ZAMIDINE 1 mg/ml Augentropfen Mehrdosenbehältnisse
10,85 €
Sofort lieferbar
Pharmazeutische Informationen
Augentropfen — rezeptfrei.
Detaillierte Anwendungshinweise, Dosierung, Nebenwirkungen und Wechselwirkungen finden Sie unten in den Registerkarten. Beachten Sie stets die Packungsbeilage. Bei Unklarheiten fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.
- PZN:
- 18381126
- Darreichungsform:
- Augentropfen (Augentropfen)
- Packungsgröße:
- 5 x 0,6 ml
- Wirkstoffstärke:
- 1 mg
- Marke:
- ZAMIDINE
- Hersteller:
- Thea Pharma GmbH
- Beipackzettel:
- PDF öffnen
Rechtlicher Status
Verantwortlicher Wirtschaftsakteur gemäß EU-Verordnung 2023/988
GPSRAnwendungshinweise
Die Gesamtdosis sollte nicht ohne Rücksprache mit einem Arzt oder Apotheker überschritten werden.
Art der Anwendung?
Tropfen Sie das Arzneimittel in den Bindehautsack jedes Auges ein. Legen Sie für die Anwendung Ihren Kopf zurück. Schließen Sie nach dem Eintropfen langsam das Auge und drücken Sie leicht mit dem Finger auf den Tränenkanal zwischen Nase und innerem Augenlid.
Vermeiden Sie eine Berührung der Applikatorspitze mit Augen/Gesichtspartien oder Gegenständen.
Verschließen Sie das Behältnis sofort nach dem Gebrauch wieder.
Dauer der Anwendung?
Ohne ärztlichen Rat sollten Sie das Arzneimittel nicht länger als 8 Tage anwenden. Bei länger anhaltenden Beschwerden sollten Sie Ihren Arzt aufsuchen.
Überdosierung?
Wird das Arzneimittel wie beschrieben angewendet, sind keine Überdosierungserscheinungen bekannt. Im Zweifelsfall wenden Sie sich an Ihren Arzt.
Generell gilt: Achten Sie vor allem bei Säuglingen, Kleinkindern und älteren Menschen auf eine gewissenhafte Dosierung. Im Zweifelsfalle fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker nach etwaigen Auswirkungen oder Vorsichtsmaßnahmen.
Eine vom Arzt verordnete Dosierung kann von den Angaben der Packungsbeilage abweichen. Da der Arzt sie individuell abstimmt, sollten Sie das Arzneimittel daher nach seinen Anweisungen anwenden.
Dosierung
Allgemeine Dosierungsempfehlung:
Kontaktlinsen sollten während der Behandlung einer Augeninfektion nicht getragen werden.
Anwendungsgebiete
- Bakterielle Bindehautentzündung
- Bakterielle Entzündung der Horn- und Bindehaut des Auges
- Bakterielle Infektion des Augenlidrandes
- Bakterielle Enzündung des Tränensacks des Auges
- Desinfektion vor operativen Eingriffen am Auge (Bindehautsack)
- Bakterielle Bindehautentzündung
- Bakterielle Entzündung der Horn- und Bindehaut des Auges
- Bakterielle Infektion des Augenlidrandes
- Bakterielle Enzündung des Tränensacks des Auges
- Desinfektion vor operativen Eingriffen am Auge (Bindehautsack)
Detaillierte Dosierung
Personenkreis: Alle Altersgruppen, Einzeldosis: 1 Tropfen pro Auge, Gesamtdosis: 4-6 mal täglich, Zeitpunkt: verteilt über den Tag
Wirkstoff
Wirkungsweise
Wie wirkt der Inhaltsstoff des Arzneimittels?
Der Wirkstoff Hexamidin verhindert die Vermehrung verschiedener Bakterien und Pilze. In hohen Konzentrationen kann er diese auch abtöten. Er wirkt somit desinfizierend.
