ZINNKRAUT TEE Schachtelhalmkraut Salus
9,79 €
Sofort lieferbar
Pharmazeutische Informationen
Tee — rezeptfrei.
Detaillierte Anwendungshinweise, Dosierung, Nebenwirkungen und Wechselwirkungen finden Sie unten in den Registerkarten. Beachten Sie stets die Packungsbeilage. Bei Unklarheiten fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.
- PZN:
- 02640554
- Darreichungsform:
- Tee (Tee)
- Packungsgröße:
- 75 g
- Marke:
- ZINNKRAUT
- Hersteller:
- SALUS Pharma GmbH
- Beipackzettel:
- PDF öffnen
Rechtlicher Status
Verantwortlicher Wirtschaftsakteur gemäß EU-Verordnung 2023/988
GPSRAnwendungshinweise
Art der Anwendung?
Bei Ödemen, Nierengrieß und zur Spülung der Harnwege: Bereiten Sie den Tee zu und trinken Sie ihn gleich. Übergießen Sie dafür den Tee mit siedendem Wasser (ca. 150ml) und lassen Sie den Teeaufguß ca. 10 bis 15 Minuten ziehen.
Zur Wundbehandlung: Bereiten Sie das Arzneimittel zu und legen Sie den Umschlag auf die betroffene(n) Körperstelle(n).
Dauer der Anwendung?
Ohne ärztlichen Rat sollten Sie das Arzneimittel nicht länger als 1 Woche anwenden, wenn keine Besserung der Beschwerden nach dieser Zeit eingetreten ist oder die Beschwerden regelmäßig wiederkehren.
Überdosierung?
Es sind keine Überdosierungserscheinungen bekannt. Im Zweifelsfall wenden Sie sich an Ihren Arzt.
Generell gilt: Achten Sie vor allem bei Säuglingen, Kleinkindern und älteren Menschen auf eine gewissenhafte Dosierung. Im Zweifelsfalle fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker nach etwaigen Auswirkungen oder Vorsichtsmaßnahmen.
Eine vom Arzt verordnete Dosierung kann von den Angaben der Packungsbeilage abweichen. Da der Arzt sie individuell abstimmt, sollten Sie das Arzneimittel daher nach seinen Anweisungen anwenden.
Dosierung
Zur Zubereitung eines Teeaufgusses zum Trinken:
Zur Zubereitung eines Teeaufgusses für Umschläge:
Achten Sie auf eine ausreichende Zufuhr von Flüssigkeit.
Anwendungsgebiete
- Wassereinlagerungen (Ödeme), auch solche die nach Verletzungen auftreten
- Durchspülung der Harnwege
- Grießbildung in den Harnwegen
- Vorbeugung gegen Grießbildung in den Harnwegen
- Wunden, auch bei schlechter Heilung
Detaillierte Dosierung
Personenkreis: Jugendliche ab 12 Jahren und Erwachsene, Einzeldosis: 1-3g (1-3 Teelöffel), Gesamtdosis: 3-4 mal täglich, Zeitpunkt: unabhängig von der Mahlzeit
Personenkreis: Jugendliche ab 12 Jahren und Erwachsene, Einzeldosis: 10g (10 Teelöffel), Gesamtdosis: mehrmals täglich, Zeitpunkt: verteilt über den Tag
Wirkstoff
Wirkungsweise
Wie wirkt der Inhaltsstoff des Arzneimittels?
Die Inhaltsstoffe entstammen der Pflanze Ackerschachtelhalm und wirken als natürliches Gemisch. Zu der Pflanze selbst:
- Aussehen: im Frühjahr rötlich-gelbe Stängel, die an der Spitze eine bräunliche Ähre tragen; im Sommer grüne Stängel, die in mehreren Etagen sehr schmale Blätter und Seitenäste tragen
- Vorkommen: Nordamerika, Europa, Asien
- Hauptsächliche Inhaltsstoffe: Kieselsäure, Kaliumsalze, Flavonoide
- Verwendete Pflanzenteile und Zubereitungen: hauptsächlich Extrakte des getrockneten grünen Krautes. In Tierversuchen zeigten die Flavonoide eine harntreibende Wirkung. Zusammen mit der Kieselsäure begünstigen sie die Wundheilung, vor allem der Haut und der Knochen.
Nebenwirkungen
- Magen-Darm-Beschwerden
- Überempfindlichkeit
- Hautausschlag
Bemerken Sie eine Befindlichkeitsstörung oder Veränderung während der Behandlung, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Für die Information an dieser Stelle werden vor allem Nebenwirkungen berücksichtigt, die bei mindestens einem von 1.000 behandelten Patienten auftreten.
Gegenanzeigen
Was spricht gegen eine Anwendung?
- Wassereinlagerungen (Ödeme) - v.a. bei Herz- und Nierenschwäche
- Herzschwäche
- Eingeschränkte Nierenfunktion
- Überempfindlichkeit gegen die Inhaltsstoffe
Welche Altersgruppe ist zu beachten?
