XELJANZ 1 mg/ml Lösung zum Einnehmen
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Pharmazeutische Informationen
Lösung zum Einnehmen — verschreibungspflichtig.
Detaillierte Anwendungshinweise, Dosierung, Nebenwirkungen und Wechselwirkungen finden Sie unten in den Registerkarten. Beachten Sie stets die Packungsbeilage. Bei Unklarheiten fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.
- PZN:
- 17203339
- Darreichungsform:
- Lösung zum Einnehmen (Lösung zum Einnehmen)
- Packungsgröße:
- 240 ml
- Wirkstoffstärke:
- 1 mg
- Marke:
- XELJANZ
- Hersteller:
- Pfizer Pharma GmbH
Rechtlicher Status
Verantwortlicher Wirtschaftsakteur gemäß EU-Verordnung 2023/988
GPSRAnwendungshinweise
Die Gesamtdosis sollte nicht ohne Rücksprache mit einem Arzt oder Apotheker überschritten werden.
Art der Anwendung?
Nehmen Sie das Arzneimittel ein.
Dauer der Anwendung?
Die Anwendungsdauer richtet sich nach Art der Beschwerde und/oder Dauer der Erkrankung und wird deshalb nur von Ihrem Arzt bestimmt.
Überdosierung?
Setzen Sie sich bei dem Verdacht auf eine Überdosierung umgehend mit einem Arzt in Verbindung.
Generell gilt: Achten Sie vor allem bei Säuglingen, Kleinkindern und älteren Menschen auf eine gewissenhafte Dosierung. Im Zweifelsfalle fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker nach etwaigen Auswirkungen oder Vorsichtsmaßnahmen.
Eine vom Arzt verordnete Dosierung kann von den Angaben der Packungsbeilage abweichen. Da der Arzt sie individuell abstimmt, sollten Sie das Arzneimittel daher nach seinen Anweisungen anwenden.
Dosierung
Die Dosierung sollte von Fachärzten eingeleitet und überwacht werden.
Patienten mit bekannten Risikofaktoren für venöse und thromboembolische Ereignisse:
Die jeweilige Dosierung bitte unbedingt vorher mit dem Arzt besprechen.
Allgemeine Dosierungsempfehlung:
Patienten mit einem Körpergewicht ab 40 kg können auf 5 mg Filmtabletten (2-mal täglich) umgestellt werden.
Patienten mit einer Leber- oder Nierenfunktionsstörung: Sie müssen in Absprache mit Ihrem Arzt eventuell die Einzel- oder die Gesamtdosis reduzieren oder den Dosierungsabstand verlängern.
Lassen Sie sich zu der Dosierung von Ihrem Arzt oder Apotheker beraten.
Dosierhilfe: Dem Arzneimittel liegt für eine korrekte Dosierung ein Messbehältnis bei.
Anwendungsgebiete
- Rheumatische Gelenkentzündung (Arthritis) im Kindesalter
- Gelenkentzündung bei Schuppenflechte bei Jugendlichen (Psoriasis-Arthritis)
Detaillierte Dosierung
Personenkreis: Kinder ab 2 Jahren und Jugendliche mit einem Körpergewicht von 10 kg bis unter 20 kg, Einzeldosis: 3,2 ml Lösung, Gesamtdosis: 2-mal täglich, Zeitpunkt: unabhängig von der Mahlzeit
Personenkreis: Kinder ab 2 Jahren und Jugendliche mit einem Körpergewicht von 20 kg bis unter 40 kg, Einzeldosis: 4 ml Lösung, Gesamtdosis: 2-mal täglich, Zeitpunkt: unabhängig von der Mahlzeit
Personenkreis: Kinder ab 2 Jahren und Jugendliche mit einem Körpergewicht ab 40 kg, Einzeldosis: 5 ml Lösung, Gesamtdosis: 2-mal täglich, Zeitpunkt: unabhängig von der Mahlzeit
Wirkstoff
Wirkungsweise
Wie wirkt der Inhaltsstoff des Arzneimittels?
Der Wirkstoff hemmt die Wirkung von Enzymen, den sogenannten Januskinasen. Hierbei handelt es sich um Enzyme, die eine wichtige Rolle beim Prozess der Entzündung spielen, der bei rheumatoider Arthritis, Psoriasisarthritis und Colitis ulcerosa stattfindet.
Nebenwirkungen
Welche unerwünschten Wirkungen können auftreten?
