ZOMETA 4 mg/5 ml Konz.z.Herst.e.Infusionslösung
1.404,00 €
Sofort lieferbar
Rezeptpflichtiges Arzneimittel
Dieses Medikament ist rezeptpflichtig. So funktioniert die Rezept-Einlösung:
- Bestellen Sie das Medikament ganz einfach online
- Unser Kurier holt Ihr Rezept bei der Lieferung ab
- Ihre Apotheke löst das Rezept für Sie ein
Pharmazeutische Informationen
Infusionslösungskonzentrat — verschreibungspflichtig.
Detaillierte Anwendungshinweise, Dosierung, Nebenwirkungen und Wechselwirkungen finden Sie unten in den Registerkarten. Beachten Sie stets die Packungsbeilage. Bei Unklarheiten fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.
- PZN:
- 03401610
- Darreichungsform:
- Infusionslösungskonzentrat (Infusionslösungskonzentrat)
- Packungsgröße:
- 4 Stück
- Wirkstoffstärke:
- 4 mg
- Marke:
- ZOMETA
- Hersteller:
- PHOENIX LABS UNLIMITED COMPANY
Rechtlicher Status
Verantwortlicher Wirtschaftsakteur gemäß EU-Verordnung 2023/988
GPSRAnwendungshinweise
Art der Anwendung?
Nach der Zubereitung sollte die Anwendung nur durch Fachpersonal erfolgen.
Dauer der Anwendung?
Die Anwendungsdauer richtet sich nach Art der Beschwerde und/oder Dauer der Erkrankung und wird deshalb nur von Ihrem Arzt bestimmt.
Überdosierung?
Bei einer Überdosierung kann es unter anderem zu Nierenfunktionsstörungen bis hin zum Nierenversagen, Veränderungen des Elektrolythaushaltes und zu einem verminderten Kalziumgehalt im Blut kommen. Setzen Sie sich bei dem Verdacht auf eine Überdosierung umgehend mit einem Arzt in Verbindung.
Generell gilt: Achten Sie vor allem bei Säuglingen, Kleinkindern und älteren Menschen auf eine gewissenhafte Dosierung. Im Zweifelsfalle fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker nach etwaigen Auswirkungen oder Vorsichtsmaßnahmen.
Eine vom Arzt verordnete Dosierung kann von den Angaben der Packungsbeilage abweichen. Da der Arzt sie individuell abstimmt, sollten Sie das Arzneimittel daher nach seinen Anweisungen anwenden.
Dosierung
Da die Dosierung des Arzneimittels von verschiedenen Faktoren abhängt, sollte sie von Ihrem Arzt individuell auf Sie abgestimmt werden.
Vor und nach der Anwendung des Arzneimittels sollte eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr gewährleistet sein.
Lassen Sie sich zu der Dosierung von Ihrem Arzt oder Apotheker beraten.
Anwendungsgebiete
- Vorbeugung von skelettbezogenen Komplikationen infolge von Knochenmetastasen bei fortgeschrittener Tumorerkrankung
- Behandlung bei erhöhten Kalziumwerten aufgrund einer Tumorerkrankung
Wirkstoff
Wirkungsweise
Wie wirkt der Inhaltsstoff des Arzneimittels?
Der Wirkstoff Zoledronsäure gehört zur Gruppe der Bisphosphonate. Zoledronsäure greift in den Knochenstoffwechsel ein und hemmt die Aktivität von Zellen, die im Körper am Abbau von Knochengewebe beteiligt sind (sog. Osteoklasten), was zu einem geringeren Verlust an Knochensubstanz führt. Durch die Hemmung des Knochenabbaus wird außerdem die aus den Knochen freigesetzte Calciummenge im Blut verringert.
Nebenwirkungen
Welche unerwünschten Wirkungen können auftreten?
- Phosphatmangel
- Blutarmut (Anämie)
- Kopfschmerzen
- Bindehautentzündung
- Übelkeit
- Erbrechen
- Appetitlosigkeit
- Knochenschmerzen
- Muskelschmerzen
- Gelenkschmerzen
- Schmerzen
- Nierenfunktionsstörung
- Fieber
- Grippeartige Erkrankung
- Müdigkeit
- Schüttelfrost
- Unwohlsein
- Flüchtige, spontane Hautrötung der Wangen mit Hitzegefühl (Flush)
- Erhöhte Nierenwerte (Kreatinin) im Blut
- Erhöhter Blutharnstoff
- Verminderter Kalziumgehalt im Blut (Hypokalzämie)
- Verminderte Zahl an Blutplättchen (Thrombozytopenie)
- Verminderte Zahl an weißen Blutkörperchen (Leukopenie)
- Überempfindlichkeit
- Rastlosigkeit (innere Unruhe)
- Ein- und Durchschlafstörung
- Schwindelgefühl
- Missempfindungen
- Störung des Geschmacksempfindens
- Taubheitsgefühl
- Erhöhte Berührungsempfindlichkeit
- Zittern
- Schläfrigkeit
- Verschwommenes Sehen
- Entzündung der Lederhaut am Auge (Skleritis)
- Augenhöhlenentzündung
- Bluthochdruck
- Niedriger Blutdruck (Hypotonie)
- Rhythmusstörung des Herzens mit beschleunigtem Herzschlag im Vorhof (Vorhofflimmern)
- Blutdruckabfall durch Aufstehen (orthostatische Hypotonie)
- Ohnmachtsanfall
- Kreislaufprobleme
- Kurzatmigkeit
- Husten
- Verkrampfung der Bronchien
- Durchfall
- Verstopfung
- Bauchschmerzen
- Verdauungsbeschwerden
- Entzündung der Mundschleimhaut (Stomatitis)
- Mundtrockenheit
- Juckreiz (Pruritus)
- Hautausschlag
- Rötlicher (erythematöser) Hautausschlag
- Fleckiger Hautausschlag (makulöser Hautauschlag)
- Schwitzen (Hyperhidrose)
- Muskelkrampf
- Untergang von Knochengewebe des Kiefers
- Akutes Nierenversagen
- Ausscheidung von Blut mit dem Urin (Hämaturie)
- Erhöhte Eiweißausscheidung im Urin (Proteinurie)
- Kraftlosigkeit bzw. Schwäche
- Wassereinlagerung an Armen und Beinen (periphere Ödeme)
- Reaktion an der Einstichstelle der Infusion
- Schmerzen an der Einstichstelle der Infusion
- Reizung an der Einstichstelle der Infusion
- Schwellung an der Infusionsstelle
- Verhärtung an der Infusionsstelle
- Brustkorbschmerzen
- Gewichtszunahme
- Akute starke allergische Reaktion die mehrere oder alle Körpergebiete betrifft (Anaphylaxie)
- Kreislaufversagen durch eine allergische Reaktion (Anaphylaktischer Schock)
- Nesselausschlag (Urtikaria)
- Erniedrigter Magnesiumspiegel im Blut (Hypomagnesiämie)
- Verminderter Kaliumgehalt im Blut (Hypokaliämie)
- Krankhaftes Angstgefühl (Angstsyndrom)
Bemerken Sie eine Befindlichkeitsstörung oder Veränderung während der Behandlung, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Für die Information an dieser Stelle werden vor allem Nebenwirkungen berücksichtigt, die bei mindestens einem von 1.000 behandelten Patienten auftreten.