- Kinder unter 12 Jahren: Das Arzneimittel sollte in der Regel in dieser Altersgruppe nicht angewendet werden.
Was ist mit Schwangerschaft und Stillzeit?
- Schwangerschaft: Das Arzneimittel sollte nach derzeitigen Erkenntnissen nicht angewendet werden.
- Stillzeit: Von einer Anwendung wird nach derzeitigen Erkenntnissen abgeraten. Eventuell ist ein Abstillen in Erwägung zu ziehen.
Ist Ihnen das Arzneimittel trotz einer Gegenanzeige verordnet worden, sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker. Der therapeutische Nutzen kann höher sein, als das Risiko, das die Anwendung bei einer Gegenanzeige in sich birgt.
Lagerungsanforderungen
Physische Eigenschaften
- Gewicht:
- 92 g
- Abmessungen (B × H × L):
- 95 × 200 × 60 mm
Bestellinformationen
- Mindestbestellmenge:
- 3
Aufbewahrung
Aufbewahrung
Das Arzneimittel muss
- vor Feuchtigkeit geschützt (z.B. im fest verschlossenen Behältnis)
- im Dunkeln (z.B. im Umkarton)
aufbewahrt werden.
Wichtige Hinweise
Was sollten Sie beachten?
- Vorsicht bei Allergie gegen Ascorbinsäure (Vitamin C)!
- Es kann Arzneimittel geben, mit denen Wechselwirkungen auftreten. Sie sollten deswegen generell vor der Behandlung mit einem neuen Arzneimittel jedes andere, das Sie bereits anwenden, dem Arzt oder Apotheker angeben. Das gilt auch für Arzneimittel, die Sie selbst kaufen, nur gelegentlich anwenden oder deren Anwendung schon einige Zeit zurückliegt.
Weitere Hinweise aus der Fachinformation
Traditionelle Anwendung zur Einnahme bei:
Traditionelle Anwendung zur Behandlung mit Umschlägen bei:
Diese Angabe beruht ausschließlich auf Überlieferung und langjähriger Erfahrung.
Wassereinlagerungen (Ödeme)
Was ist das? - Definition Ödeme sind sichtbare oder tastbare Wassereinlagerungen im Gewebe. Dabei sammelt sich Flüssigkeit außerhalb der Blutgefäße an, meist in Füßen, Beinen, Händen oder im Gesicht. Sie können harmlos sein, etwa nach langem Stehen, aber auch ein Hinweis auf Erkrankungen von Herz, Nieren oder Leber. Eine Abklärung ist wichtig, wenn Schwellungen anhalten oder zunehmen.
Krankheitsbild
Bei Ödemen gelangt mehr Flüssigkeit aus den Blutgefäßen ins umliegende Gewebe als abtransportiert wird. Dadurch entsteht eine Schwellung, die sich oft eindrücken lässt. Je nach Ursache können ein oder beide Körperseiten betroffen sein. Häufig treten Ödeme in den Beinen auf, weil dort die Wirkung der Schwerkraft besonders groß ist.
Symptome/Verlauf
Typisch sind Schwellungen, ein Spannungsgefühl der Haut und manchmal auch eine Gewichtszunahme. Die Haut kann glänzen und sich warm anfühlen. Der Verlauf reicht von vorübergehend bis chronisch. Ein generelles Warnzeichen bildet das rasche Zunehmen der Schwellung. Oft kommen noch folgende Beschwerden hinzu:
- Atemnot
- Schwellungen an Füßen und Knöcheln besonders abends
- Spannungsgefühl oder verminderte Beweglichkeit
- Druckstellen bleiben kurz sichtbar
Folgen/Komplikationen
Anhaltende Ödeme können die Haut schädigen und Infektionen begünstigen. Bewegungen an den betroffenen Stellen fallen schwer und die Lebensqualität sinkt. Bei schwerwiegenden Ursachen können auch innere Organe belastet sein. Unbehandelt steigt das Risiko für Hautentzündungen und Wundheilungsstörungen.
Ursachen/Risikofaktoren
Ödeme entstehen unter anderem durch Herzschwäche, Nieren- oder Lebererkrankungen. Auch Venenprobleme, hormonelle Veränderungen, Schwangerschaft oder langes Sitzen spielen eine Rolle. Zudem können bestimmte Medikamente Wassereinlagerungen fördern.
Das kann helfen
Das macht der Arzt: Er klärt die Ursache ab und behandelt sie gezielt, oft mit entwässernden Medikamenten wie Diuretika oder mit Wirkstoffen zur Herz- oder Blutdrucktherapie.
