkrankheit)
- Veranlagung zur Nierensteinbildung
- Dialyse (Hämodialyse)
Was ist mit Schwangerschaft und Stillzeit?
- Schwangerschaft: Wenden Sie sich an Ihren Arzt. Es spielen verschiedene Überlegungen eine Rolle, ob und wie das Arzneimittel in der Schwangerschaft angewendet werden kann.
- Stillzeit: Wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Er wird Ihre besondere Ausgangslage prüfen und Sie entsprechend beraten, ob und wie Sie mit dem Stillen weitermachen können.
Ist Ihnen das Arzneimittel trotz einer Gegenanzeige verordnet worden, sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker. Der therapeutische Nutzen kann höher sein, als das Risiko, das die Anwendung bei einer Gegenanzeige in sich birgt.
Lagerungsanforderungen
Physische Eigenschaften
- Gewicht:
- 210 g
- Abmessungen (B × H × L):
- 58 × 57 × 108 mm
Bestellinformationen
- Mindestbestellmenge:
- 1
Aufbewahrung
Aufbewahrung
Lagerung vor Anbruch
Das Arzneimittel muss
- vor Hitze geschützt
- im Dunkeln (z.B. im Umkarton)
aufbewahrt werden.
Aufbewahrung nach Anbruch oder Zubereitung
Das Arzneimittel darf nach Anbruch/Zubereitung höchstens 4 Monate verwendet werden!
Das Arzneimittel muss nach Anbruch/Zubereitung
- bei Raumtemperatur
- im Dunkeln (z.B. im Umkarton)
aufbewahrt werden!
Wichtige Hinweise
Was sollten Sie beachten?
- Vorsicht bei Allergie gegen Ascorbinsäure (Vitamin C)!
- Vorsicht bei Allergie gegen Bindemittel (z.B. Carboxymethylcellulose mit der E-Nummer E 466)!
- Vorsicht bei Allergie gegen Farbstoffe (z.B. Chinolingelb mit der E-Nummer E 104)!
- Vorsicht bei einer Unverträglichkeit gegenüber Lactose. Wenn Sie eine Diabetes-Diät einhalten müssen, sollten Sie den Zuckergehalt berücksichtigen.
- Es kann Arzneimittel geben, mit denen Wechselwirkungen auftreten. Sie sollten deswegen generell vor der Behandlung mit einem neuen Arzneimittel jedes andere, das Sie bereits anwenden, dem Arzt oder Apotheker angeben. Das gilt auch für Arzneimittel, die Sie selbst kaufen, nur gelegentlich anwenden oder deren Anwendung schon einige Zeit zurückliegt.
Weitere Hinweise aus der Fachinformation
In Kombination mit weiteren Maßnahmen:
Vitaminmangel
Was ist das? - Definition Unzureichende Versorgung des Körpers mit Vitaminen.
Krankheitsbild
Vitamine sind Mikronährstoffe, die der Körper zum Leben braucht. Bis auf wenige Ausnahmen kann der Mensch Vitamine nicht selbst bilden und muss diese in ausreichender Menge durch die Nahrung zuführen. Denn die unterschiedlichen Substanzen sind an zahlreichen Vorgängen im Körper beteiligt. So braucht der Mensch Vitamine beispielsweise für ein gesundes Knochenwachstum, die Nervenweiterleitung sowie viele weitere Stoffwechselprozesse. Wenn Vitamine über einen gewissen Zeitraum nicht aufgenommen werden und mögliche Speicher geleert sind, kann es zu einem Vitaminmangel kommen.
Symptome/Verlau
Je nachdem, welches Vitamin fehlt, zeigen sich unterschiedlichste Mangelerscheinungen. Zum Teil äußern sich diese anfangs durch ganz allgemeine Symptome wie Müdigkeit, Gedächtnisstörungen oder auch eine erhöhte Infektanfälligkeit. Bei einem ausgeprägten Vitaminmangel kann es beispielsweise zu Entwicklungsstörungen - gerade beim Fötus, Säuglingen und Kleinkindern - kommen. Bei Erwachsenen können neurologische Symptome auftreten oder die Seh - oder Muskelfunktion sowie die Haut - und Knochengesundheit können beeinträchtigt sein. Je stärker der Mangel ausgeprägt ist, desto gravierender werden in der Regel die Folgen.