- Lungenentzündung
- Grippe
- Gürtelrose (Herpes zoster-Infektion)
- Infektion der Harnwege
- Nasennebenhöhlenentzündung
- Entzündung der Bronchien
- Nasen-Rachen-Entzündung
- Infektiöse Halsentzündung
- Verminderte Zahl an weißen Blutkörperchen (Lymphozytopenie)
- Blutarmut (Anämie)
- Kopfschmerzen
- Bluthochdruck (Hypertonie)
- Husten
- Bauchschmerzen
- Erbrechen
- Durchfall
- Übelkeit
- Magenschleimhautentzündung
- Verdauungsbeschwerden
- Hautausschlag
- Arzneimittelinduzierte Akne
- Gelenkschmerzen
- Wassereinlagerung in Beinen und/oder Armen
- Anstieg von Muskelenzym (Kreatinphosphokinase) im Blut
- Tuberkulose durch Medikamente
- Dickdarmentzündung (speziell der Divertikel)
- Nierenbeckenentzündung (Pyelonephritis)
- Entzündung des Unterhautzellgewebes (Zellulitis)
- Herpes (Herpes-simplex-Infektion)
- Virale Magen-Darm-Grippe
- Virusinfektion
- Lungenkrebs
- Hautkrebs
- Verminderte Zahl an weißen Blutkörperchen (Leukopenie)
- Verminderte Zahl an weißen bestimmten Blutkörperchen (Neutropenie)
- Fettstoffwechselstörung (Dyslipidämie)
- Fettstoffwechselstörung (Hyperlipidämie)
- Flüssigkeitsmangel (Dehydratation) durch Medikamente
- Schlaflosigkeit
- Missempfindungen
- Herzinfarkt durch Medikamente
- Gefäßverschluss durch Blutpfropf (venöse Thromboembolie)
- Gefäßverschluss in der Lunge durch Blutgerinnsel (Lungenembolie)
- Verschluss tiefer Gefäße durch Blutpfropf (tiefe Venenthrombose)
- Gefäßverschluss durch Blutpfropf (Thrombose) der Netzhautvene (Retinalvene)
- Kurzatmigkeit (Dyspnoe)
- Verstopfte Nasennebenhöhlen
- Fettleber
- Anstieg der Leberenzyme
- Erhöhte Leberwerte (Transaminasen)
- Erhöhte Leberwerte (GGT)
- Hautrötung durch gesteigerte Durchblutung (Erythem)
- Juckreiz (Pruritus)
- Gelenkschwellung
- Sehnenentzündung (Tendinitis)
- Fieber
- Müdigkeit
- Erhöhte Nierenwerte (Kreatinin) im Blut
- Erhöhtes Cholesterin
- Erhöhtes LDL-Cholesterin
- Gewichtszunahme
- Verstauchung
- Muskelzerrung
Bemerken Sie eine Befindlichkeitsstörung oder Veränderung während der Behandlung, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Für die Information an dieser Stelle werden vor allem Nebenwirkungen berücksichtigt, die bei mindestens einem von 1.000 behandelten Patienten auftreten.
Gegenanzeigen
Was spricht gegen eine Anwendung?
Immer:
- Überempfindlichkeit gegen die Inhaltsstoffe
- Aktive Tuberkulose
- Schwere Infektionskrankheit
- Blutvergiftung (Sepsis)
- Stark eingeschränkte Leberfunktion
Unter Umständen - sprechen Sie hierzu mit Ihrem Arzt oder Apotheker:
- Patienten mit bekannten Risikofaktoren für Gefäßverschluss durch z.B. Blutpfropf (Embolie), wie:
- Raucher oder ehemalige Langzeitraucher
- Herz- und/oder Gefäßerkrankungen (kardiovaskuläre atherothrombotische Erkrankungen)bestehend oder in der Vergangenheit
- Risikofaktoren für bösartige Erkrankungen
Welche Altersgruppe ist zu beachten?
- Säuglinge und Kleinkinder unter 2 Jahren: Das Arzneimittel darf nicht angewendet werden.
- Ältere Patienten ab 65 Jahren: Das Arzneimittel ist mit besonderer Vorsicht anzuwenden.
Was ist mit Schwangerschaft und Stillzeit?
- Schwangerschaft: Das Arzneimittel darf nicht angewendet werden.
- Stillzeit: Das Arzneimittel darf nicht angewendet werden.
Ist Ihnen das Arzneimittel trotz einer Gegenanzeige verordnet worden, sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker. Der therapeutische Nutzen kann höher sein, als das Risiko, das die Anwendung bei einer Gegenanzeige in sich birgt.
Lagerungsanforderungen
Bestellinformationen
- Mindestbestellmenge:
- 1
Aufbewahrung
Aufbewahrung
Lagerung vor Anbruch
Das Arzneimittel muss im Dunkeln (z.B. im Umkarton) aufbewahrt werden.
Aufbewahrung nach Anbruch oder Zubereitung
Das Arzneimittel darf nach Anbruch/Zubereitung höchstens 60 Tage verwendet werden!
Das Arzneimittel muss nach Anbruch/Zubereitung
- bei Raumtemperatur
- im Dunkeln (z.B. im Umkarton)
aufbewahrt werden!
Wichtige Hinweise
Was sollten Sie beachten?
- Bei Frauen im gebärfähigen Alter sind während und unter Umständen auch eine zeitlang nach der Therapie wirksame Verhütungsmethoden erforderlich. Sprechen Sie hierzu Ihren Arzt oder Apotheker an.