Das kann man selbst tun: Bewegung, Hochlagern der Beine und weniger Salz in der Nahrung unterstützen die Therapie. Bei plötzlich starken Schwellungen, Schmerzen, Atemnot oder einseitigen Ödemen sollte man nicht selbst behandeln, sondern diese zeitnah ärztlich abklären lassen.
Bearbeitungsstand: 15.04.2026
Quellenangaben:
Thews, Mutschler, Vaupel, Anatomie, Physiologie und Pathophysiologie des Menschen, WVG, (2007), 5. Aufl. - Mutschler, Arzneimittelwirkungen, Wiss.Verl.-Ges., (2008), Aufl. 9 - Brunkhorst, Schölmerich, Differenzialdiagnostik und Differenzialtherapie, Elsevier (Urban & Fischer), (2010), 1. Auflage
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Entzündungen der Niere und der Harnwege
Was ist das? - Definition Harnwegs- und Niereninfektionen sind meist bakterielle Entzündungen der unteren oder oberen Harnwege (z. B. Blase, Harnröhre, Prostata oder Nierenbecken), die sich in Symptomen, Verlauf und Behandlung unterscheiden. Sie heilen meist gut aus, können aber unbehandelt teilweise zu ernsthaften Komplikationen führen.
Krankheitsbild
Die Harnwege werden beim Menschen in obere und untere Harnwege eingeteilt. Zu den Entzündungen der unteren Harnwege gehören die Blasenentzündung (Zystis), die Harnröhrenentzündung (Urethritis) und die Prostataentzündung (Prostatitis). Sind die oberen Harnwege betroffen, kommt es zu einer sogenannten Nierenbeckenentzündung (Pyelonephritis). In den meisten Fällen lösen Bakterien die Infektionen aus. Es können aber auch Viren oder Pilze beteiligt sein. Die Erkrankungen unterscheiden sich in Symptomatik, Verlauf und Behandlung. Männer und Frauen sind unterschiedlich oft betroffen.
Symptome/Verlauf
Frauen haben deutlich häufiger als Männer eine Blaseninfektion. Zu den Gründen gehören etwa die geringe Länge der Harnröhre sowie die Nähe zu Vagina und After. Das erhöht die Gefahr einer bakteriellen Infektion. Eine Blasenentzündung äußert sich in der Regel durch häufigen Harndrang und schmerzhaftes oder brennendes Wasserlassen. Ältere Menschen haben diese typischen Symptome teilweise nicht. Liegen keine weiteren Erkrankungen vor, heilt eine Blaseninfektion häufig innerhalb einer Woche von allein aus. Halten die Beschwerden länger als ein paar Tage an, kommt es zu Fieber, Rückenschmerzen, Blut im Urin oder liegt eine Schwangerschaft vor, sollte man unbedingt einen Arzt aufsuchen. Eine medikamentöse Behandlung kann die Symptome verringern und den Krankheitsverlauf verkürzen. Bei Männern wird eine Blasenentzündung mitunter durch eine bakterielle Entzündung der Prostata (Prostatits) hervorgerufen, die sich durch Schmerzen im Dammbereich, Fieber und Schüttelfrost äußert. Eine Prostatitis sollte unbedingt ärztlich behandelt werden. Mitunter breitet sich eine Infektion der Harnwege weiter aus und führt zu einer Nierenbeckenentzündung. Typische Beschwerden sind Fieber, Schüttelfrost, Rückenschmerzen, Übelkeit und Erbrechen. In den allermeisten Fällen lösen Escherichia-Coli-Bakterien die Infektion aus. Harnröhreninfekte werden meist durch Bakterien wie etwa Clamydien oder Gonokokken (Tripper) übertragen. Vor allem Männer haben Beschwerden wie Brennen beim Wasserlassen oder Ausfluss aus der Harnröhre. Frauen haben seltener Symptome. Erfolgt keine Behandlung kann sich die Infektion ausweiten.
Folgen/Komplikationen
Harnwegsinfekte können sich auf die Nieren, Eierstöcke oder Hoden ausweiten und sollten unbedingt behandelt werden. Daneben besteht die Gefahr, dass akute Nieren- und Harnwegsentzündungen in eine chronische Verlaufsform übergehen. Veränderungen des Nierengewebes können die Folge sein.
Ursachen/Risikofaktoren
Gerade Frauen bekommen aufgrund der Kürze und Lage ihrer Harnwege oft eine wiederkehrende Blasenentzündung. Menschen mit Diabetes haben ein deutlich erhöhtes Risiko für Blasenentzündungen und sollten bei Anzeichen unbedingt einen Arzt aufsuchen. Das gilt auch für Schwangere, Menschen mit anderen Vorerkrankungen und wenn Symptome wie Fieber, Rückenschmerzen oder Übelkeit hinzukommen. Auch Männer sollten Harnwegsinfekte immer ernst nehmen und rechtzeitig einen Arzt aufsuchen. Eine Blasenentzündung tritt bei ihnen zwar seltener auf, hat aber öfter Ursachen, die abgeklärt werden sollten wie zum Beispiel eine vergrößerte Prostata, Prostatitis oder Blasensteine. Eine Harnröhrenentzündung geht bei Männern häufiger auf ungeschützten Geschlechtsverkehr zurück und kann durch Tripper-Bakterien verursacht sein.