Folgen/Komplikationen
Einen leichten Vitaminmangel kann man in der Regel gut wieder ausgleichen und die Symptome bilden sich zurück. Tritt ein Vitaminmangel während der Entwicklung auf oder ist stark ausgeprägt kann er auch unumkehrbare Folgen haben. Zum Beispiel:
- Vitamin-C-Mangel löst bei Erwachsenen in seiner ausgeprägten Form Skorbut aus. Es kommt beispielsweise zu Störungen in der Knochenbildung, Blutungen, schlechter Wundheilung und Zahnausfall.
- Folsäure-Mangel in der Schwangerschaft ist Ursache für einen sogenannten Neuralrohdefekt beim Fötus führen. Dieser kann zu Nervenschäden, Lernbehinderungen, Lähmungen und zum Tod führen.
- Vitamin-D-Mangel kann die Knochenstruktur dauerhaft schädigen. Bei Kindern entstehen durch Rachitis Fehlstellungen wie verbogene Beine oder Veränderungen am Skelett. Bei Erwachsenen kommt es zu einer Knochenerweichung (Osteomalazie), wodurch die Knochen leichter brechen können.
Ursachen/Risikofaktoren
Ursache für einen Vitaminmangel ist in der Regel eine unzureichende Zufuhr von Vitaminen durch die Nahrung. Das geschieht etwa bei Mangelernährung durch Hunger, aber auch durch eine unausgewogene oder sehr einseitige Ernährungsweise. In Deutschland sind die meisten Menschen ausreichend mit Vitaminen versorgt. Zu einer unzureichenden Versorgung kommt es hierzulande am ehesten bei Folsäure, Vitamin B12 oder Vitamin D. Da Vitamin D auch in der Haut mithilfe von UV-Strahlung gebildet wird, kann ein Mangel beispielsweise auch dadurch begünstigt sein, dass Menschen sich zu wenig im Freien aufhalten. Nicht zuletzt kann ein Vitaminmangel entstehen, wenn ein Vitamin im Darm schlecht aufgenommen wird oder der Bedarf etwa aufgrund von Krankheiten steigt.
Das kann helfen
Das macht der Arzt: Ein Vitamin -Mangel kann der Arzt mithilfe von Blutuntersuchungen feststellen. Bei einem akuten Mangel rät er mitunter zu Nahrungsergänzungsmitteln. Im Extremfall können die fehlenden Mikronährstoffe auch intravenös zugeführt werden.
Das kann man selbst tun: Eine ausgewogene Ernährungsweise mit viel Obst und Gemüse, Vollkornprodukten, Milchprodukten in Maßen sowie hin und wieder Fleisch und Fisch sowie hochwertigen Ölen versorgt den Menschen in der Regel mit ausreichend Vitaminen. Für die Vitamin-D-Versorgung ist es zudem wichtig, sich regelmäßig im Freien aufzuhalten.
Bearbeitungsstand: 31.03.2026
Quellenangaben:
Kellnhauser, Thiemes Pflege, Thieme, (2012) - Biesalski et al, Ernährungsmedizin, Thieme, (2007)
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Kolik
Was ist das? - Definition Eine Kolik bezeichnet starke, meist plötzlich einsetzende und krampfartige Schmerzen, die durch eine ruckartige Anspannung der Muskulatur in Hohlorganen entstehen. Häufig betrifft das den Magen-Darm-Trakt, die Gallen- oder die Harnwege. Die Schmerzen kommen in Wellen und können sehr heftig sein.
Krankheitsbild
Bei einer Kolik zieht sich die Muskulatur eines Hohlorgans schmerzhaft zusammen, meist weil etwas den normalen Abfluss behindert. Das können Gase, Stuhl, Gallensteine oder Harnsteine sein. Zwischen den Schmerzattacken gibt es oft kurze beschwerdefreie Phasen. Koliken sind ein Symptom und keine eigenständige Erkrankung.