- Während der Behandlung sind geeignete schwangerschaftsverhütende Maßnahmen durchzuführen.
- Es kann Arzneimittel geben, mit denen Wechselwirkungen auftreten. Sie sollten deswegen generell vor der Behandlung mit einem neuen Arzneimittel jedes andere, das Sie bereits anwenden, dem Arzt oder Apotheker angeben. Das gilt auch für Arzneimittel, die Sie selbst kaufen, nur gelegentlich anwenden oder deren Anwendung schon einige Zeit zurückliegt.
Weitere Hinweise aus der Fachinformation
Als alleinige Behandlung und in Kombination mit anderen Arzneimitteln:
Regelmäßige Hautuntersuchungen werden bei allen Patienten empfohlen.
Aktivierte rheumatoide Arthritis
Was ist das? - Definition Die aktivierte rheumatoide Arthritis ist eine entzündliche Phase innerhalb der chronischen Gelenkerkrankung rheumatoide Arthritis. In dieser Phase sind die Beschwerden besonders stark ausgeprägt. Es kommt zu einem akuten Schub.
Krankheitsbild
Die rheumatoide Arthritis ist eine Autoimmunerkrankung, bei der das Immunsystem fälschlicherweise körpereigene Gelenkstrukturen angreift. Die Erkrankung verläuft in Schüben. In einer aktivierten Phase ist die Entzündung besonders aktiv. Das bedeutet, dass die betroffenen Gelenke stärker schmerzen, anschwellen und sich warm anfühlen.
Meist trifft ein Schub mehrere Gelenke gleichzeitig. Oft geschieht die symmetrisch, also zum Beispiel an beiden Handgelenken oder beiden Knien. Die Entzündung betrifft vor allem die Gelenkinnenhaut, kann aber auch auf andere Strukturen übergreifen.
Symptome/Verlauf
Typisch für eine aktivierte Phase sind starke Schmerzen in den Gelenken, vor allem morgens nach dem Aufstehen. Die sogenannte Morgensteifigkeit kann über eine Stunde anhalten. Dies bezeichnet eine eingeschränkte Beweglichkeit der Gelenke nach dem Aufwachen. Die Gelenke sind geschwollen, gerötet und fühlen sich warm an. Viele Betroffene berichten auch über allgemeine Beschwerden wie Müdigkeit, Abgeschlagenheit oder leichtes Fieber.
Die Symptome können über Tage oder Wochen anhalten und sich dann wieder bessern. Zwischen den Schüben kann es Phasen mit nur geringen oder gar keinen Beschwerden geben. Die Häufigkeit und Dauer der aktivierten Phasen sind individuell sehr unterschiedlich.
Folgen/Komplikationen
Wenn die aktivierten Phasen häufig auftreten oder unbehandelt bleiben, drohen bleibende Schäden an den Gelenken. Die Entzündung greift dann Knorpel und Knochen an, was mitunter zu Verformungen und Bewegungseinschränkungen führt. In schweren Fällen greift die Erkrankung auch andere Organe wie Herz, Lunge oder Augen an. Die Lebensqualität kann durch Schmerzen, Erschöpfung und eingeschränkte Beweglichkeit stark beeinträchtigt werden. Eine frühzeitige und konsequente Behandlung ist daher besonders wichtig, um Folgeschäden zu vermeiden.
Ursachen/Risikofaktoren
Die genauen Ursachen der rheumatoiden Arthritis sind nicht vollständig geklärt. Es handelt sich um eine Fehlsteuerung des Immunsystems. Vermutlich spielen genetische Faktoren eine Rolle. Auch Umweltfaktoren wie Rauchen oder bestimmte Infektionen können das Risiko erhöhen. Stress, hormonelle Veränderungen oder eine unzureichende Behandlung lösen in vielen Fällen einen Schub aus. Die Erkrankung tritt häufiger bei Frauen auf und beginnt meist zwischen dem 30. und 50. Lebensjahr, kann aber auch früher oder später auftreten.
Das kann helfen
Das macht der Arzt: In einer aktivierten Phase verschreiben Ärzte oft entzündungshemmende Arzneimittel, zum Beispiel Kortison oder spezielle Rheumamedikamente. Diese sollen die Entzündung schnell eindämmen und Schmerzen lindern. Auch Kälteanwendungen oder gezielte Bewegungsübungen können helfen. Wichtig: die Gelenke nicht zu überlasten, aber auch nicht völlig ruhigzustellen.
Was man selbst tun kann: Eine ausgewogene Ernährung, Stressreduktion und regelmäßige Bewegung können zur Stabilisierung beitragen. Wenn die Beschwerden stark auftreten, länger anhalten oder sie neue künstliche Gelenke betreffen, sollte man unbedingt ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen. Generell sind die Grenzen der Selbsthilfe sind erreicht, wenn die Schmerzen zunehmen, die Beweglichkeit stark eingeschränkt ist oder Fieber auftritt.