Das kann helfen
Das macht der Arzt: Bei Verdacht auf einen Harnwegsinfekt kann der Arzt durch Urin-, Bluttest oder bildgebende Verfahren die Ursache des Infekts abklären und behandeln. Häufig kommen Antibiotika und schmerzstillende Mittel zum Einsatz. Bei einer Blasenentzündung können auch pflanzliche Präparate helfen. Manchmal stellt der Arzt auch zugrundeliegende Erkrankungen wie Nierensteine, verengte Harnwege, vergrößerte Prostata oder Diabetes fest und leitet eine entsprechende Behandlung ein.
Das kann man selbst tun: Diese Maßnahmen können gegen wiederkehrende Blasenentzündungen bei Frauen, aber auch generell zur Vorbeugung von Harnwegsinfektionen helfen:
- mindestens 1,5 Liter am Tag trinken
- regelmäßiges Wasserlassen
- nach dem Geschlechtsverkehr die Blase entleeren
- nach dem Toilettengang von vorne nach hinten wischen
- geschützter Geschlechtsverkehr.
Bearbeitungsstand: 18.03.2026
Quellenangabe:
Brunkhorst, Schölmerich, Differenzialdiagnostik und Differenzialtherapie, Elsevier (Urban & Fischer), (2010), 1. Auflage
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Nierensteine/Harnsteine
Was ist das? - Definition Nierensteine oder Harnsteine sind feste Ablagerungen aus Salzen und Mineralien, die sich in den Nieren oder Harnwegen bilden. Sie können unbemerkt bleiben oder starke krampfartige Schmerzen auslösen, wenn sie sich bewegen oder festklemmen.
Krankheitsbild
Nierensteine und Harnsteine entstehen, wenn sich bestimmte Stoffe im Urin stark konzentrieren und Kristalle bilden. Diese können zu größeren Steinen zusammenwachsen und den Abfluss des Urins behindern. Die Erkrankung betrifft Menschen jeden Alters, wobei Wiederholungen häufig sind. Viele Steine bleiben klein und verursachen kaum Beschwerden, andere lösen heftige Schmerzen aus.
Symptome/Verlauf
Typisch sind starke krampfartige Schmerzen, die meist plötzlich einsetzen. Folgende Beschwerden können ebenfalls auftreten:
- Ziehende oder kolikartige Schmerzen in Flanke oder Rücken
- Blut im Urin
- Häufiger Harndrang
- Übelkeit und Erbrechen
- Schmerzen beim Wasserlassen
Der Verlauf hängt von Größe und Lage des Steins ab. Kleine Steine gehen oft von selbst ab. Größere können den Harnleiter blockieren und wiederkehrende Schmerzattacken verursachen, bis sie sich lösen oder behandelt werden.
Folgen/Komplikationen
Bleiben Steine unbehandelt, kann dies den Harnabfluss störten. Das erhöht das Risiko für Infektionen oder Entzündungen der Harnwege. In schweren Fällen kann sich der Urin zurückstauen und das Nierengewebe schädigen. Treten Fieber, starke Schmerzen oder Schüttelfrost auf besteht, Verdacht auf eine ernste Komplikation, die sofort ärztlich behandelt werden muss.
Ursachen/Risikofaktoren
Steine entstehen, wenn der Urin zu konzentriert ist oder bestimmte Stoffe in ihm überwiegen. Zu den Risikofaktoren zählen eine geringe Flüssigkeitszufuhr, Übergewicht, familiäre Veranlagung und bestimmte Stoffwechselerkrankungen. Auch wiederholte Harnwegsinfektionen können die Bildung bestimmter Steinarten begünstigen.
Das kann helfen
Das macht der Arzt: Er kann je nach Steintyp Wirkstoffe einsetzen, die etwa die Schmerzen lindern oder den Steinabgang erleichtern. Bei Bedarf lassen sich Harn- oder Nierensteine auch mit operativen oder von außen eingesetzten Verfahren entfernen oder zertrümmern.
Das kann man selbst tun: Viel trinken und sich bewegen fördern den Abgang. Grenzen der Selbsthilfe liegen bei Fieber, starken Schmerzen oder dann vor, wenn der Stein nicht weiterwandert. Dann ist eine gezielte medizinische Behandlung erforderlich.
Bearbeitungsstand: 02.04.2026
Quellenangaben:
Thews, Mutschler, Vaupel, Anatomie, Physiologie und Pathophysiologie des Menschen, WVG, (2007), 5. Aufl. - Brunkhorst, Schölmerich, Differenzialdiagnostik und Differenzialtherapie, Elsevier (Urban & Fischer), (2010), 1. Auflage
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Tee — rezeptfrei.