Symptome/Verlauf
Koliken äußern sich typischerweise durch stark wechselnde Schmerzen. Zu den häufigen Begleitzeichen zählen:
- Krampfartige wellenförmige Schmerzen
- Unruhe, da ruhiges Liegen meist sehr schwer fällt
- Übelkeit, Erbrechen oder Blähungen
- Schwitzen, Blässe oder beschleunigter Puls
Der Verlauf hängt von der Ursache ab. Manche Koliken klingen rasch ab, andere halten länger an oder kehren wieder.
Folgen/Komplikationen
Bleibt die Ursache bestehen, kann es zu Entzündungen, Organschäden oder Infektionen kommen, etwa bei Gallen- oder Nierenkoliken. Starke Schmerzen belasten zudem Kreislauf und Allgemeinzustand. Fieber, Blut im Urin oder Stuhl oder anhaltende Schmerzen sind Warnzeichen.
Ursachen/Risikofaktoren
Häufige Ursachen sind Gallensteine, Nierensteine, Darmgase oder eine Verstopfung. Auch Entzündungen, Funktionsstörungen der betroffenen Organe oder bestimmte Nahrungsmittel können Koliken auslösen. Risikofaktoren sind Flüssigkeitsmangel, unausgewogene Ernährung, Bewegungsmangel und bestimmte Vorerkrankungen.
Das kann helfen
Das macht der Arzt: Er versucht die Ursache festzustellen und behandelt gezielt, etwa mit krampflösenden und schmerzlindernden Medikamenten oder weiteren Maßnahmen. Hierzu zählen bei Bedarf auch operative Eingriffe.
Das kann man selbst tun: Bei leichten Beschwerden Wärme anwenden, ruhig bleiben und ausreichend trinken. Bei starken anhaltenden Schmerzen, Fieber oder Verschlechterung sind die Grenzen der Selbsthilfe erreicht und ärztliche Abklärung ist notwendig.
Bearbeitungsstand: 15.04.2026
Quellenangaben:
Brunkhorst, Schölmerich, Differenzialdiagnostik und Differenzialtherapie, Elsevier (Urban & Fischer), (2010), 1. Auflage - Herold, Innere Medizin, Herold, (2011)
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Nierensteine/Harnsteine
Was ist das? - Definition Nierensteine oder Harnsteine sind feste Ablagerungen aus Salzen und Mineralien, die sich in den Nieren oder Harnwegen bilden. Sie können unbemerkt bleiben oder starke krampfartige Schmerzen auslösen, wenn sie sich bewegen oder festklemmen.
Krankheitsbild
Nierensteine und Harnsteine entstehen, wenn sich bestimmte Stoffe im Urin stark konzentrieren und Kristalle bilden. Diese können zu größeren Steinen zusammenwachsen und den Abfluss des Urins behindern. Die Erkrankung betrifft Menschen jeden Alters, wobei Wiederholungen häufig sind. Viele Steine bleiben klein und verursachen kaum Beschwerden, andere lösen heftige Schmerzen aus.
Symptome/Verlauf
Typisch sind starke krampfartige Schmerzen, die meist plötzlich einsetzen. Folgende Beschwerden können ebenfalls auftreten:
- Ziehende oder kolikartige Schmerzen in Flanke oder Rücken
- Blut im Urin
- Häufiger Harndrang
- Übelkeit und Erbrechen
- Schmerzen beim Wasserlassen
Der Verlauf hängt von Größe und Lage des Steins ab. Kleine Steine gehen oft von selbst ab. Größere können den Harnleiter blockieren und wiederkehrende Schmerzattacken verursachen, bis sie sich lösen oder behandelt werden.
Folgen/Komplikationen
Bleiben Steine unbehandelt, kann dies den Harnabfluss störten. Das erhöht das Risiko für Infektionen oder Entzündungen der Harnwege. In schweren Fällen kann sich der Urin zurückstauen und das Nierengewebe schädigen. Treten Fieber, starke Schmerzen oder Schüttelfrost auf besteht, Verdacht auf eine ernste Komplikation, die sofort ärztlich behandelt werden muss.