Bearbeitungsstand: 08.10.2025
Quellenangaben:
Biesalski et al, Ernährungsmedizin, Thieme, (2007) - Thieme, Lexikon der Krankheiten und Untersuchungen, (2006) - Niethard u.a., Orthopädie, Thieme, (2005) - S. Andreae et al., Gesundheits- und Krankheitslehre für die Altenpflege, Thieme, (2011), 3. Aufl.
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Psoriasis-Arthritis
Was ist das? - Definition Bei einer Psoriasis-Arthritis handelt es sich um eine chronische Gelenkentzündung, die bei Menschen mit Schuppenflechte auftreten kann. Sie betrifft meist die Finger, Zehen oder die Wirbelsäule und führt zu Schmerzen, Schwellungen und Bewegungseinschränkungen. Ursache ist eine fehlgeleitete Reaktion des Immunsystems gegen körpereigenes Gewebe.
Krankheitsbild
Psoriasis-Arthritis gehört zu den entzündlichen Gelenkerkrankungen und tritt bei etwa einem Viertel der Menschen mit Schuppenflechte auf. Die Erkrankung kann sich an verschiedenen Gelenken zeigen, oft an Händen, Füßen, Knie oder der Wirbelsäule. Manchmal greift sie auch auf Sehnen und deren Ansätze über. Die Entzündung entsteht durch eine Autoimmunreaktion, bei der das Immunsystem körpereigene Strukturen angreift. Die Erkrankung verläuft meist in Schüben und lässt sich nicht heilen. Sie kann sich langsam entwickeln oder plötzlich auftreten. In manchen Fällen zeigen sich die Gelenkbeschwerden sogar vor den typischen Hautveränderungen einer Schuppenflechte.
Symptome/Verlauf
Zu den typischen Symptomen zählen Schmerzen, Schwellungen und Steifheit in den betroffenen Gelenken. Besonders morgens fühlen sie sich steif an, was sich durch Bewegung meist bessert. Die Gelenke fühlen sich oft warm an und reagieren empfindlich. Bei fortschreitender Erkrankung können sich Finger oder Zehen verformen. Auch Erschöpfung und Schlafstörungen kommen häufig vor. Die Beschwerden treten meist schubweise auf, mit Phasen der Besserung und Verschlechterung. Neben den Gelenken können auch die Haut, Nägel und Augen betroffen sein. Die Symptome ähneln oft anderen rheumatischen Erkrankungen, was die Diagnose erschwert.
Folgen/Komplikationen
Unbehandelt drohen durch eine Psoriasis-Arthritis dauerhafte Gelenkschäden. Die Entzündung greift Knorpel und Knochen an, was zu Verformungen und Bewegungseinschränkungen führt. Auch die Wirbelsäule kann betroffen sein, was zu Versteifungen und starken Rückenschmerzen führen kann. In schweren Fällen schränkt die Erkrankung die Lebensqualität stark ein und führt sogar zu Arbeitsunfähigkeit. Manche Betroffene entwickeln zusätzlich Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder Depressionen. Eine frühzeitige Behandlung hilft, Folgeschäden zu vermeiden.
Ursachen/Risikofaktoren
Die genaue Ursache ist nicht bekannt. Bei einer Psoriasis-Arthritis handelt es sich um eine Autoimmunerkrankung, bei der das Immunsystem überaktiv reagiert. Genetische Faktoren spielen eine Rolle. Wer Verwandte mit Psoriasis oder Psoriasis-Arthritis hat, besitzt ein erhöhtes Risiko. Auch Infektionen, Stress, Rauchen und bestimmte Medikamente lösen Schübe aus. Die Erkrankung tritt meist zwischen dem 30. und 50. Lebensjahr auf, kann aber auch früher oder später beginnen. Männer und Frauen sind etwa gleich häufig betroffen.
Das kann helfen
Das kann der Arzt tun: Er verschreibt in der Regel entzündungshemmende Arzneimittel. Hierzu zählen Ibuprofen oder spezielle Rheumamedikamente wie Methotrexat oder Biologika. Auch Kortison kann bei akuten Entzündungen helfen, sollte aber nicht dauerhaft eingesetzt werden. Physiotherapie und Bewegung helfen, die Gelenke beweglich zu halten.
Das kann man selbst tun: Regelmäßige Bewegung, Stressabbau und Verzicht auf Rauchen tragen zur Linderung bei. Die Grenzen der Selbsthilfe sind erreicht, wenn die Schmerzen zunehmen, die Beweglichkeit eingeschränkt ist oder die Erkrankung neue Gelenke angreift. Dann sollte unbedingt ärztliche Hilfe in Anspruch genommen werden.
Bearbeitungsstand: 13.10.2025
Quellenangaben:
Moll, Dermatologie, (2010), 7. Auflage - Brunkhorst, Schölmerich, Differenzialdiagnostik und Differenzialtherapie, Elsevier (Urban & Fischer), (2010), 1. Auflage - Wülker, Orthopädie und Unfallchirurgie, Thieme, (2009), 2. Auflage - Herold, Innere Medizin, Herold, (2011)
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Lösung zum Einnehmen — verschreibungspflichtig.