Gegenanzeigen
Was spricht gegen eine Anwendung?
- Überempfindlichkeit gegen die Inhaltsstoffe
Welche Altersgruppe ist zu beachten?
- Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren: Das Arzneimittel darf nicht angewendet werden.
Was ist mit Schwangerschaft und Stillzeit?
- Schwangerschaft: Das Arzneimittel sollte nach derzeitigen Erkenntnissen nicht angewendet werden.
- Stillzeit: Das Arzneimittel darf nicht angewendet werden.
Ist Ihnen das Arzneimittel trotz einer Gegenanzeige verordnet worden, sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker. Der therapeutische Nutzen kann höher sein, als das Risiko, das die Anwendung bei einer Gegenanzeige in sich birgt.
Lagerungsanforderungen
Physische Eigenschaften
- Abmessungen (B × H × L):
- 63 × 31 × 117 mm
Bestellinformationen
- Mindestbestellmenge:
- 1
Aufbewahrung
Aufbewahrung
Das Arzneimittel muss nach Anbruch/Zubereitung innerhalb der nächsten Stunde verbraucht werden!
Das Arzneimittel ist nach Anbruch/Zubereitung nur zur einmaligen Anwendung vorgesehen. Reste müssen verworfen werden!
Wichtige Hinweise
Was sollten Sie beachten?
- Während der Behandlung sind geeignete schwangerschaftsverhütende Maßnahmen durchzuführen.
- Es kann Arzneimittel geben, mit denen Wechselwirkungen auftreten. Sie sollten deswegen generell vor der Behandlung mit einem neuen Arzneimittel jedes andere, das Sie bereits anwenden, dem Arzt oder Apotheker angeben. Das gilt auch für Arzneimittel, die Sie selbst kaufen, nur gelegentlich anwenden oder deren Anwendung schon einige Zeit zurückliegt.
Bekannte Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln
Nicht kombinieren mit Präparaten die enthalten: Natriumcitrat-2-Wasser und weitere
Was kann passieren?
Bei Kombination der Arzneimittel können möglicherweise unerwünschte Wirkungen wie beispielsweise Calciummangel vermehrt auftreten, was sich in Missempfindungen (Kribbeln, Taubheitsgefühl) oder schmerzhaften Muskelkrämpfen äußern könnte.
Was ist zu tun?
Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, da bei der Kombination dieser Arzneimittel eventuell verstärkte Kontrollen nötig sein können.
Krebs
Was ist das? - Definition Krebs bezeichnet eine bösartige Gewebeneubildung. Tumorzellen vermehren sich unkontrolliert, sie wachsen in Nachbargewebe ein, zerstören gesundes Gewebe und bilden Tochtergeschwülste, sogenannte Metastasen.
Krankheitsbild
Unsere Zellen haben eine Art Lebenszyklus, in dem sich Phasen der Zellteilung mit Ruhephasen abwechseln. Dabei ist genau geregelt, wann sich die Zelle zu teilen und wann sie zu ruhen hat. Tumorzellen sind entartete Zellen, die sich nicht nach diesem Zyklus richten, sondern sich unkontrolliert ständig teilen und somit immer wachsen. Sie reagieren nicht mehr auf Signale, die das Wachstum in gesunden Geweben steuern, und können sich der Kontrolle durch das Immunsystem entziehen.
Krebs ist in Deutschland nach Herz-Kreislauf-Erkrankungen die zweithäufigste Todesursache. Etwa jeder vierte Mensch stirbt an den Folgen einer Krebserkrankung. Die häufigsten Tumorarten sind bei Frauen Brust-, Darm- und Lungenkrebs, bei Männern Prostata-, Darm- und Lungenkrebs. Mit zunehmendem Alter steigt das Erkrankungsrisiko.
Symptome/Verlauf
Krebs entwickelt sich meist schleichend. In frühen Stadien verursacht er häufig keine Beschwerden. Erste Anzeichen sind oft unspezifisch:
- Starker, unerklärlicher Gewichtsverlust
- Müdigkeit, Leistungsschwäche, Appetitverlust
- Ungewöhnliche Geschmacksempfindungen, etwa Abneigung gegen Fleisch
- Schmerzen meist erst im fortgeschrittenen Stadium
Je nach betroffenem Organ kann es zusätzlich zu folgenden Symptomen kommen:
- Tastbare Knoten, z.B. in der Brust
- Blut im Stuhl oder geänderter Stuhlgang bei Darmkrebs
- Veränderungen an Haut oder Muttermalen
- Länger anhaltender Husten, besonders bei Rauchern
Eine sichere Diagnose ist nur durch eine Gewebeprobe (Biopsie) möglich.