Ursachen/Risikofaktoren
Steine entstehen, wenn der Urin zu konzentriert ist oder bestimmte Stoffe in ihm überwiegen. Zu den Risikofaktoren zählen eine geringe Flüssigkeitszufuhr, Übergewicht, familiäre Veranlagung und bestimmte Stoffwechselerkrankungen. Auch wiederholte Harnwegsinfektionen können die Bildung bestimmter Steinarten begünstigen.
Das kann helfen
Das macht der Arzt: Er kann je nach Steintyp Wirkstoffe einsetzen, die etwa die Schmerzen lindern oder den Steinabgang erleichtern. Bei Bedarf lassen sich Harn- oder Nierensteine auch mit operativen oder von außen eingesetzten Verfahren entfernen oder zertrümmern.
Das kann man selbst tun: Viel trinken und sich bewegen fördern den Abgang. Grenzen der Selbsthilfe liegen bei Fieber, starken Schmerzen oder dann vor, wenn der Stein nicht weiterwandert. Dann ist eine gezielte medizinische Behandlung erforderlich.
Bearbeitungsstand: 02.04.2026
Quellenangaben:
Thews, Mutschler, Vaupel, Anatomie, Physiologie und Pathophysiologie des Menschen, WVG, (2007), 5. Aufl. - Brunkhorst, Schölmerich, Differenzialdiagnostik und Differenzialtherapie, Elsevier (Urban & Fischer), (2010), 1. Auflage
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Filmtabletten — rezeptfrei.
Detaillierte Anwendungshinweise, Dosierung, Nebenwirkungen und Wechselwirkungen finden Sie unten in den Registerkarten. Beachten Sie stets die Packungsbeilage. Bei Unklarheiten fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.
- PZN:
- 17260656
- Darreichungsform:
- Filmtabletten (Filmtabletten)
- Packungsgröße:
- 100 Stück
- Wirkstoffstärke:
- 500 mg
- Marke:
- VITAMIN
- Hersteller:
- axicorp Pharma GmbH
- Beipackzettel:
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Rechtlicher Status
Verantwortlicher Wirtschaftsakteur gemäß EU-Verordnung 2023/988
GPSRAnwendungshinweise
Art der Anwendung?
Nehmen Sie das Arzneimittel mit Flüssigkeit (z.B. 1 Glas Wasser) ein.
Dauer der Anwendung?
Die Anwendungsdauer richtet sich nach der Art der Beschwerden und/oder dem Verlauf der Erkrankung. Sie sollte deshalb in Absprache mit Ihrem Arzt festgelegt werden.
Überdosierung?
Bei einer Überdosierung kann es unter anderem zu vorübergehenden Durchfällen mit Magen-Darm-Beschwerden kommen. Setzen Sie sich bei dem Verdacht auf eine Überdosierung umgehend mit einem Arzt in Verbindung.
Generell gilt: Achten Sie vor allem bei Säuglingen, Kleinkindern und älteren Menschen auf eine gewissenhafte Dosierung. Im Zweifelsfalle fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker nach etwaigen Auswirkungen oder Vorsichtsmaßnahmen.
Eine vom Arzt verordnete Dosierung kann von den Angaben der Packungsbeilage abweichen. Da der Arzt sie individuell abstimmt, sollten Sie das Arzneimittel daher nach seinen Anweisungen anwenden.
Dosierung
Behandlung von Vitamin C-Mangel:
Vorbeugung gegen das Wiederauftreten einer erblichen Stoffwechselstörung (Cystinsteinleiden):
Patienten mit einer Nierenfunktionsstörung: Sie müssen in Absprache mit Ihrem Arzt eventuell die Einzel- oder die Gesamtdosis reduzieren oder den Dosierungsabstand verlängern.