Detaillierte Anwendungshinweise, Dosierung, Nebenwirkungen und Wechselwirkungen finden Sie unten in den Registerkarten. Beachten Sie stets die Packungsbeilage. Bei Unklarheiten fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.
- PZN:
- 17203339
- Darreichungsform:
- Lösung zum Einnehmen (Lösung zum Einnehmen)
- Packungsgröße:
- 240 ml
- Wirkstoffstärke:
- 1 mg
- Marke:
- XELJANZ
- Hersteller:
- Pfizer Pharma GmbH
Rechtlicher Status
Verantwortlicher Wirtschaftsakteur gemäß EU-Verordnung 2023/988
GPSRAnwendungshinweise
Die Gesamtdosis sollte nicht ohne Rücksprache mit einem Arzt oder Apotheker überschritten werden.
Art der Anwendung?
Nehmen Sie das Arzneimittel ein.
Dauer der Anwendung?
Die Anwendungsdauer richtet sich nach Art der Beschwerde und/oder Dauer der Erkrankung und wird deshalb nur von Ihrem Arzt bestimmt.
Überdosierung?
Setzen Sie sich bei dem Verdacht auf eine Überdosierung umgehend mit einem Arzt in Verbindung.
Generell gilt: Achten Sie vor allem bei Säuglingen, Kleinkindern und älteren Menschen auf eine gewissenhafte Dosierung. Im Zweifelsfalle fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker nach etwaigen Auswirkungen oder Vorsichtsmaßnahmen.
Eine vom Arzt verordnete Dosierung kann von den Angaben der Packungsbeilage abweichen. Da der Arzt sie individuell abstimmt, sollten Sie das Arzneimittel daher nach seinen Anweisungen anwenden.
Dosierung
Die Dosierung sollte von Fachärzten eingeleitet und überwacht werden.
Patienten mit bekannten Risikofaktoren für venöse und thromboembolische Ereignisse:
Die jeweilige Dosierung bitte unbedingt vorher mit dem Arzt besprechen.
Allgemeine Dosierungsempfehlung:
Patienten mit einem Körpergewicht ab 40 kg können auf 5 mg Filmtabletten (2-mal täglich) umgestellt werden.
Patienten mit einer Leber- oder Nierenfunktionsstörung: Sie müssen in Absprache mit Ihrem Arzt eventuell die Einzel- oder die Gesamtdosis reduzieren oder den Dosierungsabstand verlängern.
Lassen Sie sich zu der Dosierung von Ihrem Arzt oder Apotheker beraten.
Dosierhilfe: Dem Arzneimittel liegt für eine korrekte Dosierung ein Messbehältnis bei.
Anwendungsgebiete
- Rheumatische Gelenkentzündung (Arthritis) im Kindesalter
- Gelenkentzündung bei Schuppenflechte bei Jugendlichen (Psoriasis-Arthritis)
Detaillierte Dosierung
Personenkreis: Kinder ab 2 Jahren und Jugendliche mit einem Körpergewicht von 10 kg bis unter 20 kg, Einzeldosis: 3,2 ml Lösung, Gesamtdosis: 2-mal täglich, Zeitpunkt: unabhängig von der Mahlzeit
Personenkreis: Kinder ab 2 Jahren und Jugendliche mit einem Körpergewicht von 20 kg bis unter 40 kg, Einzeldosis: 4 ml Lösung, Gesamtdosis: 2-mal täglich, Zeitpunkt: unabhängig von der Mahlzeit
Personenkreis: Kinder ab 2 Jahren und Jugendliche mit einem Körpergewicht ab 40 kg, Einzeldosis: 5 ml Lösung, Gesamtdosis: 2-mal täglich, Zeitpunkt: unabhängig von der Mahlzeit
Wirkstoff
Wirkungsweise
Wie wirkt der Inhaltsstoff des Arzneimittels?
Der Wirkstoff hemmt die Wirkung von Enzymen, den sogenannten Januskinasen. Hierbei handelt es sich um Enzyme, die eine wichtige Rolle beim Prozess der Entzündung spielen, der bei rheumatoider Arthritis, Psoriasisarthritis und Colitis ulcerosa stattfindet.
Nebenwirkungen
Welche unerwünschten Wirkungen können auftreten?