Folgen/Komplikationen
Ohne Behandlung kann Krebs das betroffene Organ zerstören und Metastasen in anderen Körperregionen bilden. Diese Tochtergeschwülste sind oft besonders gefährlich, da sie weitere Organe schädigen können. Hierzu zählen etwa Leber, Lunge oder Knochen. Der Krebs kann auch über Lymphknoten oder Blutbahnen gestreut werden.
Wie eine Krebserkrankung verläuft, hängt stark davon ab, wie früh sie erkannt wird, wie aggressiv der Tumor ist und wie gut der allgemeine Gesundheitszustand des Patienten ist. Manche Tumoren wachsen langsam, andere sehr rasch.
Dennoch ist Krebs heute nicht automatisch ein Todesurteil: Viele Tumoren lassen sich erfolgreich behandeln, manche sogar vollständig heilen, besonders wenn sie früh erkannt werden.
Ursachen/Risikofaktoren
Warum Zellen entarten, ist nicht abschließend geklärt. Es gibt jedoch zahlreiche bekannte Risikofaktoren:
- Rauchen ist Hauptursache vieler Krebsarten, v.a. Lungenkrebs
- Alkoholkonsum, besonders in Kombination mit Rauchen
- Ungesunde Ernährung, etwa wenig Ballaststoffe oder viel fett- und fleischreiche Lebensmittel
- Viren und Bakterien, z.B. Humane Papillomaviren/HPV (Gebärmutterhalskrebs), Hepatitis B (Leberkrebs), Helicobacter pylori (Magenkrebs)
- UV-Strahlung bei Hautkrebs
- Familiäre Vorbelastung
- Abwehrschwäche, z.B. durch HIV
Eine Krebserkrankung ist nicht ansteckend.
Das kann helfen
Was der Arzt tun kann:
Je nach Krebsart kommen Operationen, Bestrahlungen, Chemotherapie oder moderne Immun- und zielgerichtete Therapien zum Einsatz. Wichtig ist die frühzeitige Diagnose. Nach der Behandlung erfolgen regelmäßige Nachsorgeuntersuchungen, um Rückfälle frühzeitig zu erkennen.
Was man selbst tun kann:
- Nicht rauchen, Alkohol nur in Maßen
- Ausgewogen essen: viel Obst, Gemüse, Vollkorn, wenig Fett
- Auf Sonnenschutz achten
- Regelmäßige Bewegung und normales Körpergewicht halten
- An Früherkennungsuntersuchungen teilnehmen
- Impfungen (z.B. gegen HPV, Hepatitis B) nutzen
- Unklare Beschwerden frühzeitig ärztlich abklären lassen
Ob Krebspatienten von Nahrungsergänzungsmitteln, etwa mit bestimmten Vitaminen, oder anderen frei verkäuflichen Präparaten profitieren, müssen diese unbedingt mit den behandelnden Ärzten abklären. Einige Inhaltsstoffe können gewisse bösartige Tumore sogar noch fördern.
Auch nach einer Tumortherapie bedarf jeder Patient einer speziellen Weiterbehandlung und Betreuung. Das Ziel der regelmäßigen Nachuntersuchungen ist die rechtzeitige Erkennung eines erneuten Tumorwachstums. Daher sollten die vom Arzt empfohlenen Kontrolltermine unbedingt eingehalten werden.
Bearbeitungsstand: 06.01.2026
Quellenangaben:
Mutschler, Arzneimittelwirkungen, Wiss.Verl.-Ges., (2008), Aufl. 9 - Herold, Innere Medizin, Herold, (2011) - S. Andreae et al., Gesundheits- und Krankheitslehre für die Altenpflege, Thieme, (2011), 3. Aufl.
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Osteolyse
Was ist das? - Definition Osteolyse ist der Abbau von Knochensubstanz durch gesteigerte Aktivität knochenabbauender Zellen. Dabei entstehen Schwächen im Knochengewebe, die zu Schmerzen und Brüchen führen können.
Krankheitsbild
Bei einer Osteolyse wird Knochensubstanz schneller abgebaut als sie sich regenerieren kann. Dadurch verliert der Knochen an Stabilität. Häufig tritt dies als begleitendes Symptom anderer Erkrankungen auf, etwa bei Entzündungen, Tumorerkrankungen oder nach mechanischer Überlastung. Eine Osteolyse kann lokal begrenzt oder an mehreren Stellen im Körper auftreten.
Symptome/Verlauf
Typische Beschwerden entstehen oft schleichend und hängen von der betroffenen Region ab. Häufig berichten Betroffene über:
- Schmerzen bei Belastung oder in Ruhe
- Nachlassende Kraft oder Bewegungseinschränkungen
- Schwellungen oder Druckempfindlichkeit
Der Verlauf kann langsam fortschreiten oder rasch voranschreiten, wenn eine zugrunde liegende Erkrankung aktiv ist. Bei ausgeprägtem Knochenabbau sind spontane Brüche möglich.
Folgen/Komplikationen
Unbehandelt kann Osteolyse zu deutlichen Einschränkungen im Alltag führen. Die Stabilität des Knochens nimmt ab, was das Risiko für Frakturen erhöht. Auch Fehlstellungen oder dauerhafte Schmerzen können auftreten. In einigen Fällen regeneriert sich der Knochen in einem größeren Maß nicht mehr, sodass ein operativer Eingriff nötig ist.
Ursachen/Risikofaktoren
Häufige Ursachen sind Erkrankungen, die den Knochenstoffwechsel beeinflussen. Dazu zählen Tumorerkrankungen mit Metastasen, entzündliche Gelenkerkrankungen oder Belastungsschäden. Auch Infektionen oder bestimmte Medikamente können eine Rolle spielen. Risikofaktoren sind unter anderem höheres Alter, Bewegungsmangel, Rauchen und eine unzureichende Versorgung mit Kalzium und Vitamin D.
Das kann helfen
Das macht der Arzt: Er kann je nach Ursache entzündungshemmende Mittel oder Medikamente zur Hemmung des Knochenabbaus einsetzen. Hierzu zählen etwa Präparate aus der Gruppe der Bisphosphonate oder Wirkstoffe, die den Knochenstoffwechsel regulieren. Je nach Schadensausmaß kann auch eine Operation nötig sein.