Anwendungsgebiete
- Vitamin C-Mangel
- Vorbeugung gegen das Wiederauftreten einer erblichen Stoffwechselstörung (Cystinsteinleiden)
Detaillierte Dosierung
Personenkreis: Erwachsene, Einzeldosis: 1 Tablette, Gesamtdosis: 1-2mal täglich, Zeitpunkt: unabhängig von der Mahlzeit
Personenkreis: Kinder und Jugendliche, Einzeldosis: 2-3 Tabletten, Gesamtdosis: 2-mal täglich, Zeitpunkt: unabhängig von der Mahlzeit
Personenkreis: Erwachsene, Einzeldosis: 3-4 Tabletten, Gesamtdosis: 2-mal täglich, Zeitpunkt: unabhängig von der Mahlzeit
Wirkstoff
Wirkungsweise
Wie wirkt der Inhaltsstoff des Arzneimittels?
Der Wirkstoff ist wasserlösliches Vitamin C. Er unterstützt das Immunsystem im Kampf gegen Schädlinge und macht zusammen mit Vitamin E aggressive Sauerstoffverbindungen und so genannte freie Radikale unschädlich. Weniger gravierende Krankheitsverläufe wie eine Erkältung oder ein grippaler Infekt werden positiv beeinflusst. Darüber hinaus beschleunigt er die Blutgerinnung, hält einige giftige Schwermetalle in Schach und ermöglicht dem Organismus mehr Eisen aus dem Darm aufzunehmen. Zusätzlich kann der Wirkstoff als Puffer wirken und trägt damit dazu bei, dass ein Arzneimittel magenverträglicher wird.
Nebenwirkungen
- Durchfall, - vorübergehend
- Magen-Darm-Beschwerden
- Allergische Überempfindlichkeit der Atemwege
- Hautreaktion
- Vorzeitiger Zerfall von roten Blutkörperchen (Hämolyse)
- Erhöhte Oxalsäurewerte im Blut (Hyperoxalämie)
- Erhöhte Oxalsäurewerte im Urin (Hyperoxalurie)
Bemerken Sie eine Befindlichkeitsstörung oder Veränderung während der Behandlung, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Für die Information an dieser Stelle werden vor allem Nebenwirkungen berücksichtigt, die bei mindestens einem von 1.000 behandelten Patienten auftreten.
Gegenanzeigen
Was spricht gegen eine Anwendung?
Immer:
- Überempfindlichkeit gegen die Inhaltsstoffe
- Nierensteine aus Kalziumoxalat
- Eisenspeicherkrankheit, - wie:
- Genetisch bedingte Störung der Hämoglobinbildung (Thalassämie)
- Eisenspeicherkrankheit mit Organschädigung (Hämochromatose)
- Blutarmut mit gestörter Eisenverwertung (sideroblastische Anämie)
- Beeinträchtigte Nierenfunktion
Unter Umständen - sprechen Sie hierzu mit Ihrem Arzt oder Apotheker:
- Glucose-6-phosphat-dehydrogenase-Mangel - (spezielle vererbte Stoffwechselkrankheit)
- Veranlagung zur Nierensteinbildung
- Dialyse (Hämodialyse)
Was ist mit Schwangerschaft und Stillzeit?
- Schwangerschaft: Wenden Sie sich an Ihren Arzt. Es spielen verschiedene Überlegungen eine Rolle, ob und wie das Arzneimittel in der Schwangerschaft angewendet werden kann.
- Stillzeit: Wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Er wird Ihre besondere Ausgangslage prüfen und Sie entsprechend beraten, ob und wie Sie mit dem Stillen weitermachen können.
Ist Ihnen das Arzneimittel trotz einer Gegenanzeige verordnet worden, sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker. Der therapeutische Nutzen kann höher sein, als das Risiko, das die Anwendung bei einer Gegenanzeige in sich birgt.
Lagerungsanforderungen
Physische Eigenschaften
- Gewicht:
- 210 g
- Abmessungen (B × H × L):
- 58 × 57 × 108 mm
Bestellinformationen
- Mindestbestellmenge:
- 1
Aufbewahrung
Aufbewahrung
Lagerung vor Anbruch
Das Arzneimittel muss
- vor Hitze geschützt
- im Dunkeln (z.B. im Umkarton)
aufbewahrt werden.
Aufbewahrung nach Anbruch oder Zubereitung
Das Arzneimittel darf nach Anbruch/Zubereitung höchstens 4 Monate verwendet werden!