Nebenwirkungen
Welche unerwünschten Wirkungen können auftreten?
Für das Arzneimittel sind nur Nebenwirkungen beschrieben, die bisher nur in Ausnahmefällen aufgetreten sind.
Bemerken Sie eine Befindlichkeitsstörung oder Veränderung während der Behandlung, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Für die Information an dieser Stelle werden vor allem Nebenwirkungen berücksichtigt, die bei mindestens einem von 1.000 behandelten Patienten auftreten.
Gegenanzeigen
Was spricht gegen eine Anwendung?
- Überempfindlichkeit gegen die Inhaltsstoffe
Was ist mit Schwangerschaft und Stillzeit?
- Schwangerschaft: Nach derzeitigen Erkenntnissen hat das Arzneimittel keine schädigenden Auswirkungen auf die Entwicklung Ihres Kindes oder die Geburt.
- Stillzeit: Es gibt nach derzeitigen Erkenntnissen keine Hinweise darauf, dass das Arzneimittel während der Stillzeit nicht angewendet werden darf.
Ist Ihnen das Arzneimittel trotz einer Gegenanzeige verordnet worden, sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker. Der therapeutische Nutzen kann höher sein, als das Risiko, das die Anwendung bei einer Gegenanzeige in sich birgt.
Lagerungsanforderungen
Aufbewahrung
Aufbewahrung
Lagerung vor Anbruch
Das Arzneimittel muss vor Hitze geschützt aufbewahrt werden.
Aufbewahrung nach Anbruch oder Zubereitung
Das Arzneimittel darf nach Anbruch/Zubereitung höchstens 24 Stunden verwendet werden!
Das Arzneimittel muss nach Anbruch/Zubereitung bei Raumtemperatur aufbewahrt werden!
Diese Angabe gilt nur nach dem Öffnen des 0,6ml-Mehrdosenbehältnisses. Nach dem Öffnen des Beutels der 0,6ml-Behältnisse und nach dem Öffnen des 10ml-Behältnisses dürfen diese höchstens 30 Tage verwendet werden.
Wichtige Hinweise
Was sollten Sie beachten?
- Falls mehrere Augentropfen/Augensalben verwendet werden, ist ein Abstand zwischen den Anwendungen erforderlich.
Weitere Hinweise aus der Fachinformation
Es gibt verschiedene Erreger, die eine Erkrankung verursachen können. Ob das Arzneimittel gegen die vorliegende Infektion wirksam ist, kann nur der Arzt entscheiden.
Bindehautentzündung durch Bakterien
Was ist das? - Definition Die bakterielle Bindehautentzündung ist eine akute Entzündung der Bindehaut des Auges, verursacht durch krankmachende Bakterien. Sie ist ansteckend und äußert sich meist durch gerötete, verklebte und eitrig tränende Augen.
Krankheitsbild
Die Bindehaut ist eine dünne Schleimhaut, die die Innenseite der Augenlider bedeckt. Bei einer bakteriellen Entzündung dringen Bakterien in diese Schleimhaut ein und lösen eine Reaktion aus. Typisch ist ein plötzlicher Beginn mit einem betroffenen Auge, das sich rasch röten und oft verklebt. Häufig breitet sich die Infektion innerhalb weniger Tage auf das zweite Auge aus. Besonders betroffen sind Kinder, Kontaktlinsenträger und Menschen mit einem geschwächten Immunsystem.
Symptome/Verlauf
Die Beschwerden treten meist plötzlich auf und können sehr unangenehm sein. Zu den typischen Anzeichen zählen:
- Starke Rötung des Auges
- Gelblich-grüner, eitriger Ausfluss
- Verklebte Augenlider, besonders morgens
- Brennen oder Jucken
- Fremdkörpergefühl im Auge
- Tränenfluss und Lichtempfindlichkeit
- Gelegentlich geschwollene Lymphknoten, vor allem vor dem Ohr
Die bakterielle Bindehautentzündung heilt mit Behandlung meist innerhalb von fünf bis zehn Tagen. Ohne Therapie kann sie länger bestehen und auf andere Teile des Auges übergreifen.