Das kann man selbst tun: Gelenkschonende Bewegung sowie eine gute Kalzium- und Vitamin-D-Versorgung unterstützen die betroffenen Knochen. Grenzen liegen dort, wo Schmerzen zunehmen, Kraftverlust auftritt oder ein Bruch droht. Dann ist ärztliche Behandlung unbedingt erforderlich.
Bearbeitungsstand: 02.04.2026
Quellenangaben:
Thews, Mutschler, Vaupel, Anatomie, Physiologie und Pathophysiologie des Menschen, WVG, (2007), 5. Aufl. - Mutschler, Arzneimittelwirkungen, Wiss.Verl.-Ges., (2008), Aufl. 9 - Brunkhorst, Schölmerich, Differenzialdiagnostik und Differenzialtherapie, Elsevier (Urban & Fischer), (2010), 1. Auflage
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Hypercalciämie (Tumorinduziert)
Was ist das? - Definition Hyperkalzämie ist eine Störung des Mineralstoffhaushalts, bei der der Kalziumspiegel im Blut erhöht ist. Häufige Ursachen sind eine Überfunktion der Nebenschilddrüsen oder Tumorerkrankungen. Leicht erhöhte Werte bleiben oft zunächst ohne Beschwerden, während stärkere Erhöhungen unter anderem Müdigkeit, Magen-Darm-Beschwerden oder vermehrten Durst verursachen können. Unbehandelt kann eine ausgeprägte Hyperkalzämie zu Komplikationen wie Nierensteinen, Herzrhythmusstörungen oder einer hyperkalzämischen Krise führen.
Krankheitsbild
Eine Hyperkalzämie ist eine Störung des Mineralstoffhaushalts, bei der der Kalziumspiegel im Blut zu hoch ist. Kalzium ist ein wichtiger Mineralstoff, der unter anderem für Knochen, Muskeln und Nerven wichtig ist. Der Körper hält den Kalziumspiegel normalerweise sehr genau im Gleichgewicht. Gerät diese Regulation aus dem Gleichgewicht, kann sich zu viel Kalzium im Blut ansammeln. Grund ist häufig eine vermehrte Bildung an Parathormon, das dafür sorgt, dass Kalzium aus den Knochen gelöst und durch die Nieren zurückbehalten wird. Bei leicht erhöhten Werten spüren Betroffene in der Regel keine Symptome. Stark erhöhte Werte haben unbehandelt ernstzunehmende Folgen.
Symptome/Verlauf
Die Beschwerden hängen vor allem davon ab, wie stark und wie schnell der Kalziumspiegel ansteigt. Entwickelt sich die Störung langsam, bleiben Betroffene manchmal lange ohne auffällige Symptome. Steigt der Kalziumspiegel schneller oder stärker an, treten häufiger Beschwerden auf. Typische Symptome können Müdigkeit, Muskelschwäche und Konzentrationsstörungen sein. Auch Beschwerden im Magen-Darm-Bereich wie Übelkeit, Erbrechen oder Verstopfung kommen vor. Häufig berichten Betroffene zudem über vermehrtes Wasserlassen und starken Durst. In schweren Fällen kann es zu Verwirrtheit oder Bewusstseinsstörungen kommen.
Folgen/Komplikationen
Bleibt eine Hyperkalzämie länger bestehen oder wird sie sehr ausgeprägt, kann sie verschiedene Organe schädigen. In den Nieren können sich Kalziumablagerungen bilden, die zu Nierensteinen oder zu einer Einschränkung der Nierenfunktion führen. Außerdem kann der erhöhte Kalziumspiegel das Nervensystem und das Herz beeinflussen. Möglich sind zum Beispiel Herzrhythmusstörungen oder zunehmende Bewusstseinsstörungen. In seltenen Fällen kann sich eine sogenannte hyperkalzämische Krise entwickeln. Dabei handelt es sich um eine lebensbedrohliche Situation mit starken Beschwerden wie Erbrechen, Austrocknung und schweren Bewusstseinsstörungen.
Ursachen/Risikofaktoren
Die Ursachen einer Hyperkalzämie sind vielfältig. In den meisten Fällen liegt entweder eine Überfunktion der Nebenschilddrüsen (primärer Hyperparathyreoidismus) oder eine Tumorerkrankung zugrunde. Dadurch bildet der Körper vermehrt Parathormon oder baut durch Tumore mehr Kalzium aus den Knochen ab. Zusammen machen diese beiden Ursachen den größten Teil der Fälle aus. Weitere mögliche Ursachen sind zum Beispiel eine stark erhöhte Zufuhr von Vitamin D oder Kalziumpräparaten, bestimmte Medikamente oder andere Erkrankungen, die den Kalziumstoffwechsel beeinflussen.
Das kann helfen
Das macht der Arzt: Zur Diagnose misst der Arzt zunächst den Kalziumspiegel im Blut und untersucht weitere Laborwerte, zum Beispiel das Parathormon, um die Ursache der Hyperkalzämie festzustellen. Je nach Schweregrad kann die Behandlung unterschiedliche Maßnahmen umfassen. Häufig werden zunächst Flüssigkeit und Medikamente eingesetzt, die den Kalziumspiegel senken oder den Knochenabbau hemmen. In schweren Fällen kann eine Behandlung im Krankenhaus erforderlich sein.
Das kann man selbst tun: Da eine Hyperkalzämie meist die Folge einer anderen Erkrankung ist, stehen vor allem die medizinische Abklärung und Behandlung im Vordergrund. Wichtig ist, auffällige Blutwerte ernst zu nehmen und ärztlich kontrollieren zu lassen. Vitamin D und Kalziumpräparate sollten generell nur in der empfohlenen Dosis aufgenommen werden.