Das Arzneimittel muss nach Anbruch/Zubereitung
- bei Raumtemperatur
- im Dunkeln (z.B. im Umkarton)
aufbewahrt werden!
Wichtige Hinweise
Was sollten Sie beachten?
- Vorsicht bei Allergie gegen Ascorbinsäure (Vitamin C)!
- Vorsicht bei Allergie gegen Bindemittel (z.B. Carboxymethylcellulose mit der E-Nummer E 466)!
- Vorsicht bei Allergie gegen Farbstoffe (z.B. Chinolingelb mit der E-Nummer E 104)!
- Vorsicht bei einer Unverträglichkeit gegenüber Lactose. Wenn Sie eine Diabetes-Diät einhalten müssen, sollten Sie den Zuckergehalt berücksichtigen.
- Es kann Arzneimittel geben, mit denen Wechselwirkungen auftreten. Sie sollten deswegen generell vor der Behandlung mit einem neuen Arzneimittel jedes andere, das Sie bereits anwenden, dem Arzt oder Apotheker angeben. Das gilt auch für Arzneimittel, die Sie selbst kaufen, nur gelegentlich anwenden oder deren Anwendung schon einige Zeit zurückliegt.
Weitere Hinweise aus der Fachinformation
In Kombination mit weiteren Maßnahmen:
Vitaminmangel
Was ist das? - Definition Unzureichende Versorgung des Körpers mit Vitaminen.
Krankheitsbild
Vitamine sind Mikronährstoffe, die der Körper zum Leben braucht. Bis auf wenige Ausnahmen kann der Mensch Vitamine nicht selbst bilden und muss diese in ausreichender Menge durch die Nahrung zuführen. Denn die unterschiedlichen Substanzen sind an zahlreichen Vorgängen im Körper beteiligt. So braucht der Mensch Vitamine beispielsweise für ein gesundes Knochenwachstum, die Nervenweiterleitung sowie viele weitere Stoffwechselprozesse. Wenn Vitamine über einen gewissen Zeitraum nicht aufgenommen werden und mögliche Speicher geleert sind, kann es zu einem Vitaminmangel kommen.
Symptome/Verlau
Je nachdem, welches Vitamin fehlt, zeigen sich unterschiedlichste Mangelerscheinungen. Zum Teil äußern sich diese anfangs durch ganz allgemeine Symptome wie Müdigkeit, Gedächtnisstörungen oder auch eine erhöhte Infektanfälligkeit. Bei einem ausgeprägten Vitaminmangel kann es beispielsweise zu Entwicklungsstörungen - gerade beim Fötus, Säuglingen und Kleinkindern - kommen. Bei Erwachsenen können neurologische Symptome auftreten oder die Seh - oder Muskelfunktion sowie die Haut - und Knochengesundheit können beeinträchtigt sein. Je stärker der Mangel ausgeprägt ist, desto gravierender werden in der Regel die Folgen.
Folgen/Komplikationen
Einen leichten Vitaminmangel kann man in der Regel gut wieder ausgleichen und die Symptome bilden sich zurück. Tritt ein Vitaminmangel während der Entwicklung auf oder ist stark ausgeprägt kann er auch unumkehrbare Folgen haben. Zum Beispiel:
- Vitamin-C-Mangel löst bei Erwachsenen in seiner ausgeprägten Form Skorbut aus. Es kommt beispielsweise zu Störungen in der Knochenbildung, Blutungen, schlechter Wundheilung und Zahnausfall.
- Folsäure-Mangel in der Schwangerschaft ist Ursache für einen sogenannten Neuralrohdefekt beim Fötus führen. Dieser kann zu Nervenschäden, Lernbehinderungen, Lähmungen und zum Tod führen.
- Vitamin-D-Mangel kann die Knochenstruktur dauerhaft schädigen. Bei Kindern entstehen durch Rachitis Fehlstellungen wie verbogene Beine oder Veränderungen am Skelett. Bei Erwachsenen kommt es zu einer Knochenerweichung (Osteomalazie), wodurch die Knochen leichter brechen können.