Folgen/Komplikationen
In der Regel verläuft die Erkrankung unkompliziert. Bleibt sie jedoch unbehandelt, kann sie sich auf die Hornhaut ausbreiten und dort zu einer Entzündung führen. Das kann das Sehvermögen beeinträchtigen. Auch eine wiederholte Selbstansteckung durch mangelnde Hygiene kommt vor. Bei starkem Schmerz oder Sehverschlechterung sollte sofort ärztlicher Rat eingeholt werden.
Ursachen/Risikofaktoren
Die häufigste Ursache ist eine Schmierinfektion. Bakterien gelangen über die Hände, Kontaktlinsen, Kosmetika oder verunreinigtes Wasser ins Auge. Zu den weiteren Risikofaktoren zählen trockene Augen, chronische Lidrandentzündungen, Rauch, Chlorwasser, Diabetes und andere chronische Erkrankungen. Auch eine schlechte Augenhygiene kann die Entstehung begünstigen.
Das kann helfen
Das macht der Arzt: Er erkennt die Erkrankung meist durch eine Betrachtung des betroffenen Auges und macht bei Bedarf einen Abstrich. Die Behandlung erfolgt mit antibiotischen Augentropfen oder Salben.
Das kann man selbst tun: Eine gute Hygiene, regelmäßiges Händewaschen und der temporäre Verzicht auf Kontaktlinsen tragen zur Heilung bei. Erkrankte und Gesunde sollten nicht dieselben Handtücher benutzen. Grenzen der Selbsthilfe sind erreicht, wenn starke Beschwerden auftreten oder sich die Symptome nach wenigen Tagen nicht bessern.
Bearbeitungsstand: 02.01.2026
Quellenangabe:
Mehrle, Augenheilkunde, Elsevier (Urban & Fischer), (2010), 8.Auflage
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Hagel-/Gerstenkorn
Was ist das? - Definition Ein Gerstenkorn ist eine akute, meist schmerzhafte Entzündung einer Drüse am Lidrand, verursacht durch Bakterien. Ein Hagelkorn ist eine langsam entstehende, meist schmerzlose Verhärtung am Augenlid, die durch eine chronische Verstopfung einer Talgdrüse entsteht.
Krankheitsbild
Gersten- und Hagelkorn sind gutartige Veränderungen am Augenlid. Beim Gerstenkorn handelt es sich um eine eitrige Entzündung, die meist durch Bakterien, insbesondere Staphylokokken, ausgelöst wird. Sie betrifft die Talg- oder Schweißdrüsen am Lidrand und führt zu einer schmerzhaften, geröteten Schwellung. Das Hagelkorn entsteht durch eine chronische Verstopfung der sogenannten Meibom-Drüsen am Rand der Augenlider, ohne Beteiligung von Bakterien. Es entwickelt sich langsamer, ist nicht eitrig und verursacht in der Regel keine Schmerzen. Beide können am Ober- oder Unterlid auftreten.
Symptome/Verlauf
Ein Gerstenkorn zeigt sich durch eine plötzliche, schmerzhafte Schwellung mit Rötung und Eiterbildung. Die betroffene Stelle ist druckempfindlich und kann das Lid stark anschwellen lassen. Der Eiter tritt meist nach wenigen Tagen von selbst aus und die Entzündung klingt ab.
Ein Hagelkorn hingegen verursacht eine langsam wachsende, schmerzlose Verdickung am Lid. Es fühlt sich wie ein kleines Knötchen unter der Haut an und kann optisch störend wirken. Die Rückbildung dauert oft Wochen bis Monate. In manchen Fällen bleibt das Hagelkorn bestehen und muss entfernt werden.