Bearbeitungsstand: 19.03.2026
Quellenangaben:
Thews, Mutschler, Vaupel, Anatomie, Physiologie und Pathophysiologie des Menschen, WVG, (2007), 5. Aufl. - Mutschler, Arzneimittelwirkungen, Wiss.Verl.-Ges., (2008), Aufl. 9 - Brunkhorst, Schölmerich, Differenzialdiagnostik und Differenzialtherapie, Elsevier (Urban & Fischer), (2010), 1. Auflage
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Infusionslösungskonzentrat — verschreibungspflichtig.
Detaillierte Anwendungshinweise, Dosierung, Nebenwirkungen und Wechselwirkungen finden Sie unten in den Registerkarten. Beachten Sie stets die Packungsbeilage. Bei Unklarheiten fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.
- PZN:
- 03401610
- Darreichungsform:
- Infusionslösungskonzentrat (Infusionslösungskonzentrat)
- Packungsgröße:
- 4 Stück
- Wirkstoffstärke:
- 4 mg
- Marke:
- ZOMETA
- Hersteller:
- PHOENIX LABS UNLIMITED COMPANY
Rechtlicher Status
Verantwortlicher Wirtschaftsakteur gemäß EU-Verordnung 2023/988
GPSRAnwendungshinweise
Art der Anwendung?
Nach der Zubereitung sollte die Anwendung nur durch Fachpersonal erfolgen.
Dauer der Anwendung?
Die Anwendungsdauer richtet sich nach Art der Beschwerde und/oder Dauer der Erkrankung und wird deshalb nur von Ihrem Arzt bestimmt.
Überdosierung?
Bei einer Überdosierung kann es unter anderem zu Nierenfunktionsstörungen bis hin zum Nierenversagen, Veränderungen des Elektrolythaushaltes und zu einem verminderten Kalziumgehalt im Blut kommen. Setzen Sie sich bei dem Verdacht auf eine Überdosierung umgehend mit einem Arzt in Verbindung.
Generell gilt: Achten Sie vor allem bei Säuglingen, Kleinkindern und älteren Menschen auf eine gewissenhafte Dosierung. Im Zweifelsfalle fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker nach etwaigen Auswirkungen oder Vorsichtsmaßnahmen.
Eine vom Arzt verordnete Dosierung kann von den Angaben der Packungsbeilage abweichen. Da der Arzt sie individuell abstimmt, sollten Sie das Arzneimittel daher nach seinen Anweisungen anwenden.
Dosierung
Da die Dosierung des Arzneimittels von verschiedenen Faktoren abhängt, sollte sie von Ihrem Arzt individuell auf Sie abgestimmt werden.
Vor und nach der Anwendung des Arzneimittels sollte eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr gewährleistet sein.
Lassen Sie sich zu der Dosierung von Ihrem Arzt oder Apotheker beraten.
Anwendungsgebiete
- Vorbeugung von skelettbezogenen Komplikationen infolge von Knochenmetastasen bei fortgeschrittener Tumorerkrankung
- Behandlung bei erhöhten Kalziumwerten aufgrund einer Tumorerkrankung
Wirkstoff
Wirkungsweise
Wie wirkt der Inhaltsstoff des Arzneimittels?
Der Wirkstoff Zoledronsäure gehört zur Gruppe der Bisphosphonate. Zoledronsäure greift in den Knochenstoffwechsel ein und hemmt die Aktivität von Zellen, die im Körper am Abbau von Knochengewebe beteiligt sind (sog. Osteoklasten), was zu einem geringeren Verlust an Knochensubstanz führt. Durch die Hemmung des Knochenabbaus wird außerdem die aus den Knochen freigesetzte Calciummenge im Blut verringert.
Nebenwirkungen
Welche unerwünschten Wirkungen können auftreten?
- Phosphatmangel
- Blutarmut (Anämie)
- Kopfschmerzen
- Bindehautentzündung
- Übelkeit
- Erbrechen
- Appetitlosigkeit
- Knochenschmerzen
- Muskelschmerzen
- Gelenkschmerzen
- Schmerzen
- Nierenfunktionsstörung
- Fieber
- Grippeartige Erkrankung
- Müdigkeit
- Schüttelfrost
- Unwohlsein
- Flüchtige, spontane Hautrötung der Wangen mit Hitzegefühl (Flush)
- Erhöhte Nierenwerte (Kreatinin) im Blut
- Erhöhter Blutharnstoff
- Verminderter Kalziumgehalt im Blut (Hypokalzämie)
- Verminderte Zahl an Blutplättchen (Thrombozytopenie)
- Verminderte Zahl an weißen Blutkörperchen (Leukopenie)
- Überempfindlichkeit
- Rastlosigkeit (innere Unruhe)
- Ein- und Durchschlafstörung
- Schwindelgefühl
- Missempfindungen
- Störung des Geschmacksempfindens
- Taubheitsgefühl
- Erhöhte Berührungsempfindlichkeit
- Zittern
- Schläfrigkeit
- Verschwommenes Sehen
- Entzündung der Lederhaut am Auge (Skleritis)
- Augenhöhlenentzündung
- Bluthochdruck
- Niedriger Blutdruck (Hypotonie)
- Rhythmusstörung des Herzens mit beschleunigtem Herzschlag im Vorhof (Vorhofflimmern)
- Blutdruckabfall durch Aufstehen (orthostatische Hypotonie)
- Ohnmachtsanfall
- Kreislaufprobleme
- Kurzatmigkeit
- Husten
- Verkrampfung der Bronchien
- Durchfall
- Verstopfung
- Bauchschmerzen
- Verdauungsbeschwerden
- Entzündung der Mundschleimhaut (Stomatitis)
- Mundtrockenheit
- Juckreiz (Pruritus)
- Hautausschlag
- Rötlicher (erythematöser) Hautausschlag
- Fleckiger Hautausschlag (makulöser Hautauschlag)
- Schwitzen (Hyperhidrose)
- Muskelkrampf
- Untergang von Knochengewebe des Kiefers
- Akutes Nierenversagen
- Ausscheidung von Blut mit dem Urin (Hämaturie)
- Erhöhte Eiweißausscheidung im Urin (Proteinurie)
- Kraftlosigkeit bzw. Schwäche
- Wassereinlagerung an Armen und Beinen (periphere Ödeme)
- Reaktion an der Einstichstelle der Infusion
- Schmerzen an der Einstichstelle der Infusion
- Reizung an der Einstichstelle der Infusion
- Schwellung an der Infusionsstelle
- Verhärtung an der Infusionsstelle
- Brustkorbschmerzen
- Gewichtszunahme
- Akute starke allergische Reaktion die mehrere oder alle Körpergebiete betrifft (Anaphylaxie)
- Kreislaufversagen durch eine allergische Reaktion (Anaphylaktischer Schock)
- Nesselausschlag (Urtikaria)
- Erniedrigter Magnesiumspiegel im Blut (Hypomagnesiämie)
- Verminderter Kaliumgehalt im Blut (Hypokaliämie)
- Krankhaftes Angstgefühl (Angstsyndrom)
Bemerken Sie eine Befindlichkeitsstörung oder Veränderung während der Behandlung, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Für die Information an dieser Stelle werden vor allem Nebenwirkungen berücksichtigt, die bei mindestens einem von 1.000 behandelten Patienten auftreten.