Ursachen/Risikofaktoren
Ursache für einen Vitaminmangel ist in der Regel eine unzureichende Zufuhr von Vitaminen durch die Nahrung. Das geschieht etwa bei Mangelernährung durch Hunger, aber auch durch eine unausgewogene oder sehr einseitige Ernährungsweise. In Deutschland sind die meisten Menschen ausreichend mit Vitaminen versorgt. Zu einer unzureichenden Versorgung kommt es hierzulande am ehesten bei Folsäure, Vitamin B12 oder Vitamin D. Da Vitamin D auch in der Haut mithilfe von UV-Strahlung gebildet wird, kann ein Mangel beispielsweise auch dadurch begünstigt sein, dass Menschen sich zu wenig im Freien aufhalten. Nicht zuletzt kann ein Vitaminmangel entstehen, wenn ein Vitamin im Darm schlecht aufgenommen wird oder der Bedarf etwa aufgrund von Krankheiten steigt.
Das kann helfen
Das macht der Arzt: Ein Vitamin -Mangel kann der Arzt mithilfe von Blutuntersuchungen feststellen. Bei einem akuten Mangel rät er mitunter zu Nahrungsergänzungsmitteln. Im Extremfall können die fehlenden Mikronährstoffe auch intravenös zugeführt werden.
Das kann man selbst tun: Eine ausgewogene Ernährungsweise mit viel Obst und Gemüse, Vollkornprodukten, Milchprodukten in Maßen sowie hin und wieder Fleisch und Fisch sowie hochwertigen Ölen versorgt den Menschen in der Regel mit ausreichend Vitaminen. Für die Vitamin-D-Versorgung ist es zudem wichtig, sich regelmäßig im Freien aufzuhalten.
Bearbeitungsstand: 31.03.2026
Quellenangaben:
Kellnhauser, Thiemes Pflege, Thieme, (2012) - Biesalski et al, Ernährungsmedizin, Thieme, (2007)
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Kolik
Was ist das? - Definition Eine Kolik bezeichnet starke, meist plötzlich einsetzende und krampfartige Schmerzen, die durch eine ruckartige Anspannung der Muskulatur in Hohlorganen entstehen. Häufig betrifft das den Magen-Darm-Trakt, die Gallen- oder die Harnwege. Die Schmerzen kommen in Wellen und können sehr heftig sein.
Krankheitsbild
Bei einer Kolik zieht sich die Muskulatur eines Hohlorgans schmerzhaft zusammen, meist weil etwas den normalen Abfluss behindert. Das können Gase, Stuhl, Gallensteine oder Harnsteine sein. Zwischen den Schmerzattacken gibt es oft kurze beschwerdefreie Phasen. Koliken sind ein Symptom und keine eigenständige Erkrankung.
Symptome/Verlauf
Koliken äußern sich typischerweise durch stark wechselnde Schmerzen. Zu den häufigen Begleitzeichen zählen:
- Krampfartige wellenförmige Schmerzen
- Unruhe, da ruhiges Liegen meist sehr schwer fällt
- Übelkeit, Erbrechen oder Blähungen
- Schwitzen, Blässe oder beschleunigter Puls
Der Verlauf hängt von der Ursache ab. Manche Koliken klingen rasch ab, andere halten länger an oder kehren wieder.
Folgen/Komplikationen
Bleibt die Ursache bestehen, kann es zu Entzündungen, Organschäden oder Infektionen kommen, etwa bei Gallen- oder Nierenkoliken. Starke Schmerzen belasten zudem Kreislauf und Allgemeinzustand. Fieber, Blut im Urin oder Stuhl oder anhaltende Schmerzen sind Warnzeichen.
Ursachen/Risikofaktoren
Häufige Ursachen sind Gallensteine, Nierensteine, Darmgase oder eine Verstopfung. Auch Entzündungen, Funktionsstörungen der betroffenen Organe oder bestimmte Nahrungsmittel können Koliken auslösen. Risikofaktoren sind Flüssigkeitsmangel, unausgewogene Ernährung, Bewegungsmangel und bestimmte Vorerkrankungen.