Folgen/Komplikationen
Ein unbehandeltes Gerstenkorn kann sich ausbreiten und zu einer Entzündung der Augenhöhle führen. Manchmal bildet sich an derselben Stelle erneut ein Gerstenkorn oder es entsteht ein Hagelkorn daraus. Beim Hagelkorn treten Komplikationen selten auf, es kann jedoch dauerhaft bestehen bleiben oder das Lid verformen.
Ursachen/Risikofaktoren
Zu den häufigsten Ursachen und Risikofaktoren zählen:
- Bakterielle Infektionen, meistens Staphylokokken
- mangelnde Lidrandhygiene
- Kontaktlinsen ohne ausreichende Reinigung
- eingetrocknetes Sekret oder Make-Up-Reste
- Diabetes
- geschwächtes Immunsystem
- Hauterkrankungen wie Rosazea
- hormonelle Schwankungen
- Stress
- chronische Verstopfung der Meibom-Drüsen
Das kann helfen
Das macht der Arzt: Er erkennt die Erkrankung meist durch Blickdiagnose und prüft bei Bedarf mit einer Spaltlampe. Beim Gerstenkorn helfen warme Kompressen und antibiotische Salben. Ein Hagelkorn kann durch Lidmassage und Geduld zurückgehen, bei Bedarf wird es chirurgisch entfernt.
Was man selbst tun kann: Auf Hygiene achten, das Auge nicht berühren, warme Umschläge anwenden und auf Make-Up verzichten. Grenzen der Selbsthilfe sind erreicht, wenn die Schwellung nicht zurückgeht, Schmerzen zunehmen oder das Auge beeinträchtigt ist. Dann sollte ein Augenarzt aufgesucht werden.
Bearbeitungsstand: 23.12.2025
Quellenangaben:
Thews, Mutschler, Vaupel, Anatomie, Physiologie und Pathophysiologie des Menschen, WVG, (2007), 5. Aufl. - Mutschler, Arzneimittelwirkungen, Wiss.Verl.-Ges., (2008), Aufl. 9 - Mehrle, Augenheilkunde, Elsevier (Urban & Fischer), (2010), 8.Auflage
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Augentropfen — rezeptfrei.
Detaillierte Anwendungshinweise, Dosierung, Nebenwirkungen und Wechselwirkungen finden Sie unten in den Registerkarten. Beachten Sie stets die Packungsbeilage. Bei Unklarheiten fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.
- PZN:
- 18381126
- Darreichungsform:
- Augentropfen (Augentropfen)
- Packungsgröße:
- 5 x 0,6 ml
- Wirkstoffstärke:
- 1 mg
- Marke:
- ZAMIDINE
- Hersteller:
- Thea Pharma GmbH
- Beipackzettel:
- PDF öffnen
Rechtlicher Status
Verantwortlicher Wirtschaftsakteur gemäß EU-Verordnung 2023/988
GPSRAnwendungshinweise
Die Gesamtdosis sollte nicht ohne Rücksprache mit einem Arzt oder Apotheker überschritten werden.
Art der Anwendung?
Tropfen Sie das Arzneimittel in den Bindehautsack jedes Auges ein. Legen Sie für die Anwendung Ihren Kopf zurück. Schließen Sie nach dem Eintropfen langsam das Auge und drücken Sie leicht mit dem Finger auf den Tränenkanal zwischen Nase und innerem Augenlid.
Vermeiden Sie eine Berührung der Applikatorspitze mit Augen/Gesichtspartien oder Gegenständen.
Verschließen Sie das Behältnis sofort nach dem Gebrauch wieder.
Dauer der Anwendung?
Ohne ärztlichen Rat sollten Sie das Arzneimittel nicht länger als 8 Tage anwenden. Bei länger anhaltenden Beschwerden sollten Sie Ihren Arzt aufsuchen.
Überdosierung?
Wird das Arzneimittel wie beschrieben angewendet, sind keine Überdosierungserscheinungen bekannt. Im Zweifelsfall wenden Sie sich an Ihren Arzt.