Gegenanzeigen
Was spricht gegen eine Anwendung?
- Überempfindlichkeit gegen die Inhaltsstoffe
Welche Altersgruppe ist zu beachten?
- Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren: Das Arzneimittel darf nicht angewendet werden.
Was ist mit Schwangerschaft und Stillzeit?
- Schwangerschaft: Das Arzneimittel sollte nach derzeitigen Erkenntnissen nicht angewendet werden.
- Stillzeit: Das Arzneimittel darf nicht angewendet werden.
Ist Ihnen das Arzneimittel trotz einer Gegenanzeige verordnet worden, sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker. Der therapeutische Nutzen kann höher sein, als das Risiko, das die Anwendung bei einer Gegenanzeige in sich birgt.
Lagerungsanforderungen
Physische Eigenschaften
- Abmessungen (B × H × L):
- 63 × 31 × 117 mm
Bestellinformationen
- Mindestbestellmenge:
- 1
Aufbewahrung
Aufbewahrung
Das Arzneimittel muss nach Anbruch/Zubereitung innerhalb der nächsten Stunde verbraucht werden!
Das Arzneimittel ist nach Anbruch/Zubereitung nur zur einmaligen Anwendung vorgesehen. Reste müssen verworfen werden!
Wichtige Hinweise
Was sollten Sie beachten?
- Während der Behandlung sind geeignete schwangerschaftsverhütende Maßnahmen durchzuführen.
- Es kann Arzneimittel geben, mit denen Wechselwirkungen auftreten. Sie sollten deswegen generell vor der Behandlung mit einem neuen Arzneimittel jedes andere, das Sie bereits anwenden, dem Arzt oder Apotheker angeben. Das gilt auch für Arzneimittel, die Sie selbst kaufen, nur gelegentlich anwenden oder deren Anwendung schon einige Zeit zurückliegt.
Bekannte Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln
Was kann passieren?
Bei Kombination der Arzneimittel können möglicherweise unerwünschte Wirkungen wie beispielsweise Calciummangel vermehrt auftreten, was sich in Missempfindungen (Kribbeln, Taubheitsgefühl) oder schmerzhaften Muskelkrämpfen äußern könnte.
Was ist zu tun?
Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, da bei der Kombination dieser Arzneimittel eventuell verstärkte Kontrollen nötig sein können.
Krebs
Was ist das? - Definition Krebs bezeichnet eine bösartige Gewebeneubildung. Tumorzellen vermehren sich unkontrolliert, sie wachsen in Nachbargewebe ein, zerstören gesundes Gewebe und bilden Tochtergeschwülste, sogenannte Metastasen.
Krankheitsbild
Unsere Zellen haben eine Art Lebenszyklus, in dem sich Phasen der Zellteilung mit Ruhephasen abwechseln. Dabei ist genau geregelt, wann sich die Zelle zu teilen und wann sie zu ruhen hat. Tumorzellen sind entartete Zellen, die sich nicht nach diesem Zyklus richten, sondern sich unkontrolliert ständig teilen und somit immer wachsen. Sie reagieren nicht mehr auf Signale, die das Wachstum in gesunden Geweben steuern, und können sich der Kontrolle durch das Immunsystem entziehen.
Krebs ist in Deutschland nach Herz-Kreislauf-Erkrankungen die zweithäufigste Todesursache. Etwa jeder vierte Mensch stirbt an den Folgen einer Krebserkrankung. Die häufigsten Tumorarten sind bei Frauen Brust-, Darm- und Lungenkrebs, bei Männern Prostata-, Darm- und Lungenkrebs. Mit zunehmendem Alter steigt das Erkrankungsrisiko.
Symptome/Verlauf
Krebs entwickelt sich meist schleichend. In frühen Stadien verursacht er häufig keine Beschwerden. Erste Anzeichen sind oft unspezifisch:
- Starker, unerklärlicher Gewichtsverlust
- Müdigkeit, Leistungsschwäche, Appetitverlust
- Ungewöhnliche Geschmacksempfindungen, etwa Abneigung gegen Fleisch
- Schmerzen meist erst im fortgeschrittenen Stadium
Je nach betroffenem Organ kann es zusätzlich zu folgenden Symptomen kommen:
- Tastbare Knoten, z.B. in der Brust
- Blut im Stuhl oder geänderter Stuhlgang bei Darmkrebs
- Veränderungen an Haut oder Muttermalen
- Länger anhaltender Husten, besonders bei Rauchern
Eine sichere Diagnose ist nur durch eine Gewebeprobe (Biopsie) möglich.
Folgen/Komplikationen
Ohne Behandlung kann Krebs das betroffene Organ zerstören und Metastasen in anderen Körperregionen bilden. Diese Tochtergeschwülste sind oft besonders gefährlich, da sie weitere Organe schädigen können. Hierzu zählen etwa Leber, Lunge oder Knochen. Der Krebs kann auch über Lymphknoten oder Blutbahnen gestreut werden.