Detaillierte Anwendungshinweise, Dosierung, Nebenwirkungen und Wechselwirkungen finden Sie unten in den Registerkarten. Beachten Sie stets die Packungsbeilage. Bei Unklarheiten fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.
- PZN:
- 02640554
- Darreichungsform:
- Tee (Tee)
- Packungsgröße:
- 75 g
- Marke:
- ZINNKRAUT
- Hersteller:
- SALUS Pharma GmbH
- Beipackzettel:
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Rechtlicher Status
Verantwortlicher Wirtschaftsakteur gemäß EU-Verordnung 2023/988
GPSRAnwendungshinweise
Art der Anwendung?
Bei Ödemen, Nierengrieß und zur Spülung der Harnwege: Bereiten Sie den Tee zu und trinken Sie ihn gleich. Übergießen Sie dafür den Tee mit siedendem Wasser (ca. 150ml) und lassen Sie den Teeaufguß ca. 10 bis 15 Minuten ziehen.
Zur Wundbehandlung: Bereiten Sie das Arzneimittel zu und legen Sie den Umschlag auf die betroffene(n) Körperstelle(n).
Dauer der Anwendung?
Ohne ärztlichen Rat sollten Sie das Arzneimittel nicht länger als 1 Woche anwenden, wenn keine Besserung der Beschwerden nach dieser Zeit eingetreten ist oder die Beschwerden regelmäßig wiederkehren.
Überdosierung?
Es sind keine Überdosierungserscheinungen bekannt. Im Zweifelsfall wenden Sie sich an Ihren Arzt.
Generell gilt: Achten Sie vor allem bei Säuglingen, Kleinkindern und älteren Menschen auf eine gewissenhafte Dosierung. Im Zweifelsfalle fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker nach etwaigen Auswirkungen oder Vorsichtsmaßnahmen.
Eine vom Arzt verordnete Dosierung kann von den Angaben der Packungsbeilage abweichen. Da der Arzt sie individuell abstimmt, sollten Sie das Arzneimittel daher nach seinen Anweisungen anwenden.
Dosierung
Zur Zubereitung eines Teeaufgusses zum Trinken:
Zur Zubereitung eines Teeaufgusses für Umschläge:
Achten Sie auf eine ausreichende Zufuhr von Flüssigkeit.
Anwendungsgebiete
- Wassereinlagerungen (Ödeme), auch solche die nach Verletzungen auftreten
- Durchspülung der Harnwege
- Grießbildung in den Harnwegen
- Vorbeugung gegen Grießbildung in den Harnwegen
- Wunden, auch bei schlechter Heilung
Detaillierte Dosierung
Personenkreis: Jugendliche ab 12 Jahren und Erwachsene, Einzeldosis: 1-3g (1-3 Teelöffel), Gesamtdosis: 3-4 mal täglich, Zeitpunkt: unabhängig von der Mahlzeit
Personenkreis: Jugendliche ab 12 Jahren und Erwachsene, Einzeldosis: 10g (10 Teelöffel), Gesamtdosis: mehrmals täglich, Zeitpunkt: verteilt über den Tag
Wirkstoff
Wirkungsweise
Wie wirkt der Inhaltsstoff des Arzneimittels?
Die Inhaltsstoffe entstammen der Pflanze Ackerschachtelhalm und wirken als natürliches Gemisch. Zu der Pflanze selbst:
- Aussehen: im Frühjahr rötlich-gelbe Stängel, die an der Spitze eine bräunliche Ähre tragen; im Sommer grüne Stängel, die in mehreren Etagen sehr schmale Blätter und Seitenäste tragen
- Vorkommen: Nordamerika, Europa, Asien
- Hauptsächliche Inhaltsstoffe: Kieselsäure, Kaliumsalze, Flavonoide
- Verwendete Pflanzenteile und Zubereitungen: hauptsächlich Extrakte des getrockneten grünen Krautes. In Tierversuchen zeigten die Flavonoide eine harntreibende Wirkung. Zusammen mit der Kieselsäure begünstigen sie die Wundheilung, vor allem der Haut und der Knochen.
Nebenwirkungen
- Magen-Darm-Beschwerden
- Überempfindlichkeit
- Hautausschlag
Bemerken Sie eine Befindlichkeitsstörung oder Veränderung während der Behandlung, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Für die Information an dieser Stelle werden vor allem Nebenwirkungen berücksichtigt, die bei mindestens einem von 1.000 behandelten Patienten auftreten.
Gegenanzeigen
Was spricht gegen eine Anwendung?
- Wassereinlagerungen (Ödeme) - v.a. bei Herz- und Nierenschwäche
- Herzschwäche
- Eingeschränkte Nierenfunktion
- Überempfindlichkeit gegen die Inhaltsstoffe
Welche Altersgruppe ist zu beachten?