Generell gilt: Achten Sie vor allem bei Säuglingen, Kleinkindern und älteren Menschen auf eine gewissenhafte Dosierung. Im Zweifelsfalle fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker nach etwaigen Auswirkungen oder Vorsichtsmaßnahmen.
Eine vom Arzt verordnete Dosierung kann von den Angaben der Packungsbeilage abweichen. Da der Arzt sie individuell abstimmt, sollten Sie das Arzneimittel daher nach seinen Anweisungen anwenden.
Dosierung
Allgemeine Dosierungsempfehlung:
Kontaktlinsen sollten während der Behandlung einer Augeninfektion nicht getragen werden.
Anwendungsgebiete
- Bakterielle Bindehautentzündung
- Bakterielle Entzündung der Horn- und Bindehaut des Auges
- Bakterielle Infektion des Augenlidrandes
- Bakterielle Enzündung des Tränensacks des Auges
- Desinfektion vor operativen Eingriffen am Auge (Bindehautsack)
- Bakterielle Bindehautentzündung
- Bakterielle Entzündung der Horn- und Bindehaut des Auges
- Bakterielle Infektion des Augenlidrandes
- Bakterielle Enzündung des Tränensacks des Auges
- Desinfektion vor operativen Eingriffen am Auge (Bindehautsack)
Detaillierte Dosierung
Personenkreis: Alle Altersgruppen, Einzeldosis: 1 Tropfen pro Auge, Gesamtdosis: 4-6 mal täglich, Zeitpunkt: verteilt über den Tag
Wirkstoff
Wirkungsweise
Wie wirkt der Inhaltsstoff des Arzneimittels?
Der Wirkstoff Hexamidin verhindert die Vermehrung verschiedener Bakterien und Pilze. In hohen Konzentrationen kann er diese auch abtöten. Er wirkt somit desinfizierend.
Nebenwirkungen
Welche unerwünschten Wirkungen können auftreten?
Für das Arzneimittel sind nur Nebenwirkungen beschrieben, die bisher nur in Ausnahmefällen aufgetreten sind.
Bemerken Sie eine Befindlichkeitsstörung oder Veränderung während der Behandlung, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Für die Information an dieser Stelle werden vor allem Nebenwirkungen berücksichtigt, die bei mindestens einem von 1.000 behandelten Patienten auftreten.
Gegenanzeigen
Was spricht gegen eine Anwendung?
- Überempfindlichkeit gegen die Inhaltsstoffe
Was ist mit Schwangerschaft und Stillzeit?
- Schwangerschaft: Nach derzeitigen Erkenntnissen hat das Arzneimittel keine schädigenden Auswirkungen auf die Entwicklung Ihres Kindes oder die Geburt.
- Stillzeit: Es gibt nach derzeitigen Erkenntnissen keine Hinweise darauf, dass das Arzneimittel während der Stillzeit nicht angewendet werden darf.
Ist Ihnen das Arzneimittel trotz einer Gegenanzeige verordnet worden, sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker. Der therapeutische Nutzen kann höher sein, als das Risiko, das die Anwendung bei einer Gegenanzeige in sich birgt.
Lagerungsanforderungen
Aufbewahrung
Aufbewahrung
Lagerung vor Anbruch
Das Arzneimittel muss vor Hitze geschützt aufbewahrt werden.
Aufbewahrung nach Anbruch oder Zubereitung
Das Arzneimittel darf nach Anbruch/Zubereitung höchstens 24 Stunden verwendet werden!
Das Arzneimittel muss nach Anbruch/Zubereitung bei Raumtemperatur aufbewahrt werden!
Diese Angabe gilt nur nach dem Öffnen des 0,6ml-Mehrdosenbehältnisses. Nach dem Öffnen des Beutels der 0,6ml-Behältnisse und nach dem Öffnen des 10ml-Behältnisses dürfen diese höchstens 30 Tage verwendet werden.