Wie eine Krebserkrankung verläuft, hängt stark davon ab, wie früh sie erkannt wird, wie aggressiv der Tumor ist und wie gut der allgemeine Gesundheitszustand des Patienten ist. Manche Tumoren wachsen langsam, andere sehr rasch.
Dennoch ist Krebs heute nicht automatisch ein Todesurteil: Viele Tumoren lassen sich erfolgreich behandeln, manche sogar vollständig heilen, besonders wenn sie früh erkannt werden.
Ursachen/Risikofaktoren
Warum Zellen entarten, ist nicht abschließend geklärt. Es gibt jedoch zahlreiche bekannte Risikofaktoren:
- Rauchen ist Hauptursache vieler Krebsarten, v.a. Lungenkrebs
- Alkoholkonsum, besonders in Kombination mit Rauchen
- Ungesunde Ernährung, etwa wenig Ballaststoffe oder viel fett- und fleischreiche Lebensmittel
- Viren und Bakterien, z.B. Humane Papillomaviren/HPV (Gebärmutterhalskrebs), Hepatitis B (Leberkrebs), Helicobacter pylori (Magenkrebs)
- UV-Strahlung bei Hautkrebs
- Familiäre Vorbelastung
- Abwehrschwäche, z.B. durch HIV
Eine Krebserkrankung ist nicht ansteckend.
Das kann helfen
Was der Arzt tun kann:
Je nach Krebsart kommen Operationen, Bestrahlungen, Chemotherapie oder moderne Immun- und zielgerichtete Therapien zum Einsatz. Wichtig ist die frühzeitige Diagnose. Nach der Behandlung erfolgen regelmäßige Nachsorgeuntersuchungen, um Rückfälle frühzeitig zu erkennen.
Was man selbst tun kann:
- Nicht rauchen, Alkohol nur in Maßen
- Ausgewogen essen: viel Obst, Gemüse, Vollkorn, wenig Fett
- Auf Sonnenschutz achten
- Regelmäßige Bewegung und normales Körpergewicht halten
- An Früherkennungsuntersuchungen teilnehmen
- Impfungen (z.B. gegen HPV, Hepatitis B) nutzen
- Unklare Beschwerden frühzeitig ärztlich abklären lassen
Ob Krebspatienten von Nahrungsergänzungsmitteln, etwa mit bestimmten Vitaminen, oder anderen frei verkäuflichen Präparaten profitieren, müssen diese unbedingt mit den behandelnden Ärzten abklären. Einige Inhaltsstoffe können gewisse bösartige Tumore sogar noch fördern.
Auch nach einer Tumortherapie bedarf jeder Patient einer speziellen Weiterbehandlung und Betreuung. Das Ziel der regelmäßigen Nachuntersuchungen ist die rechtzeitige Erkennung eines erneuten Tumorwachstums. Daher sollten die vom Arzt empfohlenen Kontrolltermine unbedingt eingehalten werden.
Bearbeitungsstand: 06.01.2026
Quellenangaben:
Mutschler, Arzneimittelwirkungen, Wiss.Verl.-Ges., (2008), Aufl. 9 - Herold, Innere Medizin, Herold, (2011) - S. Andreae et al., Gesundheits- und Krankheitslehre für die Altenpflege, Thieme, (2011), 3. Aufl.
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Osteolyse
Was ist das? - Definition Osteolyse ist der Abbau von Knochensubstanz durch gesteigerte Aktivität knochenabbauender Zellen. Dabei entstehen Schwächen im Knochengewebe, die zu Schmerzen und Brüchen führen können.
Krankheitsbild
Bei einer Osteolyse wird Knochensubstanz schneller abgebaut als sie sich regenerieren kann. Dadurch verliert der Knochen an Stabilität. Häufig tritt dies als begleitendes Symptom anderer Erkrankungen auf, etwa bei Entzündungen, Tumorerkrankungen oder nach mechanischer Überlastung. Eine Osteolyse kann lokal begrenzt oder an mehreren Stellen im Körper auftreten.
Symptome/Verlauf
Typische Beschwerden entstehen oft schleichend und hängen von der betroffenen Region ab. Häufig berichten Betroffene über:
- Schmerzen bei Belastung oder in Ruhe
- Nachlassende Kraft oder Bewegungseinschränkungen
- Schwellungen oder Druckempfindlichkeit
Der Verlauf kann langsam fortschreiten oder rasch voranschreiten, wenn eine zugrunde liegende Erkrankung aktiv ist. Bei ausgeprägtem Knochenabbau sind spontane Brüche möglich.
Folgen/Komplikationen
Unbehandelt kann Osteolyse zu deutlichen Einschränkungen im Alltag führen. Die Stabilität des Knochens nimmt ab, was das Risiko für Frakturen erhöht. Auch Fehlstellungen oder dauerhafte Schmerzen können auftreten. In einigen Fällen regeneriert sich der Knochen in einem größeren Maß nicht mehr, sodass ein operativer Eingriff nötig ist.
Ursachen/Risikofaktoren
Häufige Ursachen sind Erkrankungen, die den Knochenstoffwechsel beeinflussen. Dazu zählen Tumorerkrankungen mit Metastasen, entzündliche Gelenkerkrankungen oder Belastungsschäden. Auch Infektionen oder bestimmte Medikamente können eine Rolle spielen. Risikofaktoren sind unter anderem höheres Alter, Bewegungsmangel, Rauchen und eine unzureichende Versorgung mit Kalzium und Vitamin D.
Das kann helfen
Das macht der Arzt: Er kann je nach Ursache entzündungshemmende Mittel oder Medikamente zur Hemmung des Knochenabbaus einsetzen. Hierzu zählen etwa Präparate aus der Gruppe der Bisphosphonate oder Wirkstoffe, die den Knochenstoffwechsel regulieren. Je nach Schadensausmaß kann auch eine Operation nötig sein.