- Lungenentzündung
- Grippe
- Gürtelrose (Herpes zoster-Infektion)
- Infektion der Harnwege
- Nasennebenhöhlenentzündung
- Entzündung der Bronchien
- Nasen-Rachen-Entzündung
- Infektiöse Halsentzündung
- Verminderte Zahl an weißen Blutkörperchen (Lymphozytopenie)
- Blutarmut (Anämie)
- Kopfschmerzen
- Bluthochdruck (Hypertonie)
- Husten
- Bauchschmerzen
- Erbrechen
- Durchfall
- Übelkeit
- Magenschleimhautentzündung
- Verdauungsbeschwerden
- Hautausschlag
- Arzneimittelinduzierte Akne
- Gelenkschmerzen
- Wassereinlagerung in Beinen und/oder Armen
- Anstieg von Muskelenzym (Kreatinphosphokinase) im Blut
- Tuberkulose durch Medikamente
- Dickdarmentzündung (speziell der Divertikel)
- Nierenbeckenentzündung (Pyelonephritis)
- Entzündung des Unterhautzellgewebes (Zellulitis)
- Herpes (Herpes-simplex-Infektion)
- Virale Magen-Darm-Grippe
- Virusinfektion
- Lungenkrebs
- Hautkrebs
- Verminderte Zahl an weißen Blutkörperchen (Leukopenie)
- Verminderte Zahl an weißen bestimmten Blutkörperchen (Neutropenie)
- Fettstoffwechselstörung (Dyslipidämie)
- Fettstoffwechselstörung (Hyperlipidämie)
- Flüssigkeitsmangel (Dehydratation) durch Medikamente
- Schlaflosigkeit
- Missempfindungen
- Herzinfarkt durch Medikamente
- Gefäßverschluss durch Blutpfropf (venöse Thromboembolie)
- Gefäßverschluss in der Lunge durch Blutgerinnsel (Lungenembolie)
- Verschluss tiefer Gefäße durch Blutpfropf (tiefe Venenthrombose)
- Gefäßverschluss durch Blutpfropf (Thrombose) der Netzhautvene (Retinalvene)
- Kurzatmigkeit (Dyspnoe)
- Verstopfte Nasennebenhöhlen
- Fettleber
- Anstieg der Leberenzyme
- Erhöhte Leberwerte (Transaminasen)
- Erhöhte Leberwerte (GGT)
- Hautrötung durch gesteigerte Durchblutung (Erythem)
- Juckreiz (Pruritus)
- Gelenkschwellung
- Sehnenentzündung (Tendinitis)
- Fieber
- Müdigkeit
- Erhöhte Nierenwerte (Kreatinin) im Blut
- Erhöhtes Cholesterin
- Erhöhtes LDL-Cholesterin
- Gewichtszunahme
- Verstauchung
- Muskelzerrung
Bemerken Sie eine Befindlichkeitsstörung oder Veränderung während der Behandlung, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Für die Information an dieser Stelle werden vor allem Nebenwirkungen berücksichtigt, die bei mindestens einem von 1.000 behandelten Patienten auftreten.
Gegenanzeigen
Was spricht gegen eine Anwendung?
Immer:
- Überempfindlichkeit gegen die Inhaltsstoffe
- Aktive Tuberkulose
- Schwere Infektionskrankheit
- Blutvergiftung (Sepsis)
- Stark eingeschränkte Leberfunktion
Unter Umständen - sprechen Sie hierzu mit Ihrem Arzt oder Apotheker:
- Patienten mit bekannten Risikofaktoren für Gefäßverschluss durch z.B. Blutpfropf (Embolie), wie:
- Raucher oder ehemalige Langzeitraucher
- Herz- und/oder Gefäßerkrankungen (kardiovaskuläre atherothrombotische Erkrankungen)bestehend oder in der Vergangenheit
- Risikofaktoren für bösartige Erkrankungen
Welche Altersgruppe ist zu beachten?
- Säuglinge und Kleinkinder unter 2 Jahren: Das Arzneimittel darf nicht angewendet werden.
- Ältere Patienten ab 65 Jahren: Das Arzneimittel ist mit besonderer Vorsicht anzuwenden.
Was ist mit Schwangerschaft und Stillzeit?
- Schwangerschaft: Das Arzneimittel darf nicht angewendet werden.
- Stillzeit: Das Arzneimittel darf nicht angewendet werden.
Ist Ihnen das Arzneimittel trotz einer Gegenanzeige verordnet worden, sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker. Der therapeutische Nutzen kann höher sein, als das Risiko, das die Anwendung bei einer Gegenanzeige in sich birgt.
Lagerungsanforderungen
Bestellinformationen
- Mindestbestellmenge:
- 1
Aufbewahrung
Aufbewahrung
Lagerung vor Anbruch
Das Arzneimittel muss im Dunkeln (z.B. im Umkarton) aufbewahrt werden.
Aufbewahrung nach Anbruch oder Zubereitung
Das Arzneimittel darf nach Anbruch/Zubereitung höchstens 60 Tage verwendet werden!
Das Arzneimittel muss nach Anbruch/Zubereitung
- bei Raumtemperatur
- im Dunkeln (z.B. im Umkarton)
aufbewahrt werden!
Wichtige Hinweise
Was sollten Sie beachten?
- Bei Frauen im gebärfähigen Alter sind während und unter Umständen auch eine zeitlang nach der Therapie wirksame Verhütungsmethoden erforderlich. Sprechen Sie hierzu Ihren Arzt oder Apotheker an.
- Während der Behandlung sind geeignete schwangerschaftsverhütende Maßnahmen durchzuführen.