- Kinder unter 12 Jahren: Das Arzneimittel sollte in der Regel in dieser Altersgruppe nicht angewendet werden.
Was ist mit Schwangerschaft und Stillzeit?
- Schwangerschaft: Das Arzneimittel sollte nach derzeitigen Erkenntnissen nicht angewendet werden.
- Stillzeit: Von einer Anwendung wird nach derzeitigen Erkenntnissen abgeraten. Eventuell ist ein Abstillen in Erwägung zu ziehen.
Ist Ihnen das Arzneimittel trotz einer Gegenanzeige verordnet worden, sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker. Der therapeutische Nutzen kann höher sein, als das Risiko, das die Anwendung bei einer Gegenanzeige in sich birgt.
Lagerungsanforderungen
Physische Eigenschaften
- Gewicht:
- 92 g
- Abmessungen (B × H × L):
- 95 × 200 × 60 mm
Bestellinformationen
- Mindestbestellmenge:
- 3
Aufbewahrung
Aufbewahrung
Das Arzneimittel muss
- vor Feuchtigkeit geschützt (z.B. im fest verschlossenen Behältnis)
- im Dunkeln (z.B. im Umkarton)
aufbewahrt werden.
Wichtige Hinweise
Was sollten Sie beachten?
- Vorsicht bei Allergie gegen Ascorbinsäure (Vitamin C)!
- Es kann Arzneimittel geben, mit denen Wechselwirkungen auftreten. Sie sollten deswegen generell vor der Behandlung mit einem neuen Arzneimittel jedes andere, das Sie bereits anwenden, dem Arzt oder Apotheker angeben. Das gilt auch für Arzneimittel, die Sie selbst kaufen, nur gelegentlich anwenden oder deren Anwendung schon einige Zeit zurückliegt.
Weitere Hinweise aus der Fachinformation
Traditionelle Anwendung zur Einnahme bei:
Traditionelle Anwendung zur Behandlung mit Umschlägen bei:
Diese Angabe beruht ausschließlich auf Überlieferung und langjähriger Erfahrung.
Wassereinlagerungen (Ödeme)
Was ist das? - Definition Ödeme sind sichtbare oder tastbare Wassereinlagerungen im Gewebe. Dabei sammelt sich Flüssigkeit außerhalb der Blutgefäße an, meist in Füßen, Beinen, Händen oder im Gesicht. Sie können harmlos sein, etwa nach langem Stehen, aber auch ein Hinweis auf Erkrankungen von Herz, Nieren oder Leber. Eine Abklärung ist wichtig, wenn Schwellungen anhalten oder zunehmen.
Krankheitsbild
Bei Ödemen gelangt mehr Flüssigkeit aus den Blutgefäßen ins umliegende Gewebe als abtransportiert wird. Dadurch entsteht eine Schwellung, die sich oft eindrücken lässt. Je nach Ursache können ein oder beide Körperseiten betroffen sein. Häufig treten Ödeme in den Beinen auf, weil dort die Wirkung der Schwerkraft besonders groß ist.
Symptome/Verlauf
Typisch sind Schwellungen, ein Spannungsgefühl der Haut und manchmal auch eine Gewichtszunahme. Die Haut kann glänzen und sich warm anfühlen. Der Verlauf reicht von vorübergehend bis chronisch. Ein generelles Warnzeichen bildet das rasche Zunehmen der Schwellung. Oft kommen noch folgende Beschwerden hinzu:
- Atemnot
- Schwellungen an Füßen und Knöcheln besonders abends
- Spannungsgefühl oder verminderte Beweglichkeit
- Druckstellen bleiben kurz sichtbar
Folgen/Komplikationen
Anhaltende Ödeme können die Haut schädigen und Infektionen begünstigen. Bewegungen an den betroffenen Stellen fallen schwer und die Lebensqualität sinkt. Bei schwerwiegenden Ursachen können auch innere Organe belastet sein. Unbehandelt steigt das Risiko für Hautentzündungen und Wundheilungsstörungen.
Ursachen/Risikofaktoren
Ödeme entstehen unter anderem durch Herzschwäche, Nieren- oder Lebererkrankungen. Auch Venenprobleme, hormonelle Veränderungen, Schwangerschaft oder langes Sitzen spielen eine Rolle. Zudem können bestimmte Medikamente Wassereinlagerungen fördern.
Das kann helfen
Das macht der Arzt: Er klärt die Ursache ab und behandelt sie gezielt, oft mit entwässernden Medikamenten wie Diuretika oder mit Wirkstoffen zur Herz- oder Blutdrucktherapie.
Das kann man selbst tun: Bewegung, Hochlagern der Beine und weniger Salz in der Nahrung unterstützen die Therapie. Bei plötzlich starken Schwellungen, Schmerzen, Atemnot oder einseitigen Ödemen sollte man nicht selbst behandeln, sondern diese zeitnah ärztlich abklären lassen.