Das kann man selbst tun: Gelenkschonende Bewegung sowie eine gute Kalzium- und Vitamin-D-Versorgung unterstützen die betroffenen Knochen. Grenzen liegen dort, wo Schmerzen zunehmen, Kraftverlust auftritt oder ein Bruch droht. Dann ist ärztliche Behandlung unbedingt erforderlich.
Bearbeitungsstand: 02.04.2026
Quellenangaben:
Thews, Mutschler, Vaupel, Anatomie, Physiologie und Pathophysiologie des Menschen, WVG, (2007), 5. Aufl. - Mutschler, Arzneimittelwirkungen, Wiss.Verl.-Ges., (2008), Aufl. 9 - Brunkhorst, Schölmerich, Differenzialdiagnostik und Differenzialtherapie, Elsevier (Urban & Fischer), (2010), 1. Auflage
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Hypercalciämie (Tumorinduziert)
Was ist das? - Definition Hyperkalzämie ist eine Störung des Mineralstoffhaushalts, bei der der Kalziumspiegel im Blut erhöht ist. Häufige Ursachen sind eine Überfunktion der Nebenschilddrüsen oder Tumorerkrankungen. Leicht erhöhte Werte bleiben oft zunächst ohne Beschwerden, während stärkere Erhöhungen unter anderem Müdigkeit, Magen-Darm-Beschwerden oder vermehrten Durst verursachen können. Unbehandelt kann eine ausgeprägte Hyperkalzämie zu Komplikationen wie Nierensteinen, Herzrhythmusstörungen oder einer hyperkalzämischen Krise führen.
Krankheitsbild
Eine Hyperkalzämie ist eine Störung des Mineralstoffhaushalts, bei der der Kalziumspiegel im Blut zu hoch ist. Kalzium ist ein wichtiger Mineralstoff, der unter anderem für Knochen, Muskeln und Nerven wichtig ist. Der Körper hält den Kalziumspiegel normalerweise sehr genau im Gleichgewicht. Gerät diese Regulation aus dem Gleichgewicht, kann sich zu viel Kalzium im Blut ansammeln. Grund ist häufig eine vermehrte Bildung an Parathormon, das dafür sorgt, dass Kalzium aus den Knochen gelöst und durch die Nieren zurückbehalten wird. Bei leicht erhöhten Werten spüren Betroffene in der Regel keine Symptome. Stark erhöhte Werte haben unbehandelt ernstzunehmende Folgen.
Symptome/Verlauf
Die Beschwerden hängen vor allem davon ab, wie stark und wie schnell der Kalziumspiegel ansteigt. Entwickelt sich die Störung langsam, bleiben Betroffene manchmal lange ohne auffällige Symptome. Steigt der Kalziumspiegel schneller oder stärker an, treten häufiger Beschwerden auf. Typische Symptome können Müdigkeit, Muskelschwäche und Konzentrationsstörungen sein. Auch Beschwerden im Magen-Darm-Bereich wie Übelkeit, Erbrechen oder Verstopfung kommen vor. Häufig berichten Betroffene zudem über vermehrtes Wasserlassen und starken Durst. In schweren Fällen kann es zu Verwirrtheit oder Bewusstseinsstörungen kommen.
Folgen/Komplikationen
Bleibt eine Hyperkalzämie länger bestehen oder wird sie sehr ausgeprägt, kann sie verschiedene Organe schädigen. In den Nieren können sich Kalziumablagerungen bilden, die zu Nierensteinen oder zu einer Einschränkung der Nierenfunktion führen. Außerdem kann der erhöhte Kalziumspiegel das Nervensystem und das Herz beeinflussen. Möglich sind zum Beispiel Herzrhythmusstörungen oder zunehmende Bewusstseinsstörungen. In seltenen Fällen kann sich eine sogenannte hyperkalzämische Krise entwickeln. Dabei handelt es sich um eine lebensbedrohliche Situation mit starken Beschwerden wie Erbrechen, Austrocknung und schweren Bewusstseinsstörungen.
Ursachen/Risikofaktoren
Die Ursachen einer Hyperkalzämie sind vielfältig. In den meisten Fällen liegt entweder eine Überfunktion der Nebenschilddrüsen (primärer Hyperparathyreoidismus) oder eine Tumorerkrankung zugrunde. Dadurch bildet der Körper vermehrt Parathormon oder baut durch Tumore mehr Kalzium aus den Knochen ab. Zusammen machen diese beiden Ursachen den größten Teil der Fälle aus. Weitere mögliche Ursachen sind zum Beispiel eine stark erhöhte Zufuhr von Vitamin D oder Kalziumpräparaten, bestimmte Medikamente oder andere Erkrankungen, die den Kalziumstoffwechsel beeinflussen.
Das kann helfen
Das macht der Arzt: Zur Diagnose misst der Arzt zunächst den Kalziumspiegel im Blut und untersucht weitere Laborwerte, zum Beispiel das Parathormon, um die Ursache der Hyperkalzämie festzustellen. Je nach Schweregrad kann die Behandlung unterschiedliche Maßnahmen umfassen. Häufig werden zunächst Flüssigkeit und Medikamente eingesetzt, die den Kalziumspiegel senken oder den Knochenabbau hemmen. In schweren Fällen kann eine Behandlung im Krankenhaus erforderlich sein.
Das kann man selbst tun: Da eine Hyperkalzämie meist die Folge einer anderen Erkrankung ist, stehen vor allem die medizinische Abklärung und Behandlung im Vordergrund. Wichtig ist, auffällige Blutwerte ernst zu nehmen und ärztlich kontrollieren zu lassen. Vitamin D und Kalziumpräparate sollten generell nur in der empfohlenen Dosis aufgenommen werden.
Bearbeitungsstand: 19.03.2026
Quellenangaben:
Thews, Mutschler, Vaupel, Anatomie, Physiologie und Pathophysiologie des Menschen, WVG, (2007), 5. Aufl. - Mutschler, Arzneimittelwirkungen, Wiss.Verl.-Ges., (2008), Aufl. 9 - Brunkhorst, Schölmerich, Differenzialdiagnostik und Differenzialtherapie, Elsevier (Urban & Fischer), (2010), 1. Auflage
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.