Wichtige Hinweise
Was sollten Sie beachten?
- Falls mehrere Augentropfen/Augensalben verwendet werden, ist ein Abstand zwischen den Anwendungen erforderlich.
Weitere Hinweise aus der Fachinformation
Es gibt verschiedene Erreger, die eine Erkrankung verursachen können. Ob das Arzneimittel gegen die vorliegende Infektion wirksam ist, kann nur der Arzt entscheiden.
Bindehautentzündung durch Bakterien
Was ist das? - Definition Die bakterielle Bindehautentzündung ist eine akute Entzündung der Bindehaut des Auges, verursacht durch krankmachende Bakterien. Sie ist ansteckend und äußert sich meist durch gerötete, verklebte und eitrig tränende Augen.
Krankheitsbild
Die Bindehaut ist eine dünne Schleimhaut, die die Innenseite der Augenlider bedeckt. Bei einer bakteriellen Entzündung dringen Bakterien in diese Schleimhaut ein und lösen eine Reaktion aus. Typisch ist ein plötzlicher Beginn mit einem betroffenen Auge, das sich rasch röten und oft verklebt. Häufig breitet sich die Infektion innerhalb weniger Tage auf das zweite Auge aus. Besonders betroffen sind Kinder, Kontaktlinsenträger und Menschen mit einem geschwächten Immunsystem.
Symptome/Verlauf
Die Beschwerden treten meist plötzlich auf und können sehr unangenehm sein. Zu den typischen Anzeichen zählen:
- Starke Rötung des Auges
- Gelblich-grüner, eitriger Ausfluss
- Verklebte Augenlider, besonders morgens
- Brennen oder Jucken
- Fremdkörpergefühl im Auge
- Tränenfluss und Lichtempfindlichkeit
- Gelegentlich geschwollene Lymphknoten, vor allem vor dem Ohr
Die bakterielle Bindehautentzündung heilt mit Behandlung meist innerhalb von fünf bis zehn Tagen. Ohne Therapie kann sie länger bestehen und auf andere Teile des Auges übergreifen.
Folgen/Komplikationen
In der Regel verläuft die Erkrankung unkompliziert. Bleibt sie jedoch unbehandelt, kann sie sich auf die Hornhaut ausbreiten und dort zu einer Entzündung führen. Das kann das Sehvermögen beeinträchtigen. Auch eine wiederholte Selbstansteckung durch mangelnde Hygiene kommt vor. Bei starkem Schmerz oder Sehverschlechterung sollte sofort ärztlicher Rat eingeholt werden.
Ursachen/Risikofaktoren
Die häufigste Ursache ist eine Schmierinfektion. Bakterien gelangen über die Hände, Kontaktlinsen, Kosmetika oder verunreinigtes Wasser ins Auge. Zu den weiteren Risikofaktoren zählen trockene Augen, chronische Lidrandentzündungen, Rauch, Chlorwasser, Diabetes und andere chronische Erkrankungen. Auch eine schlechte Augenhygiene kann die Entstehung begünstigen.
Das kann helfen
Das macht der Arzt: Er erkennt die Erkrankung meist durch eine Betrachtung des betroffenen Auges und macht bei Bedarf einen Abstrich. Die Behandlung erfolgt mit antibiotischen Augentropfen oder Salben.
Das kann man selbst tun: Eine gute Hygiene, regelmäßiges Händewaschen und der temporäre Verzicht auf Kontaktlinsen tragen zur Heilung bei. Erkrankte und Gesunde sollten nicht dieselben Handtücher benutzen. Grenzen der Selbsthilfe sind erreicht, wenn starke Beschwerden auftreten oder sich die Symptome nach wenigen Tagen nicht bessern.