- Es kann Arzneimittel geben, mit denen Wechselwirkungen auftreten. Sie sollten deswegen generell vor der Behandlung mit einem neuen Arzneimittel jedes andere, das Sie bereits anwenden, dem Arzt oder Apotheker angeben. Das gilt auch für Arzneimittel, die Sie selbst kaufen, nur gelegentlich anwenden oder deren Anwendung schon einige Zeit zurückliegt.
Weitere Hinweise aus der Fachinformation
Als alleinige Behandlung und in Kombination mit anderen Arzneimitteln:
Regelmäßige Hautuntersuchungen werden bei allen Patienten empfohlen.
Aktivierte rheumatoide Arthritis
Was ist das? - Definition Die aktivierte rheumatoide Arthritis ist eine entzündliche Phase innerhalb der chronischen Gelenkerkrankung rheumatoide Arthritis. In dieser Phase sind die Beschwerden besonders stark ausgeprägt. Es kommt zu einem akuten Schub.
Krankheitsbild
Die rheumatoide Arthritis ist eine Autoimmunerkrankung, bei der das Immunsystem fälschlicherweise körpereigene Gelenkstrukturen angreift. Die Erkrankung verläuft in Schüben. In einer aktivierten Phase ist die Entzündung besonders aktiv. Das bedeutet, dass die betroffenen Gelenke stärker schmerzen, anschwellen und sich warm anfühlen.
Meist trifft ein Schub mehrere Gelenke gleichzeitig. Oft geschieht die symmetrisch, also zum Beispiel an beiden Handgelenken oder beiden Knien. Die Entzündung betrifft vor allem die Gelenkinnenhaut, kann aber auch auf andere Strukturen übergreifen.
Symptome/Verlauf
Typisch für eine aktivierte Phase sind starke Schmerzen in den Gelenken, vor allem morgens nach dem Aufstehen. Die sogenannte Morgensteifigkeit kann über eine Stunde anhalten. Dies bezeichnet eine eingeschränkte Beweglichkeit der Gelenke nach dem Aufwachen. Die Gelenke sind geschwollen, gerötet und fühlen sich warm an. Viele Betroffene berichten auch über allgemeine Beschwerden wie Müdigkeit, Abgeschlagenheit oder leichtes Fieber.
Die Symptome können über Tage oder Wochen anhalten und sich dann wieder bessern. Zwischen den Schüben kann es Phasen mit nur geringen oder gar keinen Beschwerden geben. Die Häufigkeit und Dauer der aktivierten Phasen sind individuell sehr unterschiedlich.
Folgen/Komplikationen
Wenn die aktivierten Phasen häufig auftreten oder unbehandelt bleiben, drohen bleibende Schäden an den Gelenken. Die Entzündung greift dann Knorpel und Knochen an, was mitunter zu Verformungen und Bewegungseinschränkungen führt. In schweren Fällen greift die Erkrankung auch andere Organe wie Herz, Lunge oder Augen an. Die Lebensqualität kann durch Schmerzen, Erschöpfung und eingeschränkte Beweglichkeit stark beeinträchtigt werden. Eine frühzeitige und konsequente Behandlung ist daher besonders wichtig, um Folgeschäden zu vermeiden.
Ursachen/Risikofaktoren
Die genauen Ursachen der rheumatoiden Arthritis sind nicht vollständig geklärt. Es handelt sich um eine Fehlsteuerung des Immunsystems. Vermutlich spielen genetische Faktoren eine Rolle. Auch Umweltfaktoren wie Rauchen oder bestimmte Infektionen können das Risiko erhöhen. Stress, hormonelle Veränderungen oder eine unzureichende Behandlung lösen in vielen Fällen einen Schub aus. Die Erkrankung tritt häufiger bei Frauen auf und beginnt meist zwischen dem 30. und 50. Lebensjahr, kann aber auch früher oder später auftreten.
Das kann helfen
Das macht der Arzt: In einer aktivierten Phase verschreiben Ärzte oft entzündungshemmende Arzneimittel, zum Beispiel Kortison oder spezielle Rheumamedikamente. Diese sollen die Entzündung schnell eindämmen und Schmerzen lindern. Auch Kälteanwendungen oder gezielte Bewegungsübungen können helfen. Wichtig: die Gelenke nicht zu überlasten, aber auch nicht völlig ruhigzustellen.
Was man selbst tun kann: Eine ausgewogene Ernährung, Stressreduktion und regelmäßige Bewegung können zur Stabilisierung beitragen. Wenn die Beschwerden stark auftreten, länger anhalten oder sie neue künstliche Gelenke betreffen, sollte man unbedingt ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen. Generell sind die Grenzen der Selbsthilfe sind erreicht, wenn die Schmerzen zunehmen, die Beweglichkeit stark eingeschränkt ist oder Fieber auftritt.