Bearbeitungsstand: 15.04.2026
Quellenangaben:
Thews, Mutschler, Vaupel, Anatomie, Physiologie und Pathophysiologie des Menschen, WVG, (2007), 5. Aufl. - Mutschler, Arzneimittelwirkungen, Wiss.Verl.-Ges., (2008), Aufl. 9 - Brunkhorst, Schölmerich, Differenzialdiagnostik und Differenzialtherapie, Elsevier (Urban & Fischer), (2010), 1. Auflage
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Entzündungen der Niere und der Harnwege
Was ist das? - Definition Harnwegs- und Niereninfektionen sind meist bakterielle Entzündungen der unteren oder oberen Harnwege (z. B. Blase, Harnröhre, Prostata oder Nierenbecken), die sich in Symptomen, Verlauf und Behandlung unterscheiden. Sie heilen meist gut aus, können aber unbehandelt teilweise zu ernsthaften Komplikationen führen.
Krankheitsbild
Die Harnwege werden beim Menschen in obere und untere Harnwege eingeteilt. Zu den Entzündungen der unteren Harnwege gehören die Blasenentzündung (Zystis), die Harnröhrenentzündung (Urethritis) und die Prostataentzündung (Prostatitis). Sind die oberen Harnwege betroffen, kommt es zu einer sogenannten Nierenbeckenentzündung (Pyelonephritis). In den meisten Fällen lösen Bakterien die Infektionen aus. Es können aber auch Viren oder Pilze beteiligt sein. Die Erkrankungen unterscheiden sich in Symptomatik, Verlauf und Behandlung. Männer und Frauen sind unterschiedlich oft betroffen.
Symptome/Verlauf
Frauen haben deutlich häufiger als Männer eine Blaseninfektion. Zu den Gründen gehören etwa die geringe Länge der Harnröhre sowie die Nähe zu Vagina und After. Das erhöht die Gefahr einer bakteriellen Infektion. Eine Blasenentzündung äußert sich in der Regel durch häufigen Harndrang und schmerzhaftes oder brennendes Wasserlassen. Ältere Menschen haben diese typischen Symptome teilweise nicht. Liegen keine weiteren Erkrankungen vor, heilt eine Blaseninfektion häufig innerhalb einer Woche von allein aus. Halten die Beschwerden länger als ein paar Tage an, kommt es zu Fieber, Rückenschmerzen, Blut im Urin oder liegt eine Schwangerschaft vor, sollte man unbedingt einen Arzt aufsuchen. Eine medikamentöse Behandlung kann die Symptome verringern und den Krankheitsverlauf verkürzen. Bei Männern wird eine Blasenentzündung mitunter durch eine bakterielle Entzündung der Prostata (Prostatits) hervorgerufen, die sich durch Schmerzen im Dammbereich, Fieber und Schüttelfrost äußert. Eine Prostatitis sollte unbedingt ärztlich behandelt werden. Mitunter breitet sich eine Infektion der Harnwege weiter aus und führt zu einer Nierenbeckenentzündung. Typische Beschwerden sind Fieber, Schüttelfrost, Rückenschmerzen, Übelkeit und Erbrechen. In den allermeisten Fällen lösen Escherichia-Coli-Bakterien die Infektion aus. Harnröhreninfekte werden meist durch Bakterien wie etwa Clamydien oder Gonokokken (Tripper) übertragen. Vor allem Männer haben Beschwerden wie Brennen beim Wasserlassen oder Ausfluss aus der Harnröhre. Frauen haben seltener Symptome. Erfolgt keine Behandlung kann sich die Infektion ausweiten.
Folgen/Komplikationen
Harnwegsinfekte können sich auf die Nieren, Eierstöcke oder Hoden ausweiten und sollten unbedingt behandelt werden. Daneben besteht die Gefahr, dass akute Nieren- und Harnwegsentzündungen in eine chronische Verlaufsform übergehen. Veränderungen des Nierengewebes können die Folge sein.
Ursachen/Risikofaktoren
Gerade Frauen bekommen aufgrund der Kürze und Lage ihrer Harnwege oft eine wiederkehrende Blasenentzündung. Menschen mit Diabetes haben ein deutlich erhöhtes Risiko für Blasenentzündungen und sollten bei Anzeichen unbedingt einen Arzt aufsuchen. Das gilt auch für Schwangere, Menschen mit anderen Vorerkrankungen und wenn Symptome wie Fieber, Rückenschmerzen oder Übelkeit hinzukommen. Auch Männer sollten Harnwegsinfekte immer ernst nehmen und rechtzeitig einen Arzt aufsuchen. Eine Blasenentzündung tritt bei ihnen zwar seltener auf, hat aber öfter Ursachen, die abgeklärt werden sollten wie zum Beispiel eine vergrößerte Prostata, Prostatitis oder Blasensteine. Eine Harnröhrenentzündung geht bei Männern häufiger auf ungeschützten Geschlechtsverkehr zurück und kann durch Tripper-Bakterien verursacht sein.