Bearbeitungsstand: 02.01.2026
Quellenangabe:
Mehrle, Augenheilkunde, Elsevier (Urban & Fischer), (2010), 8.Auflage
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Hagel-/Gerstenkorn
Was ist das? - Definition Ein Gerstenkorn ist eine akute, meist schmerzhafte Entzündung einer Drüse am Lidrand, verursacht durch Bakterien. Ein Hagelkorn ist eine langsam entstehende, meist schmerzlose Verhärtung am Augenlid, die durch eine chronische Verstopfung einer Talgdrüse entsteht.
Krankheitsbild
Gersten- und Hagelkorn sind gutartige Veränderungen am Augenlid. Beim Gerstenkorn handelt es sich um eine eitrige Entzündung, die meist durch Bakterien, insbesondere Staphylokokken, ausgelöst wird. Sie betrifft die Talg- oder Schweißdrüsen am Lidrand und führt zu einer schmerzhaften, geröteten Schwellung. Das Hagelkorn entsteht durch eine chronische Verstopfung der sogenannten Meibom-Drüsen am Rand der Augenlider, ohne Beteiligung von Bakterien. Es entwickelt sich langsamer, ist nicht eitrig und verursacht in der Regel keine Schmerzen. Beide können am Ober- oder Unterlid auftreten.
Symptome/Verlauf
Ein Gerstenkorn zeigt sich durch eine plötzliche, schmerzhafte Schwellung mit Rötung und Eiterbildung. Die betroffene Stelle ist druckempfindlich und kann das Lid stark anschwellen lassen. Der Eiter tritt meist nach wenigen Tagen von selbst aus und die Entzündung klingt ab.
Ein Hagelkorn hingegen verursacht eine langsam wachsende, schmerzlose Verdickung am Lid. Es fühlt sich wie ein kleines Knötchen unter der Haut an und kann optisch störend wirken. Die Rückbildung dauert oft Wochen bis Monate. In manchen Fällen bleibt das Hagelkorn bestehen und muss entfernt werden.
Folgen/Komplikationen
Ein unbehandeltes Gerstenkorn kann sich ausbreiten und zu einer Entzündung der Augenhöhle führen. Manchmal bildet sich an derselben Stelle erneut ein Gerstenkorn oder es entsteht ein Hagelkorn daraus. Beim Hagelkorn treten Komplikationen selten auf, es kann jedoch dauerhaft bestehen bleiben oder das Lid verformen.
Ursachen/Risikofaktoren
Zu den häufigsten Ursachen und Risikofaktoren zählen:
- Bakterielle Infektionen, meistens Staphylokokken
- mangelnde Lidrandhygiene
- Kontaktlinsen ohne ausreichende Reinigung
- eingetrocknetes Sekret oder Make-Up-Reste
- Diabetes
- geschwächtes Immunsystem
- Hauterkrankungen wie Rosazea
- hormonelle Schwankungen
- Stress
- chronische Verstopfung der Meibom-Drüsen
Das kann helfen
Das macht der Arzt: Er erkennt die Erkrankung meist durch Blickdiagnose und prüft bei Bedarf mit einer Spaltlampe. Beim Gerstenkorn helfen warme Kompressen und antibiotische Salben. Ein Hagelkorn kann durch Lidmassage und Geduld zurückgehen, bei Bedarf wird es chirurgisch entfernt.
Was man selbst tun kann: Auf Hygiene achten, das Auge nicht berühren, warme Umschläge anwenden und auf Make-Up verzichten. Grenzen der Selbsthilfe sind erreicht, wenn die Schwellung nicht zurückgeht, Schmerzen zunehmen oder das Auge beeinträchtigt ist. Dann sollte ein Augenarzt aufgesucht werden.
Bearbeitungsstand: 23.12.2025
Quellenangaben:
Thews, Mutschler, Vaupel, Anatomie, Physiologie und Pathophysiologie des Menschen, WVG, (2007), 5. Aufl. - Mutschler, Arzneimittelwirkungen, Wiss.Verl.-Ges., (2008), Aufl. 9 - Mehrle, Augenheilkunde, Elsevier (Urban & Fischer), (2010), 8.Auflage
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.