Bearbeitungsstand: 08.10.2025
Quellenangaben:
Biesalski et al, Ernährungsmedizin, Thieme, (2007) - Thieme, Lexikon der Krankheiten und Untersuchungen, (2006) - Niethard u.a., Orthopädie, Thieme, (2005) - S. Andreae et al., Gesundheits- und Krankheitslehre für die Altenpflege, Thieme, (2011), 3. Aufl.
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Psoriasis-Arthritis
Was ist das? - Definition Bei einer Psoriasis-Arthritis handelt es sich um eine chronische Gelenkentzündung, die bei Menschen mit Schuppenflechte auftreten kann. Sie betrifft meist die Finger, Zehen oder die Wirbelsäule und führt zu Schmerzen, Schwellungen und Bewegungseinschränkungen. Ursache ist eine fehlgeleitete Reaktion des Immunsystems gegen körpereigenes Gewebe.
Krankheitsbild
Psoriasis-Arthritis gehört zu den entzündlichen Gelenkerkrankungen und tritt bei etwa einem Viertel der Menschen mit Schuppenflechte auf. Die Erkrankung kann sich an verschiedenen Gelenken zeigen, oft an Händen, Füßen, Knie oder der Wirbelsäule. Manchmal greift sie auch auf Sehnen und deren Ansätze über. Die Entzündung entsteht durch eine Autoimmunreaktion, bei der das Immunsystem körpereigene Strukturen angreift. Die Erkrankung verläuft meist in Schüben und lässt sich nicht heilen. Sie kann sich langsam entwickeln oder plötzlich auftreten. In manchen Fällen zeigen sich die Gelenkbeschwerden sogar vor den typischen Hautveränderungen einer Schuppenflechte.
Symptome/Verlauf
Zu den typischen Symptomen zählen Schmerzen, Schwellungen und Steifheit in den betroffenen Gelenken. Besonders morgens fühlen sie sich steif an, was sich durch Bewegung meist bessert. Die Gelenke fühlen sich oft warm an und reagieren empfindlich. Bei fortschreitender Erkrankung können sich Finger oder Zehen verformen. Auch Erschöpfung und Schlafstörungen kommen häufig vor. Die Beschwerden treten meist schubweise auf, mit Phasen der Besserung und Verschlechterung. Neben den Gelenken können auch die Haut, Nägel und Augen betroffen sein. Die Symptome ähneln oft anderen rheumatischen Erkrankungen, was die Diagnose erschwert.
Folgen/Komplikationen
Unbehandelt drohen durch eine Psoriasis-Arthritis dauerhafte Gelenkschäden. Die Entzündung greift Knorpel und Knochen an, was zu Verformungen und Bewegungseinschränkungen führt. Auch die Wirbelsäule kann betroffen sein, was zu Versteifungen und starken Rückenschmerzen führen kann. In schweren Fällen schränkt die Erkrankung die Lebensqualität stark ein und führt sogar zu Arbeitsunfähigkeit. Manche Betroffene entwickeln zusätzlich Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder Depressionen. Eine frühzeitige Behandlung hilft, Folgeschäden zu vermeiden.
Ursachen/Risikofaktoren
Die genaue Ursache ist nicht bekannt. Bei einer Psoriasis-Arthritis handelt es sich um eine Autoimmunerkrankung, bei der das Immunsystem überaktiv reagiert. Genetische Faktoren spielen eine Rolle. Wer Verwandte mit Psoriasis oder Psoriasis-Arthritis hat, besitzt ein erhöhtes Risiko. Auch Infektionen, Stress, Rauchen und bestimmte Medikamente lösen Schübe aus. Die Erkrankung tritt meist zwischen dem 30. und 50. Lebensjahr auf, kann aber auch früher oder später beginnen. Männer und Frauen sind etwa gleich häufig betroffen.
Das kann helfen
Das kann der Arzt tun: Er verschreibt in der Regel entzündungshemmende Arzneimittel. Hierzu zählen Ibuprofen oder spezielle Rheumamedikamente wie Methotrexat oder Biologika. Auch Kortison kann bei akuten Entzündungen helfen, sollte aber nicht dauerhaft eingesetzt werden. Physiotherapie und Bewegung helfen, die Gelenke beweglich zu halten.
Das kann man selbst tun: Regelmäßige Bewegung, Stressabbau und Verzicht auf Rauchen tragen zur Linderung bei. Die Grenzen der Selbsthilfe sind erreicht, wenn die Schmerzen zunehmen, die Beweglichkeit eingeschränkt ist oder die Erkrankung neue Gelenke angreift. Dann sollte unbedingt ärztliche Hilfe in Anspruch genommen werden.
Bearbeitungsstand: 13.10.2025
Quellenangaben:
Moll, Dermatologie, (2010), 7. Auflage - Brunkhorst, Schölmerich, Differenzialdiagnostik und Differenzialtherapie, Elsevier (Urban & Fischer), (2010), 1. Auflage - Wülker, Orthopädie und Unfallchirurgie, Thieme, (2009), 2. Auflage - Herold, Innere Medizin, Herold, (2011)
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.