Das kann helfen
Das macht der Arzt: Er versucht die Ursache festzustellen und behandelt gezielt, etwa mit krampflösenden und schmerzlindernden Medikamenten oder weiteren Maßnahmen. Hierzu zählen bei Bedarf auch operative Eingriffe.
Das kann man selbst tun: Bei leichten Beschwerden Wärme anwenden, ruhig bleiben und ausreichend trinken. Bei starken anhaltenden Schmerzen, Fieber oder Verschlechterung sind die Grenzen der Selbsthilfe erreicht und ärztliche Abklärung ist notwendig.
Bearbeitungsstand: 15.04.2026
Quellenangaben:
Brunkhorst, Schölmerich, Differenzialdiagnostik und Differenzialtherapie, Elsevier (Urban & Fischer), (2010), 1. Auflage - Herold, Innere Medizin, Herold, (2011)
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Nierensteine/Harnsteine
Was ist das? - Definition Nierensteine oder Harnsteine sind feste Ablagerungen aus Salzen und Mineralien, die sich in den Nieren oder Harnwegen bilden. Sie können unbemerkt bleiben oder starke krampfartige Schmerzen auslösen, wenn sie sich bewegen oder festklemmen.
Krankheitsbild
Nierensteine und Harnsteine entstehen, wenn sich bestimmte Stoffe im Urin stark konzentrieren und Kristalle bilden. Diese können zu größeren Steinen zusammenwachsen und den Abfluss des Urins behindern. Die Erkrankung betrifft Menschen jeden Alters, wobei Wiederholungen häufig sind. Viele Steine bleiben klein und verursachen kaum Beschwerden, andere lösen heftige Schmerzen aus.
Symptome/Verlauf
Typisch sind starke krampfartige Schmerzen, die meist plötzlich einsetzen. Folgende Beschwerden können ebenfalls auftreten:
- Ziehende oder kolikartige Schmerzen in Flanke oder Rücken
- Blut im Urin
- Häufiger Harndrang
- Übelkeit und Erbrechen
- Schmerzen beim Wasserlassen
Der Verlauf hängt von Größe und Lage des Steins ab. Kleine Steine gehen oft von selbst ab. Größere können den Harnleiter blockieren und wiederkehrende Schmerzattacken verursachen, bis sie sich lösen oder behandelt werden.
Folgen/Komplikationen
Bleiben Steine unbehandelt, kann dies den Harnabfluss störten. Das erhöht das Risiko für Infektionen oder Entzündungen der Harnwege. In schweren Fällen kann sich der Urin zurückstauen und das Nierengewebe schädigen. Treten Fieber, starke Schmerzen oder Schüttelfrost auf besteht, Verdacht auf eine ernste Komplikation, die sofort ärztlich behandelt werden muss.
Ursachen/Risikofaktoren
Steine entstehen, wenn der Urin zu konzentriert ist oder bestimmte Stoffe in ihm überwiegen. Zu den Risikofaktoren zählen eine geringe Flüssigkeitszufuhr, Übergewicht, familiäre Veranlagung und bestimmte Stoffwechselerkrankungen. Auch wiederholte Harnwegsinfektionen können die Bildung bestimmter Steinarten begünstigen.
Das kann helfen
Das macht der Arzt: Er kann je nach Steintyp Wirkstoffe einsetzen, die etwa die Schmerzen lindern oder den Steinabgang erleichtern. Bei Bedarf lassen sich Harn- oder Nierensteine auch mit operativen oder von außen eingesetzten Verfahren entfernen oder zertrümmern.
Das kann man selbst tun: Viel trinken und sich bewegen fördern den Abgang. Grenzen der Selbsthilfe liegen bei Fieber, starken Schmerzen oder dann vor, wenn der Stein nicht weiterwandert. Dann ist eine gezielte medizinische Behandlung erforderlich.
Bearbeitungsstand: 02.04.2026
Quellenangaben:
Thews, Mutschler, Vaupel, Anatomie, Physiologie und Pathophysiologie des Menschen, WVG, (2007), 5. Aufl. - Brunkhorst, Schölmerich, Differenzialdiagnostik und Differenzialtherapie, Elsevier (Urban & Fischer), (2010), 1. Auflage
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.