Das kann helfen
Das macht der Arzt: Bei Verdacht auf einen Harnwegsinfekt kann der Arzt durch Urin-, Bluttest oder bildgebende Verfahren die Ursache des Infekts abklären und behandeln. Häufig kommen Antibiotika und schmerzstillende Mittel zum Einsatz. Bei einer Blasenentzündung können auch pflanzliche Präparate helfen. Manchmal stellt der Arzt auch zugrundeliegende Erkrankungen wie Nierensteine, verengte Harnwege, vergrößerte Prostata oder Diabetes fest und leitet eine entsprechende Behandlung ein.
Das kann man selbst tun: Diese Maßnahmen können gegen wiederkehrende Blasenentzündungen bei Frauen, aber auch generell zur Vorbeugung von Harnwegsinfektionen helfen:
- mindestens 1,5 Liter am Tag trinken
- regelmäßiges Wasserlassen
- nach dem Geschlechtsverkehr die Blase entleeren
- nach dem Toilettengang von vorne nach hinten wischen
- geschützter Geschlechtsverkehr.
Bearbeitungsstand: 18.03.2026
Quellenangabe:
Brunkhorst, Schölmerich, Differenzialdiagnostik und Differenzialtherapie, Elsevier (Urban & Fischer), (2010), 1. Auflage
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Nierensteine/Harnsteine
Was ist das? - Definition Nierensteine oder Harnsteine sind feste Ablagerungen aus Salzen und Mineralien, die sich in den Nieren oder Harnwegen bilden. Sie können unbemerkt bleiben oder starke krampfartige Schmerzen auslösen, wenn sie sich bewegen oder festklemmen.
Krankheitsbild
Nierensteine und Harnsteine entstehen, wenn sich bestimmte Stoffe im Urin stark konzentrieren und Kristalle bilden. Diese können zu größeren Steinen zusammenwachsen und den Abfluss des Urins behindern. Die Erkrankung betrifft Menschen jeden Alters, wobei Wiederholungen häufig sind. Viele Steine bleiben klein und verursachen kaum Beschwerden, andere lösen heftige Schmerzen aus.
Symptome/Verlauf
Typisch sind starke krampfartige Schmerzen, die meist plötzlich einsetzen. Folgende Beschwerden können ebenfalls auftreten:
- Ziehende oder kolikartige Schmerzen in Flanke oder Rücken
- Blut im Urin
- Häufiger Harndrang
- Übelkeit und Erbrechen
- Schmerzen beim Wasserlassen
Der Verlauf hängt von Größe und Lage des Steins ab. Kleine Steine gehen oft von selbst ab. Größere können den Harnleiter blockieren und wiederkehrende Schmerzattacken verursachen, bis sie sich lösen oder behandelt werden.
Folgen/Komplikationen
Bleiben Steine unbehandelt, kann dies den Harnabfluss störten. Das erhöht das Risiko für Infektionen oder Entzündungen der Harnwege. In schweren Fällen kann sich der Urin zurückstauen und das Nierengewebe schädigen. Treten Fieber, starke Schmerzen oder Schüttelfrost auf besteht, Verdacht auf eine ernste Komplikation, die sofort ärztlich behandelt werden muss.
Ursachen/Risikofaktoren
Steine entstehen, wenn der Urin zu konzentriert ist oder bestimmte Stoffe in ihm überwiegen. Zu den Risikofaktoren zählen eine geringe Flüssigkeitszufuhr, Übergewicht, familiäre Veranlagung und bestimmte Stoffwechselerkrankungen. Auch wiederholte Harnwegsinfektionen können die Bildung bestimmter Steinarten begünstigen.
Das kann helfen
Das macht der Arzt: Er kann je nach Steintyp Wirkstoffe einsetzen, die etwa die Schmerzen lindern oder den Steinabgang erleichtern. Bei Bedarf lassen sich Harn- oder Nierensteine auch mit operativen oder von außen eingesetzten Verfahren entfernen oder zertrümmern.
Das kann man selbst tun: Viel trinken und sich bewegen fördern den Abgang. Grenzen der Selbsthilfe liegen bei Fieber, starken Schmerzen oder dann vor, wenn der Stein nicht weiterwandert. Dann ist eine gezielte medizinische Behandlung erforderlich.
Bearbeitungsstand: 02.04.2026
Quellenangaben:
Thews, Mutschler, Vaupel, Anatomie, Physiologie und Pathophysiologie des Menschen, WVG, (2007), 5. Aufl. - Brunkhorst, Schölmerich, Differenzialdiagnostik und Differenzialtherapie, Elsevier (Urban & Fischer), (2010), 1. Auflage
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.